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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Hat schon mal jemand probiert die Mönchsregeln beim Essen einzuhazlen?

  • Anandasa
  • 2. Dezember 2018 um 22:55
  • Zum letzten Beitrag
  • Doris
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    • 3. Dezember 2018 um 16:42
    • #26
    Martin1980:

    Wenn es euch um das abnehmen geht, empfehle ich eine vegane bzw vegetarische Ernährung.

    Das funktioniert nicht wirklich und vor allem nicht bei jedem.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • FrankMichael
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    • 3. Dezember 2018 um 16:44
    • #27
    Martin1980:

    Wenn es euch um das abnehmen geht, empfehle ich eine vegane bzw vegetarische Ernährung.

    Naja mann kann als Vegetarier oder Veganer sehr Mollig werden,da kenn ich so ein bis zwei Beispiele,denn Fett und vor allem Zucker sind vegetarisch und vegan !

    Ich wäre zum Beispiel ein echter Brocken mit 100 Kilos troz Veganität :grinsen:

    Das Problem ist,du glaubst du hast Zeit.


    -Buddha-

  • Martin1980
    Gast
    • 3. Dezember 2018 um 16:48
    • #28
    Doris:
    Martin1980:

    Wenn es euch um das abnehmen geht, empfehle ich eine vegane bzw vegetarische Ernährung.

    Das funktioniert nicht wirklich und vor allem nicht bei jedem.

    1. Bei mir hat es funktioniert

    2. Habe ich nicht behauptet.

    Es war ein Empfehlung.

    Klärt das mit euren Ärzten ab!

  • jianwang
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    • 3. Dezember 2018 um 16:51
    • #29

    Gier und pragmatische Gründe …. weder noch … denn zu Zeiten Buddhas gab es noch nicht diese "Schwemme" buddhistischer Mönche … oder glaubt einer an die 84000 auf dem Geierberg …

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • jianwang
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    • 3. Dezember 2018 um 16:55
    • #30
    Doris:

    alles in eine schale zu tun, halte ich für unnötige kasteiung. essen sollte auch schmecken, weil das wichtig ist für die bekömmlichkeit. genau dafür haben wir die geschmacksnerven, sie schützen uns und helfen bei der auswahl der nahrung, die ungiftig und gesund ist.

    Zitat

    Mönche, lehnt nichts ab und nehmt nichts an, nur weil ihr eine Abneigung oder Zuneigung habt. Stillt einfach Euren Hunger und erhaltet Eure Körper.

    So ähnlich ( aber dem Sinn nach genau ) steht es in einer Lehrrede des Erhabenen.

    Werte Doris, wie war noch die Stellung des Buddhismus zum Körper ?

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

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  • jianwang
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    • 3. Dezember 2018 um 16:59
    • #31

    Oh nein, wieder Kampf der Essensgewohnheiten … lasst es einfach … denn es hat keinen Sinn im Dhamma

    Ich habe ( nicht lange Zeit ) in Asien vom Betteln gelebt. Das Erste, was unser ältester Mönch sagte : Esst Alles, was kommt. Das Zweite : Seid stolz.

    Die Vorstellung, das Buddhisten vegetarisch leben MÜSSEN ist eine falsche Auffassung vom Tötungsverbot. Und man darf auch nicht die mönchischen Gemeinschaften als Masstab nehmen, die sich grösstenteils selbst ernähren ( wie die späteren Ch´an ).

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

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  • Martin1980
    Gast
    • 3. Dezember 2018 um 17:04
    • #32
    jianwang:

    Gier und pragmatische Gründe …. weder noch … denn zu Zeiten Buddhas gab es noch nicht diese "Schwemme" buddhistischer Mönche … oder glaubt einer an die 84000 auf dem Geierberg …

    Es reichen 200. Aber das versteht nur jemand, der es live erlebt hat.

    Während unsere Wanderung (thudong) im burmesischen grenzgebiet konnten wir nicht genug essen sammeln für 9 Mönche, 2 samanehn (Novizen), 2 pakhao (Menschen mit 8 Regeln).

