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  1. Buddhaland Forum
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"Alle Dinge sind Nicht-Selbst." - Was ist dann Selbst ?

  • Toddler
  • 5. Februar 2019 um 19:42
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  • Sunu
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    • 19. Februar 2019 um 01:26
    • #301
    Vedana:
    Sunu:

    Hab ich nicht gesagt, dass Dinge u. a. In Abhängigkeit von Wahrnehmung bedingt entstehen?

    Ich entnahm die Aussage, zu der ich Fragen in dem Post "Alle Dinge sind Nicht-Selbst." - Was ist dann Selbst ? stellte folgendem Post von dir. Ich möchte möchte mich aufgrund der Nachfrage dem genauer widmen.

    Sunu:

    Anatta ist eine Eigenschaft die jedem Ding zu eigen ist. Ein Ding muss ja erstmal als Ding wahrgenommen werden... aber absolut gesehen ist da ja gar kein Ding, sondern das Ding entsteht u. a. bedingt durch die Wahrnehmung...Es wir erkannt"Da ist ein Ding" und bei genauerer Betrachtung kann dieses "Ding" auch als nicht aus sich heraus bestehend erkannt werden... Allein schon daraus, dass es wahrgenommen wird, ergibt sich, dass es nicht aus sich heraus bestehen kann. Es ist beeinflusst... Z. B. adsorbiert es Lichtanteile, reflektiert Licht.. welches wiederum die Sehnerven anregt usw. Erzeugt Geruch...es findet eine Interaktion an der Oberfläche statt, so daß gefühlt werden kann.... Alles was wahrgenommen werden kann, kann also nicht vollkommen unbeeinflusst nur aus sich selbst heraus bestehen. Ein Selbst (Atta) könnte niemals wahrgenommen werden... Es ist vollkommen zwecklos danach zu suchen, oder beweisen zu wollen, dass es sowas überhaupt nicht gibt.. Es entzieht sich schlichtweg jeglicher Erkenntnismöglichkeit.

    Zuersteinmal:

    a) Anatta ist nicht eine Eigenschaft, die jedem Ding zu eigen ist. "Attalos" ist jede Erscheinung. Es ist da eine vermutete Eigenschaft nicht. So sollte es meiner Auffassung nach verstehen.

    b) In den Lehrreden findet man keine Aussagen darüber, dass ein Ding bedingt durch Wahrnehmung entstünde. Bedingt durch Bewusstsein (über eine Erscheinung) ist das Gefühl. Ich wüsste auch nicht, wie jemand so etwas wahrnehmen wollte: eine Sache der äusseren Wahrnehmung (so habe ich dich verstanden) entstünde bedingt auch dadurch, dass diese Sache wahrgenommen würde.

    Auch deswegen stellt sich für mich die Frage, wie man sagen kann, dass allein schon deswegen, dass eine Sache wahrgenommen würde, dieses nicht aus sich heraus bestehen könnte. Dass es (ausser Nibbana) nichts unbedingtes gibt, da widerspreche ich nicht. Ich stelle nur die Begründung für so eine Aussage in Frage (das mache ich nicht der Rechthaberei wegen, sondern weil du erneut ein Fazit ziehst, was ich für fragwürdig und im Sinne des Lehrverständnis für abwegig halte).

    Nun möchte ich hierauf eingehen:

    [lz]

    Hab ich nicht gesagt, dass Dinge u. a. In Abhängigkeit von Wahrnehmung bedingt entstehen?

    [/lz]

    Du schriebst das als Antwort auf meine Frage, ob man nicht, wenn man sagt, dass eine Sache Geruch erzeugen würde, eben einer Vorstellung über ein Selbst (ein wirkliches Ding) aufsitzt.

    Ja, das hast du gesagt. Deswegen schriebt ich auch b). Ich sehe in dieser deinen Aussage keinen Umstand der Wirklichkeit beschrieben. Hättest du ein Beispiel für die Behauptung, dass Dinge (ausser Gefühl und Begehren) bedingt auch durch Wahrnehmung entstehen würden?

