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  1. Buddhaland Forum
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Anatta Lehre für Anfänger

  • Mai
  • 14. Januar 2016 um 19:06
  • Zum letzten Beitrag
  • bel
    Gast
    • 15. Januar 2016 um 10:56
    • #26
    mukti:
    bel:

    Mein Eindruck ist, daß "Unterweisungen", ob nun mündlicher oder schriftlicher Art, vollkommen überschätzt werden. Man liest oder hört was, macht sich so seine Gedanken, seine Theorien und wieder nur Erwartungen. Was will man da dann vorurteilsfrei prüfen?

    Na das was man gehört hat, oder bist du selber auf die Anatta Lehre gekommen ohne vorher je von Lehren über Atta oder Anatta gehört zu haben.


    Ich hab mich einfach hingehockt. Ohne irgendwelche Erklärungen. Wird bei uns immer so gemacht. Falls dann später irgendwas gelesen oder gehört wird, weiß man auch wovon die Rede ist.

  • keks
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    • 15. Januar 2016 um 10:56
    • #27
    Sherab Yönten:


    Ein Anfänger muss erst mal mit einem Buch oder (noch besser) mit mündlichen Unterweisungen anfangen.
    Er kann schließlich nichts prüfen wenn er nicht weiß was er prüfen soll. :grinsen:

    Aber dann selber schauen ob da was dran ist -->

    “Immer weigere ich mich, irgendetwas deswegen für wahr zu halten,
    weil Sachverständige es lehren, oder auch,
    weil alle es annehmen.
    Jede Erkenntnis muss ich mir selbst erarbeiten.
    Alles muß ich neu durchdenken, von Grund auf,
    ohne Vorurteile.”
    Albert Einstein (1879-1955)

    Bubu :clown::oops:

  • mukti
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    • 15. Januar 2016 um 10:58
    • #28
    bel:


    Ich hab mich einfach hingehockt. Ohne irgendwelche Erklärungen. Wird bei uns immer so gemacht. Falls dann später irgendwas gelesen oder gehört wird, weiß man auch wovon die Rede ist.

    Soso, wenn ich mich einfach hingehockt hätte wäre mir das nicht von selber gekommen. Aber vielleicht hast du ja besonderes Verdienst aus vorigen Leben :D

    Mit Metta, mukti.


  • Monikamarie
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    • 15. Januar 2016 um 11:01
    • #29

    Ich weiß auch nicht, wie mir das klar wurde, irgendwie hatte ich aber damit kaum Schwierigkeiten. Ich habe "Anfänger-Geist" gelesen und sofort verstanden, wie die Leere gemeint ist.
    Was ist eigentlich daran schwierig? Ein Stuhl ist doch nur deshalb als Stuhl erkennbar, weil wir gelernt haben, ihn als solchen zu bezeichnen, aber eigentlich ist es nur Holz oder so, und auch das nur, weil wir die Begriffe dafür formuliert bekommen haben.
    Schwieriger wird's bei Emotionen. Wir halten sie für eine feste Charaktereigenart, aber eigentlich ist sie unbeständig, kann anerzogen werden, verstärkt, geschwächt oder ganz abgewöhnt werden - also ist dann da Leere - Nichts. Das ist erfahrbar.
    _()_ Monika

  • Monikamarie
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    • 15. Januar 2016 um 11:02
    • #30
    keks:
    Sherab Yönten:


    Ein Anfänger muss erst mal mit einem Buch oder (noch besser) mit mündlichen Unterweisungen anfangen.
    Er kann schließlich nichts prüfen wenn er nicht weiß was er prüfen soll. :grinsen:

    Aber dann selber schauen ob da was dran ist -->

    “Immer weigere ich mich, irgendetwas deswegen für wahr zu halten,
    weil Sachverständige es lehren, oder auch,
    weil alle es annehmen.
    Jede Erkenntnis muss ich mir selbst erarbeiten.
    Alles muß ich neu durchdenken, von Grund auf,
    ohne Vorurteile.”
    Albert Einstein (1879-1955)

    Alles anzeigen

    Ja, Du Schlauberger, deshalb zitierst Du ja auch einen Sachverständigen. :lol:
    Wir können gar nicht ohne Vorurteile neu durchdenken. Wir können aber alles hinterfragen und glücklich sein, wenn uns Einsichten zuteil werden.
    _()_

  • Monikamarie
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    • 15. Januar 2016 um 11:05
    • #31
    mukti:
    bel:


    Ich hab mich einfach hingehockt. Ohne irgendwelche Erklärungen. Wird bei uns immer so gemacht. Falls dann später irgendwas gelesen oder gehört wird, weiß man auch wovon die Rede ist.

