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Buddhistischer Lehrer seriös?

  • SaschaBo
  • 31. März 2018 um 19:17
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  • SaschaBo
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    31. März 2018
    • 31. März 2018 um 19:17
    • #1

    Hallo liebe Forenmitglieder,

    seit geraumer Zeit bin ich schon von der buddhistischen Lehre fasziniert und entschied mich, ein buddhistisches Zentrum aufzusuchen und nahm dort regelmäßig an Veranstaltungen teil.

    Zunächst hatte ich das Gefühl, dass der zuständige Mönch mich einfach testen wollte, wie ernst ich es mit dem Buddhismus meine. Sein Verhalten war für alle spürbar von Negativität gegen mich gekennzeichnet und er nahm gefühlt viele Möglichkeiten wahr, um mich zu provozieren. Beispiele hierfür:

    - Er war freundlich zu den anderen und unfreundlich zu mir.

    - Er duzte alle andern, siezte mich aber.

    - Er zog Antworten von mir ins Lächerliche, die ich auf Fragen gab wie "Warum meditieren wir?".

    - Ein vermeintliches Zuspätkommen wurde über mehrere Wochen hinweg vor der Gruppe thematisiert (ich war ein paar Minuten vor dem Termin erschienen).

    - Auf die von mir anfänglich angestrebte Mitgliedschaft meinte er, dass dies nicht üblich sei, da der Verein nur aus rein rechtlichen Gründen für das Zentrum bestehe.

    - Als ich wegen Krankheit einen Termin absagen musste, meinte er die Krankheit sei gut, da ich so meine eigene Vergänglichkeit spüre.

    - Mein angeblich zu dicker Bauch wurde mehrmals beim Qigong thematisiert.

    - Bis zuletzt musste ich in die Sutras meines Sitznachbarn hineinschauen, da ich keine eigenen erhalten hatte. Die Aussage zu Beginn war: "Das brauchen Sie noch nicht.".

    Insgesamt gewann ich zunehmend den Eindruck, dass es nicht um eine Art "Aufnahmeprüfung", sondern um persönliche Ablehnung ging, was ich nicht unbedingt in einer solchen Reinform in einem buddhistischen Zentrum erwartet hätte. Als dann ein anderer Teilnehmer mitteilte, er könne an einem längeren Termin wegen eines Trauerfalls erst später teilnehmen, fand der Mönch dies witzig, lachte viel und meinte, der Teilnehmer könne "nicht erst so spät von der Beerdigung kommen, aber grundsätzlich sei dies gut, da er für die Gruppe etwas Fastfood holen solle, da das gem. Programm anberaumte Kochen zu aufwendig" sei. Das machte mich sprachlos und ich entschied mich, eine ausführliche E-Mail an den Mönch zu schreiben, um mitzuteilen, was ich davon halte und dass ich zukünftig nicht mehr an Veranstaltungen des Zentrums teilnehmen werde. Es kam dann zu einer persönlichen Ausprache mit den folgenden Aussagen seitens des Mönchs:

    - Er habe mich testen wollen und hätte endlich darauf gewartet, dass mein Ego zum Vorschein käme und ich auf sein Verhalten reagieren würde. Ich sei "ja schließlich schon sehr weit".

    - Kurz danach lieferte er die Erklärung, ich löse in ihm Stress aus. Warum dies so sei, würde er jedoch nur mit seinem Lehrer besprechen.

    - Er sei als Lama kein Lehrer und hätte das Verhältnis zwischen uns am Anfang klären sollen. Nur Shifu seien Lehrer.

    - Für die E-Mail sei er dankbar und er habe schlechtes Karma auf sich geladen und müsse seine Gewohnheiten überdenken. Sein Gelübde zwingt ihn, sich zu entschuldigen. Er habe bei seinen Worten nie nachgedacht.

    - Er habe der Gruppe meine E-Mail vorgelesen (Anm.: ohne meine Erlaubnis) und diese habe meine Aussagen bestätigt. Ich solle zu einem weiteren Termin kommen, um den Sachverhalt in der Gruppe zu besprechen. NB: Die Gruppe war total nett, da gab es nie auch nur ansatzweise Probleme untereinander.

