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Wie viel Hinduismus steckt im Buddhismus?

  • Merkur-Uranus
  • 5. Juli 2015 um 08:56
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1. offizieller Beitrag
  • Merkur-Uranus
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    • 5. Juli 2015 um 08:56
    • #1

    Hallo.

    Die Bhagavad Gita ist ja ca. 200 v. Chr. entstanden. In ihr sind wesentliche Lehren enthalten, die auch Buddha später lehrte.
    Auch die Götterwelt des tibetischen Buddhismus ist erfüllt von Abwandlungen hinduistischer Götter.

    Meine Frage: Ich bin auf der Suche nach Informationen/ Links usw. die sich mit dem Einfluss des Hinduismus auf die Lehre des Buddha und auch des späteren Buddhismus auseinander setzen.

    Vielen Dank!!

    MfG merkur

  • solaris
    Gast
    • 5. Juli 2015 um 09:21
    • #2

    Helmuth von Glasenapp
    Brahma und Buddha. Die Religionen Indiens in ihrer geschichtlichen Entwicklung.
    Wissenschaftl. Buchgesellschaft Berlin 1926

    Kann man antiquarisch bestellen und ich kann es sehr empfehlen.

  • Tara4U
    Gast
    • 5. Juli 2015 um 09:50
    • #3

    EDIT: habe versehentlich diesen Beitrag im falschen Thread gepostet. Bitte um Löschung. Sorry


    In einem anderen Forum habe ich einen Satz gelesen:
    "Ich erfahre Leid, sowie auch ich selbst Leid erzeuge!"
    Auch Tiere sind im Kreislauf von Samsara eingebunden.
    Ich persönlich versuche möglichst wenige Leben zu töten und strenge mich auch dewegen sehr an. Dennoch töte ich und konsumiere tierische Tot-und Lebendprodukte, und seien es einfach auch nur meine Schuhe aus Leder. Ich töte Tiere, um mich und mein Umfeld zu schützen. Dabei denke ich nicht im geringsten daran, ob ich als ein solches Tier wiedergeboren sein könnte. Eine solche Betrachtungsweise liegt sowohl meiner Ansicht über die Wiedergeburt, als auch meiner Lebenseinstellung fern. Wenn ich etwas tue oder unterlasse, nur aus der Überlegung heraus, welche Auswirkung es auf mich irgendwann haben könnte, dann wäre es nur eine sehr egoistische Betrachtungsweise und hätte mit Respekt und Verständnis vor dem Leben wenig zu tun.
    Aus den Maden werden Fliegen, die ihrerseits sowohl Krankheiten übertragen können, als auch selbst schädlich sind, je nach Fliegenart (ich habe hier fleischfressende Fliegen, die lebende Tiere beissen und deren Extremitäten angreifen, Ohren anfressen).
    So möglich, setze ich auf Vorbeugung, und wenn ich töten muss, dann versuche ich, dass es 1. schnell passiert und ich kein Leid erzeuge und 2. dass der Körper des Tieres, und somit sein Tod auch noch nützlich anderen sein kann. So geben die Zecken meiner Tiere bspw. ein gutes Fischfutter ab.
    Maden in der Biotonne müssen bei der Verwertung nicht sterben. Biotonnen werden oft direkt
    auf die Felder ausgestreut als Dünger. Sollten sie sterben, werden sie als Bakterienfutter immer noch nützlich sein.
    Es ehrt Dich, dass Du auch den kleinen Lebewesen Respekt und Achtsamkeit entgegen bringst.
    Sicherlich wirst Du das auch in Deinem direkten menschl. Umfeld so praktizieren


    :)

    3 Mal editiert, zuletzt von Tara4U (5. Juli 2015 um 10:00)

  • Buddhaghosa
    Gast
    • 5. Juli 2015 um 09:53
    • #4
    Merkur-Uranus:

    Die Bhagavad Gita ist ja ca. 200 v. Chr. entstanden. In ihr sind wesentliche Lehren enthalten, die auch Buddha später lehrte.

    Da passt ja etwas nicht zusammen. Der Buddha ist ungefähr 400 v. Chr. verloschen, wie kann er dann später ähnliches gelehrt haben, wie die jüngere Bhagavad Gita?

