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  1. Buddhaland Forum
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Eine Regel aus dem Pali-Kanon/Vinaya?

  • Sungi
  • 27. Januar 2019 um 10:21
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    • 28. Januar 2019 um 15:43
    • #26
    SGM:

    Der DL hat jedenfalls kein Problem mit Homosexuellen Buddhisten🌹

    Zitat;

    "Das ist eine persönliche Angelegenheit", sagte der 78-Jährige. "Menschen, die einen bestimmten Glauben und spezielle Traditionen haben, sollten ihrer eigenen Tradition folgen. Im Buddhismus gibt es verschiedene Arten von sexuellem Fehlverhalten, also sollte man [seinem Glauben] richtig folgen".🙏

    Ja natürlich, aber dann nicht als Mönch oder Nonne. Und das betrifft sie auch nur, wenn sie ihre sexuellen Praktiken nicht loslassen. Jetzt geht das wieder los :shock:

    Einmal editiert, zuletzt von Monikamarie (28. Januar 2019 um 15:55)

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    • 28. Januar 2019 um 15:48
    • #27
    Sungi:

    In der Bibel steht auch dass christliche Gemeinden niemanden aufnehmen sollen dem man die Hoden zerquetscht hat, so eine regel hat meines Wissens nach in der Praxis niemanden wirklich interessiert, von daher wundert mich dass die Thailänder sich bis heute an solche fast schon chauvinistischen Regeln halten, wenn sie auch nur im historischen Kontext betrachtet Sinn ergeben. Da braucht man sich auch nicht wundern wenn sich betroffene vom Buddhismus abwenden, wenn man derart ohne eine wirkliche Betrachtung der Person wegen solchen Dingen abgewiesen und diffamiert wird.

    Nenn mir bitte mal die Bibelstelle. Die muss ich übersehen haben.

    _()_

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    • 28. Januar 2019 um 15:54
    • #28
    kesakambalo:
    accinca:

    Deswegen hatte ich ja auch geschrieben: "Andererseits sollte es".

    Wenn die Sexualität (egal welche) eh überwinden wird, dann ist

    es auch unerheblich welche. Es gab ja sogar den Fall das sich an

    einer Leiche vergangen wurde. Daraufhin führte der Buddha die

    Regel ein, das dies ein Vergehen sei.

    Hi, für die sogenannte Sexualität gibt es ein Hintertürchen. Da wird gesagt, dass, falls der Fall eintritt, dass es dich fast verreist, kannst du Sex machen. Aber bitte nur mit unverheirateten Frauen.

    Er selbst hatte ja 40 Frauen und dazu noch etliche Lieblingsfrauen, als Prinz.

    Alles anzeigen

    Selbst wenn dies kein Märchen ist (es sollen sogar 500 gewesen sein), dann betraf es seine Zeit, bevor Siddhartha ein Buddha wurde.

    Den Quatsch hast Du schön des öfteren verbreitet.

    _()_

  • Xyz
    Gast
    • 28. Januar 2019 um 16:13
    • #29
    Monikadie4.:
    SGM:

    Der DL hat jedenfalls kein Problem mit Homosexuellen Buddhisten🌹

    Zitat;

    "Das ist eine persönliche Angelegenheit", sagte der 78-Jährige. "Menschen, die einen bestimmten Glauben und spezielle Traditionen haben, sollten ihrer eigenen Tradition folgen. Im Buddhismus gibt es verschiedene Arten von sexuellem Fehlverhalten, also sollte man [seinem Glauben] richtig folgen".🙏

    Ja natürlich, aber dann nicht als Mönch oder Nonne. Und das betrifft sie auch nur, wenn sie ihre sexuellen Praktiken nicht loslassen. Jetzt geht das wieder los :shock:

    Bestimmt sogar.Die Sinnes-Quelle der Anhaftung nannte dies der Buddha ja.

    Doch hier in der Rede sprach der DL sich ( in der gesamten Rede) für die HomoEhe aus.._()_

  • Aravind
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    • 28. Januar 2019 um 16:31
    • #30
    Monikadie4.:
    Sungi:

    In der Bibel steht auch dass christliche Gemeinden niemanden aufnehmen sollen dem man die Hoden zerquetscht hat, (...)

