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Fühlende/nicht-fühlenden Wesen im Buddhismus

  • Deepa
  • 13. Juli 2020 um 08:54
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1. offizieller Beitrag
  • Deepa
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    • 13. Juli 2020 um 08:54
    • #1

    Hallo, Buddhagemeinde - ich habe mich dazu entschieden, einen Thread zum Thema „fühlende/nicht fühlende Wesen“ aus buddhistischer Sicht zu erstellen.

    Konkret: Hat Buddha sich, laut Überlieferung, dazu geäußert - falls ja, wie?

    Bitte mit Quellenangabe.

    Das ist mir an dieser Stelle wichtig. Ich möchte keine Fortsetzung des anderen Threads („Fühlende Wesen“) sondern eine andere Herangehensweise.

    Auf dieser Basis möchte ich mich gerne mit euch darüber austauschen, wie wir seine Aussagen oder bzw. und sein Schweigen dazu deuten.


    Weiterhin interessiert mich - auf der oben beschriebenen Basis - wie sich eure Ansicht dazu im Alltag praktisch zeigt.

    Unterscheidet ihr in der Praxis zwischen fühlenden/nicht fühlenden Wesen?

    Falls ja: Wie zeigt sich das?

    Falls nein: Wie zeigt sich das?


    Auf einen fruchtbaren Austausch

    Deepa

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

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    • 13. Juli 2020 um 12:36
    • #2
    Deepa:

    Unterscheidet ihr in der Praxis zwischen fühlenden/nicht fühlenden Wesen?

    Also so wirklich unterscheide ich da nicht , für was sollte man da unterscheiden. Ich frag mich eher ab welche Stufe von Leben schmerzen wahrgenommen werden und die Lebewesen leiden. Ich glaube je höher und komplexer ein Lebewesen entwickelt ist desto mehr Leid kann es empfinden in Form von Schmerzen.

    Viele Grüße

  • Deepa
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    • 13. Juli 2020 um 16:56
    • #3
    Fred1234:
    Deepa:

    Unterscheidet ihr in der Praxis zwischen fühlenden/nicht fühlenden Wesen?

    Also so wirklich unterscheide ich da nicht , für was sollte man da unterscheiden. Ich frag mich eher ab welche Stufe von Leben schmerzen wahrgenommen werden und die Lebewesen leiden. Ich glaube je höher und komplexer ein Lebewesen entwickelt ist desto mehr Leid kann es empfinden in Form von Schmerzen.

    Viele Grüße

    Bitte die Basis beachten:



    […]Konkret: Hat Buddha sich, laut Überlieferung, dazu geäußert - falls ja, wie?

    Bitte mit Quellenangabe.

    Das ist mir an dieser Stelle wichtig. Ich möchte keine Fortsetzung des anderen Threads („Fühlende Wesen“) sondern eine andere Herangehensweise.

    Auf dieser Basis möchte ich mich gerne mit euch darüber austauschen, wie wir seine Aussagen oder bzw. und sein Schweigen dazu deuten. […]

    Danke :)

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • Kaiman
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    • 13. Juli 2020 um 17:06
    • #4
    Deepa:

    Auf dieser Basis möchte ich mich gerne mit euch darüber austauschen, wie wir seine Aussagen oder bzw. und sein Schweigen dazu deuten. […]

    okay da bin ich raus und gespannt, obs da eine Basis gibt. :)

  • Aravind
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    • 13. Juli 2020 um 17:25
    • #5

    Ich finde das Thema persönlich nicht so wichtig, aber das:

    Deepa:

    Bitte die Basis beachten:



    […]Konkret: Hat Buddha sich, laut Überlieferung, dazu geäußert - falls ja, wie?

    Bitte mit Quellenangabe.

    Das ist mir an dieser Stelle wichtig. Ich möchte keine Fortsetzung des anderen Threads („Fühlende Wesen“) sondern eine andere Herangehensweise.

    Auf dieser Basis möchte ich mich gerne mit euch darüber austauschen, wie wir seine Aussagen oder bzw. und sein Schweigen dazu deuten. […]

    Danke :)

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    finde ich eine gute Idee.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • void
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    • 13. Juli 2020 um 17:44
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    • #6

    Es gibt einen englischen Wikipedibeitrag zu dem Begriff "Sentient Beiing":

    Wiki - Sentient beings (Buddhism):

    In Buddhism, sentient beings are beings with consciousness, sentience, or in some contexts life itself.[1] Sentient beings are composed of the five aggregates, or skandhas: matter, sensation, perception, mental formations and consciousness.

    ...