    Soso, wenn ich mich einfach hingehockt hätte wäre mir das nicht von selber gekommen. Aber vielleicht hast du ja besonderes Verdienst aus vorigen Leben :D

    Ohne einen Tipp - egal woher er kommt - wird wohl niemand durch Sitzen Einsichten haben. Ich kann ja nur eine Einsicht haben, wenn ich in "meinem Programmablauf" entsprechende Wege suche und gehe.
    Ich muss also reflektieren, selbst wenn das unbewusst im Hintergrund abläuft. Aber worauf kann ich reflektieren, wenn ich nichts im "Spiegel angeschaut" habe und kein Stein ins Rollen kommt?
    _()_

  • Lucky Luke
    Gast
    • 15. Januar 2016 um 11:08
    • #32
    Monikadie4.:

    Ich weiß auch nicht, wie mir das klar wurde, irgendwie hatte ich aber damit kaum Schwierigkeiten. Ich habe "Anfänger-Geist" gelesen und sofort verstanden, wie die Leere gemeint ist.
    Was ist eigentlich daran schwierig? Ein Stuhl ist doch nur deshalb als Stuhl erkennbar, weil wir gelernt haben, ihn als solchen zu bezeichnen, aber eigentlich ist es nur Holz oder so, und auch das nur, weil wir die Begriffe dafür formuliert bekommen haben.
    Schwieriger wird's bei Emotionen. Wir halten sie für eine feste Charaktereigenart, aber eigentlich ist sie unbeständig, kann anerzogen werden, verstärkt, geschwächt oder ganz abgewöhnt werden - also ist dann da Leere - Nichts. Das ist erfahrbar.
    _()_ Monika

    Schwer wird es immer dann wenn das Ego sich gegen die Erkenntnis wehrt, dass es eigentlich eine Fiktion (also leer von inhärenter Existenz) ist, auch beim Thema "Vergänglichkeit" wird es nicht einfach wenn "ich" mir vorstellen würde, dass "ich" morgen tatsächlich die Diagnose Krebs erhalten würde und der Arzt "mir" mitteilen würde, "ich" (in Gänsefüßchen) hätte nur noch wenige Tage zu leben.

  • bel
    Gast
    • 15. Januar 2016 um 11:08
    • #33
    mukti:
    bel:


    Ich hab mich einfach hingehockt. Ohne irgendwelche Erklärungen. Wird bei uns immer so gemacht. Falls dann später irgendwas gelesen oder gehört wird, weiß man auch wovon die Rede ist.


    Soso, wenn ich mich einfach hingehockt hätte wäre mir das nicht von selber gekommen. Aber vielleicht hast du ja besonderes Verdienst aus vorigen Leben :D


    Hat nix mit mir zu tun, das ist einfach die bei uns übliche "Methode" (die allerdings mit einer gewissen Intensität auszuüben ist). Und ich erlebe das pro Jahr mehrmals, daß Leute nur dadurch, und ohne je zuvor irgendwas von "anatta" gehört zu haben, auf den selben Trichter kommen - und das Tolle daran ist, sie könnens mit ihren eigenen Worten sagen und brauchen nicht auf pk-Schablonen zurückzugreifen.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 15. Januar 2016 um 11:12
    • #34
    bel:

    Hat nix mit mir zu tun, das ist einfach die bei uns übliche "Methode" (die allerdings mit einer gewissen Intensität auszuüben ist)

    Im tibetischen Buddhismus ist die "übliche" Methode "Hören (und nicht lesen), Nachdenken und Meditieren". Erst (als Anfänger) eins nach dem anderen, später (als Fortgeschrittener) vermischen sich die Eindrücke im Geiste.

  • bel
    Gast
    • 15. Januar 2016 um 11:13
    • #35
    Monikadie4.:

    [Ich kann ja nur eine Einsicht haben, wenn ich in "meinem Programmablauf" entsprechende Wege suche und gehe.


    Möglicherweise mißverstehe ich dich. Aber es ist ja grade der Punkt, "daß mein Programmablauf" dem Erkennen im Wege steht. Geht schon besser, wenn der erst mal unterbrochen wird, kompromißlos.

