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4. Mai: weltweiter Gedenktag für die Opfer antiasiatischer und antibuddhistischer Gewalt in den USA.

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  • Ichbinderichbin
  • 28. April 2021 um 17:54
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Ichbinderichbin
    Gast
    • 28. April 2021 um 17:54
    • #1

    Gut zu wissen: "Am 4. Mai findet im Higashi Honganji Buddhist Temple in Los Angeles eine weltweite buddhistische Gedenkfeier für die asiatisch-amerikanischen Vorfahren statt. Im Gedenken an die Opfer zweier Jahrhunderte antiasiatischer und antibuddhistischer Gewalt in den USA."

    May We Gather - ursachewirkung.com

  • gabi.voelkel
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    • 28. April 2021 um 18:18
    • #2

    Hallo Ichbinderichbin

    danke für Deinen Beitrag. Diesen Anschlag in Atlanta habe ich gar nicht mitbekommen . Kann man nur hoffen, dass es bei dieser Feier nicht wieder zu Anschlägen kommt.

    lieben Gruß

    Gabi

    "Das bin ich nicht, das gehört mir nicht, das hat für mich kein Selbst"

  • Horin
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    • 28. April 2021 um 21:23
    • #3

    Ich empfinde diese Gedenktage immer etwas heuchlerisch. Es gibt einen neuen Tag der von einer Elite als Selbstentschuldigung etabliert wird und damit sein Beitrag gegen Rassismus etc. getan wird, an dem jeder seine Bestürzung zeigen kann. Die restlichen 364 Tage des Jahres werden andere Themen in den Fokus genommen die gesellschaftlich ja so hochrelevant sind. Chauvinismus. Sexismus. Antisemitismus. Ja, das sind wichtige Themen, aber es ist nicht damit getan einen Alibitag zu etablieren. Besonders in den USA, aber auch in Deutschland gibt es gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Phänomene die grundsätzlich angegangen werden sollten um eine Gleichwertigkeit der Menschen bewusst zu machen. Das fängt bei der NRA an, bis hin zu den Medien, zur Werbeindustrie und der gesamten kapitalistischen Ausrichtung...

    Den Schmetterling des Zen im Netz des Verstandes zu fangen; machen wir uns das klar, dass das nicht geht

  • Ichbinderichbin
    Gast
    • 29. April 2021 um 12:51
    • #4
    Horin:

    Ich empfinde diese Gedenktage immer etwas heuchlerisch. Es gibt einen neuen Tag der von einer Elite als Selbstentschuldigung etabliert wird und damit sein Beitrag gegen Rassismus etc. getan wird, an dem jeder seine Bestürzung zeigen kann. Die restlichen 364 Tage des Jahres werden andere Themen in den Fokus genommen die gesellschaftlich ja so hochrelevant sind. Chauvinismus. Sexismus. Antisemitismus. Ja, das sind wichtige Themen, aber es ist nicht damit getan einen Alibitag zu etablieren. Besonders in den USA, aber auch in Deutschland gibt es gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Phänomene die grundsätzlich angegangen werden sollten um eine Gleichwertigkeit der Menschen bewusst zu machen. Das fängt bei der NRA an, bis hin zu den Medien, zur Werbeindustrie und der gesamten kapitalistischen Ausrichtung...

    Es geht sicher beides: An einem bestimmten Tag spezifisches Gedenken und an den anderen Tagen das Thema nicht vergessen und entsprechend handeln.

  • kilaya
    Gast
    • 29. April 2021 um 13:08
    • #5

    Wenn das - wie es aussieht - ein Tag ist, der von Asiaten und Buddhisten selbst etabliert wird, dann ist das ja keine "Elite mit Selbstentschuldigung".

