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Sutta gesucht für grantige Leute

  • Anandasa
  • 28. Juli 2016 um 08:23
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Anandasa
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    • 28. Juli 2016 um 08:23
    • #1

    Hallo,

    ich habe einen langjährigen Kollegen, der über Jahre und Jahrzehnte immer grantiger und ungehaltener geworden ist. Jetzt ist es soweit, dass ihn niemand mehr einladen möchte. Ich dachte, ich schicke ihm mal den Link zum Buch "Was der Buddha lehrt" von Walpola Rahula (*) mit der Idee, dass er darin mal die Sabbavasa-Sutta (Alle Triebe) liest. Aber ich bin jetzt davon abgekommen. Das könnte wie eine Zurechtweisung oder Lehrmeisterei verstanden werden. Hat jemand eine Idee für eine Sutta, die auf schonende Art erklärt wie Geistesgifte entstehen und sie wirken, wenn man sie nicht erkennt und entgegenwirkt?

    Vielen Dank, Anandasa


    * http://www.zen-meditation-vs.de/app/download/1…df?t=1440583811

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Piti
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    • 28. Juli 2016 um 08:37
    • #2

    Maler Herz malt.
    Vlt. hilft die Clownsmethode - immer wenn er was zu Dir sagt, sag einfach "Ja, genau" - so hat er einen Komplizen in Dir
    - könnte ihm helfen.
    Bücher oder Suttas jemanden unterjubeln fruchtet - nach meiner Erfahrung - nie.

  • Monikamarie
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    • 28. Juli 2016 um 08:44
    • #3
    Piti:

    Maler Herz malt.
    Vlt. hilft die Clownsmethode - immer wenn er was zu Dir sagt, sag einfach "Ja, genau" - so hat er einen Komplizen in Dir
    - könnte ihm helfen.
    Bücher oder Suttas jemanden unterjubeln fruchtet - nach meiner Erfahrung - nie.

    Diesen Tipp halte ich auch für wirksamer als ein belehrendes Buch. Ganz im Gegenteil, das schürt nur noch mehr seine Abwehr.
    _()_ Monika

  • fotost
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    • 28. Juli 2016 um 09:14
    • #4

    Ich unterstelle mal, Dein Kollege ist kein Buddhist..
    Und versuche, mir das Ganze umgekehrt vorzustellen. Also einem (in seinem System) absolut wohlmeinenden Zeugen Jehovas oder einem Salafisten gefällt etwas an mir nicht und der würde mich mit seiner Literatur beglücken.... :roll:

    Ich vermute, der würde neue Dimensionen an Grantigkeit kennenlernen an die er davor noch nie gedacht hat :lol::lol:

    Die Geschichte mit der paradoxen Zustimmung finde ich da besser oder stell' ihm doch mal ein Stück Kuchen auf den Schreibtisch, wenn er gerade weg ist. Vorausgesetzt er hat nicht zufällig Diabetes.

  • Stero
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    • 28. Juli 2016 um 09:44
    • #5
    Anandasa:

    ich habe einen langjährigen Kollegen, der über Jahre und Jahrzehnte immer grantiger und ungehaltener geworden ist. Jetzt ist es soweit, dass ihn niemand mehr einladen möchte.


    Beim zweiten Satz stellt sich die Frage, ob du das von allen anderen weißt oder ob das nur deine eigene Interpretation deiner eigenen Wahrnehmung ist.
    Prinzipiell ist nichts dran auszusetzen, wenn jemand grantig ist, sofern das nicht zur Einengung der Freiheit von anderen führt (Bsp: er brüllt so rum dass sich andere nicht mehr unterhalten können). Wenn also die Freiheit von anderen nicht eingeschränkt wird, gibt es nichts zu tun. Führt seine Grantigkeit zur Straffälligkeit, dann wird er die rechtlichen Konsequenzen tragen müssen.
    Ohne weitere Erläuterung entsteht also der Eindruck, dass du gerne einen anderen nach deinem Ideal formen würdest. Derartige Bemühungen wären aber abzulehnen, weil sie im Gegensatz zu bloßer Grantelhuberei darauf abzielen in die Sphäre eines anderen einzugreifen.
    Anders wäre die Lage, wenn der Grantelhuber um Rat fragen würde, weil er sich selbst nicht mehr erträgt.

