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Was ist denn das Nirwana?

  • Diapsalmata
  • 8. Oktober 2019 um 21:00
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    • #26
    Diapsalmata:

    Vielleicht unterliege ich einem Denkfehler, aber ich frage mich wo "Ich" (die erfahrende Seele in diesem Körper, an der das Karma anhaftet) nach dem Ausbruch aus Samsara "landen" wird. Soweit ich verstanden habe, ist das Nirwana kein physischer Ort, sondern ein Zustand - was mir einleuchtet, wenn es ein körperloser Zustand ist.


    [lz]

    (Bewußtsein)

    4. "'Bewußtsein, Bewußtsein', so sagt man, Freund. Worauf bezieht es sich, wenn man von 'Bewußtsein' spricht?"

    "'Es erfährt, es erfährt', Freund, deshalb [2] spricht man von 'Bewußtsein'. Was erfährt es? Es erfährt: 'Angenehm'; es erfährt: 'Schmerzhaft'; es erfährt: 'Weder-schmerzhaft-noch-angenehm'. 'Es erfährt, es erfährt', Freund, deshalb spricht man von 'Bewußtsein'."[/lz]

    Majjhima Nikāya 43

    Von dem man richtigerweise weder sagen kann, dass es ist, noch dass es nicht ist, kann man nicht sagen, dass es etwas erfahren würde. Bewusstsein ist Erfahrung.

    Man kann von dem ("Ich") auch nicht richtig sagen, dass es ausgelöscht würde. Es hört kein Ich auf zu existieren, wenn Nichtwissen überwunden wurde. Es hört auch nicht davor auf zu existieren, und es beginnt auch nicht zu existieren.

    "Die erfahrene Seele in einem Körper", wie zB Wasser in einem Eimer erfährt Hitze nicht mehr und auch nicht weniger als der Eimer selbst. Eine so gedachte Seele könnte dir unsinnig vorkommen.

    Spock:
    Diapsalmata:

    Ja, auf jeden Fall. Das liegt daran, dass ich mehr bin/war als nur Bäcker.
    Ist das der richtige Weg? :)

    In meinen Augen "ja". Also in dem Sinne, dass du dich selber nie wirklich befriedigend selber definieren könntest. Du kannst nie 100pro sagen "Das bin ich." und das ist dann auch tatsächlich so. Du erlebst halt Sachen und damit kannst du dich identifizieren, musst du aber nicht.

    Man kann ein Bewusstsein erkennen. Aber schlecht ein Ich. Was man erkennen kann, sind Körper, Gefühle, Gewohnheiten, Wünsche, Ablehnungen, also Sinnesobjekte und Geistsinnobjekte. Man kann ein Selbst annehmen/Erspekulieren mitHilfe von Zusammensetzungen von Erinnerungen und Sinneseindrücken. Aber nicht erkennen. Prüfe selbst.


    [lz]

    "Wenn es, ehrwürdiger Nāgasena, keine Person gibt, wer ist es denn, der euch da die Bedarfsgegenstände, wie Gewand, Almosenspeise, Lagerstatt, Heilmittel und Arzneien spendet?

    Wer ist es, der davon Gebrauch macht?

    Wer ist es, der die Sittenregeln erfüllt, die Geistespflege übt, Pfad, Ziel und Erlösung verwirklicht?

    (Über die vier Pfade und Ziele der Heiligkeit siehe B. Wtb: ariya-puggala)

    Wer ist es, der tötet, stiehlt, ehebricht, lügt, trinkt und die unmittelbar nach dem Tode zur Hölle führenden Verbrechen (ānantarika kamma) begeht?

    So gäbe es also weder etwas Heilsames oder etwas Unheilsames, noch einen Täter oder Verursacher guter und schlechter Taten, noch eine Frucht oder ein Ergebnis guter und schlechter Taten, und selbst derjenige, der dich töten würde, beginge keinen Mord.

    Und auch du, Nāgasena, hättest weder einen Lehrer noch Berater noch überhaupt die Mönchsweihe. Nun behauptest du aber andererseits, daß deine Ordensbrüder dich mit Nāgasena anreden.

    Wer ist denn dieser Nāgasena? Sind da etwa die Kopfhaare dieser Nāgasena, oder sind es Körperhaare, Nägel, Zähne, Haut, Fleisch, Sehnen, Knochen, Knochenmark, Niere, Herz, Leber, Zwerchfell, Milz, Lunge, Eingeweide, Gekröse, Mageninhalt, Kot, Galle, Schleim, Eiter, Blut, Schweiß, Fett, Tränen, Lymphe, Speichel, Rotz, Gelenköl, Urin oder das im Schädel befindliche Gehirn?"

    "Nicht doch, o König!"