    Getz (2004: p. 760) provides a generalist Western Buddhist encyclopedic definition:

    [lz]

    Sentient beings is a term used to designate the totality of living, conscious beings that constitute the object and audience of Buddhist teaching. Translating various Sanskrit terms (jantu, bahu jana, jagat, sattva), sentient beings conventionally refers to the mass of living things subject to illusion, suffering, and rebirth (Saṃsāra). Less frequently, sentient beings as a class broadly encompasses all beings possessing consciousness, including Buddhas and Bodhisattvas.[1]

    [/lz]

    Early scriptures in the Pāli Canon and the conventions of the Tibetan Bhavacakra
    classify sentient beings into five categories—divinities, humans, animals, tormented spirits, and denizens of hell—although sometimes the classification adds another category of beings called asuras between divinities and humans

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  • void
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    • 13. Juli 2020 um 18:10
    • Offizieller Beitrag
    • #7
    Die Erzählung von dem (Kusa-)Grasstängel (Kusanali-Jataka):

    A. Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf einen treuen Freund des Anathapindika. Die Freunde, Vertrauten, Verwandten und Bekannten des Anathapindika sagten diesem nämlich: „O Großkaufmann, dieser ist dir an Herkunft, Geschlecht, Vermögen und Glück nicht ebenbürtig und nicht überlegen. Warum machst du dich mit ihm vertraut? Tue dies nicht!“ Und immer wieder suchten sie ihn davon abzuhalten. Anathapindika aber dachte: „Vertraute Freundschaft ist mit Niedrigeren, mit Gleichstehenden und mit Höherstehenden zu betätigen“, und er nahm das Wort der anderen nicht an. — Als er einmal nach einem ihm gehörigen Dorfe ging, machte er jenen zum Wächter seines Hauses usw.

    §D. ganz wie oben in der Geschichte von dem Unglücksvogel [1]. —

    Als aber damals Anathapindika erzählte, was mit seinem Haus vorgegangen war, sprach der Meister: „O Hausvater, ein Freund ist nichts Geringes. Die Fähigkeit, die Freundestugend zu bewahren, ist das Maßgebende. Ein Freund nämlich, der niedriger ist als man selbst oder auch gleich, ist als überlegen zu betrachten; denn sie alle erledigen die ihnen aufgetragene Pflicht. Jetzt bist du durch deinen treuen Freund der Herr deines Vermögens geblieben; auch früher gab es Leute, die durch ihren treuen Freund Herren ihm Wohnung blieben.“ Und nach diesen Worten erzählte er auf die Bitten von jenem folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

    §B. Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, nahm der Bodhisattva im Parke des Königs als Gottheit in einem Kusa-Grasstängelgebüsch seine Wiedergeburt. In diesem Parke aber stand bei dem königlichen Sitze ein Ruca-Baum [2] mit geradem Stamm und kreisrundem Geäste, der beim König beliebt und geehrt war; man nannte ihn auch Mukkhaka-Baum. Dort hatte ein sehr mächtiger Götterkönig seine Wiedergeburt genommen. Mit diesem stand der Bodhisattva in freundschaftlichem Verhältnis.

    Damals nun wohnte der König in einem Palaste, der nur einen Pfosten hatte. Dieser Pfosten wankte und man teilte seinen wankenden Zustand dem Könige mit. Der König ließ Zimmerleute rufen und sprach: „Freunde, von meinem königlichen Palast, der nur einen Pfosten hat, wankt der Pfosten; holt einen vorzüglichen Pfosten und macht ihn fest.“ Sie gaben mit dem Worte: „Gut“, ihre Zustimmung zu des Königs Worten zu erkennen und suchten nach einem dazu geeigneten Baume. Als sie anderswo keinen fanden, gingen sie in den Park und sahen dort den Mukkhaka-Baum. Sie gingen zum Könige hin, und als er fragte: „Wie, ihr Lieben, habt ihr einen dazu geeigneten Baum gefunden?“, sagten sie: „Ja, Herr, wir haben einen gefunden, getrauen uns aber nicht, ihn zu fällen.“ „Warum?“ „Als wir anderswo keinen Baum fanden, gingen wir in den Park; aber auch dort sahen wir keinen andern außer dem heiligen Baum. Daher getrauen wir uns nicht, ihn zu fällen, weil er ein heiliger Baum ist.“ Der König erwiderte: „Geht, fällt ihn und macht unsern Palast fest; wir werden einen andern heiligen Baum pflanzen.“ Sie sagten: „Gut“, nahmen ein Opfer mit, gingen in den Park, brachten, da sie dachten, sie würden ihn morgen abhauen, dem Baum ein Opfer und entfernten sich.

    Als die Baumgottheit den Sachverhalt einsah, dachte sie: „Morgen werden sie meine Wohnung zerstören; wohin soll ich mit meinen Kindern gehen?“ Und da sie keinen Ort fand, an den sie gehen konnte, nahm sie ihre Kindlein um den Hals und weinte. Die Waldgottheiten, die ihre Vertrauten und Freunde waren, kamen herbei und fragten: „Was ist dies?“; und als sie den Sachverhalt erfuhren, fingen sie an, jene zu umarmen und auch zu weinen, weil sie kein Mittel sahen, um die Zimmerleute zurückzuhalten. —

    Zu dieser Zeit dachte der Bodhisattva: „Ich will die Baumgottheit besuchen“; und er ging dorthin und hörte die Begebenheit. Da sprach er: „Gut, habt keine Sorge; ich werde den Baum nicht fällen lassen. Morgen, wenn die Zimmerleute kommen, sollt ihr sehen, was ich tue.“ Damit tröstete er die Gottheiten. Als am nächsten Tage die Zimmerleute kamen, nahm er die Gestalt eines Chamäleons an, ging vor den Zimmerleuten her, schlüpfte in die Wurzel des heiligen Baumes, stieg dann auf die Mitte des Baumes, als wenn er den Baum durchlöchert hätte, kam am obern Ende des Stammes wieder heraus und legte sich hin, den Kopf wiegend. Als der Meister der Zimmerleute das Chamäleon sah, schlug er mit der Hand an den Baum und sagte: „Der Baum ist hohl und nicht gut; weil wir ihn gestern nicht untersuchten, brachten wir das Opfer dar.“ Nachdem er so den einzig festen Baum getadelt hatte, ging er fort.

