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  1. Buddhaland Forum
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​haben buddhistische Mönche eine Keuschheitsgelübt?

  • TaoEnergy
  • 3. Mai 2018 um 21:31
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  • TaoEnergy
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    • 3. Mai 2018 um 21:31
    • #1

    1)haben buddhistische Mönche eine Keuschheitsgelübt?

    2) Wie schaffen Mönche sich von ihren animalischen Triebwerken zu befreien. Ich könnte das Onanieren nicht verhindern, aber ich möchte es verhindern.

  • kilaya 3. Mai 2018 um 21:38

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • kilaya 3. Mai 2018 um 21:39

    Hat das Thema aus dem Forum Allgemeines zum Buddhismus nach Anfängerbereich verschoben.
  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 4. Mai 2018 um 00:14
    • #2

    Wenn man nicht buddhistischer Mönch ist, kann man darüber hier nur theoretisieren - und somit Gefahr laufen Blödsinn zu erzählen.

    Wenn man aber buddhistischer Mönch ist, der im Zölibat lebt, ist es eine ziemlich intime Frage. Würde ich in dem Fall nicht gern beantworten, muss ich sagen.

    Es gibt im Zen Mönche, die auch Familienväter sind.

    Grundsätzlich geht es im Budhismus weniger um das Unterdrücken von Emotionen (funktioniert eh nicht), sondern um das verstehen, durchschauen und dann kann man sich ggf. abwenden. Hat man ein Gelübde genommen, ist die innere Diskussion eh vorbei.

    Es gibt im Buddhismus aber auch Mönche, die ihre Robe zurückgeben. Das Leben spielt manchmal anders als man plant.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • fotost
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    • 4. Mai 2018 um 01:31
    • #3

    Zu 1.) ganz simpel ja. Wenigstens Mönche, die sich an den Vinaya-Pitaka halten haben damit mit dem Ordenseintritt ein Keuschheitsgelübde abgelegt.

    Zu 2.) Ich schließe mich da LL an, ich könnte nur spekulieren.

  • Frieden-und-Freude
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    • 4. Mai 2018 um 01:49
    • #4

    zu 1) Ja, zumindest diejenigen Mönche, die den ursprünglichen Ordensregeln (Vinaya) folgen.

    zu 2) Über die Überwindung der "Triebe" (im weitesten Sinne) gibt es eine ausführliche Sutta, die sozusagen alle Methoden auflistet:

    Majjhima Nikāya 2

    Für fortgeschrittene Mönche sind das sicherlich nützliche Hinweise, da sie bereits eine gute Grundlage an Achtsamkeit und Konzentration besitzen.

    Soweit ich das bislang durch persönliche Begegnungen und Diskussionen mit (weniger fortgeschrittenen) Theravada-Praktizierenden feststellen konnte, sind viele "ehrgeizige" Praktizierende gerade in diesem Punkt zu ungeduldig und hadern mit sich, ohne "Keuschheit" zu erlangen.

    Eine gute Alternative dazu kann darin bestehen, täglich Metta zu üben und mit den eigenen Unzulänglichkeiten freundlich umzugehen.

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • Schneelöwin
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    • 4. Mai 2018 um 09:17
    • #5
    TaoEnergy:

    2) Wie schaffen Mönche sich von ihren animalischen Triebwerken zu befreien. Ich könnte das Onanieren nicht verhindern, aber ich möchte es verhindern.

    Hallo TaoEnergy,

    Animalische Triebwerke, Zölibat, Keuschheit sind keine so hilfreichen Wörter. Sie stehen für "Unterdrückung"

    Besser wäre vielleicht die Freiheit vom Sex.

    Dahingehend gibt es z.B. im Yoga das Brahmacharya. Brahmacharya ist ein Weg mit einer zu lernenden Geisteshaltung, d.h. man wird hier nicht sofort "befreit" werden, sondern es ist eine weitere Übung.


    [lz]

    Brahmacharya ist das vierte der fünf Yamas, der Disziplinen, die wir uns auferlegen, um uns in Beziehung zur äußeren Welt yogisch zu verhalten. Alle Yamas stehen eng miteinander in Beziehung. Der Wandel im Göttlichen ist daher sicher nicht auf die Sexualität beschränkt, sondern umfaßt alles Denken und Handeln. Weil aber die sexuelle Energie eine so immense Kraft ist, die unser ganzes Leben beeinflußt, wird wohl hier besonders darauf hingewiesen, daß es wichtig ist, diese Energie zu zähmen, ohne sie zu vernichten. Etwas unter Kontrolle zu haben ist nicht dasselbe wie Unterdrücken. Es bedeutet vielmehr, daß wir der Kraft nicht einfach nur ausgeliefert sind, sondern sie auch gleichzeitig als solche sehen und erkennen können.[/lz]

    Brahamcharya - Satyananda Yoga Zentrum e.V.