    Die Zahlen mögen leicht übertrieben sein, aber für ein Dorf mit 500 Einwohner sind 100 bhikkhus nicht mehr tragbar.

    Metta!

  • Grashuepfer
    Gast
    • 3. Dezember 2018 um 17:09
    • #33
    Martin1980:

    Weder der thailändische Buddhismus noch der ursprüngliche Orden hat eine vegetarische Ernährung gefordert. Es gibt inzwischen eine eigene Polizei die gegen diese Mönche vorgeht.

    Glaubenspolizei? :shock: Was könnte dabei auch schiefgehn? Wobei, im Dienste des Vegetarismus könnte ichs noch vertreten }:-).

    Im Ernst, und zum Thema: Ich finds auch eine gute Idee, mal mit Intervallfasten einzusteigen. Jeder Körper ist anders - manche Leute haben kaum ein Problem damit, anderen tut es gar nicht gut. Versucht macht klug, nichtwahr. Ich persönlich mach auch gerne mal die katholische Fastenzeit mit - einfach mal ganz simple grundständige Nahrung essen. Nix gezuckertes, abgefahrenes, nix vom anderen Ende des Planeten, und grade so, dass man satt ist. Eine schöne, universelle Übung in Genügsamkeit, das sollte doch im Sinne der Ausgangsfrage sein.

  • Martin1980
    Gast
    • 3. Dezember 2018 um 17:09
    • #34
    jianwang:

    Oh nein, wieder Kampf der Essensgewohnheiten … lasst es einfach … denn es hat keinen Sinn im Dhamma

    Ich habe ( nicht lange Zeit ) in Asien vom Betteln gelebt. Das Erste, was unser ältester Mönch sagte : Esst Alles, was kommt. Das Zweite : Seid stolz.

    Die Vorstellung, das Buddhisten vegetarisch leben MÜSSEN ist eine falsche Auffassung vom Tötungsverbot. Und man darf auch nicht die mönchischen Gemeinschaften als Masstab nehmen, die sich grösstenteils selbst ernähren ( wie die späteren Ch´an ).

    Alles essen ist nicht erlaubt, weil wir nichts aufbewahren durften. Es sollte auch nichts verschwendet werden.

    Die Schale musste gelehrt werden. (Ausnahme :Knochen, Fremdkörper)

    Aufforderung zum stolz wäre bei uns ein (niedriger) Verstoß gewesen.

    Bezüglich Vegetarismus stimme ich ihnen zu

  • Martin1980
    Gast
    • 3. Dezember 2018 um 17:15
    • #35
    Grashuepfer:
    Martin1980:

    Weder der thailändische Buddhismus noch der ursprüngliche Orden hat eine vegetarische Ernährung gefordert. Es gibt inzwischen eine eigene Polizei die gegen diese Mönche vorgeht.

    Glaubenspolizei? :shock: Was könnte dabei auch schiefgehn? Wobei, im Dienste des Vegetarismus könnte ichs noch vertreten }:-).

    Zu Zeiten Buddhas hatten die ersten 100 bis 500 Mönche kaum Gebote.

    Je größer der orden wurde, desto mehr gebote wurden notwendig.

    Die Polizei der Mönche ist notwendig, weil die Skandale immer mehr wurden. Ihre Befugnisse sind aber eingeschränkt. Sie können nicht einmal Mönche die Robe abnehmen. Dafür sind andere zuständig.

  • Martin1980
    Gast
    • 3. Dezember 2018 um 17:21
    • #36
    FrankMichael:
    Martin1980:

    Wenn es euch um das abnehmen geht, empfehle ich eine vegane bzw vegetarische Ernährung.

    Naja mann kann als Vegetarier oder Veganer sehr Mollig werden,da kenn ich so ein bis zwei Beispiele,denn Fett und vor allem Zucker sind vegetarisch und vegan !

    Ich wäre zum Beispiel ein echter Brocken mit 100 Kilos troz Veganität :grinsen:

    Ein Arzt kann Ihnen weiterhelfen.

    Die buddhistische Lehre löst andere Fragen und Probleme. Alles Gute!

