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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Anatta Lehre, bloß eine Phantasie?

  • shankar
  • 16. August 2014 um 02:35
  • Zum letzten Beitrag
  • shankar
    Gast
    • 6. September 2014 um 21:45
    • #126
    EinGedanke:

    Dann wünsche ich dir viel Glück beim Versuch herauszufinden ob denn nun Anatta Phantasie ist oder auch nicht. Bei so einer Einstellung wie deiner wird man es brauchen.


    Nun,bei jemanden wie Dir, der die anatta-Lehre wie ein Hindu begreift, wird es keine Phantasie mehr brauchen! ;)


    _()_Namaste

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    • 6. September 2014 um 21:49
    • #127

    Wer sich für den Unterschied zwischen relativer und Wahrheit im Buddhismus interessiert: das hat bereits Nagarjuna im 2. Jhd geklärt.
    Ich finde es sehr wichtig, wenn man sich mit Buddhismus beschäftigt, zunächst einmal zu klären was Wahrheit ist. Und vor allem den Unterschied von relativer Wahrheit und absoluter Wahrheit zu verstehen ist sozusagen das Grundgerüst im Buddhismus. Es ist auch der Kern, den Buddha in den 4 edlen Wahrheiten erklärt. Buddhas Erleuchtung ist ja sozusagen, das erkennen der absoluten Wahrheit.
    Ich versuche es mal in meinen eigenen Worten kurz zu erklären. Vielleicht erklärt sich dann auch die Anfangsfrage.

    Eine relative Wahrheit ist Vergänglich. Da wir erkennen können, dass alle Dinge die entstanden sind,sich auch wieder auflösen scheint auf den ersten Block alles nur eine relative Wahrheit zu sein.
    Dies bedeutet, das unser Körper, unsere Gedanken und unsere Gefühle keine absolute Wahrheit sind. Auch Leid gehört dazu. Es bedeutet auch, dass alle Materie und Energie, ja auch alle Naturgesetze der Vergänglichkeit unterworfen sind. Im Unterschied dazu ist eine absolute Wahrheit immer und überall gültig. Also kann eine absolute Wahrheit kein Ding sein, keine Form und somit auch keine Gedanken. Das führt zu der Frage ob der Buddhismus eine absolute Wahrheit ist. Und, nein er ist es nicht. Aber da wir erkennen können, dass es eine absolute Wahrheit gibt, können wir auch sagen, dass sie auch hier und jetzt erfahrbar sein muss. Somit dient der Buddhismus als Weg, diese absolute Wahrheit hier und jetzt zu erkennen. Da sich absolute Wahrheiten aber auch nicht in Gedanken und Konzepten beschreiben lassen, dienen sozusagen die Worte nur als Fingerzeig. das hier und jetzt sind natürlich auch nur Worte, aber sie zeigen auf etwas was wir nicht verleugnen können. Wir können nicht sagen es gibt das jetzt nicht. Die meisten erkennen hingegen gar nicht, dass es nur das jetzt gibt und Vergangenheit und Zukunft Illusionen sind. Das ist auch im Kern die Ursache allen Leidens. Wir leiden entweder weil wir etwas haben wollen was jetzt nicht ist (Gier), oder weil wir das was jetzt ist nicht mögen (Abneigung) oder aber weil wir gar nicht wissen ob wir das jetzt so annehmen wollen oder nicht (Verwirrung). Buddha erkannte diese Wurzeln des Leidens und alle Belehrungen die auf seinem Namen beruhen zielen darauf ab dieses Leid zu durchschauen und sich davon zu befreien.
    Somit ist auch die Anatta Lehre keine absolute Wahrheit, aber sie ist eine relative Wahrheit und ein Weg um die absolute zu erkennen. Sie bezieht sich ja darauf, dass es kein unveränderliches Selbst gibt. Die Identifikation mit einer Form wie das Selbst muss demnach zu Leiden führen. Die absolute Wahrheit wird oft als Formlos, als Raum oder eben als das jetzt beschrieben. Aber wie gesagt sind es nur Fingerzeige. Wie weit man dies realisiert hat zeigt sich darin wie sehr man leidet.

  • Noreply
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    • 7. September 2014 um 00:20
    • #128
    shankar:
    Ellviral:


    Ein alles zusammenhaltendes Element gibt es nicht: DIE Welt gibt es nicht denn wenn es die Welt geben würde wäre da ein zusammenhaltendes Element. .
    ()


    Wovon schreibst du dann, wenn Dein Satz keine Referenz hat. In einer Existenzaussge seine Existenz bzw. die Grundlagen seiner Existenz zu verneinen ist genauso unlogisch, wie zu sagen: Dieser Satz existiert nicht. Pure Retorsion, sprachlicher Leerlauf, Worthülsen!

    Zitat


    Das Bild stellt eine mögliche Sachlage im logischen Raume dar.
    2.203
    Das Bild enthält die Möglichkeit der Sachlage, die es darstellt.
    2.21
    Das Bild stimmt mit der Wirklichkeit überein oder nicht; es ist richtig oder unrichtig, wahr oder falsch.
    2.22
    Das Bild stellt dar, was es darstellt, unabhängig von seiner Wahr- oder Falschheit, durch die Form der Abbildung.
    2.221
    Was das Bild darstellt, ist sein Sinn.
    2.222
    In der Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung seines Sinnes mit der Wirklichkeit, besteht seine Wahrheit oder Falschheit.
    2.223
    Um zu erkennen, ob das Bild wahr oder falsch ist, müssen wir es mit der Wirklichkeit vergleichen.
    2.224
    Aus dem Bild allein ist nicht zu erkennen, ob es wahr oder falsch ist.
    2.225
    Ein a priori wahres Bild gibt es nicht. (Wittgenstein Traktatus)

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    Wovon ich spreche? "Warum es die Welt nicht gibt." Markus Gabriel
    Gleichzeitig lese ich jetzt auch die sechs Fingerübungen von Feynman.
    Wovon Du sprichst darauf werde ich Dir nicht antworten.