    Für mich war das alles widersprüchlich und den wichtigen Fragen, warum er sich mir gegenüber so verhalten habe, wich er ja offensichtlich aus. In der Gruppe schien er nie Widerspruch zu erfahren, und war, bis auf das eine Fauxpas mit der Beerdigung, jedoch auch deutlich freundlicher zu den anderen Teilnehmern als zu mir. Ich habe das mehrere Monate geduldet, weil es sich um ein buddhistisches Umfeld gehandelt hat. In einem anderen Zusammenhang hätte ich vermutlich anders reagiert. Aber das Verhalten des Mönchs bewegte sich aus meiner Sicht auch lange in einer Grauzone. Sein theoretisches Wissen erscheint mir sehr ausgeprägt zu sein und seine Literaturtipps fand ich ebenfalls gut. Als Deutscher spricht er fließend Chinesisch.

    Gerne möchte ich Euch fragen, was Ihr von der Angelegenheit haltet. Ich hätte ein solch durchweg negatives und nie freundliches Verhalten von einem Mönch in einem buddhistischen Zentrum nicht erwartet. Zudem habe ich mir lange die Frage gestellt, was ich falsch gemacht habe, jedoch keinen offensichtlichen Punkt gefunden. Meine Einstellung gegenüber dem Zentrum und seiner Person war zunächst überaus postiv. Ist es zudem normal, dass ein Mönch ständig von Fastfood, Fleischverzehr und von anderen Methoden der Freizeitgestaltung außer buddhistischer Praxis redet? Ich muss dazu sagen, dass mich das ganze Verhalten fast von Buddhismus abgebracht hätte. Derzeit überlege ich, wie ich weiter praktizieren soll. So schnell Vertrauen zu einem neuen Zentrum aufzubauen, erscheint mir nicht ohne Weiteres möglich, der Dharmaweg jedoch wichtig.

    Vielen herzlichen Dank für Eure Hilfe, das Durchlesen und Eure Einschätzung!

    Sascha

  • kilaya 31. März 2018 um 19:23

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Doris
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    • 31. März 2018 um 19:33
    • #2

    Das bist Du in einem reicht eigentümlichen Laden gelandet.

    Magst Du uns verraten wo das ist? Gerne per PN, wenn Du es nicht öffentlich machen möchtest.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • SaschaBo
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    31. März 2018
    • 31. März 2018 um 20:54
    • #3

    Vielen Dank für Deine Einschätzung Doris!

    Es ist ein sehr kleines Zentrum. Nur ungern würde weitere Details dazu angeben.

    Ich finde es immer dann schade, wenn anscheinend persönliche Dinge ein solche Rolle spielen.

  • fotost
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    • 31. März 2018 um 21:16
    • #4

    Hallo Sascha,

    ich kenne jetzt natürlich nur Deine Darstellung, aber das liest sich doch wenig Zutrauen erweckend.

    Kennst Du die Gruppensuche der DBU?

    https://www.buddhismus-deutschland.de/gruppensuche-bundesweit/

    Vielleicht ist da ja etwas dabei, das Dir mehr liegt.

  • Turmalin 1
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    • 31. März 2018 um 21:35
    • #5

    Klingt furchtbar. Ich würd die Beine in die Hand nehmen und rennen.

  • User19823
    Gast
    • 1. April 2018 um 03:27
    • #6

    [lz]

    "Sein Gelübde zwingt ihn, sich zu entschuldigen".[/lz]

    Was für eine widerliche Reaktion ...

    Turmalin:

    Ich würd die Beine in die Hand nehmen und rennen.

    Ich bin ganz Turmalins Meinung!


    Ich könnte für mich nur Lehrer akzeptieren, die ich auch als Mensch respektieren kann. Buddhistisches Wissen macht noch lange keinen guten Lehrer aus.

