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Aller Anfang ist schwer...

  • Kai
  • 8. März 2019 um 22:37
  • Zum letzten Beitrag
  • Kai
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    • 8. März 2019 um 22:37
    • #1

    Puhh...Was für eine Woche. Eine Versuchung nach der anderen. Nach dem ich anfing mich intensiver mit den Lehren des Buddha auseinander zu setzen und mich paralell dazu mehr in Achtsamkeit zu üben stellte ich mehr und mehr fest, das die Versuchungen mich für den unheilsamen Weg zu entscheiden für mich noch schwer zu widerstehen sind. Mir ist soweit klar das nicht alles aufeinmal geht und ich mich da Schritt schritt herantaste, dennoch allein nur das Beobachten stellt mich vor einen riesen Berg. In allen Situationen tauchen sie auf. Damit uch mich nicht überfordere registriere ich die meisten, befasse mich jedoch nicht weite mit ihnen. Aber dennochmuss ich zugeben, dass es stimmt was die Erfahrenen sagen. Hier im Forum aber auch anders wo. Man muss echt aufpassen das man sich nicht verzettelt. Hier bekommt der Ausdruck "mal die 5 gerade sein lassen" ne ganz neue Bedeutung.

    Erging es euch ähnlich ? Was sind eure Strategien mit dieser Fülle an Informationen umzugehen. Geradeam Anfang ist das eine echte Herausforderung.

  • Festus
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    • 8. März 2019 um 23:36
    • #2

    Ich habe mit Zen angefangen und mich dort gleich zu Hause gefühlt.

    Wie das so abläuft kannst du hier lesen.

    Ansonsten habe ich mich einfach nicht verrückt machen lassen; am wenigsten von mir selbst. Das schwerste für mich war, mich selbst ertragen zu lernen. Es hat funktioniert. Keiner gibt mich so wie ich.:grinsen::clown:

    Natürlich konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und habe noch andere Dinge ausprobiert. Aber letztendlich bin ich beim Zen geblieben.

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
    die Dir in die Knochen fährt –

    wie könnten die Pflaumenblüten

    dich erfüllen mit ihrem durchdringenden Duft?
    (Obaku)

  • jianwang
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    • 9. März 2019 um 05:14
    • #3

    "Fülle an Informationen"? Wieso setzt Du Dich so unter Druck?

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Aravind
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    • 9. März 2019 um 05:54
    • #4
    jianwang:

    "Fülle an Informationen"? Wieso setzt Du Dich so unter Druck?

    _()_

    :!:(als Frage lesen, nicht als Kritik, lieber Kai!)

    Was hilft mir persönlich?[lz]

    Nach dem ich anfing mich intensiver mit den Lehren des Buddha auseinander zu setzen und mich paralell dazu mehr in Achtsamkeit zu üben s[/lz]

    Andersrum! In Achtsamkeit üben und "nebenbei" die Überlieferung studieren.[lz]

    Mir ist soweit klar das nicht alles aufeinmal geht und ich mich da Schritt schritt herantaste,[/lz]

    Sehr gut, jetzt kannst Du daran arbeiten, das anzunehmen und umzusetzen.

    Mir selbst hilft Liebende-Güte-Praxis sehr, gleichmütiger und liebevoller mir selbst gegenüber zu sein. Ein schöner Einstieg könnte

    Our 100 Days of Lovingkindness posts - Wildmind

    sein.[lz]

    Damit uch mich nicht überfordere registriere ich die meisten, befasse mich jedoch nicht weite mit ihnen. [/lz]

    Finde ich sehr gut! Da gehts lang.

    Alles liebe,

    Aravind.

  • Kai
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    • 9. März 2019 um 07:04
    • #5

    Danke schonmal für die Tips. Morgen nehme ich an meinem ersten Seminar teil über die 4 Dharmas. Paralell dazu kann ich auch den dortigen Lehrer ansprechen.

    jianwang:

    "Fülle an Informationen"? Wieso setzt Du Dich so unter Druck?

    _()_

    Es ist weniger ein unter Druck setzen sondern mehr wie ein Staunen, wenn man sich an den Hang hinauf die Spitze eines Berges ansehen möchte. Angefangen hab ich in dem ich die 4 edlen Wahrheiten stück für Stück auseinander nehme.....

    Zu welcher Richtung ich mich entscheiden werde steht noch offen. Bisher, und nachdem, was ich bisher aufschnappen konnte , erweckt der Mahajana mein Interesse. Das lass ich erstmal außen vor steht noch nicht auf dem Plan. _()_

  • Kai
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    • 9. März 2019 um 07:30
    • #6

    Nachtrag:

    Was ich Bspw. sehr bemerkenswert finde, ist wenn ich mich mit den Lehren befasse und dabei beobachte, was das in mir auslöst.

