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  1. Buddhaland Forum
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Wiedergeburt ist? Umfrage und Diskussion

  • Buddhaghosa
  • 24. Januar 2015 um 15:11
  • Zum letzten Beitrag
  • Noreply
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    • 4. Februar 2015 um 13:48
    • #251
    blue_apricot:

    @ Ellviral:

    Zitat

    Denn wer an Wiedergeburt glaubt und diesen Glauben fest und ausdauernd verfolgt

    Aber das trifft ja bei dir eh nicht zu.

    Was aber zutreffen mag, ist, dass wer die Erleuchtungserkenntnis vom samsarischen Wandern und Wiederscheinen verneint, der falschen Ansicht und Erkenntnis unterliegt, mit entsprechenden Folgen in Bezug auf den 8 fachen Pfad, auch dann wenn der Zen -Meister sagt: Vertiefung umfasst die drei Übungsgebiete.

    Wiedergeburt erkenne ich jedes Mal wenn ich Bewusstseinlos war. Das Aufwachen nach dem Schlaf ist ein Wiedergeboren werden, das Aufwachen nach einer OP ist eine Wiedergeburt. Mir ist es schon geschehen das ich mit sorgenvollen Gedanken in den Tag satrten wollte, es bemerkte und ich mich noch einmal umgedreht habe und Wiedergeboren wurde mit betrachtenden Gedanken meiner Probleme. Der Tag dieses Wiedergeborenen wurde besser, denn die Tage das anders Wiedergeborenen kannte ich zur Genüge. Wiedergeburt bezieht sich auf den Zeitraum von aufwachen zu aufwachen und ist beendet wenn es kein aufwachen mehr gibt.
    Ich glaube an Wiedergeburt, fest und ausdauernd. Ich weiss das es irgendwann keine Wiedergeburt mehr gibt und das bezeichne ich als Tod.
    Wenn der Zyklus meiner Wiedergeburten beendet ist, wird jeder wissen das ich tot bin nur ich werde nicht mehr wissen.

  • mukti
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    • 4. Februar 2015 um 14:24
    • #252
    Ellviral:

    Wiedergeburt erkenne ich jedes Mal wenn ich Bewusstseinlos war. Das Aufwachen nach dem Schlaf ist ein Wiedergeboren werden, das Aufwachen nach einer OP ist eine Wiedergeburt. ..

    Erkenne ich auch wenn ich träume. Im Traum ist man eine andere Existenz mit einem anderen Ich, an die man sich nach dem Erwachen erinnern kann. Manchmal kann man sich im Traum erinnern dass man vorher ein Mensch war. Was ist von dem einen Ich zu dem anderen hinübergewandert? Es war einfach eine Änderung der Existenz.

    Mit Metta, mukti.


  • Noreply
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    • 4. Februar 2015 um 15:16
    • #253
    mukti:
    Ellviral:

    Wiedergeburt erkenne ich jedes Mal wenn ich Bewusstseinlos war. Das Aufwachen nach dem Schlaf ist ein Wiedergeboren werden, das Aufwachen nach einer OP ist eine Wiedergeburt. ..

    Erkenne ich auch wenn ich träume. Im Traum ist man eine andere Existenz mit einem anderen Ich, an die man sich nach dem Erwachen erinnern kann. Manchmal kann man sich im Traum erinnern dass man vorher ein Mensch war. Was ist von dem einen Ich zu dem anderen hinübergewandert? Es war einfach eine Änderung der Existenz.

    Du hast den lebenden Körper nicht mehr im Blick, wer soll träumen wenn nicht der lebende Körper der kein Ich mehr hat, im Traum. Auch im Traum ist da ein "ich'" das sich selber nicht wahrnimmt oder erkennen kann.

  • Andi
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    • 4. Februar 2015 um 16:14
    • #254

    Der Vergleich der Wiedergeburt mit dem Aufwachen am Morgen gefällt mir auch sehr gut bzw. übertrage ich das manchmal morgens.
    Schwer bzw. verwirrend finde ich jedoch immer Träume. Manchmal positiv, manchmal konfus und negativ, aber die beeinflussen sehr oft meine Gemütsstimmung am Morgen. Manchmal dauert es sehr lange um wieder zur Achtsamkeit im Jetzt zurückzufinden.
    Aber selbst das ist ja realistisch. Auch in einer hypothetischen Wiedergeburt nach dem Tod, muss das Bewusstsein sich ja jahrelang erstmal wieder zurechtfinden im neuen Körper.

