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Fügung im Buddhismus

  • AufdemWeg
  • 23. Januar 2021 um 23:34
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  • AufdemWeg
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    • 19. Februar 2021 um 10:05
    • #51
    Losang Lhamo:
    AufdemWeg:

    Nur: Wenn Buddhisten in dem Witz auf Rettung warten haften wir auf keinerlei Hoffnung. Wir sitzen dort und harren der Dinge und erfreuen uns am Moment? Keinerlei Hoffnung auf Nächstenliebe?

    AufdemWeg:
    AufdemWeg:

    Oh je, wo hast Du das denn her? Völlig daneben. :)

    Losang Lhamo:
    AufdemWeg:

    Nur: Wenn Buddhisten in dem Witz auf Rettung warten haften wir auf keinerlei Hoffnung. Wir sitzen dort und harren der Dinge und erfreuen uns am Moment? Keinerlei Hoffnung auf Nächstenliebe?

    AufdemWeg:
    AufdemWeg:

    Oh je, wo hast Du das denn her? Völlig daneben. :)

    Losang Lhamo:
    AufdemWeg:

    Nur: Wenn Buddhisten in dem Witz auf Rettung warten haften wir auf keinerlei Hoffnung. Wir sitzen dort und harren der Dinge und erfreuen uns am Moment? Keinerlei Hoffnung auf Nächstenliebe?

    AufdemWeg:
    AufdemWeg:

    Oh je, wo hast Du das denn her? Völlig daneben. :)

    Erkläre es gerne :)

  • void
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    Zen
    • 19. Februar 2021 um 11:36
    • Offizieller Beitrag
    • #52

    Das Bedürfnis nach "Fügung" kommt aus dem Bedürfnis in einer Welt zu leben, die Sinn macht.

    Ich glaube, das hat viel mit Angst zu tun. Normalerweise befinden wir uns in einem mehr oder weniger entspannten Zustand, aber wenn etwas Unerwartetes und Unbekanntes kommt, dann geraten wir vom grünen in den roten Bereich. Wir versuchen die Störung einzuordnen - Sinn aus ihr zu machen - so dass wir reagieren und in den grünen Bereich zurückkehren können.

    Von daher kann so ein "Glaube an Fügung" vielleicht dazu führen, das man beruhigt bleibt- wenn ich überzeugt bin, dass alles irgendwie ok wird ("sich alles zum Guten fügt")- dass brauche ich mich nicht stressen und stören lassen. Die "Glaube an Fügung" ist also eine Art beruhigender Teddybär ("alles wird gut") an dem man sich in seiner Angst knuddelt.

    Wenn der Teddy einem die Angst nimmt, ist er ja vielleicht nicht schlecht. Es kann ja eine wirksame Strategie sein, um Angst entgegenzuwirken. Auf der anderen Seite kann es einen dazu verführen, wirklich daran zu glauben, dass alles gut wird. Ich kenne Leute die zwischen Angst und Hoffnung gefangen jahrzehntelang eine Ehe aufrechterhielten, wo sie unglücklich waren.

    Der "Glaube an Fügung" lindert also mehr oder weniger ein Symptom. Das eigentlich Problem ist, die Angst in in die man angesichts, dessen was sich nicht fügt (des Absurden) verfällt. Von Pema Chdrön gibt es das Buch "Geh an die Orte, die du fürchtest" in dem es darum geht:

    arbor verlag:

    In jedem Moment unseres Lebens haben wir die Wahl: Unsere Lebensumstände können uns verhärten, uns ängstlich und abweisend machen, oder sie lehren uns, sanfter, mitfühlender und freundlicher zu werden.

    Doch unsere gewohnten Strategien mit Ängsten, Leiden und Schwierigkeiten umzugehen, sind wenig geeignet, diese zu überwinden - stattdessen zementieren sie diese letztlich nur. Aus dem riesigen Fundus buddhistischer Geistesübungen schöpfend, macht die erfahrene Meditationsmeisterin hier deutlich, wie wir unsere Ängste nutzen können, um in einer schwierigen Welt und in schweren Zeiten zu Furchtlosigkeit finden und authentisch leben zu können.

