Erben im Dhamma
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Meinst du mit "aber kann..." wie es war oder wie es (je nach Ansicht) sein könnte?
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Ich finde das laien-Alltagsleben erschwert die Dhamma-Ausrichtung. Ist ja ein absoluter Luxus sich die ganze Zeit dem Dhamma zu widmen. Zeitmillionäre.... die Mönche
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Ich denke, die Romantisierung des Mönchslebens ist eine merkwürdige Ansicht. Dort gibt's auch auch (zwischenmenschliche) Probleme...Neid, Hass, Gier, Lust...Natürlich gibt es im Klosterleben mehr Möglichkeiten formal zu praktizieren und zu studieren.. aber auch im Laienleben sind wir im der Lage den Dharma zu leben. Und zwar in jeder Situation. Ich glaube es war Muho der sagte sowas wie Kloster ist was für Leute, die den Dharma nicht im Alltagsleben "auf die Kette kriegen"...
In Bendowa sagt Dogen:
"Those who see worldly life as an obstacle to dharma see no dharma in everyday actions. They have not yet discovered that there are no everyday actions outside of dharma."
Und wo, wenn nicht auf dem "Marktplatz" gibt es bessere Möglichkeiten, den Weg des Bodhisattva zu praktizieren?
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Ich denke, die Romantisierung des Mönchslebens ist eine merkwürdige Ansicht.
Es ist nicht weniger merkwürdig aus Hausleben und Klosterleben ein Konkurrenzunternehmen zu machen.
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Ich denke, die Romantisierung des Mönchslebens ist eine merkwürdige Ansicht. Dort gibt's auch auch (zwischenmenschliche) Probleme...Neid, Hass, Gier, Lust...Natürlich gibt es im Klosterleben mehr Möglichkeiten formal zu praktizieren und zu studieren.. aber auch im Laienleben sind wir im der Lage den Dharma zu leben. Und zwar in jeder Situation. Ich glaube es war Muho der sagte sowas wie Kloster ist was für Leute, die den Dharma nicht im Alltagsleben "auf die Kette kriegen"...
[…]
Und wo, wenn nicht auf dem "Marktplatz" gibt es bessere Möglichkeiten, den Weg des Bodhisattva zu praktizieren?
Nur damit ich nicht missverstanden werde, ich kritisiere hier nicht Muho (kA, ob er das so sagte), sondern nur eine gängige Ansicht, dass man bestimmte Lebensweisen (Alltag) als besser hinstellt und gleichzeitig andere (Mönche) abwertet, damit niemand demotiviert wird oder (vermeintlich) benachteiligt wird und um gleichzeitig das Bodhisattvamotiv hervorzuheben. Was imho Quatsch ist. Als ob Mönche keine bodhisattvischen Motive oder Ansichten haben könnten... Vllt sollte man solche Ansichten (wenn sie hier vorliegen sollten) nochmal überdenken.
Im PK unterscheidet Buddha weise und sagt, wer heilsam lebt, der lebt heilsam, egal ob Brahmane, Haushälter, König oder Mönch und wer nicht, der nicht.
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Zum einen war Muho selber Mönch, sogar Abt eines japanischen Tempels, zum anderen geht es hier nicht um eine Abwertung des einen und eine Aufwertung des anderen. Es ist nur so, dass viele meinen, man müsste Mönch werden um den Buddhaweg wirklich zu folgen. Das ist Unsinn. Hindernisse gibt es überall, auch im Kloster. Und viele die sich zu einem Aufenthalt entschlossen haben, sind dabei auf der Schnauze gefallen, weil es harte Arbeit, mit Blut, Schweiß und Tränen verbunden ist.
Ich will damit sagen, dass wir dem weltlichem Haushälter/Laienleben nicht entsagen müssen, der Dharma lässt sich überall leben und praktizieren. Und der Weg des Bodhisattva führt zurück zur Welt, zu den fühlenden Wesen, auf den Marktplatz.
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Hindernisse gibt es überall, auch im Kloster.
Sicher.[lz]
Und viele die sich zu einem Aufenthalt entschlossen haben, sind dabei auf der Schnauze gefallen, weil es harte Arbeit, mit Blut, Schweiß und Tränen verbunden ist.[/lz]
Man sollte in meinen Augen nicht davon ausgehen, dass es in anderen Klöstern auch so ist, wie in dem Kloster wo Muho Abt war/ist.
