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Säkularer Buddhismus

  • Waldler
  • 27. März 2017 um 16:02
  • Zum letzten Beitrag
  • Useless
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    • 20. Mai 2017 um 14:07
    • #451

    Hier übrigens - um mal von Batchelor wegzukommen - ein, wie ich finde - guter Artikel zum säkulären Buddhismus:
    https://akincano.net/PDF/SaekularerBuddhismus-NeueVision.pdf

  • pamokkha
    Gast
    • 20. Mai 2017 um 15:19
    • #452
    Axel:

    Hier übrigens - um mal von Batchelor wegzukommen - ein, wie ich finde - guter Artikel zum säkulären Buddhismus:
    https://akincano.net/PDF/SaekularerBuddhismus-NeueVision.pdf

    Dank, interessanter Text. Seiner Wunschliste für einen säkularen Buddhismus stimme ich größtenteils zu. Aber verknüpfen tue ich dies (bisher) nicht mit einem säkularen Buddhismus. Genau so wenig, wie mit dem angerissenen und sehr interessanten "Umbruch" im burmesischen Buddhismus.

  • fotost
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    • 20. Mai 2017 um 15:43
    • #453
    Axel:

    Hier übrigens - um mal von Batchelor wegzukommen - ein, wie ich finde - guter Artikel zum säkulären Buddhismus:
    https://akincano.net/PDF/SaekularerBuddhismus-NeueVision.pdf

    Guter Text. Manchmal etwas zu vermittelnd, aber die Wunschliste spricht mir aus dem Herzen.

    Es ist vielleicht eine Altersfrage, aber ich merke immer mehr, wie sehr ich eine echte Gemeinde vermisse. Wo man sich auch mal über Randfragen unterhalten kann oder gegenseitige Unterstützung findet.

  • xxx
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    • 20. Mai 2017 um 16:09
    • #454
    Doris Rasevic-Benz:

    Praktizierst Du im Vajrayana?

    Lass uns beim Thema bleiben. Es interessiert nicht was ich wie warum und was warum nicht praktiziere.

    Es illustriert ganz neutral und kritiklos meine Aussage:

    Im Lamaismus folgt man der Wahrheit des Lamas
    Im Theravda folgt man der Wahrheit des Budhadhamma.

    Yeshe:

    ....fällt das in den Bereich der geheimen Lehren

    Budhadhamma enthält keine geheime Lehren.
    Ein Lama kennt und lehrt sicher einige.

  • Yeshe
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    • 20. Mai 2017 um 18:16
    • #455
    Bakram:

    Budhadhamma enthält keine geheime Lehren.
    Ein Lama kennt und lehrt sicher einige.

    Das sagst Du. Die Tantras (die Du nicht anerkennst) sagen etwas anderes.
    Auch wenn es sich dann Buddhadharma statt Buddhadamma schreibt.

    Wenn ich eine Frage stelle, ist das immer als echte Frage gemeint! :vajra:

  • Doris
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    • 20. Mai 2017 um 18:18
    • #456
    Zitat

    Lass uns beim Thema bleiben. Es interessiert nicht was ich wie warum und was warum nicht praktiziere.


    Natürlich interessiert das. Wenn Du eine Behauptung aufstellst, dann solltest Du auch eine Expertise mitbringen, und nicht einfach ins Blaue hinein kolportieren, was Du mal aufgeschnappt hast.

    Über den Begriff "Lamaismus" wurde kürzlich schon lange genug diskutiert.
    Das Prinzip Schüler–Lehrer kennt aber nicht nur der Mahayana, auch im Theravada gibt es Lehrer.

    Was die "geheimen Lehren" des Vajrayana anbelangt, so sind sie nicht geheim, im Sinne eines Geheimnisses. Auch wenn diese deutsche Übersetzung solches suggerieren mag. Wer sich damit beschäftigt, erkennt recht schnell, was eigentlich mit gemeint ist.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Useless
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    • 20. Mai 2017 um 18:31
    • #457
    pamokkha:

    Seiner Wunschliste für einen säkularen Buddhismus stimme ich größtenteils zu. Aber verknüpfen tue ich dies (bisher) nicht mit einem säkularen Buddhismus.