    Gruß
    Florian

  • Merkur-Uranus
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    • 5. Juli 2015 um 10:33
    • #5
    Buddhaghosa:
    Merkur-Uranus:

    Die Bhagavad Gita ist ja ca. 200 v. Chr. entstanden. In ihr sind wesentliche Lehren enthalten, die auch Buddha später lehrte.

    Da passt ja etwas nicht zusammen. Der Buddha ist ungefähr 400 v. Chr. verloschen, wie kann er dann später ähnliches gelehrt haben, wie die jüngere Bhagavad Gita?

    Gruß
    Florian

    Stimmt. Danke für den Hinweis, hab es verwechselt.

  • Merkur-Uranus
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    • 5. Juli 2015 um 10:34
    • #6
    solaris:

    Helmuth von Glasenapp
    Brahma und Buddha. Die Religionen Indiens in ihrer geschichtlichen Entwicklung.
    Wissenschaftl. Buchgesellschaft Berlin 1926

    Kann man antiquarisch bestellen und ich kann es sehr empfehlen.


    Danke!

  • nibbuti
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    • 5. Juli 2015 um 10:47
    • #7
    Merkur-Uranus:


    Die Bhagavad Gita ist ja ca. 200 v. Chr. entstanden. In ihr sind wesentliche Lehren enthalten, die auch Buddha später lehrte.
    Auch die Götterwelt des tibetischen Buddhismus ist erfüllt von Abwandlungen hinduistischer Götter.

    Meine Frage: Ich bin auf der Suche nach Informationen/ Links usw. die sich mit dem Einfluss des Hinduismus auf die Lehre des Buddha und auch des späteren Buddhismus auseinander setzen.

    Vielen Dank!!


    Hi MU

    abgesehen von der Anachronizität auf die Florian schon hinwies

    der Buddha übernahm lediglich ein paar bereits vorhandene sprachliche Begriffe & definierte diese im Sinn des Dhamma um

    wie z.B. die Wiedergeburt, die vier Wissen (vedas), usw.

    der Hinduismus integrierte hingegen den Buddha später als eine Reinkarnation der Gottheit Vishnu

    Liebe Grüße

    n.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

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    • 5. Juli 2015 um 11:27
    • #8
    Merkur-Uranus:


    Meine Frage: Ich bin auf der Suche nach Informationen/ Links usw. die sich mit dem Einfluss des Hinduismus auf die Lehre des Buddha und auch des späteren Buddhismus auseinander setzen.

    Der Buddha ist in die spätvedische Kultur hineingeboren, die Veden, Vedanta und Upanishaden waren also sein kultureller Hintergrund. Der Begriff "Hinduismus" hat sich später als eine Zusammenfassung der verschiedenen um den Fluss Indus verbreiteten religiösen Strömungen gebildet. Weil sie sich alle in einigen Punkten vom Buddhismus grundlegend unterscheiden (Anatta-Lehre, Kastenwesen), wurde dieser als eine eigene Religion betrachtet.

    Mit Metta, mukti.


  • Aiko
    Gast
    • 5. Juli 2015 um 11:33
    • #9
    Merkur-Uranus:

    Hallo.

    Die Bhagavad Gita ist ja ca. 200 v. Chr. entstanden. In ihr sind wesentliche Lehren enthalten, die auch Buddha später lehrte.
    Auch die Götterwelt des tibetischen Buddhismus ist erfüllt von Abwandlungen hinduistischer Götter.

    Meine Frage: Ich bin auf der Suche nach Informationen/ Links usw. die sich mit dem Einfluss des Hinduismus auf die Lehre des Buddha und auch des späteren Buddhismus auseinander setzen.

    Vielen Dank!!

    MfG merkur

    Otto Strauss, Indische Philosophie -
    http://www.amazon.de/Indische-Philo…s/dp/3832231072

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    • 5. Juli 2015 um 12:37
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    • #10
    Merkur-Uranus:

    Meine Frage: Ich bin auf der Suche nach Informationen/ Links usw. die sich mit dem Einfluss des Hinduismus auf die Lehre des Buddha und auch des späteren Buddhismus auseinander setzen.

    Bei vielen gibt es ja die Vorstellung, dass sich der Buddhismus zum Hinsuismus so verhält, wie das Christentum zu Judentum. Das passt aber nicht. Vor allem weil ja "Hinduismus" eher so ein Sammelbegriff ist.

