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Der Gauthama Buddha und die Bäume / Der Vortrag in der Buddhistischen Gesellschaft München

  • Mohan Gnanathilake
  • 15. Oktober 2016 um 05:39
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    • 15. Oktober 2016 um 05:39
    • #1

    Der Gauthama Buddha und die Bäume

    „ Der Wald ist ein besonderes Wesen, von unbeschränkter Güte und Zuneigung, das keine Forderungen stellt und großzügig die Erzeugnisse seines Lebenswerks weitergibt; allen Geschöpfen bietet er Schutz und spendet Schatten selbst dem Holzfäller, der ihn zerstört.“ – Der Gauthama Buddha


    http://www.wat-lao.org/PDFs/Bibliothe…nd%20Baeume.pdf


    Ich bin selbst ein Naturliebhaber. Ich bin am 10. Mai 1975 in Kandy , Sri Lanka geboren , wo es sich viele buddhistische Klöster in der Natur und im Landesinnen befinden. Aus diesem Grund habe ich mich dafür entschieden , diesen Beitrag einzureichen.

    „Das Denken schweift gern ab, man hält es schwer zurück;
    Es zähmen, das ist gut; gezähmt bringt Denken Glück.“
    ( Dhammapada 35 Citta – Denken )

  • Mohan Gnanathilake
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    • 4. November 2016 um 13:35
    • #2
    Mohan Gnanathilake:

    Der Gauthama Buddha und die Bäume

    „Der Wald ist ein besonderes Wesen, von unbeschränkter Güte und Zuneigung, das keine Forderungen stellt und großzügig die Erzeugnisse seines Lebenswerks weitergibt; allen Geschöpfen bietet er Schutz und spendet Schatten selbst dem Holzfäller, der ihn zerstört.“- Der Gauthama Buddha


    http://www.wat-lao.org/PDFs/Bibliothe…nd%20Baeume.pdf


    Ich bin selbst ein Naturliebhaber. Ich bin am 10. Mai 1975 in Kandy, Sri Lanka geboren, wo sich viele buddhistische Klöster in der Natur und im Landesinnen befinden. Aus diesem Grund habe ich mich dafür entschieden, diesen Beitrag einzureichen.


    Ich würde gern bezüglich dieses Themas für eure freundliche Durchsicht weitere Einzelheiten hinzufügen.

    „Für Buddhisten sind Bäume von großer Bedeutung – spirituell und materiell. Während Buddha Shakyamunis Geburt in Lumbini in Süd-Nepal hielt seine Mutter einen Ast den „Bodhi“ - Baumes (Ficus regligiosa) und unter einem „Bodhi“ – Baum in Bodhgaya (Bihar, Indien) sitzend erkannte Buddha Shakyamuni die wahre Natur der Wirklichkeit und erlangte Erleuchtung. Bäume gewährten den Meditierenden Schutz und unterstützten die Buddhas in der Suche nach Erleuchtung.

    Buddhisten erfahren, in Bäumen wohnen zahlreiche Gottheiten und Geister, die das Wetter, die Ernten und das Wohlbefinden der in ihrem Umfeld wohnenden Menschen beeinflussen. Solange die Menschen in Harmonie mit ihrer Umwelt, den lokalen Göttern und Geistern leben, werden Frieden und Wohlwollen vorherrschen. Wenn wir Bäume fällen, Erde umgraben und die Berge verschmutzen, stören sie diese Götter und Geister, was zu Naturkatastrophen und Krankheit führt.“

    https://himalayasherpaherbs.net/de/harmony.html

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    ( Dhammapada 35 Citta – Denken )

  • Freeman reloaded
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    • 4. November 2016 um 17:38
    • #3

    Hallo Mohan! Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich habe einige Jahre nicht im Buddhaland Forum geschrieben. Aber Dein kurzer Beitrag hat mich sehr inspiriert, daher schreibe ich nun doch mal wieder hier :) Ich liebe Bäume. Hier noch einige wissenschaftliche Fakten zum Wesen der Bäume:

    " Trees have friends, feel loneliness, scream with pain and communicate underground via the woodwide web”. Some act as parents and good neighbours. Others do more than just throw shade – they’re brutal bullies to rival species. The young ones take risks with their drinking and leaf-dropping then remember the hard lessons from their mistakes. It’s a hard-knock life.

