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Wiedergeburt ist? Umfrage und Diskussion

  • Buddhaghosa
  • 24. Januar 2015 um 15:11
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    • 13. Februar 2015 um 20:56
    • #401
    bel:

    Und worin bestünde dann die Verbindung?

    Das kann ich jetzt nicht so aus dem Ärmel schütteln, aber etwas Persönliches wandert da nicht, ich sehe keine Unvereinbarkeit mit anatta. Es ist sowas wie Ursache und Wirkung.

    Dazueditiert: Etwas ist verursacht durch etwas anderes, ohne dass das Vorige in dem Folgenden anders weiterbestehen würde als durch die Auswirkung.

    Mit Metta, mukti.


  • bel
    Gast
    • 13. Februar 2015 um 21:01
    • #402
    mukti:
    bel:

    Und worin bestünde dann die Verbindung?


    Das kann ich jetzt nicht so aus dem Ärmel schütteln, aber etwas Persönliches wandert da nicht, ich sehe keine Unvereinbarkeit mit anatta. Es ist sowas wie Ursache und Wirkung.


    Na ja, solange man nicht sagen kann, worin die Verbindung besteht, ist es ja sowohl sinnlos daran auch nur einen Gedanken zu verschwenden, wie auch läßlich, quasi vorsorglich von diesem großen Unbekannten ein anatta zu behaupten.

  • mukti
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    • 13. Februar 2015 um 21:04
    • #403
    bel:


    Na ja, solange man nicht sagen kann, worin die Verbindung besteht, ist es ja sowohl sinnlos daran auch nur einen Gedanken zu verschwenden, wie auch läßlich, quasi vorsorglich von diesem großen Unbekannten ein anatta zu behaupten.

    Siehe was ich nachträglich editiert habe.

    Mit Metta, mukti.


  • bel
    Gast
    • 13. Februar 2015 um 21:06
    • #404

    Dadurch wirds auch nicht besser ;)

  • mukti
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    • 13. Februar 2015 um 21:38
    • #405
    bel:

    Dadurch wirds auch nicht besser ;)

    Muss auch nichts verbessert werden. Es ging ja jetzt nur darum ob eine spezifische Individualität von einem Leben zum anderen wandert, tut sie nicht. Die anatta-Lehre gilt hier also auch.

    Mit Metta, mukti.


  • blue_apricot
    Gast
    • 13. Februar 2015 um 22:06
    • #406

    @ Bel:

    Allet soll verbunden sein, ausgerechnet "Das was auch immer" nicht . Und in M 38 steht nur es ist nicht dasselbe Bewusstsein das erfährt, nicht, dass es kein Bewusstsein wäre. Und Wandern ist ein konventioneller Begriff, nimmt man die Zeit,-und Raumspanne raus, passt es auch wieder mit "unmittelbar". Nur dieses Unmittelbar kann einem Bewusstsein halt lang oder gar nicht vorkommen-Geistgeburt. Schon unter Drogeneinfluss kennt man ja diese Erfahrung eines anderen Zeit,-und Raumempfindens. In diesem Unmittelbar : Gerade Jetzt , sind auch noch die vorherigen Existenzen präsent, genauso wie schon die Tendenz der nächsten Existenzen, die drei Leben wirken Jetzt Karma-Vipaka, deswegen ist das Wesen nicht dasselbe und auch kein anderes, und selbstverständlich kann "der Beobachter" dann Erinnerungen wahrnehmen. Nicht es erinnert sich, sondern es schaut Gewesenes und Werdendes, wie es jedes `Entstehen und Vergehen betrachten kann, so weit es das Gesetz zulässt.

