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Anhaftung (Definition)

  • Lucky Luke
  • 5. Mai 2015 um 10:15
  • Zum letzten Beitrag
  • Lucky Luke
    Gast
    • 5. Mai 2015 um 10:15
    • #1

    Gibt es eigentlich eine allgemeine, buddhistische Definition für "Anhaftung" (egal aus welcher Tradition) ?

  • mukti
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    • 5. Mai 2015 um 10:26
    • #2

    Wie wär's damit?

    Zitat

    'Anhaftung' (upādāna), ist ein starker Grad des Begehrens (tanhā). Klammern, Ergreifen: Dummerweise an etwas festhalten, das heißt, es als "Ich" oder "Mein" zu betrachten; Dinge persönlich nehmen.

    Hab' ich von hier: http://www.palikanon.com/wtb/upadana.html

    Mit Metta, mukti.


  • Lucky Luke
    Gast
    • 5. Mai 2015 um 10:47
    • #3
    mukti:

    Wie wär's damit?

    Zitat

    'Anhaftung' (upādāna), ist ein starker Grad des Begehrens (tanhā). Klammern, Ergreifen: Dummerweise an etwas festhalten, das heißt, es als "Ich" oder "Mein" zu betrachten; Dinge persönlich nehmen.

    Hab' ich von hier: http://www.palikanon.com/wtb/upadana.html

    Hm. Ich dachte "Begierde" wäre nochmal ein anderes Geistesgift wie Anhaftung.

  • mukti
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    • 5. Mai 2015 um 10:58
    • #4
    Sherab Yönten:


    Hm. Ich dachte "Begierde" wäre nochmal ein anderes Geistesgift wie Anhaftung.

    Soweit ich das sehe geht die Begierde der Anhaftung voraus, also zuerst will man etwas haben und dann hängt man eventuell daran. Je mehr man an etwas angehaftet ist das man begehrt hat desto mehr leidet man wenn es sich verändert. Demnach bedeutet Anhaften etwas Begehrtes nicht mehr loslassen können.

    Mit Metta, mukti.


  • Noreply
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    • 5. Mai 2015 um 11:18
    • #5
    mukti:
    Sherab Yönten:


    Hm. Ich dachte "Begierde" wäre nochmal ein anderes Geistesgift wie Anhaftung.

    Soweit ich das sehe geht die Begierde der Anhaftung voraus, also zuerst will man etwas haben und dann hängt man eventuell daran. Je mehr man an etwas angehaftet ist das man begehrt hat desto mehr leidet man wenn es sich verändert. Demnach bedeutet Anhaften etwas Begehrtes nicht mehr loslassen können.

    Begehren, zugreifen, festhalten, anhaften. Sinne nehmen wahr, Gedanken erzeugen Mein, zugreifen, festhalten, behalten wollen, anhaften ist dann wenn ich loslassen kann aber das Festgehaltene bleibt an mir kleben.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 5. Mai 2015 um 11:22
    • #6
    mukti:

    Demnach bedeutet Anhaften etwas Begehrtes nicht mehr loslassen können.

    Richtig. Nach meinem Verständnis sehe ich das auch so. Gestern sprachen wir sogar noch von einem Gefühl des Verklebten. Etwas (die Vorstellung von einem Selbst) klebt dermaßen in meinem Geist, dass ich es nicht loslassen kann. Wenn man es mit eigenen Worten beschreibt wird es (umgangssprachlich = nicht loslassen können) klar, aber eine allgemeine, buddhistische Definition scheint es dafür wohl nicht zu geben, es sei denn Begierde wird als eine Form der intensiven Anhaftung (wie in dem von Dir eingestellten Palikanon Zitat) betrachtet.

  • mukti
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    • 5. Mai 2015 um 12:26
    • #7
    Sherab Yönten:


    Wenn man es mit eigenen Worten beschreibt wird es (umgangssprachlich = nicht loslassen können) klar, aber eine allgemeine, buddhistische Definition scheint es dafür wohl nicht zu geben, es sei denn Begierde wird als eine Form der intensiven Anhaftung (wie in dem von Dir eingestellten Palikanon Zitat) betrachtet.

    Hab' mir mal das Wort im Palireader angeschaut:

    Zitat

    Upādāna (nt.) [fr. upa + ā + dā] -- lit. that (material) substratum by means of which an active process is kept alive or going, fuel, supply, provision.
    Finding one's support by or in clinging to, taking up, nourished by.