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 4. Mai 2018 um 11:40
    • #6

    Nur eine Anmerkung, weil hier der Anfängerbereich ist und um Verwirrung zu vermeiden:

    Schneelöwin empfahl:

    Zitat

    Brahamcharya - Satyananda Yoga Zentrum e.V.

    Das ist nicht buddhistisch sondern hinduistisch.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • mukti
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    • 4. Mai 2018 um 12:07
    • #7

    Es ist auch was anderes wenn man in einer spirituell ausgerichteten Gemeinschaft lebt und der ganzen Disziplin folgt als mitten im Weltlichen mit all den Agitationen. Aus den Augen, aus dem Sinn. Man ist mit ganz was anderem beschäftigt was einem viel wichtiger ist und denkt immer weniger an Sex. Mönche und Nonnen leben ursprünglich getrennt und bei Kontakten gibt es keine Privatgespräche und einige Regeln.

    So hab ich es früher mal erlebt als ich eine Zeitlang als hinduistischer Novize gelebt habe, im Buddhismus ist das wohl im Prinzip nicht anders.

    Mit Metta, mukti.


  • fotost
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    • 4. Mai 2018 um 12:41
    • #8
    mukti:

    Es ist auch was anderes wenn man in einer spirituell ausgerichteten Gemeinschaft lebt und der ganzen Disziplin folgt als mitten im Weltlichen mit all den Agitationen. Aus den Augen, aus dem Sinn. Man ist mit ganz was anderem beschäftigt was einem viel wichtiger ist und denkt immer weniger an Sex. Mönche und Nonnen leben ursprünglich getrennt und bei Kontakten gibt es keine Privatgespräche und einige Regeln.

    ..

    Danke. Ich finde, Du bringst es auf den Punkt (wenigstens von einer Seite her);))

    Die Vinaya Regeln sind hart, was jeden Bereich angeht, der 'mitten im Weltlichen mit all den Agitationen' stattfindet. Ich hatte nie die Idee buddhistischer Mönch zu werden. Die Regeln, die anderen Menschen zugemutet werden (selbst, wenn diese als junge Menschen diese freiwillig für sich akzeptieren konnten) sind für mich derartig inhuman, daß es einer meiner zentralen Gründe war jedem Theravada Gedanken Lebewohl zu sagen.

    Für mich bedeutet Buddhismus nicht Trennung, nicht Minderstellung von 50% aller anderen Menschen.

    Ich möchte keine Unterschiede machen. Ich (männlich, ziemlich alt) mache sie trotzdem 8)

    Ohne jedes sexuelles Interesse - die langweiligste Frau ist (für mich) ziemlich sicher immer noch interessanter als der aufregendste Mann :grinsen:

  • Schneelöwin
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    • 4. Mai 2018 um 13:47
    • #9
    fotost:

    Ohne jedes sexuelles Interesse - die langweiligste Frau ist (für mich) ziemlich sicher immer noch interessanter als der aufregendste Mann :grinsen:

    :? ich weiß ja nicht, welche Gefühle für Dich eine Person interessant machen,?

    für mich ist das Geschlecht völlig wurscht, ob männlich oder weiblich, wenn das Gespräch/die Person inspirierend auf mich einwirken kann.

    :?Da sehe ich noch keinen Unterschied und denke, wenn man diesen geschlechtlichen Unterschied wahrnimmt, dass doch noch etwas anderes eine Rolle spielen könnte:grinsen:

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • jianwang
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    • 4. Mai 2018 um 13:54
    • #10

    Als ich in Japan als "Mönch" lebte stellte sich mir diese Frage kaum..

    Doch jetzt, hier in meiner Familie ist es eher die Frage nach "rechtem (Er)Leben"

    Wer nach den strengen Mönxhsregeln lebt wird es nicht als "Unterdrückung" fühlen.

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • fotost
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    • 4. Mai 2018 um 13:57
    • #11
    Schneelöwin:

    :? ich weiß ja nicht, welche Gefühle für Dich eine Person interessant machen,?

    ich auch nicht so 100%, aber für mich war dann bisher am Ende das Ergebnis immer irgendwie ähnlich :grinsen:.

