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Hat Wonne ein spezifische Bedeutung im Buddhismus ?

  • Kaiman
  • 14. Juli 2020 um 14:01
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1. offizieller Beitrag
  • Kaiman
    Themenautor
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    • 14. Juli 2020 um 14:01
    • #1

    Hallo,

    ich bin über das Wort Wonne gestolpert als ich in das Buch geschaut habe . Die göttliche Erkenntnis von Swami Sivananda.

    Dort schreibt er: Die Fülle erfahren ist Samadhi. Es ist Freisein von Kummer. Es ist absolute Wonne.

    ich habe auch den Pali Kanon durchsucht , da findet sich der Begriff auch öfters.

    Bevor ich jedoch weitersuche würde ich gerne wissen ob das Thema schon diskutiert wurde.

    Bzw würde ich gerne wissen, ob Ihr auch schonmal darüber nachgedacht habt.

    Ist Wonne ein gutes Zeichen . Sei es in der Meditation oder allgemein im Leben ?

    Ich möchte euch einladen . Stellen aus dem Pali Kanon zum Thema wonne zu Teilen ich fang mal an.

    Von Zeit zu Zeit stoßen jene Götter den Freudenruf aus: 'O welche Wonne! O welche Wonne', "aho sukham, aho sukham." Dies gilt als der beste Klang. Diese Götter sind ganz und gar von Wonne erfüllt und beseligt (sukhena abhisaññā parisaññā)

    Im Götterbereich ist das wohl ein durchgängiges Gefühl allerdings kein Aspekt von Nirvana ????

    Vielen Dank

    Gruß Fred

    Einmal editiert, zuletzt von Kaiman (14. Juli 2020 um 14:11)

  • kilaya
    Gast
    • 14. Juli 2020 um 14:18
    • #2

    Es gibt bedingte / karmische Freude. Und bedingungslose, die direkt dem Raum der Erleuchtung entspringt. Die Freude die wir im Alltag kennen, aber auch die Freudenzustände der Götter, sind vergänglich und es liegen karmische Bedingungen vor. Auf die "absolute Wonne" (oben im Text auf das Wort "absolut" achten) gehen nicht alle Traditionen in gleicher Weise ein. Im tibetischen Buddhismus gibt es bestimmte Lehrtraditionen, passend zum Charakter der Schüler, die ihren Fokus besonders auf die Freude/Wonne, die direkt aus dem Raum entsteht legen. In anderen stehen andere Ausdrucksformen der Erleuchtung im Vordergrund. Ich würde aber davon ausgehen, dass mit der Erleuchtung bzw. Buddhaschaft alle diese Erfahrensqualitäten potentiell vorhanden sind und Ausdruck finden können.

  • void
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    • 14. Juli 2020 um 14:28
    • Offizieller Beitrag
    • #3
    Fred1234:

    Von Zeit zu Zeit stoßen jene Götter den Freudenruf aus: 'O welche Wonne! O welche Wonne', "aho sukham, aho sukham." Dies gilt als der beste Klang. Diese Götter sind ganz und gar von Wonne erfüllt und beseligt (sukhena abhisaññā parisaññā)

    Im Götterbereich ist das wohl ein durchgängiges Gefühl allerdings kein Aspekt von Nirvana ????

    "Sukha"" ist ja das Gegenwort zu "Duhkha". Von daher kann die Abwesenheit von "Duhkha" als "Sukha" erfahren werden. Allerdings gibt es natürlich auch "weltliche Freude"- das problem an dieser ist nicht, dass sie sich gut anfühlt, sondern dass sie bedingt ist und man an diesen Bedingungen anhaften kann.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 14. Juli 2020 um 14:31
    • #4

    Zwischen Sukha und weltlicher Freude gibt es noch Piti, die Freude, die man manchmal bei der Meditation erfahren kann. Eventuell ist das auch ein Gefühl der Wonne.Sich Wohlfühlen in der Ruhe des Geistes? :?

  • Kaiman
    Themenautor
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    • 14. Juli 2020 um 14:49
    • #5

    Möchte euch

    kilaya:

    Ausdrucksformen der Erleuchtung im Vordergrund

    Was gibt es denn noch für Ausdrucksformen der Erleuchtung ?

  • kilaya
    Gast
    • 14. Juli 2020 um 15:10
    • #6

    Im Prinzip ist jeder Buddha in der tibetischen Bilderwelt eine Ausdrucksform von Erleuchtung. Wonne ist wohl am ehesten mit Buddha Amithaba verbunden. Manjushri für Weisheit, Chenrezig für Mitgefühl usw. Im Prinzip kann man sich aus tantrischer Sicht vorstellen, dass es für jede weltliche Ausdrucksform auch eine erleuchtete Form gibt. Der jeweilige Buddha, Bodhisattva oder die erleuchtete Gottheit sind dann ein Symbol für die Transformation der weltlichen Form in eine erleuchtete Form. Wenn aber der Fokus einer Lehrtradition auf bestimmte Aspekte des Raums liegt, dann ist das z.B. neben Wonne v.a. die Klarheit (dass etwas entstehen kann) und die Weisheit (die nicht auf Erfahrung basiert, sondern direkt aus dem Raum entspringt). Irgendjemand hier hat bestimmt die tibetischen Namen dafür parat...

