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Sutra über Selbsterkenntnis im Pali-Kanon?!?

  • max001
  • 19. März 2020 um 15:19
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1. offizieller Beitrag
  • max001
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    18. März 2020
    • 19. März 2020 um 15:19
    • #1

    Hallo liebe Buddha-Gemeinschaft,

    suche schon seit einiger Zeit Sutras über Selbsterkenntnis im Pali-Kanon.

    Also eine genaue Erklärung über das Nicht-Ich, den Buddha-Geist bzw. die Buddha-Natur.

    Dieses Thema wird zwar u.a. im Herz-Sutra behandelt, aber gibt es auch eine ausführliche Lehrrede

    von Buddha Gotamo zu diesem Punkt?

    Vielen Dank für den Support

    MFG

  • xiaojinlong 19. März 2020 um 15:20

    Hat das Thema freigeschaltet.
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    • 19. März 2020 um 15:46
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    In diesem Thread habe ich folgende Passge gefunden:

    Majjhima Nikāya 22:

    (Vergänglichkeit und Nicht-Selbst)

    22. "Ihr Bhikkhus, ihr mögt wohl jenen Besitz erwerben, der unvergänglich, dauerhaft, ewig, nicht der Veränderung unterworfen ist, und der so lange wie die Ewigkeit überdauern könnte. Aber seht ihr irgendeinen solchen Besitz, ihr Bhikkhus?" - "Nein, ehrwürdiger Herr." - "Gut, ihr Bhikkhus. Auch ich sehe keinerlei Besitz, der unvergänglich, dauerhaft, ewig, nicht der Veränderung unterworfen ist, und der so lange wie die Ewigkeit überdauern könnte."

    23. "Ihr Bhikkhus, ihr mögt wohl an jener Lehrmeinung von einem Selbst anhaften, die nicht Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung erwecken würde, in einem, der daran anhaftet. Aber seht ihr irgendeine solche Lehrmeinung von einem Selbst, ihr Bhikkhus?" - "Nein, ehrwürdiger Herr." - "Gut, ihr Bhikkhus. Auch ich sehe keinerlei Lehrmeinung von einem Selbst, die nicht Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung erwecken würde, in einem, der daran anhaftet."

    24. "Ihr Bhikkhus, ihr mögt euch wohl auf jene Ansicht stützen, die nicht Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung erwecken würde, in einem, der sich darauf stützt. Aber seht ihr eine Stütze in irgendeiner solcher Ansicht, ihr Bhikkhus?" - "Nein, ehrwürdiger Herr." - "Gut, ihr Bhikkhus. Auch ich sehe keinerlei Ansicht, die nicht Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung erwecken würde, in einem, der sich darauf stützt."

    25. "Ihr Bhikkhus, wenn es ein Selbst gäbe, würde es etwas geben, das meinem Selbst gehört?" - "Ja, ehrwürdiger Herr." - "Oder, wenn es etwas gäbe, das einem Selbst gehört, würde es mein Selbst geben?" - "Ja, ehrwürdiger Herr." - "Ihr Bhikkhus, da ein Selbst und das, was einem Selbst gehört, nicht als wahr und gegeben aufgefaßt werden, ist dann diese Grundlage für Ansichten, nämlich 'Die Welt und das Selbst sind dasselbe; nach dem Tode werde ich unvergänglich, dauerhaft, ewig, nicht der Veränderung unterworfen sein, ich werde so lange wie die Ewigkeit überdauern' - wäre das nicht eine ganz und gar und vollkommen törichte Lehre?"

    "Was könnte es sonst sein, ehrwürdiger Herr. Es wäre eine ganz und gar und vollkommen törichte Lehre."

    26. "Ihr Bhikkhus, was meint ihr? Ist Form unvergänglich oder vergänglich?" - "Vergänglich, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich ist, Leid oder Glück?" - "Leid, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich, leidvoll und der Veränderung unterworfen ist, geeignet, so betrachtet zu werden: 'Dies ist mein, dies bin ich, dies ist mein Selbst'?" - "Nein, ehrwürdiger Herr."

    "Ihr Bhikkhus, was meint ihr, ist Gefühl unvergänglich oder vergänglich?" - "Vergänglich, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich ist, Leid oder Glück?" - "Leid, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich, leidvoll und der Veränderung unterworfen ist, geeignet, so betrachtet zu werden: 'Dies ist mein, dies bin ich, dies ist mein Selbst'?" - "Nein, ehrwürdiger Herr."