    So blieb durch den Bodhisattva die Baumgottheit Herr über den Baum. Um sie zu begrüßen, versammelten sich viele befreundete und vertraute Gottheiten. Erfreut, dass sie ihre Wohnung behalten, rühmte die Baumgottheit inmitten der anderen Gottheiten den Vorzug des Bodhisattva, indem sie sprach: „He, ihr Gottheiten, obwohl wir sehr mächtig sind, fanden wir infolge der Langsamkeit unsres Denkens nicht diese List; die Kusa-Grasstängelgottheit aber hat durch ihre Fülle von Verstand uns zu Herren unsrer Wohnung gemacht. Einen Freund muss man sich wählen, einen gleichen oder einen überlegenen oder auch einen geringeren. Sie alle besiegen durch ihre Kraft das Leid, das ihre Freunde getroffen, und machen sie wieder glücklich.“

    Nachdem sie so die Freundestugend gepriesen, sprach sie folgende Strophe:

    §1. „Mag es ein Gleicher sein oder ein Bessrer, ein niedriger Gestellter auch es sein darf, die bringen alle Rettung im Verderben, so wie der Kusa-Stängel hier dem Wunschbaum.“

    „Daher müssen auch andre, wenn sie vom Leid befreit werden wollen, nicht schauen, ob er gleich oder überlegen ist, sondern einen Geringeren, der weise ist, zum Freunde wählen.“ Nachdem so die Ruca-Baumgottheit mit dieser Strophe der Götterversammlung die Wahrheit verkündigt hatte, verlebte sie den Rest ihrer Existenz und gelangte dann zusammen mit der Kusa-Grasstängelgottheit an den Ort ihrer Verdienste.

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  • jianwang
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    • 13. Juli 2020 um 18:48
    • #8

    Merke: Der Welterhabene hat nicht über jeden Knoten im Gehirn etwas gesagt.

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Deepa
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    • 13. Juli 2020 um 19:38
    • #9
    Zitat

    Early scriptures in the Pāli Canon and the conventions of the Tibetan Bhavacakra

    classify sentient beings into five categories—divinities, humans, animals, tormented spirits, and denizens of hell—although sometimes the classification adds another category of beings called asuras between divinities and humans

    https://en.wikipedia.org/wiki/Sentient_beings_(Buddhism)


    Wie ich es verstehe, fanden in frühere Schriften im Pāli Canon und in den Konventionen des tibetischen Bhavacakra fühlende Wesen in fünf Kategorien statt:

    1) Gottheiten

    2) Menschen

    3) Tiere

    4) gequälte Geister

    5) Bewohner der Hölle

    Manchmal kam eine weitere Klassifizierung mit der Kategorie von Wesen hinzu, die 6) Asuras

    genannt wurden und etwas zwischen Gottheiten und Menschen darstellen.


    Das wirft weitere Fragen auf. ^^

    Wie sind im Buddhismus 1), 4) und 5) definiert?

    Da Pflanzen nicht aufgezählt wurden, könnte es sein, dass sie dort nicht als fühlende Wesen angesehen wurden.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

    Einmal editiert, zuletzt von Deepa (13. Juli 2020 um 19:51)

  • Deepa
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    • 13. Juli 2020 um 19:50
    • #10

    Aus der Erzählung „Die Erzählung von dem (Kusa-)Grasstängel (Kusanali-Jataka):“

    lässt sich auch nicht ableiten, dass Pflanzen fühlende Wesen sind. Lediglich, dass es eine Baumgottheit gab, die mit ihren Kindern in einem Baum wohnte.

    Es geht um einen bestimmten Baum - den heiligen Mukkhaka-Baum - in dem eine Baumgottheit mit ihren Kindern wohnte.

    Zumindest nach d. alten Schriften im Pãli Canon galten Gottheiten als fühlende Wesen.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • Noreply
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    • 13. Juli 2020 um 21:41
    • #11
    Deepa:
    Zitat

    Early scriptures in the Pāli Canon and the conventions of the Tibetan Bhavacakra

    classify sentient beings into five categories—divinities, humans, animals, tormented spirits, and denizens of hell—although sometimes the classification adds another category of beings called asuras between divinities and humans

    https://en.wikipedia.org/wiki/Sentient_beings_(Buddhism)


    Wie ich es verstehe, fanden in frühere Schriften im Pāli Canon und in den Konventionen des tibetischen Bhavacakra fühlende Wesen in fünf Kategorien statt:

    1) Gottheiten

    2) Menschen

    3) Tiere

    4) gequälte Geister

    5) Bewohner der Hölle

    Manchmal kam eine weitere Klassifizierung mit der Kategorie von Wesen hinzu, die 6) Asuras

    genannt wurden und etwas zwischen Gottheiten und Menschen darstellen.