  • nibbuti
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    • 4. Februar 2015 um 18:57
    • #255
    blue_apricot:

    wer die Erleuchtungserkenntnis vom samsarischen Wandern und Wiederscheinen verneint, der falschen Ansicht und Erkenntnis unterliegt,

    das ist eine weltliche Erkenntnis


    Zitat

    mit entsprechenden Folgen in Bezug auf den 8 fachen Pfad, auch dann wenn der Zen -Meister sagt: Vertiefung umfasst die drei Übungsgebiete.


    die 3 Übungen sind synonym für den edlen 8 fachen Pfad:

    1. Tugend

    2. Meditation

    3. Weisheit (des Buddha)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Roth
    Gast
    • 4. Februar 2015 um 19:43
    • #256

    Dass es keine Fortsetzung von Individualität über den Zerfall dieses ein konkretes Individuum notwendig
    ausmachenden konkreten Körper-Geist-Komplexes -- das jeweilige Individuum "schwebt" ja nicht darüber
    oder ist etwas von diesem Verschiedenes; das könnte man so gesehen sogar als analytisches Urteil formul-
    ieren -- gibt, erscheint mir, beiläufig gesagt, irgendwie so trivial zu sein, dass ich nicht ganz verstehe, wie
    man das bestreiten kann. Aber wird Nāmarūpa eigentlich nie durch vorgängige (zumindest auch) materielle
    "Komplexe" bedingt? Wie soll etwas nur Immaterielles etwas Materielles hervorbringen?



    Noch etwas: Wurde hier im Forum evtl. bereits irgendwo Theravāda Literatur angegeben, die die offizielle
    Sicht von Theravāda-Gelehrten (außer Buddhaghosa) zur Wiedergeburtsfrage wiedergibt? Gibt es da eigent-
    lich eine einheitliche Position und wie sieht die ca. aus?

  • Tso Wang
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    • 4. Februar 2015 um 20:38
    • #257

    .

    Das frage ich mich auch immer, wenn ich anfange, die mittlerweile 9 Seiten in diesem Thread „umzublättern“. ;)

    ()

    坐忘

  • nibbuti
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    • 4. Februar 2015 um 21:49
    • #258
    Roth:



    Noch etwas: Wurde hier im Forum evtl. bereits irgendwo Theravāda Literatur angegeben, die die offizielle
    Sicht von Theravāda-Gelehrten (außer Buddhaghosa) zur Wiedergeburtsfrage wiedergibt? Gibt es da eigent-
    lich eine einheitliche Position und wie sieht die ca. aus?


    Hi Roth

    in Theravada gibt es keine einheitliche, zentrale Position, da sich Theravada (zumindest offiziell) auf die Lehre des Buddha bezieht

    aber es gibt vereinzelte Gelehrte oder Mönche die ihre Wiedergeburts-Agenda pushen während wohlhabende Spender gerne darüber hören

    in der thailändischen Waldtradition wird weniger darüber geredet, und stattdessen mehr Wert auf Meditation & Abgeschiedenheit gelegt

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • blue_apricot
    Gast
    • 4. Februar 2015 um 22:04
    • #259
    nibbuti:

    das ist eine weltliche Erkenntnis


    Na und ?
    Bei Buddha übrigens nicht. Und heisst es nicht : Zuflucht nehmen zu BDS ? Wieso wohl ?

    Zitat

    die 3 Übungen sind synonym für den edlen 8 fachen Pfad:


    Logo.

    *
    Anscheinend wird denen die "wörtliche Wiedergeburt" annehmen, ein "Wähnen" unterstellt und ebenso ein Wunsch nach Wiedergeburt. Also wirklich. Woher kommt dieser Ansicht nur ? :D

    *

    Aber eines leg ich zu: " Hänge nicht an Leben und Tod " ( Dogen ) , meint genau jenes "Erwägen" ( in Sorge und Hoffnung) Heißt: Mach dir keine Gedanken darum. Sie sind nutzlos, wenn du nicht mehr sterben und geboren werden willst.