  • Monikamarie
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    • 28. Juli 2016 um 09:55
    • #6

    Auch kann es sein, Anandasa, dass seine Grantigkeit in dem Maße zugenommen hat, in dem er von anderen keine Anerkennung z.B. für seine Leistungen bekam. Ist es nicht möglich, dass ihm diese Anerkennung verweigert und er deshalb immer ungemütlicher wird?
    Ihn nach Deinen Vorstellungen umformen zu wollen, halte auch ich für bedenklich. Deine und anderer Abneigung fühlt er ja auch, selbst wenn ihm diese nicht gezeigt wird. Wird er also jetzt ganz offen nicht eingeladen, dann wird ihm das nicht aus seiner Falle heraushelfen.
    Versucht's doch mal mit Akzeptanz.
    Vor allem wird es Dir helfen, wenn Du ihn nicht mehr bekehren willst, sondern ihn einfach sein lässt wie er ist, Dich nicht einklingst und ihn bewertungsfrei loslässt. Versuch's mal, vielleicht überrascht Dich da etwas. :D
    _()_ Monika

  • Monday
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    • 28. Juli 2016 um 10:07
    • #7
    Anandasa:

    Hat jemand eine Idee für eine Sutta, die auf schonende Art erklärt wie Geistesgifte entstehen und sie wirken, wenn man sie nicht erkennt und entgegenwirkt?

    Diese Frage solltest du dir selbst stellen.
    Du hast ja offenkundig eine Aversion (Geistesgift) gegen diesen Menschen. Und möchtest die Ursache, die du nicht in dir selbst erkennen kannst, abstellen, d.h. du suchst also nach einem Gegenmittel.
    Wenn du da einen guten Rat hättest, wäre ich dir dankbar, denn ich habe ein ähnliches Problem. Auch ich habe eine Aversion gegen einen Menschen und würde das gerne abstellen. Im Sabbāsava Sutta sind ja die Möglichkeiten aufgezählt und da denke ich, dass das Erdulden nicht verkehrt wäre.

    Zitat

    18. "Welche Triebe, ihr Bhikkhus, sollten durch Erdulden überwunden werden? Weise betrachtend erträgt da ein Bhikkhu Kälte und Hitze, Hunger und Durst, und Kontakt mit Stechfliegen, Moskitos, Wind, Sonne und Kriechtieren; er erträgt böswillige, unwillkommene Worte und entstandene körperliche Gefühle, die schmerzhaft, quälend, scharf, bohrend, unangenehm, schmerzlich und lebensbedrohlich sind. Während Triebe, Ärger und Fieber in einem entstehen könnten, der solche Dinge nicht erduldet, gibt es keine Triebe, keinen Ärger oder Fieber in einem, der sie erduldet. Diese nennt man die Triebe, die durch Erdulden überwunden werden sollten."

  • Doris
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    • 28. Juli 2016 um 10:49
    • #8
    Zitat

    Du hast ja offenkundig eine Aversion (Geistesgift) gegen diesen Menschen. Und möchtest die Ursache, die du nicht in dir selbst erkennen kannst, abstellen, d.h. du suchst also nach einem Gegenmittel.

    Es könnte doch auch sein, dass man Mitleid mit jemandem empfindet, der sich so verhält, dass es niemand mehr mit ihm aushält und er so vereinsamt?
    Den Menschen darauf hinzuweisen, was er sich und anderen antut, finde ich nicht verkehrt. Man kann ja schon mal seines Bruders Hüter sein.

    Ich vermute, dass jemand, der so grantig ist, sehr unzufrieden ist und nach etwas sucht, das er noch nicht gefunden hat. Manchmal, so meine Erfahrung, hilft es die erlösende Frage zu stellen: "oeheim, waz wirret di".

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Monday
    Gast
    • 28. Juli 2016 um 11:00
    • #9
    Doris Rasevic-Benz:
    Zitat

    Du hast ja offenkundig eine Aversion (Geistesgift) gegen diesen Menschen. Und möchtest die Ursache, die du nicht in dir selbst erkennen kannst, abstellen, d.h. du suchst also nach einem Gegenmittel.

    Es könnte doch auch sein, dass man Mitleid mit jemandem empfindet, der sich so verhält, dass es niemand mehr mit ihm aushält und er so vereinsamt?
    Den Menschen darauf hinzuweisen, was er sich und anderen antut, finde ich nicht verkehrt. Man kann ja schon mal seines Bruders Hüter sein.


    Einen Kollegen kann man nur auf etwas hinweisen, wenn man sich schon als überlegen ansieht. Man ist ja kein Freund.