    Ich habe dabei gelernt das es kaum einer Anstrengung bedarf sich in Achtsamkeit zu üben. Es passiert fast schon Automatisch, wenn ich über das gelehrte nachdenke. Es pflanzt sich allmählig in mein Alltag ein. Das Selektieren und das gezielte darauf Ausrichten ist nochmal ein anderes Thema, aber dennoch interesant zu beobachten

  • jianwang
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    • 9. März 2019 um 10:08
    • #7

    Nicht die Worte sind wichtig, sondern das Üben und Erkennen.

    Das sagt einer, der zu einer Zeit begann zu gehen, als der Buddhismus in Europa so gut wie unbekannt war.

    Ich las viel, doch erkannt habe ich erst durch einen Lehrer, der mir riet, mich nicht von den Worten einfangen zu lassen.

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
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    wird erst das Auge klar.

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  • Son
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    • 10. März 2019 um 19:50
    • #8

    Hallo Kai,

    mein Lehrer sagte mir immer "unkompliziertes" Denken. Ich weiß nicht, der Buddhismus ist ja ganz einfach, es sei denn man versucht ihn zu verkomplizieren, aber die Grundregeln sind einfach und für jeden Nicht-Buddhisten verständlich.

    Ich gehöre nicht zu den Menschen, die die Lehre zerpflücken, sondern lebe einfach und hinterfrage nicht mehr alles, entweder man schafft es gut zu leben oder nicht.

    Klar Praxis im Sinne von Achtsamkeit, Meditation, Mitgefühl, Verstehen ist wichtig, aber irgendwann sollte hier eine Art Automatismus einsetzen. Die Praxis ist natürlich ein zentrales Element, aber ich brauche nicht dauernd etwas hinterfragen, weil es ist einfach, man muss es eben leben. LG Son

  • Doris
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    • 11. März 2019 um 07:49
    • #9

    Ich habe anfangs auch erst gedacht, ich müsste ein Vollzeitprogramm absolvieren. Die Gruppe, bei der ich anfing, hat das vorgelebt und weil ich keine Ahnung hatte, dachte ich, so müsste ich das auch machen. Was großes Unbehagen verursachte. Aber Gott sei Dank bin ich eine faule Sau und benötige viel Rückzug, und so schnell ich für was zu begeistern bin, so stark ist mein Misstrauen gegenüber diesem Gefühl, und das ist stärker als jeder Ehrgeiz. So habe ich das vermeintliche Vollzeitprogramm auf das mir Wesentliche reduziert. Schritt für Schritt.

    Ich lese kam mehr etwas und gehe auf keine Veranstaltungen mehr. Wozu auch? Die Leute haben sich bereits den Mund fusselig geredet und mir mehr Denkstoff mitgegeben als ich jemals verdauen kann. Alles was ich benötige trage ich stets bei mir. Und wenn ich Fragen habe, dann stelle ich sie mir selbst. Das führt nicht immer zu Antworten. Komischerweise wird alles leichter, je weniger Antworten ich finde.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Kai
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    • 14. März 2019 um 06:17
    • #10
    Doris:

    Aber Gott sei Dank bin ich eine faule Sau und benötige viel Rückzug, und so schnell ich für was zu begeistern bin, so stark ist mein Misstrauen gegenüber diesem Gefühl, und das ist stärker als jeder Ehrgeiz. So habe ich das vermeintliche Vollzeitprogramm auf das mir Wesentliche reduziert. Schritt für Schritt.

    Ich lese kam mehr etwas und gehe auf keine Veranstaltungen mehr. Wozu auch? Die Leute haben sich bereits den Mund fusselig geredet und mir mehr Denkstoff mitgegeben als ich jemals verdauen kann. Alles was ich benötige trage ich stets bei mir. Und wenn ich Fragen habe, dann stelle ich sie mir selbst. Das führt nicht immer zu Antworten. Komischerweise wird alles leichter, je weniger Antworten ich finde.

    Ja stimmt solch ähnliche Erfahrungen hab ich auch gemacht. Und denke da auch was kapiert zu haben. Ich denke sobalt ich einer brennden Frage ein Gfühl zuordne, gebe ich ihr die Macht sich in meinem Geist breit zu machen, sodass ich kaum noch drum herum gucken kann. Das schürt nicht selten Frustration, da nicht alles so zu beantworten ist. Oft war es eher so das die Antwort ganz von alleine kam, während ich mich und meine Umwelt möglichst ohne Wertung beobachtete. Der Aha-Effekt halt.

    LG Kai_()_

  • Monikamarie
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    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 14. März 2019 um 08:46
    • #11

    "Alles, was ich brauche ist Energie, und Energie bekomme ich, wenn ich mich und alles andere aufmerksam, wertfrei beobachte und untersuche."

    Carlos Castaneda

    Wenn es mir längere Zeit besonders gut geht, stelle ich fest, dass es an der Energie liegt, die mir zur Verfügung steht.

    Geht es mir wieder schlechter, z.B. auch durch eine Erkrankung, sehe ich, dass mir Energie fehlt. Dann konzentriere ich mich wieder auf den obigen Satz und bleibe ganz ruhig, allerdings auch ohne Erwartung.

    _()_

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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