  • bel
    Gast
    • 15. Januar 2016 um 11:14
    • #36
    Sherab Yönten:
    bel:

    Hat nix mit mir zu tun, das ist einfach die bei uns übliche "Methode" (die allerdings mit einer gewissen Intensität auszuüben ist)


    Im tibetischen Buddhismus ist die "übliche" Methode "Hören (und nicht lesen), Nachdenken und Meditieren". Erst (als Anfänger) eins nach dem anderen, später (als Fortgeschrittener) vermischen sich die Eindrücke im Geiste.


    Ist mir bekannt.

  • Monikamarie
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    • 15. Januar 2016 um 11:14
    • #37

    Aber sie haben bestimmt Unterweisungen erhalten. Selbst wenn diese sich nicht auf Anatta beziehen, ist eine Unterweisung womöglich der Anstoß für weitere Einsichten z.B. in die Leere.
    Auch ich habe viele Einsichten erhalten, z.B. während ich am Kopierer auf meine Kopien wartete. Einfach weil ich mich ständig mit der Lehre beschäftigte. Es ist noch nicht mal das Sitzen notwendig, wenn die entsprechende achtsame, innere, offene Haltung vorhanden ist. Aber zuvor muss der Geist mit Informationen gefüllt sein, selbst wenn da viel Müll bei ist, der wieder aussortiert wird. Auch das sind Einsichten, die einen Geschmack von der Leere geben.
    _()_

  • mukti
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    • 15. Januar 2016 um 11:16
    • #38
    bel:
    mukti:


    Soso, wenn ich mich einfach hingehockt hätte wäre mir das nicht von selber gekommen. Aber vielleicht hast du ja besonderes Verdienst aus vorigen Leben :D


    Hat nix mit mir zu tun, das ist einfach die bei uns übliche "Methode" (die allerdings mit einer gewissen Intensität auszuüben ist). Und ich erlebe das pro Jahr mehrmals, daß Leute nur dadurch, und ohne je zuvor irgendwas von "anatta" gehört zu haben, auf den selben Trichter kommen - und das Tolle daran ist, sie könnens mit ihren eigenen Worten sagen und brauchen nicht auf pk-Schablonen zurückzugreifen.

    Dann wird es zu dieser Methode ja auch eine Anleitung geben. Oder heißt es da einfach nur "hinsetzen" ? Was kommt denn dabei raus wenn sich jemad einfach nur hinsetzt, eine Menge selbstbezogener Gedanken und Gefühle aller Art.

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (15. Januar 2016 um 11:17)

  • bel
    Gast
    • 15. Januar 2016 um 11:16
    • #39
    Monikadie4.:

    Aber sie haben bestimmt Unterweisungen erhalten.


    Nein. Gibts bei uns nicht.

    Monikadie4.:

    Es ist noch nicht mal das Sitzen notwendig, wenn die entsprechende achtsame, innere, offene Haltung vorhanden ist


    Zweifellos.

  • Monikamarie
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    • 15. Januar 2016 um 11:17
    • #40
    bel:
    Monikadie4.:

    [Ich kann ja nur eine Einsicht haben, wenn ich in "meinem Programmablauf" entsprechende Wege suche und gehe.


    Möglicherweise mißverstehe ich dich. Aber es ist ja grade der Punkt, "daß mein Programmablauf" dem Erkennen im Wege steht. Geht schon besser, wenn der erst mal unterbrochen wird, kompromißlos.

    Ja, Du missverstehst mich (verständlicherweise :D ), denn der Programmablauf muss bereits eine gewisse Läuterung bzw. Bereinigung, Entleerung, erfahren haben. Ohne diese offene Weite kommen auch keine Einsichten.
    Ich spreche nicht von dem gewohnheitsmäßigen, roboterähnlichen Ablauf eines Otto-Normal-Verbraucher, wie ich auch mal war. 8)
    _()_

  • Deva
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    • 15. Januar 2016 um 11:19
    • #41
    gbg:

    Hallo Mai,

    Anatta ist der anatman, nicht das Selbst. (advaita vedanta)
    Buddha leugnete das Selbst nicht er sprach nur immer von "das ist nicht das Selbst".
    Es gibt das Brahman das "Eine ohne ein Zweites" des advaita vedanta. Maya verhüllt es und zeigt es illusorisch als Urknallsingularität.
    Darunter Gott als Pole als die er sich selbst polarisiert. Maya verhüllt sie und zeigt ihn illusorisch als Raumzeit.
    Darunter unser Vater in seinem Eigenlicht als hinter dem Kosmos. Maya verhüllt ihn und zeigt ihn illusorisch als Kosmos.