  • Alephant
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    • 3. Dezember 2018 um 17:24
    • #37

    [lz]

    essen sollte auch schmecken, weil das wichtig ist für die bekömmlichkeit. genau dafür haben wir die geschmacksnerven, sie schützen uns und helfen bei der auswahl der nahrung, die ungiftig und gesund ist[/lz]

    Das Geschmacksempfinden entsteht in Abhängigkeit auch von den Sinnesorganen und kann auch ziemlich "gestört" sein. Man kann sich ein ungesundes Geschmacksempfinden auch angewöhnen.

    Geradezu giftig ist ja zB der Zucker. Unsere Gesellschaft konsumiert den in Massen. Gestörtes Geschmacksempfinden.


    :earth:

  • Alephant
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    • 3. Dezember 2018 um 17:35
    • #38

    Eigentlich wäre das jetzt Leonies Post. Dass man die Sache mit der Nahrung und Nahrungsaufnahme von einem weiteren Standpunkt betrachtet.


    [lz]

    "Freilich, Brüder. Wenn, ihr Brüder, der edle Jünger die Nahrung erkennt und der Nahrung Entwicklung, der Nahrung Auflösung erkennt und das zu der Nahrung Auflösung führende Vorgehen, hat er insofern, ihr Brüder, die rechte Ansicht, ist seine Ansicht eine ehrliche, seine Liebe zur Lehre erprobt, gehört er dieser edlen Lehre an. Was ist nun, Brüder, die Nahrung, was ist der Nahrung Entwicklung, was ist der Nahrung Auflösung, was ist das zu der Nahrung Auflösung führende Vorgehen?

    Vier Arten der Nahrung (āhāra), ihr Brüder, sind für die Wesen vorhanden, den entstandenen zur Erhaltung, den entstehenden zur Entwicklung; welche vier?

    • Körperbildende Nahrung, grob oder fein, (kabalinkāra)
    • zweitens Berührung (phassa),
    • drittens Geistiger Wille (cetanā),
    • viertens Bewußtsein (viññāna).

    Die Entwicklung des Durstes bedingt die Entwicklung der Nahrung, die Auflösung des Durstes bedingt die Auflösung der Nahrung. Das aber ist der edle achtfältige Weg, das zu der Nahrung Auflösung führende Vorgehen, nämlich: rechte Ansicht, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit, rechte Sammlung.

    "Es kennt nun, ihr Brüder, der edle Jünger also die Nahrung, also die Entwicklung der Nahrung, also die Auflösung der Nahrung, also das zur Auflösung der Nahrung führende Vorgehen, und er hat die Tendenz der Gier völlig verleugnet, die Tendenz des Widerwillens verscheucht, die Tendenz der Ichheit vertilgt, das Nichtwissen verloren, das Wissen erworben, so macht er dem Leiden noch in diesem Leben ein Ende. Insofern, ihr Brüder, hat da ein edler Jünger die rechte Ansicht, ist seine Ansicht eine ehrliche, seine Liebe zur Lehre erprobt, gehört er dieser edlen Lehre an."[/lz]

    Majjhima Nikaya 9


    :earth:

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    • 3. Dezember 2018 um 17:48
    • #39

    @Martin1980

    Werden den Mönchen in Thailand die Speisen eigentlich verpackt in die Schale gelegt? Seitdem ich das mal gesehen habe, hab ich darüber nachgedacht, wie zb.: der gekochte Reis in die Schale wandert. So genau wollte ich als Touri aber auch nicht nachsehen, das hat mich geschämt :oops:. Aber Dich kann ich ja jetzt danach fragen. :) Danke!

  • Doris
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    • 3. Dezember 2018 um 17:58
    • #40
    jianwang:
    Doris:

    alles in eine schale zu tun, halte ich für unnötige kasteiung. essen sollte auch schmecken, weil das wichtig ist für die bekömmlichkeit. genau dafür haben wir die geschmacksnerven, sie schützen uns und helfen bei der auswahl der nahrung, die ungiftig und gesund ist.

    Zitat

    Mönche, lehnt nichts ab und nehmt nichts an, nur weil ihr eine Abneigung oder Zuneigung habt. Stillt einfach Euren Hunger und erhaltet Eure Körper.

