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Sinn von Langlebensgebeten [war OT zu "SH Sakya Trizen..."]

  • Obladi Oblada
  • 18. Februar 2016 um 09:18
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Obladi Oblada
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    • 18. Februar 2016 um 09:18
    • #1

    Loslassen macht offenbar nicht nur mir Probleme. :|

    Living is easy with Eyes closed

    3 Mal editiert, zuletzt von kilaya (18. Februar 2016 um 19:08) aus folgendem Grund: Dies bezog sich auf die Bitte um Gebete für einen kranken Rinpoche. Schlaumeierische Kommentare sind da reichlich unangemessen und wenig mitfühlend, daher habe ich den betreffenden Thread geschlossen.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 18. Februar 2016 um 09:28
    • #2
    Elke:

    Loslassen macht offenbar nicht nur mir Probleme. :|

    Bei den Langlebegebeten geht es darum, diese für Personen zu rezitieren, damit sie möglichst noch lange in der Lage sind, den Dharma zu vermitteln. :)

  • Obladi Oblada
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    • 18. Februar 2016 um 09:36
    • #3
    Sherab Yönten:
    Elke:

    Loslassen macht offenbar nicht nur mir Probleme. :|

    Bei den Langlebegebeten geht es darum, diese für Personen zu rezitieren, damit sie möglichst noch lange in der Lage sind, den Dharma zu vermitteln. :)

    Ajahn Chah hätte (wie in einem der Bücher eines gewissen Autors, dessen Namen ich hier nicht mehr nenne *keuch*) womöglich jetzt gesagt: "Nun auch das ist etwas zum Loslassen - findest du nicht?" ;)

    Living is easy with Eyes closed

  • Lucky Luke
    Gast
    • 18. Februar 2016 um 09:40
    • #4
    Elke:
    Sherab Yönten:

    Bei den Langlebegebeten geht es darum, diese für Personen zu rezitieren, damit sie möglichst noch lange in der Lage sind, den Dharma zu vermitteln. :)

    Ajahn Chah hätte (wie in einem der Bücher eines gewissen Autors, dessen Namen ich hier nicht mehr nenne *keuch*) womöglich jetzt gesagt: "Nun auch das ist etwas zum Loslassen - findest du nicht?" ;)

    Hm. Hängt ganz davon ab was Du mit "das" meinst ?

    Ich finde, es kann nicht genug gut ausgebildete Lehrer (egal welcher Tradition) geben, die den Buddhismus vermitteln.

  • kilaya
    Gast
    • 18. Februar 2016 um 10:54
    • #5

    Ich denke hier geht es um verschiedene Ebenen. Sakya Trizen selbst wird vermutlich keine Schwierigkeiten haben, loszulassen, aus einer persönlichen Perspektive (sofern überhaupt vorhanden). Die meisten Schüler werden aber besorgt sein, wenn es ihrem Lehrer nicht gut geht, und es wäre kaltherzig ihnen einfach zu sagen: dann übt jetzt mal das Loslassen. Aus einer überpersönlichen Perspektive ist es auch besser, ein erfahrener Lehrer ist noch eine Weile länger verfügbar. Durch die Meditation wird nun den Schülern etwas an die Hand gegeben, was sie konkret tun können, wobei die Möglichkeit besteht, dass die Gebete tatsächlich etwas bewirken.

    Zu sagen: "dann sollen sie mal loslassen" ist also egal aus welcher Perspektive ich das betrachte wenig mitfühlend.

    kilaya

  • keks
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    • 18. Februar 2016 um 11:55
    • #6

    Wenn ich nun beten würde dann würde ich immer nur für mich selbst beten, nie für jemand anderen da dieser andere kein eigenständiges aus sich selbst heraus existierendes Individuum ist wie ich selbst auch. Ich würde in alte dualistische Denkweisen fallen "ich hier, der dort". Zeitgleich würde Leid entstehen was mich aufregen würde. Eigentlich dürfte ich nichts mehr sagen, schreiben, denken, weil jedesmal ein kleiner Aufstand in mir stattfindet denn ich dann erstmal wieder beseitigen muss.
    Für wen soll ich denn beten ? Für`s Bewusstsein, für`s Sein ? die bekommen das auch ohne mich hin. Vermutlich umsonst geschrieben weil ich sehe gerade in welchem Bereich es mich hingezogen hat :x

    Bubu :clown::oops:

