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Meditation über Tod und Vergänglichkeit

  • Helmut
  • 1. Juni 2018 um 16:41
  • Zum letzten Beitrag
  • Helmut
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    • 1. Juni 2018 um 16:41
    • #1

    Hallo miteinander,

    ist es notwendig, erforderlich über den eigenen Tod und die eigene Vergänglichkeit zu meditieren, um auf dem spirituellen Pfad Fortschritte zu machen?

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Frieden-und-Freude
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    • 1. Juni 2018 um 17:18
    • #2

    Ob gezielte Meditationsübungen zu diesem Thema für dich notwendig sind, weiß ich nicht, aber wir erleben doch Anzeichen unserer Vergänglichkeit immer wieder im Alltag: Der Körper zeigt uns schon eindeutig unsere Vergänglichkeit, auch ohne spezielle Übungen dazu.

    Wir werden sozusagen mit der Nase darauf gestoßen. Nicht nur bei den klassischen "Boten" wie Krankheit und Zeichen des Alterns, sondern auch bei kleinen Fehlfunktionen und Missstimmungen des Körpers.

    Bei solchen guten Gelegenheiten erscheint es mir wichtig, dann auch genau hinzuschauen und es deutlich wahrzunehmen, statt darüber hinwegsehen.

    Wichtig ist allerdings, dabei nicht hypochondrisch zu empfinden, sondern der Wahrheit von Anicca und Dukkha mit Gleichmut nachzuspüren.

    Für mich ist das Übung genug.

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • accinca
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    • 1. Juni 2018 um 17:19
    • #3
    Helmut:

    ist es notwendig, erforderlich über den eigenen Tod und die eigene Vergänglichkeit zu meditieren, um auf dem spirituellen Pfad Fortschritte zu machen?

    Zur völligen Erkenntnis der Gier, des Hasses, der Verblendung, von Zorn,

    Wut, Verkleinerungssucht, Herrschsucht, Neid, Geiz, Gleisnerei, Falschheit,

    Hartnäckigkeit, Heftigkeit, Dünkel, Hochmut, Rausch, Lässigkeit; und zu deren

    Durchschauung, Überwindung, Vernichtung, Erlöschung, Abwendung, Zerstörung,

    Entäußerung und zur Loslösung von ihnen sind fünf Dinge zu entfalten.

    Welche fünf?

    Die Betrachtung über die Unreinheit, über den Tod, das Elend, die Widerlichkeit

    der Nahrung und die Reizlosigkeit des ganzen Daseins;

    oder

    die Betrachtung über die Vergänglichkeit, die Ichlosigkeit, den Tod, die Widerlichkeit

    der Nahrung und die Reizlosigkeit des ganzen Daseins;

    oder

    die Betrachtung über die Vergänglichkeit, das Leidvolle der Vergänglichkeit,

    die Ichlosigkeit beim Leidvollen, die Überwindung und Entsüchtung.

  • Max Schenzle
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    • 2. Juni 2018 um 12:15
    • #4

    Hi,

    ja es ist notwendig, das zu machen. Man sieht dann, dass der Körper nicht das reale Selbst ist und das Ich mit ihm

    zerfällt. Das ist Anatta, Nicht-Ich.

    Diese Betrachtung ist im Achtfachen Weg, bei den vier Pfeilern der Einsicht. Der Abschnitt das nennt sich: Vergänglichkeit. Da wird der Körper bei seiner Auflösung betrachtet, bis nicht einmal mehr die Staubreste

    existieren.

  • Helmut
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    • 2. Juni 2018 um 13:57
    • #5

    Hallo miteinander,

    vielen Dank für eure Antworten.


    kesakambalo:

    ... Man sieht dann, dass der Körper nicht das reale Selbst ist und das Ich mit ihm

    zerfällt. Das ist Anatta, Nicht-Ich.

    ... Da wird der Körper bei seiner Auflösung betrachtet, bis nicht einmal mehr die Staubreste

    existieren.

    Wenn die Meditation über die Vergänglicheit die Auflösung des Körpers betrachtet und dies dazu führt, das Nicht-Ich zu erkennen, zu welchem Resultat führt dann die Meditation über den Tod? Steht diese Meditation im Zusammenhang damit, was nach dem Tod folgt?

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • accinca
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    • 2. Juni 2018 um 14:54
    • #6
    Helmut:

    Wenn die Meditation über die Vergänglicheit die Auflösung des Körpers betrachtet

    Die Betrachtung der Vergänglichkeit bezieht sich in der Buddhalehre nicht nur auf den Körper.

    Ebenso wie das Betrachten der Ichlosigkeit sich nicht nur auf den Körper bezieht.