    *

  • nibbuti
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    • 4. Februar 2015 um 23:31
    • #260
    blue_apricot:


    Na und ?
    Bei Buddha übrigens nicht.

    blue_apricot:

    die Erleuchtungserkenntnis

    wie gesagt, die „Drei Wissen“ (vedas) sind für Brahmanen

    Buddhas Erleuchtungserkenntnis sieht wie folgt aus:

    Mahavagga:


    Zu jener Zeit weilte der Erhabene am Fuße des Bodhi Baumes in Uruvelā am Ufer des Flusses Nerañjara, gerade eben vollkommen erwacht. So saß der Erhabene am Fuße des Bodhi Baumes sieben Tage mit verschränkten Beinen, das Glück der Erlösung erfahrend .

    Am Beginn des ersten Nachtabschnittes durchdachte der Erhabene im Geiste vorwärts und rückwärts die Kette des bedingten Entstehens: Es entsteht in Abhängigkeit von:

    Unwissen - Aktivitäten,
    von Aktivitäten - Bewußtsein,
    von Bewußtsein - Körper und Geist,
    von Körper und Geist - sechsfacher (Sinnen)bereich,
    vom sechsfachen (Sinnen)bereich - Berührungen,
    von Berührungen - Gefühl,
    von Gefühl - Durst,
    von Durst - Ergreifen,
    von Ergreifen - Werden,
    von Werden - Geburt,
    von Geburt - Alter, Tod, Kummer, Jammer, Schmerz, Leid und Verzweiflung.

    In dieser Weise entsteht diese ganze Masse von Leid.

    Durch die restlose Auflösung und Vernichtung der Unwissenheit lösen sich die Aktivitäten auf,
    durch die Auflösung der Aktivitäten löst sich das Bewußtsein auf,
    durch die Auflösung des Bewußtseins lösen sich Körper und Geist auf,
    durch die Auflösung von Körper und Geist löst sich der sechsfache (Sinnen)bereich auf,
    durch die Auflösung des sechsfachen (Sinnen)bereiches löst sich die Berührung auf,
    durch die Auflösung der Berührung löst sich Gefühl auf,
    durch die Auflösung des Gefühls löst sich der Durst auf,
    durch die Auflösung des Durstes löst sich das Ergreifen auf,
    durch die Auflösung des Ergreifens löst sich das Werden auf,
    durch die Auflösung des Werdens löst sich die Geburt auf,
    durch die Auflösung der Geburt lösen sich Alter, Tod, Kummer, Jammer, Schmerz, Leid und Verzweiflung auf.

    In dieser Weise vergeht die ganze Masse von Leid.

    Da also der Erhabene diesen Sachverhalt erkannt hatte, sprach er zu jener Zeit diesen Satz:

    Wenn bei einem Eifrigen, Meditierenden, Edlen,
    wirklich die Wahrheit entsteht,
    dann schwinden ihm die Zweifel alle,
    denn er schaut das Gesetz der Bedingtheit.

    Dann im mittleren Abschnitt der Nacht durchdachte der Erhabene im Geiste vorwärts und rückwärts die Kette des bedingten Entstehens: Es entsteht in Abhängigkeit von: Unwissen Aktivitäten ... durch die Auflösung der Geburt lösen sich Alter, Tod, Kummer, Jammer, Schmerz, Leid und Verzweiflung auf. In dieser Weise vergeht die ganze Masse von Leid.

    Da also der Erhabene diesen Sachverhalt erkannt hatte, sprach er zu jener Zeit diesen Satz:

    Wenn bei einem Eifrigen, Meditierenden, Edlen,
    wirklich die Wahrheit entsteht,
    dann schwinden ihm die Zweifel alle,
    denn er schaut das Gesetz der Auflösung.

    Dann im letzten Abschnitt der Nacht durchdachte der Erhabene im Geiste vorwärts und rückwärts die Kette des bedingten Entstehens: Es entsteht in Abhängigkeit von: Unwissen Aktivitäten ... durch die Auflösung der Geburt lösen sich Alter, Tod, Kummer, Jammer, Schmerz, Leid und Verzweiflung auf. In dieser Weise vergeht die ganze Masse von Leid.

