Etikette bei Buddhisten?
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mukti:Alles anzeigen
Hallo,
Deva:
ich habe folgende Frage. Ich stoße bei einer Buddhistin immer wieder auf das gleiche Problem. Sanfte Worte und Erklärungen helfen nicht. Sie bezeichnet sie als hart.
Vielleicht weiß jemand von den erfahrenen Buddhisten Anekdoten oder Weissagungen von Buddha oder großen buddhistsichen Lehrern, die etwas zum Thema zu sagen haben.
.......Ich kann mir an dieser Stelle nicht vorstellen, dass es die buddhistische Etikette (entschuldigung, ich finde gerade kein anderes Wort dafür) entspricht, jemanden der eine Frage stellt, keine Antwort zu geben. Zumal der Vorschlag von ihr ausging.
Entspricht wohl nicht der buddhistischen Etikette, z.B. heißt es dort:
ZitatAn der Art, wie er das Gespräch führt (kathā-sampayogena; wtl: am Gesprächszusammenhang), erkennt man, ihr Mönche, ob ein Mensch zum Gespräch geeignet ist oder nicht.
Wenn ein Mensch,
dem eine Frage gestellt wird, die eine direkte Antwort erfordert, darauf keine direkte Antwort gibt;
wenn ihm eine Frage gestellt wird, die eine erläuternde Antwort erfordert, darauf keine erläuternde Antwort gibt;
wenn ihm eine Frage gestellt wird, die eine Gegenfrage erfordert, darauf keine Gegenfrage stellt;
wenn er eine abzuweisende Frage nicht abweist, so gilt ein solcher Mensch als ungeeignet zum Gespräch.(Anguttara Nikaya 3.68)
Etwas ähnliches wollte ich gerade dazu schreiben, aber es zwei Mal zu posten würde keinen Sinn machen. Gut, dass ich dieses Zitat entdeckt habe
Ich wollte dazu nur allgemein anmerken, dass ich das Verhalten von deiner "Freundin" auch deshalb nicht gut heiße, weil eine gesunde Kommunikation immer von beiden Seiten kommen muss bzw. sollte. Wenn sie dir eine Frage stellt, du darauf anrtwortest, sie dann aber nicht oder verzögert, du darauf erst nachhaken musst usw. bekommt das ganze Gespräch eine eindeutig asymmetrische Ausrichtung, die natürlich irgendwann bei eine der beiden Seiten negativ endet. Ich möchte keine Partei ergreifen, kann deine Reaktion allerdings sehr gut verstehen. Wahrscheinlich würde es mir ähnlich ergehen. Schade, aber wie schon erwähnt, jeder Mensch ist anders. Es gibt sicher noch viele andere Menschen, bei denen du ein positive Gesprächsebene finden wirst.
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Deva:
Also würde jeder Buddhist auf Fragen grundsätzlich nicht antworten. Weil der andere eine Erwartungshaltung pflegt und man selber nicht?
Ist dass das Faszit?Wieso antwortest Du derart? Hier sind doch die Beiträge ziemlich klar. Wenn ein User eine härtere Gangart hat, dann ist das doch seine "Zen-"Art, damit umzugehen. Im übrigen hat Bel Recht. Du missverstehst ihn vermutlich. Es geht ja nicht darum, nicht zu antworten, es geht darum, sich über die eigenen Erwartungen klar zu werden.