    Nenn mir bitte mal die Bibelstelle. Die muss ich übersehen haben.

    _()_

    Kenne ich auch nicht, aber weil es so wirr klingt, tippe ich auf Paulus! ;)

  • kanshiketsu
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    • 28. Januar 2019 um 16:39
    • #31
    Monikadie4.:

    Nenn mir bitte mal die Bibelstelle. Die muss ich übersehen haben.

    Das Gegenteil ist richtig. In der Apostelgeschichte wird von der Taufe eines Eunuchen berichtet:

    Bibelstelle

    Das Tao ist nicht auf die Vereinigung mit den Menschen bedacht;
    wenn die Menschen auf nichts bedacht sind, vereinigen sie sich mit dem Tao.
    Yuanwu Keqin (1063 - 1135)

  • Xyz
    Gast
    • 28. Januar 2019 um 16:59
    • #32
    Aravind:
    Monikadie4.:

    Nenn mir bitte mal die Bibelstelle. Die muss ich übersehen haben.

    _()_

    Kenne ich auch nicht, aber weil es so wirr klingt, tippe ich auf Paulus! ;)

    Nö....

    2. Ausgrenzung

    3. Mose 21,16ff; 2. Samuel 5,8

    Dennoch lebten kranke, behinderte und aus anderen Gründen von der Norm abweichende Menschen auch damals meist am Rande der Gesellschaft. Wie die Armen, Witwen und Waisen, waren behinderte Menschen auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen.

    Von wichtigen Aufgaben, wie dem Tempeldienst oder Kriegsdienst waren schon leicht behinderte Menschen ausgeschlossen. Man nahm ihre Defizite als "Fehler" wahr. In den alttestamentlichen Vorschriften für Priester heißt es beispielsweise: "Wenn einer … einen Fehler hat, der soll nicht herzutreten, um … zu opfern." Dann folgt eine Aufzählung solch möglicher "Fehler": Blindheit und Lähmungen, ein entstelltes Gesicht, "ein weißer Fleck im Auge, … Krätze oder Flechten oder beschädigte Hoden"; aber es genügte auch schon ein kaputter Fuß, "eine gebrochene Hand" oder ein Buckel.🙏

  • Sudhana
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    • 28. Januar 2019 um 17:17
    • #33
    kanshiketsu:

    Das Gegenteil ist richtig. In der Apostelgeschichte wird von der Taufe eines Eunuchen berichtet

    Richtig. Ergänzend dazu (aus der verlinkten Quelle geht das nicht hervor): in den meisten deutschen Bibelübersetzungen (u.a. Elberfelder, Schlachter 2000, Luther 2017) ist der Äthiopier ein "Kämmerer". Im griechischen Originaltext steht allerdings unmissverständlich εὐνοῦχος (eunuchos).

    Aravind:
    Monikadie4.:

    Nenn mir bitte mal die Bibelstelle. Die muss ich übersehen haben.

    _()_

    Kenne ich auch nicht, aber weil es so wirr klingt, tippe ich auf Paulus! ;)

    Kenne ich auch nicht - auch nicht von Paulus, der aber dafür diverse "freundliche" Worte über Homosexuelle geäußert hat:[lz]

    Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdige Gesinnung, zu verüben, was sich nicht geziemt, als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, solche, die Gerüchte verbreiten, Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam; unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig. Obwohl sie das gerechte Urteil Gottes erkennen, dass die des Todes würdig sind, welche so etwas verüben, tun sie diese Dinge nicht nur selbst, sondern haben auch Gefallen an denen, die sie verüben.

    (Römer 1, 28 - 32 - Schlachter-Übersetzung)[/lz]

    _()_

    OM MONEY PAYME HUNG

  • kanshiketsu
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    • 28. Januar 2019 um 17:39
    • #34
    SGM:

    2. Ausgrenzung

    3. Mose 21,16ff; 2. Samuel 5,8

    Dennoch lebten kranke, behinderte und aus anderen Gründen von der Norm abweichende Menschen auch damals meist am Rande der Gesellschaft. Wie die Armen, Witwen und Waisen, waren behinderte Menschen auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen.

