1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhistische Schulen/Strömungen
  3. Theravada-Buddhismus
  4. Studienbereich - Suttenbesprechung

Lehrreden- Strukturierung einprägen

  • RolfGe
  • 16. Juni 2015 um 12:41
  • Zum letzten Beitrag
  • EinGedanke
    Punkte
    1.030
    Beiträge
    205
    Mitglied seit
    5. August 2014
    • 20. Juli 2015 um 19:13
    • #151

    Nicht befreite Menschen leiden aufgrund ihres Nicht-Wissens. Wobei wie gesagt, die Sichtweise darauf inwiefern ein Arhat vollständig realisiert ist, ist etwas dass sich zwischen Theravada und Mahayana unterscheidet. Leiden tut er jedenfalls nicht, was nicht bedeutet, dass er keine unvorteilhaften Dinge erlebt. Aus der Perspektive eines vollständigen Buddhas wäre dies ne andere Geschichte, weil dieser aus Mahayana-Sicht einen vollständigen Zugang zu etwas hat was manchmal als Dharmadhatu oder Dharmakaya bezeichnet wird.

    Wir sind hier in der Theravada-Sektion, deswegen wolte ich eigentlich ursprünglich nicht auf dieses Thema eingehen, es ist so, dass man aus der Mahayana-Sicht zwischen zwei Arten von Verschleierungen unterscheidet. Die erstere ist emotional, d.h. wenn sie gelöst ist leidet man einfach nicht.
    Die zweitere wird als "Wissens-Verschleierung" bezeichnet. Aus ihrer Sicht ist ein Arhat noch kein Buddha. Jedoch scheint diese Interpretation sehr viel mit dem zu tun zu haben was vom Visuddhismagga ausging. Es ist sehr schwer zu beurteilen was Theravada letztendlich ist. Z.B. das Abhidarma wird als ziemlich problematisch angesehen. Die Theravada-Richtung aus Birma z.B. die in ihrem kontemplativen Pfad das was im englischen als "cessation" (bhanga) bezeichnet wird, in ihrer Einsichts-Struktur eingebettet hat, wird als etwas angesehen was weder notwendig ist, noch zur letztendlichen Realisation führt (der Realisation die zur Buddhaschaft führt).

    Vieles davon hängt von der vorher genannten Impermanenz und der Wahrnehmung von Zeit ab, die aus einer Sunyata-Sichtweise ein Kommen und Gehen im absoluten Sinne verneint. Was nicht wie gemeinhin von vielen aus der Theravada-Richtung als reine philosophische Sichtweise angesehen wird, sondern eine sich tatsächlich praktisch auswirkende Perspektive etabliert. Es wird so gesehen, dass wenn der subjektive Pol gelöst worden ist, hat der objetkive Pol immer noch die Eigenschaft sich durch ein kommen und gehen zu charakterisieren. Aus der Mahayana-Sicht ist etwas was als "Nicht-Erscheinen" bezeichnet wird Erleuchtung, was ein ultimatives erscheinen und vergehen ausschließt.

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 20. Juli 2015 um 19:19
    • #152
    EinGedanke:

    Elliot
    Inhärenz kann zunächst z.B. etwas sein was sich auf den subjektiven oder auf den objektiven Pol bezieht.
    Hier ein anschauliches Bespiel für die objektive Seite:
    https://emptinesscafe.files.wordpress.com/2014/12/insight_sidebarbicycle.jpg
    Würde z.B. ein Fahrrad über Inhärenz verfügen würde es zwei Möglichkeiten geben, entweder würde sich das was das Fahrrad ausmacht (seine Eigennatur) innerhalb der Teile oder außerhalb davon befinden. Wir stellen fest, dass es da nichts geben kann was außerhalb dieser Teile sein könnte. Können wir die Inhärenz/Essenz/unabhängige Eigennatur des Fahrrads innerhalb der Teile finden?
    Nein, ein Reifen ist kein Fahrrad, ein Lenkrad ist kein Fahrrad und auch ein Sitz ist kein Fahrrad, usw. Das Fahrrad im Fahrrad ist nicht auffindbar.