    Siehe gleicher Artikel:[lz]

    Die Veranstaltung mit dem Namen „May We Gather: A National Buddhist Memorial Ceremony for Asian American Ancestors“ wird von einem breiten Bündnis aus buddhistischen Gruppen, Tempeln und auch Einzelpersonen getragen. Bisher haben sich dem Bündnis 80 asiatisch-amerikanische buddhistische Gruppen und Tempel zusammen mit 120 verbündeten Sanghas und Organisationen sowie zahlreiche Einzelpersonen angeschlossen. „Buddhismus unter dem Regenbogen“, die AG queerer Buddhisten in der DBU, und das buddhistische Magazin Ursache\Wirkung unterstützen das Bündnis als erste buddhistische Vertreter aus dem deutschsprachigen Raum.[/lz]

  • dukkha
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    • 29. April 2021 um 14:26
    • #6

    Ich gebe hören Recht. Diese ganzen Gedenktage interessieren wahrscheinlich nur die Initiatoren, die sich dann Mal wieder gut

    fühlen können.

    Gerade in Deutschland wird mit einer Penetranz eine Erinnerung

    hochgehalten, die bei mir mittlerweile das Gegenteil auslöst.

    Ich wende mich nur noch ab.

    denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht, drum besser wär's, dass nichts entstünde.

    (Goethes Faust)

  • xiaojinlong
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    • 29. April 2021 um 15:01
    • #7

    Die Frage bei solchen Gedenktagen ist, was wir daraus machen. Ich selbst bin kein großer Fan davon auf jeden "Gedenktagzug" aufzuspringen. Finde aber die Grundsätzliche Idee dahinter nicht verkehrt - solange man sie niemanden aufzwingt. Natürlich besteht durch so einen Gedenktag die Gefahr, dass man es als Absolution oder ähnliches ansehen könnte, hier kommt dann aber der einzelne Mensch ins Spiel. Wenn ich mit meinem Lehrer über meine Praxis rede, dann kommt dabei immer eine Erinnerung an die Praxis raus. Dadurch fokusiere ich mich wieder mehr und werde darauf hingewiesen an welchen Stelle ich u.U. etwas abgedriftet bin. Nach dem Gespräch dann aber muss ich selbst sehen was ich daraus umsetze und wie es damit weiter geht. So kann man ja auch einen Gedenktag nutzen. Man befasst sich mit der Thematik, geht in sich und reflektiert zu einem Thema, das man sonst nicht so auf dem Schirm hat. Das Ergebnis dieser Reflektion nicht zu vergessen, sondern es in den weiteren Alltag hinein zu tragen ist dann die große Aufgabe dabei.

    Natürlich geht so etwas auch ganz ohne Gedenktag, aber manchmal ist so ein Anstoß gar nicht so verkehrt.

    _()_

    小金龍

  • Helmut
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    • 29. April 2021 um 15:09
    • #8
    dukkha:

    Gerade in Deutschland wird mit einer Penetranz eine Erinnerung

    hochgehalten,

    Solche allgemeinen Aussagen nützen nicht viel. Nenne doch einfach mal drei verschiedene Beispiele hierfür.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • dukkha
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    • 29. April 2021 um 15:17
    • #9
    Helmut:
    dukkha:

    Gerade in Deutschland wird mit einer Penetranz eine Erinnerung

    hochgehalten,

    Solche allgemeinen Aussagen nützen nicht viel. Nenne doch einfach mal drei verschiedene Beispiele hierfür.

    man kann dem Thema Nazis nicht entgehen, wenn man

    öffentlich rechtliche Medien schaut oder hört.

    Manche Sender sind regelrecht darauf spezialisiert.

    Das nächste Steckenpferd ist das Thema Kolonialzeit.

    denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht, drum besser wär's, dass nichts entstünde.

    (Goethes Faust)

  • Helmut
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    • 29. April 2021 um 15:29
    • #10

    dukkha ,

    ich hatte dich um drei konkrete Beispiele gebeten. Du bleibst aber weiterhin bei diesen Thema auf einer abstrakten, wenig zielführenden Ebene.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • dukkha
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    • 29. April 2021 um 15:37
    • #11

    ich glaube, wir haben ein Verständigungsproblem, du verstehst nie,

    was ich sage, auch in anderen Threads nicht

    denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht, drum besser wär's, dass nichts entstünde.

