Ich praktiziere Achtsamkeitmeditation - Achtsamkeit auf die Atmung - seit 3 Monaten. Die Meditation hat mich sehr egoistisch gemacht - laut 2 Personen in meinem sozialen Umfeld. Ich habe gleichzeitig viele positive Veränderungen bekommen. Ich bin sehr empathischer geworden gegenüber meiner alleinerziehenden Mutter. Ich engagiere mich sehr. Ich versuche sie zu entlasten. Ich bin Vegetarier geworden, achte jedenfalls auf ein klimafreundliches und ökologisch-nachhaltiges Leben. Jedenfalls in dieser Hinsicht.
Gleichzeitig habe ich die Endstufe des Egoismus erreicht. Nach dem Motto: "Ich gebe ein fick auf jeden....!". Ich lasse mir keine Ungerechtigkeit und Unhöflichkeit auf mir dulden. Wenn ich ein Problem habe, dann spreche ich es laut aus. Ich nehme kein Rücksicht, haue ehrlich meine Meinung oder Gedanken raus. Wenn ich etwas erreichen möchte, sei es für die Bildung, Gesundheit oder Sonstiges, dann nehme ich die Herausforderungen an. Doch im Alltag reagiere ich sehr temparament - nur auf sprachlicher Ebene. So hat mich der Kommentar eines AfD-Nutzers in einem anderen Forum abgefuckt. Ich habe angefangen ihn verbal zu attackieren - mit Beleidigungen und Drohungen. Die Situation geriet außer Kontrolle. Daraufhin wurde ich gesperrt. Ich reagiere allgemein in solchen Situation immer sehr temperamentvoll. Das ist auch sehr schädlich, wie ich finde. Ich verschwende sehr viel meine Energie und Zeit. Gleichzeitig bereitet mir das Problem.
Früher war ich das Gegenteil: unsicher undiszipliniert, jemand der sein Leben von anderen bestimmen lies. Heute habe ich eine Kriegerhaltung entwickelt, der nur seine Familie ranlässt. Freunde eher weniger. Ich bin nicht mehr die grinsende Dumpfbacke, sondern jemand der sehr fokusiert ist.
Kann das noch gesunde Achtsamkeit nach Buddha sein? Ist das Normall? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gesammelt?