    Zitat

    Wenn sich dem Heiligen der Dinge Bild
    In der Versenkung, wie sie sind, enthüllt,
    Dann schaut er, während alle Zweifel schwinden,
    Wie Ursache und Wirkung sich verbinden.

    glaube Udhana

    4 Mal editiert, zuletzt von Anonymous (13. Februar 2015 um 22:30)

  • Elliot
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    • 14. Februar 2015 um 11:17
    • #407
    Zitat

    Vier unerfaßbare Dinge gibt es, ihr Mönche, über die man nicht nachdenken sollte, über welche nachdenkend man dem Wahnsinn oder der Verstörung anheimfallen möchte. Welches sind diese vier Dinge? "

    1. Der Machtbereich der Buddhas, ihr Mönche, ist etwas Unerfaßbares, über das man nicht nachdenken sollte und über das nachdenkend man dem Wahnsinn oder der Verstörung anheimfallen möchte,

    2. Der Machtbereich der durch die 4. Vertiefung bedingten höheren Geisteskräfte,

    3. Die Wirkung der Taten (kamma-vipāka),

    4. Der Ursprung der Welt ist etwas Unerfaßbares, worüber man nicht nachdenken sollte, und worüber nachdenkend, man dem Wahnsinn oder der Verstörung anheimfallen möchte."

    (Anguttara Nikaya, 4. Buch, 8. Kapitel: 3. Apaṇṇaka Vagga - Die vier unerfaßbaren Dinge - 7. Acinteyya Sutta)

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    Viele Grüße
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  • mukti
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    • 14. Februar 2015 um 13:36
    • #408

    Jedenfalls ist es in der indischen Philosophie eine allgemein bekannte Aussage, dass die Auswirkungen des kamma unentwirrbar kompliziert sind, weshalb man in Verwirrung gerät wenn man darüber nachdenkt. Über das Prinzip nachzudenken, ob kamma überhaupt in verschiedenen Daseinsbereichen eine Auswirkung hat, das hat der Buddha nicht grundsätzlich verneint soweit ich das sehe, hat er doch oft selber ausführlich erklärt, welche Taten nach der Auflösung des Körpers zu welchem Dasein führen und wie das Ganze mit nibbana beendet werden kann.

    Mit Metta, mukti.


  • nibbuti
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    • 14. Februar 2015 um 13:46
    • #409

    welche Taten führen vor der Auflösung des Körpers zu welchem Dasein?

    was ist mit großzügigem Geben (z.B. spenden für Bedürftige)? kommt die „Belohnung“ hier erst nach dem Tod?

    was ist mit dem Edlen Achtfachen Pfad?

    wirkt der Edle Achtfache Pfad erst bei Auflösung des Körpers?

    :?:

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

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    • 14. Februar 2015 um 14:50
    • #410
    nibbuti:

    welche Taten führen vor der Auflösung des Körpers zu welchem Dasein?

    was ist mit großzügigem Geben (z.B. spenden für Bedürftige)? kommt die „Belohnung“ hier erst nach dem Tod?

    was ist mit dem Edlen Achtfachen Pfad?

    wirkt der Edle Achtfache Pfad erst bei Auflösung des Körpers?

    :?:

    Who feeds a hungry animal feeds his own soul - Charlie Chaplin

  • Elliot
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    • 14. Februar 2015 um 15:51
    • #411
    nibbuti:

    welche Taten führen vor der Auflösung des Körpers zu welchem Dasein?

    was ist mit großzügigem Geben (z.B. spenden für Bedürftige)? kommt die „Belohnung“ hier erst nach dem Tod?

    Zitat

    Es ist, ihr Mönche, wie wenn unversehrte, unverdorbene, durch Wind und Sonnenglut unbeschädigte, kerngesunde Samenkörner, gut eingebettet in gutem Feld und auf gut bearbeitetem Boden gesät, bei tüchtigem Regenschauer aufgehen, zum Gedeihen und zur Fülle gelangen. Ebenso auch, ihr Mönche, ist es mit einer Tat, die aus Gier - aus Haß - aus Verblendung getan wurde, die daraus entsprungen, dadurch bedingt und entstanden ist: solche Tat wird dort zur Reife gelangen, wo immer die betreffende Person wiedergeboren wird; und wo immer jene Tat zur Reife gelangt, dort eben wird einem die Frucht jener Tat zuteil, sei es in diesem, sei es im nächsten oder einem späteren Leben.

