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Der Geist

  • Doris
  • 7. März 2018 um 16:27
  • Zum letzten Beitrag
  • Doris
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    • 7. März 2018 um 16:27
    • #1

    Mit Erlaubnis der dharma-university-press stelle ich diesen Text rein:


    [lz]

    „Generell können wir den Geist als eine Entität definieren, deren Natur die bloße Erfahrung ist, was bedeutet, dass der Geist seiner Natur nach klar und wissend ist. Wissend zu sein als Wirkungsprinzip (Agens) benennt den Geist, der immateriell ist.

    Innerhalb der Kategorie Geist gibt es verschiedene grobe Stufen wie die sinnlichen Wahrnehmungsfähigkeiten, die abhängig von körperlichen Sinnesorganen funktionieren, wodurch etwa sinnliche Bewusstseinszustände entstehen.

    Des Weiteren gibt es eine sechste Bewusstseinsart, das sogenannte Geist-Bewusstsein jenseits der Sinne, das ebenfalls in verschiedene Aspekte unterschieden wird, die auch von körperlichen Aspekten wie dem Gehirn abhängig sind.

    Die kritische Frage lautet nun: Inwiefern existieren die verschiedenen Klassen der kognitiven Prozesse – der sinnlichen Wahrnehmungen und der verschiedenen Geisteszustände – und verfügen über die Eigenschaft der Entität Geist, klar und wissend zu sein?

    Entsprechen der buddhistischen Wissenschaft über den Geist haben die diversen kognitiven Ereignisse das Wesen, klar und wissend zu sein, da auch sie alle der fundamentalen Natur des Geistes unterliegen. Es ist wichtig zu verstehen, dass, wenn wir über den Geist sprechen, ein hoch komplexes Netzwerk verschiedener geistiger Faktoren, Zustände und Ereignisse betrachten.

    Wenn wir über das Phänomen Geist im buddhistischen Sinne sprechen, sollten Sie nicht das Verständnis haben, es sei eine isolierbare, substanzielle Einheit. Es handelt sich vielmehr um ein äußerst komplexes Netzwerk von in Beziehungen stehenden kognitiven und mentalen Ereignissen.

    Man kann sogar sagen, dass es so viel geistige Zustände gibt, wie äußere Zustände auffindbar sind. Mit anderen Worten: Die Vielzahl der mentalen und kognitiven Ereignisse korrespondiert mit der Vielzahl externer Objekte, die als ursächliche Bedingungen dienen - etwa für die fünf Sinnesorgane.“

    Dalai Lama, Mind Science Conference 1991, Harvard University (eigene Übersetzung)[/lz]

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Max Schenzle
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    • 25. März 2018 um 12:28
    • #2

    Hi,

    also das mit der Geistesdefinition ist auf keinen Fall buddhistisch.

    Vielleicht wäre der Begriff, Bewusstseinszustände" zutreffender.

    Diese Zustände können autonom auftreten oder wie in der Lehre von G. Buddho, bewusst manipuliert werden auf einen gewissen Bewusstseinszustand zu erreichen.

  • kilaya
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    • 25. März 2018 um 14:09
    • #3

    @kesakambalo Ich kann Deinen Kommentar nicht wirklich mit dem Text den Doris gepostet hat in Verbindung bringen. Die Mind Science Veranstaltungen sind ja Gespräche des Dalai Lama mit Wissenschaftlern. Da erklärt er westlichen Wissenschaftlern die buddhistischen Sichtweisen verschiedener Schulen. (Und sie erklären ihm die Gegenstücke aus den Wissenschaften...) Daher kann es sein, dass er anderes Vokabular benutzt, also man es aus buddhistischen Texten kennt, aber man kann davon ausgehen, dass es zumindest aus dem Blickwinkel einer bestimmten philosophischen Schule "buddhistisch" ist.

  • Max Schenzle
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    • 26. März 2018 um 19:46
    • #4

    Hi,

    das mit dem Geist sehe jetzt so, dass dies die inneren kognitiven Prozesse sind. Rein materielle Basis

    Warum ist das nicht gleich so und kurz und bündig gesagt worden?

  • Niemand
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    • 26. März 2018 um 20:03
    • #5

    mir ist nicht ganz klar, ob da nun der "Geist" des Einzelnen gemeint ist, oder ob sich dieses "komplexe Netzwerk von Beziehungen" quasi auf die Gesamtheit des Lebens ausdehnt und hier ein gemeinsamer, durchdringender "Geist" beschrieben wird.

    Könnte man ja so oder so sehen, bzw. kombinieren.

  • xxx
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    • 26. März 2018 um 21:08
    • #6

    Es ist nur der subjektive Geist des Einzelnen gemeint. Buddhistische Wissenschaft über den Geist bezieht sich strenggenommen nur auf den individuellen Geist eines Übenden.

    Aufgrund der Erkenntnisse, welches ein Individuum über "seinen eigenen" subjektiven Geist gewinnt auf andere Individuen, mit jeweils einem eigenen individuellem Geist, rückzuschliessen ist unmöglich.

    Ich bin überzeugt, dass keine absolute Wirklichkeit existiert. Jeder trägt seine eigene Wirklichkeit im Kopf herum.

  • Gamma Draconis
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    • 26. März 2018 um 21:40
    • #7
    Bakram:

    [...]

    Aufgrund der Erkenntnisse, welches ein Individuum über "seinen eigenen" subjektiven Geist gewinnt auf andere Individuen, mit jeweils einem eigenen individuellem Geist, rückzuschliessen ist unmöglich.