    Ungefähr:
    Wörtlich die (materielle) Grundlage durch die ein aktiver Prozess aufrechterhalten wird; nähren, versorgen, Beschaffung.
    Unterstützung finden durch anklammern, annnehmen, dadurch genährt werden.

    Mit Metta, mukti.


  • Monikamarie
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    • 5. Mai 2015 um 15:21
    • #8
    Sherab Yönten:

    ... aber eine allgemeine, buddhistische Definition scheint es dafür wohl nicht zu geben, es sei denn Begierde wird als eine Form der intensiven Anhaftung

    Auch der Hass ist eine intensive Anhaftung. Wut entsteht, kann sich nicht entladen, Hilflosigkeit gegenüber einer bestimmten Person oder Amtsinhabern etc. führt dann zu Hass. Dieser wird gefüttert mit entsprechenden Informationen. Das ist dann die Anhaftung. Ohne Begierde, ohne Hass gäbe es auch keine Anhaftung. Woran sollte ich festhalten, wenn ich gleichmütig die Dinge durchschaue und ihnen kein Futter gebe, keinen Raum zur Ent-Faltung gebe?

    Das alles nicht zu erkennen bedeutet für mich Verblendung.

    Somit sind dies die drei Dinge, um die sich alles rankt, was Leid verursacht.
    _()_ Monika

  • blue_aprico
    Gast
    • 5. Mai 2015 um 15:51
    • #9
    Sherab Yönten:

    Gibt es eigentlich eine allgemeine, buddhistische Definition für "Anhaftung" (egal aus welcher Tradition) ?

    Na sicher doch

    http://www.chinabuddhismencyclopedia.com/en/index.php/Up%C4%81d%C4%81na

    Beipackzettel:
    Die ersten paar Zeilen genügen schon,
    "alles reinziehen" kann zu schwerwiegenden Anhaften und Konzeptfetzen im Citta führen ;)

  • Jon
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    • 5. Mai 2015 um 18:07
    • #10
    Ellviral:
    mukti:

    Soweit ich das sehe geht die Begierde der Anhaftung voraus, also zuerst will man etwas haben und dann hängt man eventuell daran. Je mehr man an etwas angehaftet ist das man begehrt hat desto mehr leidet man wenn es sich verändert. Demnach bedeutet Anhaften etwas Begehrtes nicht mehr loslassen können.

    Begehren, zugreifen, festhalten, anhaften. Sinne nehmen wahr, Gedanken erzeugen Mein, zugreifen, festhalten, behalten wollen, anhaften ist dann wenn ich loslassen kann aber das Festgehaltene bleibt an mir kleben.

    Gut beschrieben.
    Anhaften.
    Kletten haften an, auch wenn du schon weiter gehst.
    Kletten als das Ungeziefer (verzeih, liebe Klette).
    Ich geh durch Brombeeren und die Dornen haften auch noch an, wenn ich schon durch die Brombeeren durch bin.
    Ich merk es erst garnicht, dass da noch was haftet und klebt, jedoch bei genauem Hinsehen (im subtilen Bereich) seh ich, dass ich doch noch hafte und irgendwas noch klebt (wie Helmut schreibt)
    .

    Suche nicht nach der Wahrheit; höre nur auf, an Meinungen festzuhalten.

    Meister Seng Ts'an

  • Noreply
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    • 5. Mai 2015 um 18:29
    • #11
    Jon:
    Ellviral:

    Begehren, zugreifen, festhalten, anhaften. Sinne nehmen wahr, Gedanken erzeugen Mein, zugreifen, festhalten, behalten wollen, anhaften ist dann wenn ich loslassen kann aber das Festgehaltene bleibt an mir kleben.

    Gut beschrieben.
    Anhaften.
    Kletten haften an, auch wenn du schon weiter gehst.
    Kletten als das Ungeziefer (verzeih, liebe Klette).
    Ich geh durch Brombeeren und die Dornen haften auch noch an, wenn ich schon durch die Brombeeren durch bin.
    Ich merk es erst garnicht, dass da noch was haftet und klebt, jedoch bei genauem Hinsehen (im subtilen Bereich) seh ich, dass ich doch noch hafte und irgendwas noch klebt (wie Helmut schreibt)
    .