    Es ist für mich nicht schade, daß ich Frauen liebe, es ist eher traurig, daß ich Männer so häufig als langweilig, einseitig oder aggressiv erlebe,,,


    Schneelöwin:

    :?Da sehe ich noch keinen Unterschied und denke, wenn man diesen geschlechtlichen Unterschied wahrnimmt, dass doch noch etwas anderes eine Rolle spielen könnte:grinsen:

    Nö... 8)

  • mukti
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    • 4. Mai 2018 um 17:47
    • #12
    fotost:

    Ich hatte nie die Idee buddhistischer Mönch zu werden. Die Regeln, die anderen Menschen zugemutet werden (selbst, wenn diese als junge Menschen diese freiwillig für sich akzeptieren konnten) sind für mich derartig inhuman, daß es einer meiner zentralen Gründe war jedem Theravada Gedanken Lebewohl zu sagen.

    Als inhuman habe ich Mönchsregeln nie gesehen, vielmehr als sinnvolle Maßnahmen um aus der menschlichen Existenz das Beste zu machen - Erleuchtung zu erreichen.

    Mit Metta, mukti.


  • accinca
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    • 6. Mai 2018 um 10:13
    • #13

    8)

    mukti:
    fotost:

    Ich hatte nie die Idee buddhistischer Mönch zu werden. Die Regeln, die anderen Menschen zugemutet werden (selbst, wenn diese als junge Menschen diese freiwillig für sich akzeptieren konnten) sind für mich derartig inhuman, daß es einer meiner zentralen Gründe war jedem Theravada Gedanken Lebewohl zu sagen.

    Als inhuman habe ich Mönchsregeln nie gesehen, vielmehr als sinnvolle Maßnahmen um aus der menschlichen Existenz das Beste zu machen - Erleuchtung zu erreichen.

    Aber wer will schon das Anhangen bzw. "Genießen" der Welt aufgeben?

  • Alephant
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    • 7. Mai 2018 um 00:34
    • #14

    Na toll, fotost .Nur weil dir die Regeln nicht gefallen, sagst du potentiell jedem Gedanken von Leuten die bei sich im Avatar "Theravada" zu stehen haben "Lebewohl".

    Regeln sind nicht inhuman. Das können sie gar nicht sein, nichts an einer Regel ist inhuman. Genau wie an einem Gesetz. Oder an einer Tasse.

    Inhuman ist eine ideologische Auslegung mit Handlungsfolgen, eventuell ein eventueller Zwang irgendwo vor Ort.


    :star:

  • U123N
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    • 7. Mai 2018 um 08:31
    • #15

    Verheiratete Mönche

    Hallo TaoEnergy,

    hier der Link zu einer älteren Diskussion zu dem Thema aus dem Zen Bereich.

    Vielleicht hilft das weiter? Gruss! minestrone

  • Elliot
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    • 7. Mai 2018 um 20:46
    • #16
    TaoEnergy:

    1)haben buddhistische Mönche eine Keuschheitsgelübt?


    2) Wie schaffen Mönche sich von ihren animalischen Triebwerken zu befreien. Ich könnte das Onanieren nicht verhindern, aber ich möchte es verhindern.

    Ich meine, Du solltest nicht zu streng mit Dir sein:

    Mahāvagga VIII.16-32 MV.VIII.16 Der Abschnitt über die Roben 220. Nisīdanādianujānanā:

    Zu jener Zeit wurde den Mönchen, nachdem sie vorzügliche Speise gegessen hatten, die Achtsamkeit unklar. Unbesonnen sanken sie in den Schlaf. Die unklar Achtsamen, unbesonnen in den Schlaf Gesunkenen, Schlafenden, verloren Samen. Den Schlafplatz befleckten sie mit Unreinem. Dann hat der Erhabene mit dem ehrwürdigen Ānanda als Begleitung einen Gang durch die Behausung gemacht und sah den Schlafplatz mit Unreinem befleckt. Dies gesehen sprach er den ehrwürdigen Ānanda an: "Wieso, Ānanda ist der Schlafplatz befleckt?" - "In diesem Fall, Verehrungswürdiger, wurde den Mönchen, nachdem sie vorzügliche Speise gegessen hatten die Achtsamkeit unklar. Unbesonnen sanken sie in den Schlaf. Die unklar Achtsamen, unbesonnen in den Schlaf Gesunkenen, Schlafenden, verloren Samen. Darum, Erhabener, ist der Schlafplatz mit Unreinem befleckt." (1)