  • mukti
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    16. September 2010
    • 14. Juli 2020 um 16:07
    • #7
    Fred1234:

    Hallo,

    ich bin über das Wort Wonne gestolpert als ich in das Buch geschaut habe . Die göttliche Erkenntnis von Swami Sivananda.

    Dort schreibt er: Die Fülle erfahren ist Samadhi. Es ist Freisein von Kummer. Es ist absolute Wonne.

    ich habe auch den Pali Kanon durchsucht , da findet sich der Begriff auch öfters.

    Bevor ich jedoch weitersuche würde ich gerne wissen ob das Thema schon diskutiert wurde.

    Bzw würde ich gerne wissen, ob Ihr auch schonmal darüber nachgedacht habt.

    Ist Wonne ein gutes Zeichen . Sei es in der Meditation oder allgemein im Leben ?

    Ich möchte euch einladen . Stellen aus dem Pali Kanon zum Thema wonne zu Teilen ich fang mal an.

    Von Zeit zu Zeit stoßen jene Götter den Freudenruf aus: 'O welche Wonne! O welche Wonne', "aho sukham, aho sukham." Dies gilt als der beste Klang. Diese Götter sind ganz und gar von Wonne erfüllt und beseligt (sukhena abhisaññā parisaññā)

    Im Götterbereich ist das wohl ein durchgängiges Gefühl allerdings kein Aspekt von Nirvana ????

    Vielen Dank

    Gruß Fred

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    Samadhi gibt es auch im Buddhismus und in den Jhana entsteht Wonne, Sukkha und Piti. Hier übersetzt als Verzückung und Glücksgefühl:


    [lz]

    1.»Da, ihr Mönche, gewinnt der Mönch, den sinnlichen Dingen entrückt, frei von unheilsamen Geisteszuständen, die mit 'Gedankenfassung' (vitakka) und 'Diskursivem Denken' (vicāra; siehe vitakka-vicāra) verbundene, in der Abgeschiedenheit (= 'Sammlung' siehe citt'ekaggatā, samādhi) geborene, von 'Verzückung' (siehe pīti) und 'Glücksgefühl' (siehe sukha) erfüllte erste Vertiefung.
    2. »Nach Stillung von Gedankenfassung und Diskursivem Denken aber gewinnt er den inneren Frieden, die Einheit des Geistes, die von Gedankenfassung und Diskursivem Denken freie, in der Vertiefung (samādhi) geborene, von Verzückung (pīti) und Glücksgefühl (sukha) erfüllte zweite Vertiefung.

    3. »Nach Aufhebung der Verzückung aber verweilt er gleichmütig, achtsam, klarbewußt, und er fühlt in seinem Innern jenes Glück, von dem die Edlen sprechen: 'Glückselig weilt der Gleichmütige, der Achtsame'. Und so gewinnt er die dritte Vertiefung.

    4. »Nach dem Schwinden von Wohlgefühl und Schmerz und durch Untergang des früheren Frohsinns und Trübsinns gewinnt er einen leidlosen, freudlosen Zustand, die gleichmütig-geistesgeklärte vierte Vertiefung.[/lz]

    Diese Wonne ist wünschenswert, weil für den Weg zur Befreiung notwendig:


    [lz]

    "Vor meiner Erleuchtung, als ich noch lediglich ein unerleuchteter Bodhisatta war, sah auch ich deutlich, der Wirklichkeit entsprechend mit angemessener Weisheit, wie wenig Befriedigung die Sinnesvergnügen bieten, aber wieviel Leid und wieviel Verzweiflung, und wie groß die Gefahr ist, die in ihnen steckt; aber solange ich noch nicht die Verzückung und Glückseligkeit erlangt hatte, die von Sinnesvergnügen abgetrennt sind, abgetrennt von unheilsamen Geisteszuständen, oder etwas noch friedvolleres, so lange bemerkte ich, daß ich noch zu Sinnesvergnügen hingezogen werden konnte. Aber als ich der Wirklichkeit entsprechend mit angemessener Weisheit deutlich sah, wie wenig Befriedigung die Sinnesvergnügen bieten, aber wieviel Leid und wieviel Verzweiflung, und wie groß die Gefahr ist, die in ihnen steckt; und als ich die Verzückung und Glückseligkeit erlangt hatte, die von Sinnesvergnügen abgetrennt sind, abgetrennt von unheilsamen Geisteszuständen, oder etwas noch friedvolleres, da bemerkte ich, daß ich nicht mehr zu Sinnesvergnügen hingezogen wurde."M.14
    [/lz]

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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