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Achtsamkeit und Leistungszwang

  • anfaenger
  • 24. August 2018 um 12:20
  • Geschlossen
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  • accinca
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    • 8. September 2018 um 10:24
    • #101
    hedin02:

    Was hat es mit "rechter Achtsamkeit" auf sich?

    Wofür steht die "rechte......?

    Vielleicht: immer positiv denken, bzw. immer positiv Achtsam sein?

    Wir reden doch über sammāsati und micchāsati (siehe z.B.; D 34)

    Wobei sati manchmal mit Achtsamkeit wie auch mit Einsicht oder Eingedenksein

    übersetzt wird. Falls du es nicht wissen solltest, der Buddha hat den

    achtfachen rechten Pfad und den achtfachen falschen Pfad gelehrt.

    Zitat

    Was für acht Dinge sind auszubilden?

    Der heilige achtfältige Weg, und zwar: rechte Erkenntnis, rechte Gesinnung, rechte Rede,

    rechtes Handeln, rechtes Wandeln, rechtes Mühen, rechte Achtsamkeit, rechte Einigung;

    diese acht Dinge sind auszubilden.

    Was für acht Dinge sind aufzuheben? Acht Falschheiten:

    falsche Erkenntnis, falsche Gesinnung, falsche Rede, falsches Handeln,

    falsches Wandeln, falsches Mühen, falsche Achtsamkeit, falsche Einigung;

    diese acht Dinge sind aufzuheben.

    Alles anzeigen
  • hedin02
    Gast
    • 8. September 2018 um 21:44
    • #102
    accinca:

    Wir reden doch über sammāsati und micchāsati (siehe z.B.; D 34)
    Wobei sati manchmal mit Achtsamkeit wie auch mit Einsicht oder Eingedenksein
    übersetzt wird. Falls du es nicht wissen solltest, der Buddha hat den
    achtfachen rechten Pfad und den achtfachen falschen Pfad gelehrt.

    „Rechte Achtsamkeit findet lediglich in den meditativen Vertiefungen eine begriffliche Zuweisung:

    Die Grundlagen für die „rechte Achtsamkeit“ sind:

    1. Betrachtung des Körpers (rupa)

    2. Betrachtung der Gefühle (vedana)

    3. Betrachtung des Geistes/Bewusstsein (citta)

    4. Betrachtung der Geist-Objekte. (dhamma)

    Diese 4 Grundlagen werden nacheinander während den meditativen Vertiefungen durch „Achtsamkeit“ betrachtet. Da nun während der Vertiefungen Gier, Hass und Verblendung nach und nach abgebaut werden, erscheinen die 4 Betrachtungen neutral oder heilsam; sie sind dann mit angenehmen oder mit indifferentem Gefühl verbunden.

    Ist dieser Zustand erreicht, spricht man von „rechter Achtsamkeit“. Die heilsamen Zustände bezüglich der 4 Grundlagen sind aber nur scheinbar angenehm oder indifferent, da sich diese Eigenschaft nach dem Austritt aus den Vertiefungen, bzw. beim Eintritt in den weltlichen Bereich/Alltag zum größten Teil wieder verflüchtigen.

    Und hier im Alltag, der ja den längsten Teil unseres Daseins ausmacht, werden heilsame, unheilsame oder indifferente Dinge, durch Achtsamkeit betrachtet…….....das ist die Achtsamkeit, von der ich die ganze Zeit rede.

  • accinca
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    • 8. September 2018 um 22:55
    • #103
    hedin02:

    „Rechte Achtsamkeit findet lediglich in den meditativen Vertiefungen eine begriffliche Zuweisung:

    Das ist in der Lehre des Buddha nicht lediglich in den meditativen Vertiefungen der Fall.

    Gerade auch im Alltag kommt die rechte Achtsamkeit des Pfades zum tragen.

    siehe z.B. M 117

  • hedin02
    Gast
    • 10. September 2018 um 11:53
    • #104
    accinca:

    Das ist in der Lehre des Buddha nicht lediglich in den meditativen Vertiefungen der Fall.

    Gerade auch im Alltag kommt die rechte Achtsamkeit des Pfades zum tragen.

    siehe z.B. M 117

    Das Wesen der „rechten Achtsamkeit“ speziell im überweltlichen Bereich habe ich schon mit meinen Worten beschrieben.