    Fotost sagte ja schon, daß es in der DBU Listen mit Anschriften buddhistischer Gruppen gibt. Es ist besser, alle 4 Wochen mal etwas weiter zu fahren, als 2x die Woche sich in einem Lehrer-Schüler-Verhältnis total unwohl zu fühlen.

  • CCC
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    • 1. April 2018 um 08:20
    • #7

    Einfach nur krass!🙈

    Für mich genau das Gegenteil, wie ein buddhistischer Lehre sein sollte.

    Ist er denn von jemandem autorisiert worden, zu lehren?

    Egal, ich kann mich den anderen nur anschließen.

    Es gibt soo gute Lehrer, die Dir beiseite stehen, mit Empathie.

    Die Dir auch mal was Unbequemes sagen, wenn es angebracht ist.

    Aber sicher nie, um Dich vorzuführen.

    Sie Dir doch mal auf YouTube verschiedene Lehrer an (falls Du das noch nicht getan hast).

    Alles Gute

    Lilli:)

  • Waldler
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    24. März 2016
    • 1. April 2018 um 08:39
    • #8

    Das ist meiner Meinung nach beinahe menschenverachtend.

  • Athos
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    • 1. April 2018 um 09:53
    • #9

    Auf die Gruppensuche der DBU ist hier ja mehrfach hingewiesen worden.

    Ich verstehe sehr gut, dass der Buddhismus für einen Neuling sehr verwirrend ist, ging mir ja vor kurzem noch genauso.

    Ich empfehle, sich zunächst mal mit der Lehre des Buddha aus allgemein zugänglichen Quellen auseinanderzusetzen. Wenn man dann für sich zu dem Schluss gekommen ist, dass die Lehre (Dharma, Dhamma), das ist, was man für richtig hält, sollte man sich aus der Vielzahl der in Deutschland vertretenen buddhistischen Schulen das heraussuchen, mit dem man persönlich am besten klar kommt.

    Ob man sich einer Theravada-, Zen- oder Diamantweggruppe (oder einer anderen seriösen Gruppe) anschließen will, weil sie das "passende Werkzeug" anbietet, muss aber jeder für sich selbst herausfinden.

    Das, was Du schilderst, sieht aus wie eine klassische Sekte (wobei ich den Begriff jetzt mal in dem problematischen Kontext anwende, den er im allgemeinen besitzt), wäre nix für mich!

    Mein Rat: Gehe in eine Zen- oder Diamantweggruppe, die sind seriös und flächendeckend in Deutschland vorhanden und dort triffst Du nicht auf Lehrer, die einen Sprung in der Schüssel haben.

    Und, immer dran denken: nur, weil jemand ne Glatze hat und eine Robe trägt, ist er noch lange nicht heilig!

    2 Mal editiert, zuletzt von Athos (1. April 2018 um 10:05)

  • SaschaBo
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    31. März 2018
    • 1. April 2018 um 10:04
    • #10

    Vielen herzlichen Dank für Eure Einschätzungen. Da ich wie gesagt noch recht neu im Buddhismus bin, fehlt mir da schlichtweg eine Referenz. In einem anderen Zusammenhang hätte ich vermutlich viel früher reagiert oder wäre den Veranstaltungen schlichtweg ferngeblieben. Ich schaue mich nach etwas passendem bei der BDU-Suchfunktion um. Besten Dank!

    Das Zentrum ist sehr klein und besteht eigentlich nur aus einer Nonne und dem besagten Mönch. Der zuständige Rinpoche schaut wohl nur etwa alle 2 Jahre für ein paar Tage vorbei.

    Darf ich nochmal kurz nachfragen, ob es sich bei einem Mönch also einem "Lama" um einen Lehrer handelt? Er meinte er sei lediglich als "Freund zu betrachten, der einen ein Stück weit auf dem Weg begleitet". Auf einen solchen "Freund" hätte ich im normalen Leben vermutlich viel schneller verzichtet. Ich bin froh, dass ich auf die Provokationen nicht eingegangen bin. Das sehe ich schon als Teilerfolg an. Ich mag es grundsätzlich nicht, wenn Wasser gepredigt wird - und Wein dann getrunken wird (1 x pro Woche "zum Wohle aller Wesen" rezitiert und dann ein solches Verhalten).