    Da also der Erhabene diesen Sachverhalt erkannt hatte, sprach er zu jener Zeit diesen Satz:

    Wenn bei einem Eifrigen, Meditierenden, Edlen,
    wirklich die Wahrheit entsteht,
    dann steht er da die Heere des Todes vernichtend,
    wie die Sonne den Himmel erleuchtend.

    Alles anzeigen

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • blue_apricot
    Gast
    • 5. Februar 2015 um 00:01
    • #261

    @ Nibbuti:

    Zitat

    wie gesagt, die „Drei Wissen“ (vedas) sind für Brahmanen

    Klar.

    Zitat

    388
    Brahmane heißt: vom Übel frei; ein Samana (Asket, Mönch):
    Der ruhig geht; vom Schmutz erlöst: Pabbājita

    402
    Brahmane heißt, wer hier des Leidens Ende fand,
    Die Last abwarf und alles abschnitt, was ihn band.

    usw. usf. aus : Dhammapada

    Zitat

    Mahavagga hat geschrieben

    /
    ohne Quelle, Patchwork ?


    Egal. _()_
    Immer dat selbe Umhergebiege/ * anusaya/

  • bel
    Gast
    • 5. Februar 2015 um 00:20
    • #262

    Brahmanen heißen auch die Veden-Priester. Mit Brahmanas & Samanas sind in der Längeren und Mittleren Sammlung meist die Andersfährtigen gemeint.
    Es gibt im Mahavagga des Viayapitaka ne schöne Szene, als der Buddha nach seinem Erwachen rumrennt und meint, alle müssten ihm sofort ansehen, dass er erwacht sei - der nächste Samana sucht aber fluchtartig das Weite, denk, dass er einen Verrückten vor sich hat. Auch seine früheren Kumpels sind not amused, iwie brauchte es offenbar was, die zu überzeugen, das auf den ersten Blick so aussah, womit sie selbst immer angaben wie ne Lore Affen.

  • blue_apricot
    Gast
    • 5. Februar 2015 um 01:12
    • #263

    Gotamo war doch selber `Sramana`. Er fand keine Befriedung im herkömmlichen Glauben und Ansichten.
    Buddha sprach oft von den "guten Brahmanen und Asketen" und es waren jene, die er befreite indem sie umschwenkten.
    Deshalb sagte er auch aus , was ein `wirklicher Brahmane `ist. S.o.
    Antaiji tut dir nicht wohl. Offensichtlich ist `Gedenken und Verehrung`dort im Eimer - und es scheint auch an `Kusen` zu fehlen.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (5. Februar 2015 um 01:22)

  • bel
    Gast
    • 5. Februar 2015 um 01:21
    • #264
    blue_apricot:

    Gotamo war doch selber `Sramana`. Er fand keine Befriedung in den herkömmlichen Glauben und Ansichten.


    Eben.

    Zitat

    Buddha sprach oft von den "guten Brahmanen und Asketen" und es waren jene, die er befreite.


    Nene, wohl eher die die sich zwar in ihrem Leiden mühen, aber iwie doch nicht begriffen.

    Zitat

    Deshalb sagte er auch, was ein wirklicher Brahmane ist. S.o.


    Seh ich auch so. Hängt eben vom Kontext ab.

    Zitat

    Antaiji tut dir nicht wohl.


    Wat dat jetzt wieder soll? Willst du mir jetzt wieder stecken, dass Du das himmlische Auge hast oder sonst wie paranormale Kräfte? :)
    Ja, Schriften und Gedanken sind nix, was man verehren sollte, ist dat nicht überall im Zen so? Und bloß jut, dass es noch Orte gibt, wo nich auch noch ins Zazen (Nur-Sitzen) reingelabert wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (5. Februar 2015 um 01:37)

  • blue_apricot
    Gast
    • 5. Februar 2015 um 01:27
    • #265

    Hast dir wohl einen Vorrat angelegt. Versteh ich. `Entsagung `ist "schei..."unter solchen Umständen. Deine Intuition gibt dir da schon recht.

  • bel
    Gast
    • 5. Februar 2015 um 01:30
    • #266

    Geh mal lieber Bettchen jetzte.