    A book called The Hidden Life of Trees is not an obvious bestseller but it’s easy to see the popular appeal of German forester Peter Wohlleben’s claims – they are so anthropomorphic. Certainly, a walk in the park feels different when you imagine the network of roots crackling with sappy chat beneath your feet. We don’t know the half of what’s going on underground and beneath the bark, he says: “We have been looking at nature for the last 100 years like [it is] a machine.”…

    “The thing that surprised me most is how social trees are. I stumbled over an old stump one day and saw that it was still living although it was 400 or 500 years old, without any green leaf. Every living being needs nutrition. The only explanation was that it was supported by the neighbour trees via the roots with a sugar solution. As a forester, I learned that trees are competitors that struggle against each other, for light, for space, and there I saw that it’s just vice versa. Trees are very interested in keeping every member of this community alive..."

    https://www.theguardian.com/environment/20…k-to-each-other

    Gerade auch angesichts des anthropogen verursachten Klimawandels haben Bäume eine immense, globale Bedeutung.

    " Die Vertreter der Substanz sind wie Kühe, die Vertreter der Leere noch schlimmer."

    - Saraha
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    • 7. November 2016 um 10:27
    • #4
    Mohan Gnanathilake:


    Buddhisten erfahren, in Bäumen wohnen zahlreiche Gottheiten und Geister, die das Wetter, die Ernten und das Wohlbefinden der in ihrem Umfeld wohnenden Menschen beeinflussen. Solange die Menschen in Harmonie mit ihrer Umwelt, den lokalen Göttern und Geistern leben, werden Frieden und Wohlwollen vorherrschen. Wenn wir Bäume fällen, Erde umgraben und die Berge verschmutzen, stören sie diese Götter und Geister, was zu Naturkatastrophen und Krankheit führt.“

    https://himalayasherpaherbs.net/de/harmony.html

    Leider ist es kaum möglich keine Bäume zu fällen oder zu beschneiden oder nicht umzugraben, es sei denn man lebt wie ein hausloser Asket. Aber auch da nimmt man Nahrung und Produkte an die gewaltsam aus der Natur entnommen wurden. Yogis die nur in einer Höhle sitzen und von Prana leben gibt es wohl kaum mehr.
    Man kann sich bemühen so wenig wie möglich Schaden anzurichten, aber in dieser Welt gibt es wohl leider keine perfekte Harmonie, jedes Wesen lebt auf Kosten anderer.

    Mit Metta, mukti.


  • void
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    • 7. November 2016 um 11:10
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    Während es ja bei mobilen Lebenwesen oftmals so aussieht, als wären sie so autonome Einheiten, die unabhängig von ihrer Umwelt existieren, ist diese Illusion bei Bäumen nicht so stark: Da sieht man, dass sich der Stamm aus einem Geflecht von Wurzeln erwächst. Und dass so ein Baum ein Knotenpunkt zwischen dem ist, wovon er abhängt: Erde, Luft, Sonne.

    Von daher finde ich Bäume ein kräftiges Symbol für das "Enstehen in Abhängigkeit".