    Diese drei Entstehungsgründe der Taten gibt es, ihr Mönche.

    Drei [weitere] Entstehungsgründe der Taten gibt es, ihr Mönche. Welche drei? Gierlosigkeit ist ein Entstehungsgrund der Taten; Haßlosigkeit ist ein Entstehungrund der Taten; Unverblendung ist ein Entstehungsgrund der Taten [8].

    Eine Tat, ihr Mönche, die aus Gierlosigkeit - aus Haßlosigkeit - aus Unverblendung getan wurde, die daraus entsprungen, dadurch bedingt und entstanden ist, solche Tat ist - insofern Gier, Haß und Verblendung geschwunden sind - überwunden, entwurzelt, gleich einer Fächerpalme dem Boden entrissen, vernichtet und keinem Neuentstehen mehr unterworfen.

    Es ist, ihr Mönche, wie wenn ein Mann unversehrte, unverdorbene, durch Wind und Sonnenglut unbeschädigte, kerngesunde und gut im Boden eingebettete Samenkörner verbrennen, zu Asche machen und in die Winde streuen oder von der reißenden Flußströmung fortspülen lassen möchte und so jene Samenkörner von Grund aus zerstört wären, gleich einer Fächerpalme dem Boden entrissen, vernichtet und keinem Neuentstehen unterworfen. Ebenso auch, ihr Mönche, ist es mit einer Tat, die aus Gierlosigkeit - Haßlosigkeit - Unverblendung getan wurde, die daraus entsprungen, dadurch bedingt und entstanden ist: solche Tat ist - insofern Gier, Haß und Verblendung geschwunden sind - überwunden, entwurzelt, gleich einer Fächerpalme dem Boden entrissen, vernichtet und keinem Neuentstehen mehr unterworfen.

    (Anguttara Nikaya, 3. Buch 4. Kapitel: 4. Devadūta Vagga, 34 Die drei Entstehungsgründe der Taten - 4. Nidāna Sutta)

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    Viele Grüße
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  • mukti
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    • 14. Februar 2015 um 18:45
    • #412
    nibbuti:

    welche Taten führen vor der Auflösung des Körpers zu welchem Dasein?

    was ist mit großzügigem Geben (z.B. spenden für Bedürftige)? kommt die „Belohnung“ hier erst nach dem Tod?

    was ist mit dem Edlen Achtfachen Pfad?

    wirkt der Edle Achtfache Pfad erst bei Auflösung des Körpers?

    :?:

    Also hier eine genauere Darlegung:

    Zitat

    ....wer wird die große Lehre eines Vollendeten von den Unterschieden beim Karma erstehen, wenn nicht ihr, Ānanda, hört, wie ein Vollendeter die Unterschiede beim Karma auseinanderhält?

    Vier Arten von Menschen sind in der Welt anzutreffen: die einen sind Mörder, Diebe, Lüstlinge, Lügner, Verleumder, Schwätzer, Habsüchtige, Mißgünstige und haben falsche Ansichten. Solche sinken nach dem Tode hinab in die Hölle. Die zweite Art ist ebenso, sie steigen aber nach dem Tode hinauf in den Himmel. Die dritte Art enthält sich alles bösen Tuns und hat rechte Einsicht. Solche steigen nach dem Tode hinauf in den Himmel. Die vierte Art ist ebenso wie die dritte, sie sinken aber nach dem Tode hinab in die Hölle.