    Insoweit es um Fahrräder oder andere Gegenstände geht kann man das zwar nachvollziehen, aber
    wer würde schon glauben das ein Fahrrad ohne die Teile aus dem es gemacht ist bestehen würde?
    Schwieriger wird es dann z.B. mit Gefühl. Solange es besteht besteht es aus was?
    Aber gut, es gibt Einteilungen und Gruppierungen und die Begriffe dazu und wenn sich
    nun die Einteilungen, Abgrenzungen verändern, verändern sich auch die dazu vereinbarten
    Bezeichnungen. Dieses konzeptionelle Denken ist natürlich notwendig für ein in diesem
    Rahmen sinnvolles miteinander. Da sollte man sich der Begrifflichkeit bewußt sein.

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 20. Juli 2015 um 19:27
    • #153
    EinGedanke:

    Nicht befreite Menschen leiden aufgrund ihres Nicht-Wissens. Wobei wie gesagt, die Sichtweise darauf inwiefern ein Arhat vollständig realisiert ist, ist etwas dass sich zwischen Theravada und Mahayana unterscheidet. Leiden tut er jedenfalls nicht, was nicht bedeutet, dass er keine unvorteilhaften Dinge erlebt. Aus der Perspektive eines vollständigen Buddhas wäre dies ne andere Geschichte, weil dieser aus Mahayana-Sicht einen vollständigen Zugang zu etwas hat was manchmal als Dharmadhatu oder Dharmakaya bezeichnet wird.
    Wir sind hier in der Theravada-Sektion, deswegen wolte ich eigentlich ursprünglich nicht auf dieses Thema eingehen, es ist so, dass man aus der Mahayana-Sicht zwischen zwei Arten von Verschleierungen unterscheidet. Die erstere ist emotional, d.h. wenn sie gelöst ist leidet man einfach nicht....


    Das ist ein falsches Verständnis von Arahat. Ein Arahat ist genau wie ein Buddha abgelöst vom Dhamma oder Dhamma - kaya
    (nenne es wie du willst). Da gibt es keinen Unterschied. Aber wenn man einer anderen Lehre angehört dann gibt es dort auch andere Vorstellungen, das war auch schon zu Buddhas Zeiten so.

  • EinGedanke
    Punkte
    1.030
    Beiträge
    205
    Mitglied seit
    5. August 2014
    • 20. Juli 2015 um 19:52
    • #154

    Wie gesagt, unabhängig von irgendwelchen philosophischen Sichtweisen läuft es darauf hinaus wie Kommen und Gehen erlebt wird. Entweder als das, oder als Nicht-Erscheinen.

    Was den subjektiven Pol betrifft, ist es natürlich sehr viel komplexer als bei einem einfachen Gegenstand. Gerade aus dieser subjektiven Perspektive heraus ist es durchaus möglich sich selbst als etwas unabhängiges von den Aggregaten zu erleben, was in vielen hinduistischen Richtungen als Teil des Pfades angesehen wird (Atman) und auch von mir selbst erlebt worden ist. Daher kommt auch dieser eternalistische Eindruck, der auch wieder mehr sein kann als einfach nur eine philosophische Sichtweise, sondern etwas dass tatsächlich dazu führt, dass Realität so erlebt wird.

  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 20. Juli 2015 um 20:01
    • #155
    EinGedanke:

    Nicht befreite Menschen leiden aufgrund ihres Nicht-Wissens. Wobei wie gesagt, die Sichtweise darauf inwiefern ein Arhat vollständig realisiert ist, ist etwas dass sich zwischen Theravada und Mahayana unterscheidet. Leiden tut er jedenfalls nicht, was nicht bedeutet, dass er keine unvorteilhaften Dinge erlebt.


    Das wird im Palikanon ja klar gesagt:

    Zitat

    So habe ich gehört. Einmal hielt sich der Erhabene im Land der Sakyer bei Kapilavatthu in Nigrodhas Park auf.

    Bei dieser Gelegenheit war kurz vorher eine neue Versammlungshalle für die Sakyer von Kapilavatthu gebaut worden, und sie war noch von keinem Mönch oder Brahmanen oder irgendeinem Menschen bewohnt worden. Da gingen die Sakyer von Kapilavatthu zum Erhabenen. Nachdem sie ihm gehuldigt hatten, setzten sie sich seitlich nieder und sagten zu ihm:

    "Ehrwürdiger Herr, eine neue Versammlungshalle ist hier kürzlich für die Sakyer von Kapilavatthu gebaut worden, und sie ist noch von keinem Mönch oder Brahmanen oder irgendeinem Menschen bewohnt worden. Ehrwürdiger Herr, möge der Erhabene der erste sein, der sie benutzt. Wenn der Erhabene sie zuerst benutzt hat, dann werden die Sakyer von Kapilavatthu sie danach benutzen. Das wird lange zu ihrem Wohlergehen und Glück gereichen [1]."