    Das wirft weitere Fragen auf. ^^

    Wie sind im Buddhismus 1), 4) und 5) definiert?

    Da Pflanzen nicht aufgezählt wurden, könnte es sein, dass sie dort nicht als fühlende Wesen angesehen wurden.

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    Wie würde Kilaya das jetzt ganz freundlich ausdrücken: Lern erst mal die Basis des Buddhismus.

    Heißt auf die freundliche Art: Lese erstmal den Palikanon. Hier ist er komplett und in sehr vielen Sprachen.

    SuttaCentral

  • Deepa
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    • 13. Juli 2020 um 22:03
    • #12
    Ellviral:
    Deepa:
    Zitat

    Early scriptures in the Pāli Canon and the conventions of the Tibetan Bhavacakra

    classify sentient beings into five categories—divinities, humans, animals, tormented spirits, and denizens of hell—although sometimes the classification adds another category of beings called asuras between divinities and humans

    https://en.wikipedia.org/wiki/Sentient_beings_(Buddhism)


    Wie ich es verstehe, fanden in frühere Schriften im Pāli Canon und in den Konventionen des tibetischen Bhavacakra fühlende Wesen in fünf Kategorien statt:

    1) Gottheiten

    2) Menschen

    3) Tiere

    4) gequälte Geister

    5) Bewohner der Hölle

    Manchmal kam eine weitere Klassifizierung mit der Kategorie von Wesen hinzu, die 6) Asuras

    genannt wurden und etwas zwischen Gottheiten und Menschen darstellen.


    Das wirft weitere Fragen auf. ^^

    Wie sind im Buddhismus 1), 4) und 5) definiert?

    Da Pflanzen nicht aufgezählt wurden, könnte es sein, dass sie dort nicht als fühlende Wesen angesehen wurden.

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    Lern erst mal die Basis des Buddhismus.

    Heißt auf die freundliche Art: Lese erstmal den Palikanon. Hier ist er komplett und in sehr vielen Sprachen.

    SuttaCentral

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    Danke, für den Link und Deine Anregung.

    Ich kann auf unterschiedliche Art und Weise etwas über den Buddhismus lernen.

    Eine Möglichkeit ist der Austausch mit Menschen, die diesbzgl. über mehr Infos verfügen (die z.B. bereits den Pali Canon gelesen haben) und ihre Deutungen mit mir (und anderen) teilen möchten. Was nicht bedeutet, dass ich ihn nicht auch ganz lesen werde - ich gehe lediglich nicht strikt chronologisch vor: Erst den Pali Canon komplett lesen und mich dann mit anderen Menschen austauschen.

    Das am Rande, denn darum geht es in diesem Thread nicht.

    Ich bitte nochmal darum, sich themennah (siehe Eingangspost) zu äußern.

    Danke 🙏

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    Deepa

  • Raphy
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    • 14. Juli 2020 um 03:10
    • #13
    Deepa:
    Zitat

    Early scriptures in the Pāli Canon and the conventions of the Tibetan Bhavacakra

    classify sentient beings into five categories—divinities, humans, animals, tormented spirits, and denizens of hell—although sometimes the classification adds another category of beings called asuras between divinities and humans

    https://en.wikipedia.org/wiki/Sentient_beings_(Buddhism)


    Wie ich es verstehe, fanden in frühere Schriften im Pāli Canon und in den Konventionen des tibetischen Bhavacakra fühlende Wesen in fünf Kategorien statt:

    1) Gottheiten

    2) Menschen

    3) Tiere

    4) gequälte Geister

    5) Bewohner der Hölle

    Manchmal kam eine weitere Klassifizierung mit der Kategorie von Wesen hinzu, die 6) Asuras

    genannt wurden und etwas zwischen Gottheiten und Menschen darstellen.


    Das wirft weitere Fragen auf. ^^

    Wie sind im Buddhismus 1), 4) und 5) definiert?

    Da Pflanzen nicht aufgezählt wurden, könnte es sein, dass sie dort nicht als fühlende Wesen angesehen wurden.

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    Hallo Deepa.

    Hier kannst du dir einen etwas detaillierteren Eindruck machen (Es kommen keine Pflanzen vor, es sei denn ich habe etwas übersehen):

    kosmologie

    Die einunddreißig Ebenen der Existenz

    Eine kurze Beschreibung gibt der schon etwas ältere Vortrag von Ajahn Akincano. (heute Akincano Marc Weber, kein Mönch mehr). Auch alles ohne Pflanzen.

    Ab Min. 11:51:

    Inhalt anzeigen

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    Unabhängig vom Threadthema finde ich den Vortrag ingesamt ganz interessant.

    Ansonsten ist mir zum Thema Pflanzen in der Buddhalehre nicht viel begegnet. Es gibt die Mönchsregeln, dass man keine Pflanzen und kein Saatgut beschädigt und nicht in der Erde gräbt.

    Das Wichtigste in der Buddhalehre ist auf jeden Fall Menschen und Tieren nichts zu tun. Pflanzen spielen im Vergleich dazu eher eine untergeordnete Rolle, so scheint es mir.

    SUTTA-NIPĀTA, Lehr-Dichtungen II: 7. Getreu der Brahmanen-Satzung (Brāhma-Dhammika-Sutta):

    ...