    Nun erlangt irgendein Samana oder Brahmane eine solche Geistessammlung, daß er mit dem himmlischen Auge sieht, wie ein Übeltäter nach dem Tode zur Hölle hinabsinkt. Der sagt dann: <Es gibt wirklich eine Vergeltung für Übeltaten, denn ich selbst habe gesehen, wie ein Übeltäter nach dem Tode zur Hölle hinabsank.> Und er sagt weiter: <Jeder, der Übles tut, kommt in die Hölle. Dies ist die Wahrheit, anderes ist Irrtum.> So hält er hartnäckig an dem fest, das er selbst erkannt und geschaut hat.

    Ein anderer Samana oder Brahmane schaut in der Geistessammlung, wie ein Übeltäter in den Himmel kommt; der behauptet dann hartnäckig, Übeltäter kämen in den Himmel; nur dies sei Wahrheit, anderes Unsinn.

    Wieder ein anderer schaut in der Geistessammlung, wie ein guter Mensch in den Himmel kommt; der behauptet dann hartnäckig, alle guten Menschen kämen in den Himmel; nur dies sei Wahrheit, anderes Unsinn.

    Ein vierter schaut in der Geistessammlung, wie ein guter Mensch nach dem Tode in die Hölle kommt; der behauptet dann hartnäckig, alle guten Menschen kämen in die Hölle; dies sei Wahrheit, anderes Unsinn.

    Dem Samana oder Brahmanen, der sagt, es gebe eine Vergeltung für Übeltaten; Übeltäter kämen in die Hölle; er habe es selbst gesehen, – diesem stimme ich zu. Dem aber, der sagt, alle Übeltäter kämen in die Hölle, stimme ich nicht zu, und zwar deshalb, weil ein Vollendeter über die große Lehre von den Unterschieden beim Karma anderes weiß.

    Dem Samana oder Brahmanen, der sagt, es gebe keine Vergeltung für Übeltaten; er habe gesehen, wie ein Übeltäter nach dem Tode in den Himmel kam, – diesem stimme ich zu; dem aber, der sagt, alle Übeltäter kämen in den Himmel, stimme ich nicht zu[3].

    Dem Samana oder Brahmanen der sagt, es gebe eine Vergeltung für gute Taten; gute Menschen kämen in den Himmel; er selbst habe es gesehen, – diesem stimme ich zu; dem aber, der sagt, alle guten Menschen kämen in den Himmel, stimme ich nicht zu.

    Dem Samana oder Brahmanen, der sagt, es gebe keine Vergeltung für gute Taten; er habe gesehen, wie ein guter Mensch in die Hölle kam, – diesem stimme ich zu; dem aber, der sagt, alle guten Menschen kämen in die Hölle, stimme ich nicht zu.

    Ein Übeltäter sinkt hinab in die Hölle, wenn er früher oder später Übles getan hat, das für ihn Leiden zur Folge hat, und wenn er in der Sterbestunde falsche Ansicht hat. Dafür, daß er hier ein Übeltäter ist, erhält er die Vergeltung entweder schon in diesem Leben oder bei der Wiedergeburt oder in einem späteren Dasein.

    Ein Übeltäter steigt aber hinauf zum Himmel, wenn er früher oder später Gutes getan hat, das für ihn Glück zur Folge hat, oder wenn er in der Sterbestunde rechte Einsicht hat; darum kommt er in den Himmel. Wenn er nun hier ein Übeltäter war, so erhält er doch die Vergeltung in diesem Leben oder bei der Wiedergeburt oder in einem späteren Dasein.

    Ein Mensch, der sich hier übler Taten enthält und in der Sterbestunde rechte Einsicht hat, steigt nach dem Tode hinauf in den Himmel. Weil er früher oder später Gutes getan hat oder in der Sterbestunde rechte Einsicht hat, darum kommt er nach dem Tode in den Himmel. Er erhält in diesem Leben oder bei der Wiedergeburt oder in einem späteren Dasein die Vergeltung.