    Der Erhabene stimmte schweigend zu. Als sie sahen, daß er zugestimmt hatte, erhoben sie sich von ihren Sitzen, und nachdem sie ihm gehuldigt hatten, gingen sie zur Versammlungshalle, wobei sie ihm die rechte Seite zuwandten. Sie bedeckten die Versammlungshalle vollständig mit Decken und bereiteten Sitze vor und sie stellten ein großes Wasserfaß auf und hingen eine Öllampe auf. Dann gingen sie zum Erhabenen, und nachdem sie ihm gehuldigt hatten, standen sie zur Seite und sagten:

    "Ehrwürdiger Herr, die Versammlungshalle ist vollständig mit Decken bedeckt worden, und Sitze sind vorbereitet worden, ein großes Wasserfaß ist aufgestellt worden und eine Öllampe ist aufgehängt worden. Jetzt ist es an der Zeit, das zu tun, was der Erhabene für richtig hält."

    Dann zog sich der Erhabene an, nahm seine Schale und äußere Robe und ging mit der Sangha der Bhikkhus zur Versammlungshalle. Als er ankam, wusch er sich die Füße und betrat dann die Halle und setzte sich beim zentralen Pfeiler nieder, wobei er nach Osten blickte. Und die Bhikkhus wuschen sich die Füße und betraten dann die Halle und setzten sich an der westlichen Wand nieder, wobei sie nach Osten blickten, mit dem Erhabenen vor sich. Und die Sakyer von Kapilavatthu wuschen sich die Füße und betraten die Halle und setzten sich an der östlichen Wand nieder, wobei sie nach Westen blickten, mit dem Erhabenen vor sich.

    Dann, nachdem der Erhabene die Sakyer von Kapilavatthu mit einem Vortrag über das Dhamma einen Großteil der Nacht hindurch unterrichtet, aufgefordert, aufgerüttelt und ermuntert hatte, sagte er zum ehrwürdigen Ānanda: " Ānanda, sprich zu den Sakyern von Kapilavatthu über den Schüler in Höherer Schulung, der den Weg betreten hat. Ich fühle mich im Rücken unbehaglich. Ich will ihn entspannen."

    (Majjhima Nikāya 53: Einer in Höherer Schulung - Sekha Sutta)

    Alles anzeigen


    Aber wie ist es nun, vielleicht habe ich es auch nicht verstanden:

    Was ist mit den nicht befreiten Wesen? Werden die auch nicht geboren, altern und sterben die auch nicht?

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • EinGedanke
    Punkte
    1.030
    Beiträge
    205
    Mitglied seit
    5. August 2014
    • 20. Juli 2015 um 20:30
    • #156

    Aus einer relativen Perspektive ja, weil es keinen Menschen geben kann der nicht altern wird. Aus einer absoluten Perspektive nein, da niemals jemals tatsächlich geboren wurde und damit letzendlich niemals tatsächlich sterben vermag.

    Wenn man von Geburt spricht, muss man schon von etwas konkretem sprechen, wenn man schon von einem Tod spricht, muss man schon von etwas konkretem sprechen. Was wurde als konkretes geboren und ist damit imstande als etwas konkretes zu sterben?

    Ein Körper?
    Ein Bewusstsein?
    Gefühle?
    Geistige Gestaltungen?
    Wahrnehmung?

    Am ehesten würde man den Körper als ein solches etwas ansehen. Beziehe die Analyse des Fahrrads auf den Körper, macht es einen Unterschied?

    Offensichtlich ist nichts davon permanent. Sobald man das vollständig versteht, sollte man darüber kontemplieren wie es nicht einmal ein Kommen und Gehen geben kann.
    Dann ist nichteinmal Geburt und Tod ein Thema, sondern allgemein, dass etwas geschieht ist fragwürdig.

  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 20. Juli 2015 um 20:36
    • #157
    EinGedanke:

    Was wurde als konkretes geboren und ist damit imstande als etwas konkretes zu sterben?