    (Goethes Faust)

  • Helmut
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    • 29. April 2021 um 16:02
    • #12

    Das Verständigungsproblem wird so lange bestehen wie du dich weigerst meine Frage aus Beitrag 8 konkret mit Beispielen zu beantworten. Das hast du bisher nicht getan. Vorher soll ich dann wissen, was du meinst, in Deutschland wird mit einer Penetranz eine Erinnerung hochgehalten? Welche denn? Also bleibt mir nichts anderes übrig als nachzufragen.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • kilaya
    Gast
    • 29. April 2021 um 16:58
    • #13

    Ich finde, dass es absolut notwendig ist, die Nazizeit nicht zu vergessen. Die Präsenz in den Medien ersetzt die Tatsache, dass es kaum noch Menschen gibt, die sich selbst daran erinnern. Und die es an ihre Enkel weitergeben können, was das bedeutet. Das ist vielleicht auch ein Grund, warum gewisse Gruppen wieder stärker werden können - sie arbeiten gezielt an der Verharmlosung und Relativierung von Begriffen und Geschehnissen, was umso leichter ist, je weniger die Menschen darüber wissen. Ich glaube z.B. nicht, dass "Jana aus Kassel" in der Lage gewesen wäre, sich mit Sophie Scholl zu vergleichen, wenn sie auf eindrückliche Weise gelernt und begriffen hätte, was da eigentlich passiert ist.

    Was die Kolonialzeit angeht, so ist das m.E. noch viel zu wenig beachtet worden. Nun hatte Deutschland nicht so viele Kolonien wie andere Länder, aber auch da sind Greueltaten passiert. "Kolonialismus" wird fast überall sogar noch romantisiert. Im Grunde war es jedoch nichts anderes als die gewaltsame Europäisierung der gesamten Welt. Und in gewisser Weise sind die Folgen noch heute strukturell vorhanden, z.B. in der Ausbeutung der Rohstoffe anderer Länder, ohne dass diese viel davon hätten ausser ein paar Almosen für Arbeitsbedingungen, die den Namen nicht verdienen, weil sie so unmenschlich sind.

  • kilaya
    Gast
    • 29. April 2021 um 17:00
    • #14

    [mod]

    Wir müssten dann bitte versuchen, hier nicht komplett vom eigentlichen Thema wegzukommen. Das Thema Nazizeit entwickelt sich oft schnell zum Eigenläufer; auch wenn es hier ansatzweise reinpasst sollte dieser Nebenstrang entweder schnell abgewickelt werden, oder als neues Thema eröffnet.[/mod]

  • dukkha
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    • 29. April 2021 um 17:12
    • #15

    @kilaya

    Deine Meinung ist immer so vorhersehbar.

    Du gehörst offensichtlich zu dem Milieu, das

    als Thema nur noch Klima, Gender, Rassismus,

    Nazis, Frauenrechte kennt. Und gleichzeitig wird so

    vieles ignoriert.


    Diese Themen mögen wichtig sein,

    aber seit Jahren wird man damit direkt

    und unterschwellig bombardiert.

    Wie gesagt, ich schalte sofort weg, wenn diese Themen

    auftauchen.

    Und die Leitmedien haben einen ziemliche Schlagseite, was diese.

    Dinge angeht.

    @kilaya habe deinen Beitrag zu spät gelesen

    Wenn meine Antwort stört, kann man sie löschen.

    Wir sind Mal wieder vom Thema abgekommen.

    denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht, drum besser wär's, dass nichts entstünde.