    "Ihr Bhikkhus, was meint ihr, ist Wahrnehmung unvergänglich oder vergänglich?" - "Vergänglich, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich ist, Leid oder Glück?" - "Leid, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich, leidvoll und der Veränderung unterworfen ist, geeignet, so betrachtet zu werden: 'Dies ist mein, dies bin ich, dies ist mein Selbst'?" - "Nein, ehrwürdiger Herr."

    "Ihr Bhikkhus, was meint ihr, sind Gestaltungen unvergänglich oder vergänglich?" - "Vergänglich, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich ist, Leid oder Glück?" - "Leid, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich, leidvoll und der Veränderung unterworfen ist, geeignet, so betrachtet zu werden: 'Dies ist mein, dies bin ich, dies ist mein Selbst'?" - "Nein, ehrwürdiger Herr."

    "Ihr Bhikkhus, was meint ihr, ist Bewußtsein unvergänglich oder vergänglich?" - "Vergänglich, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich ist, Leid oder Glück?" - "Leid, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich, leidvoll und der Veränderung unterworfen ist, geeignet, so betrachtet zu werden: 'Dies ist mein, dies bin ich, dies ist mein Selbst'?" - "Nein, ehrwürdiger Herr."

    27. "Daher, ihr Bhikkhus, sollte jegliche Art von Form, ob vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, ob innerlich oder äußerlich, grob oder subtil, niedrig oder hoch, entfernt oder nah, alle Form sollte mit angemessener Weisheit der Wirklichkeit entsprechend erkannt werden: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.' Jegliche Art von Gefühl, ob vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, ob innerlich oder äußerlich, grob oder subtil, niedrig oder hoch, entfernt oder nah, alles Gefühl sollte mit angemessener Weisheit der Wirklichkeit entsprechend erkannt werden: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.' Jegliche Art von Wahrnehmung, ob vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, ob innerlich oder äußerlich, grob oder subtil, niedrig oder hoch, entfernt oder nah, alle Wahrnehmung sollte mit angemessener Weisheit der Wirklichkeit entsprechend erkannt werden: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.' Jegliche Art von Gestaltungen, ob vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, ob innerlich oder äußerlich, grob oder subtil, niedrig oder hoch, entfernt oder nah, alle Gestaltungen sollten mit angemessener Weisheit der Wirklichkeit entsprechend erkannt werden: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.' Jegliche Art von Bewußtsein, ob vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, ob innerlich oder äußerlich, grob oder subtil, niedrig oder hoch, entfernt oder nah, alles Bewußtsein sollte mit angemessener Weisheit der Wirklichkeit entsprechend erkannt werden: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.'"

    28. "Indem er so erkennt, wird ein wohlunterrichteter edler Schüler ernüchtert der Form gegenüber, ernüchtert gegenüber dem Gefühl gegenüber, ernüchtert der Wahrnehmung gegenüber, ernüchtert den Gestaltungen gegenüber, ernüchtert dem Bewußtsein gegenüber."

    29. "Wenn er ernüchtert wird, wird er begierdelos. Durch Begierdelosigkeit ist sein Geist befreit. Wenn er befreit ist, kommt das Wissen: 'Er ist befreit.' Er versteht: 'Geburt ist zu Ende gebracht, das heilige Leben ist gelebt, es ist getan, was getan werden mußte, darüber hinaus gibt es nichts mehr.'"

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    Die Logik ist also, dass wenn etwas vergänglich ist, es als leidhaft anzusehen ist, und deswegen nicht dazu geeignet werden kann, darauf ein Selbst aufzubauen und zu sagen: 'Dies ist mein, dies bin ich, dies ist mein Selbst'?"

    Und über die Natur eines Arhats, gibt gleich die nächste Passage Aufschluß:

    Majjhima Nikāya 22:

    30. "Ihr Bhikkhus, dieser Bhikkhu wird als einer bezeichnet, dessen Deichsel angehoben worden ist, dessen Graben angefüllt worden ist, dessen Pfeiler ausgegraben worden ist, einer, der keine Schranke hat, ein Edler, dessen Banner gesenkt ist, dessen Bürde abgelegt ist, der ungefesselt ist."