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  • sati-zen
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    • 7. November 2016 um 12:16
    • #6

    Na toll, eine Hohelied auf die Abhängigkeit, das können Menschen gebrauchen, besonders die Unfähigen, Ängstlichen, Unsicheren, Zweifelnden, Skeptischen, Suchenden, Haltlosen und vor allem Gefühlvollen denn sie machen viele Fehler.
    Was andere Menschen machen kann ich nicht bestimmen aber ich strebe die Unabhängigkeit der Seele, des Geistes und des Körpers an als individueller Mensch mit Bewusstsein, kann mich der Schwarm-Intelligenz hingeben voller Genuss wenn ich das möchte oder als Einzelgänger Herr über mich selbst sein.
    Ich finde, dass die Abhängigkeit in Deutschland besonders ausgeprägt ist und deshalb wären Übungen ohne Mamas Brust oder Papas Gabe dringend notwendig. Ich persönlich empfinde dieses Betteln von abhängigen Menschen man möge ihnen doch ihren Stoff geben für sehr lästig und die Lebensqualität einschränkend. Abhängigkeit ist das Resultat von Sucht, eine schwere psychische Störung und diese Sucht wird im westlichen System gefördert da sie den größten Umsatz bringt.
    Ich finde es nicht nur traurig sondern beschämend so ein Thema in einem Buddha-Forum erörtern zu müssen wo die Abhängigkeit und somit die Sucht, gleichgestellt mit Gier, gefördert wird.
    Natürlich sind die Abhängigkeiten des Menschen zur Umwelt da, ich genieße die Sonne sehr und weiß auch wenn es bewölkt ist, dass sie da ist aber die Unabhängigkeit des Menschen die so wichtig ist für ein ausgeglichenes Leben und so schwer zu erreichen, ist gerade in der westlichen Welt ein ungelöstes Problem. Abhängig ist der Organismus automatisch aber für die Unabhängigkeit ist menschlicher Geist und Bewusstsein gefragt. Ich habe solche Dinge in der Meditation durchlebt.

  • Festus
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    • 7. November 2016 um 13:28
    • #7

    Wüsst ich genau, wie dies Blatt
    Aus seinem Zeig hervorkam,
    Schwieg ich auf ewige Zeit still,
    denn ich wüsste genug
    (Hugo von Hofmannsthal)


    Gestutzte Eiche

    Wie haben sie dich, Baum, verschnitten
    Wie stehst du fremd und sonderbar!
    Wie hast du hundertmal gelitten,
    Bis nichts in dir als Trotz und Wille war!
    Ich bin wie du, mit dem verschnittnen,
    Gequälten Leben brach ich nicht
    Und tauche täglich aus durchlittnen
    Roheiten neu die Stirn ins Licht.
    Was in mir weich und zart gewesen,
    Hat mir die Welt zu Tod gehöhnt,
    Doch unzerstörbar ist mein Wesen,
    Ich bin zufrieden, bin versöhnt,
    Geduldig neue Blätter treib ich
    Aus Ästen hundertmal zerspellt,
    Und allem Weh zu Trotze bleib ich
    Verliebt in die verrückte Welt.
    (Hermann Hesse)
    http://www.baumpruefung.de/dies-und-das/baumgedichte

    Noch mehr von Hesse
    http://www.bic-media.com/mobile/mobileW…tandard&lang=de

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
    die Dir in die Knochen fährt –

    wie könnten die Pflaumenblüten

    dich erfüllen mit ihrem durchdringenden Duft?
    (Obaku)

  • void
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    • 7. November 2016 um 13:28
    • Offizieller Beitrag
    • #8
    sati-zen:

    Na toll, eine Hohelied auf die Abhängigkeit, das können Menschen gebrauchen,

    Also ich habe meinen Beitrag bestimmt nicht als Hohelied auf die Abhängigkeit gemeint. Im Gegenteil: Je mehr wir uns genau usnerer Abhängigkeiten und Süchte bewusst werden, desto leichter finden wir Freheit davon.

    sati-zen:

    Ich finde, dass die Abhängigkeit in Deutschland besonders ausgeprägt ist und deshalb wären Übungen ohne Mamas Brust oder Papas Gabe dringend notwendig. Ich persönlich empfinde dieses Betteln von abhängigen Menschen man möge ihnen doch ihren Stoff geben für sehr lästig und die Lebensqualität einschränkend. Abhängigkeit ist das Resultat von Sucht, eine schwere psychische Störung und diese Sucht wird im westlichen System gefördert da sie den größten Umsatz bringt.