    "Oder sind etwa der Körper, oder das Gefühl, oder die Wahrnehmung, oder die Geistesformationen, oder das Bewußtsein dieser Nāgasena?"

    "Nicht doch, o König!"

    "Dann sollen wohl vielleicht Körper, Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen und Bewußtsein (zusammen genommen), dieser Nāgasena ein?"

    "Nicht doch, o König!"

    "Oder soll dieser Nāgasena gar außerhalb von Körper, Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen und Bewußtsein existieren?"

    "Nicht doch, o König!"

    "Ich mag dich fragen, wie ich will, Verehrter: den Nāgasena aber kann ich nicht entdecken. Soll etwa das bloße Wort <Nāgasena> schon der Nāgasena selber sein?"

    "Nicht doch, o König!"

    "Nun, wer ist denn dieser Nāgasena? Eine Unwahrheit sprichst du, o Herr, eine Lüge, denn der Nāgasena existiert ja gar nicht!"

    Und der ehrwürdige Nāgasena wandte sich zum Könige und sprach: "Du bist, o König, fürstlichen Luxus und äußerste Bequemlichkeit gewöhnt. Wenn du daher zur Mittagsstunde im heißen Sande zu Fuße gehst und mit den Füßen auf den harten, steinigen Kiessand trittst, bekommst du wehe Füße, dein Körper ermattet, dein Geist wird verstimmt, und körperliche Schmerzgefühle machen sich geltend. Bist du denn zu Fuße gekommen oder mit einem Gefährt?"

    "Nein, o Herr, ich bin nicht zu Fuße gekommen, sondern mit dem Wagen."

    "Nun, wenn du mit dem Wagen gekommen bist, o König, so erkläre mir denn, was ein Wagen ist! Ist wohl vielleicht die Deichsel der Wagen?"

    "Nicht doch, o Herr!"

    "Oder die Achse?"

    "Nicht doch, o Herr!"

    "Oder sind die Räder, oder der Wagenkasten, oder der Fahnenstock oder das Joch, oder die Speichen, oder der Treibstock der Wagen?"

    "Nicht doch, o Herr!"

    "Dann sollen wohl diese Dinge, alle zusammen genommen, der Wagen sein?"

    "Nicht doch, o Herr!"

    "Oder soll etwa gar der Wagen außerhalb dieser Dinge existieren?"

    "Nicht doch, o Herr!"

    "Ich mag dich fragen, wie ich will, o König: den Wagen aber kann ich nicht entdecken. Soll etwa das bloße Wort <Wagen> schon der Wagen selber sein?"

    "Nicht doch, o Herr!"

    "Nun, was ist denn dieser Wagen? Eine Unwahrheit sprichst du, o König, eine Lüge, denn der Wagen existiert ja gar nicht. Du bist doch, o König, der oberste Herr über ganz Indien. Aus Furcht vor wem lügst du denn da? Hört mich an, ihr fünfhundert Griechen und zahlreichen Mönche! Dieser König Milinda behauptet, mit einem Wagen gekommen zu sein, doch auf meine Bitte hin, mir zu erklären, was ein Wagen ist, kann er mir einen solchen nicht nachweisen. Kann man so etwas wohl billigen?"

    Auf diese Worte spendeten die fünfhundert Griechen dem ehrwürdigen Nāgasena ihren Beifall und sprachen zum König Milinda: "Nun antworte, o König, wenn es dir möglich ist!"

    Und der König sprach zum ehrwürdigen Nāgasena:

    "Ich spreche durchaus keine Lüge, ehrwürdiger Nāgasena. Denn in Abhängigkeit von Deichsel, Achsel, Rädern usw. entsteht die Benennung, die Bezeichnung, der Begriff, die landläufige Ausdrucksweise, das bloße Wort <Wagen>."

    "Ganz richtig, o König, hast du erkannt, was ein Wagen ist. Gerade so aber auch, o König, entsteht in Abhängigkeit von Kopfhaaren, Körperhaaren, Zähnen, Nägeln usw. die Benennung, die Bezeichnung, der Begriff, die landläufige Ausdrucksweise, das bloße Wort <Nāgasena>. Im höchsten Sinne aber ist da eine Persönlichkeit nicht vorzufinden.

    Auch die Nonne Vajirā, o König, hat in Gegenwart des Erhabenen gesagt: <Gerade wie man infolge des Zusammentreffens einzelner Bestandteile das Wort "Wagen" gebraucht, ebenso auch gebraucht man, wenn die fünf Daseinsgruppen (khandha) da sind, die konventionelle Bezeichnung "Wesen">."

    (Dieser Text findet sich im S.5.10, dort spricht allerdings die Nonne Vajirā zu Māra, nicht zum Buddha)

    "Wunderbar ist es, ehrwürdiger Nāgasena; außerordentlich ist es, ehrwürdiger Nāgasena, wie du so ausgezeichnet meine Fragen beantwortet hast. Ja, wenn der Erleuchtete noch am Leben wäre, möchte er dir ebenfalls seinen Beifall geben. Gut, gut, Nāgasena! Ganz vorzüglich hast du meine Fragen beantwortet!"


