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Unklarheiten bei Achtsamkeit

  • Weltkarte
  • 11. August 2014 um 16:21
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  • Weltkarte
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    11. August 2014
    • 11. August 2014 um 16:21
    • #1

    Hallo zusammen,

    vor ca. 12 Jahren, mit 16 bin ich das erste zum Buddhismus gekommen. Ca. 2 Jahre habe ich wöchendlich in einer Gruppe praktiziert. Ich war auch auf einem wochenendlichen Jugendtreff, bei dem viele Buddhisten waren. Ich fand die ganze Stimmung und die Aura schon damals phänomenal, jedoch glaube ich, dass ich insgesamt nichts verstanden habe. Das wird mir immer mehr klar.

    In den darauffolgenden Jahren habe ich mich immermal wieder in den Buddhismus eingelesen. Ich habe für mich noch keine richtige Schule gefunden, aber ich habe viel über den Theravada Buddhismus und über Vipassana gelesen. Mein Baby hat mich jetzt zu Kabat-Zinn (Mit Kindern wachsen) und damit zur Achtsamkeitsmeditiation gebracht.

    Teil 1 enthält keine wirklichen Fragen, da hätte ich gerne einfach eure Gedanken dazu gelesen. Vllt.. ist das auch ein psychologisches Dilemma, welches anders angegangen werden müsste.

    Teil 2 und 3 sind da schon konkreter ;)

    Teil 1:

    Mit Achtsamkeit im Alltag und in Bezug auf mein Kind habe ich sofort angefangen und ich lerne mich immer mehr kennen. Jedoch habe ich bis heute noch nicht wirklich mit der formellen, Meditiation begonnen.. irgendwas hemmt mich. Dabei habe ich mein Sitzkisten schon mindestens 1,5 Jahre.

    Nach und nach wird mir auch klar, was mich hemmt.
    In Bezug auf meine Umwelt kann ich alles schon recht gut sachlich erkennen und meine eigenen Gefühle davon zu differenzieren und handel auch recht häufig so. Das konnte ich vorher auch schon recht gut.
    Aber wenn es aber darum geht, sich selbst zu finden.. herauszufinden, welchen weg "ich" gehen möchte, was meine Wahrheit ist... stoße ich an meine Grenzen.
    Auf der einen Seite bin ich mir nie sicher, was ich machen möchte und was nicht. Seit ich die Bücher "Mit Kindern wachsen und Im Alltag Ruhe finden" gelesen habe, passiert aber irgendwas in mir:

    Vorweg: Ich bin eine introvertierte Person, die eher konservativ, aber tolerant und weltoffen ist. Klamottenstil ist eher schlicht und graues Mäusen mässig und auf meine Ernährung habe ich kaum geachtet und war der klassischen Medizin voll verfallen..

    Nun ist es aber so, dass ich mich plötzlich in Veganismus, Tierschutz, Bio, Alternative Medizin etc. einlese und alles Kritisch sehe. Es geht alles so in die Richtung Anthroposophische Lebensweise. Ich finde das hoch interessant und habe auch das Gefühl, die Lebensweise passt besser zu mir. Gleichzeitig bin ich mir aber unsicher, ob das wirklich meine Wahrheit ist, oder wieder nur irgendeine von unbewusst von aussen gesteuerte Idee ist, die ich verfolge... dazu muss ich anmerken, dass neue Freunde habe, die in einigen Bereichen eher alternativer sind und ich selbst eigentlich aus dem Labor komme.. dem aber schon vor Jahren den Rücken gekehrt habe (schon bevor ich die Freunde kennenlernte) und jetzt was Soziales mache.
    Dann wiederum denke ich aber, dass ich mich in meiner Jugend damit auch ansatzweise beschäftigt, es aber nicht verfolgt habe, da meine Ideen immer von der Familie abgebügelt wurden und immernoch werden.

    Ach, ich weiss einfach nie was ich WIRKLICH will, welchen Weg ich gehen möchte.

    So, und während der Meditation beim Yoga kommen mir immer wieder neue Ideen und Dinge, die ich tun möchte - ich weiss nur nicht welche Motivation dahinter steht.

    Genau diese Unsicherheit... die durch das Meditieren entsteht, verunsichert mich und hemmt mich, mit der formellen Meditation anzufangen.

    Hm, wahrscheinlich sollte ich einfach anfangen zu meditieren und das ganze Geschehen in meinem Kopf erstmal nur beobachten. Vielleicht kommt dann die "Erleutung"?!

    Teil 2:

    Wie aber findet man dann die Wahrheit heraus, wenn man nur beobachtet und die Gedanken wieder loslässt, ohne sich ihnen anzuhaften? Lässt man dann möglicherweise die Lösung nicht auch wieder "weiterfliegen". Woher weiss ich, dass der Punkt gekommen ist, einen Gedanken doch mal zu verfolgen?

    Teil 3:

    Es heißt in der Literatur immer, dass man bei der Achtsamkeitsmedtiation seinen Atem folgen und wenn man in Gedanken versinkt zurück zum Atem kehren soll. Kabat-Zinn sagt aber, man soll die Gedanken beobachten und gleichzeitig dem Atem folgen...

    Irgendwie ist mir das nicht so klar...Denke ich bei der Medition jetzt an gar nichts, sondern konzentriere mich nur auf den Atem... oder lass ich meinen Geist "denken" und beobachte nur in Begleitung der Atmung? Oder ist die erste Variante eine Vorübung - quasi zur Schulung der Wahrnehmung abschweifender Gedanken - zur eigentlichen Beobachtung der Gedanken?