  • shankar
    Gast
    • 7. September 2014 um 11:10
    • #129
    stiller_raum:

    Wer sich für den Unterschied zwischen relativer und Wahrheit im Buddhismus interessiert: das hat bereits Nagarjuna im 2. Jhd geklärt.


    Nenn mir bitte nur eine einzige Stelle im Original, wo Nagarjuna im
    Śūnyatāsaptati
    Vigrahavyāvartaṇī
    Pratītyasamutpādahṛdayakārikā
    Yuktiṣaṣtikā
    Vaidalyaprakaraṇa
    Vyavahārasiddhi
    Bodhicittavivaraṇa
    Catuḥstava
    Ratnāvalī
    Sūtrasamuccaya
    Bodhisaṃbharaka
    Suhṛllekha

    von absoluter Wahrheit oder relativer Wahrheit, vom weltlichen bzw. überweltlichen Dharma schrieb. Und bitte nenn mir mal bitte die Sanskritwörter dafür. Ich bin echt gespannt.

    Danke


    _()_ Namaste

  • shankar
    Gast
    • 7. September 2014 um 12:27
    • #130
    Ellviral:


    Wovon Du sprichst darauf werde ich Dir nicht antworten.


    Logik der Sprache, analytische Philosophie....also, wovon jemand redet, wenn der Inhalt der Form widerspricht!


    http://www.youtube.com/watch?v=UN1aScSAHNQ


    _()_ Namaste

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 7. September 2014 um 13:01
    • #131
    shankar:
    stiller_raum:

    Wer sich für den Unterschied zwischen relativer und Wahrheit im Buddhismus interessiert: das hat bereits Nagarjuna im 2. Jhd geklärt.


    Nenn mir bitte nur eine einzige Stelle im Original, wo Nagarjuna im
    Śūnyatāsaptati
    Vigrahavyāvartaṇī
    Pratītyasamutpādahṛdayakārikā
    Yuktiṣaṣtikā
    Vaidalyaprakaraṇa
    Vyavahārasiddhi
    Bodhicittavivaraṇa
    Catuḥstava
    Ratnāvalī
    Sūtrasamuccaya
    Bodhisaṃbharaka
    Suhṛllekha

    von absoluter Wahrheit oder relativer Wahrheit, vom weltlichen bzw. überweltlichen Dharma schrieb. Und bitte nenn mir mal bitte die Sanskritwörter dafür. Ich bin echt gespannt.

    Danke


    _()_ Namaste

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    http://www.zeno.org/Philosophie/M/…gster+Abschnitt

    Da gibts wohl so was. Mehr bei Google. :)

  • stiller_raum
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    • 7. September 2014 um 13:03
    • #132
    shankar:
    stiller_raum:

    Wer sich für den Unterschied zwischen relativer und Wahrheit im Buddhismus interessiert: das hat bereits Nagarjuna im 2. Jhd geklärt.


    Nenn mir bitte nur eine einzige Stelle im Original, wo Nagarjuna im
    Śūnyatāsaptati
    Vigrahavyāvartaṇī
    Pratītyasamutpādahṛdayakārikā
    Yuktiṣaṣtikā
    Vaidalyaprakaraṇa
    Vyavahārasiddhi
    Bodhicittavivaraṇa
    Catuḥstava
    Ratnāvalī
    Sūtrasamuccaya
    Bodhisaṃbharaka
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    von absoluter Wahrheit oder relativer Wahrheit, vom weltlichen bzw. überweltlichen Dharma schrieb. Und bitte nenn mir mal bitte die Sanskritwörter dafür. Ich bin echt gespannt.

    Danke


    _()_ Namaste

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    Wieso? Was willst Du mit Deinen Fragen wirklich wissen? Wenn Buddha fragen bekommen hatte, die nicht darauf abzielten das Leid aufzulösen, hat er sie auch nicht beantwortet. Aus Deiner Frage schließe ich einfach, dass Du versuchst durch zu verstehen was eine absolute Wahrheit ist. Dies zu verstehen ist ehr wichtig, aber niemand kann dies durch das Denken verstehen. Die buddhistische Philosophie hat ihre Berechtigung, aber sie bleibt eine Philosophie, wenn man sie nicht durch die eigene Erfahrung lebt. Ich kann kein Sanskrit und bin auch kein Experte für komplexe Begriffe im Buddhismus. Ich bin der Meinung, dass solche Begriffe für viele eher ein Hindernis sind. Es ist wichtig die Grundlagen in einer geeigneten Sprache zu verstehen. In einer Sprache die jeder verstehen kann.Alles andere halte ich für intellektuell abgehoben und da ist Meditation sicherlich hilfreicher als überladenes Wissen. Ich stelle einfach mal eine Gegenfrage um dem ganzen näher zu kommen. Kannst Du irgendetwas benennen was absolut Wahr ist? Wahr im Sinne, dass es immer und überall ist? Eine mögliche Antwort habe ich ja bereits beschrieben aber ich glaube es kann sinnvoll sein darüber mal zu meditieren.

