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  1. Buddhaland Forum
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ein bunter Buddha ?

  • Chris Urban
  • 29. September 2015 um 15:34
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Chris Urban
    Gast
    • 29. September 2015 um 15:34
    • #1

    Hallo liebe Leute,

    mich beschäftigt eine Frage, und zwar : "Würde ein Erwachter sich tätowieren lassen"

    Der erste Gedanke ist natürlich gleich "NEIN", aber wenn ich versuche, es objektiv zu betrachten, komme ich auf keine Lösung.
    Ich glaube, mit dem "Erwachen" löst sich wohl jegliche Gier auf, allerdings auch die Anhaftung an Verzicht.
    Wenn es also dem "Erwachten" möglich ist, ohne jede Anhaftung, sich tätowieren zu lassen, einfach weil es ihm zusagt. Warum sollte er es nicht tun?
    Er verändert Form in dieser Welt, sowie ihm beliebt, aber erhofft sich daraus nichts, oder zieht daraus ein falsches Selbst. (Ich lasse dabei, den "Fakt", dass man mit dem Geld Menschen helfen könnte, beiseite)

    Eure Meinung dazu würde mich enorm interessieren.

    liebe Grüße

  • nyalaana
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    • 29. September 2015 um 15:44
    • #2

    Warum läßt man sich tätowieren?
    a um sich zu Schmücken
    b um seine Persöhnlichkeit auszudrücken
    c Gruppenzugehörigkeit, Tradition

    Wenn man findet, dass ein "Erwachter" einem dieser Punkte entsprechen will, warum dann nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von nyalaana (29. September 2015 um 16:19)

  • Chris Urban
    Gast
    • 29. September 2015 um 15:49
    • #3

    Danke für diese Antwort. :)

    Was aber, wenn er es macht, um seinen neuen Schülern vor Augen zu führen, dass ihre erste Wahrnehmung, nichts mit der absoluten Realität zu tun hat ?

    Ich glaube mit den normalen Gründen, für Tattoos, kann man die Frage nicht beantworten...

  • Tara4U
    Gast
    • 29. September 2015 um 16:07
    • #4
    Chris Urban:

    Danke für diese Antwort. :)

    Was aber, wenn er es macht, um seinen neuen Schülern vor Augen zu führen, dass ihre erste Wahrnehmung, nichts mit der absoluten Realität zu tun hat ?

    Ich glaube mit den normalen Gründen, für Tattoos, kann man die Frage nicht beantworten...

    Ich denke schon, dass sich ein "Erwachter" tätowieren würde, wenn es etwas gäbe, welches er so dermassen verinnerlicht hat, dass er es sich selbst und auch anderen auch gerne vor Augen hält, etwas, was zu einem Teil in seinem Inneren geworden ist, und somit vielleicht auch, um seinen Körper mit einzubeziehen. Dann ist es auch frei von Anhaftung und Eitelkeit, es ist einfach eine Freude, die er sich gönnt. Oder, um sich stets daran zu erinnern, denn auch die Erleuchtung kann flüchtig sein, unterliegt der Vergänglichkeit...
    :)

  • nyalaana
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    • 29. September 2015 um 16:24
    • #5

    Was ist eine Tätowierung und was ist ein Erwachter?
    Ist ein Erwachter eine mythische Wundergestalt, die Allwissend, Allsehend die auch einem Mörder mit Leichtigkeit davongeht, während der Möder versucht ihn laufend einzuhohlen?
    Oder ist es jemand wie Diamant, der mit Rüpelzen und Unmoral die Menschen auf die Wahrheit stößt?

  • Chris Urban
    Gast
    • 29. September 2015 um 16:31
    • #6
    nyalaana:

    Was ist eine Tätowierung und was ist ein Erwachter?
    Ist ein Erwachter eine mythische Wundergestalt, die Allwissend, Allsehend die auch einem Mörder mit Leichtigkeit davongeht, während der Möder versucht ihn laufend einzuhohlen?
    Oder ist es jemand wie Diamant, der mit Rüpelzen und Unmoral die Menschen auf die Wahrheit stößt?

    Ich würde sagen, nichts dergleichen. Die Wahrheit kenne ich nicht.
    Allerdings hinterfrage ich komplett das Thema "Entsagung"
    Warum soll man einer sinnlichen Freude komplett entsagen, wenn man keinerlei Anhaftung, Gier etc. daran hat ?