    Für mich ist hier ganz klar die Beschreibung einer Sache, die durch den Buddha abgelehnt wird. Es gibt keine Dinge oder Personen, die die Sehnerven reizen oder andere Sinne reizen. Ein Sinnesreiz entsteht in Abhängigkeit von NichtWissen. Es sind Zustände der Wahrnehmung erreichbar, in denen die Dinge oder andere Personen nicht von sich aus reizen (so wie man das normalerweise denkt). Die Dinge sind ohne Selbst.

    [lz]

    Wie sollte etwas aus sich heraus etwas erzeugen...?

    [/lz]

    Eben. Wie soll das gehen? Deswegen frage ich, warum du so schreibst.

    Zum Abschluss: Eben weil es sich ja nicht zwingend dem Erkennen entzieht, dass alle Erscheinungen ohne Selbst sind, wird die Lehre auch so ausgesprochen.

    Alles anzeigen

    In welcher Lehrrede werden denn die Dinge verneint? Dinge entstehen bedingt... Und in der 12 Gliedrigen Kette des bedingten Entstehens wird u. a. Wahrnehmung als eine Bedingung genannt.

  • Noreply
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    • 19. Februar 2019 um 01:55
    • #302

    Dieses Ding hier hat mich so richtig belehrt das ich in diesem Forum vollkommen falsch geworden bin. Vielleicht bin ich auch einfach ganz raus aus der Show. Denn ich hab nicht mal mehr Lust die Sutra weiter zu lesen. Das sind die Folgen wenn das ich nicht weiß wann es genug geforscht und erkannt hat und lieber aufhören sollte. Es ist seit Tagen eine unergründliche Ruhe und Ausgeglichenheit da und die vergeht nicht mehr nicht mal wenn ich versuche hier was klar zu stellen. Ich mach mich lächerlich und das gibt mir zu denken wenn ich über Absenden mich selber an lächel und mit dem Kopf schüttel über meine Überheblichkeit. Hier sind einfach viel zu viele Wahrheitsfanatiker. Leider hab ich auch entdeckt das da eine Welt draußen ist die nur dazu da ist damit ich in und mit ihr zerrinne.

  • void
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    • 19. Februar 2019 um 07:31
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    • #303
    Sunu:

    Viele Wissenschaftler glauben aber schon an so eine Theorie of Everything... also an ein absolutes Erklärungsmodel und sie suchen danach... Zb. hat Einstein daran geglaubt....und das ist schon auch eng mit dem Glauben an ein Selbst verknüpft, wenn man denkt sowas sei auffindbar. Also eine Art Formel die alle Wechselwirkungen in der Natur erklären kann... So als wäre da ein übergeordnete Selbst in dem alle Prozesse ablaufen... Manche suchten schon verzweifelt danach.. Und suchten und suchten...Gautama hat auch nach so einem Stein des Weisen gesucht.. weil er darin die Lösung für alle Probleme vermutete... Bis er erkannte,dass so etwas nicht gefunden werden kann.. er hat dann das Suchen beendet... Und zwar komplett... Es gab nichts mehr zu suchen.. weder in die eine Richtung, die ein Selbst beweisen will.. noch in die andere Richtung, die beweisen will, dass es kein Selbst gibt. Verblendung... Gier und Ablehnung wurden damit beendet.. Die Ursachen für das Leiden wurden damit beendet... Leiden wurde damit beendet...

    Also für mich ist es etwas anderes, ob ich nach allgemeinen Gesetzmäßigkeiten suche oder ob ich ein "Selbst" annehme. Es ist ja so ein menschliche Tendenz alles auf handelnde Aktoren zurückzuführen. Wenn man früher ein Erklärung für den Sonnenaufgang wollte, dann bekam man die Antwort, dass dahinter halt so ein Gott steckt, der den Sonnenwagen lenkt. Und auch hinter Erdbeben und Überschwemmungen steckte ein Übelwollender. Es war dann schon ein großer Schritt von so "Selbst-Antworten" wegzukommen und Phänomene als Wirkungen von Prozessen und Gesetzmässugkeiten zu sehen. Also wie im Zusammenspiel der Faktoren Erdbeben zusammenkommen. Und Buddha untersucht, was zusammenkommen muss, um Leid zu erzeugen.