    "Nicht flüchten, sondern anschauen" ist das Motto dieses praktischen Krisenmanagements für Körper, Geist und Seele. Pema Chödröns Ratschläge sind oft von provokativer Direktheit und fordern den Leser auf, sich voller Neugier auf das weite Feld seiner Schwierigkeiten vorzuwagen. Pema Chödrön ermutigt ihn dabei durch die offenherzige Schilderung eigener schmerzhafter Erfahrungen und die zuversichtliche Botschaft, dass Gelassenheit und Mitgefühl erlernbar sind.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • Lirum Larum
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    • 19. Februar 2021 um 15:44
    • #53
    AufdemWeg:
    Losang Lhamo:
    AufdemWeg:

    Nur: Wenn Buddhisten in dem Witz auf Rettung warten haften wir auf keinerlei Hoffnung. Wir sitzen dort und harren der Dinge und erfreuen uns am Moment? Keinerlei Hoffnung auf Nächstenliebe.

    Oh je, wo hast Du das denn her? Völlig daneben. :)

    Erkläre es gerne :)

    Ja, dann erzähl doch mal, wo Du diese Idee her hast, im Buddhismus gäbe es keine Nächstenliebe. Das klingt stark danach, als hättest Du drei von Vier Edlen Wahrheiten noch nicht gelesen. Oder als ob Du Dir die buddhistische Lehre hast von einem Katholiken erklären lassen?

    Na gut, sorry, ich kürze das hier mal ab.

    Liebe & Mitgefühl im Buddhismus: Die vier Unermesslichen - Liebe, Mitgefühl, Freude und Gleichmut

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Aravind
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    • 19. Februar 2021 um 15:48
    • #54
    Losang Lhamo:
    AufdemWeg:
    Losang Lhamo:

    Oh je, wo hast Du das denn her? Völlig daneben. :)

    Erkläre es gerne :)

    Ja, dann erzähl doch mal, wo Du diese Idee her hast, im Buddhismus gäbe es keine Nächstenliebe. Das klingt stark danach, als hättest Du drei von Vier Edlen Wahrheiten noch nicht gelesen. Oder als ob Du Dir die buddhistische Lehre hast von einem Katholiken erklären lassen?

    Ist das nicht ein Missverständnis? Ich verstehe den Satz so, dass es um die Hoffnung auf Nächstenliebe durch die anderen Menschen geht.

  • Lirum Larum
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    • 19. Februar 2021 um 15:54
    • #55
    Aravind:
    Losang Lhamo:
    AufdemWeg:

    Erkläre es gerne :)

    Ja, dann erzähl doch mal, wo Du diese Idee her hast, im Buddhismus gäbe es keine Nächstenliebe. Das klingt stark danach, als hättest Du drei von Vier Edlen Wahrheiten noch nicht gelesen. Oder als ob Du Dir die buddhistische Lehre hast von einem Katholiken erklären lassen?

    Ist das nicht ein Missverständnis? Ich verstehe den Satz so, dass es um die Hoffnung auf Nächstenliebe durch die anderen Menschen geht.

    :? Wenn man keine Hoffnung auf Nächstenliebe hat, bedeutet das für mich, dass keine Nächstenliebe von anderen kommt und dass man auch selber keine geben kann. Oder?

    Das hat nichts mit irgendwelchen buddhistischen Sichtweisen zu tun, wie im Beitrag (39) impliziert wurde: Fügung im Buddhismus

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  • Aravind
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    • 19. Februar 2021 um 17:45
    • #56
    Losang Lhamo:

    :? Wenn man keine Hoffnung auf Nächstenliebe hat, bedeutet das für mich, dass keine Nächstenliebe von anderen kommt und dass man auch selber keine geben kann. Oder?

    Nee, finde ich nicht. Der Schwerpunkt ist ja das Thema Hoffnung. Ich knüpfe meine Hoffnung nicht daran, dass mir jemand anderes mit Nächstenliebe begegnet. Nicht, dass er oder sie es nicht kann.

