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Gruppenmeditation in Corona-Zeiten

  • Arthur1788
  • 10. November 2020 um 18:34
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1. offizieller Beitrag
  • Arthur1788
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    • 10. November 2020 um 18:34
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich weiß nicht ob das Thema hier schon mal besprochen wurde, ich habe jedenfalls nichts gefunden. Im derzeitigen "Lockdown light" werden buddhistische Meditationsgruppen ja meines Wissens nach wie religiöse Veranstaltungen behandelt, das heißt sie sind grundsätzlich erlaubt.

    Irgendwie habe ich aber dennoch Skrupel, diese zu besuchen. Die Gefahr dass man dabei sich selbst oder andere ansteckt ist zwar nicht so groß wie bei anderen Ereignissen, aber dennoch faktisch vorhanden.

    Also wie seht ihr das: Kann man in Zeiten, in denen die gesamte gesellschaftliche Anstrengung darauf gerichtet ist, die Infektionszahlen zu reduzieren, guten Gewissens an einer Gruppenmeditation teilnehmen?

    Beste Grüße

  • Online
    xiaojinlong
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    • 10. November 2020 um 18:53
    • #2

    Das Zen-Dojo in dem ich aktiv bin hat nach wie vor geöffnet. Wir limitieren uns allerdings stark. So gibt es derzeit keine Rezitation und wir sind maximal 7 Personen (Raumgröße ist ca. 60m²). Beim Reinkommen heißt es selbstverständlich erst einmal händewaschen und desinfizieren. Masken sind durchgehend Pflicht (auch beim Sitzen selbst). Gesessen wird mit entsprechendem Abstand und beim Kinhin wird auch darauf geachtet. Statt 2x40 Minuten sitzen wir nun 3x25 Minuten. Vor und nach dem Sitzen, sowie während des Kinhins werden alle Fenster geöffnet.

    _()_

    小金龍

  • Amdap
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    • 11. November 2020 um 17:41
    • #3

    In der Karma-Kagyü-Gemeinschaft, Kamalashila-Institut und TTC in Hamburg, sind meines Wissens persönliche Treffen wieder abgesagt und zurzeit geht's da nur online zu.

    In den anderen Filial-Zentren vermutlich ebenso.

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

  • void
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    • 11. November 2020 um 18:17
    • Offizieller Beitrag
    • #4

    Als in der Zeit, wo kein Lockdown war, die Anzahl der Infizierten pro 100 000 unter 50 war, kam es mir noch sinnvoll vor, unter den von xiaojinlong genannten Hygienauflagen zu sitzen. Während mir jetzt angesichts der Infektionzahlen schwindelt und mir ein Punkt erreicht scheint, wo man (zeitweise) besser darauf verzichtet.

    Teils hat das auch damit zu tun, dass ich sehe, wie stark die Leute um mich verzichten. Die Tanzlehrerin meiner Tochter ist am Verzweifeln, weil alles schon wieder zumacht. Ein Freund von mir kann nicht zu Hochzeit seiner Mutter und so weiter. Es kommt mir komisch vor, wenn dann diejenigen die Entsagung predigen, als letzte zumachen. Wobei da natürlich auch andere Sachen mitspielen. Gerade wenn man Räume gemietet hat, kann es ja finanziell mau werden. Aber auch das gilt ja für viele andere Vereine, die um das Überleben kämpfen.

    Ich kann verstehen, dass Religion von der Verfassung so wichtig genommen wird, dass versucht wird das auch in Krisenzeiten zu ermöglichen. Aber während es bei den Christen ja so ist, dass da der Besuch der heilige Messe vorgeschrieben ist und die Gemeinschaft darauf basiert, das "zwei der drei unter dem Namen jesu zusammenkommen" um ein sakramentales Geschehen göttlicher Wandlung zu feiern, ist es ja nicht so, dass dem gemeinsamen Sitzen im Buddhismus eine annähernd ähnliche Bedeutung zukommt. Buddhismus fing als Bewegung der Hausloisgkeit an und auch als Buddha Befreiung erlangt, saß er allein.

    Von daher kommt es mir zwar bequem aber fragwürdig vor, sich da an die christlichen Kirchen und ihre Vorrechte dranzuhängen. Ich hoffe dass das in ein paar Wochen wieder besser ist.