    Nun möchte ich noch auf die „Achtsamkeit“ im weltlichen/Samsara eingehen:

    Der Geistfaktor der weltlichen „Achtsamkeit“, hat die Funktion, alle Dinge, die an den 6 Sinnen erscheinen, zu betrachten, sie zu durchleuchten, und sie so wiederzugeben, dass sie dann von den folgenden Geistfaktoren beurteilt und bewertet werden können.

    Die Achtsamkeit ist also in einem Bewusstseinsmoment ein allgegenwärtiger Faktor, der nicht feststellt, ob das vor den Sinnen erscheinende Ding nun karmisch heilsam oder unheilsam zu beurteilen ist, oder ob die Dinge von angenehmen, unangenehmen oder neutralen Gefühlen begleitet sind.

    Ohne die ständig betrachtende „Achtsamkeit“ im Samsara ist Bewusstsein nicht möglich.

    Einmal editiert, zuletzt von hedin02 (10. September 2018 um 11:58)

  • Aravind
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    • 10. September 2018 um 13:58
    • #105
    hedin02:

    Die Achtsamkeit ist also in einem Bewusstseinsmoment ein allgegenwärtigerFaktor, der nicht feststellt, ob das vor den Sinnen erscheinende Ding nun karmischheilsam oder unheilsam zu beurteilen ist, oder ob die Dinge von angenehmen, unangenehmen oderneutralen Gefühlen begleitet sind.

    Hier könnte das Missverständnis liegen. Ich behaupte, keiner hier hat gesagt, dass es um Bewertung geht. Sonder der Prozess der Achtsamkeit, den Du beschreibst, "erzeugt" Heilsames, weil er Gier, Hass und Verblendung verringert.

    Gerade in der Nicht-Bewertung liegt ja das Heilsame.

    Nicht-Heilsame Achtsamkeit wäre für mich, wenn ich beispielsweise die Achtsamkeit auf den Atem über längere Zeit verwende, um meine Gefühle nicht zu spüren (die Verwendung der Achtsamkeit also auf Hass/Abneigung beruht).


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • accinca
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    • 10. September 2018 um 14:37
    • #106

    Ich glaube die Achtsamkeit wird vom Buddha verglichen mit einem Wachmann der

    auf Wache ist und merkt wenn Feinde eindringen wollen und wehrt sie ab.

  • Anandasa
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    • 10. September 2018 um 21:55
    • #107
    anfaenger:

    Lange Rede - kurzer Sinn: Achtsamkeit (für die eigenen Bedürfnisse) und Leistungszwang. Wie bringt ihr das zusammen? Oder habe nur ich das Problem?

    Ich denke, dass diejenigen mit Achtsamkeit die Leistungsfähigeren sind - und das nicht, weil ich das vorweggenommene Ergebnis decken will. In meinem Beruf kann man sehr viel erledigen, wenn man gut nachdenkt bevor man anfängt was zu machen. Ich habe schon oft beobachtet, dass es die Leidenschaftlichen gibt, die tun und machen und rödeln und das mit viel Herzblut und Leidenschaft. Dann gibt es die, die etwas nüchtern-mathematisch angehen und viel schneller fertig sind als die Leidenschaftlichen. Sie sind insbesondere gut darin schwer zu findende Fehler in relativ kurzer Zeit rauszubekommen.

    Wer Leistungszwang aushebeln kann und beständig mit klaren Geist und Achtsamkeit arbeitet, kommt nach meiner Meinung weiter und v.a. in einem Alter ab Mitte 40 geht es mit den Leidenschaftlichen nicht mehr weiter. Die Batterien sind dann aufgebraucht und man muss eine andere Herangehensweise finden. Kenne ich sehr gut von mir selbst. Zum Glück stieß ich auf ein kleinen Büchlein mit dem Titel "Die Lehre Buddhas". Ohne dieses Büchlein hätte ich wohl keinen Weg nach draußen gefunden.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • anfaenger
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    • 12. September 2018 um 10:57
    • #108

    Hallo Anandasa,

    über Dein Post muss ich gerade schmunzeln und bewundere andererseits auch Deine Analyse. ;) Ich sehe das alles genauso, wobei ich mich unter die Leidenschaftler einreihen möchte/muss ...