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  • void
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    • 19. Februar 2019 um 07:54
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    • #304
    Ellviral:

    Dieses Ding hier hat mich so richtig belehrt das ich in diesem Forum vollkommen falsch geworden bin. Hier sind einfach viel zu viele Wahrheitsfanatiker.

    In diesem Forum gibt es ganz viele nette Leute die überhaupt keine Wahrheitsfanatiker und nicht mal besonders rechthaberisch sind. Und wenn ich mit Sunu spitzifinges Zeug diskutiere, dann schüttelst ja nicht nur du darüber den Kopf sondern viele. Aber man kann doch dann in anderen Threads andere, weniger abgedrehte Detaildiskussionen führen. Statt das du da jetzt deswegen das ganze Forum voller Wahrheitsfanatikern siehst.

    Und es ist ja echt so, dass die Idee von Anatta sehr häufig als zentraler Punkt des Buddhismus gesehen wird. Von daher ist es doch nicht schlimm, einmal rumzubohren, was mit Anatta gemeint ist und was nicht. Die Geduld zu haben, eine Diskussion über einen Schmerzpunkt weiterzuführen, erspart einem den selben Punkt hundertmal wieder zu diskutieren, weil man immer wieder von Neuem beginnt.

    Klar, hat das inzwischen auch durchaus einen rechthaberischen Anteil (soweit ich von mir spreche)

    aber nichts Rücksichtsloses oder Liebloses das einen Fanatiker auszeichnen würde.

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    • 19. Februar 2019 um 09:42
    • #305
    void:

    Also für mich ist es etwas anderes, ob ich nach allgemeinen Gesetzmäßigkeiten suche oder ob ich ein "Selbst" annehme. Es ist ja so ein menschliche Tendenz alles auf handelnde Aktoren zurückzuführen. Wenn man früher ein Erklärung für den Sonnenaufgang wollte, dann bekam man die Antwort, dass dahinter halt so ein Gott steckt, der den Sonnenwagen lenkt. Und auch hinter Erdbeben und Überschwemmungen steckte ein Übelwollender. Es war dann schon ein großer Schritt von so "Selbst-Antworten" wegzukommen und Phänomene als Wirkungen von Prozessen und Gesetzmässugkeiten zu sehen. Also wie im Zusammenspiel der Faktoren Erdbeben zusammenkommen. Und Buddha untersucht, was zusammenkommen muss, um Leid zu erzeugen.

    Ob ich nun glaube, dass da irgendwo ein Gott sitzt der alles lenkt... oder ob ich an eine Formel bzw. Gesetzmäßigkeit Glaube die alles lenkt... Im Prinzip ist da für mich kein großer Unterschied... Beides eine Glaubensangelegenheit. Auch wenn man früher ggf. alles unmittelbarer auf Gott bezog und das heute eher über ein paar Ecken geht... Selbst innerhalb der Kirche ist Gott zu etwas abstrakteren geworden... Hat man ihn früher vlt. eher noch auf einer Wolke sitzend vermutet... So ist er heute vlt. an den Rand des Universums gerutscht... Oder er steckt halt überall drinn... Als einer Art göttliches Gesetz...Also ich meine damit keine Gesetzmäßigkeiten, die bedingt entstehen und vergehen... sondern den Glaube an so etwas Absolutes.. An eine letztendliche unumstößliche Gesetzmäßigkeit aus der heraus alles entsteht.

    Einmal editiert, zuletzt von Sunu (19. Februar 2019 um 10:12)

  • accinca
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    • 19. Februar 2019 um 12:07
    • #306
    void:

    Wenn körperlicher Schmerz unter Dukkha fallen würde, hätte doch Buddha Shakyamuni mit seinen schweren Rückenschmerzen kein Buddha gewesen sein, oder ?