    So ähnlich ( aber dem Sinn nach genau ) steht es in einer Lehrrede des Erhabenen.

    Werte Doris, wie war noch die Stellung des Buddhismus zum Körper ?

    _()_

    was sagt der dalai lama: auch nach der erleuchtung schmeckt scheiße noch nach scheiße.

    abneigung und zuneigung, wenn damit gemeint ist, man soll auch dinge essen, vor denen man sich ekelt oder die uns durch ihren geschmack anzeigen, dass sie schädlich, verdorben und gar giftig sind? soll das der mitfühlende rat des buddha sein? das kann ich nicht glauben.

    ich denke eher, dass es dabei darum geht, sich nicht zu verkünsteln. also zu meckern, wenn es spaghetti gibt statt der bevorzugten tortellini. oder aus den klosterküchen gourmettempel zu machen. wenn ich irgendwo zu gast bin und erhalte nur reis, dann soll ich damit zufrieden sein und nicht nach sauce verlangen oder mich darüber beschweren, dass es nicht der kostbarste basmati ist.

    es gehört zur gesunderhaltung, dass wir dinge essen, die den speichelfluss anregen, also die geschmacksnerven zumindest nicht beleidigen.

    über bestimmte gelüste werden vom körper auch signale ausgesendet, welche bestandteile einer nahrung er benötigt. nicht umsonst kommt es vor, dass schwangere unbändigen appetit auf steine haben ja kalk von den wänden kratzen. ihr körper signalisiert einen mangel und sagt instinktiv, was gebraucht wird. bevor meine schilddrüsenunterfunktion von den ärzten erkannt wurde, hatte ich ein unstillbares verlangen nach fisch. gekocht, roh, ungewürzt, war egal, am besten dauernd. das hörte sofort auf, als ich gut eingestellt war. kinder lehnen oft lange bestimmte lebensmittel ab. das ist ein angeborener instinkt, der sie davor bewahrt giftiges zu essen. allergiker haben oft einen ekel vor den nahrungsmitteln, die sie nicht vertragen.

    ich verstehe den dharma so, dass er uns zu bescheidenheit und mäßigung auffordert, nicht zur kasteiung. zur erhaltung des körpers gehört auch die angemessene ernährung. es darf schmecken. aber es soll nicht ständig gegessen werden ohne not, nur weil es gerade schmeckt und die gier so groß wird. wann die gier ins spiel kommt, dass muss jeder für sich durch achtsamkeit erkennen.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Martin1980
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    • 3. Dezember 2018 um 18:07
    • #41
    minestrone:

    @Martin1980

    Werden den Mönchen in Thailand die Speisen eigentlich verpackt in die Schale gelegt? Seitdem ich das mal gesehen habe, hab ich darüber nachgedacht, wie zb.: der gekochte Reis in die Schale wandert. So genau wollte ich als Touri aber auch nicht nachsehen, das hat mich geschämt :oops:. Aber Dich kann ich ja jetzt danach fragen. :) Danke!

    Reis wandert ohne Verpackung in die Schale. Suppe und Curry kommen in einer kleinen Plastiktüte.

    Es gibt eine Art von süßen Reis mit Früchten der in Bananenblätter eingewickelt ist. Bis auf den Reis wird alles von Menschen die hinter den Mönchen stehen, eingesammelt.

    Aus hygienischen Gründen wird das meiste im Kloster noch einmal aufgekocht. Manche spender bringen das essen auch direkt ins Kloster. Dort wird das Essen an die Mönche, Nonnen, Novizen übergeben. Nach einer Zeremonie und Kontemplation beginnen die Ordinierten mit dem Essen.

    Das restliche Essen wird an Besucher und Arbeiter aufgeteilt.

    Die Reste davon erhalten die Hunde, Katzen, Vögel.

    Metta!