  • Monikamarie
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    • 19. Februar 2021 um 18:59
    • #57

    Für mich ist die Aussage von Dir Aravind schlüssig, denn ich knüpfe schon lange keine Hoffnung daran, dass mir jemand mit Nächstenliebe begegnet, weil ich sie gar nicht erwarte. Genau darum geht es mir: keine Erwartung an irgendwas. Andererseits bin ich mir sicher, dass es Nächstenliebe im Buddhismus gibt, sie wird nur anders ausgedrückt:

    Zitat

    „Vier Unermesslichkeiten: Da strahlt, ihr Brüder, ein Mönch liebevollen Gemütes weilend nach einer Richtung, dann nach einer zweiten, dann nach der dritten, dann nach der vierten, ebenso nach oben und nach unten: überall in allem sich wiedererkennend durchstrahlt er die ganze Welt mit liebevollem Gemüte, mit weitem, tiefem, unbeschränktem, von Grimm und Groll geklärtem. Erbarmenden Gemütes, freudevollen Gemütes, unbewegten Gemütes weilend strahlt er nach einer Richtung, dann nach einer zweiten, dann nach der dritten, dann nach der vierten, ebenso nach oben und nach unten: überall in allem sich wiedererkennend durchstrahlt er die ganze Welt mit erbarmendem Gemüte, mit freudevollem Gemüte, mit unbewegtem Gemüte, mit weitem, tiefem, unbeschränktem, von Grimm und Groll geklärtem.“

    – Von der Übereinkunft

    _()_

  • Lirum Larum
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    • 20. Februar 2021 um 09:40
    • #58

    Aravind Die Hoffnung auf das Verhalten anderer ist ja aber auch wirklich eine trügerische Sache.

    Das ist was anderes als gar keine Hoffnung zu hegen.

    Es gibt viel Anlass zu Hoffnung im Buddhismus. Und Nächstenliebe kann man auch von Buddhisten erwarten.

    Diese Hoffnung/Erwartung kann natürlich auch enttäuscht werden. Das hat nicht seine Ursache in der Religion. Auch auf Christenmenschen ist kein Verlass.

    Die spannende Frage ist dann: Wie geht man mit der Enttäuschung um? Muss man darüber überhaupt enttäuscht sein?

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Aravind
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    • 20. Februar 2021 um 14:30
    • #59
    Losang Lhamo:

    Die spannende Frage ist dann: Wie geht man mit der Enttäuschung um? Muss man darüber überhaupt enttäuscht sein?

    Ich glaube, da ticken wir einfach verschieden. Ich persönlich kann mir Hoffnung ohne eingebaute Enttäuschung für mich nicht vorstellen.

    Aber ich glaube, Hoffnung spielt in meinem Leben mehr oder weniger zufällig keine große Rolle, das hat mit meiner Praxis nichts zu tun. Ich bin wohl eher so der "Kaiser"-Typ: "Schaun mer mal, dann sehn mer scho." :)

    liebe Grüße,

    Aravind.

  • Lirum Larum
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    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 20. Februar 2021 um 20:02
    • #60
    Aravind:
    Losang Lhamo:

    Die spannende Frage ist dann: Wie geht man mit der Enttäuschung um? Muss man darüber überhaupt enttäuscht sein?

    Ich glaube, da ticken wir einfach verschieden. Ich persönlich kann mir Hoffnung ohne eingebaute Enttäuschung für mich nicht vorstellen.

    Aber ich glaube, Hoffnung spielt in meinem Leben mehr oder weniger zufällig keine große Rolle, das hat mit meiner Praxis nichts zu tun. Ich bin wohl eher so der "Kaiser"-Typ: "Schaun mer mal, dann sehn mer scho." :)

    liebe Grüße,

    Aravind.

    :) Da haben wir den Unterschied deutlich: In meinem Leben sind Enttäuschungen ein Riesending, worüber ich seht viel lernen musste.

    Daher weiß ich, für mich, dass Hoffnung ohne Erwartung und somit ohne Enttäuschung gut möglich ist.

    Und da ist sie wieder, die deutsche Sprache: Hoffnung und Hoffnung ist nicht das gleiche. Es können ganz verschiedene Einstellungen dahinter stecken.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Monikamarie
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    • 21. Februar 2021 um 09:18
    • #61

    Guten Morgen miteinander,

    ich habe große Hoffnungen gehabt, und meine Eltern vor allem in mich. Ich habe nicht nur sie enttäuscht, sondern auch mich selbst. Bereits Ende 20 ging mein Leben bergab, erst durch meine sich dann ernsthaft dann "entwickelte" Suche ging es wieder aufwärts. Ich musste sehr viel lernen - vor allem über mich. Da hatte ich natürlich auch Hoffnung. Jahrelang dachte ich immer, bald bin ich erleuchtet und dann ist alles gut.