  • shankar
    Gast
    • 7. September 2014 um 13:29
    • #133
    Ji'un Ken:

    http://www.zeno.org/Philosophie/M/…gster+Abschnitt

    Da gibts wohl so was. Mehr bei Google. :)


    Also ganz ehrlich...ich habe alle Werke Nagarjunas im Original vorliegen. Ich finde keinen einzigen Begriff im Sinne von überweltlich, absolut noch weltlich relativ. Bei Googel gibt es Übersetzer, die der Auffassung sind, daß er das täte, es gibt aber auch Übersetzer, die sich ganz entschieden sich dagegen wehren, wie Ramanan, K. Venkata,Hans P. Sturm,Kalupahana, David oder Thomas Köhler, mit dem ich die Freude hatte zusammenzuarbeiten.
    http://www.amazon.de/Buddhismus-Qua…words=nagarjuna
    Die Interpretation und Wertung einer Schrift ist nicht ihre Übersetzung. Insofern ist hier nichts aber auch rein gar nichts widerlegt und alle Fragen offen.
    Ich erwarte nur etwas übersetzerische Redlichkeit. Aber klar, wenn ein Konstrukt, welches einen Widerspruch deckelt, zusammenbricht, dann kommt man in arge Bedrängnis.


    _()-Namaste

  • shankar
    Gast
    • 7. September 2014 um 13:35
    • #134
    stiller_raum:

    Wieso? Was willst Du mit Deinen Fragen wirklich wissen? Wenn Buddha fragen bekommen hatte, die nicht darauf abzielten das Leid aufzulösen, hat er sie auch nicht beantwortet. Aus Deiner Frage schließe ich einfach, dass Du versuchst durch zu verstehen was eine absolute Wahrheit ist..


    Ich sag doch, daß es keinen Beleg für absolute Wahrheit weder bei Buddha noch bei Nagarjuna gibt...unterstell mir also nicht immer etwas, was mich gar nicht interessiert, weil es widerlegt ist. Es ist ein esoterisches selbstverliebtes Konstrukt, das versucht die Metaphysik im Buddhismus zu retten.


    _()_ Namaste

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 7. September 2014 um 13:43
    • #135
    shankar:
    Ji'un Ken:

    http://www.zeno.org/Philosophie/M/…gster+Abschnitt

    Da gibts wohl so was. Mehr bei Google. :)


    Also ganz ehrlich...ich habe alle Werke Nagarjunas im Original vorliegen. Ich finde keinen einzigen Begriff im Sinne von überweltlich, absolut noch weltlich relativ....

    Das mag so sein, Shankar. Mir ist das relativ wurscht. Ich habe weder Nagarjuna im Original, noch kann ich ihn übersetzen.
    Für mich ist dieses Model der zwei Wahrheiten einer von vielen Erklärungsversuchen um das in Worte zu fassen, was wir Wirklichkeit nennen.
    Ich weiche der Sache aus, in dem ich sie garnicht erst erkläre. Ich lebe und ich habe damit schon genug zu tun.
    Manchen reicht das, manche rollen da mit den Augen. Ich kann mit beidem gut leben.

    Ansonsten habe ich den Inhalt deiner Antwort im Groben schon vorhergesehen. Du bist da recht berechenbar. Bei mir ist der Eindruck entstanden, dass du hier nicht schreibst, um dich auszutauschen, sondern um allen zu zeigen, dass du letztendlich derjenige bist, der weiß, wo der Hammer hängt. Aber was soll's. Solche Menschen muss es wohl auch geben.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (7. September 2014 um 14:09) aus folgendem Grund: Inhalte hinzugefügt

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    • 7. September 2014 um 13:57
    • #136
    Zitat

    http://www.amazon.de/Buddhismus-Quanten ... =nagarjuna
    Die Interpretation und Wertung einer Schrift ist nicht ihre Übersetzung. Insofern ist hier nichts aber auch rein gar nichts widerlegt und alle Fragen offen.
    Ich erwarte nur etwas übersetzerische Redlichkeit. Aber klar, wenn ein Konstrukt, welches einen Widerspruch deckelt, zusammenbricht, dann kommt man in arge Bedrängnis.

    Ich habe das Buch gelesen und ich finde es prinzipiell gut Naturwissenschaften und Buddhismus zu vergleichen. Nun ist Quantenphysik sicherlich nicht so einfach für jeden zu verstehen. Genauso wie die Relativitätstheorie, sind diese beiden Theorien sehr schwer mit unserer Alltagswirklichkeit zu verstehen. Raum und Zeit nur als relative Wahrheiten? So etwas wie Licht zugleich ein Teilchen und eine Welle? Wie kann das sein und was bedeutet es konkret für den Buddhismus? Wichtig ist vor allem diese Theorien nicht als absolute Wahrheiten misszuverstehen. Beide Theorien gelten nur in einem gewissen Rahmen. Zusammengenommen widersprechen sie sich. Und das ist der entscheidende Punkt. Deswegen sind diese Theorien vielleicht für einen hartgesottenden Materialisten ein Einstieg in eine neue Sichtweise. Aber wie auch in der Philosophie bleiben die Worte eben oft sehr trocken und theoretisch. Buddha wollte den Menschen praktisch helfen und nicht eine neue Philosophie für Intellektuelle entwickeln. Da wir im Westen die Wissenschaften zu einer Art Ersatzreligion erklärt haben, glauben eben auch immer noch viele man müsse den Buddhismus einfach wissenschaftlich beweisen und dann könne man dem Buddhismus erst wirklich vertrauen und ihn verstehen. Das wird aber nie der Fall sein, da sich Wissenschaften nur innerhalb der Dualität bewegen können. Und das schon alleine durch das Selbstverständnis. Man kann vielleicht die Wirksamkeit von Meditation wissenschaftlich untersuchen und positive Effekte feststellen, aber die rein wissenschaftliche Herangehensweise an den Buddhismus hat seine Grenzen. In der Essenz geht es im Buddhismus wie auch hin andere spirituellen Lehren nicht um ein Intellektuelles verstehen von schwierigen Begriffen.Nein genau das führt einen wahrscheinlich eher Weg davon. Es geht im Kern darum über die Dualität des Denkens hinauszugehen. Und dies kann man nun nicht beweisen und deswegen bleiben alle die nur der Logik vertrauen an diesem Punkt stecken. Deswegen sollte man ernsthaft seine Motivation hinterfragen wenn man versucht komplexe Begriffe und Theorien die oft schwer zu übersetzen sind, zu verstehen. So etwas kann schnell zum Selbstzweck werden und vielleicht noch mehr Verwirrung erzeugen. Ich beobachte sehr häufig im Forum, dass sich Leute über einzelne Begriffe und Bedeutungen streiten. Hilft dies dem einzelnen wirklich weiter? Vielleicht in einigen Fällen, aber ich glaube dass solche Diskussionen letztlich nur dazu dienen die Grenzen des eigenen Denkens und der Logik zu erkennen. Man erkennt dadurch im besten Fall wie begrenzt das eigene Denken ist und das es für ein tieferes Verständnis wichtig ist loszulassen und sich dem natürlichen Sein des Lebens anzuvertrauen.