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Serenity:mukti:
Hallo,
Entspricht wohl nicht der buddhistischen Etikette, z.B. heißt es dort:
Etwas ähnliches wollte ich gerade dazu schreiben, aber es zwei Mal zu posten würde keinen Sinn machen. Gut, dass ich dieses Zitat entdeckt habe
Ich wollte dazu nur allgemein anmerken, dass ich das Verhalten von deiner "Freundin" auch deshalb nicht gut heiße, weil eine gesunde Kommunikation immer von beiden Seiten kommen muss bzw. sollte. Wenn sie dir eine Frage stellt, du darauf anrtwortest, sie dann aber nicht oder verzögert, du darauf erst nachhaken musst usw. bekommt das ganze Gespräch eine eindeutig asymmetrische Ausrichtung, die natürlich irgendwann bei eine der beiden Seiten negativ endet. Ich möchte keine Partei ergreifen, kann deine Reaktion allerdings sehr gut verstehen. Wahrscheinlich würde es mir ähnlich ergehen. Schade, aber wie schon erwähnt, jeder Mensch ist anders. Es gibt sicher noch viele andere Menschen, bei denen du ein positive Gesprächsebene finden wirst.
Schön, dass mich jemand her versteht. Ich suche jetzt nicht unbedingt eine Bestätigung.
Natürlich kann ich meine Erwartungshaltung zurück schrauben, was ich jetzt auch seit ca. 1,5 Jahren mache, bzw. ich immer wieder erlebe, dass auf meine Fragen nicht eingegangen wird. Ich aber, wie Du auch bemerkt hast, selber bemerke, dass eine sehr einseitige Kommunikation entstanden ist. Und ich erstaunt bin, dass man als "sogenannte" Buddhistin das nicht erkennen mag oder will und weiterhin stur bleibt. Jetzt wurde mir auch von ihr gesagt, dass sie daran nichts ändern kann. Also werden weiterhin, selbst die einfachsten Fragen nicht von ihr beantwortet werden. Ja, wenn dem so ist, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sich solche Menschen eines Tages nur noch mit sich selbst unterhalten können. Denn, wenn es kein "eingehen" auf den anderen, dem Nächsten gibt, so verläuft sich jedes Gespräch im Sande. Erwartungshaltung "hin oder her". Eine völlig einseitige Kommunikation ist für niemanden eine Bereicherung, ich denke auch für einen Buddhisten nicht. -
"Zuerueckschrauben" in Bezug auf etwas (eben das, was man sich wuenscht) is doch immernoch erwarten.
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Deva:Alles anzeigen
Wir unterhalten uns über Facebook. Sie stellt mir Fragen zu meinem Leben, reisen etc. Ich beantworte sie. Stelle ich diese Fragen, erhalte ich keine Antwort.
Das letzte Beispiel war jetzt folgendes.
Wir leben in verschiedenen Ländern, sie reist heute wieder nach Nepal. Letzte Woche wollte sie mit mir skypen, bevor sie sich auf die Reise macht und hat mich gebeten schnell zu antworten, ob das ok
für mich ist. Ich antwortete direkt und nannte ihr die Tage und die Zeiten, wann ich kann. Zwei Tage kam keine Antwort von ihr, obwohl sie online war. Dann schreib ich sie nochmals an, dass sie wohl nicht
mich gemeint hatte. Dann antwortete sie, dass sie mich meinte und nannte mir den Montag. Ich antwortete darauf, dass das ok ist, aber ich brauche eine Zeit, wann ich online sein soll. Sie las am gleichen Abend
die Nachricht, antwortete aber nicht. Es verging der Donnerstag, der Freitag, Samstag und Sonntag. Am Montag morgen schrieb ich sie an und bedankte mich dafür, dass sie mir keine Antwort gabe. Sie sah es, schrieb
dazu aber nichts. Ich gebe zu, ich würde wütend.Und entfernte sie von meiner Freundesliste und schrieb dazu, dass unsere Freundschaft jetzt beendet ist. Ich war dann draußen gewesen und als ich den PC eingeschaltet habe,
sah ich dass sie mich über Skype versucht hat (sie hat jetzt auch die Kontaktanfrage an mich los geschickt) zweimal anschließend anzurufen.