    Ich stehe gerade vor einem beruflichem Umbruch (das was ich mache, mag ich nicht mehr - was ich sonst machen könnte, weiß ich noch nicht). Natürlich wieder mal mit 1000 Ideen im Kopf und einer innerlichen Hektik, die man leider auch als blinden Aktionismus bezeichnen könnte, wie Du oben so schön schreibst.

    Seit Tagen habe ich nicht mal die Ruhe gefunden, um zu meditieren. War auch noch im Umzugsstress. Heute morgen habe ich mich dann fast gezwungen und das Gedankenkarussell wollte und wollte mich nicht in Ruhe lassen ...

    Dann wurde mir auf einmal klar: Ja, genau das bin ich. Und so versuche ich auch Entscheidung zu erzwingen. Mit hektischer Betriebsamkeit. Es war mir eine Lehre, keine "Meditationspause" mehr einzulegen und dass ich diese Achtsamkeit absolut benötige, um eine passende Entscheidung zu treffen.

    Dennoch habe ich immer noch ein inneres Unbehagen, wenn ich meinen Geist oder mein Bewusstsein in zwei Teile spalten muss. Da ist dieses "Alltagsgehirn", das mich eigentlich antreibt und das ich bis vor wenigen Wochen für die einzige Realität gehalten habe.

    Und da ist diese "Leere", die der Beobachter ist. Ich weiß es nicht besser zu beschreiben, aber irgend etwas fühlt sich immer noch verkehrt an ...

    LG, Anfängerin

  • Kaffeebohne
    Gast
    • 12. September 2018 um 11:36
    • #109

    Eigentlich nicht. Der Beobachter ist immer da, Du erlaubst ihm nur zunehmend, ins Bewusstsein zu treten. Wie ein Muskel, den Du trainierst - er ist immer da, aber Du bemerkst ihn erst durchs Training.

  • Aravind
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    • 12. September 2018 um 11:46
    • #110
    anfaenger:

    Seit Tagen habe ich nicht mal die Ruhe gefunden, um zu meditieren. War auch noch im Umzugsstress. Heute morgen habe ich mich dann fast gezwungen und das Gedankenkarussell wollte und wollte mich nicht in Ruhe lassen ...


    Dann wurde mir auf einmal klar: Ja, genau das bin ich. Und so versuche ich auch Entscheidung zu erzwingen. Mit hektischer Betriebsamkeit. Es war mir eine Lehre, keine "Meditationspause" mehr einzulegen und dass ich diese Achtsamkeit absolut benötige, um eine passende Entscheidung zu treffen.

    :!::!::!::like:

    anfaenger:

    Dennoch habe ich immer noch ein inneres Unbehagen, wenn ich meinen Geist oder mein Bewusstsein in zwei Teile spalten muss. Da ist dieses "Alltagsgehirn", das mich eigentlich antreibt und das ich bis vor wenigen Wochen für die einzige Realität gehalten habe.


    Und da ist diese "Leere", die der Beobachter ist. Ich weiß es nicht besser zu beschreiben, aber irgend etwas fühlt sich immer noch verkehrt an ...

    Veilleicht hilft es, wenn Du noch liebender und gütiger Deinem Alltagsgehirn gegenüber bist. :heart: Die Grundlage scheint mir gelegt.

    Liebe Grüße an beide, Aravind.

  • Anandasa
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    • 12. September 2018 um 11:49
    • #111
    anfaenger:

    Und da ist diese "Leere", die der Beobachter ist. Ich weiß es nicht besser zu beschreiben, aber irgend etwas fühlt sich immer noch verkehrt an ...

    Was meinst du hier mit "Leere"? Sich innerlich leer fühlen ohne Lebensinhalt und so? Das habe ich auch lange gehabt. Falls es so gemeint ist, liegt der "Trick" darin die Leere mit Metta zu füllen, also Freundlichkeit, Großzügigkeit, positives Denken, Mitfreude, Mitgefühl. Wenn man nur versucht allen Lebenwesen gegenüber freundlich zu sein, geht diese Leere weg ;-).