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    Da sehe ich auch das Mißverstehen von Karma. Das Angehaftete ich eben nicht Karma sondern Wirkung von Karma, Handlung in der Vergangenheit. Diese erfordert Handlung, also Karma, um die Anhaftungen zu erkennen und zu entfernen.

  • Jon
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    • 5. Mai 2015 um 21:53
    • #12
    Zitat

    Da sehe ich auch das Mißverstehen von Karma. Das Angehaftete ich eben nicht Karma sondern Wirkung von Karma, Handlung in der Vergangenheit. Diese erfordert Handlung, also Karma, um die Anhaftungen zu erkennen und zu entfernen.

    Karma. hmmm .. Wirkung von .......... Ursache . Und Ursache liegt (also) immer in Vergangenheit/en.
    Also fusst Handeln oder Anhaften auf Vergangenheit/Erinnerungen. Ist ja logisch. Es geschah was (in einem der Bewusstseine) .. ich halte fest ... ich hafte an.

    Es erfordert also Karma, um Anhaftungen zu erkennen und zu entfernen ? Das versteh ich grad nicht .

    Das Ding ist, dass kaum Jemand "karma" erklären kann. Wenn du dran glaubst, dass Wirkungen ursächlich sind, dann muss erstmal gefragt werden, was denn nun Wirkungen sind. Wenn es regnet (Ursache) wird etwas nass (als Wirkung des Regens). Allerdings nicht Alles. Unter einem Regenschirm wirste nicht nass.
    Wenn du drauf achtest, dass, wenn du/ich was machst, dass evtl. die oder die Wirkung dabei herauskommt, kann es zwanghaft werden und es kann eine entsprechende Wirkung (wenn auch unbewusst) angesteuert werden.
    So wie: Den Teufel an die Wand malen.
    Oder im eher positiven: sich was Schönes ausmalen und dazu beitragen, dass die Ursachen passen, was allerdings auch zwanghaft werden kann und eben nicht so gut/heilsam/hilfreich ist.
    :

    Suche nicht nach der Wahrheit; höre nur auf, an Meinungen festzuhalten.

    Meister Seng Ts'an

  • Lucky Luke
    Gast
    • 5. Mai 2015 um 22:21
    • #13
    Monikadie4.:

    Auch der Hass ist eine intensive Anhaftung

    esc:

    Es ist die Gier und die Begierde in den fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, welches genanntes Anhaften ist."

    Hier wird "lediglich" beschrieben woran angehaftet wird. Aber eine allgemeine Definition für Anhaftung ist das nach meinem Verständnis auch nicht.

  • mukti
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    • 5. Mai 2015 um 22:54
    • #14
    Sherab Yönten:

    Hier wird "lediglich" beschrieben woran angehaftet wird. Aber eine allgemeine Definition für Anhaftung ist das nach meinem Verständnis auch nicht.

    Ich finde dass die Definition im Wort selber liegt und dass keine weitere nötig ist.

    Zitat

    Upādāna (nt.) [fr. upa + ā + dā] -- lit. that (material) substratum by means of which an active process is kept alive or going, fuel, supply, provision.
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    Wörtlich die (materielle) Grundlage durch die ein aktiver Prozess aufrechterhalten wird; nähren, versorgen, Beschaffung.
    Unterstützung finden durch anklammern, annnehmen, dadurch genährt werden.

    Was fehlt dir da noch?

    Mit Metta, mukti.


  • Noreply
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    • 5. Mai 2015 um 23:21
    • #15
    Jon:
    Zitat

    Da sehe ich auch das Mißverstehen von Karma. Das Angehaftete ich eben nicht Karma sondern Wirkung von Karma, Handlung in der Vergangenheit. Diese erfordert Handlung, also Karma, um die Anhaftungen zu erkennen und zu entfernen.

    Karma. hmmm .. Wirkung von .......... Ursache . Und Ursache liegt (also) immer in Vergangenheit/en.
    Also fusst Handeln oder Anhaften auf Vergangenheit/Erinnerungen. Ist ja logisch. Es geschah was (in einem der Bewusstseine) .. ich halte fest ... ich hafte an.

    Es erfordert also Karma, um Anhaftungen zu erkennen und zu entfernen ? Das versteh ich grad nicht .