    [/lz]

    Milindapañha 2.1.1-2.1.14

  • Alephant
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    • 9. Oktober 2019 um 23:39
    • #27
    Aravind:

    Als Kind glaubst Du an den Weihnachtsmann. Irgendwann bemerkst Du durch eigene Anschauung, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.

    Achja und es gibt den Weihnachtsmann, was gehtn ab, Aravind. Wir sind hier im Anfängerbereich und kommst gleich mit solchen harten Wahrheiten.

  • Xyz
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    • 10. Oktober 2019 um 04:21
    • #28

    Hallo und Willkommen lieber/ Liebe Diapsalmata 🌻

    Nibanna ist die Erlösung, die geistige Befreiung, ‚das nicht mehr brennen‘. (In einer Übersetzung)

    Eine Befreiung kann nur erfolgen wenn etwas als zu befreien empfunden wird zb Druck, Unzufriedenheit, Nichtfrieden.

    Der Buddha hat dies empfunden und nennt diesen Zustand des Leidens dann in seiner Gesamtheit = Dukkha.🕯

    ****

    Pali

    Für die geistige Befreiung werden auf Pali zwei Wörter genannt.

    Cita-Vimutti und Panna-Vimutti.

    (Schreibweise kann ein wenig abweichen)

    Vimutti steht hierbei für ‚Erlösung‘.

    So steht Cita-Vimutti für eine Gemütsbefreiung und Panna-Vimutti für die eigentliche Weisheitsbefreiung, welche das Gemüt beinhalten muss .

    (Gibt wohl Einige die das von einander trennen)❤️🙏

  • CCC
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    • 10. Oktober 2019 um 04:45
    • #29

    Ich las mal folgenden Spruch:

    "Wer bin ich, wenn ich niemand sein muss"

    _()_

  • Diapsalmata
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    • 10. Oktober 2019 um 07:19
    • #30
    Aravind:

    Dass das Leben schon immer super oder nicht so super funktioniert hat, obwohl es kein Ich im genannten Sinne gibt, und schon gar keine Kontrolle. Diesen Zustand, wenn man das vollständig "verinnerlicht" hat, nennt man Nirvana. Den Zustand davor Verblendung. Es handelt sich also um einen Geisteszustand. Am Körper usw. ändert sich nichts, wohl aber Deine Wahrnehmung und Interpretation der Welt (= Reize, Empfindungen, Gefühle, Gedanken, ...).

    Wenn man begreift und verinnerlicht, dass das eigene "Ich" nicht wirklich existiert, dann plagt einen die Frage nicht, was mit dem "Ich" nach dem Tod passiert, nicht wahr? Ich glaube, dass das die entscheidende Sache ist.

    Ich bin jüdisch aufgewachsen, mein Verständnis von "Seele" und "Ich" ist da sicherlich sehr stark davon beeinflusst. Deswegen war meine Ausgangsfrage in diesem Thema: Was passiert mit "mir" nach meinem letzten Tod, nach dem Eintritt ins Nirwana. Im Judentum glaubt man, dass die eigene Person (fast) unsterblich ist und die Eigenidentifikation nicht verloren gehen kann, auch nicht im Tod.
    Da habe ich noch sehr viel zu lernen - und darauf freue ich mich gewaltig! :) Danke euch allen jedenfalls für eure Unterstützung.

    SGM:

    Cita-Vimutti und Panna-Vimutti.

    (Schreibweise kann ein wenig abweichen)

    Vimutti steht hierbei für ‚Erlösung‘.

    So steht Cita-Vimutti für eine Gemütsbefreiung und Panna-Vimutti für die eigentliche Weisheitsbefreiung, welche das Gemüt beinhalten muss .

    Das ist interessant, davon habe ich noch nicht gehört.

    Ich höre mir übrigens gerne Beiträge von Ayya Khema an und habe auch zwei Bücher von ihr bestellt, auf die ich mich sehr freue! Mir gefällt ihre Art und Weise sehr gut, sie kann komplizierte Dinge sehr anschaulich erklären! :)

  • Aravind
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    • 10. Oktober 2019 um 07:50
    • #31
    Diapsalmata:

    Wenn man begreift und verinnerlicht, dass das eigene "Ich" nicht wirklich existiert, dann plagt einen die Frage nicht, was mit dem "Ich" nach dem Tod passiert, nicht wahr?

    Ja, genau.[lz]

    Ich glaube, dass das die entscheidende Sache ist.[/lz]

    Eine von zweien: Die andere ist die Beendigung des Leidens im aktuellen Leben.