    Zitat


    Ich vermute, dass jemand, der so grantig ist, sehr unzufrieden ist und nach etwas sucht, das er noch nicht gefunden hat. Manchmal, so meine Erfahrung, hilft es die erlösende Frage zu stellen: "oeheim, waz wirret di".


    Vermutest du. Seine Unzufriedenheit kann ja auch mit dem Job zusammenhängen. Oder mit dem Charakter. Die Wiener z.B. sind immer grantig.
    Du kannst einen anderen Menschen nicht ändern. Du kannst nur die Umgebung sein, die eine Veränderung von selbst herbeiführt. Es macht also Sinn, dabei zu bleiben und zu verstehen.

  • Doris
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    • 28. Juli 2016 um 11:35
    • #10
    Zitat

    Einen Kollegen kann man nur auf etwas hinweisen, wenn man sich schon als überlegen ansieht. Man ist ja kein Freund.


    Dazu muss man kein Freund sein. Das ist normales menschliches Miteinander. Ständiges Granteln ist schließlich auch der Umwelt abträglich und beeinträchtigt die Kollegen. Anders als wie im Freundes- und Bekanntenkreis kann man dem Grantler nicht aus dem Weg gehen. Ein Grantler hat kein Recht darauf, seine Missstimmungen permanent auszuleben und von anderen einzufordern, dass sie ihn ertragen müssen.

    Zitat

    Vermutest du. Seine Unzufriedenheit kann ja auch mit dem Job zusammenhängen. Oder mit dem Charakter. Die Wiener z.B. sind immer grantig.
    Du kannst einen anderen Menschen nicht ändern. Du kannst nur die Umgebung sein, die eine Veränderung von selbst herbeiführt. Es macht also Sinn, dabei zu bleiben und zu verstehen.


    Deshalb fragen. Das kann z.B. auch der Abteilungsleiter machen, der das mitbekommt und sieht, wie das Betriebsklima darunter leidet.
    Man kann sehr wohl dazu beitragen, das Verhalten eines Anderen zu verändern. Wir sind soziale Wesen und reagieren aufeinander. Ich kann nur nicht davon ausgehen, dass es immer klappt, schon gar nicht, wie ich mir es vorstelle. Außerdem muss Unzufriedenheit keine Charaktereigenschaft sein, die unveränderbar ist.

    Wiener sind nicht immer grantig. Das ist ebenso ein Gerücht wie der Grant der Münchner. Wir Münchner sind nur nicht so blumig und sentimental. Wir sagen " I mog di" und nicht "Ich liebe Dich". Das I-mog-di ist jedoch viel tiefschichtiger, weil darin auch die Zeit nach dem Verliebtsein enthalten ist, die Freundschaft, die Achtung, der Respekt. Es ist universell. Und wer das sagt, der meint es wirklich ernst. Daher sagen wir das nicht oft, die Wiederholung ist nicht nötig, da darin die Ewigkeit schon enthalten ist.
    Grantler werden bei uns als solche benannt. Das zeigt, wir wissen was das bedeutet. Und das, was andere als Grantln betrachten, ist für uns eben kein Grantln, sondern die Neigung zur Untertreibung und der Komprimierung sprachlicher Laute auf ein Mindestmaß. Unsere Vorfahren waren ein Volk schwerarbeitender Bauern, die brauchten ihren Atem für die Arbeit, nicht zum Säuseln.
    Was uns allerdings nervt und wo wir ruppig werden ist, wenn ein Norddeutscher uns hochmütig kommt und uns wie Hinterwäldler behandelt. Da neigen wir dazu unsere Reduzierung auf das Nötigste ins Extrem zu steigern, weil wir um die Verwirrung des norddeutschen Gegenübers wissen. Wir bestätigen quasi dessen Vorurteil, um unsere tiefe Verachtung auszudrücken. Wir lassen ihn mit seinem Vorurteil allein, wir verweigern jegliche Annäherung durch Verständigung. In dieser Fremde bleibt der Fremde immer fremd.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Piti
    Gast
    • 28. Juli 2016 um 11:59
    • #11

    es gibt also buddhistisch denkende Bayern und buddhistisch denkende Norddeutsche - aber jeder in seiner Graduierung doch leicht verschieden :D:lol:

  • Monikamarie
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    • 28. Juli 2016 um 12:28
    • #12
    Doris Rasevic-Benz:

    ..., weil wir um die Verwirrung des norddeutschen Gegenübers wissen. Wir bestätigen quasi dessen Vorurteil, um unsere tiefe Verachtung auszudrücken. Wir lassen ihn mit seinem Vorurteil allein, wir verweigern jegliche Annäherung durch Verständigung. In dieser Fremde bleibt der Fremde immer fremd.