  • kilaya
    Gast
    • 18. Februar 2016 um 12:02
    • #7

    Gesetzt den Fall, Du hättest das wirklich schon verwirklicht und verstanden, mit dem "eigenständigen aus sich selbst heraus existierenden Individuum" dann hättest Du auch das Mitgefühl, um Dir solche Kommentare zu sparen. Hast Du es aber nicht verstanden, bist Du wie ein Blinder, der anderen erklärt, was sie mit eigenen Augen gesehen haben. ;)

    kilaya

  • Noreply
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    • 18. Februar 2016 um 13:01
    • #8
    keks:

    Wenn ich nun beten würde dann würde ich immer nur für mich selbst beten, nie für jemand anderen da dieser andere kein eigenständiges aus sich selbst heraus existierendes Individuum ist wie ich selbst auch. Ich würde in alte dualistische Denkweisen fallen "ich hier, der dort". Zeitgleich würde Leid entstehen was mich aufregen würde. Eigentlich dürfte ich nichts mehr sagen, schreiben, denken, weil jedesmal ein kleiner Aufstand in mir stattfindet denn ich dann erstmal wieder beseitigen muss.
    Für wen soll ich denn beten ? Für`s Bewusstsein, für`s Sein ? die bekommen das auch ohne mich hin. Vermutlich umsonst geschrieben weil ich sehe gerade in welchem Bereich es mich hingezogen hat :x

    Immer schön auchtsam sein. Da ist ganz einfach viel zu viel Glaube. Interessant aber unanfassbar und Dukkha erzeugend. Wie Du gerade fest gestellt hast. -()-

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    • 18. Februar 2016 um 13:10
    • #9

    Die tibetische Gemeinschaft hat mein volles Mitgefühl.

    Das ganze zeigt doch nur, dass auch Lamas leidende Menschen sind. wie wir alle.
    Sie sind keine erleuchteten Buddhas und wandeln selber auch noch auf dem achtfachen Pfad.

  • kilaya
    Gast
    • 18. Februar 2016 um 13:29
    • #10

    Bei dem Thema hat offensichtlich jeder sein eigenes Thema am Laufen. Einer Person geht es um das Loslassen können eines Linienhalters in Bezug auf einen seiner Rinpoches (ohne wirklich zu wissen, ob es darum geht). Einer Person geht es um das Konzept des "Betens" an sich, das (schein)philosophisch abgelehnt wird. Einer Person geht es um das Leiden eines Lamas an seiner Krankheit (ohne zu wissen, ob dieser wirklich leidet). Einer Person geht es um die Ablehnung jeglichen "Glaubens" (ohne zu untersuchen, ob es hier um "Glauben" geht und wenn ja, welchem Zweck dieser dienen könnte). Einer Person geht es darum, dass das Leben jedes Lehrers kostbar ist. Einer Person - mir - geht es darum, Mitgefühl mit den Praktizierenden zu haben, die natürlich noch auf dem Weg sind und durch das Gebet das Gefühl bekommen, irgend etwas tun zu können, unabhängig davon, ob dieses Tun tatsächlich irgend einen Nutzen hat ausser für die Person selbst.

    Alles das sind Projektionen, Teilaspekte, kleine Auschnitte von Möglichkeiten, während die Wahrheit sich fern ab von unserer eigenen Realität in den Köpfen und Herzen anderer Menschen vermutlich in noch viel größerer Vielseitigkeit abspielt, als wir es durch unsere persönlichen Gucklöcher auch nur annähernd erfassen könnten.

    Als Moderator wiederum habe ich nur ein Anliegen: Respekt gegenüber den tatsächlichen und möglichen Gefühlen anderer in Anbetracht einer menschlich gesehen schwierigen Situation. Vielleicht ist es schon zu viel verlangt, auch in einem buddhistischen Forum, an das Mitgefühl zu appellieren. Respekt sollte aber möglich sein.

    kilaya

  • Lucky Luke
    Gast
    • 18. Februar 2016 um 13:40
    • #11
    kilaya:

    Einer Person geht es darum, dass das Leben jedes Lehrers kostbar ist.

    Das impliziert für mich (automatisch) auch Mitgefühl gegenüber allen Schülern, die darunter leiden wenn ein Lehrer aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, Dharma zu vermitteln.

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    • 18. Februar 2016 um 13:49
    • #12
    kilaya:

    Einer Person geht es um das Leiden eines Lamas an seiner Krankheit (ohne zu wissen, ob dieser wirklich leidet).