    [lz]

    Ich bin jüdisch aufgewachsen, mein Verständnis von "Seele" und "Ich" ist da sicherlich sehr stark davon beeinflusst. Deswegen war meine Ausgangsfrage in diesem Thema: Was passiert mit "mir" nach meinem letzten Tod, nach dem Eintritt ins Nirwana. Im Judentum glaubt man, dass die eigene Person (fast) unsterblich ist und die Eigenidentifikation nicht verloren gehen kann, auch nicht im Tod.

    Da habe ich noch sehr viel zu lernen - und darauf freue ich mich gewaltig! :) Danke euch allen jedenfalls für eure Unterstützung.[/lz]

    Der Zustand Nirwana tritt während des Lebens ein, und "erspart" der Überlieferung nach eine erneute Wiedergeburt. Es gibt kein jenseitiges Nirwana.

    Liebe Grüße und viel Erfolg auf deinem Weg,

    Aravind

  • void
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    • 10. Oktober 2019 um 10:00
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    • #32
    Diapsalmata:

    Nun, um ehrlich zu sein, scheint mein Unverständnis schon an einem viel früheren Zeitpunkt zu beginnen.

    Vielleicht unterliege ich einem Denkfehler, aber ich frage mich wo "Ich" (die erfahrende Seele in diesem Körper, an der das Karma anhaftet) nach dem Ausbruch aus Samsara "landen" wird. Soweit ich verstanden habe, ist das Nirwana kein physischer Ort, sondern ein Zustand - was mir einleuchtet, wenn es ein körperloser Zustand ist.

    Geh mal nicht von dem Gedanken an eine Seele in einem Körper aus, das verwirrt eher.

    Sondern versuche dich mal in die Fragestellung von Buddha reinzuversetzten:

    1. Buddhas Fragestellung war: "Warum ist da Leid und wie kann man das Leid und seine Ursachen beenden?"
      • Die Motivation zu dieser Frage ist klar: Jeder will glücklich sein und nicht leiden.
      • Und die Ebene der Fragestellung ist, die Ebene wo Leid auftaucht also die Ebene unserer Warnehmung.
    2. Und Glück ist mit Verlangen und Abneigung inkompatibel.
      Denn wenn man Verlangen hegt, ist man unglücklich das was nicht da ist, was das ein sollte. Und wenn man Abneigung hegt, soll was weg sein, was da ist.
    3. Von daher müssen alle Arten Verlangen und Abneigung (im Buddhismus als "Gier" und "Hass" bezeichnet) verlöschen, so dass man nicht leidet. Und diese vollständige "Verlöschen" on Gier, Hass und Verblendung nennt man "Nirvana".

    Das ist jetzt maximal vereinfacht und viele werden das jetzt als eher grob vereinfachend sehen. Aber Ist denn dieser Gedankengang so weit klar? oder bei welchem Punkt hast du Bedenken?

    Was etwa kompliziert ist, ist wenn man das dann mit Worte wie "Ich", "Köper" oder "Seele" verbindet. Weil unsere diversen Ich-Vorstellungen ja nahezu wie eine Zwiebel sind- eine Schale legt sich über die nächste, weswegen man da dann in Bereiche gelangt, wo alles immer verwirrender wird und es machmal unklar ist, auf welche Schale der Ziwebel man sich bezieht.


    Von daher ist es besser, man geht nicht von "Ich" aus sondern von dem ganz verwandten Wort "Mein" aus(1):

    Mein" ist eng mit der Logik von "Verlangen" und "Abneigung" verbunden.

    • "Verlangen" bedeutet, dass etwas "mein" sein soll,
    • "Abneigung" das "Mein Bereich" frei davon sein soll.
    • Eine Verlöschen von "Verlangen"und "Abeneigung" ist deswegen ein Verlöschen von "Mein".

    Das bedeutet nicht, dass ich nicht auf einem Bett schlafe, es ist aber ein Bett ohne ein "mein" davor. Und wenn das Bett nicht "mein" ist, dann ist es auch nicht das Bein oder der Mund die Gedanken im Kopf. Insofern es kein "mein" gibt gibt es kein "Ich". Das bedeutet aber weder, dass das Bett verschwunden wäre oder das Bein nicht mehr duchblutet würde, oder man aufhören würde zu essen. Alles ist noch da ohne den Anspruch der in dem "Mein" liegt.

    Das Denken in "Ich und Mein" ist so tief verwurzelt, dass wir uns ein Leben ohne "Mein" nicht vorstellen können. Und wenn wir es versuchen, dann komtm man häufig nur doch wieder zu "Mein Leben ohne 'Mein'". Aber das liegt nicht daran, dass es wirklich kompliziert oder unlogisch wäre, sondern dass es für uns so ganz ungewohnt ist.