    Vielen Dank für das Lesen meines wirren Textes. Vielleicht, kann mir ja der eine oder andere helfen!

    Viele liebe Grüße,
    Weltkarte (w)

    "...Menschen hassen die Einsamkeit,
    doch der Meister nutzt sie,
    umarmt sein Alleinsein und erkennt,
    dass er eins ist mit dem gesamten Universum"
    Lao-tzu

  • Jojo
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    • 11. August 2014 um 19:15
    • #2
    Weltkarte:

    Ach, ich weiss einfach nie was ich WIRKLICH will, welchen Weg ich gehen möchte.


    "Wissen müssen, was man will" ist nur so eine Vorstellung. Lass dich davon nicht unter Druck setzen. So lange du morgens weißt, was du den Tag über machen wirst, ist doch alles in Ordnung, oder?

    Zitat

    Hm, wahrscheinlich sollte ich einfach anfangen zu meditieren und das ganze Geschehen in meinem Kopf erstmal nur beobachten. Vielleicht kommt dann die "Erleutung"?!


    Eine gute Idee.

    Zitat

    Woher weiss ich, dass der Punkt gekommen ist, einen Gedanken doch mal zu verfolgen?


    Mach Dir vorher keine Sorgen darüber. Das merkt man sehr deutlich. Dann sind keine Zweifel mehr da. Kein Hin und Her. Keine Frage mehr, "ob", sondern nur noch "wie". Alles andere kann man getrost loslassen.

    Zitat

    Irgendwie ist mir das nicht so klar...Denke ich bei der Medition jetzt an gar nichts, sondern konzentriere mich nur auf den Atem... oder lass ich meinen Geist "denken" und beobachte nur in Begleitung der Atmung?

    Ich kann nicht "nichts denken". Ich lenke die Aufmerksamkeit auf den Atem. Ob die Gedanken dann völlig weg sind oder nur leiser gedreht sind, weiß ich gar nicht. Ist auch egal, denn es dauert meistens nur wenige Sekunden, und sie sind wieder auf voller Lautstärke. Dann lenke ich den Atem wieder... und so weiter. Manchmal hör ich mir auch einfach das Programm an, was da so läuft, ohne dauernd an der Lautstärke herumzuregeln.

  • Monikamarie
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    • 11. August 2014 um 20:15
    • #3

    Herzlich willkommen Weltkarte,

    Weltkarte:


    vor ca. 12 Jahren, mit 16 bin ich das erste zum Buddhismus gekommen.

    Du bist also ca. 28 Jahre jung.

    Zitat

    In den darauffolgenden Jahren habe ich mich immermal wieder in den Buddhismus eingelesen. Ich habe für mich noch keine richtige Schule gefunden, aber ich habe viel über den Theravada Buddhismus und über Vipassana gelesen. Mein Baby hat mich jetzt zu Kabat-Zinn (Mit Kindern wachsen) und damit zur Achtsamkeitsmeditiation gebracht.

    Mit Achtsamkeit im Alltag und in Bezug auf mein Kind habe ich sofort angefangen und ich lerne mich immer mehr kennen.

    Das finde ich ganz großartig. So weit war ich noch nicht, als ich ein Baby hatte. Es hätte mir sicher Vieles erspart.

    Zitat

    Jedoch habe ich bis heute noch nicht wirklich mit der formellen, Meditiation begonnen.. irgendwas hemmt mich. Dabei habe ich mein Sitzkisten schon mindestens 1,5 Jahre.

    Ich habe mein Sitzkissen schon ca. 20 Jahre und benutze es nicht.

    Zitat

    Nach und nach wird mir auch klar, was mich hemmt.
    In Bezug auf meine Umwelt kann ich alles schon recht gut sachlich erkennen und meine eigenen Gefühle davon zu differenzieren und handel auch recht häufig so. Das konnte ich vorher auch schon recht gut.
    Aber wenn es aber darum geht, sich selbst zu finden.. herauszufinden, welchen weg "ich" gehen möchte, was meine Wahrheit ist... stoße ich an meine Grenzen.
    Auf der einen Seite bin ich mir nie sicher, was ich machen möchte und was nicht.

    So ähnlich ging es mir. Meine Freundinnen und ich diskutierten vor ca. 25 Jahren immer wieder darüber. Wir stellten fest: Wir wissen, was wir nicht wollen, aber was wir wollen, wissen wir nicht.

    Mit der Zeit hat sich das geändert. Aber heute ist es mir auch nicht mehr so wichtig. Alles ist vergänglich, schon deshalb habe ich keine Vorstellungen mehr davon, wer oder was ich bin, wo ich hingehe, was ich will. Es genügt mir inzwischen - ähnlich wie auch Jojo schreibt - was vor meinen Füßen liegt 1. zu sehen, 2. zu be-achten und 3. zu erledigen oder einfach weiterzugehen - je nach dem.
    Wichtig ist doch erstmal Deine Aufgabe als Mutter, wahrscheinlich auch noch der Lebensunterhalt und Deine geistige Beschäftigung mit der Lehre des Buddhismus, wenn Du das willst.

    Zitat

    Seit ich die Bücher "Mit Kindern wachsen und Im Alltag Ruhe finden" gelesen habe, passiert aber irgendwas in mir:
    Vorweg: Ich bin eine introvertierte Person, die eher konservativ, aber tolerant und weltoffen ist. Klamottenstil ist eher schlicht und graues Mäusen mässig und auf meine Ernährung habe ich kaum geachtet und war der klassischen Medizin voll verfallen..