    In der Werbung wird ja gerade das unabhängige, freie Individuum betont. Weil man ja, für je freier man sich selber hält, desto weniger seine Unfreheiten und Abhängigkeiten reflektiert. Und dann desto manipulierbarer ist. Deswegen betont ja die Werbung gerade den unabhängigen Einzelgänger, der frei entscheidet, dass er sich jetzt über Zigaretten, Markenkalmotten und Edelreisen definiert. Während die dröge, abhängige Masse als Gegenbild auftritt, gegen das man sich abgrenzt.

    Beim Baum ist klar, nach was er süchtig ist (Sonne, Wasser, Erde) während man das bei uns nicht so sehr sieht. Das ist doch kein Lob der Abhängigkeit.

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  • Freeman reloaded
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    • 7. November 2016 um 14:02
    • #9

    Ich wüsste auch nicht, dass das Entstehen in Abhängigkeit in irgendeiner Weise negativ zu bewerten sei. Die Entstehung in Abhängigkeit ist schliesslich allgegenwärtig und Buddha hat nie behauptet, dass dieses Entstehen in Abhängigkeit in irgendeiner Weise negativ zu betrachten sei. Das Enstehen in Abhängigkeit ist einfach ein neutrales Naturgesetz, fertig. Es gäbe ja auch keinen Grund, zB die Gravitation als negativ zu bewerten. Und, wie Mohan ganz richtig gesagt hat, hatte der Buddha eine grosse Wertschätzung für Bäume.

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    • 7. November 2016 um 14:31
    • Offizieller Beitrag
    • #10
    Freeman reloaded:

    Ich wüsste auch nicht, dass das Entstehen in Abhängigkeit in irgendeiner Weise negativ zu bewerten sei. Die Entstehung in Abhängigkeit ist schliesslich allgegenwärtig und Buddha hat nie behauptet, dass dieses Entstehen in Abhängigkeit in irgendeiner Weise negativ zu betrachten sei. Das Enstehen in Abhängigkeit ist einfach ein neutrales Naturgesetz, fertig. Es gäbe ja auch keinen Grund, zB die Gravitation als negativ zu bewerten. Und, wie Mohan ganz richtig gesagt hat, hatte der Buddha eine grosse Wertschätzung für Bäume.

    Sati-zen ist jemand, der sehr modern denkt, und dem viel im Buddhismus zu traditionell und zu obrigkeitshörig ist. Von daher freut ihn eher das, was die individuelle Selbstbestimmung, Indivudualität und Kreativität betont.

    Und da ist ja das Pflanzendasein das Gegenteil davon: Wenn man sagt jemand "vergetiert" nur mehr rum, dann wird damit ja ausgedrückt dass er auf ein Pflanzeniveau rein passiver Existenz runtergesunken ist. Also überhaupt keine Selbstbestimmung mehr da ist sondern nur mehr dumpfes Existieren.

    Ein Preisen der Bäume ist also für ihn wohl eine Art, die Unmündigkeit abzufeiern.

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  • Freeman reloaded
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    • 7. November 2016 um 14:43
    • #11

    Na ja gut, aber dennoch hat die neutrale Betrachtung des Entstehens in Abhängigkeit ja nix mit Obrigkeitshörigkeit zu tun. Und man kann ja durchaus dennoch "die individuelle Selbstbestimmung, Indivudualität und Kreativität" betonen, da sehe ich keinen Widerspruch. Enstehen in Abhängigkeit und Individualität bedingen sich ja gegenseitig, das Eine ist nicht ohne das Andere.

    " Wenn man sagt jemand "vergetiert" nur mehr rum, dann wird damit ja ausgedrückt dass er auf ein Pflanzeniveau rein passiver Existenz runtergesunken ist."

    Die Pflanzen und auch die Bäume vegetieren ja nicht wirklich einfach nur so rum, die sind sehr aktiv, nicht bloss passiv :)

    " Ein Preisen der Bäume ist also für ihn wohl eine Art, die Unmündigkeit abzufeiern."