  • jianwang
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    • 2. Juni 2018 um 15:14
    • #7

    Sabba dhamma nalam abhinivesaya

    ( nur weil ich es heut schon mal Jemand schrieb und hier passen es sehr gut hin, diese WOrte des Buddha )

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

    Einmal editiert, zuletzt von jianwang (2. Juni 2018 um 15:20)

  • Frieden-und-Freude
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    • 2. Juni 2018 um 16:21
    • #8
    Helmut:

    zu welchem Resultat führt dann die Meditation über den Tod? Seht diese Meditation im Zusammenhang damit, was nach dem Tod folgt?

    Über die Leichenbetrachtung wurde hier schon diskutiert:

    Kammatthana Leichenbetrachtung

    Was den eigenen Tod betrifft, üben manche so, dass sie den eigenen Körper als Leiche visualisieren.

    Im günstigen Fall können solche Übungen die Einsicht in alle drei Daseinsmerkmale fördern.

    Im ungünstigen Fall (etwa übertriebener Anwendung) kann es zu einer problematischen Fixierung auf dieses Thema und die damit verbundenen Vorstellungen kommen.

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • Helmut
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    • 2. Juni 2018 um 17:26
    • #9

    Hallo miteinander,

    es geht mir bei der Frage nach der Meditation über den Tod nicht um Leichenbetrachtung und auch nicht um die Meditation über den individuellen Sterbeprozess, sondern darum, warum ist es erforderlich, darüber zu meditieren, dass mein Tod gewiss ist, es aber ungewiss ist, wann dieser eintritt und was mir dann zum Zeitpunkt des Todes wirklich hilft.

    mkha' hat ja den interessanten Hinweis gegeben, dass diese Meditation dazu führe, dass man in diesem Leben achtsam den Dharma zu praktiziert. Das bedeutet aber, dass diese Dharmapraxis Auswirkungen auf zukünftige Leben hat, dass wir Dharma praktizieren, weil es nach dem Tod weitergeht.

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Niemand
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    • 2. Juni 2018 um 18:20
    • #10

    Helmut Vieles von dem was wir tun und mit dem wir uns vom Wesentlichen ablenken tun wir, weil wir meinen, damit "unser Leben retten zu können". Sich wirklich ganz tiefgreifend mit seiner Sterblichkeit abzufinden (nicht intellektuell gemeint) nimmt deshalb den Druck aus dem Kessel und wir können freier agieren. Meistens ist es garnicht leicht zu erkennen, wo die Ablehnung der Sterblichkeit alles die Finger mit im Spiel hat. Klar weiß jeder, dass man wohl nicht älter als 100 wird, aber es ist nochmal was ganz anderes, diesem Umstand ein tief verwurzeltes "Ja" gegenüber zu stellen.

    Ich finde aber nicht, dass man da eine spezielle Meditation braucht. Die Frage taucht sowieso auf, wenn man lange genug übt - und auch hier wieder oft in Formen, die nicht ohne Weiteres mit dem konkreten Sterbevorgang des Körpers zu tun haben. Meiner Meinung nach werden wir ganz automatisch mit den entscheidenden Fragen konfrontiert, wenn wir uns immer weiter dafür öffnen.

  • Schneelöwin
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    • 2. Juni 2018 um 18:42
    • #11

    Hallo Helmut,

    mir ist folgendes aus einer Meditation mit buddh. Hintergrund bekannt: (Du kannst ja mal schauen, ob Du damit was anfangen kannst)


    [lz]

    Das tibetanische Totenbuch sagt, dass unser Sterbeprozess länger dauert als unser klinischer Tod. Während dieser Zeit treffen wir alle bis dahin noch nicht aufgelösten und angenommenen Gefühle. Die Gefühle, die nicht angenommen worden sind, nehmen wir mit. Je höher unsere feinstofflichen Körper aus dem grobstofflichen Körper aussteigen, umso leichter erlösen wir alles, was zu uns gehört.

    Buddha war erleuchtet, als er seinen Schatten traf und wusste:

    Das bin ich

    Unser Schatten ist unser Erleuchtungspotential.

    Wir können nur unseren Schatten erkennen, annehmen und integrieren und im Sterbeprozess ganz oben aus dem Körper aussteigen, wenn wir dies über längere Zeit geübt haben.

    Das Erkennen, Annehmen und Integrieren des Schattens ist eine Lebensaufgabe.[/lz]

    Ich verstehe die Meditation so, dass man übt sich diesem Schatten (den wir zumeist nach hinten verdrängen) zu stellen, damit er sich auflösen kann.