    Von wichtigen Aufgaben, wie dem Tempeldienst oder Kriegsdienst waren schon leicht behinderte Menschen ausgeschlossen. Man nahm ihre Defizite als "Fehler" wahr. In den alttestamentlichen Vorschriften für Priester heißt es beispielsweise: "Wenn einer … einen Fehler hat, der soll nicht herzutreten, um … zu opfern." Dann folgt eine Aufzählung solch möglicher "Fehler": Blindheit und Lähmungen, ein entstelltes Gesicht, "ein weißer Fleck im Auge, … Krätze oder Flechten oder beschädigte Hoden"; aber es genügte auch schon ein kaputter Fuß, "eine gebrochene Hand" oder ein Buckel.🙏

    Alttestamentarische Regelungen als spezifisch für christliche Gemeinden zu deklarieren erscheint mir doch - vorsichtig formuliert - etwas unpräzise......

    Das Tao ist nicht auf die Vereinigung mit den Menschen bedacht;
    wenn die Menschen auf nichts bedacht sind, vereinigen sie sich mit dem Tao.
    Yuanwu Keqin (1063 - 1135)

  • Aravind
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    • 28. Januar 2019 um 17:50
    • #35
    Sudhana:

    Kenne ich auch nicht - auch nicht von Paulus, der aber dafür diverse "freundliche" Worte über Homosexuelle geäußert hat: (...)

    Ja, war nur eine Gemeinheit meinerseits Paulus gegenüber. :oops: (Danke auch an @SGM für die Quelle!).

    OT: Tatsächlich ist Dein Zitat meines Wissens nach die einzige Stelle im NT, an der Homosexualität verdammt wird. Jesus selbst scheint das nicht so wichtig gewesen zu sein... Kann mich aber täuschen.

    Liebe Grüße, Aravind.

  • Sungi
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    • 28. Januar 2019 um 18:52
    • #36
    kanshiketsu:

    Das Gegenteil ist richtig. In der Apostelgeschichte wird von der Taufe eines Eunuchen berichtet:

    Bibelstelle

    Monikadie4.:

    Nenn mir bitte mal die Bibelstelle. Die muss ich übersehen haben.

    Ich habe mich getäuscht, ich dachte erst das war so ein Brief von Paulus aber es kam doch aus dem alten Testament. Levitikus 22:24-33 24 "Und dem die Hoden zerquetscht oder zerstoßen oder ausgerissen oder ausgeschnitten sind, sollt ihr Jehova nicht darbringen; und in eurem Lande sollt ihr dergleichen nicht tun."

    Was ich damit sagen wollte war ja nur dass der Pali Kanon da wohl genau so erbarmungslos wie die Bibel ist.

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    • 28. Januar 2019 um 18:53
    • #37
    kanshiketsu:
    Monikadie4.:

    Nenn mir bitte mal die Bibelstelle. Die muss ich übersehen haben.

    Das Gegenteil ist richtig. In der Apostelgeschichte wird von der Taufe eines Eunuchen berichtet:

    Bibelstelle

    Danke. Schöne Geschichte.

    _()_

  • Sungi
    Gast
    • 28. Januar 2019 um 18:56
    • #38
    verrückter-narr:

    Zitat

    MV.I.63 - 49. Tiracchānagatavatthu
    [111] Zu jener Zeit war ein gewisser Nāga über seine Existenz als Nāga bekümmert, beschämt, verabscheute sie. Da kam dem Nāga folgender Gedanke: Mit welchem Mittel kann ich von der Nāgaexistenz mich befreien, und wie könnte ich schnell Menschsein erlangen? Da kam dem Nāga folgender Gedanke: Diese Asketen, die Söhne aus dem Sakyageschlecht tun Rechtes, tun Mäßiges, tun Reines, sagen Wahres, handeln sittlich, haben gute Eigenschaften. Wenn ich bei den Asketen, den Söhnen aus den Sakyageschlecht, die Ordination nehmen würde, werde ich mich von der Nāgaexistenz befreien und schnell Menschentum erreichen. (1)

    Dann, nachdem der Nāga in Gestalt eines (Brahmanen)jünglings zu den Mönchen gekommen war, bat er um die Ordination. Dann ordinierten und vollordinierten die Mönche. Zu jener Zeit wohnte jener Nāga mit einem Mönch zusammen in einer Behausung am Rand (des Klosters). Dann ging jener Mönch, kurz vor Sonnenaufgang, nachdem er aufgestanden war, unter freiem Himmel auf und ab. Als jener Nāga sicher war, daß der Mönch fortgegangen war, fiel er in den Schlaf. Die ganze Behausung war gefüllt von dem Schlangen(leib), die Windungen ragten aus den Fenstern heraus. (2)