  • EinGedanke
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    • 7. September 2014 um 14:50
    • #137

    Mūlamadhyamakakārikā von Nagarjuna:

    Chapter 24. Investigation of the Ennobling Truths (Awakening)

    8.
    །སངས་རྒྱས་རྣམས་ཀྱིས་ཆོས་བསྟན་པ།
    །བདེན་པ་གཉིས་ལ་ཡང་དག་རྟེན།
    །འཇིག་རྟེན་ཀུན་རྫོབ་བདེན་པ་དང།
    །དམ་པའི་དོན་གྱི་བདེན་པའོ།།

    /sangs rgyas rnams kyis chos bstan pa/
    /bden pa gnyis la yang dag rten/
    /'jig rten kun rdzob bden pa dang/
    /dam pa'i don gyi bden pa'o//

    The Dharma taught by Buddhas perfectly relies on two truths: the ambiguous truths of the world and the truths of the sublime meaning.

    9.
    །གང་དག་བདེན་པ་དེ་གཉིས་ཀྱི།
    །རྣམ་དབྱེ་རྣམ་པར་མི་ཤེས་པ།
    །དེ་དག་སངས་རྒྱས་བསྟན་པ་ནི།
    །ཟབ་མོའི་དེ་ཉིད་རྣམ་མི་ཤེས།།

    /gang dag bden pa de gnyis kyi/
    /rnam dbye rnam par mi shes pa/
    /de dag sangs rgyas bstan pa ni/
    /zab mo'i de nyid rnam mi shes//

    Those who do not understand the division into two truths, cannot understand the profound reality of the Buddha's teaching.

    10.
    །ཐ་སྙད་ལ་ནི་མ་བརྟེན་པར།
    །དམ་པའི་དོན་ནི་བསྟན་མི་ནུས།
    །དམ་པའི་དོན་ནི་མ་རྟོགས་པར།
    །མྱ་ངན་འདས་པ་ཐོབ་མི་འགྱུར།།

    /tha snyad la ni ma brten par/
    /dam pa'i don ni bstan mi nus/
    /dam pa'i don ni ma rtogs par/
    /mya ngan 'das pa thob mi 'gyur//

    Without relying on conventions, the sublime meaning cannot be taught. Without understanding the sublime meaning, one will not attain nirvana.

  • shankar
    Gast
    • 7. September 2014 um 15:50
    • #138
    EinGedanke:

    Mūlamadhyamakakārikā von Nagarjuna:

    Chapter 24. Investigation of the Ennobling Truths (Awakening)

    8.
    །སངས་རྒྱས་རྣམས་ཀྱིས་ཆོས་བསྟན་པ།
    །བདེན་པ་གཉིས་ལ་ཡང་དག་རྟེན།
    །འཇིག་རྟེན་ཀུན་རྫོབ་བདེན་པ་དང།
    །དམ་པའི་དོན་གྱི་བདེན་པའོ།།

    /sangs rgyas rnams kyis chos bstan pa/
    /bden pa gnyis la yang dag rten/
    /'jig rten kun rdzob bden pa dang/
    /dam pa'i don gyi bden pa'o//

    The Dharma taught by Buddhas perfectly relies on two truths: the ambiguous truths of the world and the truths of the sublime meaning.

    9.
    །གང་དག་བདེན་པ་དེ་གཉིས་ཀྱི།
    །རྣམ་དབྱེ་རྣམ་པར་མི་ཤེས་པ།
    །དེ་དག་སངས་རྒྱས་བསྟན་པ་ནི།
    །ཟབ་མོའི་དེ་ཉིད་རྣམ་མི་ཤེས།།

    /gang dag bden pa de gnyis kyi/
    /rnam dbye rnam par mi shes pa/
    /de dag sangs rgyas bstan pa ni/
    /zab mo'i de nyid rnam mi shes//

    Those who do not understand the division into two truths, cannot understand the profound reality of the Buddha's teaching.

    10.
    །ཐ་སྙད་ལ་ནི་མ་བརྟེན་པར།
    །དམ་པའི་དོན་ནི་བསྟན་མི་ནུས།
    །དམ་པའི་དོན་ནི་མ་རྟོགས་པར།
    །མྱ་ངན་འདས་པ་ཐོབ་མི་འགྱུར།།

    /tha snyad la ni ma brten par/
    /dam pa'i don ni bstan mi nus/
    /dam pa'i don ni ma rtogs par/
    /mya ngan 'das pa thob mi 'gyur//

    Without relying on conventions, the sublime meaning cannot be taught. Without understanding the sublime meaning, one will not attain nirvana.