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Monikamarie
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    21. November 1948 (77)
    • 2. Juni 2018 um 18:53
    • #12
    Helmut:

    ... sondern darum, warum ist es erforderlich, darüber zu meditieren, dass mein Tod gewiss ist, es aber ungewiss ist, wann dieser eintritt und was mir dann zum Zeitpunkt des Todes wirklich hilft.


    mkha' hat ja den interessanten Hinweis gegeben, dass diese Meditation dazu führe, dass man in diesem Leben achtsam den Dharma zu praktiziert. Das bedeutet aber, dass diese Dharmapraxis Auswirkungen auf zukünftige Leben hat, dass wir Dharma praktizieren, weil es nach dem Tod weitergeht.

    Darüber zu meditieren bzw. zu reflektieren und immer wieder sich der Endlichkeit bewusst zu sein, führt m.E. automatisch dazu, sich damit "anzufreunden" und nicht erst, wenn "ER vor der Tür steht". Ich habe mich früher viel mit Nahtoderfahrungen der Autorin Elisabeth Kübler-Ross beschäftigt. Das hat mir sehr geholfen, mein Leben wirklich bewusst zu leben und auch hier nicht erst zu warten, bis mich das "Schicksal" zwingt, genauer hinzusehen.

    Ob es nach dem Tod weitergeht oder nicht, weiß ich nicht. Auf jeden Fall bin ich als Monika nicht mehr dabei. Alles, was ich tun kann, erfüllt seinen Sinn im Jetzt und hat zwangsläufig Wirkung auch auf später - und natürlich immer auch auf andere.

    Wer sich und andere genau beobachtet, erkennt, dass alles mehr oder weniger selbst verursacht ist.

    Alles was ich tun kann, ist Tag für Tag so zu leben, wie ich es als richtig erkannt habe. Ob ich das nun Dharma nenne oder einfach verantwortungsvoll und achtsam. Was mir möglich ist und was nicht, zeigt sich jeden Tag neu. Also sterbe ich auch jeden Tag und lebe jeden Tag wieder neu.

    Im tibetischen Buddhismus gibt es - soviel ich weiß - eine Meditation, die hilft, den Tod bzw. das Sterben zu ertragen.

    _()_

  • Max Schenzle
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    • 4. Juni 2018 um 11:58
    • #13

    Hi,

    ich fühle mich bemüßigt,, Stellung , über meinen letzten Beitrag zu nehmen.

    Sich gibt es dann keinen Körper und kein "Sinnen und Gedenken mehr."

    Das hat schon gewisse Todesqualitäten.

    Durch die Lehre von Gotamo Buddho wird ermöglicht, dass man zu Lebzeiten, das Jenseits zugänglich ist.

    Was sich da alles tut, bleibt jedem selbst überlassen.

  • Noreply
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    • 4. Juni 2018 um 15:03
    • #14

    Viel wichtiger als sich das Jenseits zugänglich zu machen ist es das Jenseits zu erkennen als der Ort in dem alle Worte, Vorstellungen Gedankengebäude, aller Glaube seinen Wohnort haben. Also das Jenseitige des Diesseitigen zu erkennen. Es ist eben so das wir fast ständig im Jenseitigen leben und fast nichts von dem wissen was so ist wie es ist, weil das Dieseitige ganz und gar unpersönlich ist und nichts vom Jenseitigen wissen kann.

  • Max Schenzle
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    • 5. Juni 2018 um 11:53
    • #15

    Hallo,

    die Betrachtung des Körpers und seiner Auflösung ist ein Bestandteil der Bewusstseinsveränderungen, dies sich durch die Vertiefung ergeben.

    Ist das Ziel einmal erreicht, ist es nicht mehr notwendig. Das Boot ist am anderen Ufer angekommen.

    Ist das nicht eine neue Sicht?

  • Noreply
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    • 5. Juni 2018 um 14:56
    • #16

    Was sollte das Boot am anderen Ufer? Neues Gestrüpp erkunden wenn ich da aussteige? Ich habe das Boot gebraucht um zu erkennen das da zwei sind an jedem Ufer eines. Immer das Selbe. Erkenn doch endlich das das Boot genau das ist das dich vor dem Stromeintritt schützt. Das Boot ist der Glaube an die Lehre, weit entfernt von der Lehre. Der in den Strom Eingetretene erkennt das Boot auf dem Strom und die an seinen Ufern, es sind nur noch Möglichkeiten den Glauben an die Lehre neu entstehen zu lassen wenn es denn so ist das ich tun muss was zu tun ist. Ein Boot irgendein Boot brauch ich nicht mehr aber gebrauchen tu ich es.

    Vergänglichkeit ist nur erfahrbar wenn ich irgendeines der drei Boote gebrauche.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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