    Dies alles ist aber eher so mein Bauchgefühl.

  • Helmut
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    • 11. November 2020 um 18:56
    • #5

    Angesichts der Infektionszahlen zeitweise auf Gruppenmeditationen zu verzichten ist sicherlich eine angemessene Handlungsweise. Wenn man in den Zentren die verbindlichen Regelungen des Lockdown einhalten kann, muss man meines Erachtens nicht auf Gruppenmeditationen verzichten.

    In unserem Zentrum, dem Tibetischen Zentrum Hamburg, handhaben wir es so, dass aufgrund des Lockdown keine Vorort-Veranstaltungen durchgeführt werden. Das bedeutet aber nicht, dass wir alle unsere Angebote eingestellt haben. Sie finden alle weiterhin statt, aber eben nur als Online-Veranstaltungen an denen man per Livestream teilnehmen kann. Wir können hierzu die Technik benutzen, die wir im Laufe vieler Jahre installiert haben. Es wird sicherlich viele Zentren geben, die diese Möglichkeit noch nicht in gleichem Maße haben und deshalb in dieser Situation unangenehmen Einschränkungen ausgesetzt sind.

    Jedes Zentrum muss natürlich schauen welche Möglichkeiten es hat, den Dharma zum Wohle der Menschen in dieser schwierigen Zeit zu vermitteln. Dabei geht es natürlich nicht nur um gemeinsame Meditation, so wichtig sie auch sein mag. Es geht mehr darum, den Menschen in dieser schwierigen Zeit eine Hilfe zu sein mittels des Dharma; ihnen aufzuzeigen wie man mit dieser schwierigen Situation angemessen umgehen kann. Das ist kein einfaches Unterfangen.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Online
    xiaojinlong
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    • 11. November 2020 um 19:03
    • #6

    Ich finde es relativ schwer da wirklich eine klare Regel / Lösung zu finden; Bauchgefühl ist da aktuell ein recht überwiegender Kompass. Wir hatten länger überlegt ob wir nicht wieder schließen sollten (hatten wir im Frühjar gemacht).

    Ich persönlich finde das aktuell sehr angenehm, dass das Dojo offen hat. In den Wochen im Frühjahr war über die komplette Zeit des Herunterfahren des Lebens mein einziger "persönlicher-Kontakt" das Einkaufen 2x pro Woche für 15 Minuten und 2 x Outdoor-Meeting. Treffen mit Freunde, Familie und co war wenn überhaupt rein virtuell. So habe ich jetzt noch zumindest noch die Möglichkeit im Dojo anderen Menschen zu begegnen und kann mich ein wenig in Person austauschen - wenn auch mit Maske und auf Abstand. Da wir auch eine recht feste Gruppe sind (die 7 Plätze verteilen sich auf 9 Leute) und wir auf die Maßnahmen achten, denke ich, dass wir schon bestmöglich vorsichtig sind - andererseits ist das ja ein üblicher Bias..

    Dass wir überhaupt nun auch geöffnet bleiben dürfen verwundert mich tatsächlich etwas. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob das tatsächlich an der Erlaubnis für religöse Treffen liegt, oder nicht über Bildung o.ä. begründet wird (das Gesundheitsamt macht hier dazu keine Angaben, wir wissen nur, dass wir dürfen)

    Den Aspekt des "wenn dann nehmen sich alle gleich zurück" finde ich verständlich, andererseits ist es ja genau das worin viele Leute Probleme sehen. Nehmen sich alle stark zurück, gibt es überall (mehr oder weniger) Probleme. Die Frage ist also wo man eine Grenze ziehen kann. Auf der einen Seite will man ja möglichst auf Abstand gehen und das Infektionsgeschehen verlangsamen, andererseits "muss das Leben irgendwie weitergehen".

    Schwierig.

    _()_

    小金龍

  • Seri Fet
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    • 21. Dezember 2020 um 12:48
    • #7

    Ich würd es nicht riskieren. Mit Maske zu meditieren, finde ich doof. Manche Dojos und Studios leiden unter den Lockdown. Das ist mir klar, aber auch die die wo drunter sterben. Erstmals daheim bleiben, und Infektionen minimieren.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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