    Nun, wenn das wirklich so sein sollte, dass Sati-zen das so sieht, dann fände ich das ein wenig "engstirnig".

    Hier übrigens noch einige Fakten zum Thema Buddha und die Bäume:

    http://www.buddhismus-deutschland.de/buddha-und-die-baeume/

    Edit: Hey Lucy, die Tatsache, dass Deine Freundin ihr Kind tatsächlich unter einem Baum geboren hat, finde ich schön und bemerkenswert :)

    Festus

    Danke für die schönen Gedichte!

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  • Carneol
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    • 7. November 2016 um 23:26
    • #12
    Freeman reloaded:

    Die Pflanzen und auch die Bäume vegetieren ja nicht wirklich einfach nur so rum, die sind sehr aktiv, nicht bloss passiv :)


    ... sehr schön dargestellt auch in:

    Peter Wohlleben: "Das geheime Leben der Bäume - Was sie fühlen, wie sie kommunizieren - die Entdeckung einer verborgenen Welt":
    https://www.randomhouse.de/Buch/Das-gehei…wig/e478046.rhd

    Gruß :om:

    Im erwachten Herzen leuchtet jede Farbe. (Jack Kornfield)

  • Karnataka
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    • 8. November 2016 um 09:44
    • #13
    void:

    In der Werbung wird ja gerade das unabhängige, freie Individuum betont. Weil man ja, für je freier man sich selber hält, desto weniger seine Unfreheiten und Abhängigkeiten reflektiert. Und dann desto manipulierbarer ist. Deswegen betont ja die Werbung gerade den unabhängigen Einzelgänger, der frei entscheidet, dass er sich jetzt über Zigaretten, Markenkalmotten und Edelreisen definiert. Während die dröge, abhängige Masse als Gegenbild auftritt, gegen das man sich abgrenzt.

    Beim Baum ist klar, nach was er süchtig ist (Sonne, Wasser, Erde) während man das bei uns nicht so sehr sieht. Das ist doch kein Lob der Abhängigkeit.

    Der Vergleich von Körper oder Natur mit gesellschaftlichem Zusammenleben findet sich schon bei Platon.

    Der Psychoanalytiker Otto Kernberg spricht davon, dass für einen geistig gesunden Menschen die Fähigkeit notwendig ist, abhängige Beziehungen eingehen zu können. Gerade das Fehlen dieser Fähigkeit sowie quälende Neidgefühle würden den Narzissmus ausmachen. Er zeichnet dann eine mögliche progressive Verschärfung dieser Problematik von einer harmlosen Beziehungsstörung über das Ausnützen anderer Menschen bis zur völligen Rücksichtslosigkeit.

    Wie kann man die destruktive Unabhängigkeit erklären? Freud spricht in seinem Modell vom Über-Ich, das Ideale, Werte und Regeln besitzt. Dies meint also eine Instanz, die wir als übergeordnet erleben und auch erleben sollen. Nach meiner Ansicht meint sie keine quälende Strenge gegen sich selbst sowie den Charakterzug, sich ständig nieder zu machen. Ebenso meint sie aber auch nicht, sich selbst zum Ideal zu erklären, wie dies im Narzissmus geschieht.

    Lässt sich Befreiung daher als Verantwortungslosigkeit definieren?

  • SPK
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    • 8. November 2016 um 10:00
    • #14
    Karnataka:


    Lässt sich Befreiung daher als Verantwortungslosigkeit definieren?


    Wieso sollte ein Erkennen der eigenen "Ignoranz" verantwortungslos sein? Das macht für mich kein Sinn.

  • Karnataka
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    • 8. November 2016 um 10:29
    • #15
    Spock:
    Karnataka:


    Lässt sich Befreiung daher als Verantwortungslosigkeit definieren?


    Wieso sollte ein Erkennen der eigenen "Ignoranz" verantwortungslos sein? Das macht für mich kein Sinn.