Ich kann mir an dieser Stelle nicht vorstellen, dass es die buddhistische Etikette (entschuldigung, ich finde gerade kein anderes Wort dafür) entspricht, jemanden der eine Frage stellt, keine Antwort zu geben. Zumal der Vorschlag von ihr ausging.Das ist eine facebook-Bekanntschaft - und das ist nach meiner Ansicht keine Freundschaft, auch wenn das dort so genannt wird. Die Selbst-Bezeichnung "Buddhist" bedeutet nicht, dass es sich hier auch um einen Buddhisten handelt. Auch hier würde dir eine offline-Begegnung Klarheit verschaffen.
Ihr Verhalten sieht ganz danach auch, dass sie zu den möglichen Fake-Beziehungen zählt. Das kommt im Internet häufig vor. -
Was macht eine fake-beziehung zu solcher?
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Monday:
Die Selbst-Bezeichnung "Buddhist" bedeutet nicht, dass es sich hier auch um einen Buddhisten handelt.
Wenn das Buddhaland eins lehrt, dann das... -
Monday:Alles anzeigenDeva:Alles anzeigen
Wir unterhalten uns über Facebook. Sie stellt mir Fragen zu meinem Leben, reisen etc. Ich beantworte sie. Stelle ich diese Fragen, erhalte ich keine Antwort.
Das letzte Beispiel war jetzt folgendes.
Wir leben in verschiedenen Ländern, sie reist heute wieder nach Nepal. Letzte Woche wollte sie mit mir skypen, bevor sie sich auf die Reise macht und hat mich gebeten schnell zu antworten, ob das ok
für mich ist. Ich antwortete direkt und nannte ihr die Tage und die Zeiten, wann ich kann. Zwei Tage kam keine Antwort von ihr, obwohl sie online war. Dann schreib ich sie nochmals an, dass sie wohl nicht
mich gemeint hatte. Dann antwortete sie, dass sie mich meinte und nannte mir den Montag. Ich antwortete darauf, dass das ok ist, aber ich brauche eine Zeit, wann ich online sein soll. Sie las am gleichen Abend
die Nachricht, antwortete aber nicht. Es verging der Donnerstag, der Freitag, Samstag und Sonntag. Am Montag morgen schrieb ich sie an und bedankte mich dafür, dass sie mir keine Antwort gabe. Sie sah es, schrieb
dazu aber nichts. Ich gebe zu, ich würde wütend.Und entfernte sie von meiner Freundesliste und schrieb dazu, dass unsere Freundschaft jetzt beendet ist. Ich war dann draußen gewesen und als ich den PC eingeschaltet habe,
sah ich dass sie mich über Skype versucht hat (sie hat jetzt auch die Kontaktanfrage an mich los geschickt) zweimal anschließend anzurufen.
Ich kann mir an dieser Stelle nicht vorstellen, dass es die buddhistische Etikette (entschuldigung, ich finde gerade kein anderes Wort dafür) entspricht, jemanden der eine Frage stellt, keine Antwort zu geben. Zumal der Vorschlag von ihr ausging.Das ist eine facebook-Bekanntschaft - und das ist nach meiner Ansicht keine Freundschaft, auch wenn das dort so genannt wird. Die Selbst-Bezeichnung "Buddhist" bedeutet nicht, dass es sich hier auch um einen Buddhisten handelt. Auch hier würde dir eine offline-Begegnung Klarheit verschaffen.
Ihr Verhalten sieht ganz danach auch, dass sie zu den möglichen Fake-Beziehungen zählt. Das kommt im Internet häufig vor.Leider scheinst Du meine Einträge nicht alle gelesen zu haben. es handelt sich hier NICHT um eine Fake Bekanntschaft. Wir kennen uns aus dem realen Leben. Wir nutzen nur Facebook, weil wir in unterschiedlichen Ländern leben, als Kommunikationsmittel. Ähnlich, wie wenn man sich Briefe oder E- Mails schreiben würde.
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JazzOderNie:
Was macht eine fake-beziehung zu solcher?