    Wie schön, dass Du keine Vor-Urteile hast. :lol::lol::lol:

  • Doris
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    • 28. Juli 2016 um 12:49
    • #13

    Liebe Monika,

    ich schreibe ja nicht, dass alle Norddeutschen so seien. Ich schränke das auf diejenigen ein, die sich so verhalten. Das hast Du wohl überlesen.

    Aber auch wenn meine kleine Betrachtung bajuwarischer Umgangsformen mit einem Augenzwinkern geschrieben ist (ohne den Wahrheitskern zu leugnen), so ist es in der Tat so, dass wir offensichtlich sprachlich als Bajuwaren identifizierbar Seienden, von unseren norddeutschen Landsleuten sehr gerne belächelt werden. In der Schule werden die Kinder, die Dialekt sprechen von den "Hochdeutsch" Sprechenden ausgelacht und für dumm erachtet. Leider pflegen auch einige Erwachsene diese Unart. Ich habe das im Berufsleben schon oft erlebt. Gott sei Dank, arbeite ich hauptsächlich für ein Unternehmen, dass sich dem Regionalen verpflichtet hat, so dass mir derlei Dummheiten nicht mehr begegnen. Und bei den anderen Firmen wird die Verwurzelung der Einzelnen auch nicht verachtet.

    Daher mein Appell an die Zugezogenen: Lernt die Sprache der Einheimischen, macht Euch mit deren Sitten und Gebräuchen vertraut. Integriert Euch! :grinsen:

    Ende OT

    Zurück zum Thema …
    Nicht alles was als Grantelei erscheint, ist Grantelei. Das sollte man erst mal unterscheiden lernen.
    Dann finde ich es gut, nachzufragen, was denn eigentlich los ist.
    Mit religiösen Texten die Leute verschonen. Nachfragen ist Mitgefühl, nicht Bibeltexte, Koranausgaben und Sutren an Leute verschenken, die damit nichts verbindet. Selbst will so was nicht mal von Buddhisten bekommen, wenn mich der Schuh drückt. Ich will Menschlichkeit und Zuwendung, kein Papier.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Piti
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    • 28. Juli 2016 um 12:59
    • #14

    finde diesen Thread sehr unterhaltsam :D

    Menschlichkeit auf alle Fälle, Belehrung auf keinen Fall,
    vlt. noch Humor - interessantes Spielchen ist ja auch Hoch-u. Tiefstatus - vlt. will er einfach als Hochstatus gesehen werden und dann kann man im Tiefstatus in kriegen.
    Hochstatus: belehrend, sagt wo es lang geht, will bedient werden
    Tiefstatus: Anweisungen ausführend, (zum Teil aber auch nicht ganz korrekt ausführend, evtl. sogar so, dass der Hochstatus die Arbeit dann lieber selbst macht :lol:) staunend den Belehrungen folgend

  • fotost
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    • 28. Juli 2016 um 13:03
    • #15
    Doris Rasevic-Benz:


    Daher mein Appell an die Zugezogenen: Lernt die Sprache der Einheimischen, macht Euch mit deren Sitten und Gebräuchen vertraut. Integriert Euch! :grinsen:

    Wow.. Darf ich das an Angela Dorothea weiterschicken? :lol:

    Was machst Du mit Leuten, die sich unter keinen Umständen integrieren können, sondern von allen anderen verlangen, daß sie sich in ihre Denkmuster zu integrieren haben?

  • Doris
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    • 28. Juli 2016 um 13:21
    • #16
    fotost:


    Was machst Du mit Leuten, die sich unter keinen Umständen integrieren können, sondern von allen anderen verlangen, daß sie sich in ihre Denkmuster zu integrieren haben?

    Gottes Herz hat viele Zimmer …
    Schau mer moi, dann seng ma scho.*


    *(Neiiiiiin, das ist kein Beckenbauer-Zitat)

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Piti
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    • 28. Juli 2016 um 13:27
    • #17

    :D

    Wobei Integration von Flüchtlingen - was bedeutet Integration genau - wann ist man integriert, ist man integriert wenn man
    verhüllt ins Freibad geht?

    oder wird Integration so ausgelegt:

    Zitat

    Schau mer moi, dann seng ma scho.*

  • Monikamarie
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    • 28. Juli 2016 um 15:49
    • #18
    Doris Rasevic-Benz:


    ich schreibe ja nicht, dass alle Norddeutschen so seien. Ich schränke das auf diejenigen ein, die sich so verhalten. Das hast Du wohl überlesen.