    Fussnote (1) Das ist ein Trick: Während das Wort "Ich" dazu verführt, im "Prozess der Aneigung" zu versinken und sich zu fragen, "Was bin ich, was ist mein ich, was ist es nicht" verweist das Wort "Mein" direkt auf den "Prozess der Aneigung" selber und ebena uch auf seine Beliebigkeit. Weil man ja wie ein Kindergartenkind zu allem möglichen "Meins, Meins" sagen kann.


  • Alephant
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    • 10. Oktober 2019 um 22:28
    • #33

    Aravind

    Ich bin immernoch ein wenig erschüttert über diese Weihnachtsmannleugnerei, Aravind. Ich meine, es ist jetzt kurz vor Weihnachten und du sagst einfach dass es den nicht gibt.

    Ich weiß, ich hatte das gestern schon moniert, aber es musste jetzt nochmal sein.

    csm_weihnachtsmann_cola_535_59ca1f0ea9.png


    Und jetzt sag nicht, dass der Weihnachtsmann eine Erfindung von Coca Cola ist. Coca Coala äh Cola ist ein Getränk, das kann gar nichts erfinden. Prost.

  • Diapsalmata
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    • 11. Oktober 2019 um 08:21
    • #34
    void:

    [...]

    Das ist jetzt maximal vereinfacht und viele werden das jetzt als eher grob vereinfachend sehen. Aber Ist denn dieser Gedankengang so weit klar? oder bei welchem Punkt hast du Bedenken?

    Danke dir für die ausführliche Antwort!

    Dass das Nirwana eine Erlöschung von Dukkha ist, habe ich verstanden. So weit reicht mein Verständnis bisher und ich kann auch nachvollziehen, dass eine solche Situation erstrebenswert ist.
    Das große ABER stellt sich bei mir auf der anderen Seite: Ist das Nirwana auch frei von Glück, Freude, Liebe? Und ist dieser Bereich (in einem Vortrag von R.G. Zimmerling bezeichnete er das Nirwana als Bereich) ewig?

    Wenn Nirwana nämlich frei von sämtlichen Empfindungen ist, dann stelle ich es mir eher wie die atheistische Vorstellung des "Nichts nach dem Tod" vor. Mein Vater, ein überzeugter Atheist, sagte mal "Nach dem Tod kommt einfach nichts. Das Licht geht aus und man ist nicht mehr da."
    Ganz ähnlich klingt für mich das Nirwana.

    Eine weitere Frage wäre: Wenn es kein "ich" gibt, so gibt es doch die Persönlichkeit, das erfahrende Subjekt in meinem Körper, nicht wahr? Denn "irgendetwas" muss ja letztendlich ins Nirwana eindringen wollen. Das schlägt sich aber mit der Definition des "Ich", zumindest bin ich da intellektuell am Anstehen.

    void:

    Das Denken in "Ich und Mein" ist so tief verwurzelt, dass wir uns ein Leben ohne "Mein" nicht vorstellen können. Und wenn wir es versuchen, dann komtm man häufig nur doch wieder zu "Mein Leben ohne 'Mein'". Aber das liegt nicht daran, dass es wirklich kompliziert oder unlogisch wäre, sondern dass es für uns so ganz ungewohnt ist.

    In der Tat, da hast du recht. Hoffentlich geht mir bald ein Licht auf. :idea::)

  • Monikamarie
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    • 11. Oktober 2019 um 08:52
    • #35

    Moin Diapsalmata,

    Nirwana ist nicht ewig. Der Buddha bezeichnet es auch als das höchste Glück:


    [lz]

    Einerseits kennzeichnet der Buddha an vielen Stellen das Nirvana durch Negationen, es gibt andererseits aber auch Stellen, in denen er es positiv als das Erstrebenswerte schlechthin vorstellt. Diese „unentstandene Stätte" ist „frei von Kummer und Leidenschaft, sie ist die Aufhebung der Leidenserscheinungen, das selige Zurruhekommen der Prozesse" (Itivuttaka 43) oder auch „das sichere Eiland" (Suttanipata 1092) und „des Alters und des Todes völliges Enden" (Suttanipata 1094). Nirvana ist der einzig erstrebenswerte Ausweg aus jeglicher Unzulänglichkeit, nämlich „das Ende des Leidens" (Udana 8,1).