    Das Ding ist, dass kaum Jemand "karma" erklären kann. Wenn du dran glaubst, dass Wirkungen ursächlich sind, dann muss erstmal gefragt werden, was denn nun Wirkungen sind. Wenn es regnet (Ursache) wird etwas nass (als Wirkung des Regens). Allerdings nicht Alles. Unter einem Regenschirm wirste nicht nass.
    Wenn du drauf achtest, dass, wenn du/ich was machst, dass evtl. die oder die Wirkung dabei herauskommt, kann es zwanghaft werden und es kann eine entsprechende Wirkung (wenn auch unbewusst) angesteuert werden.
    So wie: Den Teufel an die Wand malen.
    Oder im eher positiven: sich was Schönes ausmalen und dazu beitragen, dass die Ursachen passen, was allerdings auch zwanghaft werden kann und eben nicht so gut/heilsam/hilfreich ist.
    :

    Ich verwende den Begriff Karma ausschließlich im Sinn von Handlung, Tat, tun mit Zeichen,Tönen, handhaben. Ursache, Wirkung sind Folgen von Karma. Seitdem ich das so mache habe ich immer wieder erfahren das Karma ganz einfach ist und eine Verschleierung wenn es als unerklärbar angesehen wird. Buddha hat klare einfach Begriffe verwendet damit jeder ihn verstehen kann.

  • Monikamarie
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    • 6. Mai 2015 um 08:06
    • #16
    Sherab Yönten:
    Monikadie4.:

    Auch der Hass ist eine intensive Anhaftung

    esc:

    Es ist die Gier und die Begierde in den fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, welches genanntes Anhaften ist."

    Hier wird "lediglich" beschrieben woran angehaftet wird. Aber eine allgemeine Definition für Anhaftung ist das nach meinem Verständnis auch nicht.

    Guten Morgen Sherab Yönten,
    ich verstehe nicht, wieso Du dafür eine Definition benötigst. Anhaftung ist doch spürbar. Sei es nun, dass es Appetit auf Schokolade gibt, der nachgegeben wird immer wieder immer wieder oder
    das Nicht-Loslassen-Können von der Bindung an seine Kinder, Partner, Eltern, Arbeit, Geschwätz oder was auch immer.
    Mir ist schleierhaft, wozu ich das auch noch besonders auseinander nehmen muss.

    Ich klebe fest, obwohl mein Kopf sagt, ich sollte nicht.
    _()_ Monika

  • Monikamarie
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    • 6. Mai 2015 um 08:16
    • #17
    Ellviral:

    Ich verwende den Begriff Karma ausschließlich im Sinn von Handlung, Tat, tun mit Zeichen,Tönen, handhaben. Ursache, Wirkung sind Folgen von Karma. Seitdem ich das so mache habe ich immer wieder erfahren das Karma ganz einfach ist und eine Verschleierung wenn es als unerklärbar angesehen wird. Buddha hat klare einfach Begriffe verwendet damit jeder ihn verstehen kann.

    Guten Morgen Helmut,
    das sehe ich auch so. Und ich empfinde es als sehr praktikabel und einfach. Was ich heute erlebe, wurde in der Vergangenheit "gewebt". Deshalb vermeide ich heute Gedanken und Handlungen, die mir in der Zukunft Schwierigkeiten bereiten. Klar verständlich wird es, wenn es sich z.B. um gesunde Ernährung und Bewegung handelt. Wenn ich zuviel und ungesund esse und mich zu wenig bewege, wird sich das zeigen. Ich kann dies aber ändern. Und wenn nicht noch andere - z.B. genetische - Faktoren dazu kommen, kann ich zukünftig gesünder sein als heute, z.B. Übergewicht, Blutdruck, Cholesterin ... - obwohl ich älter werde.

    Auch hilft mir diese Erkenntnis dabei, mit den Verletzungen, die mir andere zufügen, besser umzugehen, weil ich mich erinnere, wie ich früher gedacht, gesprochen und gehandelt habe. Ich ernte, was ich säe.