    Ein Mensch, der sich übler Taten enthält und in der Sterbestunde rechte Einsicht hat, sinkt hinab in die Hölle, wenn er früher oder später Übles getan hat, das für ihn üble Folgen hat; darum kommt er nach dem Tode in die Hölle. Dafür, daß er sich hier übler Taten enthalten hat und in der Sterbestunde rechte Einsicht hat, erhält er die Vergeltung in diesem Leben oder bei der Wiedergeburt oder in einem späteren Dasein.

    So, Ānanda, ist ein Karma ungünstig und erscheint ungünstig, ein anderes Karma ist ungünstig und erscheint günstig, ein anderes Karma ist günstig und erscheint günstig, ein anderes Karma ist günstig und erscheint ungünstig.»

    So sprach der Erhabene. Ānanda freute sich über diese Rede.

    http://www.palikanon.com/majjhima/kurt_schmidt/m136.htm

    Alles anzeigen


    Und noch eine kleine Auswahl, du kannst bestimmt selber noch weitere Lehrreden finden die deine Fragen beantworten.

    http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m130z.html
    http://www.palikanon.com/majjhima/m130n.htm
    http://www.palikanon.com/angutt/a03_052-061.html
    http://www.palikanon.com/angutt/a10_021_030.html
    http://www.palikanon.com/angutt/a07_051-057.html#a_vii52
    http://www.palikanon.com/samyutta/sam24.html#r242

    Mit Metta, mukti.


  • Elliot
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    • 14. Februar 2015 um 19:24
    • #413
    nibbuti:

    was ist mit dem Edlen Achtfachen Pfad?

    wirkt der Edle Achtfache Pfad erst bei Auflösung des Körpers?


    Nicht unbedingt:

    Zitat

    " Sāriputta, es gibt diese fünf Daseinsbereiche. Was sind die fünf? Die Hölle, das Tierreich, der Hungergeisterbereich, Menschen und Himmelswesen."

    "Ich verstehe die Hölle und den Pfad und Weg, der zur Hölle führt. Und ich verstehe auch, wie jemand, der diesen Weg betreten hat, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in Umständen, die von Entbehrungen geprägt sind, wiedererscheinen wird, an einem unglücklichen Bestimmungsort, in Verderbnis, in der Hölle."

    "Ich verstehe das Tierreich und den Pfad und Weg, der zum Tierreich führt. Und ich verstehe auch, wie jemand, der diesen Weg betreten hat, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, im Tierreich wiedererscheinen wird."

    "Ich verstehe den Hungergeisterbereich und den Pfad und Weg, der zum Hungergeisterbereich führt. Und ich verstehe auch, wie jemand, der diesen Weg betreten hat, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, im Hungergeisterbereich wiedererscheinen wird."

    "Ich verstehe die Menschen und den Pfad und Weg, der zur Menschenwelt führt. Und ich verstehe auch, wie jemand, der diesen Weg betreten hat, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, unter Menschen wiedererscheinen wird."

    "Ich verstehe die Himmelswesen und den Pfad und Weg, der zur Himmelswelt führt. Und ich verstehe auch, wie jemand, der diesen Weg betreten hat, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, an einem glücklichen Bestimmungsort, in der himmlischen Welt wiedererscheinen wird."

    "Ich verstehe Nibbāna und den Pfad und Weg, der zu Nibbāna führt. Und ich verstehe auch, wie jemand, der diesen Weg betreten hat, hier und jetzt in die Herzensbefreiung, die Befreiung durch Weisheit, die mit der Vernichtung der Triebe triebfrei ist, eintreten und darin verweilen wird."

    (Majjhima Nikāya 12:Die längere Lehrrede vom Löwenruf - Mahāsīhanāda Sutta = nordturkistanische Brāhmī, Typ b; schwarze Linierung; Fundort: Šorčuq, Handschriften-Höhle; 3. Turfan-Expedition: http://idp.bl.uk/database/oo_sc…5;index=1;img=1)

    Alles anzeigen
    Zitat

    "Wenn der Geist eines Bhikkhu so befreit ist, Meister Gotama, wo erscheint er nach dem Tode wieder?"