    Dann (dachte) jener Mönch: Ich werde in die Behausung eintreten. Als er die Tür öffnete, sah er, die ganze Behausung war gefüllt von dem Schlangen(leib), die Windungen ragten aus den Fenstern heraus. Nachdem er das gesehen hatte, tat der Ängstliche einen Schrei der Furcht. Nachdem die Mönche herangekommen waren, sagten sie jenem Mönch folgendes: "Warum, Bruder, tatest du einen Schrei der Furcht?" - "Die ganze Behausung, Brüder, ist gefüllt von dem Schlangen(leib), die Windungen ragen aus den Fenstern heraus." Dann, nachdem jener Nāga durch das Geräusch aufgewacht war, setzte er sich auf seinen Sitz. Die Mönche sagten ihm: "Wer bist du, Bruder?" - "Ich, Verehrungswürdige, bin ein Nāga." "Warum, Bruder, machtest du derartiges?" Dann erzählte der Nāga den Mönchen den Sachverhalt. Die Mönche erzählten dem Erhabenen den Sachverhalt. (3)

    Dann, nachdem der Erhabene aus diesem Grund in diesem Zusammenhang den Mönchssangha zusammengerufen hatte, sagte er dem Nāga folgendes: "Ihr Nāgas, fürwahr, seid nicht fähig, in dieser Lehre und Zucht zu wachsen. Gehe du, Nāga, und beachte die Uposathatage, den vierzehnten und den fünfzehnten Tag und die beiden achten Tage bei Halbmond, dann wirst du von der Nāgaexistenz befreit werden und schnell die Menschenexistenz erreichen." Dann (dachte) jener Nāga: Ich soll nicht fähig sein, in dieser Lehre und Zucht zu wachsen. Traurig, mit betrübtem Geist, Tränen vergießend tat er einen Schrei und ging fort. (4)

    Dann sprach der Erhabene die Mönche an: "In zwei Fällen, ihr Mönche, wird die wahre Natur der Nāgaexistenz offensichtlich, wenn er mit (einer Frau) der eigenen Rasse Geschlechtsverkehr ausübt, wenn er vertrauend in den Schlaf fällt. In diesen zwei Fällen, ihr Mönche, wird die wahre Natur der Nāgas offensichtlich. Tiere, ihr Mönche, die nicht vollordiniert sind, sollen nicht vollordiniert werden, vollordinierte sollen ausgeschlossen werden." (5)

    Alles anzeigen

    Sind mit Nagas diese Schlangenwesen gemeint? Sind solche Reptiloiden unter uns ohne dass wir das bemerken?

  • Grashuepfer
    Gast
    • 28. Januar 2019 um 19:43
    • #39
    Sungi:

    Sind solche Reptiloiden unter uns ohne dass wir das bemerken?

    Bitte sag mir, dass das ein Scherz ist. Von Reptiloiden sprechen ja üblicherweise die Anhänger der *hust* Theorie einer flachen Erde.

  • Sungi
    Gast
    • 28. Januar 2019 um 19:55
    • #40
    Grashuepfer:
    Sungi:

    Sind solche Reptiloiden unter uns ohne dass wir das bemerken?

    Bitte sag mir, dass das ein Scherz ist. Von Reptiloiden sprechen ja üblicherweise die Anhänger der *hust* Theorie einer flachen Erde.

    Natürlich ist das ein Scherz, aber dieser Text erinnert doch stark an solche Theorien.

  • Grashuepfer
    Gast
    • 28. Januar 2019 um 21:43
    • #41

    Hehe, dann bin ich erleichtert, und wisch' mir eine Schweißperle von der Stirn. :grinsen:

    Ich bring einem 2500 Jahre alten Text dann doch etwas mehr Verständnis entgegen als einem Zeitgenossen, was sowas angeht. Die Frage ist natürlich, wie liest man so etwas heutzutage?