    Joajoa, hoab di scho fastande, Dorisle. Woar halt a Scherz, durchaus lieb gmant. :D

  • void
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    • 28. Juli 2016 um 17:10
    • Offizieller Beitrag
    • #19
    Anandasa:

    ich habe einen langjährigen Kollegen, der über Jahre und Jahrzehnte immer grantiger und ungehaltener geworden ist.

    Wenn ein Mensch total grantig ist, dann kann er auch depressiv sein. Ich habe gehört, dass Depression gerade bei Männern oft übersehen wird, weil sie da oft nicht passiv/leidend auftritt sondern eben manchmal auch agressiv und ungehalten. Und weil selbst Betroffene so ein Verhalten nicht mit Depression in Verbindung bringt, geht das dann unter.

    Mehr weiss ich leider auch nicht.

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  • Anandasa
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    • 28. Juli 2016 um 19:16
    • #20
    Zitat

    Vlt. hilft die Clownsmethode - immer wenn er was zu Dir sagt, sag einfach "Ja, genau" - so hat er einen Komplizen in Dir
    - könnte ihm helfen.
    Bücher oder Suttas jemanden unterjubeln fruchtet - nach meiner Erfahrung - nie.


    Ja, das ist wohl besser als meine Idee. Ich fürchte nur, dass er sich dann irgendwann von mir verraten fühlt. Ich pflichte ihm zwar bei, halte dann aber am Ende doch zu den anderen.

    Zitat

    Beim zweiten Satz stellt sich die Frage, ob du das von allen anderen weißt oder ob das nur deine eigene Interpretation deiner eigenen Wahrnehmung
    ist.


    Ich bin der einzige, der überhaupt noch versucht mit ihm KOntakt aufzunehmen. Die anderen haben alle genug.

    Zitat

    Ihn nach Deinen Vorstellungen umformen zu wollen, halte auch ich für bedenklich.


    Ich will, dass er zur Einsicht gerät, dass seine unheilsame Gedanken immer tiefer reinreiten. Deswegen die Idee mit der Sabbavasa-Sutta.

    Zitat

    Du hast ja offenkundig eine Aversion (Geistesgift) gegen diesen Menschen.


    Nein, sonst würde ich ihm ja nicht helfen wollen. Ich bin der letzte, der noch mit ihm redet ...

    Zitat

    Den Menschen darauf hinzuweisen, was er sich und anderen antut, finde ich nicht verkehrt. Man kann ja schon mal seines Bruders Hüter sein.

    Ja, das kann man immer tun. Ist vielleicht auch der risikoloseste. Ich muss ihm die Sabbavasa-Sutta mit meinen Worten in Ultra-Kurzform erklären. Vielleicht bringt ihn das auf die Spur, dass er in einer Wolke aus negativem Denken drinsteckt, die sich irgendwie aus der Vergangenheit aufgebaut hat durch falsche Wahrnehmung, etc.

    danke für die Hinweise.
    Gruß, Anadasa

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Doris
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    • 28. Juli 2016 um 22:35
    • #21
    Zitat

    Ja, das kann man immer tun. Ist vielleicht auch der risikoloseste. Ich muss ihm die Sabbavasa-Sutta mit meinen Worten in Ultra-Kurzform erklären. Vielleicht bringt ihn das auf die Spur, dass er in einer Wolke aus negativem Denken drinsteckt, die sich irgendwie aus der Vergangenheit aufgebaut hat durch falsche Wahrnehmung, etc.

    Um es mit Maulwurfn zu sagen: "Ne ne ne ne ne!"
    Keine Belehrung. Einfach fragen, was los ist. Sprich mit ihm von Mensch zu Mensch.
    Und wenn Du das nicht kannst, dann lass ihn in Ruhe.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Monday
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    • 28. Juli 2016 um 22:37
    • #22
    Anandasa:
    Zitat

    Du hast ja offenkundig eine Aversion (Geistesgift) gegen diesen Menschen.


    Nein, sonst würde ich ihm ja nicht helfen wollen. Ich bin der letzte, der noch mit ihm redet ...

    Wenn er dich nicht um deine Hilfe gebeten hat, dann lass es sein.