    "Der Ausdruck 'wiedererscheinen' ist nicht zutreffend, Vaccha."

    "Erscheint er dann nicht wieder, Meister Gotama?"

    "Der Ausdruck 'nicht wiedererscheinen' ist nicht zutreffend, Vaccha [2]."

    "Erscheint er dann sowohl wieder, als er auch nicht wiedererscheint, Meister Gotama?"

    "Der Ausdruck 'sowohl wiedererscheinen, als auch nicht wiedererscheinen' ist nicht zutreffend, Vaccha."

    "Erscheint er dann weder wieder, noch erscheint er nicht wieder, Meister Gotama?"

    "Der Ausdruck 'weder wiedererscheinen, noch nicht wiedererscheinen' ist nicht zutreffend, Vaccha."

    "Wenn Meister Gotama diese vier Fragen gestellt werden, erwidert er: 'Der Ausdruck >wiedererscheinen< ist nicht zutreffend, Vaccha; der Ausdruck >nicht wiedererscheinen< ist nicht zutreffend, Vaccha; der Ausdruck >sowohl wiedererscheinen, als auch nicht wiedererscheinen< ist nicht zutreffend, Vaccha; der Ausdruck >weder wiedererscheinen, noch nicht wiedererscheinen< ist nicht zutreffend, Vaccha.' Das bestürzt mich, Meister Gotama, das verwirrt mich, und das Ausmaß an Zuversicht, das ich durch frühere Unterhaltungen mit Meister Gotama erlangt habe, ist jetzt verschwunden."

    "Berechtigterweise verursacht es Bestürzung in dir, Vaccha, berechtigterweise verursacht es Verwirrung in dir. Denn dieses Dhamma, Vaccha, ist tiefgründig, schwer zu sehen und schwer zu verstehen, friedvoll und erhaben, durch bloßes Nachdenken nicht zu erlangen, von den Weisen selbst zu erfahren. Es ist schwer für dich, es zu verstehen, wenn du eine andere Ansicht hast, eine andere Lehre akzeptierst, eine andere Lehre für richtig hältst, eine andere Übung verfolgst und einem anderem Lehrer folgst.

    (Majjhima Nikāya 72: An Vacchagotta über das Feuer - Aggivacchagotta Sutta = Saṃyuktāgama 962)

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    Viele Grüße
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  • nibbuti
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    • 15. Februar 2015 um 01:41
    • #414
    Elliot:
    nibbuti:

    was ist mit dem Edlen Achtfachen Pfad?

    wirkt der Edle Achtfache Pfad erst bei Auflösung des Körpers?

    Nicht unbedingt:

    Zitat


    "Ich verstehe Nibbāna und den Pfad und Weg, der zu Nibbāna führt. Und ich verstehe auch, wie jemand, der diesen Weg betreten hat, hier und jetzt in die Herzensbefreiung, die Befreiung durch Weisheit, die mit der Vernichtung der Triebe triebfrei ist, eintreten und darin verweilen wird."

    (Majjhima Nikāya 12:Die längere Lehrrede vom Löwenruf - Mahāsīhanāda Sutta = nordturkistanische Brāhmī, Typ b; schwarze Linierung; Fundort: Šorčuq, Handschriften-Höhle; 3. Turfan-Expedition: http://idp.bl.uk/database/oo_sc…5;index=1;img=1)

    Danke Elliot


    (der obige Link funktioniert hier nicht)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
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  • Karma Pema
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    • 15. Februar 2015 um 12:21
    • #415

    Namaste

    Wiedergeburt erklärt sich durch Logik und Weisheit.

    Alles Bedingte ist der Leerheit, der Vergänglichkeit, dem Entstehen und Vergehen zugeschrieben.
    Auch der Tod ist bedingt.
    Daher wärt er nicht ewig. Unser höchster Bewußtseinszustand wird wieder in Erscheinung treten, da er schon einmal existent war.
    Dann haben wir die erneute Gelegenheit ihn weiter zu entwickeln, weiter und weiter im Daseinskreislauf.