    Ein Körper?
    Ein Bewusstsein?
    Gefühle?
    Geistige Gestaltungen?
    Wahrnehmung?


    So steht es jedenfalls im Palikanon:

    Zitat

    Das Altern der Wesen in den verschiedenen Klassen der Lebewesen, ihr Alter, das Zerbrechen der Zähne, das Ergrauen der Haare, das Runzligwerden der Haut, der Abstieg des Lebens, die Schwäche der Sinne - dies wird Altern genannt. Das Abscheiden der Wesen aus den verschiedenen Klassen der Lebewesen, ihr Dahinscheiden, Auflösen, Verschwinden, Sterben, Ablaufen der Zeit, Auflösung der Daseinsgruppen, Ablegen des Körpers - dies wird Tod genannt. Dieses Altern und dieser Tod sind also das, was Altern und Tod genannt wird.

    Mit dem Ursprung von Geburt ist der Ursprung von Altern und Tod. Mit dem Aufhören von Geburt ist das Aufhören von Altern und Tod.
    [Und nicht etwa: Mit dem Ursprung von Altern und Tod ist der Ursprung von Geburt. Mit dem Aufhören von Altern und Tod ist das Aufhören von Geburt.]

    Die Geburt der Wesen in die verschiedenen Klassen der Lebewesen, ihr Geborenwerden, Herausstürzen aus dem Schoß, Erzeugung, die Manifestation der Daseinsgruppen, das Erlangen der Sinnesgrundlagen - dies wird Geburt genannt.

    (Majjhima Nikāya 9: Richtige Ansicht - Sammādiṭṭhi Sutta)


    Was soll daran nicht stimmen?

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • EinGedanke
    Punkte
    1.030
    Beiträge
    205
    Mitglied seit
    5. August 2014
    • 20. Juli 2015 um 20:50
    • #158

    Du nimmst sowohl Geburt, als auch Altern und Tod wortwörtlich. Obwohl nichts davon eine wirkliche, unabhängige Grundlage haben kann außerhalb vom Nicht-Wissen. Geburt von was? Tod von was? Die beschriebenen Zustände stellen keinen absoluten Standpunkt dar.

    Körper sind aus der direkten "First-Person" Perspketive nichts weiter als impermanente Empfindungen. Genauso verhält es sich mit allem anderen. Du scheist auf diese Dinge genauso wie ein Wissenschaftler zu schauen, auf eine objektive Weise. Aber genauso ist der Ursprung des Körpers der Samen des Vaters, als auch das Ei der Mutter und bilden zusammen mit Nahrung, Sauerstoff und Erdanziehungskraft bis zum Tod das Bestehen für ein solches Lebewesen, dass aus sich selbst heraus, unabhängig von allem anderen nicht existieren kann.

  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 20. Juli 2015 um 20:57
    • #159
    EinGedanke:

    Aber genauso ist der Ursprung des Körpers der Samen des Vaters, als auch das Ei der Mutter und bilden zusammen mit Nahrung, Sauerstoff und Erdanziehungskraft bis zum Tod das Bestehen für ein solches Lebewesen, dass aus sich selbst heraus, unabhängig von allem anderen nicht existieren kann.


    Ja, Geburt ist auch nicht bedingungslos:

    Zitat

    Mit dem Ursprung von Werden ist der Ursprung von Geburt. Mit dem Aufhören von Werden ist das Aufhören von Geburt.
    [Und nicht etwa: Mit dem Ursprung von Geburt ist der Ursprung von Werden. Mit dem Aufhören von Geburt ist das Aufhören von Werden.]

    Es gibt diese drei Arten des Werdens: das Werden der Sinnessphäre, das Werden der Sphäre (feinstofflicher) Form und das Werden der formlosen Sphäre.

    Mit dem Ursprung von Anhaften ist der Ursprung des Werdens. Mit dem Aufhören von Anhaften ist das Aufhören des Werdens.
    [Und nicht etwa: Mit dem Ursprung von Werden ist der Ursprung des Anhaften. Mit dem Aufhören des Werdens ist das Aufhören von Anhaften.]

    (Majjhima Nikāya 9: Richtige Ansicht - Sammādiṭṭhi Sutta)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • EinGedanke
    Punkte
    1.030
    Beiträge
    205
    Mitglied seit
    5. August 2014
    • 20. Juli 2015 um 21:06
    • #160

    Und jetzt nimmst du scheinbar nama wortwörtlich. Wie accinca es vorher erwähnt hat und ich es auf meine eigene Weise erläutert habe, existiert kein linearer Prozess der 12-Kettenglieder. Genauso kann ich hinzufügen, dass der Ursprung der Gestaltungen Nicht-Wissen ist. Was bringt dir diese Bemerkung?