    Ihch hab z.B. gar kein Problem damit, wenn jemand sagt, leider gab es damals keine Toleranz für Homosexualität, und somit ist sowas eben auch in den alten Texten enthalten. Also, natürlich ist das auch bedauerlich, dass es überhaupt so war, aber das solange es eine historische Tatsache bleibt, die nicht mit dem heutigen Verständnis und der Praxis der Lehre vermischt wird, find ich das relativ einfach einzuordnen.

    Heftig wirds halt dann, wenn super-orthodoxe, oder konservative, oder wie man auch sagen will, den jeweiligen Text wörtlich nehmen und solche Ideen weiterhin unterstützen. Da ist es auch egal, von welcher Religion man spricht.

    Die Preisfrage ist halt: Was macht man in dem obigen Zitat dann mit den Nagas? Eine wörtliche Lesart ist natürlich albern, in dem Falle stimm ich dir zu, da kann man sich gleich zu den Flacherden-Vertretern hocken. Aber wenn man es eben als eine kulturell bedingte Art sieht, etwas bestimmtes auszudrücken, dann wird es durchaus interessant.

    Ich bin ja kein Palikanon-lastiger Praktizierender. Würde mich sehr interessieren, was diejenigen hier, die da mehr darüber wissen, davon halten: Wie soll man in diesem Text die Nagas verstehen?

  • Xyz
    Gast
    • 29. Januar 2019 um 06:31
    • #42

    Finde es jedenfalls sehr interessant mal darüber zu kontemplieren wie all diese zum Teil ‚ harten‘ Ausgrenzungen zu Stande kamen.

    Also vor tausenden von Jahren wie heute.☘️

    Auch der Buddha so steht in den Schriften, reiste selber meistens zu Fuß.

    Man hatte ja zum reisen auch nur Kühe, Ochsen, Pferde.

    Die Menschen sind sich also kaum begegnet.Sahen sich kaum.Da fiel ein anders aussehender sofort auf.Man bekam es dann schnell aber sehr direkt mit Angst zu tun.Real.

    Heute REAL...😉

    Auf der Straße bekommt man es mit der Angst zu tun wenn eine ‚Mutter’im SUV einen fast vom Rad pustet, weil sie einen nicht ‚ sehen‘ will, kann.

    Im Supermarkt fährt einem die ältere Dame oder der ältere Herr mit dem Rolartor in die Hacke weil sie einen nicht sehen will, kann.

    Auf dem Fußweg gurkt die Jugend Kreuz und quer weil sie einen nicht sehen will, kann.

    Das kann Ängste auslösen.

    Und das Internet ist die Krohne.Dort will und kann man niemanden direkt sehen weil dies extra dafür erfunden wurde.Könnte man meinen.

    Die Kröhnung der Angst....

    So hat sich in tausenden von Jahren nichts geändert...wenn man zu Fuß geht...🌹🙏

  • Noreply
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    24. Juni 2011
    • 29. Januar 2019 um 10:39
    • #43
    SGM:

    Finde es jedenfalls sehr interessant mal darüber zu kontemplieren wie all diese zum Teil ‚ harten‘ Ausgrenzungen zu Stande kamen.

    Also vor tausenden von Jahren wie heute.☘️

    Auch der Buddha so steht in den Schriften, reiste selber meistens zu Fuß.

    Man hatte ja zum reisen auch nur Kühe, Ochsen, Pferde.

    Die Menschen sind sich also kaum begegnet.Sahen sich kaum.Da fiel ein anders aussehender sofort auf.Man bekam es dann schnell aber sehr direkt mit Angst zu tun.Real.

    Heute REAL...😉

    Auf der Straße bekommt man es mit der Angst zu tun wenn eine ‚Mutter’im SUV einen fast vom Rad pustet, weil sie einen nicht ‚ sehen‘ will, kann.

    Im Supermarkt fährt einem die ältere Dame oder der ältere Herr mit dem Rolartor in die Hacke weil sie einen nicht sehen will, kann.

    Auf dem Fußweg gurkt die Jugend Kreuz und quer weil sie einen nicht sehen will, kann.

    Das kann Ängste auslösen.

    Und das Internet ist die Krohne.Dort will und kann man niemanden direkt sehen weil dies extra dafür erfunden wurde.Könnte man meinen.

    Die Kröhnung der Angst....