  • blue_apricot
    Gast
    • 5. Februar 2015 um 01:34
    • #267

    Ja,klar, hoffe du bist da dennoch "iwie" in guten Händen. Genügt dir vielleicht auch: "Gute, gute Hände", also "Träum guuut" .

    Nacht._()_

  • bel
    Gast
    • 5. Februar 2015 um 01:40
    • #268

    Mach dir mal keine Sorgen. Dir auch ne Gute Nacht, bei mir is ja noch nicht so weit.

  • blue_apricot
    Gast
    • 5. Februar 2015 um 11:05
    • #269

    Bel:

    Zitat

    iwie brauchte es offenbar was, die zu überzeugen

    Na hier funktioniert das nicht, auch Dogen kann hier nicht überzeugen.

    "Daß genau diese spezielle Art der Ermahnung zwingend sei, ist ja bei Dogen nicht auszumachen, ganz im Gegenteil." ( Bel )

    Bei so wechselnden Standpunkten wüsste nicht mal Gotamo wo er ansetzen könnte :D

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (5. Februar 2015 um 11:21)

  • bel
    Gast
    • 5. Februar 2015 um 11:20
    • #270
    blue_apricot:

    Bel:

    Zitat

    iwie brauchte es offenbar was, die zu überzeugen

    Na hier funktioniert das nicht, auch Dogen kann hier nicht überzeugen. Wer hätte das gedacht .

    Der hat ja auch solche Dinge nicht von sich erzählt, als er aus China kam, sondern eben ganz was anderes.

  • mukti
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    • 5. Februar 2015 um 12:20
    • #271
    Roth:


    Wurde hier im Forum evtl. bereits irgendwo Theravāda Literatur angegeben, die die offizielle
    Sicht von Theravāda-Gelehrten (außer Buddhaghosa) zur Wiedergeburtsfrage wiedergibt? Gibt es da eigent-
    lich eine einheitliche Position und wie sieht die ca. aus?

    Ich kenne keinen Theravada-Gelehrten der eindeutig bestreitet dass der Buddha Wiedergeburt nach dem Tod in verschiedenen Daseinsbereichen gelehrt hat. Einige Stellungnahmen und Literatur:

    http://zugangzureinsicht.org/html/lib/autho…th.html#ironies
    http://www.theravada-dhamma.org/blog/?p=5668
    http://www.buddhistischer-studienverlag.de/shop/downloads…sonderdruck.pdf
    http://www.amazon.de/Die-Lehre-von-…t/dp/3897671794
    http://www.palikanon.com/diverses/max_l…hrebuddhas4.htm
    http://www.palikanon.com/diverses/milinda/milin_idx.html
    http://zugangzureinsicht.org/html/lib/autho…a/wheel102.html
    http://www.palikanon.com/buddhbib/08wegerlos/weg_erlos22.htm
    usw.

    Die einheitliche Position ist die des Palikanon:

    Zitat

    Eigner und Erben ihres Wirkens, o Mönche, sind die Wesen, ihrem Wirken entsprossen, mit ihm verknüpft, haben ihr Wirken zur Zuflucht, und die guten und bösen Taten, die sie vollbringen, werden sie zum Erbe haben.

    Da, ihr Mönche, bringt einer Lebendes um, stiehlt, führt unrechten Wandel in Sinnenlüsten, er ist ein Lügner, ein Zwischenträger, redet roh, schwätzt, ist habsüchtig, gehässig und hat falsche Ansichten. Er verkriecht sich in Taten, verkriecht sich in Worten, verkriecht sich in Gedanken. Krumm sind seine Taten in Werken, krumm seine Taten in Worten, krumm seine Taten in Gedanken, krumm seine Daseinsfährte, krumm seine Wiedergeburt. Wer aber krumme Daseinsfährte, krumme Wiedergeburt hat, der hat eine von diesen beiden Daseinsfährten zu erwarten: eine äußerst qualvolle Hölle oder den Tierschoß der Kriechtiere.