    Wenn du mein Statement meinst gestatte mir folgende Anmerkung:

    Leiden (im Sinne von dukkha) tut nicht der kranke Lama sondern Seine Heiligkeit Sakya Trizen, der Gebete fordert. Da er Gebete nach Langlebigkeit fordert schliesse ich, dass er leidet.

  • kilaya
    Gast
    • 18. Februar 2016 um 13:53
    • #13
    Punk:

    Leiden (im Sinne von dukkha) tut nicht der kranke Lama sondern Seine Heiligkeit Sakya Trizen, der Gebete fordert. Da er Gebete nach Langlebigkeit fordert schliesse ich, dass er leidet.


    Das spielt eigentlich keine Rolle, denn Du weisst nicht, ob er das tut, weil er leidet. Das ist nur Deine Schlussfolgerung. Es kann auch rein aus überpersönlichen Gründen und Mitgefühl mit den Schülern geschehen. (Was ich für sehr viel wahrscheinlicher halte.)

    Unabhängig davon vermute ich, dass "fordern" lediglich eine etwas unglückliche Sprachwahl durch den Threaderöffner ist.

    kilaya

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    • 18. Februar 2016 um 14:03
    • #14

    Ich respektiere Deine wie jede Meinung. Sie sind Ausdruck der Entwicklungsstufe des Geistes. Wir befinden uns alle auf dem achtfachen Pfad.

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 18. Februar 2016 um 14:09
    • Offizieller Beitrag
    • #15
    Punk:

    Leiden (im Sinne von dukkha) tut nicht der kranke Lama sondern Seine Heiligkeit Sakya Trizen, der Gebete fordert. Da er Gebete nach Langlebigkeit fordert schliesse ich, dass er leidet.

    Ich glaub, das ist einfach nur so ein Brauch.
    Wenn jemand Geburtstag hat schick man ihm eine Karte und wenn jemand niesst, sagt man "Gesundheit".
    Und wenn jemand schwer krank ist beten so Tibeter eben um Langlebigkeit.

    Wahrscheinlich machen sie das auch, wenn ihre Oma krank ist.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 18. Februar 2016 um 14:24
    • #16
    void:

    Wahrscheinlich machen sie das auch, wenn ihre Oma krank ist.

    Ich glaube wenn die Oma krank ist, gibt es keine Langlebegebete, sondern es wird das Mantra "Om Mane Padme Hung" rezitiert. Dieses Mantra steht für Mitgefühl.

  • kilaya
    Gast
    • 18. Februar 2016 um 14:32
    • #17

    Es gibt ja auch noch Medizinbuddha. Und die Gottheit, die für langes (gesundes) Leben steht ist Amitayus, und der steht nicht nur für langes Leben von Rinpoches, sondern natürlich für alle Praktizierenden / Menschen. Es gibt einige Geschichten dazu, dass Praktizierende durch intensive Amitayus-Praxis das Karma auflösen konnten, das zu einem frühzeitigen Tod geführt hätte. "Frühzeitig" aus Sicht eines Buddha meint im tibetischen Buddhismus: bevor man bestimmte Resultate in der Praxis erreichen konnte, so dass man durch den Tod stark zurückgeworfen werden würde. Ein frühzeitiger Tod eines Lamas meint: bevor dieser seinen Schülern alles geben konnte, was er zu geben gehabt hätte. Die Bedeutung solcher Langlebensgebete hat sicherlich unter den Tibetern im Exil zugenommen, wo teilweise nicht gesichert war, ob ein alter erfahrener Lama die Lehren an geeignete Nachfolger weitergeben konnte, die er vielleicht als einziger noch gehalten hat. In einigen Linien hat sich die Lage bis heute nicht wesentlich gebessert, was vor allem auf Methoden zutrifft, für deren Verwirklichung man sehr sehr viel Zeit investieren muss.

    kilaya

  • Calimero
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    • 18. Februar 2016 um 14:42
    • #18

    Gute Wünsche und Gebete können wohl nie falsch sein. Wenn der Lama meint, dass mein unfähiges Gebet hier in Deutschland irgendeine Hilfe für Sakya Dagchen sein könnte, dann werde ich das heute Abend gerne und mit aller Kraft verrichten. Schließlich hat mich diese Kultur mit ihrem seit Jahrtausenden gelebten und gepflegten Glauben überreich beschenkt. Alles, was ich heute über Buddha weiß, kommt auch von dieser Gelehrtengeneration, die es von ihren Lehrern bekommen haben. Wenn die mich nun fragen, dann stehe ich bereit und habe überhaupt keine Vorbehalte oder Fragen, die mich hindern ihrem Wunsch nachzukommen.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 18. Februar 2016 um 14:47
    • #19
    kilaya:

    sondern natürlich für alle Praktizierenden / Menschen.