    Ich hoffe Ihr habt ein paar schöne freie Tage!

  • Turmalin 1
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    • 1. April 2018 um 11:14
    • #11
    SaschaBo:

    Darf ich nochmal kurz nachfragen, ob es sich bei einem Mönch also einem "Lama" um einen Lehrer handelt? Er meinte er sei lediglich als "Freund zu betrachten, der einen ein Stück weit auf dem Weg begleitet".

    Ein Lama ist ein Lehrer, der Buddhismus studiert hat. Er braucht keinerlei Verwirklichung zu haben um diesen Titel zu bekommen. Daher kann er tatsächlich als Freund gesehen werden. Die Kompetenz, durch unfreundliches Verhalten jemanden zu testen wird einfachen Lamas NICHT zugeschrieben.

    Dies ist Sache eines Rinpoche, wird aber heutzutage in Deutschland auch selten praktiziert. So wie die Lage momentan ist, würde ich einen solchen Rinpoche auch nicht als Lehrer wählen. Es gibt genug normale nette Rinpoches. Mir ist schon passiert, dass jemand sehr schräges Verhalten hatte, er trägt den Titel eines Rinpoche. Sein Verhalten wurde von seinen Schülern dann als "Crazy Lama" Verhalten begründet. Auch in dem Fall kann ich nur raten: Beine in die Hand und rennen.

  • Aravind
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    • 1. April 2018 um 12:38
    • #12
    SaschaBo:

    Vielen herzlichen Dank für Eure Einschätzungen. Da ich wie gesagt noch recht neu im Buddhismus bin, fehlt mir da schlichtweg eine Referenz.

    Hi Sascha,

    es gibt keinen Grund, seine Intuition und seinen gesunden Menschenverstand zu Hause zu lassen, wenn man in ein Zentrum geht! ;)

    Vertrau ruhig auf Deine Wahrnehmung. Insbesondere, wenn Du auf Deine Fragen keine vernünftigen Antworten bekommst.

    Liebe Grüße, Aravind.

  • kilaya
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    • 1. April 2018 um 15:35
    • #13
    Athos:

    Mein Rat: Gehe in eine Zen- oder Diamantweggruppe, die sind seriös und flächendeckend in Deutschland vorhanden und dort triffst Du nicht auf Lehrer, die einen Sprung in der Schüssel haben.

    Es gibt noch einen Haufen anderer guter Gruppen an vielen Orten, umso mehr, je grösser die Stadt ist. Dann noch ländliche Zurückziehungstellen, die vllt. in der Nähe eines kleineren Ortes liegen. Diese Gruppen können z.B. auch Theravada sein, oder im tibetischen Bereich gibt es selbstverständlich nicht nur den Diamantweg.

    Ich möchte behaupten, dass man in jeder Gemeinschaft auf Menschen treffen kann, auch auf Lehrer, die "einen Sprung in der Schüssel" haben. Umso wichtiger ist es, immer auch kritisch zu bleiben, und zu prüfen, bevor man sich tiefer auf etwas einlässt. :)

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 1. April 2018 um 15:49
    • #14

    Aber NKT ("New Kadampa") ist das nicht, oder? Ich bin mal so frei und rate ganz klar von denen ab. Da sitzt keine gute Schwingung dahinter, weil der Meister sein eigenes Ding gemacht hat und seine Gruppe zur Sekte wurde.

    Es gibt natürlich auch unfreundliche Buddhisten auf der Welt - aber wenn es wie in Deinem Fall der Lehrer ist, der sich ausnahmslos und dann noch allein Dir gegenüber so verhält, da würd ich dann doch nicht so sehr eine innere Verbindung aufnehmen. Unfreundliche Buddhisten triggern mich sehr und ich mach immer einen größtmöglichen Bogen um sie. Weil ich mir meine Affinität zum Buddhismus nicht von Einzelpersonen verderben lassen will.