    (Goethes Faust)

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 29. April 2021 um 18:07
    • Offizieller Beitrag
    • #16

    Nach dem Interview (be the refugee) verstehe ich es so, dass sich Chenxing Han - eine der Veranstalterinnen von "may we gather" als Teil eines Projektes sieht, eine gemeinsame asiatisch-buddhitische Identität zu schaffen. Was dann buddhitische Retreats "nur für Asiaten" führt. Von daher denke, ich das die Stoßrichtung von " may wie gather" nicht so sehr der konkrete Antirassismus ist, sondern vor allem das Ziel hat, eine asiatisch-buddhitische Community in der USA zusammenzubringen und zu stärken. Weswegen man Ahnenvererehrung und Religion als Teil der gemeinsamen Identität betont. Und deswegen trennt man auch bei der Liste der Veranstalter, diejenigen um die es eigentlich geht - American Asian Buddhists - von den anderen buddhitische Gruppen, die lediglich als Unterstützer gelistet sind. Es tut sich da ein Spannugsfeld zwischen "Ethnobuddhismus" und eines "Konvertitenbuddhismus" auf.

    Wenn man an das Thema ethnische Diskriminerung klassische Links herangeht, dann sit es etwas was individuen trifft. Dies eröffent einen Horizont der Gemeisamkeit mit anderen Menschen die ähnliche Erfahrung gemacht haben. Die Schimpfwörter die für Asiaten benutzt werden unterscheiden sich zwar von denjenigen für Schwarze, Mexikanern oder Indigenen aber die Erfahrung ist sehr ähnlich. So kann man aber natürlich keine Gemeinschaft formen.

    Dies geschieht, indem man Diskrminierung "kollektiv" als Angriff auf die gemiensame Identät und die gemeinsame Gruppe sieht. und daraus leitet sich dann nicht die Auffoerdung auf sich mit Schwarzen und Latinos zu verbrüdern, sondern im Gegenteil sich zu versammeln und als Community zusammenzuhalten und die eigene Gruppenidentität zu pflegen. Indem man Ahnen verehrt, traditionelle Bräuche pflegt und dem Urenkel vermittelt, dass die Grossmuterr inhaftiert wurde, weil sie Japanerin war. Und wie viele Leute beschimpft und diskiminiert wurden, nur weil sie Asiaten oder Buddhisten sind. Weil sie "Wir" und nicht "Sie" sind.

  • Dharma Buddy
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    27. Januar 2018
    • 24. Juni 2021 um 07:34
    • #17

    Inzwischen ist das Video erschienen und ich glaube, es spricht für sich: May We Gather

    Es ist eine sehr bewegende Trauerveranstaltung einer großen Menge von asiatischen und nordamerikanischen Gruppen. Es ist das erste Mal, dass sie zusammenkommen, um darauf hin zu weisen, dass seit der Zeit, als Asiat*innen einwanderten, sie massiver Diskriminierung ausgesetzt sind und ihre Tempel angegriffen und verwüstet werden. Und nach den letzten gezielten Morden gegen asiatisch-stämmige Menschen äußern sie sich das erste Mal laut als Gruppe, denn die Stimmen einzelner Individuen werden oft überhört.

    Ich finde es ein hoffnungsvolles Zeichen, dass diese Aktion weltweit so viele Unterstützung findet. Es sollte keine Rolle spielen, ob Köster in Tibet dem Erdboden gleich gemacht werden, ob in China Guan Yin-Statuen abgerissen oder in den USA Tempel verwüstet werden. Es gibt nur ein Leid und wir können es nur gemeinsam überwinden.

    _()_

    „Den Dingen geht der Geist voran; der Geist entscheidet:
    Kommt aus getrübtem Geist dein Wort und dein Betragen.
    So folgt dir Unheil, wie dem Zugtier folgt der Wagen.“

  • kilaya 13. Januar 2022 um 23:37

    Hat das Label Allgemein hinzugefügt.
  • kilaya 13. Januar 2022 um 23:37

    Hat das Label Gesellschaft hinzugefügt.
  • kilaya 13. Januar 2022 um 23:37

    Hat das Label Info hinzugefügt.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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