    Nachdrücklich charakterisiert der Erwachte es mit vielen positiven Worten. Es ist „die Wahrheit", „das sichere Ufer", „das unbeschreiblich Feine", „das Unverwelkliche", „die Stille", „das Unsterbliche", „das Erlesene", „der Segen", „der Frieden", das Erstaunliche", „das Einmalige", „das von aller Not Freie", „das nie krank werden kann", „das von Bedrängnis Freie", „das Reine", „die Erlöstheit", „das Eiland", „Geborgenheit", „Schutz" und „Zuflucht" (Samyutta Nikaya 43). Das Ungestaltete und Ungewordene, das Unbedingte und eigentlich Unnennbare ist die Stätte des Todlosen, weil es im Gegensatz zu unserer „Welt" drei Merkmale hat: „Kein Entstehen zeigt sich, kein Vergehen zeigt sich, keine Veränderung des Bestehenden zeigt sich" (Anguttara Nikaya 3,48). Nirvana ist das höchste Glück.[/lz]

    Auszug: Dr. Alfred Weil

    _()_

  • Diapsalmata
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    • 11. Oktober 2019 um 09:02
    • #36
    Monikadie4.:

    Moin

    Nirwana ist nicht ewig. Der Buddha bezeichnet es auch als das höchste Glück.

    Hallo!

    Das Nirvana ist das höchste Glück, das einmal enden wird?

  • Martin1980
    Gast
    • 11. Oktober 2019 um 09:25
    • #37
    Diapsalmata:
    Monikadie4.:

    Moin

    Nirwana ist nicht ewig. Der Buddha bezeichnet es auch als das höchste Glück.

    Hallo!

    Das Nirvana ist das höchste Glück, das einmal enden wird?

    In diesem Kontext verweise ich auf Nirwana und Parinirvana. Das letztere endet nicht, und man verweilt nicht dort. Es ist ein endgültiges Verlöschen. Das einzige Glück das man noch empfindet ist das ablegen eines Körpers und die Gewissheit dass das Leiden hiermit endet.

  • Noreply
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    • 11. Oktober 2019 um 09:59
    • #38

    void Das mit dem Wechsel von "Ich" zu "mein" ist gut, in Wahrheit ist das für mich immer der Rettungsanker

    wenn ich in "Ich bin" verwickelt bin,

    also nicht da raus komm,

    weil ich eben auch "Ich bin " sein muss in der Gemeinschaft mit Menschen.

    Mir ist auch gerade eingefallen das das auch geht mit "Selbst" das noch näher an "Ich" ist.

    "Bin ich das selber? "

    Ich bin krank! Bin ich wirklich diese Krankheit? Bin ich selber diese Krankheit?

    Wenn ich nicht Krankheit bin und ich auch nicht der Meinung bin das das meine Krankheit ist, darf nicht die Frage sein; Wer oder was ist krank, sondern was ist denn nicht krank?

    Bei echter Suche nach dem was denn nicht krank ist wird mir meist auffallen das sehr viel von mir eben nicht krank ist. Damit wird der Absolutismus "Ich bin selber diese Krankheit", dieses an einer, mit meiner Krankheit leiden vermindert.

    Es ist gerade für mich sehr interessant zu verfolgen wie ich krank werden, richtig krank und leidend, selber krank bin und das es mir ganz schlecht geht, da kommen Ausbrüche von Gebrechlichkeit und nicht mehr aktiv sein können, nur noch schlafen wollen.

    Was ist Krank? Meine Nase mein Hals und meine Lunge. Ich bin Erkältet und schon halb tot.

    Bei mir ist das unendliche Glück das keiner in der Nähe ist der Mitleid hatte.

    Ich mit mir auch nicht. Das ist eine Krankheit die hat ein Selbst in der Auswirkung und Ich leide an den Auswirkungen. Aber ich bin nicht Krankheit.

    Dieses Ganze ist krank, aber wenn ich wirklich glaube das auch ich diese Krankheit bin,

    dann gibt es keine Heilung.

    Und wenn dann noch jemand da ist er bestätigt und mir mit Mitleid hilft diese Krankheit zu sein, dann hab ich auch noch keine Hilfe die mir klar macht das ich nicht Krankheit bin, das das wesentlich mehr von mir ist das eben nicht Krankheit ist.

    Die Wickwerbung: Der schwer kranke Mann im Bett will das seinen Mama angerufen wird und seine Frau wirft ihm nur das Medikament ins Bett. Das macht selbst diesem halb Toten klar das er eben nicht nur und ganz Krankheit ist und keine Chance bekommt das er wirklich glauben kann das ER KRANKHEIT IST.

    Was hat das mit Nirwana zu tun? Die Frage ist nicht Was ist Nirwana sonder Was ist Nirwana nicht?

    Alles was Mein, ein Selbst, Ich sein kann. Damit weiß ich auch was Nirwana ist, Unsagbar ungeboren, unbenutzbar.

    Ach weisste was, krieg doch selber raus was nicht Ich, Mein , ein Selbst ist. Es gibt tatsächlich Ding?????: Da fehlen nicht nur die Worte, sondern auch die Gedanken und jede Idee versagt.

    Das ist genau so Verwirrend wie Wiedergeburt nach dem Zerfallen, es gibt eben nichts das wiedergeboren wird. Die Frage was wiedergeboren wird ist dermaßen unlogisch das ich mich nur grinsend weg drehen kann.