Der User hat sich vertan. Wie gesagt, in meinem letzten Eintrag handelt es sich nicht um eine Fake Beziehung. Ich denke, man muss sich schon alle Beiträge von mir durchlesen, um mitreden zu können.
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Deva:
Und ich erstaunt bin, dass man als "sogenannte" Buddhistin das nicht erkennen mag oder will und weiterhin stur bleibt. Jetzt wurde mir auch von ihr gesagt, dass sie daran nichts ändern kann. Also werden weiterhin, selbst die einfachsten Fragen nicht von ihr beantwortet werden. Ja, wenn dem so ist, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sich solche Menschen eines Tages nur noch mit sich selbst unterhalten können.
Nein, sie will einfach nicht das von ihr, was du von ihr willst. Ist das so schwer zu kapieren? Sie will nicht.
Eine mögliche Erklärung, warum sie die Kommunikation hängen läßt: sie will sich auch nicht mit dir (darüber) streiten, oder auch nur auseinandersetzen. -
Also ich denke wenn es für eine Freundschaft nicht passt, dann lässt man es eben irgendwann mal sein. Ob sich da jemand nun als Buddhist oder sonstwas bezeichnet. Man bemüht sich eine längere Zeit, sucht den Fehler vor allem bei sich selber, wenn einem die Bekanntschaft was wert ist. Wenn es aber trotzdem nie zu einer halbwegs ausgewogenen Kommunikation kommt, dann lässt man das Ganze halt fallen. Das bedeutet nicht dass man diese Person fallen lassen muss, nur die Erwartungen die man ihr gegenüber hat. Man muss ihr ja nicht böse sein.
Wie in diesem Beispiel, wenn man immer alle Fragen beantwortet, aber die eigenen Fragen nie beantwortet werden, dann stellt man sie eben nicht mehr, dann ist eben keine richtige Freundschaft daraus geworden. Man muss deshalb ja nicht die Kommunikation abbrechen, nur den Wunsch diese Beziehung zu vertiefen lässt man los, verhält sich neutraler und bleibt dem anderen trotzdem wohlgesonnen. -
ich glaube das haengt vom mass der klebrigkeit ab, ob das klappt. ich merke bei manchen sachen bei mir, wenn ich klebe, dann klebe ich. das is jetzt theoretisch, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man das so einfach machen kann, also kontakt zu jemanden haben, an dem man haengt und dann gefuehtl nix erwarten. rational kann man das ja denken, aber ob die empfindung mitzieht... das soll jetzt keine vorraussage sein, sondern was ich dazu denke. ich denk mir auch manchmal "jetzt reiss dich ma zusammen.", aber in manchen situationen hab ich mich dann lediglich zusammengerissen, mehr nich. da hilft bei mir dann nur abwarten bis sich das wieder legt oder an was anderes rankleben oder... also je nachdem.
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Hallo,
jetzt mal meine Erfahrung von der 'anderen' Seite:
Wenn ich keinen Kontakt mehr zu jemandem wünsche, so lasse ich die Kommunikation einschlafen, d.h. bin zurückhaltend und nicht empathisch bei zufälligen Begegnungen, rufe nicht zurück, so lange kein Rückruf gewünscht wird, melde mich von mir aus gar nicht mehr.
Es auch Zeiten, in denen ich mir über meine Absichten im Unklaren war. Dann habe ich mich ähnlich dem verhalten, wie Du es von Deiner Bekannten beschreibst. Für mich war das verwirrend und und auf jeden Fall unehrlich, denn das Gefühl sagte klar nein während der Verstand sich mit einem vielleicht herumquälte. Für den anderen war mein Verhaltenzu der Zeit bestimmt nicht sehr erhellend.
Gruß
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JazzOderNie:
ich glaube das haengt vom mass der klebrigkeit ab, ob das klappt. ich merke bei manchen sachen bei mir, wenn ich klebe, dann klebe ich. das is jetzt theoretisch, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man das so einfach machen kann, also kontakt zu jemanden haben, an dem man haengt und dann gefuehtl nix erwarten. rational kann man das ja denken, aber ob die empfindung mitzieht... das soll jetzt keine vorraussage sein, sondern was ich dazu denke.