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Dann wäre der Dharma ja ein Wellnesshotel inklusive
Erwachensfastfood
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Klar kann man im Kloster auch nur den Vögelchen zuhören oder auf einem Retreat. Es ging mir nicht um die Romantisierung. Auch die drei Geistesgifte gibt es bestimmt sehr viel im Kloster. Ich weiß z.B. dass so manche sich prügeln im Kloster. Es ging mir um die Möglichkeiten, die es durch die Bedingungen gibt. Das ist auch der Rückzug. Es kann auch eine Hütte sein, in der man sich alleine lange zurückzieht (wenn man im Dhamma gefestigt ist). Es muss kein Kloster sein.
Auf jeden Fall brauche ich viel mehr Aufwand, habe sehr viel mehr Ablenkungen und Reize und Unterhaltungen als normaler Mensch. Gerade in unserer Zeit sind die möglichen Ablenkungen viel subtiler meiner Meinung nach.
aber auch im Laienleben sind wir im der Lage den Dharma zu leben. Und zwar in jeder Situation.
Bis zu einem gewissen Grad. Ich meine nicht, dass ich das Dhamma vertieft praktiziere, bzw nicht penetriere sondern nur an der Oberfläche bleibe, weil keine Zeit, Ablenkung, Verpflichtungen etc.
Und wo, wenn nicht auf dem "Marktplatz" gibt es bessere Möglichkeiten, den Weg des Bodhisattva zu praktizieren?
Ich habe mal gehört man soll sich zuerst selbst helfen, bevor man anderen helfen kann. Ich meine, das Beispiel vom Buddha im Palikanon, das sich um zwei Trapezkünstler handelt. Der Trapezkünstler sagt seiner Partnerin, dass er auf sie aufpassen werde und sie solle auf ihn aufpassen. So werden sie sich beide gegenseitig stützen. SIe dagegen meint, es wäre besser, wenn jeder auf sich selbst achtet. So könne am wenigsten Schaden angerichtet werden.
Nachtrag: Zurück auf den Marktplatz ist aber die letzte Phase. Wenn du leidfrei bist nach Buddhas Ausdruck.
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cinnamon:
Bis zu einem gewissen Grad. Ich meine nicht, dass ich das Dhamma vertieft praktiziere, bzw nicht penetriere sondern nur an der Oberfläche bleibe, weil keine Zeit, Ablenkung, Verpflichtungen etc.
Ich denke, das hängt von vielen Bedingungen ab wie z.B. karmische Bedingungen.. In Klöstern gibt es schließlich auch Ablenkungen, und wenn sie weniger das Umfeld betrefffen, dann in deinem Geist. Auch Verpflichtungen gibt es, es ist ja nicht so, dass man den ganzen Tag sich dem Dharma widmet und den Rest der Zeit "die Eier schaukelt" - auch wenn es von Kloster zu Kloster, von Tradition zu Tradition variieren mag.
Letztlich sind wir da wo wir sind. In diesem Umfeld, in diesen Bedingungen mit diesen Voraussetzungen. Daraus müssen wir das Beste machen. Denkst Du, das klappt nur in einem Kloster dann liegt es an Dir, etwas zu ändern. Aber such nie die Schuld bei den Umständen, sonst wirst Du auf die Nase fallen. Das was Du tust ist Deine Verantwortung. Wenn Du meinst, Du lernst und praktizierst zu wenig, dann setz Dich jetzt aufs Kissen! Es ist niemand anders für Dein Tun verantwortlich als Du selbst. Niemand kann Dir etwas abnehmen.
[lz]Ich habe mal gehört man soll sich zuerst selbst helfen, bevor man anderen helfen kann. Ich meine, das Beispiel vom Buddha im Palikanon, das sich um zwei Trapezkünstler handelt. Der Trapezkünstler sagt seiner Partnerin, dass er auf sie aufpassen werde und sie solle auf ihn aufpassen. So werden sie sich beide gegenseitig stützen. SIe dagegen meint, es wäre besser, wenn jeder auf sich selbst achtet. So könne am wenigsten Schaden angerichtet werden.[/lz]
Der Weg des Bodhisattva ist ein Ideal. Er hat kein Ende...