    Das ist das Außen.

    Der Geist wird vom Vater beruhigt.
    Gott sieht in die Seele.
    Ist man umgekehrt in seine eigene Geburt noch in diesem Leben? (Jesus)
    Ist man frei von Gier, Hass und Anhaftung ? Ist Karma restlos abgebaut? (Buddha)
    Das Brahman führt den Atman die Lebendigkeit das wahre Selbst in sich ein und sagt. Das bist Du.

    Das ist die Verbindung.

    Dies kann Dein Freund erst verstehen (mehr als nur wissen) wenn sein Karma abgebaut ist.

    Dann handelt man nur noch absichslos und ohne Erwartung, ergebnisoffen.
    Man ist befreit und tut was ansteht.

    Liebe Grüße _()_

    Zu danken ist nicht dem Brahman sondern seiner Personifikation unserem Vater Krishna.

    Alles anzeigen

    Krishna ist der höchste Herr. Man kann dann alles verstehen, wenn man seine Barmherzigkeit erlangt hat. Denn er alleine trägt die Entscheidung.
    Es ist somit eine Segnung von ihm, darum sollten wir ihn bitten, wenn wir etwas verstehen wollen.
    Alles andere wäre nur Spekulation.

  • Monikamarie
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    • 15. Januar 2016 um 11:20
    • #42
    bel:
    Monikadie4.:

    Aber sie haben bestimmt Unterweisungen erhalten.


    Nein. Gibts bei uns nicht.


    Es wird aber nicht Frau Meier oder Schulze direkt ohne Vorbereitung eine Zenmeditation besuchen, sich hinsetzen und einsichtig werden, wenn sie lieber Stepptanz möchte, oder?

  • Monikamarie
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    • 15. Januar 2016 um 11:21
    • #43
    Deva:


    Krishna ist der höchste Herr. Man kann dann alles verstehen, wenn man seine Barmherzigkeit erlangt hat. Denn er alleine trägt die Entscheidung.
    Es ist somit eine Segnung von ihm, darum sollten wir ihn bitten, wenn wir etwas verstehen wollen.
    Alles andere wäre nur Spekulation.

    Aha. Das ist aber kein Buddhismus.

  • mukti
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    • 15. Januar 2016 um 11:24
    • #44
    Deva:


    Krishna ist der höchste Herr. Man kann dann alles verstehen, wenn man seine Barmherzigkeit erlangt hat. Denn er alleine trägt die Entscheidung.
    Es ist somit eine Segnung von ihm, darum sollten wir ihn bitten, wenn wir etwas verstehen wollen.
    Alles andere wäre nur Spekulation.

    Sagen die Hare Krishnas. Die glauben ja sogar dass es eine Seele (Atta oder Atman) gibt, die eine ewige Person wäre.

    Mit Metta, mukti.


  • Mai
    Gast
    • 15. Januar 2016 um 11:35
    • #45

    Mein Freund interessiert sich eher nicht für Buddhismus, und die Idee, dass jemand ohne festes Selbst sein könnte, bzw. sogar selber davon ausgeht, dass das so ist, kann er erstmal nicht verstehen.
    In seinen Kreisen hat man eine Psychoanalyse hinter sich und die Beschäftigung mit dem Selbst, mit der eigenen Biografie und der der Eltern findet eher auf historischer Ebene oder auf psychologischer Ebene statt. Ich respektiere das so und bin auch kein buddhistischer Missionar. Ich halte jedoch die Lehren vom Nicht-Selbst und die vom bedingten Entstehen für etwas, mit dem man sich auch ohne buddhistischen Glauben beschäftigen kann wenn man sich so intensiv mit seinem Selbst auseinandersetzt, wie mein Freund es tut. Wie sollte er auf diese Lehren von selbst kommen ohne darüber zu lesen? Mir haben sie viel gebracht und wenn es ihn so interessiert, suche ich natürlich die entsprechende Lektüre für ihn raus (BZW: bitte ich Euch darum). Bin jetzt auch noch bei Trungpa und Glasenapp fündig geworden.
    Danke nochmals an Euch!