    Wohingegen ich nie etwas anderes (mehr oder weniger, mit persönlichen Betonungen) darunter verstanden habe (gerade, was die aufgeführten 'weniger verheißungsvollen Entwicklungen' und den letzten Absatz des Artikels angeht). Einer der Gründe, warum mich der Vorwurf des 'Wohlfühlbuddhismus' immer ratlos oder ärgerlich macht, je nachdem, wer ihn äußert.

  • xxx
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    • 20. Mai 2017 um 18:32
    • #458
    Doris Rasevic-Benz:

    erkennt recht schnell, was eigentlich mit gemeint ist.

    Schamanismus.

    Lass es gut sein. Ich habe dir genug geantwortet. Du musst Vajrajana nicht verteidigen, ich greife nicht an. Nur eine Meinung. :)

  • pamokkha
    Gast
    • 20. Mai 2017 um 19:07
    • #459
    Axel:
    pamokkha:

    Seiner Wunschliste für einen säkularen Buddhismus stimme ich größtenteils zu. Aber verknüpfen tue ich dies (bisher) nicht mit einem säkularen Buddhismus.


    Wohingegen ich nie etwas anderes ... darunter verstanden habe ...

    Für mich kommt es irgendwie immer auf das Eine hinaus: ich verstehe den Begriff säkular nicht. Akincano gibt dort einen Überblick über die "Bedeutungswolke" von säkular:

      • zeitgemäß: im Wortsinn von "in diesem Jahrhundert" (saeculum)
      • nicht Teil eines Ordens oder nicht zum Klerus gehörig
      • fortschrittlich, liberal, tolerant, auch pluralistisch- als Gegenbegriff zu "orthodox"
      • nicht traditionsgebunden - als Gegenteil zu "fundamentalistisch"
      • nicht metaphysisch- entschieden bezogen auf eine Welt diesseits von Ewigkeit
      • nicht religiös: a) ohne Zugehörigkeit zu einer der Großreligionen b) antireligiös
      • weltlich, profan, alltäglich - im Gegensatz zu "heilig" und "sakral".

    Wenn er schreibt: "Das Studium der Nikayas und anderer frühbuddhistischer Texte mit Methoden der modernen Literaturwissenschaft", ist das säkular in der Bedeutung von x? Für mich ist dies eine der Hauptaufgaben der "frühbuddhistischen Forschung".

  • Useless
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    • 20. Mai 2017 um 19:27
    • #460
    pamokkha:

    Wenn er schreibt: "Das Studium der Nikayas und anderer frühbuddhistischer Texte mit Methoden der modernen Literaturwissenschaft", ist das säkular in der Bedeutung von x? Für mich ist dies eine der Hauptaufgaben der "frühbuddhistischen Forschung".


    Das ist 'säkular', wenn die 'Methoden der modernen Literaturwissenschaft' ernst genommen werden und nicht nur als 'Hilfswissenschaft' missbraucht werden. Ich kenne wenige Buddhisten, die über fundierte Grundkenntnise dieser Methoden verfügen und es wird vermutlich kein Tag vergehen, bis wir hier jetzt die Meinung vertreten sehen, dass das alles nur vom Dharma ablenkt...

  • pamokkha
    Gast
    • 20. Mai 2017 um 19:41
    • #461

    Okay, die Methoden sind säkular. Aber ist damit auch der Buddhismus säkular? Ich würde formulieren, mittels säkularen Methoden kann man einen Frühbuddhismus rekonstruieren. Aber meinem Verständnis nach ist dieser Frühbuddhismus metaphysisch, religiös. Aber die Botschaft der Lehre ist immer zeitgemäß (akaliko).