    Ursprünglich gab in Indien eine "vedische Religion", da aber zu Buddhas Zeiten in die Krise gekommen war:

    Auf diese Krise reagierte eine neue asketische Welle des religiösen Denkens , zu der sowohol Upanischaden als eben auch Buddhismus und Jainismus gehörte. So wie gelichzeitig auch bei den Griechen verlagerte sich daas religiöse Denken weg von den vedischen Göttern (Indra & Co) hin auf das menschlche Handeln (Karma) "Upanischaden-Hindusimus" und Buddhismus sind also eher Brüder.

    Nachdem der Buddhismus unter Ashoka Staatreligion wurde, wurde der Buddhismus zu etwas Staaterhaltendem, was ein Reich zusammenhalten konnte. Im daraufhin erstarkenden Mahayana wurde Buddhaspekte wie Avalokiteshvara wichtig, der als Verkörperung des Mitgefühls als als Integrationsfigur des Gemeinwohl dienen konnte.

    Gerade in Reaktion auf den grossen Erfolg des Buddhismus kam es eine Hindu-Resturation, in der man Elemente des Buddhismus aufnahm. Hochgottheiten wie Vishu und Shiva wurden wichtig und die nichtdualistische Philosophie des Advaita-Vedanta ausformuliert. Der HIndusimus den wir kennen, ist ein Kind der Upanischaden-Religion und ein jüngerer Cousin des Mahyana-Buddhismus sowie ein Neffe des alten Buddhismus.

    Gleichzeitig gab es noch das Phänomen, dass yogische Techniken in den Buddhismus aufgenommen wurden. Wobei es so scheint, als sei der Tantrismus in Buddhismus und Hindusimus ungefähr gleichzeitig aufgekommen. Weil sich die beiden Cousins wohl nach 1500 Jahren sehr nahe gekommen sind.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • Buddhaghosa
    Gast
    • 5. Juli 2015 um 12:37
    • #11
    mukti:

    Der Buddha ist in die spätvedische Kultur hineingeboren ...

    Selbst das wird angezweifelt. So u.a. von Bronkhorst, der davon ausgeht, dass der Buddha in der non-vedischen Magadha-Kultur großgeworden ist. Die Veden, mit denen er sich auseinandergesetzt hat, wären demnach eine für ihn fremde Religion gewesen.

    Gruß
    Florian

  • Jinen
    Gast
    • 5. Juli 2015 um 13:26
    • #12

    Buddha folgte zumindest zeitweise upanischadischen Gurus. Daher kam er da auch mit ihren Gedanken in Berührung. Karma und Wiedergeburt sind ja ideen der Upanischaden, nicht der Veden. Und manche Dinge waren auch da im Keim angelegt (So die Skhanda-Lehre). Die wesentliche Neuerung scheint mir vorwiegend in der Anatta-Lehre und der Lehre vom bedingten Entstehen zu bestehen. Wie wesentlich die Ablehnung des Kastenwesens gewesen ist (und ob Ansätze davon nicht auch schon in den Upanischaden angelegt sind - es ist ja meiner Meinung nach eine Protestbewegung gegen die Brahmanen), mögen die Upanischaden- und Palifachleute hier beurteilen.

    void:

    Gleichzeitig gab es noch das Phänomen, dass yogische Techniken in den Buddhismus aufgenommen wurden. Wobei es so scheint, als sei der Tantrismus in Buddhismus und Hindusimus ungefähr gleichzeitig aufgekommen. Weil sich die beiden Cousins wohl nach 1500 Jahren sehr nahe gekommen sind.

    Es ist aber interessant zu sehn, daß die hinduistischen Götter (meist welche aus dem Umfeld der Shakti-Tantra-Bewegung, auch eher Göttinnen, mal abgesehen von Shiva, der als Mahakala übernommen wurde) erst recht spät übernommen wurden).
    Vajrayana ist ja in seiner früheren Form nach China, später nach Japan übertragen wurden. Da fehlen meiner Meinung nach diese Einflüsse noch. (Gut, wir haben Avalokiteshvara, den wir aber auch schon in den Mahayana-Sutren haben. Und dies soll auch ein Beiname von Krishna sein. Aber es ist ja unsicher, was da früher da war). http://www.shingon.org/deities/jusanbutsu/jusanbutsu.html

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    • 5. Juli 2015 um 16:38
    • #13
    Buddhaghosa:
    mukti:

    Der Buddha ist in die spätvedische Kultur hineingeboren ...