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Noreply
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    • 12. September 2018 um 12:50
    • #112
    anfaenger:

    Hallo Anandasa,
    Dann wurde mir auf einmal klar: Ja, genau das bin ich. Und so versuche ich auch Entscheidung zu erzwingen. Mit hektischer Betriebsamkeit. Es war mir eine Lehre, keine "Meditationspause" mehr einzulegen und dass ich diese Achtsamkeit absolut benötige, um eine passende Entscheidung zu treffen.

     

    Dennoch habe ich immer noch ein inneres Unbehagen, wenn ich meinen Geist oder mein Bewusstsein in zwei Teile spalten muss. Da ist dieses "Alltagsgehirn", das mich eigentlich antreibt und das ich bis vor wenigen Wochen für die einzige Realität gehalten habe.

    Und da ist diese "Leere", die der Beobachter ist. Ich weiß es nicht besser zu beschreiben, aber irgend etwas fühlt sich immer noch verkehrt an ...

    LG, Anfängerin

    Hab ich überlesen.

    Das kenn ich und hab lange an dieser dunklen Wolke gearbeitet. Sehr Kraftraubend, Gedankengebäude zerstörend, irgendwie passten meine Gedanken nicht mehr zu MIR.

    Dann hab ich erkannt das, dass das ist was ich bin. Ich wurde diese "Leere" und erkannte dann das alles anderes Ichsein meine Persönlichkeit ist und nicht ichselber. Seit dem weiss ich das wenn ich was unbedingt will meine Persönlichkeit ist und kann es zulassen oder verhindern. Die Person hat viel zu leiden seitdem ich das erkannt hab. Aber ich kann nie lange Ichselber oder Ichperson sein, das wechselt dauernd. Da ist dann der eine des anderen Erkenner.

  • Monikamarie
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    • 12. September 2018 um 16:14
    • #113
    anfaenger:

    Dennoch habe ich immer noch ein inneres Unbehagen, wenn ich meinen Geist oder mein Bewusstsein in zwei Teile spalten muss. Da ist dieses "Alltagsgehirn", das mich eigentlich antreibt und das ich bis vor wenigen Wochen für die einzige Realität gehalten habe.

    Und da ist diese "Leere", die der Beobachter ist. Ich weiß es nicht besser zu beschreiben, aber irgend etwas fühlt sich immer noch verkehrt an ...

    Hallo Anfängerin,

    wieso spaltest Du Bewusstsein und Geist in zwei Teile? Für mich gibt es kein "Alltagsgehirn". Durch die Stille, den "Ort", den ich innerlich gefunden/erschaffen habe, bin ich immer in der Realität. Ich bezeichne das nicht als "Leere". So ist die Lehre von der Leere auch nicht gemeint. Der Buddha hat die Leere nur deshalb so betont, um dem Seelenglauben seiner Kultur entgegenzuwirken - dass da nichts ist - und er hat es entsprechend begründet.

    Ich habe mich viele Jahre gar nicht darum gekümmert, was Leere bedeutet, es aber irgendwann einfach gewusst.

    Desto mehr auf mich einstürmt, desto ruhiger werde ich. Desto mehr Stress, desto effektiver arbeite ich eins nach dem anderen ab, ohne mich darum zu kümmern, ob das Alltag oder sonstwas ist. Einfach tun. Da ist keine Spaltung.

    _()_

  • anfaenger
    Gast
    • 12. September 2018 um 16:15
    • #114
    Anandasa:
    anfaenger:

    Und da ist diese "Leere", die der Beobachter ist. Ich weiß es nicht besser zu beschreiben, aber irgend etwas fühlt sich immer noch verkehrt an ...

    Was meinst du hier mit "Leere"? Sich innerlich leer fühlen ohne Lebensinhalt und so? Das habe ich auch lange gehabt. Falls es so gemeint ist, liegt der "Trick" darin die Leere mit Metta zu füllen, also Freundlichkeit, Großzügigkeit, positives Denken, Mitfreude, Mitgefühl. Wenn man nur versucht allen Lebenwesen gegenüber freundlich zu sein, geht diese Leere weg ;-).

    Hallo Anandasa,

    nein, das ist es eigentlich nicht. Ich kann das nicht so gut erklären.

    Also: Eigentlich habe ich mich selbst immer mit meinen Gedanken identifiziert. Ich bin das, was da so Tag für Tag in meinem Kopf vorgeht. Dann kam eben dieses: Du bist nicht Deine Gedanken ...