    Ich bin überzeugt, dass keine absolute Wirklichkeit existiert. Jeder trägt seine eigene Wirklichkeit im Kopf herum.

    Was ist mit den Neurowissenschaften, die sich mit dem Bewusstsein beschäftigen? Wären die nach deiner Überzeugung auch unmöglich? Die (populärwissenschaftlichen) Bücher zum Beispiel von Gazzaniga, Damasio oder Metzinger basieren auf nachvollziehbaren Erkenntnissen und sind keineswegs aus der Luft gegriffen.

    Die "eigene Wirklichkeit" mag eingeschränkt richtig sein. Der Stein, den ich in der Nahe halte, existiert aber nicht nur für mich, denn ich kann ihn weiterreichen. Ob aber der Nächste, der ihn nimmt, die Oberflächenbeschaffenheit und die Farbe genauso wahrnimmt wie ich, das läßt sich nicht klären.

  • xxx
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    • 27. März 2018 um 09:44
    • #8

    Hier geht es um "buddhistischen Wissenschaft über den Geist" und nicht über Naturwissenschaft.

    Ist Bewusstsein und Geist dasselbe ? Was ist überhaupt "Geist", kann man ihn naturwissenschaftlich, physikalisch beschreiben ?

    Ist "der Stein" tatsächlich derselbe, mit all seinen Attributen ? D.h. Ist er für alle schön, hässlich, schwer, leicht, nützlich, unnütz, gross, klein etc

    Was ein Stein einem bedeutet ist völlig subjektiv. Die Art und Weise wie wir einen Stein auf diese Weise wahrnehmen ist ebenfalls völlig subjektiv

    -> naturwissenschaftlich kann man einen Stein zwar beschreiben und verschiedene Steine voneinander unterscheiden, das sind aber rein technisch/mathematische Werte: Masse, Gewichtskraft, Auftrieb, Dichte etc. Diese Werte sind völlig bedeutungslos, es sei denn man wolle mit dem Stein etwas erreichen, ihn für etwas benutzen (Werfen, Heben, etc). Wobei sein Nutzen wieder völlig subjektiv ist.

    Einmal editiert, zuletzt von xxx (27. März 2018 um 09:50)

  • mukti
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    • 27. März 2018 um 10:20
    • #9
    Bakram:

    Es ist nur der subjektive Geist des Einzelnen gemeint. Buddhistische Wissenschaft über den Geist bezieht sich strenggenommen nur auf den individuellen Geist eines Übenden.

    Aufgrund der Erkenntnisse, welches ein Individuum über "seinen eigenen" subjektiven Geist gewinnt auf andere Individuen, mit jeweils einem eigenen individuellem Geist, rückzuschliessen ist unmöglich.

    Ich bin überzeugt, dass keine absolute Wirklichkeit existiert. Jeder trägt seine eigene Wirklichkeit im Kopf herum.

    Es gibt wohl Grundsätzliches als allgemein gültige Wirklichkeit. Jeder gesunde Mensch hat einen Körper mit den Extremitäten, Organen usw. und fünf Arten der Sinneswahrnehmung. Z.B. Sehen, etwa einen Baum, er wird verschieden benannt, wird mit verschiedenen Gefühlen, Assoziationen und Kenntnissen wahrgenommen, aber jeder sieht grundsätzlich dasselbe Gewächs, jeder kann da raufklettern und keiner rennt offenen Auges und wachen Geistes dagegen, wenn er im Wege steht.

    Ebenso der Geist selber - jeder hat Gedanken, Gefühle, einen Willen und Bewusstein.

    Wir sind alle Geburt, Alter, Krankheit und Tod unterworfen und all den Formen von Dukkha. Die Befreiung daraus ist im Prinzip dieselbe, die Bereinigung von Gier, Hass und Verblendung.

    In dieser prinzipiell gleichen Beschaffenheit gibt es Verschiedenheiten, die Körper sind verschieden an Länge, Umfang, Farbe, Kraft usw. Die Geister sind verschieden an Talenten, Gesinnung, Emotionen, Einsicht, usw. So gleicht kein Leben dem anderen und keine zwei Wege zur Befreiung sind genau gleich.

    Mit Metta, mukti.


  • Gamma Draconis
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    • 27. März 2018 um 12:08
    • #10
    Bakram:

    Hier geht es um "buddhistischen Wissenschaft über den Geist" und nicht über Naturwissenschaft.

    [...]

    Gut, wenn der Unterschied so wichtig ist, dann erübrigt sich alles weitere.

    Daß die Wahrnehmung des Steins individuell ist, hatte ich schon geschrieben. Ob die physikalischen Werte des Steins wirklich bedeutungslos sind, kann sich schnell ändern, wenn er dir auf den Kopf fällt oder du über ihn stolperst.

    Wie dem auch sei, wir sprechen nicht über das Gleiche, deswegen hat es erledigt.

  • Max Schenzle
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    • 30. März 2018 um 14:46
    • #11

    Hi buddhis,

    manchmal wären Definitionen sehr nützlich. Ich habe mal bei Wiki nachgeschaut und etliche Definitionen gefunden. Die beste war meines Erachtens: Geist ist gleich Hirn!

  • mukti
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    • 30. März 2018 um 17:33
    • #12

    Naja ein Gehirn zu betrachten ist schon was anderes als den Geist zu betrachten.

    Mit Metta, mukti.


  • Max Schenzle
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    • 3. April 2018 um 19:34
    • #13

    Hi buddhis,

    manchmal wären Definitionen sehr nützlich. Ich habe mal bei Wiki nachgeschaut und etliche Definitionen gefunden. Die beste war meines Erachtens: Geist ist gleich Hirn!

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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