  • Doris
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    • 3. Dezember 2018 um 18:15
    • #42
    pops:
    [lz]

    essen sollte auch schmecken, weil das wichtig ist für die bekömmlichkeit. genau dafür haben wir die geschmacksnerven, sie schützen uns und helfen bei der auswahl der nahrung, die ungiftig und gesund ist

    [/lz]

    Das Geschmacksempfinden entsteht in Abhängigkeit auch von den Sinnesorganen und kann auch ziemlich "gestört" sein. Man kann sich ein ungesundes Geschmacksempfinden auch angewöhnen.

    Geradezu giftig ist ja zB der Zucker. Unsere Gesellschaft konsumiert den in Massen. Gestörtes Geschmacksempfinden.


    :earth:

    das ist richtig. wobei das verlangen nach süßem angeboren ist. weil süße bedeutet kohlehydrate, und die sind überlebenswichtig. kohlehydrate werden bereits im mund aufgespalten und schmecken süß. das signaliert uns: iss das! hier ist energie drin!

    die milch ist süß, also das erste nahrungsmittel überhaupt. die künstlichen zuckerzugaben machen süchtig.

    um so eine störung wieder aufzulösen, isst man über eine längere zeit möglichst unverarbeitete und unvermischte lebensmittel. achtsam und gut kauen. das trainiert die geschmacksnerven und bringt die übersteigerte insulinproduktion wieder ins gleichgewicht.

    wenn man die geschmacksnerven wieder sensibilisiert hat, dann kann man nicht viel milchschokolade verdrücken. selbst ein stück erscheint einem schon viel zu süß. ein einfacher apfel wird hingegen zur sensation und man ist nach dem genuss gesättigt. das verlangen nach stark verabeiteter nahrung nimmt ab, und statt gier nach mehr, tritt gesättigtsein und zufriedenheit mit wenig ein.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Alephant
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    • 3. Dezember 2018 um 18:32
    • #43

    Ich finde gerade die Betrachtung in dem grossem Zusammenhang zu anderen Nahrungsarten & -aufnahmen hilfreich. Es gibt auch einen heilsamen & achtsamen Umgang mit der körpererhaltenden & bildenden Nahrung.

    Geschmacksempfinden ändert sich, glaube ich, so stark, dass jemand der 2 Wochen hungern muss, sehr viel mehr "geniessen" kann als ein anderer, der nicht so hungern musste.


    :earth:

  • Anandasa
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    • 3. Dezember 2018 um 18:36
    • #44
    Martin1980:
    Bis auf den Reis wird alles von Menschen die hinter den Mönchen stehen, eingesammelt.

    Wie ist das zu verstehen? Nur aus Interesse ... Die nehmen es den Mönchen weg und essen es selbst oder wie?

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Martin1980
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    • 3. Dezember 2018 um 18:40
    • #45
    Anandasa:
    Martin1980:
    Bis auf den Reis wird alles von Menschen die hinter den Mönchen stehen, eingesammelt.

    Wie ist das zu verstehen? Nur aus Interesse ... Die nehmen es den Mönchen weg und essen es selbst oder wie?

    Hab mich nicht deutlich ausgedrückt. Entschuldigung!

    Sie sind Helfer. Es kommen oft dutzende Kilo an Speisen zusammen.

  • FrankMichael
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    • 3. Dezember 2018 um 18:45
    • #46
    Martin1980:

    Ein Arzt kann Ihnen weiterhelfen.

    Die buddhistische Lehre löst andere Fragen und Probleme. Alles Gute!

    Ein Arzt ?

    Ein verwegener Rat:lol:

    Das Problem ist,du glaubst du hast Zeit.


    -Buddha-

  • Monikamarie
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    • 3. Dezember 2018 um 19:02
    • #47
    Doris:

    das ist richtig. wobei das verlangen nach süßem angeboren ist. weil süße bedeutet kohlehydrate, und die sind überlebenswichtig. kohlehydrate werden bereits im mund aufgespalten und schmecken süß. das signaliert uns: iss das! hier ist energie drin!

    die milch ist süß, also das erste nahrungsmittel überhaupt. die künstlichen zuckerzugaben machen süchtig.


    um so eine störung wieder aufzulösen, isst man über eine längere zeit möglichst unverarbeitete und unvermischte lebensmittel. achtsam und gut kauen. das trainiert die geschmacksnerven und bringt die übersteigerte insulinproduktion wieder ins gleichgewicht.

    wenn man die geschmacksnerven wieder sensibilisiert hat, dann kann man nicht viel milchschokolade verdrücken. selbst ein stück erscheint einem schon viel zu süß. ein einfacher apfel wird hingegen zur sensation und man ist nach dem genuss gesättigt. das verlangen nach stark verabeiteter nahrung nimmt ab, und statt gier nach mehr, tritt gesättigtsein und zufriedenheit mit wenig ein.