"
Die Zahl der Wesen ist unendlich; ich gelobe, sie alle zu erlösen
Gier, Hass und Unwissenheit entstehen unaufhörlich; ich gelobe, sie zu überwinden
Die Tore des Dharmas sind zahllos; ich gelobe, sie alle zu durchschreiten
Der Weg des Buddha ist unvergleichlich; ich gelobe, ihn zu verwirklichen
"
Du wirst nie die Unendlichkeit, die Unaufhörlichkeit, die Zahlenlosigkeit und die Unvergleichlichkeit meistern... und doch stehen wir jeden Tag auf und beginnen mit der Arbeit...
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Ich denke, das hängt von vielen Bedingungen ab wie z.B. karmische Bedingungen.. In Klöstern gibt es schließlich auch Ablenkungen, und wenn sie weniger das Umfeld betrefffen, dann in deinem Geist. Auch Verpflichtungen gibt es, es ist ja nicht so, dass man den ganzen Tag sich dem Dharma widmet und den Rest der Zeit "die Eier schaukelt" - auch wenn es von Kloster zu Kloster, von Tradition zu Tradition variieren mag.
Letztlich sind wir da wo wir sind. In diesem Umfeld, in diesen Bedingungen mit diesen Voraussetzungen. Daraus müssen wir das Beste machen. Denkst Du, das klappt nur in einem Kloster dann liegt es an Dir, etwas zu ändern. Aber such nie die Schuld bei den Umständen, sonst wirst Du auf die Nase fallen. Das was Du tust ist Deine Verantwortung. Wenn Du meinst, Du lernst und praktizierst zu wenig, dann setz Dich jetzt aufs Kissen! Es ist niemand anders für Dein Tun verantwortlich als Du selbst. Niemand kann Dir etwas abnehmen.
Ja, manche wechseln das Kloster, je nach den Umständen. Es gibt Klöster mit mehr Verwaltungsarbeit als bei anderen. Auch wenn es im eigenen Geist ist, ist für den einen ein anderes Umfeld förderlicher als für andere. Wie gesagt, dass muss kein Kloster sein.
Letztendlich ist jeder selbst verantwortlich. Dazu zählt auch, dass Umfeld zu ändern, wenn nötig für einen. Das hat nicht mit Schuldsuche zu tun.Kodo Sawaki
Sich auf das Kissen zu setzen ist nur ein Teil der Praxis. Buddhismus besteht nicht nur aus Zen
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Sicherlich. Formale Meditation ist nur ein, wenn auch wichtiger Aspekt, darum denke ich, ist das Laienleben, wenn auch schwierig, ein sehr guter Weg, den Dharma zu praktizieren. Denn in jeder Alltagshandlung können wir die Tugenden üben; Freigiebigkeit, ethisches Handeln, Mitgefühl, Geduld, Ausdauer, aber auch Konzentration und Meditation und schließlich Weisheit entwickeln.
Ich weiss, es ist nicht leicht, das weiß ich als dreifacher Familienvater auch. Erst heute habe ich eine vollgekackte Stoffwindel mit meinen Händen ausgewaschen und nach und nach meine Aversion fallen gelassen. Ich übe mich in Geduld, auch wenn mir manchmal der Geduldsfaden reißt, ich übe den Geist der elterlichen Verantwortung, aber lerne auch mit meinen Kindern die Welt durch ihre Augen zu sehen, ich versuche ihre Probleme zu verstehen, die mir selber trivial vorkommen... und abends, wenn sie im Bett sind und ich durch die Arbeit (sozialer Bereich) müde bin, würde ich gerne einfach faul auf dem Sofa rumliegen oder schlafen gehen, reiße mich aber zusammen und setze mich auf das Kissen.
Ich habe anfangs auch gedacht, ich mache zu wenig in Sachen Dharma... bis mir irgendwann klar wurde, dass ich einfach nur Vorstellungen und Ideale des "richtigen Weges" habe. Und Ideale kann man nie erfüllen. Also habe ich diese Ideen verworfen und orientiere mich an dem was um mich rum geschieht. Das wichtigste ist mMn ein(e) Sangha und ein Lehrer, der dir diese Hirngespinste vor Augen hält.
Buddhismus ist nicht Zen, Buddhismus ist das tägliche Leben
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Ich habe anfangs auch gedacht, ich mache zu wenig in Sachen Dharma... bis mir irgendwann klar wurde, dass ich einfach nur Vorstellungen und Ideale des "richtigen Weges" habe. Und Ideale kann man nie erfüllen. Also habe ich diese Ideen verworfen und orientiere mich an dem was um mich rum geschieht. Das wichtigste ist mMn ein(e) Sangha und ein Lehrer, der dir diese Hirngespinste vor Augen hält.