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    1.sorry...ich lese hier tibetische Translation...im sanskritoriginal steht das nicht so
    2. und selbst die Tibetische Translation sagt das nicht.
    zeig mir mal das tíbetische Wort/Ausdruck für "divison in two truth" . Ich kann immer eine Übersetzung hinsetzen und dann so tun, als hätte ich übersetzt! Und ich bitte Dich inständig, mich nicht zu täuschen, ich kann tibetisch und sanskrit!
    Deine Übersetzungen machen aus einem modus operandi, wie er im Original steht, ein modus tollendo tollens in der Übersetzung, also: (¬B ∧ (A → B)) → ¬A

    . Da steht aber nichts von Wahrheiten/truths, sondern von Verstehensformen(Teile des Sehens genauer übersetzt)

    _()_Namaste

  • EinGedanke
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    • 7. September 2014 um 16:25
    • #139

    Ich kann da stiller_Raum nur zustimmen.

  • shankar
    Gast
    • 7. September 2014 um 16:32
    • #140
    Ji'un Ken:

    Das mag so sein, Shankar. Mir ist das relativ wurscht.


    Dann wirst Du Dich damit abfinden müssen, daß es unterschiedliche Auffassungen gibt und die hier im Forum zurecht aufeinanderprallen, damit Buddhisten, die nicht so bewandert sind, eine faire Chance haben zu unterscheiden, welcher Interpretation sie folgen wollen oder nicht.


    Zitat


    Ich habe weder Nagarjuna im Original, noch kann ich ihn übersetzen.


    Um so mehr sollte es Dich interessieren.

    Zitat

    Für mich ist dieses Model der zwei Wahrheiten einer von vielen Erklärungsversuchen um das in Worte zu fassen, was wir Wirklichkeit nennen.


    Ich sag es Dir vorsichtig...für diese Auffassungen wurde gemordet. Und es geht nicht darum, wer recht hat....sonder was gautama haltbar wirklich gelehrt hat, sonst spekulieren wir und genau das gebietet uns der Dharma nicht zu tun!

    Zitat

    'Verblendung (moha) hat die Eigenschaft, blind zu machen, und ist das Gegenteil von rechtem Wissen, von Weisheit. Das Wesen der Verblendung zeigt sich im Nicht-Ergründen des Wesentlichen. Verblendung hat die Funktion, die wahre Natur des Objekts zu verdecken. Sie offenbart sich dadurch, daß sie das rechte Verhalten bekämpft. Sie ist der unmittelbare Grund für jede unkluge Aufmerksamkeit und sollte als die Wurzel alles Bösen, aller Unsittlichkeit angesehen werden....'
    'Atthasālini' (II. Part IX, Chapter I, 249)

    Zitat

    Ich weiche der Sache aus, in dem ich sie garnicht erst erkläre. Ich lebe und ich habe damit schon genug zu tun.
    Manchen reicht das, manche rollen da mit den Augen. Ich kann mit beidem gut leben.


    Wenn das Dein privater Umgang ist, bitte. Heißt das, das dein privater Umgang im Forum etabliert ist?

    Zitat

    Ansonsten habe ich den Inhalt deiner Antwort im Groben schon vorhergesehen. Du bist da recht berechenbar. Bei mir ist der Eindruck entstanden, dass du hier nicht schreibst, um dich auszutauschen, sondern um allen zu zeigen, dass du letztendlich derjenige bist, der weiß, wo der Hammer hängt. Aber was soll's. Solche Menschen muss es wohl auch geben.


    Ich findes das distanzlos und spekulativ, was Du schreibt und Du magst die Macht haben, die Wahrheit zu unterbinden. Darauf antworte ich mit
    Gautama

    Zitat

    „Wie habe ich doch früher zu dir gesagt, Mālunkyāputta? Habe ich gesagt: 'Komm und sei mein Jünger. Ich will dich lehren, ob die Welt ewig oder nicht ewig ist, ob die Welt begrenzt oder unbegrenzt ist, ob das Lebewesen mit dem Körper identisch oder von ihm verschieden ist, ob der Vollendete nach dem Tode fortlebt oder nicht fortlebt, oder ob der Vollendete nach dem Tode zugleich fortlebt oder nicht fortlebt, oder ob er weder fortlebt noch nicht fortlebt?'" Mālunkyāputta antwortete: „Das hast du nicht gesagt, Herr." 'Cūla- Mālunkyā-Sutta'

    Wie wärs einfach, Du liessest einen akademischen Diskurs zu, auch wenn Du ihn nicht überblickst, weil Dir die Kapazitäten dazu fehlen? Laß doch wenigstens andere klären,was sie klären können!


    _()_ Namaste

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 7. September 2014 um 19:18
    • #141

    Wenn das, was du machst ein akademischer Diskurs ist, dann wundert es mich nicht, dass bei manchen Themen gemordet wurde. :roll:

  • crazy-dragon
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    • 7. September 2014 um 19:41
    • #142

    Ich finde auch, Ji`un Ken hat recht. Und ich merke schon lange, daß shankar hier sein akademisches Wissen demonstrieren will und den Oberlehrer gibt. Meinetwegen, geht mir am Arsch vorbei. Aber gesagt werden muß das mal. :P
    _()_c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

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    • 7. September 2014 um 20:09
    • #143
    shankar:
    stiller_raum:

    Wieso? Was willst Du mit Deinen Fragen wirklich wissen? Wenn Buddha fragen bekommen hatte, die nicht darauf abzielten das Leid aufzulösen, hat er sie auch nicht beantwortet. Aus Deiner Frage schließe ich einfach, dass Du versuchst durch zu verstehen was eine absolute Wahrheit ist..