    Die Lehre mancher erleuchteter Meister besagt: Lass deine Konditionierungen fallen, dann bist du frei! Zumeist hat das Ganze aber nur einen Inhalt, nämlich die eigene nebulose Erfahrungsfähigkeit des Meisters, die angeblich unsagbar tiefes Wissen entstehen lässt.

    Krishnamurtis Philosophieren etwa suggeriert unentwegt solches Wissen, erzeugt raffiniert Spannung, mehr noch die Verunsicherung seines Publikums, verkauft zuletzt aber bloß eine Freiheit, die Verantwortungslosigkeit meint. Persönlich begegnete er anderen verachtungsvoll und verheimlichte eigene Schwächen, heißt es. Mitgefühl und Freundlichkeiten wären Krishnamurti fremd gewesen.

    Osho ist da noch absurder.

  • Sudhana
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    • 8. November 2016 um 13:42
    • #16
    Karnataka:

    Die Lehre mancher erleuchteter Meister besagt [...] Krishnamurti [...] Osho [...]


    "Viele sind es, die den Thyrsos schwingen, doch nur über wenige ist der Geist gekommen." Findet sich auch schon bei Platon (im Phaidon). Zumindest halte ich es für wenig zielführend, in einem buddhistischen Forum Leute wie Herrn Jiddu oder Herrn Mohan als Musterbeispiele für erleuchtete Meister anzuführen. Ich bezweifle, dass bodhi diese Art von "Erleuchtung" meint.

    Spätestens, wenn man sich von seinen Fesseln befreit hat, stellt sich die Frage, wozu man die Freiheit nutzt. Die Antwort auf diese Frage zeigt, wie weit es mit der Befreiung wirklich her ist ...

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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 8. November 2016 um 13:55
    • Offizieller Beitrag
    • #17
    Sudhana:
    Karnataka:

    Die Lehre mancher erleuchteter Meister besagt [...] Krishnamurti [...] Osho [...]


    "Viele sind es, die den Thyrsos schwingen, doch nur über wenige ist der Geist gekommen." Findet sich auch schon bei Platon (im Phaidon). Zumindest halte ich es für wenig zielführend, in einem buddhistischen Forum Leute wie Herrn Jiddu oder Herrn Mohan als Musterbeispiele für erleuchtete Meister anzuführen. Ich bezweifle, dass bodhi diese Art von "Erleuchtung" meint.

    Es ist ja immer irreführend, wenn man zu dem Wort Befreiung nicht dazusagt, "Befreiung von was" man eigentlich meint.

    Im Buddhismus ist ja mit "Befreiung" immer die Befreiung vom Leid und seinen Ursacher, gemeint.

    Gleichzeitig gibt es ja aber nocht andere Konzepte von Befreiung z.B die politische Befreiung von Entmündigung. Oder sogar die Befreiung des Individuums von allen gesellschaftlichen Koventionen.

    Und gerade Baghwan (Osho) war ja deswegen so erfolgreich, weil er das vermischt hat, so dass Selbstverwirklichung und Befreung vom Selbst als zutiefst verwandt erscheinen - und man am Ende die Torte gleichzeitig essen und behalten konnte.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • Yofi
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    • 8. November 2016 um 14:27
    • #18
    Karnataka:

    Der Psychoanalytiker Otto Kernberg spricht davon, dass für einen geistig gesunden Menschen die Fähigkeit notwendig ist, abhängige Beziehungen eingehen zu können. Gerade das Fehlen dieser Fähigkeit sowie quälende Neidgefühle würden den Narzissmus ausmachen.


    Otto F. Kernberg hat sich m. W. als Direktor eines Instituts der Payne Whitney Klinik explizit mit Persönlichkeitsstörungen beschäftigt und daher sicher gewusst bzw. - der damaligen Entwicklung der Psychoanalyse gemäß - angenommen, dass gerade auf diesem Gebiet eine extreme Abhängigkeit vom sozialen Umfeld besteht sowie diesem anhand von Beziehungen unbewusst-manipulativer Art Vorteile und schließlich mehr psychischer Stabilität für sich abverlangt werden. Dies gilt insbesondere für den Narzissmus. All das spielt in der Psychopathologie und Genesung (ein "gesunder Mensch werden") sicherlich eine Rolle.