    "So ist es, Ānanda, so ist es, Ānanda, es vergießt einer, der unklar Achtsamen, unbesonnen in den Schlaf Gesunkenen, Schlafenden, Samen. Diejenigen Mönche, Ānanda, die Achtsamkeit gegenwärtig haben, die besonnen in den Schlaf fallen, die verlieren keinen Samen. Die Weltmenschen, Ānanda, die frei sind vom Begehren der Sinnesgenüsse, die verlieren keinen Samen. Unmöglich ist es, nicht kann es sein, daß ein Heiliger Samen verliert. Nachdem der Erhabene in diesem Zusammenhang eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: "In diesem Fall habe ich mit dem ehrwürdigen Ānanda als Begleitung einen Gang durch die Behausung gemacht und sah den Schlafplatz mit Unreinem befleckt ..... Unmöglich ist es, nicht kann es sein, daß ein Heiliger Samen verliert." (2)

    Fünf Nachteile, ihr Mönche, gibt es für den, der unklar achtsam ist, unbesonnen in den Schlaf sinkt:

    • Er schläft schlecht (ein),
    • er wacht schlecht auf,
    • böse Träume hat er,
    • die Götter schützen ihn nicht,
    • und er verliert Samen.

    Dies sind die fünf Nachteile für einen, der unklar achtsam ist, unbesonnen in den Schlaf sinkt.

    Fünf Vorteile, ihr Mönche, gibt es für den, der achtsam ist, besonnen in den Schlaf sinkt:

    • Er schläft gut (ein),
    • er wacht gut auf,
    • böse Träume hat er nicht,
    • die Götter schützen ihn,
    • und er verliert keinen Samen.

    Dies sind die fünf Vorteile für einen, der achtsam ist, besonnen in den Schlaf sinkt. Ich erlaube, ihr Mönche, zum Körperschutz, zum Robenschutz, zum Schlafplatzschutz eine (kleine) Sitzdecke." (3)

    Zu jener Zeit hat eine sehr kleine Sitzdecke nicht den ganzen Schlafplatz geschützt. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. "Ich erlaube, ihr Mönche, eine Decke so groß wie ihr wünscht."

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    Viele Grüße

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    • 9. Mai 2018 um 14:21
    • #17
    Elliot:
    TaoEnergy:

    1)haben buddhistische Mönche eine Keuschheitsgelübt?


    2) Wie schaffen Mönche sich von ihren animalischen Triebwerken zu befreien. Ich könnte das Onanieren nicht verhindern, aber ich möchte es verhindern.

    Ich meine, Du solltest nicht zu streng mit Dir sein:

    Mahāvagga VIII.16-32 MV.VIII.16 Der Abschnitt über die Roben 220. Nisīdanādianujānanā:

    Zu jener Zeit wurde den Mönchen, nachdem sie vorzügliche Speise gegessen hatten, die Achtsamkeit unklar. Unbesonnen sanken sie in den Schlaf. Die unklar Achtsamen, unbesonnen in den Schlaf Gesunkenen, Schlafenden, verloren Samen. Den Schlafplatz befleckten sie mit Unreinem. Dann hat der Erhabene mit dem ehrwürdigen Ānanda als Begleitung einen Gang durch die Behausung gemacht und sah den Schlafplatz mit Unreinem befleckt. Dies gesehen sprach er den ehrwürdigen Ānanda an: "Wieso, Ānanda ist der Schlafplatz befleckt?" - "In diesem Fall, Verehrungswürdiger, wurde den Mönchen, nachdem sie vorzügliche Speise gegessen hatten die Achtsamkeit unklar. Unbesonnen sanken sie in den Schlaf. Die unklar Achtsamen, unbesonnen in den Schlaf Gesunkenen, Schlafenden, verloren Samen. Darum, Erhabener, ist der Schlafplatz mit Unreinem befleckt." (1)

    "So ist es, Ānanda, so ist es, Ānanda, es vergießt einer, der unklar Achtsamen, unbesonnen in den Schlaf Gesunkenen, Schlafenden, Samen. Diejenigen Mönche, Ānanda, die Achtsamkeit gegenwärtig haben, die besonnen in den Schlaf fallen, die verlieren keinen Samen. Die Weltmenschen, Ānanda, die frei sind vom Begehren der Sinnesgenüsse, die verlieren keinen Samen. Unmöglich ist es, nicht kann es sein, daß ein Heiliger Samen verliert. Nachdem der Erhabene in diesem Zusammenhang eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: "In diesem Fall habe ich mit dem ehrwürdigen Ānanda als Begleitung einen Gang durch die Behausung gemacht und sah den Schlafplatz mit Unreinem befleckt ..... Unmöglich ist es, nicht kann es sein, daß ein Heiliger Samen verliert." (2)

    Fünf Nachteile, ihr Mönche, gibt es für den, der unklar achtsam ist, unbesonnen in den Schlaf sinkt:

    • Er schläft schlecht (ein),
    • er wacht schlecht auf,
    • böse Träume hat er,
    • die Götter schützen ihn nicht,
    • und er verliert Samen.