    Ich sag doch, daß es keinen Beleg für absolute Wahrheit weder bei Buddha noch bei Nagarjuna gibt...unterstell mir also nicht immer etwas, was mich gar nicht interessiert, weil es widerlegt ist. Es ist ein esoterisches selbstverliebtes Konstrukt, das versucht die Metaphysik im Buddhismus zu retten.
    _()_ Namaste

    Was interessiert Dich denn wirklich?

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    • 7. September 2014 um 20:37
    • #144

    Relative Wahrheit ? Absolute Wahrheit ?

    Sprecht ihr davon: http://www.buddhismuskunde.uni-hamburg.de/fileadmin/pdf/…K06Tauscher.pdf

    Recht interessant. Man ist sich nicht einig was absolute Wirklichkeit/Wahrheit sein soll. Die Propagation einer "absoluten Wahrheit" die hinter einer relativen Wahrheit versteckt sein soll ist möglicherweise lediglich ein Konstrukt um den im Buddhismus vorhandenen metaphysischen Nihilismus zu vertuschen:

    Zitat

    „Wie habe ich doch früher zu dir gesagt, Mālunkyāputta? Habe ich gesagt: 'Komm und sei mein Jünger. Ich will dich lehren, ob die Welt ewig oder nicht ewig ist, ob die Welt begrenzt oder unbegrenzt ist, ob das Lebewesen mit dem Körper identisch oder von ihm verschieden ist, ob der Vollendete nach dem Tode fortlebt oder nicht fortlebt, oder ob der Vollendete nach dem Tode zugleich fortlebt oder nicht fortlebt, oder ob er weder fortlebt noch nicht fortlebt?'" Mālunkyāputta antwortete: „Das hast du nicht gesagt, Herr." 'Cūla- Mālunkyā-Sutta'


    Nimmt man den Palikanon als Buddhas Wort, so hat er jegliche metaphysische Spekulationen abgelehnt, ganz im Gegensatz zu den damals vorherrschenden hinduistischen Schulen (DN 1):

    Zitat

    1.5.2. Darlegung der Runde (Diṭṭhigatikādhiṭṭhānavaṭṭakathā)
    „Haben da, ihr Mönche, jene Asketen und Priester Ewigkeit behauptet, Seele und Welt als ewig ausgelegt, nach vier Urständen; haben da jene Asketen und Priester dies und das und dergleichen mehr behauptet, mancherlei Glaubenslehren ausgebracht, nach zweiundsechzig Urständen: so haben alle diese auf die sechs Sinnesgebiete (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Ertasten, Denken) gestützt und gegründet wahrgenommen.

    Aus ihrem Wahrnehmen entsteht Dürsten, aus Dürsten entsteht Anhangen, aus Anhangen entsteht Werden, aus Werden entsteht Gebären, aus Gebären geht Altern und Sterben, Schmerz und Jammer, Leiden, Gram und Verzweiflung hervor.

    1.5.4. Das Ende der Runde (Vivaṭṭakathādi)

    „Sobald aber, ihr Mönche, ein Mönch der sechs Sinnesgebiete Aufgang und Untergang, Labsal und Elend und Überwindung wirklich versteht, versteht er eben was über alle diese hinausreicht.

    „Denn wer da irgend, ihr Mönche, als ein Asket oder Priester der Vergangenheit anhängt und der Zukunft anhängt, der Vergangenheit und der Zukunft anhängt, der Vergangenheit und der Zukunft nachsinnt, über Vergangenheit und Zukunft mancherlei Glaubenslehren ausbringt, ein jeder solche ist eben durch einen dieser zweiundsechzig Urstände in ein Netz geraten; darin verfangen aber tauchen sie, um emporzutauchen, empor: darin verstrickt, eben in das Netz geraten, tauchen sie, um emporzutauchen, empor

    Da eine Weltanschauung ohne metaphysischen Über- oder Unterbau (je nach Standpunkt) offernbar nicht als Religion taugt, sahen sich die alten Buddhisten genötigt ein metaphysisches Konstrukt zu erschaffen. Mich erinnert dies an das angeblich monotheistische Christentum mit ihrem Konstrukt eines dreifaltigen Gottes.

    Es wird behauptet die absolute Wahrheit könne nur von einem Buddha intuitiv erkannt werden. Das öffnet nicht beweisbaren Spekulationen, Interpretationen, Vorstellungen, Projektionen und Behauptungen Tür und Tor. Viel Platz für metaphysische Phantasien (s.a. S 107):

    Zitat

    Bodhicaryavatara IX,2: die [absolute] Wirklichkeit ist nicht Gegenstand des Erkennens

  • Punk
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    • 7. September 2014 um 21:41
    • #145

    P.s.