    Das ist falsch. Körperlicher Schmerz fällt natürlich unter Dukkha=(Leiden)

    Natürlich fallen auch körperliche Dinge wie alle

    anderen Dinge auch unter Leiden=dukkha und machen keine Ausnahme.

    saṅkhittena pañcupādānakkhandhā pi dukkhā.

    Was ist aber, ihr Mönche, die heilige Wahrheit vom Leiden?

    Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden,

    Sterben ist Leiden, Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und

    Verzweiflung sind Leiden, mit Unliebem verbunden sein ist Leiden,

    von Liebem getrennt sein ist Leiden, was man begehrt nicht erlangen,

    das ist Leiden, kurz gesagt: die fünf Daseinskomponenten sind Leiden. (sankhittena pancupādānakkhandho dukkhā)

    jāti pi dukkhā, jarāpi dukkhā, maraṇampi dukkhaṃ,

    sokaparidevadukkhadomanassupāyāsāpi dukkhā,

    appiyehi sampayogo dukkho, piyehi vippayogo dukkho,

    yampicchaṃ na labhati tampi dukkhaṃ,

    Was ist aber, ihr Mönche, die heilige Wahrheit vom Leiden?

    Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden,

    Sterben ist Leiden, Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und

    Verzweiflung sind Leiden, mit Unliebem verbunden sein ist Leiden,

    von Liebem getrennt sein ist Leiden, was man begehrt nicht erlangen,

    das ist Leiden, kurz gesagt: die fünf Daseinskomponenten sind Leiden. (sankhittena pancupādānakkhandho dukkhā)

  • accinca
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    • 19. Februar 2019 um 12:31
    • #307
    mukti:

    Körperlicher Schmerz ist ein Gefühl, wenn nun auch bezüglich Gefühle vollkommen verwirklicht ist "das bin ich nicht, das gehört mir nicht, das ist nicht mein Selbst", kann es da bei Rückenschmerzen keinerlei Dukkha mehr geben.

    Wenn bezüglich Gefühle vollkommen verwirklicht ist "das bin ich nicht,

    das gehört mir nicht, das ist nicht mein Selbst", dann heißt das nicht,

    das keine Gefühle (oder sonst was) mehr aufkommen. Sonst könnte

    das ja auch nicht erkannt werden.

  • mukti
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    • 19. Februar 2019 um 12:40
    • #308
    accinca:
    mukti:

    Körperlicher Schmerz ist ein Gefühl, wenn nun auch bezüglich Gefühle vollkommen verwirklicht ist "das bin ich nicht, das gehört mir nicht, das ist nicht mein Selbst", kann es da bei Rückenschmerzen keinerlei Dukkha mehr geben.

    Wenn bezüglich Gefühle vollkommen verwirklicht ist "das bin ich nicht,

    das gehört mir nicht, das ist nicht mein Selbst", dann heißt das nicht,

    das keine Gefühle (oder sonst was) mehr aufkommen. Sonst könnte

    das ja auch nicht erkannt werden.

    Gefühle kommen dann schon noch auf, aber Dukkha wohl nicht mehr.

    Mit Metta, mukti.


  • accinca
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    • 19. Februar 2019 um 12:42
    • #309
    mukti:

    Gefühle kommen dann schon noch auf, aber Dukkha wohl nicht mehr.

    Gefühle sind Dukkha! -Wie alles andere natürlich auch.

    Welche Gefühle kann ein Buddha denn noch haben?

    Gibt es denn welche die kein Leiden sind?

  • xxx
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    • 19. Februar 2019 um 13:12
    • #310

    Dukkha ist nur ein Gefühl. Nur deshalb kann Dukkha beendet werden.

  • mukti
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    • 19. Februar 2019 um 13:26
    • #311
    accinca:

    Welche Gefühle kann ein Buddha denn noch haben?

    Z.B. Rückenschmerzen.

    Mit Metta, mukti.