  • Morpho
    Gast
    • 20. Mai 2017 um 19:42
    • #462

    Axel:

    Zitat

    Und auch wenn es - wie immer im Falle Batchelor - nichts bringt: Wenn ich richtig rechne, hat er etwa zehn Jahre als Ordinierter verbracht,


    Tsja, falsch gerechnet. "Als Ordinierter verbracht" sagt auch nichts und gar nichts, aber kann man gut hernehmen, um am Mythos um die eigene Person zu stricken.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (20. Mai 2017 um 19:50)

  • pamokkha
    Gast
    • 20. Mai 2017 um 19:45
    • #463
    Axel:

    und es wird vermutlich kein Tag vergehen, bis wir hier jetzt die Meinung vertreten sehen, dass das alles nur vom Dharma ablenkt...

    Nur mit solcher Vorarbeit kann man einigermaßen sicher sein, dass die eigene Praxis überhaupt etwas mit Dharma zu tun.

  • Moosgarten
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    • 20. Mai 2017 um 20:51
    • #464
    pamokkha:

    Okay, die Methoden sind säkular. Aber ist damit auch der Buddhismus säkular? Ich würde formulieren, mittels säkularen Methoden kann man einen Frühbuddhismus rekonstruieren. Aber meinem Verständnis nach ist dieser Frühbuddhismus metaphysisch, religiös. Aber die Botschaft der Lehre ist immer zeitgemäß (akaliko).


    Hör doch mal auf, zu behaupten, man könne einen "Frühbuddhismus" zu rekonstruieren, oder gib mal endlich Auskunft darüber, wie das geschehen soll. Selbst wenn man das mit dem frühen Schriften-Kanon könnte, wozu eigentlich, haben wir doch, was will man da eigentlich "rekonstruieren" - das wäre ja dann noch immer kein "Buddhismus", sondern immer nur Texte. Also nichts, wie diese Texte damals ausgelegt wurden, wie die Praxis war usw - ist doch alles schlicht nichtrekonstruierbar, oder wie wäre die Herangehensweise?
    In sofern ist auch die Behauptung völlig haltlos, "dieser Frühbuddhismus (sei) metaphysisch, religiös (gewesen)" - jedenfalls nicht mehr und nicht weniger, als jede andere Volksreligion zu allen Zeiten auch - aber ist das wirklich dein Thema?

  • fotost
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    • 20. Mai 2017 um 21:52
    • #465
    Moosgarten:
    pamokkha:

    Okay, die Methoden sind säkular. Aber ist damit auch der Buddhismus säkular? Ich würde formulieren, mittels säkularen Methoden kann man einen Frühbuddhismus rekonstruieren. Aber meinem Verständnis nach ist dieser Frühbuddhismus metaphysisch, religiös. Aber die Botschaft der Lehre ist immer zeitgemäß (akaliko).


    Hör doch mal auf, zu behaupten, man könne einen "Frühbuddhismus" zu rekonstruieren, oder gib mal endlich Auskunft darüber, wie das geschehen soll. Selbst wenn man das mit dem frühen Schriften-Kanon könnte, wozu eigentlich, haben wir doch, was will man da eigentlich "rekonstruieren" - das wäre ja dann noch immer kein "Buddhismus", sondern immer nur Texte. Also nichts, wie diese Texte damals ausgelegt wurden, wie die Praxis war usw - ist doch alles schlicht nichtrekonstruierbar, oder wie wäre die Herangehensweise?
    In sofern ist auch die Behauptung völlig haltlos, "dieser Frühbuddhismus (sei) metaphysisch, religiös (gewesen)" - jedenfalls nicht mehr und nicht weniger, als jede andere Volksreligion zu allen Zeiten auch - aber ist das wirklich dein Thema?


    Die Idee, ein Frühbuddhismus sei nicht weniger religiös gewesen als 'jede andere Volksreligion zu allen Zeiten auch' erscheint mir gewagt.

    Die Probleme damit einen ersten Buddhismus zu rekonstruieren sind bekannt.
    Ich sehe allerdings keine Anzeichen von Elementen, die für andere Religionen so typisch sind in irgendeiner Variante des Buddhismus. Ewige Gottheiten fehlen, die Idee eines ewigen unveränderlichen Persönlichkeitskerns aka. Seele fehlt, die Vorstellung einer Schöpfergottheit ist max. als Bezug auf die Vehden enthalten.