  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 20. Juli 2015 um 21:16
    • #161
    EinGedanke:

    Und jetzt nimmst du scheinbar nama wortwörtlich.


    Nama?

    EinGedanke:

    Wie accinca es vorher erwähnt hat und ich es auf meine eigene Weise erläutert habe, existiert kein linearer Prozess der 12-Kettenglieder.


    Dass dies zumindest für Werden und Geburt und für Geburt und (Altern und) Tod nicht gilt, haben wir ja gerade erörtert: Hier besteht jeweils eine kausale und temporale Abhängigkeit.

    EinGedanke:

    Genauso kann ich hinzufügen, dass der Ursprung der Gestaltungen Nicht-Wissen ist. Was bringt dir diese Bemerkung?


    Dass im Palikanon wiederum etwas anderes steht. Was bringt dir diese Bemerkung?

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • EinGedanke
    Punkte
    1.030
    Beiträge
    205
    Mitglied seit
    5. August 2014
    • 20. Juli 2015 um 21:22
    • #162

    Nama, wie in Namarupa.

    Und was ist der Ursprung des Nicht-Wissens laut dem Pali-Kanon, bzw. der Ursprung der Gestaltungen?

  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 20. Juli 2015 um 21:25
    • #163
    Zitat

    Dukkha nicht zu kennen, den Ursprung von Dukkha nicht zu kennen, das Aufhören von Dukkha nicht zu kennen, und den Weg, der zum Aufhören von Dukkha führt nicht zu kennen - dies wird Unwissenheit genannt [9].

    Mit dem Ursprung der Triebe ist der Ursprung von Unwissenheit. Mit dem Aufhören der Triebe ist das Aufhören von Unwissenheit.

    Es gibt drei Triebe: den Sinnestrieb, den Werdenstrieb und den Unwissenheitstrieb [10].

    Mit dem Ursprung von Unwissenheit ist der Ursprung der Triebe. Mit dem Aufhören von Unwissenheit ist das Aufhören der Triebe.

    (Majjhima Nikāya 9: Richtige Ansicht - Sammādiṭṭhi Sutta)


    Bei diesen beiden Kettengliedern ist es tatsächlich so, dass sie in wechselseitiger Abhängigkeit bestehen.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • EinGedanke
    Punkte
    1.030
    Beiträge
    205
    Mitglied seit
    5. August 2014
    • 20. Juli 2015 um 21:32
    • #164

    Alle, wirklich alle Kettenglieder bestehen in wechselseitiger Abhängigkeit. Nichts kann für sich alleine stehen. Deswegen ist es theoretisch möglich sofort in die Unkonditioniertheit zu treten, weil genau das eine solche interdependente Abhängigkeit ausmacht. Alles was in einer nicht-linearen Abhängigkeit steht, erscheint letztendlich nicht, obwohl es diesen Anschein hat.

  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 20. Juli 2015 um 21:44
    • #165
    EinGedanke:

    Alle, wirklich alle Kettenglieder bestehen in wechselseitiger Abhängigkeit.


    Ja, hast Du Dir das ausgedacht? Oder steht das irgendwo? Oder hat Dir das jemand erzählt ...?

    Es ist zwar die x-te Wiederholung, aber:

    I m P a l i k a n o n s t e h t e t w a s a n d e r e s.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • EinGedanke
    Punkte
    1.030
    Beiträge
    205
    Mitglied seit
    5. August 2014
    • 20. Juli 2015 um 22:05
    • #166

