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Selbstliebe

  • Johann
  • 23. Juni 2015 um 16:21
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Johann
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    • 23. Juni 2015 um 16:21
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum und beschäftige mich erst seit kurzem mit Buddhismus. Ich habe eine Frage bei der ich nicht weiter komme und möchte Sie gerne hier stellen, ich habe auch In der Suchfunktion nichts zu dem Thema finden können.

    So wie ich das bisher verstanden habe, ist man ja nicht sein Körper, seine Gedanken, seine Emotionen, seine Gefühle, all diese Dinge ist man Selbst nicht, sondern nur der Beobachter.
    Im Buddhismus gibt es ja auch das Zitat "Kein Selbst, kein Problem".

    Wieso wird es im Buddhismus dann trotzdem empfohlen Selbstliebe zu üben? Warum sollte man sich dann selbst lieben und vor allem was soll man selbst lieben, wenn kein Selbst mehr vorhanden ist ?

    Würde mich sehr freuen, wenn mir diese Frage jemand beantworten könnte. :)

    lg

    Johann

  • Johann
    Themenautor
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    22. Juni 2015
    • 5. Juli 2015 um 17:11
    • #2

    Da der Thread schon ein paar Tage alt ist, und noch keiner geantwortet hat, hole ich den Thread nochmal hervor.

    Hat jemand eine Meinung dazu oder eine Erklärung ???

    Würde mich über HIlfe sehr freuen

    lg

  • netty
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    • 10. Juli 2015 um 13:48
    • #3

    Hallo Johann

    Ich hoffe das du ein Selbst hast.
    Der Buddha hat gesagt:" Liebe dich selbst und beobachte....... Heut, morgen,immer.
    Die Liebe zu sich selbst bedeutet sich so anzunehmen wie man ist,mit all seinen Stärken und Schwächen.
    All seinen Gedanken , Gefühlen Emotionen und dem Körper.Menschen die sich selber lieben, können Liebe und
    Güte auch für andere empfinden.Die Selbstliebe ist der Schlüssel für das Tor zu meinen Mitmenschen. Den ersten Teil
    diese Ratschlages des Buddhas überlesen oder beachten einige nicht und springen gleich zum zweitem Teil.Das kann zum geistigem
    Selbstmord führen.
    Selbstliebe wird oft mit Selbstverliebt heit verwechselt. Selbstverliebtheit ist aber nur eine egoistische Projektion
    Auf sich selbst oder noch schlimmer eine Reduktion .
    Kein Selbst -kein Problem übersetze ich mit Kein Egoismus - kein Problem
    Ich übe jede Woche Mettameditation in meiner Yogagruppe und oft auch allein für mich.Was Anderes habe ich
    hier vor Ort nicht ,das macht aber gar nichts, es ist gut so wie es ist.

    Namaste und Metta netty

  • mukti
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    • 10. Juli 2015 um 14:47
    • #4

    Hallo,

    Johann:


    So wie ich das bisher verstanden habe, ist man ja nicht sein Körper, seine Gedanken, seine Emotionen, seine Gefühle, all diese Dinge ist man Selbst nicht, sondern nur der Beobachter.
    Im Buddhismus gibt es ja auch das Zitat "Kein Selbst, kein Problem".

    Wieso wird es im Buddhismus dann trotzdem empfohlen Selbstliebe zu üben? Warum sollte man sich dann selbst lieben und vor allem was soll man selbst lieben, wenn kein Selbst mehr vorhanden ist ?

    Der Beobachter ist letztlich auch kein Selbst. Aber bis zum vollständigen Erwachen ist es gewöhnlich ein weiter Weg, und man sollte sich erstmal so annehmen wie man ist. Also keinen Selbsthass, keine übertriebenen Schuldgefühle, Minderwertigkeitskomplexe usw. Es gibt keine Sünde und Strafe im Buddhimus, nur ein schädliches Verhalten für sich und andere aus Unwissenheit.

    Mit Metta, mukti.