    So hat sich in tausenden von Jahren nichts geändert...wenn man zu Fuß geht...🌹🙏

    Alles anzeigen

    Das finde ich so interessant beim lesen des Buches über die Reden an mich und dann das lesen der anderen Übersetzungen der Sutta. Der Mensch in seinem Lebensgewerkel hat sich kaum geändert. Womit er werkelt hat sich geändert. Mir wird auch immer deutlicher das ich sehr oft hier nicht auf die Fragen antworten kann, weil ich von Buddhismus keine so große Ahnung habe. Ich merke also gerade das Buddhisten mit ganz anderen Werkzeugen arbeiten und die kenn ich meist nicht. Das ist wie ein Haushälter der Hauslose nur von außen kennt, man kann sich verständigen mehr ist aber nicht. Selbst Anfängerfragen sind schon so buddhistisch gemeint das mir nicht auffällt das ich überhaupt nicht gefragt bin. Wie Du schon schreibst Angstauslösend, doch jetzt gibt es eben eine Möglichkeit diese zu beseitigen. Ich lasse es bestehen und wende mich dem für mich Heilstauglichen zu. Das Internet ist es immer weniger.

    Ich bin die meiste Zeit meines Lebens zu Fuß unterwegs. Das Arnold mich öfter gefahren hat war für mich kein Grund das er mich bei meinem Gewerken fahren musste. Die Stadt hat die Fahrzeuge für mich wenn ich welche brauche, wie sich auch damals der Bauer Karren leihen konnte, wenn er es konnte.

  • Max Schenzle
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    • 29. Januar 2019 um 11:09
    • #44
    Monikadie4.:
    kesakambalo:

    Hi, für die sogenannte Sexualität gibt es ein Hintertürchen. Da wird gesagt, dass, falls der Fall eintritt, dass es dich fast verreist, kannst du Sex machen. Aber bitte nur mit unverheirateten Frauen.

    Er selbst hatte ja 40 Frauen und dazu noch etliche Lieblingsfrauen, als Prinz.

    Selbst wenn dies kein Märchen ist (es sollen sogar 500 gewesen sein), dann betraf es seine Zeit, bevor Siddhartha ein Buddha wurde.

    Den Quatsch hast Du schön des öfteren verbreitet.

    _()_

    Hi, dazu kannst du doch selbst mal den Pali-Kanon inspizieren!

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    • 29. Januar 2019 um 11:11
    • Offizieller Beitrag
    • #45
    Grashuepfer:

    Ich bin ja kein Palikanon-lastiger Praktizierender. Würde mich sehr interessieren, was diejenigen hier, die da mehr darüber wissen, davon halten: Wie soll man in diesem Text die Nagas verstehen?

    Gerade wenn es noch keine so gute Landverbindungen gibt, sind die Flüsse wichtige Transportwege und gleichzeitig als Lieferanten von Fisch und Waser zur Bewässerung extrem wichtig. Weil aber gleichzeitig Uberschwemmungen so schrecklich sind, werden die Flüsse nicht nur geschätzt sondern gefürchtet und als Flussgothheit beschwichtigt. Soweit ich es verstanden habe, war der Naga Glaube gerade im Gangesdelta -dort gibt es ja ein sehr komplexes Flussystem - verbreitet. Nagas stehen also für die mit ihnen verbundenen Flüsse.

    Wie das aussehen kann, kann man gut in Nigeria sehen, wo im Nigerdelta, Flussgottheiten noch immer eine gewisse Rolle spielen. Jedes kleine Flüsschen hat seinen eignen Flussgott, der dann auch mit den dort lebenden Menschen und Gemeinwesen assoziiert ist und für diese steht. ( einen Nachhall so eines Denkens gibt es ja auch bei uns, wenn "Uncle Sam" und der "russische Bär" in Karikaturen als Repräsentanten ihrer Länder auftreten) Die Hierarchie der Flüsse, findet sich in einer Hierarchie der Gemeinwesen und in einer Hierarchie der Flussgötter wieder. Und dies hat eben auch eine politische Bedeutung: In Nigeria wurden die Flussgötter über ihre Medien regelmässig auch zu politischen Entscheidungen befragt ( also z.B zum Verhältnis zu den Ölkonzernen) . "Flussgott X sagt" bedeutet also "Clan X sagt."