    Dem war aber nicht so, es wurde auch ohne Erleuchtung alles gut. Aber es war inzwischen ziemlich hell geworden in meinem Leben. Und die Hoffnung auf irgendwas, was ich mir mal gewünscht hätte, ist dabei vergangen. Ich wünsche mir nichts weiter - okay: außer Gesundheit.

    _()_

  • AufdemWeg
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    • 11. März 2021 um 23:51
    • #62
    Aravind:

    Was wäre der Unterschied für Dich, AufdemWeg , ob es jetzt Fügung gibt, oder nicht? Aus Sicht der buddhistischen Praxis kann ich keinen erkennen. Warum etwas gerade geschieht, spielt eigentlich keine Rolle. Außer im allgemeinen Sinne: Wenn ich jetzt Unheilsames erlebe, unheilsam handle, dann muss ich wohl mein Denken und mein Verhalten in Richtung "heilsam" verändern.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Lieber Aravind,
    ja das macht schon den Unterschied. Esoterisch ausgedrückt: Bewirken Gedanken ohne direkte Handlung "Manifestationen"? Buddhistisch wohl: "Wirkt eine reine Geisteshaltung ohne damit verbundene direkte Handlung auch Karma?"

  • AufdemWeg
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    • 11. März 2021 um 23:56
    • #63
    xiaojinlong:

    Ein klammern an einen Gott, welcher alles vorbestimmt wiederspricht in meinen Augen dem Prinzip Karma, sowie der Auflösung des Karma doch sehr. Denn, wenn es eine "göttliche Eingabe" ist, dann wäre es einfach gegeben.

    Ich denke das für viele Gläubige eine Definition von Gott. Aber für Mystiker wie Meister Eckart war Gott ganz sicher nichts, was vorbestimmt und auch keine Instanz, die sich anrufen lässt. Aber ein übersinnliches Netz, das sich mit Worten nicht beschreiben lässt, alles umwebt und nur in Kontemplation zu erfassen ist. Das bestimmt nichts vor. Wir haben einen freien Willen. Aber genauso wie aus einem Samen eine Pflanze entweckt...einem "göttlichen" Muster entspringt...genauso könnte man glauben dass diese Muster auch Fügungen bewirken können.

  • AufdemWeg
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    • 11. März 2021 um 23:58
    • #64
    Losang Lhamo:

    Im Buddhismus ist ja Geistesschulung wichtiger als Glaubenssysteme. Dabei geht es darum, der Welt nicht noch mehr Konzepte überzustülpen als man braucht.

    Der menschliche Geist ist natürlicherweise auf Einordnen angewiesen. Konzepte zu lösen und offen zu lassen, ist gar keine so einfache Übung, aber sie lohnt sich.

    In diesem Sinne lässt sich sagen "Was ist, das ist" und man schaut, was passiert.

    Ja, es gibt manchmal sowas wie Fügung, das denke ich auch. Aber ich glaube nicht, dass man dazu noch mehr sagen oder ein System lehren muss. Warum nicht?

    Weil die Gefahr viel zu groß ist, dass man seine Offenheit verliert, wenn man fest an Fügung glaubt und sie ständig erwartet. Dann findet man sich möglicherweise plötzlich in einem heiligen Krieg wieder, weil es sich so gefügt hat. In dem Fall wäre, wenn man klarkommen will, ein klares ethisches System wichtiger als ein Denkgebäude über Fügung.

    Oder man fängt an,
    überall Zusammenhänge zu sehen, die entweder nicht relevant oder nicht gegeben sind. In dem Fall ist es besser, die Sachen ruhiger zu betrachten und weniger Schlüsse zu ziehen, damit nicht die Phantasie mit einem durchgeht. (😏 Also, ich spreche in diesem ganzen Beitrag von mir selbst, wenn ich "man" sage.)

    Alles anzeigen

    Das ist sehr schön geschrieben. Ja, das denke ich auch und klingt schön!