    Selbst das wird angezweifelt. So u.a. von Bronkhorst, der davon ausgeht, dass der Buddha in der non-vedischen Magadha-Kultur großgeworden ist. Die Veden, mit denen er sich auseinandergesetzt hat, wären demnach eine für ihn fremde Religion gewesen.

    Gruß
    Florian

    Aha, kann ja auch sein. Jedenfalls waren Karma und Wiedergeburt nach Bronkhorst der Magadha-Kultur nicht fremd.
    http://www.thefreelibrary.com/Johannes+Bronk…...-a0201551089

    Mit Metta, mukti.


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    • 6. Juli 2015 um 09:15
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    • #14
    mukti:

    Aha, kann ja auch sein. Jedenfalls waren Karma und Wiedergeburt nach Bronkhorst der Magadha-Kultur nicht fremd.
    http://www.thefreelibrary.com/Johannes+Bronk…...-a0201551089

    Natürlich ist die Quellenlage auf die sich Bronkhorst beruf etwas dünn. Aber ich kann mir das schon vorstellen.

    Es ist ja so, dass die vedische Kultur die Kultur der indoarischen Reitervölker war, die Indien damals erobert hatten. Während es dort natürlich schon viel früher die bronzezeitliche Hochkulturen wie die Indus-Kultur (Harappa, Mohenjo-Daro) gegeben hatte.

    Und hat man nicht dort ein Sigel gefunden, dass man Shiva Pashupati in dem man einen Meditierenden erkennen kann und den man deswegen Proto-Shiva genannt hat? So ist es nciht unwahrscheinlich, dass es nicht nur am Indus sondern auch am Ganges in Magadha frühe Hochkulturen gab.

    Und für Ackerbauen, die stark mit den Zyklen von Ansaat und Ernte leben, sind zyklische Mythologien von Tod und Wiedergeburt ja sehr viel typischer als für kriegerische, nomadische Hirtenvölker wie die Indoarier.

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  • netty
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    • 6. Juli 2015 um 13:55
    • #15

    Hallo , Moin Moin

    Gesuchte Informationen findest du auf den Seiten: Hinduismus verstehen

    hindu-religion.de
    Der Artikel,war Buddha ein Hindu, ist ganz aufschlussreich.Der tibetische Buddhismus und der hinduistische
    Shivanismus zeigen äußerlich Ähnlichkeiten.( Mantren,Mudras Puja,Homa (Schall und Rauch)
    Auch der Ashtanga des Yogas und der achtfache Weg des Buddhismus sind ziemlich parallel.

    Namaste Netty

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    • 6. Juli 2015 um 16:51
    • #16

    So hat man das bisher gesehen:

    Zitat

    Um 1500 v. Chr. hatten sich neue Einwanderer aus Zentralasien in der Region (Indusgebiet) niedergelassen. Sie nannten sich arya, Arier. In ihrer Sprache, dem Vorläufer des Sanskrit, bedeutete das edel oder rein. Ihre Kultur vermischte sich mit den Überresten der Harappa-Zivilisation und breitete sich nach Osten aus: in das Tal des Ganges, des heiligsten Flusses in Indien. Vieles von dem, was wir über dieses Volk wissen, stammt aus den "Veden", einem alten Kanon von Hymnen und Rezitationen. Sie gelten als weltweit erster Korpus heiliger Schriften. Im 1. Jahrtausend v. Chr. blühte die vedische Kultur in Zentral- und Nordindien.
    http://www.nationalgeographic.de/reportagen/top…n-ii-hinduismus

    Wenn es in Magadha zur Zeit des Buddha eine nicht-vedische Kultur gegeben hat, dann ist es doch verwunderlich dass in der buddhistischen Überlieferung immer nur von den vedischen Göttern und Riten, den Brahmanen und Kasten die Rede ist? Und die Upanishaden, die offenbar dort auch bekannt waren, gehören ja ebenfalls zum Veda (Vedanta).

    Mit Metta, mukti.