Buddhismus ist nicht Zen, Buddhismus ist das tägliche Leben
Ja klar doch.
Das Wichtigste - Dharma, Sangha und Buddha - : keine Rangordnung machen. Und wenn der Lehrer stirbt und die Sangha sich verflüchtigt - erkennt man auch die Vergänglichkeit des Dharma - bzw. das was Buddha als Niedergang bezeichnet hatte.
Was bleibt ist der Weg. Und da heißt es bei Nansen in einem Dialog mit Joshu - der alltägliche Geist ist der Weg. Und der ist offenbar.
Buddhismus ist Buddhismus - auch bloß eine Marke, ein Label mit dem sich so mancher identifiziert - oder auch infiziert.
Dharma - also z.B. das bedingte Entstehen und Vergehen - unterscheidet nicht zwischen Mönche und Laien - zwischen Leben hier und Leben dort - Dharma durchdringt alles.
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Meinst du mit "aber kann..." wie es war oder wie es (je nach Ansicht) sein könnte?
Die Überlegung war folgende: Buddha Sakyamuni erklärt den Bhikkhus auf welche Weise sie seine Erben im Dhamma sein sollen. Können nur Bhikkhus Erben des Buddha im Dhamma sein oder auch Laien, also Nicht-Ordinierte?
Gruß Helmut
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In MN 3:2 wendet sich der Buddha an die Bhikkhus mit den Worten:
"Ihr Bhikkhus, seid meine Erben im Dhamma, nicht meine Erben in materiellen Dingen."
In MN 3:3 erläutert der Erhabene dies anhand des Gleichnisses mit der Almosenspeise. Der erste Bhikkhus verzehrt nicht den Rest der Almosenspeise des Erhabenen, während der zweite Bhikkhu dies tut. Der erste Bhikkhu tut dies nicht, weil der übrig gebliebene Rest der Almosenspeise etwas Materielles ist.
Dann erklärt der Erhabene am Ende des 3.Verses, warum der erste Bhikkhu mehr Lob und Respekt von ihm verdient.
"Warum ist das so? Weil das auf lange Zeit zu seiner Genügsamkeit, Zufriedenheit und Selbstentsagung beitragen wird, zu seiner leichten Unterhaltbarkeit und Energieentfaltung. Daher, ihr Bhikkhus, seid meine Erben im Dhamma, nicht meine Erben in materiellen Dingen."
Kann diese Genügsamkeit, Zufriedenheit und Selbstentsagung nur von einem Bhikkhu, also einem Ordinierten, hervorgebracht werden? Wenn diese Genügsamkeit usw. nicht von einem Laien hervorgebracht werden kann, woran liegt dies?
Gruß Helmut
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Kann diese Genügsamkeit, Zufriedenheit und Selbstentsagung nur von einem Bhikkhu, also einem Ordinierten, hervorgebracht werden? Wenn diese Genügsamkeit usw. nicht von einem Laien hervorgebracht werden kann, woran liegt dies?
[lz]
»Nach dem Vernehmen der Lehre wird er von Vertrauen erfüllt, und von diesem Vertrauen erfüllt sagt er sich: 'Voller Hindernisse ist das Hausleben, eine Stätte der Unreinheit, wie die freie Luft aber die Hauslosigkeit. Nicht leicht ist es im häuslichen Leben einen fleckenlosen heiligen Wandel zu führen. Wie, wenn ich mir nun Haar und Bart scherte, das gelbe Gewand anlegte und von Hause fortzöge in die Hauslosigkeit.' Und nach einiger Zeit, ein kleines oder großes Vermögen und einen kleinen oder großen Verwandtenkreis aufgebend, schert er sich Haar und Bart, legt das gelbe Gewand an und zieht von Hause fort in die Hauslosigkeit.
»Also ein hausloser Mönch geworden, erfüllt er die Lebensregeln der Mönche. Er verwirft das Töten . . . und Stock und Schwert verwerfend, ist er von Zartgefühl und Liebe erfüllt, empfindet zu allen Wesen und Geschöpfen Güte und Wohlwollen. Das Stehlen verwirft er . . . die Unkeuschheit verwirft er . . . Lüge . . . Zwischenträgerei . . . rohe Rede . . . törichtes Plappern verwirft er.