    Im Sinne des Pfads wird der Bezug zu den "anderen" als eine Illusion des Ich erkannt - eine falsche Vorstellungen von den "anderen" und den Ich-konformen Beziehungen hindert das Loslassen, stellt eine Hemmung auf dem Pfad dar.

    Jemand, der wie J. Krishnamurti einen Zustand der Selbst- und Bedürfnislosigkeit erreicht hat und schließlich von seiner schweren Krankheit gezeichnet fast bis zum Schluss in Saanen mit seinen Schülern zusammen traf um ihnen Belehrungen auf den weiteren Weg zu geben, sollte hier eher als ein Beispiel für enormes Mitgefühl und Hingabe erwähnt werden.

    Freiheit

    Die Wege sind nun mal unterschiedlich, weil die Menschen sehr unterschiedlich und ihre Talente nicht untereinander vergleichbar sind. Anhand von Vergleichen erschafft man nur weitere Abhängigkeiten und Fesseln - einen ungeordneten geistigen Zustand, im dem man sich zu sehr den Feindbildern und Idealen hergibt anstatt sich mit der Komplexität der eigenen geistigen Vorgänge zu beschäftigen.

    Wer von Abhängigkeiten nicht loslassen kann oder will, hat die Möglichkeit auch auf diesem Weg Erkenntnisse zu sammeln, vor allem wenn er die Hintergründe seiner eigenen Entscheidungen und Motivationen hinterfragt. Man sollte dabei auch lernen der Versuchung, das Eigene höher als das Andere zu stellen widerstehen.

  • Karnataka
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    • 8. November 2016 um 14:38
    • #19
    Sudhana:
    Karnataka:

    Die Lehre mancher erleuchteter Meister besagt [...] Krishnamurti [...] Osho [...]


    "Viele sind es, die den Thyrsos schwingen, doch nur über wenige ist der Geist gekommen." Findet sich auch schon bei Platon (im Phaidon). Zumindest halte ich es für wenig zielführend, in einem buddhistischen Forum Leute wie Herrn Jiddu oder Herrn Mohan als Musterbeispiele für erleuchtete Meister anzuführen. Ich bezweifle, dass bodhi diese Art von "Erleuchtung" meint.

    Spätestens, wenn man sich von seinen Fesseln befreit hat, stellt sich die Frage, wozu man die Freiheit nutzt. Die Antwort auf diese Frage zeigt, wie weit es mit der Befreiung wirklich her ist ...

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    So war es ja eh gedacht - ich habs aber blöd formuliert, merke ich gerade.
    "Meint der Weg demnach Verantwortungslosigkeit? - Natürlich nicht!"
    So hätte ich schreiben sollen, oder?

  • Sudhana
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    • 8. November 2016 um 14:56
    • #20
    void:

    Es ist ja immer irreführend, wenn man zu dem Wort Befreiung nicht dazusagt, "Befreiung von was" man eigentlich meint.


    ... und "Befreiung wozu". Bei Buddha bedeutete das "wozu" eine erneute Bindung. 45 Jahre des Lehrens, statt sich einfach nach dem Erwachen ins Parinirvana zu verdrücken.

    Ob jemand befreit ist, ist kaum zu erkennen (nur mit dem Buddhaauge, heisst es im Lotossutra). Wie und an was sich jemand bindet, ist schon leichter zu erkennen - und das lässt Rückschlüsse darauf zu, wie frei die gewählte Bindung eingegangen wurde.

    ()

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Sudhana
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    • 8. November 2016 um 14:59
    • #21
    Karnataka:

    So hätte ich schreiben sollen, oder?


    Ich hatte dich schon richtig verstanden :) . Aber eine solche Vorlage muss man doch einfach nutzen, oder?