  • Monikamarie
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    • 29. Juli 2016 um 08:10
    • #23
    Anandasa:


    ...Ich fürchte nur, dass er sich dann irgendwann von mir verraten fühlt. Ich pflichte ihm zwar bei, halte dann aber am Ende doch zu den anderen.

    Warum solltest Du Partei ergreifen und am Ende doch zu den anderen halten? Allein diese Denkweise halte ich für unbuddhistisch. Das hat keine - wie von Dir gewünscht - heilende Vorbildfunktion!

    Zitat

    Ich will, dass er zur Einsicht gerät, dass seine unheilsame Gedanken immer tiefer reinreiten. Deswegen die Idee mit der Sabbavasa-Sutta.

    Du willst, dass er zur Einsicht gerät. Da liegt genau der Hund begraben.
    Lass ihn einfach in Ruhe "seinen Weg" gehen. Sei freundlich und unbeeindruckt durch sein Verhalten.

    _()_

  • Mai
    Gast
    • 29. Juli 2016 um 08:34
    • #24

    :hello:

    http://das-buddhistische-haus.de/pages/images/s…deren_hilft.pdf

    Hab beim rumgooglen diesen Vortrag von Ajahn Buddhadasa zum Thema gefunden. Vielleicht bringt Dir das was?

  • Yofi
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    6. Februar 2016
    • 29. Juli 2016 um 11:04
    • #25
    Anandasa:

    Hallo,

    ich habe einen langjährigen Kollegen, der über Jahre und Jahrzehnte immer grantiger und ungehaltener geworden ist. Jetzt ist es soweit, dass ihn niemand mehr einladen möchte. Ich dachte, ich schicke ihm mal den Link zum Buch "Was der Buddha lehrt" von Walpola Rahula (*) mit der Idee, dass er darin mal die Sabbavasa-Sutta (Alle Triebe) liest. Aber ich bin jetzt davon abgekommen. Das könnte wie eine Zurechtweisung oder Lehrmeisterei verstanden werden. Hat jemand eine Idee für eine Sutta, die auf schonende Art erklärt wie Geistesgifte entstehen und sie wirken, wenn man sie nicht erkennt und entgegenwirkt?

    Hallo, für solche Zwecke eignet sich die Lehre nicht. Bei solchen Eindrücken sollte man versuchen, standhaft zu bleiben und sich allein mit der eigenen Wahrnehmung der Situation zu beschäftigen, denn eine solche Übung scheinen Ungereimtheiten im sozialen Umfeld unter günstigen Voraussetzungen grundsätzlich zu initiieren.

    Ein Text über Projektion, wie man ihn in vielen Abwandlungen in der Fachliteratur finden kann:

    http://www.irgendwie-anders.de/der-schatten-konflikt.html

    Weiter dann auf der gleichen Seite unter "Der Schatten". Das sind Gesetzmäßigkeiten, die mit der buddhistischen Analyse vergleichbar sind, wobei es nur um Differenzen bei der Namensgebung geht.

    Die Art der Aufmersamkeit, die wir den s. g. Outsidern in der Gesellschaft schenken, unterscheidet sich prinzipiell nicht von einem neugierigen Betrachten der Unfallstellen im Straßenverkehr, was jetzt allgemein und unpersönlich gemeint ist. Ein solches "Opfer" steckt in einer Frustration-Ablehnung-Schleife fest, und die Gründe dafür, warum sich seine persönliche Situation so entwickelt hat, muss er selbst herausfinden.

    Die Gesellschaft sowie unsere gegenseitige Konkurrenverhältnisse sind darauf ausgerichtet, alles, was als ausgeartet scheint, aufgrund der sozialen Ängste aus dem Bewusstsein zu verdrängen, und wenn man ehrlich ist, wecken Menschen, die sich diesem Zwang entziehen und als grob wirken, in uns auch einen gewissen Neid. Sie stehen zu ihren Gefühlen, die sie uneingennützig oder sogar scheinbar zum eigenen Nachteil verkünden, und damit sich ihre Gefühlslage wandeln kann, ist es z. B. wichtig ihr Verhalten und die Gründe, die sie zu ihm geführt haben, zu respektieren ohne sie bekehren zu wollen - womit man eigentlich nur versuchen würde, die eigene Angst und Verdrängung der Option einer sozialen Isolation besser zu ertragen. Mit Nächstenliebe oder MItgefühl hat Altruismus in den seltensten Fällen zu tun.

    >>Für andere alles zu machen, macht andere schuldig. Ist das ein guter Dienst? <<

    (M. Depner - "Seele und Gesundheit")

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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