    Das geht wohl allen mehr oder weniger so. Es ist halt Wachstum und Reifung.

    Zitat

    Nun ist es aber so, dass ich mich plötzlich in Veganismus, Tierschutz, Bio, Alternative Medizin etc. einlese und alles Kritisch sehe. Es geht alles so in die Richtung Anthroposophische Lebensweise. Ich finde das hoch interessant und habe auch das Gefühl, die Lebensweise passt besser zu mir. Gleichzeitig bin ich mir aber unsicher, ob das wirklich meine Wahrheit ist, oder wieder nur irgendeine von unbewusst von aussen gesteuerte Idee ist, die ich verfolge... dazu muss ich anmerken, dass neue Freunde habe, die in einigen Bereichen eher alternativer sind und ich selbst eigentlich aus dem Labor komme.. dem aber schon vor Jahren den Rücken gekehrt habe (schon bevor ich die Freunde kennenlernte) und jetzt was Soziales mache.

    Dann wiederum denke ich aber, dass ich mich in meiner Jugend damit auch ansatzweise beschäftigt, es aber nicht verfolgt habe, da meine Ideen immer von der Familie abgebügelt wurden und immernoch werden.

    Da ähneln wir uns sehr. Ich kenne diese Zerrissenheit zwischen alternativ und konservativ. Heute habe ich mich für mich entschieden, ob nun teilweise so oder so. Meine Freundinnen waren seit den 68igern eher alternativ. Ich wusste nie, wohin ich gehöre, denn ich selbst handelte konservativ, war Sekretärin, alleineerziehende Mutter und liebe die Ordnung. Da passt so ein chaotischer Haushalt wie manche Freundin ihn hatte nicht so gut dazu. Dennoch habe ich bis heute einige dieser Freundschaften gehalten. Dazwischen lagen oft Jahre des "Abstands", haben im Alter nähern wir uns wieder an.

    Im übrigen ist Veganismus, Tierschutz, Bio, Alternative Medizin etc. ja z.Z. angesagt, gegeben hat es dies aber immer. Durch die Medien werden wir ja auch darauf hingewiesen, wie fehlerhaft und schädlich alles Mögliche sein kann. Wir sind aufgeklärter. Und was noch hinzu kommt, Du bist jetzt einfach bewusster - und dazu gehört all dies dazu. Ob Du das dann umsetzen kannst und willst, ist eine andere Sache, aber daran vorbei komme ich nicht, wenn ich die Lehre Buddhas ernst nehme. Dann kann ich keine Tiere essen, die gequält wurden. Am besten ist es sogar, überhaupt keine Tiere mehr zu essen.

    Zitat

    Ach, ich weiss einfach nie was ich WIRKLICH will, welchen Weg ich gehen möchte.

    Die Gedanken schaffen das Problem. So jedenfalls meine Sicht und Erkenntnis. Wozu musst Du wissen, welchen Weg Du gehen willst? Wenn Du ausreichend informierst und praktizierst, wird sich der Weg zeigen.

    Zitat

    So, und während der Meditation beim Yoga kommen mir immer wieder neue Ideen und Dinge, die ich tun möchte - ich weiss nur nicht welche Motivation dahinter steht.

    Da sollten die Ideen eigentlich zurücktreten. Meditation beginnt, wenn Du Dich auf diese Gedankenwelt nicht mehr einlässt, sondern sie immer wieder beiseite schiebst und Dich konzentrierst - z.B. aufs Loslassen, auf den Atem - ein / aus, auf die Nasenspitze, wo Du den Atem fühlst usw.
    Auf jeden Fall solltest Du Dir nicht das Hirn damit zerhämmern, sondern Dich darin üben, stille zu werden, zu lauschen - achtsam in Dich hineinzuhorchen. Irgendwann wirst Du eine Antwort erhalten.

    Zitat

    Genau diese Unsicherheit... die durch das Meditieren entsteht, verunsichert mich und hemmt mich, mit der formellen Meditation anzufangen.

    Was ist das für eine Meditation, die Dich verunsichert, und im Gegensatz zu einer formellen steht?
    Du kannst immer üben, im Wartezimmer beim Arzt, in der Schlange beim Einkaufen, in der U-Bahn, wenn Dein Kind schläft ... Dazu brauchst Du nicht einmal ein Kissen. Wenn Du erstmal ein Gefühl dafür gefunden hast, was Meditation bewirkt, dann kannst Du überall "einklicken" von einer Sekunde zur anderen. Wir brauchen nur zu Beginn besondere Räume, Plätze, Sitze, Anleitungen etc., am besten eine Gruppe.

    Zitat

    Hm, wahrscheinlich sollte ich einfach anfangen zu meditieren und das ganze Geschehen in meinem Kopf erstmal nur beobachten. Vielleicht kommt dann die "Erleutung"?!

    Ja.

    Zitat

    Wie aber findet man dann die Wahrheit heraus, wenn man nur beobachtet und die Gedanken wieder loslässt, ohne sich ihnen anzuhaften? Lässt man dann möglicherweise die Lösung nicht auch wieder "weiterfliegen". Woher weiss ich, dass der Punkt gekommen ist, einen Gedanken doch mal zu verfolgen?

    Das ist dasselbe wie die Frage: Wie findet man heraus, wie eine Mango schmeckt? Sobald Du das ausprobierst, schmeckst Du das.
    Gedanken zu verfolgen ist - jedenfalls bei der Meditation - nicht sinnvoll. Es sei denn, Du machst dies ganz gezielt und konzentriert. Die Wahrheit, die Jojo beschreibt, braucht keine Gedanken. Sie kommt einfach zutage, so wie die Gewissheit, wenn Du Dein Kind liebst, dass Du es liebst.
    Sich mit der Landkarte zu beschäftigen anstatt das Land zu bereisen ist der gravierende Unterschied bei der buddhistischen Praxis - und überhaupt. Probieren geht über Studieren (alter Spruch :lol: ).