    Buddha war der 4. Buddha von 1000. Unsere Lehrer holen uns dort ab, wo wir uns befinden, daher können wir Buddhas Lehre verstehen,
    denn er hatte noch vieles zu sagen, was wir nicht verstehen würden. Wir stehen erst am Anfang.

    Gute Wünsche

  • bel
    Gast
    • 15. Februar 2015 um 12:42
    • #416
    Karma Pema:

    Wiedergeburt erklärt sich durch Logik und Weisheit.


    Durchaus :)

    Karma Pema:

    Auch der Tod ist bedingt. Daher wärt er nicht ewig.


    Klar, kann man so sehen, denn es findet ja ständig Geburt statt, nur nicht aus dem Tod heraus. Der Tod als Bedingung für Leben ist nur der große Platzmacher.

    Zitat

    Brennholz wird zu Asche und kehrt nicht als Brennholz zurück. Man sollte dies nicht so betrachten, als ob die Asche nachher, das Brennholz vorher wäre. Verstehe, dass Brennholz die Stelle von Brennholz einnimmt und ein Vorher und Nachher hat. Es gibt dieses Vorher und Nachher, doch der Bereich von Vorher und Nachher ist abgetrennt. Ebenso ist Asche in der Weise von Asche, vorher wie nachher. So wie Brennholz nicht mehr zu Brennholz wird, nachdem es zu Asche verbrannt ist, so wird auch ein Mensch nach seinem Tod nicht mehr lebendig. Doch nach der Buddhalehre sagt man nicht, dass Leben zu Tod wird. ... Dass Tod nicht zu Leben wird, entspricht der Art Buddhas, das Rad der Lehre zu drehen. ....
    Leben ist die Weise einer Zeit, so wie Tod die Weise einer Zeit ist. Es ist so wie mit Winter und Frühling:
    Niemand stellt sich vor, dass der Winter zum Frühling wird, und man sagt auch nicht, dass der Frühling zum Sommer werde.
    Dogen, Genjokoan

    Karma Pema:

    Unser höchster Bewußtseinszustand wird wieder in Erscheinung treten, da er schon einmal existent war.


    Was das jetzt mit Logik zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

  • blue_apricot
    Gast
    • 15. Februar 2015 um 15:16
    • #417

    @ Bel:

    Dogen Zenji spricht in deinem Zitat vom Begehren und dem Verlöschen des Ego: Daishi (jap.): 'Großer Tod'; die Vernichtung des Ego; auch Metapher für
    Satori.

  • bel
    Gast
    • 15. Februar 2015 um 15:26
    • #418

    Nur hatte Dogen nichts mit einem Rinzei-Satori am Hut, Erwachen war für ihn was anderes, wie in den nächsten Abschnitten klar wird.
    Was hier Dogen deutlich macht, ist ein allgemeines Bewegungsgesetz.

  • blue_apricot
    Gast
    • 15. Februar 2015 um 15:35
    • #419
    bel:

    Nur hatte Dogen nichts mit einem Rinzei-Satori am Hut, Erwachen war für ihn was anderes, wie in den nächsten Abschnitten klar wird.

    Das spielt keine Rolle. Er spricht von Erwachen und Verlöschen. „Leib und Seele fallen ab“ / "Ich habe das Abfallen von Leib und Seele erlebt.“ Sein Meister rief aus: „Ihr habt Leib und Seele fallen lassen; Leib und Seele sind fürwahr abgefallen!“

    In den Traditionen werden, neben Eigenkreationen, bevorzugt immer dieselben Metapher verwendet, die oft auch aus dem Kanon herstammen.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (15. Februar 2015 um 15:44)

  • bel
    Gast
    • 15. Februar 2015 um 15:39
    • #420
    blue_apricot:

    Er spricht von Erwachen und Verlöschen.