  • Aravind
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    • 12. März 2021 um 07:40
    • #65
    AufdemWeg:
    Aravind:

    Was wäre der Unterschied für Dich, AufdemWeg , ob es jetzt Fügung gibt, oder nicht? Aus Sicht der buddhistischen Praxis kann ich keinen erkennen. Warum etwas gerade geschieht, spielt eigentlich keine Rolle. Außer im allgemeinen Sinne: Wenn ich jetzt Unheilsames erlebe, unheilsam handle, dann muss ich wohl mein Denken und mein Verhalten in Richtung "heilsam" verändern.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Lieber Aravind,
    ja das macht schon den Unterschied. Esoterisch ausgedrückt: Bewirken Gedanken ohne direkte Handlung "Manifestationen"? Buddhistisch wohl: "Wirkt eine reine Geisteshaltung ohne damit verbundene direkte Handlung auch Karma?"

    Hallo AufdemWeg ,

    Meine Frage war nicht: Macht es einen Unterschied, sondern: Was wäre der konkrete Unterschied für Dich, für Dein Denken, für Dein Handeln, wenn es Fügung gibt, oder nicht.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

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    • 12. März 2021 um 09:29
    • #66

    Mir fällt auf, wenn mir etwas Gutes begegnet, mag ich gern an Fügung glauben. Denn wie sollte es anders sein? Manchmal passieren einem ja tolle Sachen, die sich gar keiner ausdenken kann.

    Wenn mir aber etwas schlechtes passiert, dann ist es nur Pech. :grinsen:

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Aravind
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    • 12. März 2021 um 10:16
    • #67
    Losang Lhamo:

    Mir fällt auf, wenn mir etwas Gutes begegnet, mag ich gern an Fügung glauben. Denn wie sollte es anders sein? Manchmal passieren einem ja tolle Sachen, die sich gar keiner ausdenken kann.

    Wenn mir aber etwas schlechtes passiert, dann ist es nur Pech. :grinsen:

    Kommt mir jedenfalls heilvoller vor, als umgekehrt. ;)

    Und das ist ja auch mit der Praxis so: Meist ist es einfacher, Unheilsames loszulassen, das uns direkt schadet, als die Anhaftung an Schönem, das uns "nur" indirekt schadet.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Monikamarie
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    • 12. März 2021 um 10:37
    • #68
    Losang Lhamo:

    Mir fällt auf, wenn mir etwas Gutes begegnet, mag ich gern an Fügung glauben. Denn wie sollte es anders sein? Manchmal passieren einem ja tolle Sachen, die sich gar keiner ausdenken kann.

    Wenn mir aber etwas schlechtes passiert, dann ist es nur Pech. :grinsen:

    Ich sehe das auch so, beim Schlechten jedoch als Karma. Auch das ist für mich immer hilfreich gewesen, weil ich denke, das dies Geschehnis wohl zu Recht passiert. :)

  • Monikamarie
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    • 12. März 2021 um 10:39
    • #69
    Aravind:

    Und das ist ja auch mit der Praxis so: Meist ist es einfacher, Unheilsames loszulassen, das uns direkt schadet, als die Anhaftung an Schönem, das uns "nur" indirekt schadet.

    Ich denke auch, dass es schwieriger ist, Schöne Gefühle und dergleichen loszulassen als Unheilsame.

    Aber das zu wissen wiederum hilft mir auch. :) Zumindest übe ich das jetzt vermehrt.

  • CCC
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    • 12. März 2021 um 10:49
    • #70

    Oft kann man aber auch das Unheilsame, weil es einem Heilsames vorgaukelt, nur sehr schwer loslassen

    z.Bspl. bei Süchten

    Da muss man genau hinsehen und ehrlich zu sich sein.

    Ist oft verdammt schwer.

  • AufdemWeg
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    • 12. März 2021 um 12:42
    • #71

    Danke!!!

    Lucy:

    ich finde, wenn man weniger mit Dingen kämpft, mehr akzeptiert, friedlicher wird, macht das Leben mehr „Sinn“ - oder auch gar keinen Sinn, weil man ja nicht mehr krampfhaft versucht, alles mit sich selber in Bezug zu setzten und nach dem warum zu fragen ;)

    Ja, das stimmt. Friedlicher ist es. Und ich muss mir auch eingestehen, dass bei meiner Frage mehr Ego hängt als ich anfachs dachte...Aber dieFrage ist schon spannend. Macht es mehr Sinn oder eben keinen für dich? :)

    Aravind:

    Meine Frage war nicht: Macht es einen Unterschied, sondern: Was wäre der konkrete Unterschied für Dich, für Dein Denken, für Dein Handeln, wenn es Fügung gibt, oder nicht.