    Da sind schon Unterschiede...
    Die 3 Merkmale scheinen ein guter Schutz vor Wunschdenken zu sein. (Womit sich dann allerdings die Frage ergibt, ob sie zum Frühbuddhismus gehören. Oder umgekehrt, ob eine Lehre bevor die 3 Merkmale eingeführt wurden Buddhismus ist..)

  • Moosgarten
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    • 20. Mai 2017 um 22:19
    • #466
    fotost:

    Ich sehe allerdings keine Anzeichen von Elementen, die für andere Religionen so typisch sind in irgendeiner Variante des Buddhismus. Ewige Gottheiten fehlen, die Idee eines ewigen unveränderlichen Persönlichkeitskerns aka. Seele fehlt, die Vorstellung einer Schöpfergottheit ist max. als Bezug auf die Vehden enthalten.


    Das ist jetzt zwar völlig OT - aber glaubst du wirklich, dass es im volkstümlichen Buddhismus einen großen Unterschied macht, dass personale Wiedergeburt nun mit oder ohne Atta erfolgt? Das ist schon Hochreligion - und es macht auch keinen großen Unterschied ob dein "Gott" so langlebig ist, dass es nicht abzählbar ist, oder "unsterblich". War bei den Griechen, Römern und den nordischen Völkern auch nicht anders.
    In gewissem Sinne sehe ich auch den "Säkularen Buddhismus" (als Projekt, nicht als persönliche Haltung) als einen Versuch an, eine Religion zu konstruieren. Das ist aber ebenso geschichtslos, wie die Rekonstruktion eines "Frühbuddhismus".

  • Morpho
    Gast
    • 20. Mai 2017 um 23:25
    • #467
    Zitat

    In gewissem Sinne sehe ich auch den "Säkularen Buddhismus" (als Projekt, nicht als persönliche Haltung) als einen Versuch an, eine Religion zu konstruieren. Das ist aber ebenso geschichtslos, wie die Rekonstruktion eines "Frühbuddhismus".

    :like:

  • Morpho
    Gast
    • 20. Mai 2017 um 23:37
    • #468

    Ich finde es außergewöhnlich merkwürdig, dass die säkulare "Bewegung", wo doch angbl. "Aufgeklärte", nicht bemerkt wie sie gerade religionsähnliche Strukturen aufbaut, oder vielleicht, schon benennbar: eine sektiererische religionsähnliche Struktur (denn immerhin verorten sie sich unter "Buddhismus"). Zum einen ist da das sich Hervorheben von Unterrichtenden, zum anderen eine Zusammenschluss (Assoziation), zum dritten der Versuch einen gewissen Spirit reinzubringen, und zum vierten, dass sie etwas zu gern an "spirituellen Zentren" andocken. Wenn schon "weltlich", dann bitte "weltlich". Waren sie aber noch nie.

  • mukti
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    • 20. Mai 2017 um 23:57
    • #469

    Der Buddhalehre wird durch Praxis verständlicher, nicht durch Grübeln über Ansichten.
    Wenn ich die Essenz der Lehre in einem kurzen Satz zusammenfassen müsste, würde ich ihn so formulieren: Die Welt ist verbunden mit Leid, die einzige Möglichkeit das Leid zu beenden ist die Abwendung von der Welt.
    Die Frage ist demnach: Wie weit bin ich losgelöst? Esse ich zuviel, zu oft, zu wählerisch? Schlafe ich zu lange , im weichen Bettchen? An welchen unnötigen Dingen, an welchem Luxus hänge ich? Wie sieht es aus mit der Lust, dem Zorn, dem Hass, der Selbstbestätigung, dem Stolz, der Habgier usw.? Schließlich, wie widme ich mich der Lehre, verwende ich viel Zeit um darüber nachzudenken wie ein westlicher Buddhismus wohl aussehen könnte, wo Traditionen fehlerhaft sind, während ich all die Anhaftungen beibehalte, grübelnd am Schreibtisch sitzend, geborgen in der warmen Stube, Asketen kritisierend die all das hinter sich gelassen haben weil sie etwas glauben was ich nicht glaube?