  • keks
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    • 29. September 2015 um 16:38
    • #7

    Das kann man erwacht und erleuchtet nennen wenn man möchte und wenn man es nicht möchte dann kann man es gerne auch anders nennen :)


    Eine Badehose als Tatoo um sich nichts mehr anziehen zu müssen halte ich für "loslassen von allem weltlichem" :D

    Dateien

    Bildschirmfoto 2015-09-29 um 16.34.20.png 58,23 kB – 0 Downloads

    Bubu :clown::oops:

  • Chris Urban
    Gast
    • 29. September 2015 um 16:43
    • #8
    keks:

    Das kann man erwacht und erleuchtet nennen wenn man möchte und wenn man es nicht möchte dann kann man es gerne auch anders nennen :)


    Eine Badehose als Tatoo um sich nichts mehr anziehen zu müssen halte ich für "loslassen von allem weltlichem" :D

    wie darf ich den Text interpretieren ? :D

  • keks
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    • 29. September 2015 um 17:15
    • #9

    Selbstsicherheit und Furchtlosigkeit durch Schulung im Buddhismus und die daraus folgenden Erkentnisse führen zu einer Verfassung jenseits von Leben und Tod.

    Dateien

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    Bubu :clown::oops:

  • Chris Urban
    Gast
    • 29. September 2015 um 17:22
    • #10
    keks:

    Selbstsicherheit und Furchtlosigkeit durch Schulung im Buddhismus und die daraus folgenden Erkentnisse führen zu einer Verfassung jenseits von Leben und Tod.

    geht die Geschichte noch weiter ?
    und wie ist das auf dieses Thema bezogen ?

  • Doris
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    • 29. September 2015 um 17:30
    • #11

    Wieso verplemperst Du Dein kurzes Leben mit einer derart überflüssigen Frage?
    Und raubst dazu noch die Zeit Deiner Mitmenschen?

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Chris Urban
    Gast
    • 29. September 2015 um 17:35
    • #12
    Doris Rasevic-Benz:

    Wieso verplemperst Du Dein kurzes Leben mit einer derart überflüssigen Frage?
    Und raubst dazu noch die Zeit Deiner Mitmenschen?

    Gute Frage !
    Es geht mit dabei nicht direkt um die Tattoos,...ich verstehe lediglich nicht, warum man Sinneslüsten entsagt, wenn man an ihnen nicht anhaftet.
    Allerdings, würde ich das nicht als Zeitverschwendung ansehen.
    Wenn, das Zeitverschwendung ist, über so etwas nachzudenken, ist das nicht das komplette Forum Zeitverschwendung ?

  • Chris Urban
    Gast
    • 29. September 2015 um 17:38
    • #13

    sollte ich aufhören, meinen Tee zu genießen, weil es mir jemand rät ? ohne selbst eine Erkenntniss zu erlangen?

  • Doris
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    • 29. September 2015 um 17:40
    • #14
    Zitat

    Wenn, das Zeitverschwendung ist, über so etwas nachzudenken, ist das nicht das komplette Forum Zeitverschwendung ?


    Sicher ist es das.
    Wenn man sich aus dem Blick verliert, also wenn es einem immer nur um die Anderen geht.
    Aber ab dem Moment, ab dem Du Dir eben diese Frage stellst, betrachte ich es als gut genutzte Zeit. So ist es jedenfalls für mich.
    Danke für Deinen Thread :D

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Chris Urban
    Gast
    • 29. September 2015 um 17:44
    • #15
    Doris Rasevic-Benz:
    Zitat

    Wenn, das Zeitverschwendung ist, über so etwas nachzudenken, ist das nicht das komplette Forum Zeitverschwendung ?


    Sicher ist es das.
    Wenn man sich aus dem Blick verliert, also wenn es einem immer nur um die Anderen geht.
    Aber ab dem Moment, ab dem Du Dir eben diese Frage stellst, betrachte ich es als gut genutzte Zeit. So ist es jedenfalls für mich.
    Danke für Deinen Thread :D

    Stimmt wohl.
    Ich habe mir diese Frage jetzt selbst oft gestellt, und wollte nun eure Meinung zu diesem Thema hören, um eventuelle Denkfehler bei mir zu erkennen ! :D
    Danke für deine Antwort ! :)

  • keks
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    • 29. September 2015 um 18:21
    • #16
    Chris Urban:


    geht die Geschichte noch weiter ?
    und wie ist das auf dieses Thema bezogen ?

    Geht weiter, hat aber nichts mit dem Thema zu tun :D

    Bubu :clown::oops:

  • Chris Urban
    Gast
    • 29. September 2015 um 18:25
    • #17
    keks:
    Chris Urban:


    geht die Geschichte noch weiter ?
    und wie ist das auf dieses Thema bezogen ?

    Geht weiter, hat aber nichts mit dem Thema zu tun :D


    Ist dies jetzt ein Koan über den ich meditieren soll :D ?

  • diamant
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    • 29. September 2015 um 18:36
    • #18
    Zitat

    ich verstehe lediglich nicht, warum man Sinneslüsten entsagt, wenn man an ihnen nicht anhaftet.

    :idea::idea::idea:

    Und noch einmal:

    Zitat

    ich verstehe lediglich nicht, warum man Sinneslüsten entsagt, wenn man an ihnen nicht anhaftet.