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    • 7. Juli 2015 um 09:21
    • Offizieller Beitrag
    • #17
    mukti:

    Wenn es in Magadha zur Zeit des Buddha eine nicht-vedische Kultur gegeben hat, dann ist es doch verwunderlich dass in der buddhistischen Überlieferung immer nur von den vedischen Göttern und Riten, den Brahmanen und Kasten die Rede ist? Und die Upanishaden, die offenbar dort auch bekannt waren, gehören ja ebenfalls zum Veda (Vedanta).

    Da die Ganges-Region iimmer eine fruchtbare Gegend war, wird es dort auch wohl vor dem Eindringen der Indoarier Zivilisation gegeben haben. Wenn man da nach Göttern sucht, dann würde man nach chochtonen (erdverbundenen) Göttern suchen (Reiternomaden wie die Indoarier haben normalerweise wenig Ortbezug). Also z.B eine Ganges-Göttin oder andere Fluß-Götter. Die Tümpel bei Varanasi waren ja schon zu Buddhas Zeiten ein heiliger Ort. Die dortigen Gottheiten wurden zwar später zu reinen Begleitern "grossen Götter" aber ich nehme mal an, das sind vorvedische Götter. Während der Gupta Zeit ist vonm Naga-Königen im Gangestal die Rede. Und Nagas sind ja eng mit Flüssen verbunden also ganz bestimmt nicht-vedisch. Im Campeyya Jātaka heißt es:

      Als ehedem im Königreiche Anga der König Anga und im Reiche Magadha der König Magadha regierten, befand sich zwischen den Reichen von Anga und Magadha ein Fluss namens Campa. Dort war ein Wohnort der Nagas [1] und der Naga-König Campeyya herrschte über sie. Manchmal nahm der König von Magadha das Reich Anga ein, manchmal der König von Anga das Reich Magadha.
      Durch die übernatürliche Macht des Naga-Königs nahm der König von Magadha den König von Anga gefangen, beraubte ihn des Lebens und herrschte fortan in den beiden Königreichen.
      Von da an bestand zwischen dem Könige und dem Naga-Fürsten innige Freundschaft; jedes Jahr ließ der König am Ufer des Campa-Flusses einen Edelsteinpavillon errichten und brachte mit großen Aufwendungen dem Naga-Könige Opfer dar. Dieser kam dann mit großem Gefolge aus der Naga-Behausung hervor und nahm die Opfergaben an; viel Volks betrachtete die Glücksfülle des Naga-Königs.

    Was hier geschildert wird ist eine enge Bezihung des Königs von Magadha zu vor-vedischen Göttern nämlich Schlangenkönigen.

    Wobei ich auch nicht glaube, dass Buddha einer nicht-indoarischer Kultur entstammte. Es heisst ja, das dort Magadhi Prakrit gesprochen wurde, was klar ein indogermanische Sprache war. Was dagegen realistisch klingt ist: "Manchmal nahm der König von Magadha das Reich Anga ein, manchmal der König von Anga das Reich Magadha." War vielleicht Anga, dass weit weg vom indoarischen Herrschaft im heutigen Bagladesh liegt, nicht-vedisch? Und wurde Magadha selbst manchmal als "nicht-vedisch" gesehen, weil es zeitweilig von Herrschern von dort (Karte) regiert wurde?

    • Vorheriger offizieller Beitrag
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    • 7. Juli 2015 um 11:35
    • #18
    void:


    Wobei ich auch nicht glaube, dass Buddha einer nicht-indoarischer Kultur entstammte. Es heisst ja, das dort Magadhi Prakrit gesprochen wurde, was klar ein indogermanische Sprache war. Was dagegen realistisch klingt ist: "Manchmal nahm der König von Magadha das Reich Anga ein, manchmal der König von Anga das Reich Magadha." War vielleicht Anga, dass weit weg vom indoarischen Herrschaft im heutigen Bagladesh liegt, nicht-vedisch? Und wurde Magadha selbst manchmal als "nicht-vedisch" gesehen, weil es zeitweilig von Herrschern von dort (Karte) regiert wurde?

    Jedenfalls gehörte Anga zur Zeit des Buddha zu Magadha, weil es von König Bimbisara erobert worden war. Die erste Lehrrede (Predigt von Benares) fand im heutigen Ort Sarnath statt, der damals zum eroberten Anga gehörte.

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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