    Offenbar braucht der Mensch diese Kreativität Vorstellungen zu entwickeln und oft auch einen Glauben an etwas "was über alle diese hinausreicht"

  • Simo
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    • 7. September 2014 um 22:31
    • #146
    shankar:


    1.sorry...ich lese hier tibetische Translation...im sanskritoriginal steht das nicht so
    2. und selbst die Tibetische Translation sagt das nicht.
    zeig mir mal das tíbetische Wort/Ausdruck für "divison in two truth" . Ich kann immer eine Übersetzung hinsetzen und dann so tun, als hätte ich übersetzt! Und ich bitte Dich inständig, mich nicht zu täuschen, ich kann tibetisch und sanskrit!
    Deine Übersetzungen machen aus einem modus operandi, wie er im Original steht, ein modus tollendo tollens in der Übersetzung, also: (¬B ∧ (A → B)) → ¬A

    . Da steht aber nichts von Wahrheiten/truths, sondern von Verstehensformen(Teile des Sehens genauer übersetzt)

    _()_Namaste

    Hallo Shankar,

    ich schlüssel Dir gerne einmal auf, wo im tibetischen Text "division in two two truths" steht:

    །གང་དག་བདེན་པ་དེ་གཉིས་ཀྱི།
    །རྣམ་དབྱེ་རྣམ་པར་མི་ཤེས་པ།
    །དེ་དག་སངས་རྒྱས་བསྟན་པ་ནི།
    །ཟབ་མོའི་དེ་ཉིད་རྣམ་མི་ཤེས།།

    /gang dag bden pa de gnyis kyi/
    /rnam dbye rnam par mi shes pa/
    /de dag sangs rgyas bstan pa ni/
    /zab mo'i de nyid rnam mi shes//

    gang dag: gang: personalpronominal gebrauchtes Interrogativpronomen, dag: Pluralsuffix - "jene" (Subjekt)
    bden pa de gnyis kyi rnam dbye: bden pa: Wahrheit, de: Demonstrativpronomen, gnyis: zwei, kyi: Attributsuffix, rnam dbye: Unterteilung (skt. vibhāga)- "Unterteilung der zwei Wahrheiten" (im skt. Original steht an dieser Stelle: vibāghaṃ satyayor dvayoḥ) (direktes Objekt)
    rnam par mi shes pa: rnam par: hier äquivalent zur Sanskrit-Vorsilbe vi-, mi: Negationssuffix, shes pa: wissen - "nicht verstehen" (Prädikat)
    de dag: de: Demonstrativpronomen, dag: Pluralsuffix, - "jene" (Subjekt)
    sangs rgyas bstan pa ni: sangs rgyas: Buddha, bstan pa: Lehre, ni:Topicsuffix - "in Bezug auf die Buddhalehre" (Topic)
    zab mo'i de nyid: zab mo: tiefgründig, 'i: Formvariante zu kyi-Attributsuffix, de nyid: Realität, "Soheit", (äquiv. zu skt. tattva),- "tiefgründige Soheit/Realität" (direktes Objekt)
    rnam mi shes: rnam: äquivalent zur Sanskrit-Vorsilbe vi-, mi: Negationssuffix, shes: wissen - "verstehen nicht" (Prädikat)

    semiliterale Übersetzung: "Jene [,die] die Unterteilung der zwei Wahrheiten nicht verstehen, jene, in Bezug auf die Buddhalehre, verstehen nicht die tiefgründige Soheit/Realität."

    angepasste Übersetzung: "Jene, die die Unterteilung der zwei Wahrheiten nicht verstehen, verstehen in Bezug auf die Buddhalehre nicht die tiefgründige Realität. "

    Für die grammatischen Termini siehe: "Handbuch zur Grammatik der klassischen tibetischen Schriftsprache" - Peter Schwieger, 2009.
    Als Wörterbücher habe ich jenes von H.A. Jäschke und das Ranjung Yeshe-Dictionary hinzugezogen.

    ...........................................

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    Simo (,der sich an dieser Stelle nicht verkneifen konnte was zu sagen und sowas sonst eigentlich nicht macht...)

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  • EinGedanke
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    • 7. September 2014 um 22:49
    • #147

    Hallo Punk,

    in einigen meiner vorigen Beiträgen in diesem Thread habe ich genau vor so einem "Absoluten" gewarnt (Weil ich grad faul bin kopier ich´s nochmal):

    Zitat

    ...laut ihrer Ansicht gibt es einen Grund des Seins. Würdest du das Gesehene, das Gehörte, das Gedachte, das Gespürte usw. all diese Erfahrungen wegnehmen, würde da etwas bleiben. Nämlich das was du wirklich bist.

    Zitat

    Etwas bleibendes. Etwas substanzielles. Viele Vedantins benutzen sehr gerne das Wort Leerheit. So wie sie es verwenden hat es aber mit der buddhistischen Leerheit nichts zu tun. Sie erleben sich als eine Art ichloses Ich. Ein raumgleiches,formloses Bewusstsein (aka Leerheit die nicht leer von sich selbst ist). Jedoch existiert für sie diese Formlosigkeit wirklich aus sich selbst heraus und verändert sich nicht.

    Zitat

    Leerheit im Dharma ist kein formloses etwas wie im Advaita Vedanta. Es ist auch kein Nichts im Sinne vom Nihilismus. Wir fragen uns nicht ob die Dinge existieren, sondern wie sie existieren. Wie existieren sie?

    Bedingt entstehend. Weil dies ist, ist das. Wenn dies aufhört zu sein, hört auch das auf. Was bedeutet es im Bezug zu einem Ding, das bedingt ensteht? Es bedeut, dass dieses Ding nicht aus sich selbst heraus existiert, mit anderen Worten, dass es leer ist. Das erscheinen dieses Dings ist absolut illusionär - es erscheint nicht wirklich. Und trotzdem ist es glasklar wie eine Fatamorgana. Das betrifft nicht nur scheinbare Objekte (Abhängigkeit von Objekt, Auge und Sehbewusstsein) sondern auch uns als Akteur. Es gibt keinen Akteur, ein inhärentes kontrolle ausübendes Zentrum das wirklich existiert. Geräusche werden nicht von einem Dir gehört, Gedanken werden nicht von einem Dir gedacht. Sie ploppen plötzlich auf und zwar bedingt.