    311

    Drei Arten Krankheit gab es früher nur: das Wünschen, Hungern und das Altern. Doch achtundneunzig stiegen auf, seit man das Vieh zur Schlachtbank führt.

    312

    Seit solcher Frevel der Gewalttat vorkam, zum alten Brauch ist er geworden. Unschuldige, sie wurden hingeschlachtet, und Opferpriester fielen ab vom Recht.

    313

    Solch übler alter Brauch, getadelt wird er von Verständigen. Es tadelt ihn das Volk, wenn es solch Opfernden erblickt.

    ...

    Alles anzeigen

    Sutta Nipata II.7 284-315

    Aber Pflanzen kommen trotzdem manchmal auch vor, wie gesagt eher in Bezug auf Regeln für Mönche/Hauslose:

    Majjhima Nikāya 38: Die längere Lehrrede über die Vernichtung des Begehrens - Mahātaṇhāsaṅkhaya Sutta:

    ...

    33. "Nachdem er so in die Hauslosigkeit gezogen ist und die Übung und Lebensweise der Bhikkhus auf sich genommen hat, enthält er sich davon, Lebewesen zu töten, indem er es aufgegeben hat, Lebewesen zu töten; Stock und Waffen beiseite gelegt, sanft und freundlich, lebt er voll Mitgefühl für alle Lebewesen. ...

    ...

    "Er enthält sich davon, Saatgut und Pflanzen zu beschädigen.

    ...


    Majjhima Nikāya 38

    Ich meine mich ganz vage zu erinnern, dass einem Mönch das Pflücken einer Frucht nicht gestattet ist, aber das auflesen, wenn sie heruntergefallen ist, schon erlaubt wäre. Aber keine Garantie für diese Information.

    Die Einteilung in fühlende und nicht-fühlende Wesen ist mir im Palikanon noch nicht aufgefallen. Und erst Recht nicht, dass man die einen töten darf und die anderen nicht.

    Mein persönlicher Umgang damit ist, dass ich in erster Linie versuche Menschen und Tiere so gut wie möglich zu schonen. Das ist meine Hauptpriorität. Und ansonsten versuche ich das auch mit den Pflanzen und Saatgut. So gut es mir in dem Moment möglich ist und ohne mir Vorwürfe zu machen, wenn es nicht möglich war.

    Ich ernähre mich dann natürlich auch von Pflanzen und pflanzlichen Produkten, teilweise auch noch etwas von Tierprodukten, außer Fleisch. Vielleicht bekomme ich die Tierprodukte auch noch auf null irgendwann. Ich bin schon froh, dass ich es schaffe kein Fleisch zu essen, bisher.

    @Asuras

    Da scheint es mir unterschiedliche Auffassungen zu geben. Manchmal werden sie zwischen Menschen und Devas (Götter, himmlische Wesen) dargestellt, wie im Vortrag von Ajahn Akincano. Und manchmal zwischen Menschen und Pretas (gequälte/hungrige Geister), wie in den ersten 2 Links.

    Eine Theorie von mir wäre, dass es verschiedene Arten von Asuras gibt. Die einen, die den angenehmen Welten näher sind und die anderen, die den unangenehmen Welten näher sind. In meinem ersten Link steht nämlich:

    Kosmologie:

    ...

    4. Die Dämonen - asurā

    Müssen genau wie die Peta nicht zwangsläufig bösartig gesinnt sein. Manch (menschlichen) Herrscher rechnet man zu ihnen. In alten Texten findet man den Hinweis, dass die Asurā gegen die Deva kämpften. Die Asurā werden in zwei Klassen unterteilt.

    a) die Dānaveghasa, welche Bögen in den Händen tragen

    b) die Kālakañjaka, welche angsterregende Schatten werfen. Diese sind die untersten der Asurā.


    kosmologie

    Die mit den Bögen könnten die sein, welche Ajahn Akincano beschreibt, die den angenehmen Welten näher sind, die Titanen. Und die welche angsterregende Schatten werfen, könnten die sein, welche den unangenehmen Welten näher sind und wo wir eher Dämonen dazu sagen würden.

    Es soll zum Beispiel auch Wesen geben die gemischtes Karma von Deva und Preta haben:

    Der ohrenlose Höllenhund (Achtung nichts für schwache Nerven)

    Es scheint da also der Literatur nach auch eine gewisse Varianz zu geben und die festen Einteilungen wie Deva, Asura oder Preta sind vielleicht nur um die grundlegenden Möglichkeiten zu zeigen. Wenn man sich die Welt anschaut sieht man ja auch eine große Vielfalt, allein die Verschiedenartigkeit der Menschen in ihren Schicksalen und ihrem Handeln.

    Liebe Grüße

    5 Mal editiert, zuletzt von Raphy (14. Juli 2020 um 03:49)

  • Raphy
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    • 14. Juli 2020 um 03:42
    • #14

    Hier noch etwas aus dem Palikanon zu der Einteilung der Tiere (mit dem berühmten Gleichnis von der Schildkröte):

    Majjhima Nikāya 129: Toren und Weise - Bālapaṇḍita Sutta:

    ...