    Mit Metta, mukti.


  • fotost
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    • 21. Mai 2017 um 00:01
    • #470
    Moosgarten:
    fotost:

    Ich sehe allerdings keine Anzeichen von Elementen, die für andere Religionen so typisch sind in irgendeiner Variante des Buddhismus. Ewige Gottheiten fehlen, die Idee eines ewigen unveränderlichen Persönlichkeitskerns aka. Seele fehlt, die Vorstellung einer Schöpfergottheit ist max. als Bezug auf die Vehden enthalten.


    Das ist jetzt zwar völlig OT - aber glaubst du wirklich, dass es im volkstümlichen Buddhismus einen großen Unterschied macht, dass personale Wiedergeburt nun mit oder ohne Atta erfolgt? Das ist schon Hochreligion - und es macht auch keinen großen Unterschied ob dein "Gott" so langlebig ist, dass es nicht abzählbar ist, oder "unsterblich". War bei den Griechen, Römern und den nordischen Völkern auch nicht anders.


    Ok, da hätten wir eine weitere Front Volksbuddhismus :grinsen:
    Tut mir leid, da bin ich noch weniger informiert als über andere Bereiche. Wahrscheinlich hast Du recht - egal wo, Menschen wollen irgendwie überleben und wenn es geht auch noch etwas Spaß dabei haben.
    Wäre toll, wenn Mitglieder, die viel Kontakt mit Volksbuddhismus in unterschiedlichen Regionen haben/hatten darüber mehr erzählen würden.

    Moosgarten:


    In gewissem Sinne sehe ich auch den "Säkularen Buddhismus" (als Projekt, nicht als persönliche Haltung) als einen Versuch an, eine Religion zu konstruieren. Das ist aber ebenso geschichtslos, wie die Rekonstruktion eines "Frühbuddhismus".


    Wird Dich wahrscheinlich wundern, aber ich stimme Dir weitgehend zu. Religion hat so viele Aspekte, daß müssen ja nicht primär Glaubensgeschichten sein. Dazu gehören auch Riten, Gemeinschaftserlebnisse, Zeremonien, möglicherweise sogar Strukturen wie Orden etc.
    Ich brauche den Begriff Religion nicht, wenn andere es zur Orientierung brauchen, bitte.

    Langfristig werden sich da auch Dinge entwickeln. Ob jetzt Leute aktiv am Konstruieren sitzen, oder es sich von fast allein ergibt bleibt offen.

    In ersten Ansätzen gibt es ja schon Internetforen, Blogs, einige Bücher zum Thema, Vorträge. Sicher auch soziale Kontakte. Ob es irgendwo Gemeinden gibt die sich als ausgesprochen säkular definieren weiß ich nicht.
    Sogar in einem Forum wie Buddhaland gibt es einen kleinen Bereich säkularer Buddhismus. 8)

    Was Du mit geschichtslos meinst ist nicht ganz klar. Es gibt eindeutig Vorläuferbewegungen zu dem was hier als säkularen Buddhismus bezeichnet wird, was die Zukunft bringt wissen wir beide nicht.

  • Doris
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    • 21. Mai 2017 um 08:31
    • #471
    Bakram:
    Doris Rasevic-Benz:

    erkennt recht schnell, was eigentlich mit gemeint ist.

    Schamanismus.

    Lass es gut sein. Ich habe dir genug geantwortet. Du musst Vajrajana nicht verteidigen, ich greife nicht an. Nur eine Meinung. :)

    Eben. Meinungen.
    Man muss nicht immer seine Meinungen in die Welt hinaus schicken. Vor allem sollte man sie nicht als Fakten verkaufen, schon gar nicht, wenn man nichts weiß. Rechte Rede und so …

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Doris
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    • 21. Mai 2017 um 08:37
    • #472
    Moosgarten:


    In gewissem Sinne sehe ich auch den "Säkularen Buddhismus" (als Projekt, nicht als persönliche Haltung) als einen Versuch an, eine Religion zu konstruieren. Das ist aber ebenso geschichtslos, wie die Rekonstruktion eines "Frühbuddhismus".