    Genau wie unter den nigerianischen Flussgöttern, gibt es auch unter den Nagas eine sehr ausgefeilte Hierachie. Von daher könnten dort Nagas und Nagakönige ebenfalls eine poltische Rolle gehabt haben und wichtige Stämme oder Clan, die an Flüssen leben, repräsent haben. (Das ist natürlich jetzt nur eine eher unfundierte Spekulation) Und wenn so ein Clan aus seiner traditionellen politisch/religiösen Struktur ausbricht, und sich dem Buddhismus zuwendet, dann kann das innerhalb der Naga-Struktur bedeuten, dass der Naga stellvertrenden für das Gemeinwesen zum Buddhismus konvertiert.

    Für uns ist so ein Denken natürlich eher bizarr, aber auch bei uns ist es ja, so , dass unter den Gesellschaftern eines Unternehmens nicht nur sterbliche Menschen sein können, sondern eben auch potentiell unsterbliche "juritische Personen" wie GmbHs. Auch wir haben also "kollektive Wesenheiten" -auch wenn uns der fiktive Charakter immer bewusst bleibt. Eine Vorschrift, dass nur ein mensch Mönch werden kann und keine Clan und das ihn repräsentierende Flussgott, macht absolut Sinn.

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  • Max Schenzle
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    • #46
    accinca:
    kesakambalo:

    Hi, für die sogenannte Sexualität gibt es ein Hintertürchen.

    Da wird gesagt, dass, falls der Fall eintritt, dass es dich fast verreist, kannst du Sex machen.

    Das halte ich für ein übles Gerücht was es auch ist.

    Davon habe ich jedenfalls noch nie was gelesen.

    Hi, weil ich es gelesen habe, weiß ich es auch! Es gibt auch ab und zu Hintertürchen zu den Assagen!

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    • 29. Januar 2019 um 11:24
    • #47
    kesakambalo:
    Monikadie4.:

    Selbst wenn dies kein Märchen ist (es sollen sogar 500 gewesen sein), dann betraf es seine Zeit, bevor Siddhartha ein Buddha wurde.

    Den Quatsch hast Du schön des öfteren verbreitet.

    _()_

    Hi, dazu kannst du doch selbst mal den Pali-Kanon inspizieren!

    Nenn mir doch bitte mal die Stelle.

  • accinca
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    • 29. Januar 2019 um 11:26
    • #48
    kesakambalo:
    accinca:

    Das halte ich für ein übles Gerücht was es auch ist.

    Davon habe ich jedenfalls noch nie was gelesen.

    Hi, weil ich es gelesen habe, weiß ich es auch! Es gibt auch ab und zu Hintertürchen zu den Assagen!

    Dein "Lesen" kenne ich. Wenn du nicht genau angeben kannst wo das

    im PK stehen soll, mit genauem Text, ist es nichts wert.

  • Grashuepfer
    Gast
    • 29. Januar 2019 um 18:47
    • #49

    Danke SPK für die zusätzlichen Informationen, und besonderen Dank an void für die ausführliche Erklärung. Ich meinte ein bisschen was anderes, aber das geht völlig vom Threadthema hier weg.

    Aber, um euch nicht raten zu lassen: Da hier viele Praktizierende sind, die sehr vom Pali-Kanon überzeugt sind, würde es mich eben interessieren, was ihr mit solchen Geschichten macht. Ich mein, es gibt offenbar keine Nagas :) Lest ihr es als Metapher, als zeitgeschichtliche Sache? Und so weiter... aber ich würd trotzdem vorschlagen, es dabei zu belassen, weil ja die Ausgangsfrage eine andere ist. Womöglich besprechen wir das bei Gelegenheit mal an deinem anderen Ort.

    Aber super, solch eine Rückmeldung zu bekommen. War sehr interessant, auch wenn dieses konkrete Textstückfür mich wohl vor allem ein historisches Artefakt ist.

  • Xyz
    Gast
    • 29. Januar 2019 um 19:30
    • #50

    Vom Pali-Kanon überzeugt hört sich irgendwie nach den Zeugen J. an.

    Schon ok, Ist schon recht, wenn’s Dir nur hilft....

    ....Weiter zu Fuß unterwegs..🙏

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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