    Gute Frage :) Sehr gute Frage...Eine Welt voller Zufall macht wohl mehr Angst als eine hinter der Sinn steckt. Und den gibt es ja. Pflanzen entwachsen Samen aus einem Plan. Ebenso reifen Kinder heran. Der Unterschied ist wohl, dass darin etwas Schönes steckt. Es erfüllt mich mit Freude dass nicht alles Chaos scheint...

    Losang Lhamo:

    Mir fällt auf, wenn mir etwas Gutes begegnet, mag ich gern an Fügung glauben. Denn wie sollte es anders sein? Manchmal passieren einem ja tolle Sachen, die sich gar keiner ausdenken kann.

    Wenn mir aber etwas schlechtes passiert, dann ist es nur Pech. :grinsen:

    Dem möchte ich widersprechen! Es waren gerade die sehr harten Zeiten mit Leid, die mich prägten und mich besonders weiterentwickelt haben. Und auch in diesen Kann ich Fügung sehen. Keine schicksalsartigen, so meinte ich es nie. Nichts deterministisches oder von oben herab. Nein...etwas das in dieser Situation folgreichtig war, zu dieser Zeit nicht zufällig kam, das aber nicht rational begründbar ist. Ist das Karma? Ich weiß es nicht...

  • AufdemWeg
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    • 12. März 2021 um 18:45
    • #72

    Bedeuten die Likes Zustimmung? :) Ist das also Karma...über den man sich aber wenig Gedanken machen sollte. Denn es führt zu nichts und nährt nur das Ego?

  • Monikamarie
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    • 12. März 2021 um 19:10
    • #73
    AufdemWeg:

    Bedeuten die Likes Zustimmung? :) Ist das also Karma...über den man sich aber wenig Gedanken machen sollte. Denn es führt zu nichts und nährt nur das Ego?

    Ja, von mir ist das Zustimmung.

    Aber Karma bedeutet dann für mich lediglich eine Bestätigung. Zum Beispiel, wenn mir Schmerzen zugefügt wurden als Mutter, so dachte ich dann an mich und meine Mutter. Und habe das als Ursache für mein jetziges Leben gesehen, da ich meiner Mutter auch mehr oder weniger unbewusst - eben wie KInder und Jugendliche sind - Schmerzen zugefügt habe.

    So war ich dann meiner Tochter nicht böse. Das ist aus meiner Sicht eben das Gute am Erkennen von Karma, dass diese "Linie" nicht weitergeführt wird, sondern unterbrochen ist durch Weisheit.

    _()_

  • Aravind
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    • 13. März 2021 um 14:55
    • #74
    AufdemWeg:

    Gute Frage :) Sehr gute Frage...Eine Welt voller Zufall macht wohl mehr Angst als eine hinter der Sinn steckt. Und den gibt es ja. Pflanzen entwachsen Samen aus einem Plan. Ebenso reifen Kinder heran. Der Unterschied ist wohl, dass darin etwas Schönes steckt. Es erfüllt mich mit Freude dass nicht alles Chaos scheint...

    Genau, auf diese Illusion wollte ich hinaus. ;) Wobei hier "Eine Welt voller Zufall macht wohl mehr Angst als eine hinter der Sinn steckt." noch die Annahme drin steckt, dass dieser Sinn ausgerechnet etwas in Deinem Sinne positives wäre. Das sind Ideen, die man überprüfen sollte, wenn man Leiden überwinden will.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Monikamarie
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    • 13. März 2021 um 15:53
    • #75

    Vor Jahren habe ich mal das Buch von Alan Watts gelesen "Weisheit des ungesicherten Lebens". Da ich ein auf Sicherheit trainierter Mensch bin, war das für mich sowohl beunruhigend aber eigentlich sehr anziehend, denn ich wollte diese Konditionierung gerne lockern.

    Gleichzeitig berührte mich ein Satz von Da love-Ananda "Warum gebt Ihr Euch nicht hin an die Unvermeidlichkeit Eures Seins". Beides hat mir sehr geholfen. Es gibt viele Zitate, die ich mir im Laufe der Jahre ins Gedächtnis rief, wenn ich unsicher wurde.

    Es gibt keine Sicherheit (s. Corona), und einen Sinn gebe ich dem Leben nur selbst, sonst niemand.

    _()_

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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