Man kann ja auch Kontakte abbrechen und daran arbeiten keinen Hass zu kultivieren. Oder, wenn das Gegenüber weiter den Kontakt sucht, diesen gewähren und dabei nur an der eigenen Klebrigkeit arbeiten. Weniger gut finde ich es jemanden total "auszulöschen" als würde er nicht existieren, das würde auch Metta widersprechen, der Güte zu allen Wesen.
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JazzOderNie:
ich glaube das haengt vom mass der klebrigkeit ab, ob das klappt. ich merke bei manchen sachen bei mir, wenn ich klebe, dann klebe ich. das is jetzt theoretisch, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man das so einfach machen kann, also kontakt zu jemanden haben, an dem man haengt und dann gefuehtl nix erwarten. rational kann man das ja denken, aber ob die empfindung mitzieht... das soll jetzt keine vorraussage sein, sondern was ich dazu denke. ich denk mir auch manchmal "jetzt reiss dich ma zusammen.", aber in manchen situationen hab ich mich dann lediglich zusammengerissen, mehr nich. da hilft bei mir dann nur abwarten bis sich das wieder legt oder an was anderes rankleben oder... also je nachdem.
ja, das stimmt. Am Anfang steht aber doch die Analyse, nicht des andern, sondern bei sich selbst - wieder nur aus dem Grund, weil man über den Anderen meist nur spekuliert. Die Analyse (bei sich selbst) allein löst aber nicht das emotionale Problem, kann aber den Vorgang unterstützen - etwa derart, daß man seine Gefühle nicht mehr füttert, das Übrige tut die Zeit.
Üblich ist natürlich eine anderes Verhaltensmuster: Man steigert sich in seine unerwiderten Gefühle bis zur eigenen Erschöpfung rein, bis das Füttern nicht mehr weiter geht. Vllt kommt dann das schmerzhafte Erwachen - aber leider oft verbunden mit verschiedenen Formen der Ablehnung. -
bel:
Üblich ist natürlich eine anderes Verhaltensmuster: Man steigert sich in seine unerwiderten Gefühle bis zur eigenen Erschöpfung rein, bis das Füttern nicht mehr weiter geht. Vllt kommt dann das schmerzhafte Erwachen - aber leider oft verbunden mit verschiedenen Formen der Ablehnung.
weshalb sich freude über jedes Erkennen einer sich anbahnenden Erwartungshaltung einstellt, denn wenn erkannt, kann ich loslassen, entspannen und dann klar und freundlich ins hier und jetzt zurückkehren. Das is ne unvergleichlich freudvolle Erleichterung, aus den gewohnheitsmässigen Tendenzen aussteigen zu dürfen :).Gruß
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Deva:
Leider scheinst Du meine Einträge nicht alle gelesen zu haben. es handelt sich hier NICHT um eine Fake Bekanntschaft. Wir kennen uns aus dem realen Leben. Wir nutzen nur Facebook, weil wir in unterschiedlichen Ländern leben, als Kommunikationsmittel. Ähnlich, wie wenn man sich Briefe oder E- Mails schreiben würde.Vielleicht kannst du mal den entsprechenden Beitrag anzeigen. Ich finde da nichts, was ich in diese Richtung interpretieren könnte.
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JazzOderNie:
Was macht eine fake-beziehung zu solcher?
Grundsätzlich besteht eine solche Beziehung darin, dass man dem anderen was vorspielt, was nicht exisiert. Also Gefühle, Interesse z.B. - und das gibt es natürlich real in vielfältiger Weise und das gibt es dann auch im Netz, wobei das dort recht schwierig sein kann, das festzustellen. Da muss man dann auf jeden Fall in den Offline-Modus gehen und sich face-to-face treffen.