    Zitat

    Für (manche) Theravada-Gelehrte ist Nirvana ein wirklich existentes Element. Im Mahayana ist Nirvana die Leerheit von Samsara und kein verborgener inhärenter Raum.

    Zitat

    Wenn man jetzt jedoch annimmt, dass Vidya/Nirvana etwas nicht illusorisches - und damit wirklich aus sich selbst heraus existentes ist - dann verlässt man den buddhistischen Pfad -> Alles ist Illusion, außer Brahman.

    Mit Absolut ist also nicht etwas verborgenes gemeint das über alles hinausgeht. Stattdessen ist es die Tatsache, dass alles was bedingt entsteht weder existiert, noch nicht-existiert, auch nicht beides oder keinem von beidem. Nichts metaphysisches, nur eben die Leerheit/Freiheit von allen Extremen.

    Was der Buddha auch hier gesagt hat (SN 12.15):

    Zitat

    3. Zur Seite sitzend, sprach dann der würdige Sproß aus dem Hause Kaccāyana zu dem Erhabenen also: "Rechte Einsicht, rechte Einsicht, Herr, sagt man. In wie weit, Herr, gibt es nun rechte Einsicht?"

    4. "Auf zweierlei (Möglichkeit) kommt, Kaccāyana, diese Welt zumeist hinaus (*f28), auf Sein und auf Nichtsein.

    5. Für den nun, Kaccāyana, der den Ursprung der Welt der Wirklichkeit gemäß mit richtigem Verständnis betrachtet, gibt es das nicht, was in der Welt ,Nichtsein' (heißt); für den aber, Kaccayana, der die Aufhebung der Welt der Wirklichkeit gemäß mit richtigem Verständnis betrachtet, gibt es das nicht, was in der Welt ,Sein' (heißt).

    6. Durch Aufsuchen, Erfassen und Dabeiverbleiben (*f29) ist ja, Kaccāyana, diese Welt zumeist gefesselt. Wenn nun jemand (*f30), Kaccāyana, dieses Aufsuchen und Erfassen, das Wollen des Denkens, sein Eindringen und Darinbeharren nicht aufsucht, nicht erfaßt, nicht dazu den Willen hat in dem Gedanken: es ist in mir kein Ich (*f31), - und wenn er dann daran, daß Leiden alles ist, was entsteht und Leiden alles ist, was vergeht, nicht zweifelt und kein Bedenken hat und infolge seines ausschließlichen Vertrauens (*f32) schon das Wissen hievon besitzt - in so weit, Kaccāyana, gibt es rechte Einsicht.

    7. ,Alles Ist', das, Kaccāyana, ist das eine Ende. ,Alles ist nicht, das ist das andere Ende. Diese beiden Enden vermeidend, verkündet in der Mitte der Tathāgata seine Lehre:

    8. Aus dem Nichtwissen als Ursache entstehen die Gestaltungen; aus den Gestaltungen als Ursache entsteht das Bewußtsein usw. usw. Auf solche Art kommt der Ursprung der ganzen Masse des Leidens zu stande. Aus dem restlosen Verschwinden aber und der Aufhebung des Nichtwissens folgt Aufhebung der Gestaltungen; aus der Aufhebung der Gestaltungen folgt Aufhebung des Bewußtseins usw., usw. Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen Masse des Leidens zu stande."

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    Die Non-Dualität dieser beiden Wahrheiten ist also der mittlere Weg der Leid beendet.

  • Noreply
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    • 8. September 2014 um 01:10
    • #148
    shankar:
    Ellviral:


    Wovon Du sprichst darauf werde ich Dir nicht antworten.


    Logik der Sprache, analytische Philosophie....also, wovon jemand redet, wenn der Inhalt der Form widerspricht!


    http://www.youtube.com/watch?v=UN1aScSAHNQ


    _()_ Namaste

    Alles anzeigen


    Ich bin zu ungebildet um Dir folgen zu können. Ich bin hier raus!

  • Tara4U
    Gast
    • 8. September 2014 um 07:30
    • #149

    Hallo Simo,

    Zitat

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    Ganz liebe Grüße,

    Simo (,der sich an dieser Stelle nicht verkneifen konnte was zu sagen und sowas sonst eigentlich nicht macht...)
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    Simo

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    danke dafür!

  • shankar
    Gast
    • 8. September 2014 um 08:37
    • #150
    Simo:

    rnam dbye: Unterteilung (skt. vibhāga)- "Unterteilung der zwei Wahrheiten" (im skt. Original steht an dieser Stelle: vibāghaṃ satyayor dvayoḥ) (direktes Objekt)


    Das heißt aber übersetzt, Aufspaltung in zwei Sichtweisen und meint eben nicht Realitäten sondern Anschauungsweisen.Nagarjuna erklärt einem König, was pragmatische der Dharma für ihn bedeute, also nicht moralisch zu werten, sondern als Folge zu betrachten. (Karma) Es geht also weder um absolute noch um überweltliche Wahrheit sondern um Pragmatismus. Außerdem ist es kein direktes Objekt, sondern adverbial gebraucht und zwar des Ortes! ;) Es ist also im tibetischen völlig verdreht wiedergeben! zweitens geht es in der tibetischen Fehlübersetzung auch nicht um absolute bzw. überweltliche Wahrheiten. Die Objekte der Anschauungen, so lehrt Gautama, haben ein Janusgesicht. Sie sind immer nur dann Geistesobjekte(werden als solche erkannt), wenn sie befreit von Anhaftung erkannt werden. Ist Anhaftung, dann sind sie samsarisch wirksam und werden eben nicht als Geistesobjekte erkannt!


    _()_Namaste

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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