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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 10. Juli 2015 um 17:59
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    "Liebe" ist ein sehr diffuser Begriff, der von starkem Begrehren, über starke Verbundenheit bis hin zu ganz selbstlosen Idealvorstellen (Nächstenliebe) alles mögliche bedeuten kann. Weswegen seine Verwendung oft Missverständnisse hervorbringt.

    Auch "Selbst" kann sehr viel bedeuten: Wir sind, wenn wir uns ansehen, ja etwa zusammegesetztes und veränderliches. Ein Strom von Erinnerungen und von Gedanken, ein Strom von Gefühlen und Körperempfindungen. Und ein sich verändernder Körper, der Nahrung aufnimmt und sich in beständiger Wandlung befindet. Darauf aufbauen und sich beziehnend, haben wir alle ein "Selbst-Konzept". Wir denken an uns selbst nicht wie an ein Durcheinander sondern in Form eine Selbst-Idee "Ich" .Wir nehmen also bewusst oder unbewusst dauernd an, dass es da nicht wandelnde Ströme sondern ein festen Ich gibt. Ein "inhärent(aus sich selbst) bestehendes Selbst".

    Im Buddhismus wird diese Idee von einem "festen Selbst" als unzutreffend und schädlich gesehen. Aus dieser Trennung zwischen Ich und Rest , entsteht Egoismus und aus diesem Leid. Ein Weg um von von dieser Illusion wegzukommen, ist das auf dem sie basiert anzunehmen. Können wir das was wir jenseits des Ich-Konzepts sind ( also ein sich ständig wandelnder unscharfer Reigen von Prozessen ) annehmen, dann haben wir keine Veranlassung mehr, nach einem Selbst-Konzept zu greifen.

    ( so wie jemand der seine Heimat mit all ihren Bäumen, Tieren und Felsen und Ortschaften schätzt, vielleicht "Heimat-Illusionen", die die deutschen Fichten von den österreichischen zu scheiden versuchen, nicht braucht. Weil er mit der Sache selber in Kontakt steht, werden die Karten und ihre illusionären Grenzen weniger wichtig.)

    Diese bedingunsglose Annehmen von dem, was im Zuge des Prozesses angespühlt wird, kann man als "Liebe" benennen. Von mir aus als "Selbstliebe"

    Eine Wortwahl, die aber extrem verwirrlich ist, weil ja auch das "Ich-Begehren", das Anhaften an einem festen ,aus sich selbst existierenden Selbst, als "Selbstsucht" ,"Selbstverliebtheit" oder "Selbstliebe" bezeichnet werden könnte.

    Johann:

    So wie ich das bisher verstanden habe, ist man ja nicht sein Körper, seine Gedanken, seine Emotionen, seine Gefühle, all diese Dinge ist man Selbst nicht, sondern nur der Beobachter.

    Ich würde das ein wenig anders formulieren: Weder in Körper, seine Gedanken, seine Emotionen, seine Gefühle lässt sich ein "inhärent, existierendes Selbst" finden.

    Aber auch im Beobachter nicht. Der Beobachter ist aber ein Hinweis drauf, wieviel Freiheit eigentlich da ist. Der Bebachter ist lediglich ein Hinweis auf den Prozess, der die Illusionen hevorbringt.

    ( so als geht man von dem auf die Netzhaut projizierten Bild durch die Pupille zu der Außenwelt, die das Bild wirft. Aber weil man das Bild auf der Netzhaut für die Realität gehalten hat, hat man die Außenwelt für etwas punktförmiges (den Beobachter ) gehalten.)

  • fotost
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    • 10. Juli 2015 um 23:43
    • #6

    Hallo Jonathan,

    ich muß zugeben, daß für mich die buddhistische Idee des sich selbst Annehmens eine der stärksten Attraktionen der Lehre gewesen ist.

    Wer einmal am Sonntag die Mitglieder einer christlichen Gemeinde hier in Deutschland beim Verlassen ihrer Kirche gesehen hat wird bei dem christlichen Spruch "liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" einfach nur Angst bekommen haben :lol: Diese Verkniffenheit, diese Unfähigkeit Liebe für irgend jemanden zu empfinden, diese toten Gesichter.....