Letztlich stecken dahinter immer Erwartungshaltungen, die durch die andere Seite genährt werden und die der Betroffene nicht wahrhaben will, weil er dann die Beziehung lassen muss. Andererseits gibt es dann geschickte Schaukelprozesse und es kann zu sehr schmerzhaften Ablöseprozessen kommen, die auch sehr lange dauern können.
Über die psychischen Gründe will ich hier nicht reden. Aber die sind ganz gut bekannt. -
bel:JazzOderNie:
aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man das so einfach machen kann, also kontakt zu jemanden haben, an dem man haengt und dann gefuehtl nix erwarten. rational kann man das ja denken, aber ob die empfindung mitzieht...
Die Analyse (bei sich selbst) allein löst aber nicht das emotionale Problem, kann aber den Vorgang unterstützen - etwa derart, daß man seine Gefühle nicht mehr füttert,Das Problem liegt darin, dass man letztlich Hunger nach angenehmen "Gefühl" hat, weil das das Begehren ernährt. Wenn man also Kontakt hat(te) und der war angenehm, bzw. er versprach es oder man hoffte es, dann füttert man dieses Gefühl in dem man Kontakt auf der Fanatasieebene, also in Gedanken hält und man sich in Gedanken ergeht. Und man letztlich hofft, dass da irgendwas draus wird. Also man da schon dick im Anhaften drin steckt. Das kann man nur abschneiden. Und d.h. man kann Kontakt zu jemandem haben, an dem man hängt, den man gern hat und dennoch nichts erwarten, nichts (für sich selbst) wollen. Das bedeutet, man erträgt seine Empfindung ohne Jammern.
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und dabei wandeln sich auch die Empfindungen.
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bel:
und dabei wandeln sich auch die Empfindungen.
Mitfreude beispielsweise, wo früher Mißgunst war. -
- Offizieller Beitrag
Monday:Das Problem liegt darin, dass man letztlich Hunger nach angenehmen "Gefühl" hat, weil das das Begehren ernährt. Wenn man also Kontakt hat(te) und der war angenehm, bzw. er versprach es oder man hoffte es, dann füttert man dieses Gefühl in dem man Kontakt auf der Fanatasieebene, also in Gedanken hält und man sich in Gedanken ergeht. Und man letztlich hofft, dass da irgendwas draus wird. Also man da schon dick im Anhaften drin steckt. Das kann man nur abschneiden. Und d.h. man kann Kontakt zu jemandem haben, an dem man hängt, den man gern hat und dennoch nichts erwarten, nichts (für sich selbst) wollen. Das bedeutet, man erträgt seine Empfindung ohne Jammern.
Dabei ist es aber so: Je mehr nur ich rede und der andere schweigt, desto mehr kann ich mir etwas vormachen. Je weniger reale Information ich habe, desto mehr muss ich spekulieren und projizieren. Und gerade dieser Mechansimus ist dann natürlich auch ein guter Weg (bewusst oder unbewusst) Leute zu manipulieren.
Ich glaube mal, man kann als Frau so manchen Mann ganz einfach ködern, indem man einfach zu allem was er sagt, "Uh!" und "Ah!" sagt und wie toll er ist. Indem man ihn einfach reden lässt und alles was er sagt toll findet. Er wird villeicht das Gefühl haben, ein tolles Gespräch geführt zu haben.
Und das muss ja nicht mal bewusste Manipulation sein. In der Generation meiner Grosseltern war es ja druchaus noch häufig, dass es als Rolle des Mannes gesehen wurde toll zu sein und schlau daherzureden, während dererlei bei einer Frau als "ungebührlich" gesehen worden wäre. Das ganz normale Geschlechterverhältnis war also ein wenig "fake".
Ich weiss nicht, ob dererlei in manchen traditionelleren Gesellschaften heute noch so ist. Dass die Zurückhaltung also zu einer nicht-reflektierten Rolle gehört.
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