    Es läuft wieder darauf hinaus ob man sich entweder:

    a. an über 2000 Jahre alten Schriften orientiert die unzählige male durch Politik und Streitereien und weiß der Teufel was durchgegangen sind (samt unzähligen Übersetzungen), wobei vor allem zu Beginn der letzten Jahrhunderte die Praxis voll und ganz verloren ging
    b. sich an der eigenen Interpretation dieser Schriften orientiert
    c. sich an ausschlieißlich wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert
    d. sich ausschließelich an irgendwelchen westlich-philosophischen Denkweisen orientiert (na, kann sich noch einer an Shankar erinnern?)
    e. sich an lebenden Menschen orientieren die über sehr viele Jahre in dieser Tradition befinden und dementsprechend sehr viel Erfahrung haben über diese Dinge "anders zu sprechen"
    f. sich an lebenden Menschen orientieren die sich über sehr viele Jahre mit verschiedenen buddhistischen Traditionen beschäftitgt haben und dementsprechend sehr anschauliche Vergleiche anstellen können, basierend auf der eigenen Erfahrung
    g. sich an lebenden Menschen orientieren die sich mit nicht nur buddhistischen (und verschiedenen b. Richtungen) sondern auch durch andere spirituelle Richtungen anhand der eigenen Erfahrungen auskennen und dementsprechend über diese Dinge auf eine lebhafte Weise sprechen können und anschauliche Vergleiche auf eine Weise äußern können die dem Menschen von heute entspricht
    h. an der eigenen Erfahrung
    orientieren.

    Ich tendiere stärker Richtung g. und h., bei anderen sieht es anders aus.

  • nibbuti
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.352
    Beiträge
    3.211
    Mitglied seit
    23. April 2011
    • 20. Juli 2015 um 22:42
    • #167
    EinGedanke:


    g. sich an lebenden Menschen orientieren die sich mit nicht nur buddhistischen (und verschiedenen b. Richtungen) sondern auch durch andere spirituelle Richtungen anhand der eigenen Erfahrungen auskennen und dementsprechend über diese Dinge auf eine lebhafte Weise sprechen können und anschauliche Vergleiche auf eine Weise äußern können die dem Menschen von heute entspricht

    die meisten Menschen wie EinGedanke suchen Orientierung bei Gurus mit Ausstrahlung bis hin zum Verlieben oder seltener Vergöttern

    ein ernsthaft an der Meditation interessierter untersucht hingegen seine/n „Lehrer/in“:

    - sind da gemischte Zustände im Lehrer vorhanden, oder ist er konsequent?
    - gibt der Lehrer nur weiter was sein eigener Lehrer ihm beibrachte, oder bezieht er sich auch auf die ursprünglichen Quellen?
    - ist er auf Hinausschicken bzw. Unabhängigwerden der Schüler aus, oder auf Bindung & sammeln einer „Anhängerschaft“
    usw.

    EinGedanke:

    h. an der eigenen Erfahrung
    orientieren.


    es gibt empirische eigene Erfahrung, die auf Prüfen basiert, und „meine“ eigene Erfahrung, die auf Anhaftung basiert


    Zitat

    Ich tendiere stärker Richtung g. und h., bei anderen sieht es anders aus.


    mein Geist tendiert eher zu a, dem »roten Faden« darin, ohne das voreingenommene Drumherum-Gefasel

    Liebe Grüße
    nibbuti

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

    Einmal editiert, zuletzt von nibbuti (20. Juli 2015 um 22:49)

  • EinGedanke
    Punkte
    1.030
    Beiträge
    205
    Mitglied seit
    5. August 2014
    • 20. Juli 2015 um 22:48
    • #168

    Da du meinst zu wissen, dass ich mich anhand eines "Gurus" orientiere, nein, das ist nicht der Fall ;)

    Einmal editiert, zuletzt von EinGedanke (20. Juli 2015 um 23:16)

  • nibbuti
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.352
    Beiträge
    3.211
    Mitglied seit
    23. April 2011
    • 20. Juli 2015 um 23:00
    • #169
    EinGedanke:


    g. sich an lebenden Menschen orientieren die sich mit nicht nur buddhistischen (und verschiedenen b. Richtungen) sondern auch durch andere spirituelle Richtungen anhand der eigenen Erfahrungen auskennen und dementsprechend über diese Dinge auf eine lebhafte Weise sprechen können und anschauliche Vergleiche auf eine Weise äußern können die dem Menschen von heute entspricht

    Dateien

    0.jpg 25,92 kB – 0 Downloads

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • EinGedanke
    Punkte
    1.030
    Beiträge
    205
    Mitglied seit
    5. August 2014
    • 20. Juli 2015 um 23:09
    • #170

    So simpel ist es auch nicht. Ich weiß was Osho geschrieben hat und es lässt sich in die selbe Kategorie eingliedern in was irgendwelche Ken Wilbers und Krishnamurtis veröffentlicht haben. Also keine Sorge, von einem blinden Glauben habe ich nicht geschrieben. Gerade über Osho habe ich mich gerade auf Buddhaland auch schon mal näher geäußert.