    Also, so natürlich ist das gar nicht. Da bin ich dann wieder bei Elke. Wenn alte Menschen (hier: die Oma) krank sind und im Sterben liegen, macht es (meistens) keinen Sinn, für ein langes Leben zu beten, auch nicht dafür, dass sie wieder gesund werden, sondern dafür, dass sie friedlich "einschlafen". Dafür steht das Mantra von Chenrezig, das in Tibet wohl auch das bekannteste und populärste Mantra ist, das rezitiert wird. Wenn für ein langes Leben eines Angehörigen gebetet wird, dann häufig, um das eigene Ego zu befriedigen ("bitte tue mir nicht an, dass ich jetzt ohne Dich klar kommen muss"). Sicher ist das auch nicht so einfach, den Angehörigen gehen zu lassen, aber manchmal sinnvoller wie manches (für den Kranken) leidvolles Anhaften.

  • mukti
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    • 18. Februar 2016 um 15:06
    • #20

    Möge SH Sakya Dagchen gesund werden und noch lange leben. Allerdings wüsste ich nicht recht zu wem ich darum beten sollte.

    Mit Metta, mukti.


  • kilaya
    Gast
    • 18. Februar 2016 um 15:18
    • #21

    Das "natürlich" bezog sich darauf, dass Amityus natürlich nicht nur für Rinpoches steht. Ausserdem geht es nicht rein um ein langes, sondern um ein langes gesundes Leben. Das zeigt die Symbolik des Buddhas und der Meditationen deutlich, wo geistige und materielle Heilmittel aus allen Winkeln des Universums angezogen werden, um Kraft und Gesundheit aufzubauen und aufrecht zu halten. Amitayus ist eine Form von Amithaba, interessant hier das Zusammenspiel zwischen dem Buddha, der wie kein anderer für die Zeit nach dem Tod steht und dem Buddha, der diesen Tod so lange wie sinnvoll und wünschbar aufschiebt.

    Zitat

    Möge SH Sakya Dagchen gesund werden und noch lange leben. Allerdings wüsste ich nicht recht zu wem ich darum beten sollte.


    Das steht in dem angehängten Gebetstext - und ich habe Amitayus auch gerade deswegen erwähnt. Wobei das Gebet sich eindeutig an Sakyapas richtet, es offen in einem Forum zu posten ist daher allenfalls in dem Sinne sinnvoll, als dass man vielleicht Leute erreicht, die den Sakyapas nahe stehen und das nicht über interne Kanäle mitbekommen. Ich denke man kann das als Nicht-Sakyapa besser verallgemeinern, also allgemeine Wünsche für alle Wesen machen, dass sie gesund bleiben und keinen vorzeitigen Tod erleiden. Wenn man dabei an den Anlass denkt, der einen dazu inspiriert hat, ist vielleicht dem betreffenden Lama sogar mehr gedient als durch eine ganz spezifische Ausrichtung. Wobei der Text auch - nebem einem klaren Fokus - so eine überpersönliche Ebene beinhaltet.

    kilaya

  • mukti
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    • 18. Februar 2016 um 15:42
    • #22
    kilaya:
    Zitat

    Möge SH Sakya Dagchen gesund werden und noch lange leben. Allerdings wüsste ich nicht recht zu wem ich darum beten sollte.


    Das steht in dem angehängten Gebetstext - und ich habe Amitayus auch gerade deswegen erwähnt. Wobei das Gebet sich eindeutig an Sakyapas richtet, es offen in einem Forum zu posten ist daher allenfalls in dem Sinne sinnvoll, als dass man vielleicht Leute erreicht, die den Sakyapas nahe stehen und das nicht über interne Kanäle mitbekommen. Ich denke man kann das als Nicht-Sakyapa besser verallgemeinern, also allgemeine Wünsche für alle Wesen machen, dass sie gesund bleiben und keinen vorzeitigen Tod erleiden. Wenn man dabei an den Anlass denkt, der einen dazu inspiriert hat, ist vielleicht dem betreffenden Lama sogar mehr gedient als durch eine ganz spezifische Ausrichtung. Wobei der Text auch - nebem einem klaren Fokus - so eine überpersönliche Ebene beinhaltet.

    kilaya

    Also es steht mir nicht zu das zu kritisieren, aber ich verstehe nicht warum ein jenseitiges Wesen meine Gebete brauchen würde wenn es von sich aus die Macht hätte jemanden gesund zu machen. Es könnte aber sein dass Gebete und auch gute Wünsche eine Wirkung haben auf einer sagen wir mal "feinstofflichen" Ebene.