    Was aber, ihr Mönche, gilt da als der Tierschoß der Kriechtiere? Schlangen, Skorpione, Hundertfüßler, Mungos, Katzen, Mäuse, Eulen oder was es da sonst noch an Wesen des Tierschoßes gibt, die sich beim Anblick des Menschen verkriechen. So, ihr Mönche, vollzieht sich die Wiedergeburt eines Wesens seiner Natur nach (*1): danach, was man tut, wird man wiedergeboren, und den Wiedergeborenen treffen die Eindrücke (*2). Darum sage ich, ihr Mönche, sind die Wesen die Erben ihrer Werke.

    Eigner und Erben ihres Wirkens, o Mönche, sind die Wesen, ihrem Wirken entsprossen, mit ihm verknüpft, haben ihr Wirken zur Zuflucht, und die guten und bösen Taten, die sie vollbringen, werden sie zum Erbe haben.

    Da, ihr Mönche, steht einer ab vom Töten ... besitzt rechte Erkenntnis. Er verkriecht sich nicht in Werken, verkriecht sich nicht in Worten, verkriecht sich nicht in Gedanken. Gerade sind seine Taten in Werken, gerade seine Taten in Worten, gerade seine Taten in Gedanken, gerade seine Daseinsfährte, gerade seine Wiedergeburt. Wer aber, ihr Mönche, gerade Daseinsfährte, gerade Wiedergeburt hat, der hat eine von diesen beiden Daseinsfährten zu erwarten: einen äußerst glücklichen Himmel oder Wiedergeburt in einem vornehmen Geschlecht, einem mächtigen Adelsgeschlechte, einem mächtigen Brahmanengeschlechte oder einem mächtigen Bürgergeschlechte, das wohlhabend ist, reich begütert, hoch vermögend, reich an Silber und Gold, Hab und Gut, Geld und Getreide. So, ihr Mönche, vollzieht sich die Wiedergeburt eines Wesens seiner Natur nach: danach, was man tut, wird man wiedergeboren, und den Wiedergeborenen treffen die Eindrücke. Darum sage ich, ihr Mönche, sind die Wesen die Erben ihrer Werke.

    Eigner und Erben ihres Wirkens, ihr Mönche, sind die Wesen, ihrem Wirken entsprossen, mit ihm verknüpft, haben ihr Wirken zur Zuflucht, und die bösen und guten Taten, die sie vollbringen, werden sie zum Erbe haben.

    http://www.palikanon.com/angutt/a10_178_219.html#a_x205

    Alles anzeigen

    Mit Metta, mukti.


  • keks
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    • 5. Februar 2015 um 14:08
    • #272

    Maitreya ist der einzigste der im Theravada als nächstes kommt, der fünfte Buddha.
    Somit ist es im Theravada unmöglich ohne Wiedergeburt Buddhaschaft zu erreichen.

    Bubu :clown::oops:

  • Roth
    Gast
    • 5. Februar 2015 um 17:54
    • #273
    mukti:

    Ich kenne keinen Theravada-Gelehrten der eindeutig bestreitet dass der Buddha Wiedergeburt nach dem Tod in verschiedenen Daseinsbereichen gelehrt hat. Einige Stellungnahmen und Literatur:

    Ah, gut, danke! Das ist hilfreich.


    bel:

    Aber ein spezielles namarupa hat eben schon einen Anfang und ein Ende und setzt sich über dieses Ende nicht in seiner individuellen Kontinuität fort.

    bel:

    Kein namarupa ist verschieden von einem anderen sofern sie auf den selben Daseinsmerkmal beruhen.

    Dazu hätte ich einige Fragen: Inwiefern »speziell« und »nicht verschieden«? Bei Nāmarūpa im Fall 1 scheint es ja etwas zu geben, was es von anderen unterscheidet, andernfalls ließe sich kaum sagen: »ein spezielles namarupa« (im Gegensatz zu anderen solchen). Wären das nach Fall 2 andere Daseinsmerkmale, oder wie ist das zu verstehen? "Mein" Komplex unterscheidet sich ja nicht hinsichtlich der Daseinsmerkmale – im buddh. Sinne – von irgendeinem anderen, sondern durch andere Merkmale, dennoch bin ich wenigstens konventionell verschieden von anderen, oder ist jedes Nāmarūpa im Sinne der höchsten Wahrheit ein einziges? Aber wie bzw. in welchem Sinne könnte es so einen Anfang und ein Ende haben? Nur im konventionellen Sinne?