  • bel
    Gast
    • 15. Januar 2016 um 11:37
    • #46
    mukti:

    Dann wird es zu dieser Methode ja auch eine Anleitung geben. Oder heißt es da einfach nur "hinsetzen" ? Was kommt denn dabei raus wenn sich jemad einfach nur hinsetzt, eine Menge Gedanken und Gefühle aller Art.


    Ja, hinsitzen und sitzen bleiben. Nicht bewegen. Klar, dann kommen all die Gedanken und Gefühle. Man bleibt Sitzen. Und nach 5 Tagen durchsitzen sieht das dann schon n bissel anders aus. Garantiert.

    Monikadie4:

    Es wird aber nicht Frau Meier oder Schulze direkt ohne Vorbereitung eine Zenmeditation besuchen, sich hinsetzen und einsichtig werden, wenn sie lieber Stepptanz möchte, oder?


    Das einzige, was zählt und natürlich Bedingung, ist der Entschluß und die Ausführung sich hinzusetzen und sitzen zu bleiben, auch wenn man lieber Stepptanz möchte. Das ist natürlich etwas anderes, als einfach mal so "eine Zenmeditation" besuchen. Macht aber Frau Meier auch.

    Demnächst im Kino: "Zen For Nothing"

  • Deva
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    • 15. Januar 2016 um 11:39
    • #47
    Mai:

    Mein Freund interessiert sich eher nicht für Buddhismus, und die Idee, dass jemand ohne festes Selbst sein könnte, bzw. sogar selber davon ausgeht, dass das so ist, kann er erstmal nicht verstehen.
    In seinen Kreisen hat man eine Psychoanalyse hinter sich und die Beschäftigung mit dem Selbst, mit der eigenen Biografie und der der Eltern findet eher auf historischer Ebene oder auf psychologischer Ebene statt. Ich respektiere das so und bin auch kein buddhistischer Missionar. Ich halte jedoch die Lehren vom Nicht-Selbst und die vom bedingten Entstehen für etwas, mit dem man sich auch ohne buddhistischen Glauben beschäftigen kann wenn man sich so intensiv mit seinem Selbst auseinandersetzt, wie mein Freund es tut. Wie sollte er auf diese Lehren von selbst kommen ohne darüber zu lesen? Mir haben sie viel gebracht und wenn es ihn so interessiert, suche ich natürlich die entsprechende Lektüre für ihn raus (BZW: bitte ich Euch darum). Bin jetzt auch noch bei Trungpa und Glasenapp fündig geworden.
    Danke nochmals an Euch!


    Er soll mal hier schauen. :)
    http://www.religionsforum-wogeheichhin.de/t629f5-Gaudiya-Vaishnavas.html

  • mukti
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    • 15. Januar 2016 um 11:41
    • #48
    bel:
    mukti:

    Dann wird es zu dieser Methode ja auch eine Anleitung geben. Oder heißt es da einfach nur "hinsetzen" ? Was kommt denn dabei raus wenn sich jemad einfach nur hinsetzt, eine Menge Gedanken und Gefühle aller Art.


    Ja, hinsitzen und sitzen bleiben. Nicht bewegen. Klar, dann kommen all die Gedanken und Gefühle. Man bleibt Sitzen. Und nach 5 Tagen durchsitzen sieht das dann schon n bissel anders aus. Garantiert.

    Garantiert anders, ich wäre wahrscheinlich verrückt geworden wenn ich fünf Tage ohne Bewegung hätte sitzen müssen ohne vorher etwas über Meditation zu wissen.

    Mit Metta, mukti.


  • bel
    Gast
    • 15. Januar 2016 um 11:47
    • #49
    mukti:

    Garantiert anders, ich wäre wahrscheinlich verrückt geworden wenn ich fünf Tage ohne Bewegung hätte sitzen müssen ohne vorher etwas über Meditation zu wissen.


    Die Erfahrung zeigt was anderes, entweder hauen die Leute schon nach 2-4h Zazen ab, kommt vor, ist aber selten - oder sie bleiben. "Verrückt" kommt auch vor, hat aber andere Gründe :)
    Und was hilft dir vorheriges "Wissen", wenn es einfach nur darum geht, die nächste Minute zu überstehen?

  • Deva
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    • 15. Januar 2016 um 11:53
    • #50

    Wenn man chantet, vor allem das Maha Mantra, kann man für eine Unendlichkeit sitzen. Denn das ist die wahre Meditation.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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