    Robe oder nicht sagt noch nichts über den Menschen aus.

    Als Anfänger sollte man sich sowieso eigentlich vielfach umschauen, alles mal angucken, ausprobieren, und nicht unbedingt sofort beim erstbesten unfreundlichen Lama bleiben. :)

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • SaschaBo
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    • 2. April 2018 um 10:03
    • #15

    Besten Dank für die weiteren Antworten! Eure Meinungen und Tipps haben mir deutlich weitergeholfen. :)

    @ Losang Lamo: Es war ein Zentrum, das in der Nyingma-Tradition steht.

    Wer weiß, wofür die Erfahrung dort gut war? ;) Ich bin mir jedoch mittlerweile sicher, dass ich tiefer in den Buddhismus einsteigen möchte. Nach den paar Monaten der Theorie und Meditationspraxis habe ich festgestellt, dass ich in diversen Situationen deutlich gelassener reagiere und mir oftmals die Frage stelle, welche Auswirkungen mein Handeln habe könnte. Früher hätte ich es mir nie vorstellen können, mehrmals 30 Min. ruhig zu sitzen. Von daher war es so oder so kein "Reinfall".

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
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    • 2. April 2018 um 17:03
    • #16

    Mir fällt grad ein, dass mein Lehrer (ein tibetischer Geshe und Abt) bei meiner Zufluchtnahme auch ein überaus grimmiges Gesicht machte. Das war aber ganz gut, denn sonst,wäre ich vielleicht weggeflogen. Die ganze Situation war so zauberhaft und außerordentlich.

    Sein Ernst vermittelte mir irgendwie die Bedeutung.... dass das jetzt alles nicht ein Ereignis war, dass man konsumiert ("Es war ja sooo schööön"), sondern, dass es um was Wichtiges ging und dass ich Verpflichtungen eingegangen bin.

    Mein Glück konnte sein Ernst nicht schmälern, aber es brachte ein Fundament in die Zufluchtnahme.

    Überhaupt scheint das Nettsein /nicht Nettsein auch irgendwie an der kulturellen Diskrepanz zu liegen? Anders kann ich es mir nicht erklären, dass mein Lehrer immer grimmig guckt, wenn alle anderen gerade überaus nett zu mir sind und mich toll finden. Wenn ich mich aber selbst saublöd finde und eben mich dadurch auch irgendwie allein fühle, dann beachtet er mich und ist ungewöhnlich nett. Ist ganz schwer zu verstehen für mich.

    Also, mir fällt das grad nur noch so dazu ein, weil letztendlich Nettsein noch nicht das Megakriterium für einen guten Lehrer ist. Aber das gilt nicht Anfängern gegenüber. Und krasse Gemeinheit darf überhaupt nicht sein.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Schneelöwin
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    • 2. April 2018 um 17:26
    • #17

    Rückblickend kann ich für mich ebenso bestätigen, dass unfreundliche Menschen nicht unbedingt die schlechtesten Lehrer sein müssen. (Imaginär einen lieben Gruß an meinen früheren Fahrschullehrer, welcher vorher die Fahrschule der Bundeswehr geleitet hat) Wenn ich heutzutage beim Fahren in leicht bedrohliche Situationen komme, habe ich immer noch seinen doch hilfreichen Kommentar - Geschrei in den Ohren, obwohl die Schule schon 20 Jahre zurückliegt.

    Nichtsdestotrotz darf die eigene Würde nicht angekratzt werden und nach einer gewissen Zeit, so bin ich der Meinung, dürfte man mehr Stärke im Alltag spüren und nicht ein geschwächtes funktionales Ego. Darauf würde ich achten.

    Einen Ausflug in eine weitere Sangha würde ich in Deinem Falle jedenfalls empfehlen, schon allein um Vergleichsmöglichkeiten zu bekommen und um nicht in eine Art Sangha "Starre" zu verfallen.

    Liebe Grüße - Die Schneelöwin

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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