    Danke, das wollte ich auch ähnlich argumentieren.

    Das erste, was ein Säugetier zu sich nimmt, ist Milch, die ist süß. Aus besagtem Grund. An Gemüse und Fleisch, das nicht süß ist, muss sich das Baby erst mal gewöhnen. Genauso umgekehrt, die Abgewöhnung von Industriezucker ist innerhalb von 14 Tagen möglich.

    _()_

  • Doris
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    • 3. Dezember 2018 um 19:06
    • #48
    pops:

    Ich finde gerade die Betrachtung in dem grossem Zusammenhang zu anderen Nahrungsarten & -aufnahmen hilfreich. Es gibt auch einen heilsamen & achtsamen Umgang mit der körpererhaltenden & bildenden Nahrung.

    Geschmacksempfinden ändert sich, glaube ich, so stark, dass jemand der 2 Wochen hungern muss, sehr viel mehr "geniessen" kann als ein anderer, der nicht so hungern musste.


    :earth:

    ich habe früher jedes jahr zwei wochen gefastet.

    es ist wirklich so. fastenbrechen ging dann z.b. mit einer scheibe knäckebrot. ich benötigte ewig um dieses aufzuessen. der geschmack, der sich in meinem mund entfaltet, war vielfältig. und dann die dankbarkeit darüber, eine scheibe knäckebrot essen zu dürfen.

    ich vergesse auch nie die erfahrung, als ich mal nach einer op, nach der ich unter extremen durst litt, versehentlich lange nichts zu trinken bekam (damals gab man nicht so viel infusionen, die das hätten kompensieren können) und nicht einmal den mund feucht machen durfte, einen schluck kamillentee zum auspülen bekam. allein die zunge in feuchtigkeit tauchen zu dürfen! ich vergesse nie mehr, was durst wirklich bedeutet.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • hiri
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    • 3. Dezember 2018 um 19:42
    • #49

    Es ist unglaublich, wie schnell das Diskussionsniveau sinkt sobald es um das Thema Ernährung geht. Respektloses Gekeife und gefährliches Halbwissen rausposaunt von Hobby-Ernährungsberatern. Manche sollten sich endlich eingestehen, dass man an wohlschmeckendem Essen stark haften kann, ich kenne das von mir selbst nur zu gut. Danke aber an @Martin1980 für all die spannenden, authentischen Einblicke. :)

    Meine Hauptmahlzeit esse ich am frühen Nachmittag, davor habe ich noch keinen wirklichen Appetit. Manchmal bleibt das meine einzige Mahlzeit, manchmal esse ich Abends noch einen kleinen Snack oder ich trinke etwas Buttermilch. Ausprobiert habe ich schon vieles, aber so fühle ich mich am wohlsten.

  • Monikamarie
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    • 3. Dezember 2018 um 19:53
    • #50
    Markus:

    Es ist unglaublich, wie schnell das Diskussionsniveau sinkt sobald es um das Thema Ernährung geht. Respektloses Gekeife und gefährliches Halbwissen rausposaunt von Hobby-Ernährungsberatern. Manche sollten sich endlich eingestehen, dass man an wohlschmeckendem Essen stark haften kann ...

    Was Du als respektloses Gekeife und rausposauntes gefährliches Halbwissen empfindest, ist ein Grund für Dich, mal darüber zu meditieren, ob Deine Wahrnehmung aus einem respektvollen Denken erwächst oder ob Du vielleicht Deine Betonung während des Lesens korrigieren solltest. Manchmal reicht es schon, die Perspektive zu ändern, um Gelesenes/Gehörtes wohlwollend einordnen zu können.

    _()_

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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