    Um auf die Anhaftung zurückzukommen, möchte ich noch hinzufügen, wenn ich von bestimmten "Dingen" nicht lassen kann, ernte ich auch die Auswirkungen, außerdem kann ich mich niemals frei fühlen, denn ich bin dann ein Sklave meiner Gier, meines Hasses - und das ist Verblendung.
    _()_ Monika

  • Noreply
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    • 6. Mai 2015 um 11:06
    • #18
    Monikadie4.:
    Ellviral:

    Ich verwende den Begriff Karma ausschließlich im Sinn von Handlung, Tat, tun mit Zeichen,Tönen, handhaben. Ursache, Wirkung sind Folgen von Karma. Seitdem ich das so mache habe ich immer wieder erfahren das Karma ganz einfach ist und eine Verschleierung wenn es als unerklärbar angesehen wird. Buddha hat klare einfach Begriffe verwendet damit jeder ihn verstehen kann.

    Guten Morgen Helmut,
    das sehe ich auch so. Und ich empfinde es als sehr praktikabel und einfach. Was ich heute erlebe, wurde in der Vergangenheit "gewebt". Deshalb vermeide ich heute Gedanken und Handlungen, die mir in der Zukunft Schwierigkeiten bereiten. Klar verständlich wird es, wenn es sich z.B. um gesunde Ernährung und Bewegung handelt. Wenn ich zuviel und ungesund esse und mich zu wenig bewege, wird sich das zeigen. Ich kann dies aber ändern. Und wenn nicht noch andere - z.B. genetische - Faktoren dazu kommen, kann ich zukünftig gesünder sein als heute, z.B. Übergewicht, Blutdruck, Cholesterin ... - obwohl ich älter werde.

    Auch hilft mir diese Erkenntnis dabei, mit den Verletzungen, die mir andere zufügen, besser umzugehen, weil ich mich erinnere, wie ich früher gedacht, gesprochen und gehandelt habe. Ich ernte, was ich säe.

    Um auf die Anhaftung zurückzukommen, möchte ich noch hinzufügen, wenn ich von bestimmten "Dingen" nicht lassen kann, ernte ich auch die Auswirkungen, außerdem kann ich mich niemals frei fühlen, denn ich bin dann ein Sklave meiner Gier, meines Hasses - und das ist Verblendung.
    _()_ Monika

    Hallo Monika
    Die Erfahrung sagt mir das Buddha genau das gesagt hat. Es trifft mich etwas das eine Handlung erfordert. Diese Handlung schafft eine Ursache, eine nachvollziehbare Ursache, ich weiss was ich getan habe. Genau das ist Karma, genau diese Handlung deren Ursache ich aus der vorausgegangenen Wirkung auf mich nachvollziehen kann. Nur das ist Karma. Die Erinnerung an Vergangenes kann helfen nichthilfreiche Handlung nichthilfreiches Karma zu vermeiden, aber die damalige Handlung ist nur dort Karma. Ab dem Zeitpunkt direkt nach der Handlung ist es Ursache deren Wirkung dich irgendwann trifft. Erst dann weiss Du ob die Handlung damals hilfreich oder nicht hilfreich war. Damals kann aber eben auch vor 3 Sekunden sein, vergangen ist vergangen. Nur vor 3 Sekunden war Karma ist also Geschichte.

    Wenn Karma verwendet wird als Schicksal, angesammelte böse oder gute Taten, Gedanken, Schriften ist es kein Karma sondern nur das nicht sehen wollen der eigenen Tat und das ist Verblen(den)dung. Ganz bescheuert wird das wenn da auch noch Wiedergeburt mit Karma verblendet wird.
    All das sind Anhaftung (das klebt an mir) an Regeln und Riten. Ich weiss das es falsch ist doch die Gemeinschaft will es so. Es gibt ja Sonntag wieder eine Oblate.
    Liebe Grüße
    und einen guten Tag!
    Helmut
    -()-

  • Jon
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    • 6. Mai 2015 um 11:59
    • #19

    Hey . Das gefällt mir !

    Suche nicht nach der Wahrheit; höre nur auf, an Meinungen festzuhalten.

    Meister Seng Ts'an

  • Jon
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    • 6. Mai 2015 um 12:00
    • #20
    Ellviral:

    Ich verwende den Begriff Karma ausschließlich im Sinn von Handlung, Tat, tun mit Zeichen,Tönen, handhaben. Ursache, Wirkung sind Folgen von Karma. Seitdem ich das so mache habe ich immer wieder erfahren das Karma ganz einfach ist und eine Verschleierung wenn es als unerklärbar angesehen wird. Buddha hat klare einfach Begriffe verwendet damit jeder ihn verstehen kann.