»Er meidet die Zerstörung von Keim- und Pflanzenleben, nimmt nur zu einer Tageszeit Nahrung zu sich . . . meidet Tanz, Gesang, Musik, Schaustellungen, verwirft Blumenschmuck usw. Hohe üppige Betten benutzt er nicht, nimmt kein Gold und Silber an, hält sich von Kauf und Verkauf fern.
»Er begnügt sich mit dem Gewande, das seinen Körper schützt, mit der Almosenspeise, womit er sein Leben fristet. Wohin er auch immer zieht, da ist er eben mit diesen beiden Dingen, Gewand und Schale, versehen, genau wie ein beschwingter Vogel beim Fliegen stets seine Flügel mit sich trägt.
»Durch Befolgung dieser edlen Sittensatzung aber empfindet er in seinem Innern ein untadeliges Glück.«
Des Weiteren wird dann gezeigt, wie er die Tore seiner 5 Sinne und seines Geistes bewacht und durch diese edle Sinnenzügelung in seinem Innern ein ungetrübtes Glück empfindet; wie er stets bei jeder einzelnen Handlung sich völlig klar bewußt ist; wie er dann, von dieser edlen Sinnenzügelung und dieser edlen Achtsamkeit und Wissensklarheit erfüllt, die Einsamkeit aufsucht und, sich dort von den fünf inneren Hemmungen (siehenīvarana) läuternd, die Volle Sammlung der vier Vertiefungen (siehe jhāna) erreicht, darauf den Hellblick(siehe vipassanā) in die Vergänglichkeit, das Elend und die Unpersönlichkeit aller Daseinsformen entfaltend schließlich die Erlösung von allen Leidenschaften verwirklicht und ihm die Gewißheit aufgeht:
»Auf ewig bin ich nun erlöst.Zum letzten Mal bin ich gebor'n.
[/lz]
Ich denke es ist so: Meistens hat man mehr Anlass zur Sorge, mehr Sinneseinflüsse, Verpflichtungen, Streit mit dem Nachbar oder auf der Arbeit, weniger Zeit sich um das Klarkommen zu kümmern, usw. Ich finde die Beschreibungen oben aufschlussreich. Ich denke, dass man das schon als Reihenfolge lesen kann und wenn man fernab der Sorgen ist und sich von den vielen Einflüssen abwendet, dann ist es natürlich leichter die Tugenden einzuhalten und sie Sinne zu bewachen und folglich die Hindernisse zu überwinden (Gewissensunruhe, usw.) und dann auch in die Vertiefungen einzutreten, usw. Wie gesagt, in dieser Reihenfolge. Das passiert dann evtl. wie von selbst. Als Haushälter passiert das eher selten wie von selbst. Je nach Verpflichtungen sind sie evtl. zufrieden, wenn sie mal 5min alleine auf dem Klo haben.
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Das ist kein "Beweis", sondern du hast gefragt:
Wenn diese Genügsamkeit usw. nicht von einem Laien hervorgebracht werden kann, woran liegt dies?
Wenn das eine Frage nach meinem Gutdünken war: Ich sehe das nicht als ein Muss, sondern als Empfehlung und in den Sutten war es zu Buddhas Zeiten wohl Standard, dass sie erstmal in die Hauslosigkeit zogen und danach ordiniert wurden. Es gab einen Fall wo jemand ordinieren wollte und noch nicht volljährig war und erst die Erlaubnis der Eltern einholen musste. Die sagten nein. Dann legte er sich aus Protest auf den Boden und aß nichts mehr bis die Eltern irgendwann nachgaben und er in die "Hauslosigkeit" ziehen durfte. Danach ordinierte er. Ich weiß nicht in welchen Klöstern das heute noch so ist.
Ansonsten: Hier im Forum schrieb mal jemand, dass sie mal einen klaren Moment hatte, während sie am Kopierer stand und wartete.
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Es geht mir nicht darum wie es zu Zeiten des Buddha in Indien war.
Kann heutzutage hier in Deutschland ein Laienpraktizierender / eine Laienpraktizierende ein Erbe / eine Erbin im Dhamma sein ? Ja oder Nein!
Wenn Nein, warum nicht?
Gruß Helmut
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Ich denke, samsara ist in allen Bereichen bzw. es gibt nur samsara. Und da gibt es dann eben auch die Möglichkeit jederzeit und auf der Stelle heraus zu treten.
Danke für den Literaturhinweis:
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