    Der "Beobachter" hat festgestellt, dass ich nicht meine Gedanken bin. Den gab es vorher nicht (dachte ich und wurde gerade von Cfant eines Besseren belehrt, vielen Dank ;)).

    So, jetzt gibt es auf einmal zusätzlich zum Alltagshirn einen "Beobachter" in meinem Gehirn (die Frage ist natürlich auch, ob er tatsächlich in meinem Gehirn ist oder ob das nur eine Vorstellung ist - aber lassen wir das mal so stehen, sonst wird es echt schizo ;)).

    Und dieser "Beobachter" ist für mich so etwas wie Leere: Er hat kein Geschlecht, keine Farbe, keine wirkliche Form, er kommuniziert nicht mit mir (hatte ich schon mal geschrieben und bekam von Festus eine interessante Antwort) und er ist mir absolut unheimlich. Eigentlich will ich ihn gar nicht in meinem Kopf und er oder sie fühlt sich eben irgendwie verkehrt an ...

    Ja, ja - so geht es los und dann kommen die Männer mit den weißen Turnschuhen ... :grinsen:

    LG, Anfängerin

  • anfaenger
    Gast
    • 12. September 2018 um 16:21
    • #115

    Hallo Monika,

    vielleicht ist es eine Frage der Terminologie, aber für mich ist Deine Stille eine Leere. Das hat mit der ganzen buddhistischen Begrifflichkeit von Leere nichts zu tun. Für mich fühlt es sich an wie ein leerer Raum, der mich beunruhigt, aber ich bin auch ganz sicher nicht nicht so weit wie Du.

    LG, Anfängerin

  • anfaenger
    Gast
    • 12. September 2018 um 16:25
    • #116

    Hallo Ellviral,

    ich glaube, Du verstehst, was ich meine. Aber wirklich angenehm ist das nicht, oder? Das darf man eigentlich keinem erzählen ... Du weißt schon, wegen den weißen Turnschuhen ... ;)

    Ehrlich gesagt, würde ich das gerne wieder abstellen, aber ich fürchte, das geht nicht mehr. Die Büchse der Pandora:?:

    LG, Anfängerin

  • Horin
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    6. Mai 2017
    • 12. September 2018 um 21:34
    • #117

    @anfaenger

    Diese Leere bist Du, ohne Ablenkung, ohne Illusionen. Was nicht heisst dass Du nicht auch das bist was diese Leere füllt. Aber warum ertragen viele diese Leere nicht? Warum kommen viele nicht mit dieser Selbstkonfrontation klar und lenken sich lieber ab? Nimm diese Erfahrung dankbar an. Lerne aus ihr und gib Dich dieser Leere hin so wie Du Dich in anderen Aspekten des Lebens hingibst. Es entsteht Angst weil Dein Ichkonzept bedroht ist. Es stirbt in dieser Leere, es kommt aber wieder..jedoch wird es durchblickt als nicht-wie-es-scheint. Diese Leere zeigt, dass Du nicht bist was Du DENKST/GLAUBST. Und das kann Angst machen weil es neu scheint. Keine Sorge, sie nimmt Dir nichts.

    Den Schmetterling des Zen im Netz des Verstandes zu fangen; machen wir uns das klar, dass das nicht geht

  • anfaenger
    Gast
    • 13. September 2018 um 13:05
    • #118
    Lucy:

    PS:

    Achtsamkeit und Leinenzwang

    lese ich in der threadübersicht immer :clown:

    Was uns das wohl sagen will? ;)

    LG, Anfängerin

  • Son
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    • 11. Oktober 2018 um 08:15
    • #119

    Hallo,

    vielleicht sollte man einfach nicht so viel nachdenken und Sachen verkomplizieren, die ganz einfach sind. Wenn man ein wenig achtsam durchs Leben geht, dann ergibt sich vieles von selbst.

    Ich bleibe auch dabei, was ich in einem anderen Beitrag geschrieben habe, weil das betrifft nicht nur mich sondern viele Menschen. Diejenigen, die bewusst leben denken nach und das positive Resultat dieser Gedanken sollte man eben versuchen ins Leben zu übernehmen. Gute Gedanken was "richtig" ist, ist schön, aber ohne das Umsetzen komplett wertlos.