    OK.
    Lass ich mal so wertfrei stehen.
    Also Urschen UND Wirkung sind Folgen von .. karma .. .
    Also brauch da keine Angst zu sein, dass aus Vergangenheiten unheilsame Wirkungen kommen, wenn ich alles einfach so "nehme", wie es kommt und wie es ist. Allerdings dennoch mit wachem Verstand die Dinge betrachten und Dinge ändern oder eine andere Richtung geben, wenn ich dazu in der Lage bin.
    Vergangene Geschehen (bewahrt als Erinnerung) kann dennoch lehhreich sein. Durch Fehler kann gelernt werden. Durch die rechten Schritte und Handlungen kann ich ebenso lernen.

    Schon das Tun um den Begriff "Anhaftung" führt zur Anhaftung. nama = rupa . Eine Begrifflichkeit für ein Ding.
    Und schon kreiselts im Denkstübchen.
    Anhaftung ist doch so, sagte da Jemand. Jemand anders sagt was anderes dazu. Unsicherheit kommt auf. Sie schnürt ein wie ein Korsett.

    Suche nicht nach der Wahrheit; höre nur auf, an Meinungen festzuhalten.

    Meister Seng Ts'an

  • Noreply
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    • 6. Mai 2015 um 13:37
    • #21
    Jon:
    Ellviral:

    Ich verwende den Begriff Karma ausschließlich im Sinn von Handlung, Tat, tun mit Zeichen,Tönen, handhaben. Ursache, Wirkung sind Folgen von Karma. Seitdem ich das so mache habe ich immer wieder erfahren das Karma ganz einfach ist und eine Verschleierung wenn es als unerklärbar angesehen wird. Buddha hat klare einfach Begriffe verwendet damit jeder ihn verstehen kann.

    OK.
    Lass ich mal so wertfrei stehen.
    Also Urschen UND Wirkung sind Folgen von .. karma .. .
    Also brauch da keine Angst zu sein, dass aus Vergangenheiten unheilsame Wirkungen kommen, wenn ich alles einfach so "nehme", wie es kommt und wie es ist. Allerdings dennoch mit wachem Verstand die Dinge betrachten und Dinge ändern oder eine andere Richtung geben, wenn ich dazu in der Lage bin.
    Vergangene Geschehen (bewahrt als Erinnerung) kann dennoch lehhreich sein. Durch Fehler kann gelernt werden. Durch die rechten Schritte und Handlungen kann ich ebenso lernen.

    Schon das Tun um den Begriff "Anhaftung" führt zur Anhaftung. nama = rupa . Eine Begrifflichkeit für ein Ding.
    Und schon kreiselts im Denkstübchen.
    Anhaftung ist doch so, sagte da Jemand. Jemand anders sagt was anderes dazu. Unsicherheit kommt auf. Sie schnürt ein wie ein Korsett.

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    Dann hör doch auf an Begriffen zu Haften wie eine Fliege am Honig.

  • Elliot
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    • 7. Mai 2015 um 19:53
    • #22
    Sherab Yönten:

    Gibt es eigentlich eine allgemeine, buddhistische Definition für "Anhaftung" (egal aus welcher Tradition) ?

    Zitat

    "Freunde, wenn ein edler Schüler das Anhaften versteht, den Ursprung des Anhaftens, das Aufhören des Anhaftens, und den Weg, der zum Aufhören des Anhaftens führt, dann ist er auf jene Weise einer mit Richtiger Ansicht, dessen Ansicht geradlinig ist, der vollkommene Zuversicht in Bezug auf das Dhamma hat und bei diesem wahren Dhamma angelangt ist."

    "Und was ist Anhaften, was ist der Ursprung des Anhaftens, was ist das Aufhören des Anhaftens, was ist der Weg, der zum Aufhören des Anhaftens führt?

    Es gibt diese vier Arten des Anhaftens:

    • Anhaften an Sinneserleben,
    • Anhaften an Ansichten,
    • Anhaften an Regeln und Ritualen, und
    • Anhaften an einer Lehre über ein Selbst.


    Mit dem Ursprung von Begehren ist der Ursprung des Anhaftens.
    Mit dem Aufhören von Begehren ist das Aufhören des Anhaftens.