    Mit Metta, mukti.


  • kilaya
    Gast
    • 18. Februar 2016 um 15:57
    • #23
    mukti:

    Also es steht mir nicht zu das zu kritisieren, aber ich verstehe nicht warum ein jenseitiges Wesen meine Gebete brauchen würde wenn es von sich aus die Macht hätte jemanden gesund zu machen. Es könnte aber sein dass Gebete und auch gute Wünsche eine Wirkung haben auf einer sagen wir mal "feinstofflichen" Ebene.


    Das verstehe ich nicht als Kritik sondern als Frage. Eine klare Antwort habe ich auch nicht, aber einige Ideen / Konzepte, die teilweise nicht aus buddhistischen Quellen stammen. Zunächst mal müsste man davon ausgehen, dass ein "jenseitiges Wesen" tatsächlich ein eigenständiges Wesen ist. Das ist es nach üblicher tibetisch-buddhistischer Erklärung (jenseits von Volksglauben) aber nicht. Man könnte sagen, dass das Wesen nicht ohne die existiert, die darauf meditieren, aber trotzdem mehr ist als die Summe der Teile sowohl als emergente Eigenschaft eines "kollektiven Bewusstseins" als auch durch die Verbindung mit dem "Urbuddha", die es statt zu einer "blossen Phantasie" erst zu einer geeigneten Meditationsgottheit macht. In diesem Wechselspiel wird die Kraft und Fähigkeit einer Gottheit, auf der menschlichen Ebene zu wirken, erst geschaffen und geformt. Wenn man dann noch (wie ich) davon ausgeht, dass so eine Meditation in erster Linie den Praktizierenden dienen soll, dann arbeiten die Praktizierenden mit ihren Emotionen - durch das Gebet, auf tantrischer Ebene in ihrer Verbindung sowohl zu dem Lehrer als auch zur gerufenen Gottheit. Mit so einer Betrachtungsweise ist Deine Vermutung inbegriffen, aber es kommen noch mehr Wirkfaktoren dazu.

    kilaya

  • Calimero
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    • 18. Februar 2016 um 18:04
    • #24

    Ich habe dazu eine Seite für Kinder gefunden, die das sehr nett ausdrückt:

    Zitat

    Beten im Buddhismus - bitten für andere

    Buddhisten beten zu keinem Gott und auch nicht zu Buddha.
    Aber sie sprechen Bittgebete für die Menschen.
    Darin wünschen sie sich, dass die Menschen
    von ihrem Leid befreit werden
    keine schlechten Gedanken und Gefühle haben
    klar denken und zur Erleuchtung gelangen

    Um Klarheit und vielleicht sogar Erleuchtung zu erlangen, meditieren Buddhisten.


    [Quelle: https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/b/beten-im-buddhismus]


    Man "wünscht sich" Gutes für andere Menschen. Das finde ich gut ausgedrückt.

  • kilaya
    Gast
    • 18. Februar 2016 um 18:23
    • #25

    Deswegen ist "Gute Wünsche" m.E. auch eine bessere Übersetzung als "Gebete". Aber viele Begriffe haben sich noch aus der Zeit gehalten, als man versucht hat, den Buddhismus mit christlichen Begriffen zu übersetzen. Bei einige Begriffen hat sich das zum Glück nicht gehalten. Die Mala wurde z.B. als "Rosenkranz" bezeichnet, Mönche durchaus als "Gottesmänner" usw. Generell muss man wohl achtsam sein, was für Vorstellungen man bei Begriffen einer einem fremden Kultur (inkl. einer einem fremden Form des Buddhismus) selbst mitbringt, und ob diese Vorstellungen überhaupt vereinbar sind mit dem, was gemeint ist. Bis man sich sicher ist, dass man verstanden hat, worum es geht, sollte man vielleicht besser erstmal nachfragen und nicht etwas kritisieren, was vielleicht nur eine Windmühle der eigenen Gedankenwelt ist.

    kilaya

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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