    31. "Und auf welche Weise ist der Bhikkhu einer, dessen Deichsel angehoben worden ist? Da hat der Bhikkhu Unwissenheit überwunden, er hat sie an der Wurzel abgeschnitten, einem Palmstumpf gleichgemacht, beseitigt, so daß sie künftigem Entstehen nicht mehr unterworfen ist. Auf solche Weise ist der Bhikkhu einer, dessen Deichsel angehoben worden ist."

    32. "Und auf welche Weise ist der Bhikkhu einer, dessen Graben angefüllt worden ist? Da hat der Bhikkhu die Runde der Geburten überwunden, die erneutes Werden bringt, er hat sie an der Wurzel abgeschnitten, einem Palmstumpf gleichgemacht, beseitigt, so daß sie künftigem Entstehen nicht mehr unterworfen ist. Auf solche Weise ist der Bhikkhu einer, dessen Graben angefüllt worden ist."

    33. "Und auf welche Weise ist der Bhikkhu einer, dessen Pfeiler ausgegraben worden ist? Da hat der Bhikkhu Begehren überwunden, er hat es an der Wurzel abgeschnitten, einem Palmstumpf gleichgemacht, beseitigt, so daß es künftigem Entstehen nicht mehr unterworfen ist. Auf solche Weise ist der Bhikkhu einer, dessen Pfeiler ausgegraben worden ist."

    34. "Und auf welche Weise ist der Bhikkhu einer, der keine Schranke hat? Da hat der Bhikkhu die fünf niedrigeren Fesseln überwunden, er hat sie an der Wurzel abgeschnitten, einem Palmstumpf gleichgemacht, beseitigt, so daß sie künftigem Entstehen nicht mehr unterworfen sind. Auf solche Weise ist der Bhikkhu einer, der keine Schranke hat."

    35. "Und auf welche Weise ist der Bhikkhu ein Edler, dessen Banner gesenkt ist, dessen Bürde abgelegt ist, der ungefesselt ist? Da hat der Bhikkhu den Ich-Dünkel überwunden, er hat ihn an der Wurzel abgeschnitten, einem Palmstumpf gleichgemacht, beseitigt, so daß er künftigem Entstehen nicht mehr unterworfen ist. Auf solche Weise ist der Bhikkhu ein Edler, dessen Banner gesenkt ist, dessen Bürde abgelegt ist, der ungefesselt ist."

    36. "Ihr Bhikkhus, wenn die Götter mit Indra, mit Brahmā und mit Pajāpati einen Bhikkhu suchen, der so im Geist befreit ist, finden sie nichts, von dem sie sagen könnten: 'Das Bewußtsein eines Hinübergegangenen [8] stützt sich auf dies.' Warum ist das so? Ein Hinübergegangener, sage ich, ist nicht auffindbar hier und jetzt."

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    Die Natur eines Erwachtens ist so, dass er sich auf nichts stützt - er ist befreit - ungefesselt.

  • Rimi Dalv
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    27. April 2020
    • 28. April 2020 um 22:49
    • #3

    Auf SuttaCentral liefert die Suche nach "nicht-selbst" 3140 Treffer.

    Laut Wikipedia ist "Buddha-Natur" eine spätere Definition, stammt nicht vom Buddha selbst.

    _()_

    ...seid euch selbst die Zuflucht ... die Lehre sei euch Zuflucht, habt keine andere Zuflucht (DN16)

  • xiaojinlong
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    • 28. April 2020 um 23:02
    • #4
    Rimi Dalv:

    Laut Wikipedia ist "Buddha-Natur" eine spätere Definition, stammt nicht vom Buddha selbst.

    Die genauen Begrifflichkeiten welche Buddha verwendet hat sind generell kaum bis gar nicht zurückverfolgbar. Inhaltlich ist der Begriff allerdings sehr gut mit den Lehren vereinbar.

    _()_

    小金龍

  • Rimi Dalv
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    • 28. April 2020 um 23:19
    • #5
    xiaojinlong:

    Die genauen Begrifflichkeiten welche Buddha verwendet hat sind generell kaum bis gar nicht zurückverfolgbar. Inhaltlich ist der Begriff allerdings sehr gut mit den Lehren vereinbar.

    Entschuldige habe mich damit nicht beschäftigt.

    Die Suchfunktion auf der genanten Seite sollte dir gut helfen, benutze selbst auch oft.

    _()_

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Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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