    (Das Tierreich)

    18. "Ihr Bhikkhus, es gibt Tiere, die sich von Gras ernähren. Sie fressen, indem sie frisches oder trockenes Gras mit den Zähnen abweiden. Und welche Tiere ernähren sich von Gras? Elefanten, Pferde, Rinder, Esel, Ziegen und Hirsche, und andere Tiere dieser Art. Ein Tor, der früher hier genußsüchtig war und üble Handlungen beging, erscheint bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode unter den Tieren, die sich von Gras ernähren, wieder."

    19. "Es gibt Tiere, die sich von Dung ernähren. Sie riechen Dung von weitem und rennen dort hin, mit dem Gedanken, 'Wir können fressen, wir können fressen!' So wie Brahmanen zum Geruch eines Opfermahls rennen, mit dem Gedanken, 'Wir können essen, wir können essen!', so riechen auch diese Tiere, die sich von Dung ernähren, Dung von weitem und rennen dort hin, mit dem Gedanken, 'Wir können fressen, wir können fressen!' Und welche Tiere ernähren sich von Dung? Federvieh, Schweine, Hunde und Schakale, und andere Tiere dieser Art. Ein Tor, der früher hier genußsüchtig war und üble Handlungen beging, erscheint bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode unter den Tieren, die sich von Dung ernähren, wieder."

    20. "Es gibt Tiere, die in Dunkelheit geboren werden, altern und sterben. Und welche Tiere werden geboren, altern und sterben in Dunkelheit? Motten, Maden und Erdwürmer, und andere Tiere dieser Art. Ein Tor, der früher hier genußsüchtig war und üble Handlungen beging, erscheint bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode unter den Tieren, die in Dunkelheit geboren werden, altern und sterben, wieder."

    21. "Es gibt Tiere, die im Wasser geboren werden, altern und sterben. Und welche Tiere werden geboren, altern und sterben im Wasser? Fische, Schildkröten und Krokodile, und andere Tiere dieser Art. Ein Tor, der früher hier genußsüchtig war und üble Handlungen beging, erscheint bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode unter den Tieren, die im Wasser geboren werden, altern und sterben, wieder."

    22. "Es gibt Tiere, die im Schmutz geboren werden, altern und sterben. Und welche Tiere werden geboren, altern und sterben im Schmutz? Jene Tiere, die in einem verfaulten Fisch geboren werden, altern und sterben, oder in einem verwesenden Leichnam oder in verdorbenem Teig oder in einer Sickergrube oder in einer Kloake. Ein Tor, der früher hier genußsüchtig war und üble Handlungen beging, erscheint bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode unter den Tieren, die im Schmutz geboren werden, altern und sterben, wieder."

    23. "Ihr Bhikkhus, ich könnte euch auf vielfache Weise vom Tierreich erzählen. So viel, daß es schwer ist, ein Gleichnis für das Leiden im Tierreich zu finden."

    24. "Angenommen, ein Mann würfe ein Joch mit einem Loch darin ins Meer, und dann triebe es der Ostwind nach Westen, und der Westwind triebe es nach Osten, und der Nordwind triebe es nach Süden, und der Südwind triebe es nach Norden. Angenommen, es gäbe eine blinde Schildkröte, die nur einmal am Ende eines jeden Jahrhunderts auftauchte. Was meinst ihr, Bhikkhus? Würde jene blinde Schildkröte den Hals durch das Joch mit einem Loch darin stecken?"

    "Sie könnte das tun, ehrwürdiger Herr, irgendwann nach sehr langer Zeit."

    "Ihr Bhikkhus, die blinde Schildkröte würde weniger Zeit benötigen, um den Hals durch jenes Joch mit dem einen Loch darin zu stecken, als ein Tor, wenn er erst einmal ins Verderben geraten ist, benötigen würde, um das menschliche Dasein wiederzuerlangen, sage ich. Warum ist das so? Weil es dort keine Dhamma-Praxis gibt, kein Praktizieren dessen, was rechtschaffen ist, keine Ausübung dessen, was heilsam ist, kein Ansammeln von Verdiensten. Dort herrscht gegenseitiges Fressen und Gefressenwerden, und das Abschlachten des Schwachen."

    ...

    Alles anzeigen

    Majjhima Nikāya 129

    Auch in dieser Sutta keine Erwähnung von Pflanzen, außer Gras als Nahrung der Tiere. Vorher gibt es auch noch eine Beschreibung der Hölle.

    Liebe Grüße

    2 Mal editiert, zuletzt von Raphy (14. Juli 2020 um 04:21)

  • Deepa
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    • 16. Juli 2020 um 09:46
    • #15

    Raphy

    Du schreibst:

    Zitat

    Ich meine mich ganz vage zu erinnern, dass einem Mönch das Pflücken einer Frucht nicht gestattet ist, aber das auflesen, wenn sie heruntergefallen ist, schon erlaubt wäre. Aber keine Garantie für diese Information.

    Dazu habe ich u.a. hier etwas ähnliches gelesen.

    bd9-k01schmidthausen.pdf

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    • 16. Juli 2020 um 09:53
    • #16

    Ich sehe und erlebe das ähnlich, @Lucy

    Was mich - meinen Alltag betrifft, dazu hatte ich in d. anderen Tjread etwas geschrieben.

    Ich kopiere es mal mit kleinen Anwandlungen hier rein.