    Warum tu ich das hier nicht? Ich möchte immer wieder erfahren das ich mich grinsend weg-drehe.

  • Monikamarie
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    • 11. Oktober 2019 um 10:06
    • #39
    Diapsalmata:
    Monikadie4.:

    Moin

    Nirwana ist nicht ewig. Der Buddha bezeichnet es auch als das höchste Glück.

    Hallo!

    Das Nirvana ist das höchste Glück, das einmal enden wird?

    Ja, mit dem Tod. Was dann kommt ist Auslegungssache. Für mich ist es das Ende allen Leidens schlechthin.

    _()_

  • Monikamarie
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    • 11. Oktober 2019 um 10:08
    • #40
    Ellviral:

    Ach weisste was, krieg doch selber raus was nicht Ich, Mein , ein Selbst ist. Es gibt tatsächlich Ding?????: Da fehlen nicht nur die Worte, sondern auch die Gedanken und jede Idee versagt.

    :like:

  • Noreply
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    • 11. Oktober 2019 um 10:38
    • #41

    @Monikadie4. Ich seh dich!!!

    Grinsend wegdrehen.

    Kreisend, tanzend????

    Ich: Bist Du Glücklich?

    Du: Frag dich selber Du Affe, hör auf mein Hirn zu erregen!!!

  • Monikamarie
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    • 11. Oktober 2019 um 11:00
    • #42

    :nosee::nospeak::nohear::lol:

  • Aravind
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    • 11. Oktober 2019 um 11:42
    • #43
    Vedana:

    Aravind

    Ich bin immernoch ein wenig erschüttert über diese Weihnachtsmannleugnerei, Aravind. Ich meine, es ist jetzt kurz vor Weihnachten und du sagst einfach dass es den nicht gibt.

    Ich weiß, ich hatte das gestern schon moniert, aber es musste jetzt nochmal sein.

    csm_weihnachtsmann_cola_535_59ca1f0ea9.png


    Und jetzt sag nicht, dass der Weihnachtsmann eine Erfindung von Coca Cola ist. Coca Coala äh Cola ist ein Getränk, das kann gar nichts erfinden. Prost.

    Alles anzeigen

    Ja, ja, Du hast ja recht! :oops:

    Ich werde in Zukunft vorsichtiger sein. Mal theoretisch angenommen, es gäbe keinen Weihnachtsmann, und die Eltern würden die Geschenke unter den Baum legen, ...

    Ich hoffe, ich habe die Welt nicht zu sehr erschüttert. Cola trinken gehört übrigens neben Schokolade und Besser-Wissen zu meinen Hauptlastern... :)

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Dawa
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    • 11. Oktober 2019 um 13:22
    • #44

    Aravind du hast Schlenkerla-Trinken vergessen:nospeak::erleichtert:

  • Alephant
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    • 11. Oktober 2019 um 23:29
    • #45
    Aravind:

    Mal theoretisch angenommen, es gäbe keinen Weihnachtsmann, und die Eltern würden die Geschenke unter den Baum legen, ...

    Wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe, dann bräuchten die Eltern von den bösen Kindern denen auch nichts unter den Weihnachtsbaum legen, damit die denken, die hätten was vom Weihnachtsmann bekommen, sag ich mal.

    :grinsen:

    Monikadie4.:

    Ja, mit dem Tod. Was dann kommt ist Auslegungssache. Für mich ist es das Ende allen Leidens schlechthin.

    Mit Buddha ist der Tod nicht das Ende allen Leidens schlechthin. Und wenn man die Lehrreden liest, dann ist das ziemlich eindeutig und keine Auslegungssache. Trotzdem legt man die Lehrreden anders aus. Ähnlich vielleicht wie man zB Teppiche auslegt. Da gibts Leute, die hängen sich Teppiche auch einfach an die Wand. Oder kleben die an die Decke, obwohl Teppiche eigentlich nicht dafür nicht gemacht sind ;).

    Ellviral:

    Das ist genau so Verwirrend wie Wiedergeburt nach dem Zerfallen, es gibt eben nichts das wiedergeboren wird. Die Frage was wiedergeboren wird ist dermaßen unlogisch das ich mich nur grinsend weg drehen kann.

    Warum tu ich das hier nicht? Ich möchte immer wieder erfahren das ich mich grinsend weg-drehe.

    Neuerliche Geburt nach dem Zerfall des Körpers, also wenn der der leblose Körper nach ein paar Jahrzehnten oder Jahrhunderten oder Jahrtausenden (je nach Konservierung) in der Erde nicht mehr auffindbar ist, ist allerdings eine verwirrende Vorstellung. Es ist für andere aber manchmal bestimmt hilfreich, einen sich so verwirrt am eigenen Grinsen ergötzenden Geist zu erkennen. Da kann man gut den Eindruck bekommen, dass man besser einen anderen fragt, was mit Wiedergeburt eigentlich gemeint ist.