  • nibbuti
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.352
    Beiträge
    3.211
    Mitglied seit
    23. April 2011
    • 20. Juli 2015 um 23:17
    • #171
    EinGedanke:

    von einem blinden Glauben habe ich nicht geschrieben.


    von was hast du dann geschrieben?:

    Zitat

    g. sich an lebenden Menschen orientieren die sich mit nicht nur buddhistischen (und verschiedenen b. Richtungen) sondern auch durch andere spirituelle Richtungen anhand der eigenen Erfahrungen auskennen und dementsprechend über diese Dinge auf eine lebhafte Weise sprechen können und anschauliche Vergleiche auf eine Weise äußern können die dem Menschen von heute entspricht

    Dateien

    0.jpg 3,75 kB – 0 Downloads

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • EinGedanke
    Punkte
    1.030
    Beiträge
    205
    Mitglied seit
    5. August 2014
    • 20. Juli 2015 um 23:19
    • #172

    Auch von meiner eigenen Erfahrung.

  • nibbuti
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.352
    Beiträge
    3.211
    Mitglied seit
    23. April 2011
    • 20. Juli 2015 um 23:30
    • #173

    :)

    Zitat

    es gibt empirische eigene Erfahrung, die auf Prüfen basiert, und „meine“ eigene Erfahrung, die auf Anhaftung basiert

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • EinGedanke
    Punkte
    1.030
    Beiträge
    205
    Mitglied seit
    5. August 2014
    • 21. Juli 2015 um 00:07
    • #174

    Ich kann nichts versprechen, aber versuch doch einfach mal darüber zu reflektieren:


    Zitat

    Wenn etwas erscheint gibt es nur diese 4 Möglichkeiten wie es erscheinen könnte:
    -durch sich selbst
    -durch etwas anderes
    -durch beides
    -ganz ohne Ursache

    Mann kann diese Analyse z.B. global auf diesen Moment beziehen. Dieser Augenblick kann unmöglich aus sich selbst heraus entstehen, weil ein Entstehen für etwas das bereits da ist eine sinnlose Umschreibung ist und zu existieren, bevor es entstanden ist, ist eindeutig unmöglich.
    Wenn dieser Moment durch etwas anderes als sich selbst entstanden ist, so müsste dieses etwas (irgendein Faktor, eine Kraft oder Energie) etwas sein, dass während der Gegenwart oder der Vergangeheit existiert. Es kann jedoch nicht aus etwas gegenwärtigem entstehen, denn dies würde wieder den ersten Fall bestätigen, dessen Falschheit ich erläutert habe.
    Jedoch kann es ebenso nicht aus einem vergangenem Moment enstehen, weil der vergangene Moment komplett erloschen sein muss damit der gegenwärtige präsent sein kann und wie soll etwas, dass komplett verschwunden ist, etwas produzieren?
    Die dritte Möglichkeit ist auch unmöglich, da sie nur die Probleme der ersten zwei Optionen aufhäuft.
    Die letzte Möglichkeit müsste sein, dass dieser Moment weder aus sich selbst, noch aus etwas anderem heraus ensteht, also ohne Ursache. Jedoch hängt die Art und Weise wie sich dieser Augenblick entfaltet ganz klar von vorherigen Momenten ab.
    Damit ist jede dieser Optionen letztendlich falsch. Man muss genau und langsam darüber reflektieren, es verdauen und dessen Konsequenz voll und ganz erleben.

    Alles anzeigen


    Schön langsam ohne etwas zu überstürzen oder es gleich für Schwachsinn zu befinden. Das hat wirklich sehr viel Potential und es wird mit Sicherheit nicht sofort wirken.

  • blue_aprico
    Gast
    • 21. Juli 2015 um 00:44
    • #175

    ein gedanke:

    Zitat

    Das hat wirklich sehr viel Potential

    Wer hat das denn geschrieben ? Eine Gelug war es nicht.
    Ich weiß echt nicht wo die Tibeter den Moment, den Augenblick analysieren- allerdings: das Phänomen, resp.``Alles`.

    3 Mal editiert, zuletzt von Anonymous (21. Juli 2015 um 01:11)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download