    Zitat

    Es heißt in der Literatur immer, dass man bei der Achtsamkeitsmedtiation seinen Atem folgen und wenn man in Gedanken versinkt zurück zum Atem kehren soll. Kabat-Zinn sagt aber, man soll die Gedanken beobachten und gleichzeitig dem Atem folgen...
    Irgendwie ist mir das nicht so klar...Denke ich bei der Medition jetzt an gar nichts, sondern konzentriere mich nur auf den Atem... oder lass ich meinen Geist "denken" und beobachte nur in Begleitung der Atmung? Oder ist die erste Variante eine Vorübung - quasi zur Schulung der Wahrnehmung abschweifender Gedanken - zur eigentlichen Beobachtung der Gedanken?

    Du hältst einen gewissen Abstand zu den Gedanken, Du verwickelst Dich nicht in sie, hältst keinen fest und bleibst gleichzeitig konzentriert auf den Atem. Beides gleichzeitig sollte Dir als Frau doch kein Problem sein :D;) . Zu Beginn ist das nicht so leicht, wie alles. Es ist halt Übung. Alles ist Übung und bleibt Übung - egal wie lange.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg
    _()_ Monika

  • stiller_raum
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    22. November 2013
    • 11. August 2014 um 21:05
    • #4
    Weltkarte:

    Hallo zusammen,

    vor ca. 12 Jahren, mit 16 bin ich das erste zum Buddhismus gekommen. Ca. 2 Jahre habe ich wöchendlich in einer Gruppe praktiziert. Ich war auch auf einem wochenendlichen Jugendtreff, bei dem viele Buddhisten waren. Ich fand die ganze Stimmung und die Aura schon damals phänomenal, jedoch glaube ich, dass ich insgesamt nichts verstanden habe. Das wird mir immer mehr klar.

    In den darauffolgenden Jahren habe ich mich immermal wieder in den Buddhismus eingelesen. Ich habe für mich noch keine richtige Schule gefunden, aber ich habe viel über den Theravada Buddhismus und über Vipassana gelesen. Mein Baby hat mich jetzt zu Kabat-Zinn (Mit Kindern wachsen) und damit zur Achtsamkeitsmeditiation gebracht.

    Teil 1 enthält keine wirklichen Fragen, da hätte ich gerne einfach eure Gedanken dazu gelesen. Vllt.. ist das auch ein psychologisches Dilemma, welches anders angegangen werden müsste.

    Teil 2 und 3 sind da schon konkreter ;)

    Teil 1:

    Mit Achtsamkeit im Alltag und in Bezug auf mein Kind habe ich sofort angefangen und ich lerne mich immer mehr kennen. Jedoch habe ich bis heute noch nicht wirklich mit der formellen, Meditiation begonnen.. irgendwas hemmt mich. Dabei habe ich mein Sitzkisten schon mindestens 1,5 Jahre.

    Nach und nach wird mir auch klar, was mich hemmt.
    In Bezug auf meine Umwelt kann ich alles schon recht gut sachlich erkennen und meine eigenen Gefühle davon zu differenzieren und handel auch recht häufig so. Das konnte ich vorher auch schon recht gut.
    Aber wenn es aber darum geht, sich selbst zu finden.. herauszufinden, welchen weg "ich" gehen möchte, was meine Wahrheit ist... stoße ich an meine Grenzen.
    Auf der einen Seite bin ich mir nie sicher, was ich machen möchte und was nicht. Seit ich die Bücher "Mit Kindern wachsen und Im Alltag Ruhe finden" gelesen habe, passiert aber irgendwas in mir:

    Vorweg: Ich bin eine introvertierte Person, die eher konservativ, aber tolerant und weltoffen ist. Klamottenstil ist eher schlicht und graues Mäusen mässig und auf meine Ernährung habe ich kaum geachtet und war der klassischen Medizin voll verfallen..

    Nun ist es aber so, dass ich mich plötzlich in Veganismus, Tierschutz, Bio, Alternative Medizin etc. einlese und alles Kritisch sehe. Es geht alles so in die Richtung Anthroposophische Lebensweise. Ich finde das hoch interessant und habe auch das Gefühl, die Lebensweise passt besser zu mir. Gleichzeitig bin ich mir aber unsicher, ob das wirklich meine Wahrheit ist, oder wieder nur irgendeine von unbewusst von aussen gesteuerte Idee ist, die ich verfolge... dazu muss ich anmerken, dass neue Freunde habe, die in einigen Bereichen eher alternativer sind und ich selbst eigentlich aus dem Labor komme.. dem aber schon vor Jahren den Rücken gekehrt habe (schon bevor ich die Freunde kennenlernte) und jetzt was Soziales mache.
    Dann wiederum denke ich aber, dass ich mich in meiner Jugend damit auch ansatzweise beschäftigt, es aber nicht verfolgt habe, da meine Ideen immer von der Familie abgebügelt wurden und immernoch werden.

    Ach, ich weiss einfach nie was ich WIRKLICH will, welchen Weg ich gehen möchte.

    So, und während der Meditation beim Yoga kommen mir immer wieder neue Ideen und Dinge, die ich tun möchte - ich weiss nur nicht welche Motivation dahinter steht.