    Das waren für ihn vom gewöhnlichen Auf- und Untergang keine getrennte Dinge, bei ihm stimmen die Metapher.

  • Elliot
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    • 15. Februar 2015 um 16:30
    • #421
    nibbuti:

    (der obige Link funktioniert hier nicht)


    Ja, die Links zu den Textfragmenten scheinen leider immer nur eine bestimmte Zeit zu funktionieren.

    Hier ist die Homepage:

    Zitat

    International Dunhuang Project: Die Seidenstraße online

    Das Internationale Dunhuang Projekt ist ein bahnbrechendes internationales Kooperationsprojekt mit dem Ziel, Informationen und Bilder aller Manuskripte, Gemälde, Textilien und Artefakte aus Dunhuang und anderen Fundstätten an der Seidenstraße frei im Internet verfügbar zu machen und ihre Nutzung durch Bildungs- und Forschungsprogramme zu fördern.

    (http://idp.bbaw.de/)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • blue_apricot
    Gast
    • 15. Februar 2015 um 16:42
    • #422
    bel:
    blue_apricot:

    Er spricht von Erwachen und Verlöschen.


    Das waren für ihn vom gewöhnlichen Auf- und Untergang keine getrennte Dinge...

    Zitier mal was von `mentalen Anwandlungen`oder `gewöhnlichem Auf und Niedergang `, dann sehen wir weiter.

  • bel
    Gast
    • 15. Februar 2015 um 19:06
    • #423

    Bleiben wir doch besser beim Thema, war: "Wiedergeburt ist"

  • Karma Pema
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    • 15. Februar 2015 um 19:52
    • #424

    Namaste bel

    die buddhistische Lehre erklärt sich selbst, sie ist in sich geschlossen. Um zu verstehen was jemand zum Ausdruck bringen möchte, muss man den Kontext verstehen, die Therminologie. Und man muss verstehen WOLLEN.
    Die Lehre mit einer anderen Logik, als der Logik der Lehre verstehen zu wollen, ist müßig und nicht durchführbar, denn es geht zunächst einmal darum, was Buddha sagen wollte. Erst wenn man WEIß was er gesagt hat, kann man gegenargumentieren.
    Das bedeutet nicht, das man weiß was geschrieben steht, sondern das man weiß was damit gemeint ist.
    Und von "Tod als Platzmacher" ist dort nicht die Rede. Das sagt jemand, der grade mal aus der Laune heraus seinen Geist bemüht.
    Sogar das Tarot gibt da mehr her.

    Dazu muss man die Logik des Buddhismus kennen, die kann man studieren. In einem Curriculum.

    Gute Wünsche

  • blue_apricot
    Gast
    • 15. Februar 2015 um 20:17
    • #425

    Karma Pema:

    Zitat

    Dazu muss man die Logik des Buddhismus kennen, die kann man studieren. In einem Curriculum.

    Also wer jetzt noch gar nicht mit der buddhistischen Philosophie/Weltanschauung klar kommt, dem kann ich auch Byung-Chul Han: Philosophie des Zen-Buddhismus, empfehlen "Der vorliegende Band stellt anschaulich dar, worin die philosophische Kraft des Zen-Buddhismus besteht, und führt zugleich in die Grundzüge fernöstlichen Denkens ein." Ist allerdings ne harte Nuss, braucht man schon ein ausgeprägtes persönliches Interesse am Thema. Ähm, Dharma.
    Hab ich mir vor 20 Jahren mal reingezogen. ich habe damals leider keinen gefunden, der mit mir drüber diskutieren oder sprechen konnte; sie haben mir es zurückgegeben, mit der mutigen Aussage, sei verstünden es nicht, und das waren Leute die oft weit älter waren als ich. Heute habe ich kein Interesse mehr dran, über die buddhistische Philosophie zu sprechen. Da wäre es nett, wenn andere die Aufklärung übernehmen könnten. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (15. Februar 2015 um 20:23)

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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