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    OM MONEY PAYME HUNG

  • Yofi
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    • 8. November 2016 um 16:02
    • #22
    Karnataka:
    Sudhana:


    "Viele sind es, die den Thyrsos schwingen, doch nur über wenige ist der Geist gekommen." Findet sich auch schon bei Platon (im Phaidon). Zumindest halte ich es für wenig zielführend, in einem buddhistischen Forum Leute wie Herrn Jiddu oder Herrn Mohan als Musterbeispiele für erleuchtete Meister anzuführen. Ich bezweifle, dass bodhi diese Art von "Erleuchtung" meint.

    Spätestens, wenn man sich von seinen Fesseln befreit hat, stellt sich die Frage, wozu man die Freiheit nutzt. Die Antwort auf diese Frage zeigt, wie weit es mit der Befreiung wirklich her ist ...

    ()


    So war es ja eh gedacht - ich habs aber blöd formuliert, merke ich gerade.
    "Meint der Weg demnach Verantwortungslosigkeit? - Natürlich nicht!"
    So hätte ich schreiben sollen, oder?


    Insofern du Lehrer (s. mein vorheriger Beitrag) nur 'aus Versehen' beleidigst, kann das nur im Sinne aller Beteiligten sein, und gut auch für dich.

  • Karnataka
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    • 9. November 2016 um 00:26
    • #23
    Yofi:
    Karnataka:


    So war es ja eh gedacht - ich habs aber blöd formuliert, merke ich gerade.
    "Meint der Weg demnach Verantwortungslosigkeit? - Natürlich nicht!"
    So hätte ich schreiben sollen, oder?


    Insofern du Lehrer (s. mein vorheriger Beitrag) nur 'aus Versehen' beleidigst, kann das nur im Sinne aller Beteiligten sein, und gut auch für dich.

    Habe mir Krishnamurti extra noch mal zur Hand genommen. Ich bleibe dabei: nur eitles Gequatsche, zuletzt geht es immer um die eigene Großartigkeit. Jeder seiner Texte läuft darauf hinaus.

  • Carneol
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    • 9. November 2016 um 08:17
    • #24
    Carneol:
    Freeman reloaded:

    Die Pflanzen und auch die Bäume vegetieren ja nicht wirklich einfach nur so rum, die sind sehr aktiv, nicht bloss passiv :)


    ... sehr schön dargestellt auch in:

    Peter Wohlleben: "Das geheime Leben der Bäume - Was sie fühlen, wie sie kommunizieren - die Entdeckung einer verborgenen Welt":
    https://www.randomhouse.de/Buch/Das-gehei…wig/e478046.rhd

    Gruß :om:


    :)

    Im erwachten Herzen leuchtet jede Farbe. (Jack Kornfield)

  • Sudhana
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    • 9. November 2016 um 10:18
    • #25
    Karnataka:

    Habe mir Krishnamurti extra noch mal zur Hand genommen. Ich bleibe dabei: nur eitles Gequatsche, zuletzt geht es immer um die eigene Großartigkeit. Jeder seiner Texte läuft darauf hinaus.


    Ich habe mich mit Krishnamurti nie beschäftigt, allerdings grundsätzlich mit dem Phänomen spiritueller Scharlatanerie. Eine recht brauchbare und überdies kostenlose und unterhaltsame Einführung (leider nur auf Englisch) gibt da Geoffrey Falks 'Stripping the Gurus', das auch (natürlich) ein Kapitel über 'the Krinsh' Krishnamurti enthält.

    Das soll nun nicht heißen, dass ich Krishnamurti oder auch eine der anderen dort behandelten Personen für einen Scharlatan halte - wie eingangs erwähnt, habe ich zu Krishnamurti und den meisten anderen keine Informationen aus erster Hand. Da Krishnamurti tot ist, halte ich die Frage ohnehin für müßig. Mir geht es eher um die Prüfung lebender "erleuchteter Meister" und da ist eine Typologie dieses Menschenschlags, wie sie das Buch bietet, u.U. hilfreich.

    ()

    OM MONEY PAYME HUNG

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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