    Bitte nein! Bitte liebt mich nicht so, wie ihr euch selber liebt.. Laßt mich einfach links liegen und betrachtet mich mit dem Minimalrespekt unserer Gesetze hier im Lande..

    Ich bin nicht mein Körper, meine Gedanken, meine Emotionen, meine Gefühle - alle diese Komponenten sind in einem dauernden Wechsel, es gibt nichts Stetiges, nichts Dauerhaftes, nichts Überlebendes. Betrachte es wie eine Welle. Es ist immer Wasser, das oben auf dem Kamm der Welle ist. Es sind immer irgendwelche Wassermoleküle die gerade oben sind. Von außen sieht die Welle aus wie etwas, das sich mit einer gewissen Stetigkeit bewegt.
    In Wirklichkeit gibt es keine echte Bewegung. Fast alle H²O Moleküle bleiben sehr nahe ihres Ausgangsorts, der Strand bleibt der Strand, egal wie viele Wellen auf ihn gelaufen sind....

    Ich bin nicht mein Körper, meine Gedanken, meine Emotionen, meine Gefühle - alle diese Komponenten sind in einem dauernden fieberhaften Wechsel, es gibt nichts Stetiges, nichts Dauerhaftes, nichts Überlebendes. Anatta - nicht das Ich!

    Vollkommen unabhängig von dieser Einsicht erlebe ich natürlich das, was dieser Einsicht trägt. mit allen dauernden Veränderungen und Störungen. Ich mag Deine Frage, sie stellt das buddhistische Selbstverständnis in Frage, warum nicht.. ?

    Einige Dinge sind rein intellektuell schwer zu vermitteln. Falls Du ein gewisses Grundvertrauen in die Lehre entwickelt hast empfehle ich Dir, dich einige Male auf eine Metta Meditation einzulassen.....

    "Möge ich glücklich sein,
    möge ich in Sicherheit und Freiheit leben
    möge ich gesund sein
    möge ich unbeschwert leben.."

    Wie soll jemand, der sich nicht einmal selbst lieben kann ansatzweise Liebe für andere, im Extremfall für vollkommen Fremde, entwickeln können?


    http://www.freebuddhistaudio.com/audio/details?num=LOC229 bestimmt nicht die beste angeleitete Meditation in diese Richtung aber das Portal bietet eine Menge an interessantem Material.

  • Johann
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    22. Juni 2015
    • 17. Juli 2015 um 15:06
    • #7

    Ich danke euch für die vielen guten Antworten.

    Ich könnte davon einiges mitnehmen

    lg

  • nibbuti
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    23. April 2011
    • 25. August 2015 um 23:38
    • #8
    Johann:

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum und beschäftige mich erst seit kurzem mit Buddhismus. Ich habe eine Frage bei der ich nicht weiter komme und möchte Sie gerne hier stellen, ich habe auch In der Suchfunktion nichts zu dem Thema finden können.

    So wie ich das bisher verstanden habe, ist man ja nicht sein Körper, seine Gedanken, seine Emotionen, seine Gefühle, all diese Dinge ist man Selbst nicht, sondern nur der Beobachter.
    Im Buddhismus gibt es ja auch das Zitat "Kein Selbst, kein Problem".

    Wieso wird es im Buddhismus dann trotzdem empfohlen Selbstliebe zu üben? Warum sollte man sich dann selbst lieben und vor allem was soll man selbst lieben, wenn kein Selbst mehr vorhanden ist ?

    Würde mich sehr freuen, wenn mir diese Frage jemand beantworten könnte. :)

    s/Selbstliebe/Selbstwertgefühl/

    'gute' Menschen haben manchmal ein geringes Selbstwertgefühl & das kann ein Hindernis auf dem Pfad sein

    das Gegenstück wäre Ausgeglichenheit

    ausgeglichen den Körper & Geist behandeln wie man es einem besten Freund oder einzigem Kind empfehlen würde

    von 'innen' nach 'außen'

    Grüße
    n.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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