    Das Verständnis, dass etwas leiden kann, hält x Menschen nicht davon ab, es nicht zu töten oder zu verletzen - seien es Tiere, sich selbst oder Mit-Menschen.

    Das ist eine Frage der inneren Einstellung/Bewusstheit. Je mehr Verblendung, desto mehr Leid.

    Selbst wenn Pflanzen keine Gefühle haben (wovon ich ausgehe), gehe ich nicht daher und zerstöre sie aus Jux und Dollerei - oder schade ihnen indem ich z.B. etwas in einen Baumstamm ritze oder einen Zweig abbreche. Ich pflücke auch keine Blumen und kaufe keine Schnittblumen.

    Ich ernähre mich bewusst vegan, da das nach meinem Kenntnisstand weniger schädlich und leidfördernd ist, als der Konsum tierischer Produkte.

    Was ich damit betonen möchte: Die Frage, ob Pflanzen leiden können oder nicht, hat keinen Einfluss auf mein Verhalten. Ich schaue, dass ich meinen aktuellen Fähigkeiten entsprechend, achtsam und in Dankbarkeit mit ihnen umgehe.

    Sie ermöglichen mir (uns) direkt und indirekt - mehr o. weniger, mein Dasein in Menschengestalt hier auf Erden. ; -)

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    • 16. Juli 2020 um 11:04
    • #17

    Als Hinweis noch mal: Bitte d. Threadthema beachten - ich möchte nicht, dass es im OT versinkt und es wieder bei Meinungen endet.

    Wem das nicht liegt, für den ist ggf. hier der geeignete Thread.

    Fühlende Wesen

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    Deepa

  • kilaya
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    • 16. Juli 2020 um 12:27
    • #18
    Ellviral:

    Wie würde Kilaya das jetzt ganz freundlich ausdrücken: Lern erst mal die Basis des Buddhismus.

    Heißt auf die freundliche Art: Lese erstmal den Palikanon. Hier ist er komplett und in sehr vielen Sprachen.

    SuttaCentral

    Noreply Noch falscher könntest Du nicht liegen. Ich gehöre nun wahrlich nicht zu denjenigen, die ständig auf Grundlagentexte verweisen.

    Ich bin ein Fan von direktem Praxisbezug und habe vieles auf meine eigene Weise angepackt, ohne vorgegebenen Pfaden zu folgen.

    Und vor allem wird es vermutlich in über 10.000 Beiträgen nicht ein einziges mal vorgekommen sein, dass ich gesagt habe, man solle erstmal den PK lesen - denn ich habe ja schon öfter erwähnt, dass mir die Sprache nicht zugänglich ist und ich das nicht lese, wenn es nicht unbedingt sein muss.
    Worauf sollte ich da also verweisen?


    [meta]

    Mir war es wichtig, das hier kurz richtig zu stellen, nachdem ich gesehen habe, dass es zu viel rausnimmt, wenn ich alles dazu heraustrenne. Eine weitere Diskussion, sofern überhaupt nötig, zu diesem OT werde ich aber abtrennen..[/meta]

  • Schmu
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    • 16. Juli 2020 um 14:42
    • #19

    Mir persönlich ist das Thema fühlende Wesen / nichtfühlende Wesen zu komplex und undurchsichtig, um diese Unterscheidung überhaupt vorzunehmen. Es begänne damit, dass ich den Begriff "fühlend" für mich irgendwie definieren müsste, was ich nicht kann, auch nicht mit Hilfe der letzten wissenschaftlichen Studien und Untersuchungen.

    Für mich ist es einfach so, dass ich immer weniger zwischen Lebewesen unterscheide. Die Einteilung Mensch (= Trockennasenprimaten) – Tier – Pflanze überzeugt mich einfach nicht. Sie hat für mich etwas behelfsmäßiges. Es gibt Lebewesen, bei denen schon die Unterscheidung zwischen Tier und Pflanze an ihre Grenzen stößt und nicht mehr so leicht zu beantworten ist.

    Was ich interessant finde, ist, dass alle Lebewesen sich von anderen Lebewesen ernähren, um auch übermorgen noch lebendig sein zu können. Das finde ich eine bemerkenswerte Sache. In dieser Hinsicht sehe ich das gesamte Universum gewissermaßen als einen riesigen Verdauungstrakt, alles ist gegenseitige Verdauung und Stoffumwandlung, um die Molekülketten zur Verfügung zu haben, die genau mein Organismus benötigt.

    Ich sehe gewissermaßen auch das Atmen als eine Art Essen / Verdauung. Verdauung und Atmen haben jedenfalls sehr ähnliche Funktionen, wenn ich mir die einzelne Körperzelle ansehe. Es sind nur teilweise andere Stoffe, die mit der Atemluft aufgenommen werden als mit der Nahrung. Benötigt wird beides gleichermaßen, um meiner Vergänglichkeit eine Zeit lang (scheinbar) entgegenzuwirken. :grinsen:

  • kilaya
    Gast
    • 16. Juli 2020 um 15:05
    • #20

    Selbst wenn man Pflanzen nicht als Lebewesen betrachtet (was ich persönlich nicht tue), bedeutet Vegetarismus oder auch veganes Leben noch lange nicht, das für unser Leben keine Wesen sterben müssen. Wir müssen nicht das Lebewesen selbst essen. Man muss sich nur mal überlegen, wieviele Tiere auf einem einzigen Getreidefeld sterben müssen, vor allem während der Ernte. Und da sehe ich auch einen Aspekt in der Aussage "Es gibt Leid". Wenn man diese Welt nicht in ihrem Sosein, mit all dem Leid und Fressen und Gefressenwerden, erstmal akzeptieren kann, wird es sehr schwer, sie zu transzendieren.