    Genau diese Unsicherheit... die durch das Meditieren entsteht, verunsichert mich und hemmt mich, mit der formellen Meditation anzufangen.

    Hm, wahrscheinlich sollte ich einfach anfangen zu meditieren und das ganze Geschehen in meinem Kopf erstmal nur beobachten. Vielleicht kommt dann die "Erleutung"?!

    Teil 2:

    Wie aber findet man dann die Wahrheit heraus, wenn man nur beobachtet und die Gedanken wieder loslässt, ohne sich ihnen anzuhaften? Lässt man dann möglicherweise die Lösung nicht auch wieder "weiterfliegen". Woher weiss ich, dass der Punkt gekommen ist, einen Gedanken doch mal zu verfolgen?

    Teil 3:

    Es heißt in der Literatur immer, dass man bei der Achtsamkeitsmedtiation seinen Atem folgen und wenn man in Gedanken versinkt zurück zum Atem kehren soll. Kabat-Zinn sagt aber, man soll die Gedanken beobachten und gleichzeitig dem Atem folgen...

    Irgendwie ist mir das nicht so klar...Denke ich bei der Medition jetzt an gar nichts, sondern konzentriere mich nur auf den Atem... oder lass ich meinen Geist "denken" und beobachte nur in Begleitung der Atmung? Oder ist die erste Variante eine Vorübung - quasi zur Schulung der Wahrnehmung abschweifender Gedanken - zur eigentlichen Beobachtung der Gedanken?


    Vielen Dank für das Lesen meines wirren Textes. Vielleicht, kann mir ja der eine oder andere helfen!

    Viele liebe Grüße,
    Weltkarte (w)

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    Ich lese aus Deinen Worten heraus, dass Du vor allem die Wahrheit suchst und dich dem Buddhismus und der Praxis eher kritisch und langsam zuwendest weil es Dir schwer zu fallen scheint jemandem oder etwas zu vertrauen. Man könnte auch sagen, dass von den Drei Grundleiden vor allem die Verwirrung dich belastet. Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich dieses Gefühl kenne. Du scheinst Zweifel zu haben welchen Weg Du vertrauen kannst und fängst gar nicht erst damit an sondern tastest Dich eher langsam voran. Jeder hat eben sein Tempo und seine Zeit. Du scheinst auch nach einem besonderen Ereignis oder einer Begegnung ausschau zu halten die Dir den Weg zeigt. Auch dass kennen glaube ich alle, die sich auf dem spirituellen Pfad befinden.
    Mal konkret zu dem Thema Wahrheit und Weg.
    Eine absolute Wahrheit muss zumindest zwei logische Eigenschaften habe.
    1. Sie muss überall gültig sein
    2. Sie muss zu jeder Zeit gültig sein

    Wenn man diese Logik weiterdenkt, dann kann dies zunächst frustrierend sein, denn es scheint gar keine Wahrheit geben zu können, die diese beiden Kriterien erfüllt. Selbst Naturgesetze wie z.B. die Gravitation sind nicht immer und überall gültig. Und das gilt für alle physikalischen Gesetze. Sie haben nur in einem gewissen Bezugssystem ihre Gültigkeit und zu einer bestimmten Zeit wie z.B. kurz nach dem Urknall gelten diese Gesetze nicht mehr, bzw. sie widersprechen sich.
    Auch im Buddhismus scheinen einige edle Wahrheiten bei näherer Betrachtung unlogisch.
    So sagt die erste Edle Wahrheit das es Leid gibt. Die dritte Wahrheit sagt hingegen, dass wenn sich die Ursachen auflösen sich auch das Leid gibt. Also scheint das Leiden selbst zumindest keine absolute Wahrheit zu sein, da es sich ja auflösen kann.
    Letztlich können wir so etwas wie eine absolute Wahrheit also gar nicht mit dem Verstand verstehen. Deswegen hat Buddha ja auch die Meditation empfohlen. Die Meditation ermöglicht uns das wahrzunehmen was immer und überall existiert oder besser gesagt einfach ist. Dies ist z.B. das Jetzt, oder der Raum oder auch das sein selbst. Natürlich sind dies alles auch nur weitere Begriffe, aber sie zeigen wie ein Finger auf den Mond. Wenn man also über die Worte und über das Denken hinausgeht, dann kann man etwas erkennen, was immer da ist. Die einen nennen dies vielleicht Gott, die anderen Buddhanatur. Wie auch immer ist dies immer und überall gleich und erfahrbar. Man könnte es auch den Beobachter nennen. Es kann aber keine Form sein, das alle Formen enstehen und damit vergänglich sind. Es ist aber auch nicht einfach nichts, oder etwas ein schwarzes Loch. Es ist die Grundlage für alle Formen und für alles Leben. So heißt es:
    Form ist Leerheit,
    Leerheit ist Form.
    Form und Leerheit sind untrennbar.
    Diese Worte können einen das zeigen was wirklich ist, das was über alle Vergänglichkeit hinausgeht und somit auch über das Leiden.

  • Jojo
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    • 12. August 2014 um 10:09
    • #5
    Jojo:

    "Wissen müssen, was man will" ist nur so eine Vorstellung. Lass dich davon nicht unter Druck setzen. So lange du morgens weißt, was du den Tag über machen wirst, ist doch alles in Ordnung, oder?


    Ich möchte noch mal auf das hier zurück kommen.
    Was ich geschrieben habe, hört sich vielleicht an wie: Du bist doch eh ne kleine Nummer, also was soll das mit der Selbstverwirklichung.