  • Sunu
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    • 19. Februar 2019 um 13:36
    • #312
    mukti:
    accinca:

    Welche Gefühle kann ein Buddha denn noch haben?

    Z.B. Rückenschmerzen.

    Da sind vlt. Rückenschmerzen, aber kein Buddha der sie haben könnte.

  • accinca
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    • 19. Februar 2019 um 13:36
    • #313
    Sunu:

    So ein unabhängiges Selbst kann nicht aufgefunden werden...

    Genau! Wie in einem leeren Eimer kein Wasser oder

    sonst etwas aufgefunden werden kann.

  • mukti
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    • 19. Februar 2019 um 13:43
    • #314
    Sunu:
    mukti:

    Z.B. Rückenschmerzen.

    Da sind vlt. Rückenschmerzen, aber kein Buddha der sie haben könnte.

    Naja in diesem Sinn gab es auch keinen Buddha der gelehrt hat, eigentlich überhaupt keinen Buddha. Ansonsten würde ich sagen er hat sie gefühlt, aber nicht drunter gelitten.

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (19. Februar 2019 um 13:50)

  • Sunu
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    • 19. Februar 2019 um 15:12
    • #315
    mukti:
    Sunu:

    Da sind vlt. Rückenschmerzen, aber kein Buddha der sie haben könnte.

    Naja in diesem Sinn gab es auch keinen Buddha der gelehrt hat, eigentlich überhaupt keinen Buddha. Ansonsten würde ich sagen er hat sie gefühlt, aber nicht drunter gelitten.

    Keine Ahnung wie man sowas richtig ausdrücken könnte... Eigentlich gar nicht denke ich....

    Vlt. hatte Buddha selbst gar keine Rückenschmerzen, aber er hat sie aus Mitgefühl trotzdem freiwillig gefühlt. (: Als eine Art Preis damit er lehren konnte.

  • Doris
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    • 19. Februar 2019 um 15:21
    • #316
    mukti:
    Sunu:

    Da sind vlt. Rückenschmerzen, aber kein Buddha der sie haben könnte.

    Naja in diesem Sinn gab es auch keinen Buddha der gelehrt hat, eigentlich überhaupt keinen Buddha. Ansonsten würde ich sagen er hat sie gefühlt, aber nicht drunter gelitten.

    Ich denke mir das eher so: Er hatte die Schmerzen und er litt darunter. Aber er haderte nicht und machte es sich nicht noch schlimmer.

    Darum geht es auch in der Schmerztherapie. Man lernt dort (hoffentlich), dass man mit dem Schmerz leben kann, dass man effektiv versucht ihn auszuschalten durch die richtige Behandlung, und man erlernt Techniken, dem Schmerz nicht mehr Aufmerksamkeit zu widmen als nötig. Das kann dazu führen, dass der Schmerz zeitweise sogar rein mental ausgeschaltet werden kann bzw. so in den Hintergrund tritt, dass er nicht spürbar wird, zumindest zeitweise. Eigentlich kennt das jeder aus Erfahrung, nur vergessen wir das und können es nicht bewusst einsetzen.

    Und so stelle ich mir das beim Herrn Gautama vor. Er hat nicht so einen Bohei darum machen müssen, weil er es gelernt hat damit besser umzugehen.

    Der Bohei ist für mich der Teil des dukkha, dessen wir uns entledigen können. Wenn uns einer auf den Zeh haut, dann tut es weiterhin weh.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • void
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    Zen
    • 19. Februar 2019 um 15:40
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    • #317
    accinca:
    void:

    Wenn körperlicher Schmerz unter Dukkha fallen würde, hätte doch Buddha Shakyamuni mit seinen schweren Rückenschmerzen kein Buddha gewesen sein, oder ?

    Was ist aber, ihr Mönche, die heilige Wahrheit vom Leiden?

    Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden,

    Sterben ist Leiden, Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und

    Verzweiflung sind Leiden, mit Unliebem verbunden sein ist Leiden,

    von Liebem getrennt sein ist Leiden, was man begehrt nicht erlangen,

    das ist Leiden, kurz gesagt: die fünf Daseinskomponenten sind Leiden. (sankhittena pancupādānakkhandho dukkhā)

    Alles anzeigen

    Alter und Sterben sind zunächst einfach nur Erscheinungsformen von Vergänglichkeit. Und nur insofern man es als normal ansehen kann, sich gegen die Vergänglichkeit zu sträuben, ist das Leid.

    Während Buddha ist sehr alt geworden und gegen Ende war er eher krank als gesund war. Aber weil, er sich nicht gegen die Vegänglichkeit sträubt,w Weil Widerwillen für ihn erloschen ist, sind bei ihm Alter und Krnkheit nicht Dukkha und auch seine Rückenschmerzen nicht.

    Ansonsten könnte man ja nicht davon reden, dass er ein Buddha ist , also Dukkha und seine Ursachen überwunden hat.

    Oder an welcher Stelle wäre da ein Denkfehler?

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  • accinca
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    • 19. Februar 2019 um 16:31
    • #318
    void:

    sind bei ihm Alter und Krankheit nicht Dukkha und auch seine Rückenschmerzen nicht.

    Oder an welcher Stelle wäre da ein Denkfehler?

    Wenn man Dukkha mit Leiden übersetzt sehe ich keinen Denkfehler.

    Bei einem Arahat ist der Geist ja von allem Anhaften und falschem Denken abgelöst.

    Das betrifft natürlich auch die Vorstellung von einem findbaren oder nicht findbarem Ich/Selbst.

    Diesbezüglich gibt es bei einem solchen Geist schon lange keine Zweifel mehr, andernfalls

    sich Samsaro immer weiter fortsetzte. Andernfalls wäre die 10 Fessel auch nicht aufgehoben.

    -

  • mukti
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    • 19. Februar 2019 um 16:53
    • #319
    Sunu:
    mukti:

    Naja in diesem Sinn gab es auch keinen Buddha der gelehrt hat, eigentlich überhaupt keinen Buddha. Ansonsten würde ich sagen er hat sie gefühlt, aber nicht drunter gelitten.

    Keine Ahnung wie man sowas richtig ausdrücken könnte... Eigentlich gar nicht denke ich....

    Vlt. hatte Buddha selbst gar keine Rückenschmerzen, aber er hat sie aus Mitgefühl trotzdem freiwillig gefühlt. (: Als eine Art Preis damit er lehren konnte.

    Wahrscheinlich lässt sich gedanklich nicht ganz nachvollziehen, was ein Buddha nun wirklich genau ist. Ein handelnder Mensch der zwischen anderen und sich selber unterscheidet, aber dennoch ohne Verblendung ist... Das geschieht wohl im vollkommenen Wissen nicht dieses Wesen mit der Bezeichnung Buddha zu sein. Aber ist es als eine Art freiwilliges Herabsteigen doch zeitweilig mit so ein ganz kleinwenig Dukkha verbunden?

    Da hab ich Zweifel dass das hier irgendwer weiß.

    Mit Metta, mukti.


  • accinca
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    • 19. Februar 2019 um 17:04
    • #320
    mukti:

    Naja in diesem Sinn gab es auch keinen Buddha der gelehrt hat, eigentlich überhaupt keinen Buddha. Ansonsten würde ich sagen er hat sie gefühlt, aber nicht drunter gelitten.

    Und noch etwas mehr als normale Vorstellung hinreichen.

    Nach der Lehre wird die Verhaftung an die gesamte geistige Struktur

    von jedweden Ich und jeglicher Welt aufgehoben. Was quasi die

    Aufhebung jedweder geistigen Struktur von Ich und Welt ist.

    Auch die letzten Gedanken an diese früheren Strukturen werden

    am Ende für immer aufgelöst und fallen gelassen.

  • mukti
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    • 19. Februar 2019 um 17:15
    • #321
    accinca:

    Nach der Lehre wird die Verhaftung an die gesamte geistige Struktur

    von jedweden Ich und jeglicher Welt aufgehoben. Was quasi die

    Aufhebung jedweder geistigen Struktur von Ich und Welt ist.