    Der Weg, der zum Aufhören des Anhaftens führt, ist eben dieser Edle Achtfache Pfad; nämlich Richtige Ansicht, Richtige Absicht, Richtige Rede, Richtiges Handeln, Richtige Lebensweise, Richtige Anstrengung, Richtige Achtsamkeit, Richtige Konzentration."

    (Majjhima Nikāya 9: Richtige Ansicht - Sammādiṭṭhi Sutta)

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    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Jon
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    • 7. Mai 2015 um 20:14
    • #23
    Ellviral:

    Dann hör doch auf an Begriffen zu Haften wie eine Fliege am Honig.

    ich schrieb doch nur und hafte doch nicht an :)
    Habs eh schon vergessen, was da von mir steht.

    Suche nicht nach der Wahrheit; höre nur auf, an Meinungen festzuhalten.

    Meister Seng Ts'an

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    • 7. Mai 2015 um 22:12
    • #24

    Namaste Sherab Yönten

    Im Samyutta Nikkaya steht etwas über die fünf Daseins bzw. Anhaftungsgruppen ( panc upananakkhandha )
    Bhikkhu Bodhi hat diese in eine Tabelle zusammengefasst.

    1. Gruppe : Form
    Inhalt : die vier großen Elemente und die aus ihnen abgeleitete Form
    Bedingung : Nahrung
    Gleichnis : ein Schaumball

    2.Gruppe : Gefühl
    Inhalt : sechs Klassen von Gefühl : sie entstehen aus dem Kontakt durch Augen, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist
    Bedingung : Kontakt
    Gleichnis : eine Wasserblase

    3. Gruppe : Wahrnehmung
    Inhalt : sechs Arten von Wahrnehmung : Form, Geräusche, Geschmäcker, Berührungsobjekte und geistige Phänomene
    Bedingung : Kontakt
    Gleichnis : eine Fata Morgana

    4. Gruppe : Gestaltungen
    Inhalt : sechs Absichts- oder Willensarten : bezügl. Formen, Geräuschen, Gerüchen, Geschmäcker, Berührungsobjekte und geistige Phänomene
    Bedingung : Kontakt
    Gleichnis : der Stamm eines Bananenbaumes

    5. Gruppe : Bewusstsein
    Inhalt : sechs Bewusstseinsarten : Seh- , Hör- , Riech- , Geschmacks- , Berührungs- , Geschmacksbewusstsein
    Bedingung : Name- und - Form
    Gleichnis : eine magische Illusion

    tja, soviel zu, "Mensch was du wieder haftest"


    "diese fünf Gruppen werden zunächst die Daseinsgruppen genannt
    In Text IX, 4,(1) (b) finden wir einen detaillierten Katechismus, der die fünf Gruppen aus verschiedenen Perspektiven behandelt. Weil die fünf Gruppen, die unsere gewöhnliche Erfahrung ausmachen, objektive Bereiche unseres Ergreifens und Anhaftens (upadana) sind, nennt man sie gewöhnlich die fünf Anhaftungsgruppen (p...u...) Das Anhaften an die fünf Gruppen findet auf zwei grundsätzliche Weisen statt, die wir Aneignung und Identifikationnennen können. Entweder ergreift man sie und nimmt sie in Besitz, d.h. man eignet sie sich an, oder um des Stolzes willen, d.h. man identifiziert sich mit ihnen..."

    an anderer Stelle :
    "Die Anhaftungen(upadhi), die aufgegeben werden, können auf zweifache Weise verstanden werden : in Bezug auf das Objekt, nämlich die fünf Daseinsgruppen, oder allgemeiner, als alle Objekte des Ergreifens; und subjektiv als das Verlangen, das das Ergreifen oder Aneignen motiviert."


    Wenn ich hier persönlich resümiere, geht es weniger um Dinge des Wollens, als vielmehr um Dinge, die mit dem Tod aufgegeben werden, da die Motivation zweitrangig ist.


    Gute Wünsche,
    Karma Pema

  • Noreply
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    • 7. Mai 2015 um 23:07
    • #25
    Jon:
    Ellviral:

    Dann hör doch auf an Begriffen zu Haften wie eine Fliege am Honig.

    ich schrieb doch nur und hafte doch nicht an :)
    Habs eh schon vergessen, was da von mir steht.

    Das war jetzt aber unfair. -()-

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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