    So ist das nicht gemeint.
    Im Gegenteil.
    Ich kenne die Suche "nach dem, was ich wirklich will" sehr gut, und ich glaube, es ist die Grundnatur des Menschen, sich zu dem entwickeln zu wollen, als der man ursprünglich gemeint ist.
    Das ist etwas sehr Positives.
    Das ist auch das, was mich zur Praxis treibt.
    Das ist die eigentliche Lebenskraft.

    In unserer Zeit hat sich daraus aber etwas Pervertiertes entwickelt, ein Zwang.
    Der Zwang, "jemand" zu sein.
    Die Angst, "niemand" zu sein, und unterzugehen, wenn man nichts hat, was man vorzeigen kann: Sieh her, das ist das, was ICH wirklich WILL!
    Auch der Zwang, etwas Originelles schaffen zu müssen.
    Es reicht nicht, zu sein. Man muss etwas tun.
    Es reicht nicht, etwas zu tun. Man muss etwas Besonderes tun.
    Und es reicht nicht, etwas Besonderes zu tun. Es muss einen noch zum eigentlichen, wahren Selbst führen, zur Entspannung, zur Befreiung, es muss AUTHENTISCH sein.

    Siehst du, wieviele Zwänge in diesem scheinbar selbstbestimmten "was ich WIRKLICH will" stecken?

    Das wird uns eingehämmert durch zahllose Geschichten, in denen der Held, die Heldin am Ende "zu sich selbst" durchbricht.
    Damit sind wir bei den Kernproblem, das der Buddhismus thematisiert.
    Was ist das Selbst, das ich verwirklichen will? Wer bin ich?

    Wenn dieser Wunsch "was ich wirklich will" ein Zwang wird, wenn er einen unglücklich macht, wenn man trotz aller Mühen nicht darauf kommt, "was man wirklich will, was man wirklich ist", dann wird es Zeit, sich diesen Mechanismus genau anzusehen.

    Dafür ist die Meditation da. Alles ansehen, und erlauben: die Zwänge, die Wünsche, die Befehle der Umwelt - und was das mit einem macht: dass man sich klein und dumm fühlt, unfähig, ohne Lebenssinn, sonstwas... Es ist nicht schön, in diesem Sumpf herumzuwaten. In diesem Sinne ist Meditation Drecksarbeit. Kein Wunder, dass es Dir schwerfällt, dich hinzusetzen. Und bewundernswert, dass du trotzdem nicht locker gelassen hast, dich mit dieser Frage - wie schaffe ich es, mich auf das Kissen zu bringen? - zu beschäftigen.

    Schön ist, dass - wenn man die richtige Art der Praxis gefunden hat - dieser Sumpf sich irgendwann klärt, auflöst, und zwar auf eine Weise, die dir wirklich niemand vorhersagen kann.
    Man muss es nur tun - praktizieren, und nie aufhören, weiter zu forschen.

  • nibbuti
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    • 23. August 2014 um 20:09
    • #6

    Hallo & willkommen Weltkarte

    Nach dem Geschriebenen scheinst du sehr beschäftigt zu sein mit Kind, Freunden, deinem Beruf.

    Für Meditation braucht es Geduld & einen gewissen Sinn für Dringlichkeit (samvega).

    Viele Menschen werden sofort mit Meditationstechniken oder mit Philosophie konfrontiert, statt ihren Weg schrittweise zu gehen, & sind leicht überfordert.

    Versuch doch mal den gesamten Edlen Achtfachen Pfad anzuwenden, wovon formelle Meditation nur 1/8 ausmacht.

    Versuch mal das hier: one moment meditation

    Grüße

    n.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

    Einmal editiert, zuletzt von nibbuti (23. August 2014 um 20:15)

  • boehnchen
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    • 23. August 2014 um 20:14
    • #7

    Liebe Weltkarte,
    finde heraus was du möchtest, deine Ziele (das muss kein Karriereziel sein, es kann auch was feinstofflicheres sein :->)
    und genau wie du es sagst: schau auch die Motivation dahinter an; oder ob da vielleicht noch ein Ziel dahinter liegt. Lass dich in deine Gefühle fallen - und lass kommen.

    Sei nicht so verzweifelt darüber dass du zweifelst und suchst. Sucher sind selten und Zweifeln ist ein Muss - um überhaupt loszugehen. Was du ja schon getan hast :->)

    Mit deiner genauen Herangehensweise (du nennst es vielleicht verzweifelt Unentschlossen-sein) bist du der Sache schon recht auf der Spur. Nur geht es natürlich nicht darum, die Gedanken zu verfolgen (das tust du ja jetzt schon, und das geht ewig), sondern sich TIEFER in sein Inneres FALLEN zu Lassen - und du merkst, dass du in der richtigen Richtung unterwegs bist (innen -> Unten: wenn die Gedanken weniger werden, und vielleicht Körperempfindungen in den Vordergrund treten, oder (wenn du noch tiefer kommst) kommen Gefühle… . .

    (Anmerkung zu Teil 3: der Atem ist ein Körpergefühl (also unterhalb der Gedanken, aber noch nicht so tief wie Gefühle).
    -> weder den Gedanken folgen, noch den Atem folgen, sondern tiefer gehen (wenn du das möchtest) und die Gefühle (vielleicht das erste Mal seit langer Zeit) zuLassen
    und ganz durchfühhlen. so kommt man tiefer (in Richtung innerer Abgrund - und Erwachen. Frieden.)
    wenn dich da mehr interessiert

  • Monikamarie
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    • 24. August 2014 um 09:17
    • #8
    nibbuti:


    Versuch doch mal den gesamten Edlen Achtfachen Pfad anzuwenden, wovon formelle Meditation nur 1/8 ausmacht.