  • Deepa
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    • 16. Juli 2020 um 15:09
    • #21
    kilaya:

    Selbst wenn man Pflanzen nicht als Lebewesen betrachtet (was ich persönlich nicht tue), bedeutet Vegetarismus oder auch veganes Leben noch lange nicht, das für unser Leben keine Wesen sterben müssen. Wir müssen nicht das Lebewesen selbst essen. Man muss sich nur mal überlegen, wieviele Tiere auf einem einzigen Getreidefeld sterben müssen, vor allem während der Ernte. Und da sehe ich auch einen Aspekt in der Aussage "Es gibt Leid". Wenn man diese Welt nicht in ihrem Sosein, mit all dem Leid und Fressen und Gefressenwerden, erstmal akzeptieren kann, wird es sehr schwer, sie zu transzendieren.

    Sehe ich ähnlich. Man kann lediglich schauen, das Leid/den Schaden so gering zu halten, wie möglich.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    Deepa

  • Noreply
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    • 16. Juli 2020 um 15:17
    • #22

    Das meinst Du also mit:

    Konkret: Hat Buddha sich, laut Überlieferung, dazu geäußert - falls ja, wie?

    Bitte mit Quellenangabe.

    Das ist mir an dieser Stelle wichtig. Ich möchte keine Fortsetzung des anderen Threads („Fühlende Wesen“) sondern eine andere Herangehensweise.

  • Sudhana
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    • 16. Juli 2020 um 17:05
    • #23
    Deepa:

    Auf dieser Basis möchte ich mich gerne mit euch darüber austauschen, wie wir seine Aussagen oder bzw. und sein Schweigen dazu deuten.

    Auch, wenn Du es vermutlich nicht hören bzw. lesen willst: die Antwort auf die Frage, was 'fühlende Wesen' ist, findest Du nicht in irgendwelchen Schriften, sondern in Dir selbst. Die Lehrüberlieferung zeigt einen Weg auf, der zu solchen Antworten führt - ausschließlich darin liegt ihr Wert. Nicht in "Aussagen oder bzw. und Schweigen" zu irgendwelchen theoretischen Fragestellungen. An der überlieferten Praxis dieses Weges wiederum gibt es nichts zu "deuten". Man übt sie aus oder nicht.


    [lz]

    Geht nicht nach Hörensagen oder Gerücht, Überlieferung oder Tradition, den Tagesmeinungen, oder der Vorgabe von Schriften; nicht nach Vernünftelei, logischer oder rhetorischer Kunstfertigkeit, Gedankengebäuden, oder der Übernahme anziehender Ideen; nicht nach dem Schein von Fähigkeit oder der Autorität eines spirituellen Meisters.[/lz]

    (Ist da eine Quellenangabe wirklich erforderlich?)

    "Buddhistische Sicht" und Schriftgläubigkeit geht nicht zusammen. Diese "Sicht" kommt aus praktischer Erfahrung. Eigener, nicht aus zweiter Hand oder gar von bloßen Theorien. Für Schriftgläubige gibt es hinreichend andere Angebote auf dem Markt.

    _()_

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  • Deepa
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    • 16. Juli 2020 um 17:42
    • #24
    Sudhana:
    Deepa:

    Auf dieser Basis möchte ich mich gerne mit euch darüber austauschen, wie wir seine Aussagen oder bzw. und sein Schweigen dazu deuten.

    Auch, wenn Du es vermutlich nicht hören bzw. lesen willst: die Antwort auf die Frage, was 'fühlende Wesen' ist, findest Du nicht in irgendwelchen Schriften, sondern in Dir selbst.

    Eine AW finden wir in uns selbst. Ist auch ok. Mich interessiert, davon unabhängig, was bzw. ob etwas dazu in den Schriften steht.

    Das habe ich wiederholt und ziemlich deutlich formuliert :)

    Es besteht ein signifikanter Unterschied zwischen Schriftgläubigkeit und Interesse dafür, was Buddha dazu sagte - laut Überlieferung.

    Lesen, wirken lassen, Innenschau.


    Bitte weiter zum Thema.

    Danke 🙏

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

    Einmal editiert, zuletzt von Deepa (16. Juli 2020 um 17:53)

  • kilaya
    Gast
    • 16. Juli 2020 um 18:14
    • #25
    Deepa:

    Es besteht ein signifikanter Unterschied zwischen Schriftgläubigkeit und Interesse dafür, was Buddha dazu sagte - laut Überlieferung.

    Wenn nun Buddha aber nichts dazu gesagt hat, weil er eben diese Art von Fragen nicht abschliessend beantwortet hat, dann ist die Aussage, dass nicht in den Schriften steht, was Du suchst, eben genau die einzige richtige Antwort auf Deine Frage. Dann hilft auch mehrfaches Nachbohren nichts.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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