    :!::!::!:

    Zum Dank erzähle ich dir eine kleine Anekdote von Theravada-Mönchen aus Thailand. Da ich ein Gelübde abgelegt habe, gewisse erzählerisch sinnvolle Details bis Ende Oktober in diesem Forum zu verschweigen, sage ich es so. Eine Bekannte hatte plötzlich ein Tattoo auf dem Rücken. Ich fragte, woher. Sie sagte: Vom Mönch im Tempel. Ich sagte: Macht der das umsonst, wenn du Spenden bringst? Sie: Nein, kostet 2.000 Baht (ca. 50 Euro, ein Viertel des monatlichen Mindestlohnes von Laien). Ich: Wie lange dauert das? Sie: 10 Minuten. Ich: Macht das nur dein Mönch oder machen das auch andere? Sie: Das ist doch hier verbreitet.

    Was man also zumindest sagen kann ist, dass diese Theravada-Mönche in Thailand hemmungslos Frauenkörper verunstalten. Und das, wo sie eigentlich gar nicht in Berührung damit kommen sollen. Die Tätowierungen - meist aus Schriftzeichen - sollen natürlich Schutz- und Glücksfunktion besitzen. Aberglaube kommt also auch noch dazu.

  • accinca
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    • 29. September 2015 um 18:50
    • #19
    Chris Urban:

    Warum soll man einer sinnlichen Freude komplett entsagen,
    wenn man keinerlei Anhaftung, Gier etc. daran hat ?


    Du erwartest doch hier darauf nicht etwa eine vernünftige und ernsthafte Antwort oder?

  • Monikamarie
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    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 29. September 2015 um 19:19
    • #20

    Mir ist schleierhaft, Chris, wie Du auf diese Frage kommst. Du hast Dich offenbar noch nicht lange bzw. noch nie mit Buddhas Leben und seiner Lehre beschäftigt.
    _()_

  • diamant
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    • 29. September 2015 um 19:28
    • #21

    Lass dich nicht beirren, Chris. Du hast mit deiner Frage hier ganze ellenlange Threads erledigt. Ganz im Gegenteil scheinst du das Wesentliche schon begriffen zu haben. Wer nicht mehr anhaftet, der entsagt nicht mehr, weil da nichts zum Entsagen ist. Wer noch entsagen muss, der hat noch ein Objekt, an dem er haftet.
    Ich gratuliere dir!

    Ich habe einen der Haupttexte meiner Tradition auf die Haut tätowiert. Ich bin da einfach einem Lehrer gefolgt, den ich für brauchbar hielt und der auf diesen Text schwor.

    Nach einer Legende der Shaolin wurden dort nach dem Erwachen und Verlassen des Klosters zeitweilig Brandzeichen auf die Haut verbracht. In jüngerer Zeit waren es allerdings nur noch Moxa-Spuren auf der Schädeldecke (die hellen Fleckchen zwischen den Haarstoppeln), und die konnte wohl jeder Mönch bekommen.

  • accinca
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    • 29. September 2015 um 20:03
    • #22
    diamant:

    Lass dich nicht beirren, Chris. Du hast mit deiner Frage hier ganze ellenlange Threads erledigt. Ganz im Gegenteil scheinst du das Wesentliche schon begriffen zu haben. Wer nicht mehr anhaftet, der entsagt nicht mehr, weil da nichts zum Entsagen ist. Wer noch entsagen muss, der hat noch ein Objekt, an dem er haftet. Ich gratuliere dir!


    War allerdings doch gar nicht die Frage oder.

  • Chris Urban
    Gast
    • 29. September 2015 um 22:15
    • #23

    Ich kann dir versichern, ich beschäftige mich intensiv mit Buddhas Lehre! :D
    Buddhismus ist eine Erfahrung kein Glauben.
    Wenn du einfach entsagst, weil das jemand vor 2600 Jahren geraten hat, zeugt das von nicht verstehen und Anhaftung.

    Welchen Sinn ergebe diese Welt voller Schönheit, wenn der Sinn unserer Existenz wäre, dieser Schönheit zu entsagen ?
    Wenn ich mich von jeglichen Geistesgiften gelöst habe, warum soll ich auf den wundervollen Sexuellen Kontakt verzichten?
    Warum soll ich mir nichtmal ein Stück Schokolade gönnen, wenn ich es komplett Gegenwärtig genießen kann.

  • Chris Urban
    Gast
    • 29. September 2015 um 22:36
    • #24

    Danke Diamant, für die Anekdote, und den Zuspruch...in solch einem Forum kann man schnell verwirrt werden...
    Eine Danke auch an alle anderen ! :)

  • accinca
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    • 29. September 2015 um 22:51
    • #25
    Chris Urban:

    Ich kann dir versichern, ich beschäftige mich intensiv mit Buddhas Lehre! :D


    :roll:

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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