    Versuch mal das hier: one moment meditation

    Guten Morgen Nibbuti,
    danke noch mal für den Link. Ich kannte ihn schon. Aber er ist wundervoll. So mache ich das seit über 20 Jahren.
    _()_

  • Weltkarte
    Themenautor
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    • 25. August 2014 um 22:32
    • #9

    Hallo,

    vielen Dank für eure Antworten!
    Sorry, dass ich mich erst jetzt melde.. irgendwie habe ich hier immer gelesen und wollte zwar schreiben, aber wie "stiller_raum" schon richtig erkannt habe, vertraue ich nicht schnell oder gut. Selbst hier bei diesem relativ oberflächlichen geschriebenem schnürt sich bei mir vieles zusammen, dass man aus meinen Texten auf mich zurück schließen kann... keine Ahnung, trotz der anonymität bin ich recht paranoid... keine Ahnung wieso.. wenn ich nur wüsste wieso.. könnte ich diese Blockade vielleicht lösen... früher war ich by the way.. viel zu offen und habe viel zu viel gefühle preisgegeben. vllt.. ist das ein schutz vor verletzung?

    Ich versuche trotzdem mal zu antworten.

    Monikadie4.:


    Im übrigen ist Veganismus, Tierschutz, Bio, Alternative Medizin etc. ja z.Z. angesagt, gegeben hat es dies aber immer. Durch die Medien werden wir ja auch darauf hingewiesen, wie fehlerhaft und schädlich alles Mögliche sein kann. Wir sind aufgeklärter. Und was noch hinzu kommt, Du bist jetzt einfach bewusster - und dazu gehört all dies dazu. Ob Du das dann umsetzen kannst und willst, ist eine andere Sache, aber daran vorbei komme ich nicht, wenn ich die Lehre Buddhas ernst nehme. Dann kann ich keine Tiere essen, die gequält wurden. Am besten ist es sogar, überhaupt keine Tiere mehr zu essen.

    Da hast du recht, dass diese Dinge momentan angesagt sind. Das interessante dabei ist jedoch, dass ich diesen Dingen schon immer bewusst war.. alleine wegen meines Berufes schon. Nur jetzt - plötzlich - kommt die theorie, die ich fast tag täglich von mir geben muss, bewusst in meinem limbischen System ankommt.

    Monikadie4.:


    Was ist das für eine Meditation, die Dich verunsichert, und im Gegensatz zu einer formellen steht?
    Du kannst immer üben, im Wartezimmer beim Arzt, in der Schlange beim Einkaufen, in der U-Bahn, wenn Dein Kind schläft ... Dazu brauchst Du nicht einmal ein Kissen. Wenn Du erstmal ein Gefühl dafür gefunden hast, was Meditation bewirkt, dann kannst Du überall "einklicken" von einer Sekunde zur anderen. Wir brauchen nur zu Beginn besondere Räume, Plätze, Sitze, Anleitungen etc., am besten eine Gruppe.

    Genau die Art der Meditiation, die du beschreibst... im Alltag, beim Yoga, im Auto.. achtsam sein oder auf den Atemkonzentrieren. Ich übe mich auch im achtsamen lesen.. also wenn ich ein buch lese, lese ich viel intensiver und wenn ich abschweife und das merke ich mittlerweile.. dann fang ich nochmal von vorne an. Dazu muss ich anmerken, dass ich beim Lesen eher LRS Symptomatik zeigte.

    Monikadie4.:


    Sich mit der Landkarte zu beschäftigen anstatt das Land zu bereisen ist der gravierende Unterschied bei der buddhistischen Praxis - und überhaupt. Probieren geht über Studieren (alter Spruch :lol: ).

    schöne Metapher :)

    "...Menschen hassen die Einsamkeit,
    doch der Meister nutzt sie,
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    • 25. August 2014 um 22:37
    • #10
    stiller_raum:


    Ich lese aus Deinen Worten heraus, dass Du vor allem die Wahrheit suchst und dich dem Buddhismus und der Praxis eher kritisch und langsam zuwendest weil es Dir schwer zu fallen scheint jemandem oder etwas zu vertrauen. Man könnte auch sagen, dass von den Drei Grundleiden vor allem die Verwirrung dich belastet. Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich dieses Gefühl kenne. Du scheinst Zweifel zu haben welchen Weg Du vertrauen kannst und fängst gar nicht erst damit an sondern tastest Dich eher langsam voran. Jeder hat eben sein Tempo und seine Zeit. Du scheinst auch nach einem besonderen Ereignis oder einer Begegnung ausschau zu halten die Dir den Weg zeigt. Auch dass kennen glaube ich alle, die sich auf dem spirituellen Pfad befinden.
    Mal konkret zu dem Thema Wahrheit und Weg.
    Eine absolute Wahrheit muss zumindest zwei logische Eigenschaften habe.
    1. Sie muss überall gültig sein
    2. Sie muss zu jeder Zeit gültig sein

    Wenn man diese Logik weiterdenkt, dann kann dies zunächst frustrierend sein, denn es scheint gar keine Wahrheit geben zu können, die diese beiden Kriterien erfüllt. Selbst Naturgesetze wie z.B. die Gravitation sind nicht immer und überall gültig. Und das gilt für alle physikalischen Gesetze. Sie haben nur in einem gewissen Bezugssystem ihre Gültigkeit und zu einer bestimmten Zeit wie z.B. kurz nach dem Urknall gelten diese Gesetze nicht mehr, bzw. sie widersprechen sich.