  • Noreply
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    • 11. Oktober 2019 um 23:37
    • #46
    Vedana:
    Aravind:

    Mal theoretisch angenommen, es gäbe keinen Weihnachtsmann, und die Eltern würden die Geschenke unter den Baum legen, ...

    Wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe, dann bräuchten die Eltern von den bösen Kindern denen auch nichts unter den Weihnachtsbaum legen, damit die denken, die hätten was vom Weihnachtsmann bekommen, sag ich mal.

    :grinsen:

    Monikadie4.:

    Ja, mit dem Tod. Was dann kommt ist Auslegungssache. Für mich ist es das Ende allen Leidens schlechthin.

    Mit Buddha ist der Tod nicht das Ende allen Leidens schlechthin. Und wenn man die Lehrreden liest, dann ist das ziemlich eindeutig und keine Auslegungssache. Trotzdem legt man die Lehrreden anders aus. Ähnlich vielleicht wie man zB Teppiche auslegt. Da gibts Leute, die hängen sich Teppiche auch einfach an die Wand. Oder kleben die an die Decke, obwohl Teppiche eigentlich nicht dafür nicht gemacht sind ;).

    Ellviral:

    Das ist genau so Verwirrend wie Wiedergeburt nach dem Zerfallen, es gibt eben nichts das wiedergeboren wird. Die Frage was wiedergeboren wird ist dermaßen unlogisch das ich mich nur grinsend weg drehen kann.

    Warum tu ich das hier nicht? Ich möchte immer wieder erfahren das ich mich grinsend weg-drehe.

    Neuerliche Geburt nach dem Zerfall des Körpers, also wenn der der leblose Körper nach ein paar Jahrzehnten oder Jahrhunderten oder Jahrtausenden (je nach Konservierung) in der Erde nicht mehr auffindbar ist, ist allerdings eine verwirrende Vorstellung. Es ist für andere aber manchmal bestimmt hilfreich, einen sich so verwirrt am eigenen Grinsen ergötzenden Geist zu erkennen. Da kann man gut den Eindruck bekommen, dass man besser einen anderen fragt, was mit Wiedergeburt eigentlich gemeint ist.

    Alles anzeigen

    Das ist doch mal ein guter Witz auf so einen Gedanken bin ich noch garnicht gekommen. Die Mumie Lebt!!!

  • Alephant
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    • 12. Oktober 2019 um 09:05
    • #47

    Noreply

    Den Gedanken hast du hingeschrieben.

    Den Grossteil der Konzentration auf deine eigentliche Aussage (und das Gefühl dabei) gerichtet: du selbst und dein Grinsen. Da kann das schonmal passieren, dass man implizit über wahrnehmende Mumien schreibt.

    Im Kern ists wohl auch ein Glaube an ein Selbst was an einen Körper gebunden ist, der sich in der Eile des so Schreibens nicht verbergen ließ.

  • Noreply
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    • 12. Oktober 2019 um 09:32
    • #48
    Vedana:

    Noreply

    Den Gedanken hast du hingeschrieben.

    Den Grossteil der Konzentration auf deine eigentliche Aussage (und das Gefühl dabei) gerichtet: du selbst und dein Grinsen. Da kann das schonmal passieren, dass man implizit über wahrnehmende Mumien schreibt.

    Im Kern ists wohl auch ein Glaube an ein Selbst was an einen Körper gebunden ist, der sich in der Eile des so Schreibens nicht verbergen ließ.

    Hallo das ist kein Glaube das ist erkanntes erfahrenes Wissen durch Buddha Lehre gestärkt, seinem Zeigen gefolgt und erkannt. Die Erde ist MEIN Zeuge. Dieses Selbst wird mit dem Sterben dieses Körpers zerfallen, der Körper geht seinen Weg und die Energie ihren. Nichts geht verloren alles ist Namen- und besitzlos geht keinen Weg ist da wo es eben ist. Alles was Ich bin wird zu alles was ich nicht mehr bin, selbst mein Ich bin wird Nichts mehr.

  • Alephant
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    • 12. Oktober 2019 um 13:07
    • #49

    [lz]

    14. (V) "Wenn jemand sagt, 'Der Körper ist Selbst', so ist das nicht haltbar. Das Entstehen und Vergehen des Körpers wird deutlich, und da sein Entstehen und Vergehen deutlich wird, würde daraus folgen: 'Mein Selbst entsteht und vergeht.' Deshalb ist es nicht haltbar, wenn jemand sagt, 'Der Körper ist Selbst.' Daher ist der Körper nicht Selbst."[/lz]

    Majjhima Nikāya 148

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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