    Dies sind die fünf Nachteile für einen, der unklar achtsam ist, unbesonnen in den Schlaf sinkt.

    Fünf Vorteile, ihr Mönche, gibt es für den, der achtsam ist, besonnen in den Schlaf sinkt:

    • Er schläft gut (ein),
    • er wacht gut auf,
    • böse Träume hat er nicht,
    • die Götter schützen ihn,
    • und er verliert keinen Samen.

    Dies sind die fünf Vorteile für einen, der achtsam ist, besonnen in den Schlaf sinkt. Ich erlaube, ihr Mönche, zum Körperschutz, zum Robenschutz, zum Schlafplatzschutz eine (kleine) Sitzdecke." (3)

    Zu jener Zeit hat eine sehr kleine Sitzdecke nicht den ganzen Schlafplatz geschützt. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. "Ich erlaube, ihr Mönche, eine Decke so groß wie ihr wünscht."

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    Viele Grüße

    Elliot

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    Wenn ich den zitierten Text richtig verstehe, wird doch sowohl von Mönchen als auch fortgeschritten praktizierenden Laien ("Weltmenschen") erwartet, dass sie Achtsamkeit auch beim Schlafen praktizieren und damit Samenerguss verhindern.

    Das sind schon recht hohe Anforderungen, um es mal vorsichtig zu formulieren ...

    Man kann das auch als übermäßig streng empfinden.

    Jedenfalls ist das kein Beispiel dafür, dass der Buddha freundlich-akzeptierend mit Sexualität umgegangen ist, also ganz im Gegensatz zu Elliots "Du solltest nicht zu streng zu Dir sein".

    Das generelle Verbot sexueller Handlungen (einschließlich Masturbationsverbot) ist ja schon sehr streng.

    Darüber hinaus auch noch unwillkürlichen Samenerguss beim Schlafen durch Achtsamkeit unterbinden zu wollen, geht sogar noch darüber hinaus.

    Wie sollte es überhaupt möglich sein, beim Schlafen achtsam und kontrolliert zu sein?

    Diese sogenannten Pollutionen sind ja gar keine Handlungen, sondern Reaktionen des Körpers ohne bewusste Absicht.

    Anscheinend meint der Buddha, dass es die Pflicht eines Mönchs ist, durch entsprechenden Vorsatz VOR dem Einschlafen "Pollutionen" zu vermeiden.

    Das wäre dann so etwas wie Selbsthypnose.

    Kann mir vorstellen, dass diese Selbsthypnose vor dem Einschlafen funktioniert, ähnlich wie bei dem sogenannten Terminerwachen (man nimmt sich vor, zu einer bestimmten Uhrzeit ohne Wecker aufzuwachen).

    Aber überhaupt die Aufmerksamkeit so stark auf unwillkürlichen Samenerguss zu lenken, dass ein großes Thema daraus wird und versucht wird, das zu vermeiden, halte ich für problematisch.

    Eine sonderbare negative Fixierung auf natürliche Körpervorgänge.

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • User19823
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    • 10. Mai 2018 um 05:39
    • #18

    Soviel ich weiß, ist der Chef der tibetischen Shambhala Richtung, Sakyong Mipham Rinpoche, verheiratet und hat mehrere Kinder, wohingegen die Leiterin des Shambahal Klosters als Nonne zölibatär lebt.

    Schaut mal hier: About — Sakyong Mipham

    Ich habe auch schon verheiratete Zen-Meister kennengelernt. Die wohnten aber außerhalb des Klosters, jedoch in der Nähe, waren also tagsüber im Kloster und gingen abends nach Hause.

    Es scheint wohl beide Formen zu geben. Für einfache Nonnen oder Mönche scheint wohl das zölibatäre Leben als Pflicht angesehen zu werden, wobei man ja auch bedenken muß, daß viele das Kloster ja nur für ein paar Jahre "besuchen".

  • Samten
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    • 10. Mai 2018 um 09:50
    • #19

    der Sakyong is ja auch kein Mönch, wie zb Tenzin Gyatso der Dalai Lama, er is 'n verheirateter "Rimp", so wie viele andere auch, während Pema Chodron (die du wahrsch. meinst) ordinierte Buddhistische Nonne ist...

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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