    Die Meditation ist die größte Lebenshilfe für mich - sie steht über allen Angeboten, was das Leben bietet. Sie ist der Schlüssel zu allem. Wie die Meditation erfolgt ist für mich zweitrangig, wichtig ist, dass man sich wohlfühlt dabei und sie konsequent macht, dazu braucht man weder eine Anleitung noch eine Gruppe meiner Ansicht nach, wobei das ist nur meine subjektive Sicht für mich.

    Ich kann das Thema oder Aussagen wie ich habe keine Zeit nicht mehr hören, weil das sagt fast jeder und doch hat jeder seine Lebenszeit, es kommt halt drauf an, wie bzw. mit wem ich sie verbringen will. Und ja es gibt gewisse Zwänge bzw. Verpflichtungen denen man nachkommen muss.

    Wobei ich auch bleibe ist die 100%ige Verantwortung jeden Einzelnen für das was er heute ist. Der Konsumzwang bzw. die Digitalisierung und unser Lebensstil, wo man uns einredet, dass wir das brauchen endet in der Konsequenz der Unfreiheit.

    Du schreibst du lebst sehr bescheiden, das ist gut. Hätte ich immer sehr bescheiden gelebt müsste ich nicht so funktionieren, wie ich das heute machen muss. Wer bescheiden lebt hat wenig Verpflichtungen und somit auch deutlich weniger Druck viel Geld verdienen zu müssen um zu überleben. Es ist schon unsere Verantwortung, wenn wir denken, dass wir alles mögliche brauchen und dann in so ein Hamsterrad kommen, wo wir definitiv permanent funktionieren müssen.

    Auch Menschen die Kinder haben, haben heute immensen Druck. Ich bin dankbar für diese Menschen. Ich könnte es nicht, weil ich weiß mit wie viel Verantwortung und Aufwand ein funktionierendes Familienleben verbunden ist. Ich habe die Entscheidung für mich getroffen, dass ich das nicht kann und nicht will, das kann man als egoistisch bezeichnen, aber es hätte mich überfordert. Ich habe mir immer ein Kind gewünscht als ich jünger war, heute sehe ich so, dass es gut ist, wie es ist.

    Ich habe oft gesagt, die Digitalisierung, die neuen Medien, der Fortschritt, die Veränderung der Gesellschaft sei verantwortlich, dass sich unser Leben so verändert hat. Heute sehe ich das anders, fast jeder hat die Möglichkeit dessen zu entziehen, niemand wird gezwungen da mitzumachen.

    Meine Eltern waren beide selbständig, beide hatten einen 16 Stunden Tag 7 Tage die Woche bis ins höhere Berufsalter. Beide waren lange Zeit psychisch wie körperlich gesund und beide hatten Freude an ihrer Arbeit. Das Wort Stress gab es damals noch gar nicht, wobei sie hatten ihn, aber es war kein negativer Stress, weil sie eben Freude hatten was sie taten.

    Wie gesagt je tiefer ich über alles nachdenke, desto mehr komme ich zum Schluss, dass es letztendlich nach wie vor an uns liegt wie wir leben, wie wir mit den Herausforderungen unserer Zeit umgehen. Es geht auch um Abgrenzung bzw. entscheide immer noch ich, ob ich Druck annehme, ob ich Ärger annehme. Es ist viel mehr in unserer Hand als wir uns zugestehen.

    Es ist einfach eine Ausrede zu sagen, alles ist anders heute und es geht nicht. Ja, die Gesellschaft hat sich verändert, aber im Gegensatz zu dem was auch mir immer wieder gesagt wird, nämlich, dass ich mit der Zeit gehen muss, mich dem Fortschritt nicht verschließen, das ist falsch und das lasse ich mir auch nicht mehr einreden. Alles ist möglich, ich kann auch heute ohne Handy leben, ohne Internet, ohne Fernsehen. Alleine das nimmt massiv Druck und zugegeben, es wird einem schwer gemacht, aber es ist möglich.

    Einschränkend sei erwähnt, das ist nur möglich, wenn man eben wie ich alleine lebt, lebt man in einem Familienverband oder Partnerschaft wird das deutlich schwerer, alles Gute Son

  • void 24. Februar 2023 um 19:22

    Hat das Thema geschlossen.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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