    Was verstehst Du unter "geschichtslos"?

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Moosgarten
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    • 21. Mai 2017 um 10:43
    • #473
    Doris Rasevic-Benz:
    Moosgarten:


    In gewissem Sinne sehe ich auch den "Säkularen Buddhismus" (als Projekt, nicht als persönliche Haltung) als einen Versuch an, eine Religion zu konstruieren. Das ist aber ebenso geschichtslos, wie die Rekonstruktion eines "Frühbuddhismus".


    Was verstehst Du unter "geschichtslos"?


    Als "Projekt" getrennt von lebendiger Tradition.
    Der PK, die Zen-Literatur usw. enthalten zwar "Buddhawort", aber eben nur Gehörtes, nicht das Gesagte, schon überhaupt nicht das Gemeinte und auch nicht das Verstandene.
    Was gemeint war, erschließt sich höchstens darüber, dass man es tut. Das Problem ist, dass man nicht alles machen kann, was da (jeweils verschiedenen Personen) vorgeschlagen wird, dazu reicht einfach nicht die Lebenszeit aus. Und man kann es auch nicht allein tun - also ohne Korrektiv, da sitzt man höchstens auf der eigenen Wolke - wie ja auch hier einige tragische Beispiele zeugen.
    Keine perfekte, aber immerhin gangbare Antwort auf dieses Problem (im Buddhismus) ist "Tradition", worunter ich das über Jahrhunderte ausgesiebte, an die jeweiligen Umstände angepaßte Methodenspektrum verstehe und dass man innerhalb der jeweiligen Tradition lebendig erfahren kann. Nur mit wirklicher Kenntnis, praktisch tiefer Erfahrung in der jeweiligen Tradition kann man auch sagen, was davon jetzt nicht mehr so richtig "jetzig" ist, oder örtlich angemessen. Dann verwirft man diese aber nicht unbedingt als Ganzes, und ohne diese Kenntnis und Erfahrung ist es sowieso völlig fehlgeleitet.
    Das ist das Problem, das ich beim Säkularen Buddhismus (als Projekt, nicht als persönliche Haltung) sehe. Entweder sind bei den "Projektleitern" diese Erfahrungen erst überhaupt nicht vorhanden, oder falls vorhanden, die persönlichen Enttäuschungen so tiefgreifend, dass das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird - also in keinerlei Verbindung zu irgendeiner gelebten Tradition steht. Das Ergebnis kann dann nur ein geschichtsloser Homunkulus sein.

  • Schroedinger
    Gast
    • 21. Mai 2017 um 11:43
    • #474
    Moosgarten:


    Das ist das Problem, das ich beim Säkularen Buddhismus (als Projekt, nicht als persönliche Haltung) sehe. Entweder sind bei den "Projektleitern" diese Erfahrungen erst überhaupt nicht vorhanden, oder falls vorhanden, die persönlichen Enttäuschungen so tiefgreifend, dass das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird - also in keinerlei Verbindung zu irgendeiner gelebten Tradition steht. Das Ergebnis kann dann nur ein geschichtsloser Homunkulus sein.

    Da sehe ich auch das Problem - nicht vorhandene Erfahrung und eine Haltung, die bestimmte Erfahrungen vermeiden will, weil damit Enttäuschungen vermieden werden sollen.
    Damit ist das eine Haltung, die nicht offen ist, sondern steril, abgrenzend und wählerisch.

  • xxx
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    • 21. Mai 2017 um 11:50
    • #475
    Doris Rasevic-Benz:


    Man muss nicht immer seine Meinungen in die Welt hinaus schicken. Vor allem sollte man sie nicht als Fakten verkaufen, schon gar nicht, wenn man nichts weiß. Rechte Rede und so …

    Genau !
    Dies tun Lamas, sie schicken ihre Ansicht/Meinung als Wahrheit in die Welt hinaus.
    Von mir aus dürfen sie das, tun wir hier ja auch dauernd :)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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