    Auch die letzten Gedanken an diese früheren Strukturen werden

    am Ende für immer aufgelöst und fallen gelassen.

    Klar, Anhaftung kann es dann keine mehr geben.

    Mit Metta, mukti.


  • Alephant
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    • 19. Februar 2019 um 20:37
    • #322
    Raphy:

    S.22.95. Schaum - Phenapindupama Sutta:


    Samyutta Nikaya 22.91-120

    Vielen Dank dafür _()_

  • Raphy
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    • #323
    Vedana:
    Raphy:

    S.22.95. Schaum - Phenapindupama Sutta:


    Samyutta Nikaya 22.91-120

    Vielen Dank dafür _()_

    Gerne. :)

    Liebe Grüße

  • Alephant
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    1. April 1980 (46)
    • 19. Februar 2019 um 22:04
    • #324
    mukti:

    Wahrscheinlich lässt sich gedanklich nicht ganz nachvollziehen, was ein Buddha nun wirklich genau ist. Ein handelnder Mensch der zwischen anderen und sich selber unterscheidet, aber dennoch ohne Verblendung ist... Das geschieht wohl im vollkommenen Wissen nicht dieses Wesen mit der Bezeichnung Buddha zu sein. Aber ist es als eine Art freiwilliges Herabsteigen doch zeitweilig mit so ein ganz kleinwenig Dukkha verbunden?

    Da hab ich Zweifel dass das hier irgendwer weiß.


    [lz]

    Einen auf solche Weise geistig frei gewordenen Bhikkhu können die Götter des Indra-, des Brahma- und des Prajapati-Himmels, wenn sie ihn suchen, nicht finden, so daß sie sagen könnten: Hierauf beruht das Bewußtsein des Vollendeten. Denn in der Erscheinungswelt, sage ich, ist ein Vollendeter unauffindbar.[/lz]

    Majjhima Nikāya 22


    [lz]

    36. "Ihr Bhikkhus, wenn die Götter mit Indra, mit Brahmā und mit Pajāpati einen Bhikkhu suchen, der so im Geist befreit ist, finden sie nichts, von dem sie sagen könnten: 'Das Bewußtsein eines Hinübergegangenen  stützt sich auf dies.' Warum ist das so? Ein Hinübergegangener, sage ich, ist nicht auffindbar hier und jetzt."[/lz]

    Majjhima Nikāya 22

    Solange attaGlaube nicht aufgehoben ist, wird man in einem Buddha wohl immer etwas sehen, was genauso richtig oder falsch ist, wie das was man in anderen Menschen sieht.

    Es ist, wenn man die Lehrreden zur GrundLage nimmt, richtig, wenn man hier höchste Vollendung, Heiligkeit spürt/ahnt/vermutet, zu der man sich durch (heute nur die Worte) hingezogen fühlt. Der Begriff "Hinabsteigen" impliziert die Vorstellung über eine Sache, also ein Selbst, was hinabsteigt, um zu Handeln.

  • Alephant
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    • 19. Februar 2019 um 22:39
    • #325
    Sunu:

    In welcher Lehrrede werden denn die Dinge verneint? Dinge entstehen bedingt... Und in der 12 Gliedrigen Kette des bedingten Entstehens wird u. a. Wahrnehmung als eine Bedingung genannt.

    Da verstehe ich ich die Frage nicht. Du stellst die ja zu dem Post "Alle Dinge sind Nicht-Selbst." - Was ist dann Selbst ?. Ich behaupte da nicht, dass bestimmte Dinge in bestimmten Lehrreden verneint werden. Und ich verneinte die auch nicht.

    Ich schrieb unter anderem, dass in keiner Lehrede die Rede davon ist, dass Dinge auch bedingt durch Wahrnhehmung entstünden, und dass ich selber nicht sehe, wie so etwas vonstatten gehen soll. Ich bat dich um ein Beispiel für diese Behauptung.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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