    Und wie deutet man eigentlich, wenn man annimmt, dass ein Wesen mit dem Tode zerfällt und damit zu wirken aufhört, es auch nichts mehr bedingt, solche Stellen wie eben die obige aus dem »Saṃsappanīya Sutta«?

    Bedingung kann es nur geben, wenn es das Bedingende gibt, wenn das Bedingende nicht mehr existiert, kann auch nichts Bedingtes mehr sein? Aber das dürfte von mir wohl zu isoliert gedacht sein, nehme ich an, gibt es ja doch mehr als nur eine Bedingung und ist das Bedingtsein, scheint's, auch eine reflexive Relation – "Bewusstsein" bedingt "Körper(form)" und vice versa, bspw.
    Was ist dabei das "Bedingungsgefüge" für ein neues Nāmarūpa? »viññana« »sankhāra« und »avijjā«, oder wie? Aber die gibt es ja ihrerseits nicht im "luftleeren Raum", muss es nicht irgendetwas mit einem unwissenden Bewusstsein und entsprechender Tatabsicht geben?


    _()_

  • Buddhaghosa
    Gast
    • 5. Februar 2015 um 17:59
    • #274

    Hallo Jojo,

    Jojo:
    Buddhaghosa:

    Man kann sich übrigens auch umentscheiden und seine Stimme neu vergeben.


    Habe mich von Option 2 auf "irgendwie anders" umgepolt. Der Ausdruck "Mentale Anwandlungen" ist zu schräg.

    den Begriff 'mentale Anwandlungen' habe ich von nibbuti übernommen. Anfangs habe ich ihn verstanden im Sinne von Buddhadasas Interpretation von Geburt. Nach nibbutis letzter Erklärung mit dem Hundeasketen bin ich mir da aber nicht mehr so sicher. Wiedergeburt wird i.d.R. verstanden als Frucht von Karma (also vipaka) aber hier scheint nibbuti Wiedergeburt als mentale Anwandlung als den aktiven Part von Karma zu bezeichnen. Dies macht es für mich noch unverständlicher.

    Gruß
    Florian

  • Buddhaghosa
    Gast
    • 5. Februar 2015 um 18:13
    • #275

    Hallo,

    nibbuti:
    Roth:

    Noch etwas: Wurde hier im Forum evtl. bereits irgendwo Theravāda Literatur angegeben, die die offizielle Sicht von Theravāda-Gelehrten (außer Buddhaghosa) zur Wiedergeburtsfrage wiedergibt? Gibt es da eigent-
    lich eine einheitliche Position und wie sieht die ca. aus?


    in Theravada gibt es keine einheitliche, zentrale Position, da sich Theravada (zumindest offiziell) auf die Lehre des Buddha bezieht

    der Theravada ist ja sowohl eine Ordinationstradition als auch eine Interpretationstradition. Beides geht nicht immer Hand in Hand. So greifen manche Mönche nur ihre Ordination ab, wollen dann aber nicht mehr viel mit ihrer Tradition zu tun haben. Was die Interpretationstradition betrifft, gibt es durchaus eine orthodoxe Lehrauslegung, die sich u.a. im Kathavatthu und den klassischen Kommentaren findet. Da diese Kommentare von Buddhaghosa editiert, kompiliert und übersetzt wurden, spielt er eine herausgehobene Position, die von Collins entsprechend beschrieben wird:

    Zitat

    To this day Buddhaghosa's Buddhism is in effect the unitary standard of doctrinal orthodoxy for all Theravada Buddhists {Collins 1998, Selfless persons, S. 22}

    Also, wenn man etwas über den Theravada erfahren möchte, sollte man Buddhaghosa fragen und nicht nibbuti. Dies sollte aber gesehen werden im Kontext der durchaus atomistischen Ordnungsstruktur des Theravada - obwohl es dennoch Sangha-König etc. gibt - und der Tatsache, dass 'Theravada-Buddhismus' ein anachronistischer Begriff ist.

    Die orthodoxe Lehrmeinung des Theravada nimmt eine wörtliche Wiedergeburt als richtig an.

    Gruß
    Florian

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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