    Genau so ist es! Der Bezug zur Gravitation und den Naturgesetzen ist interessant. Das muss ich nochmal näher beleuchten. Danke für den Gedankengang!

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    • 25. August 2014 um 22:53
    • #11
    Jojo:
    Jojo:

    "Wissen müssen, was man will" ist nur so eine Vorstellung. Lass dich davon nicht unter Druck setzen. So lange du morgens weißt, was du den Tag über machen wirst, ist doch alles in Ordnung, oder?


    Ich möchte noch mal auf das hier zurück kommen.
    Was ich geschrieben habe, hört sich vielleicht an wie: Du bist doch eh ne kleine Nummer, also was soll das mit der Selbstverwirklichung.

    So ist das nicht gemeint.
    Im Gegenteil.
    Ich kenne die Suche "nach dem, was ich wirklich will" sehr gut, und ich glaube, es ist die Grundnatur des Menschen, sich zu dem entwickeln zu wollen, als der man ursprünglich gemeint ist.
    Das ist etwas sehr Positives.
    Das ist auch das, was mich zur Praxis treibt.
    Das ist die eigentliche Lebenskraft.

    In unserer Zeit hat sich daraus aber etwas Pervertiertes entwickelt, ein Zwang.
    Der Zwang, "jemand" zu sein.
    Die Angst, "niemand" zu sein, und unterzugehen, wenn man nichts hat, was man vorzeigen kann: Sieh her, das ist das, was ICH wirklich WILL!
    Auch der Zwang, etwas Originelles schaffen zu müssen.
    Es reicht nicht, zu sein. Man muss etwas tun.
    Es reicht nicht, etwas zu tun. Man muss etwas Besonderes tun.
    Und es reicht nicht, etwas Besonderes zu tun. Es muss einen noch zum eigentlichen, wahren Selbst führen, zur Entspannung, zur Befreiung, es muss AUTHENTISCH sein.

    Siehst du, wieviele Zwänge in diesem scheinbar selbstbestimmten "was ich WIRKLICH will" stecken?

    Das wird uns eingehämmert durch zahllose Geschichten, in denen der Held, die Heldin am Ende "zu sich selbst" durchbricht.

    Alles anzeigen

    Meinst du damit den unbewussten gesellschaftlichen Zwang, der daraus resultiert, dass man meistens nur Selbstwirksam ist, Zugehörigkeit empfindet? Ich möchte gerne frei von dem unbewussten fremdbestimmten Einflüssen sein, bzw sie erkennen. Momentan kann ich das nicht auseinander halten, was ich möchte und was ich durch den gesellschaftlichen Zwang möchte. Anderes Beispiel.. Mein Studium habe ich abgeschlossen.. ich habe nicht promoviert, weil mir die Arbeit im Labor zu einsam ist. Aber irgendwie reizt es mich doch und diesen Reiz kann ich nur mit der Gesellschaft erklären. Promotion, höheres Ansehen... SCHEINBAR besseres Selbstwertgefühl bzw. Anerkennung. Also denke ich, Promovieren würde ich aus falschen Gründen wollen und nicht weil ich es will.

    Jojo:


    Damit sind wir bei den Kernproblem, das der Buddhismus thematisiert.
    Was ist das Selbst, das ich verwirklichen will? Wer bin ich?

    Wenn dieser Wunsch "was ich wirklich will" ein Zwang wird, wenn er einen unglücklich macht, wenn man trotz aller Mühen nicht darauf kommt, "was man wirklich will, was man wirklich ist", dann wird es Zeit, sich diesen Mechanismus genau anzusehen.

    Ich glaube der Zwang resultiert aus Ego gründen... nur wieso... weil eigentlich finde ich ja auch, dass das Streben danach irgendwie unglücklich macht. Wozu muss man wissen, wer man ist.. es kommt doch eh immer alles anders als man denkt.

    Jojo:


    Dafür ist die Meditation da. Alles ansehen, und erlauben: die Zwänge, die Wünsche, die Befehle der Umwelt - und was das mit einem macht: dass man sich klein und dumm fühlt, unfähig, ohne Lebenssinn, sonstwas... Es ist nicht schön, in diesem Sumpf herumzuwaten. In diesem Sinne ist Meditation Drecksarbeit. Kein Wunder, dass es Dir schwerfällt, dich hinzusetzen. Und bewundernswert, dass du trotzdem nicht locker gelassen hast, dich mit dieser Frage - wie schaffe ich es, mich auf das Kissen zu bringen? - zu beschäftigen.

    Als Drecksarbeit empfinde ich das gar nicht.. genau diese Dinge beleute ich gerne mit ausgewählten Freunden.. bzw mit einem Freund... mit dem ich aus diversen Gründen keinen Kontakt mehr habe.. vielleicht bin ich deswegen unsicher - weil ich mehrere Jahre nicht mehr in mir rumgebohrt habe und nur noch meine eigene SUBJEKTIVE, melodramatische Sicht habe?
    Vielleicht mache ich mir aber auch was vor, und blockiere, bevor ich tatsächlich in meiner Gefühlswelt angekommen bin? Darüber muss ich nachdenken.

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    • 25. August 2014 um 22:58
    • #12
    Frank1:

    Hallo Weltkarte,

    ich kann nur spekulieren, aber ich versuche es mal:

    Teil 1:
    Ich habe als junger Mann sehr interessiert und überzeugt Muskelentspannung gelernt und mich damit ins Leben fallen lassen und loslassen gelernt. Irgendwann habe ich dann unbewusst aufgehört, bis ich später wieder darauf gestoßen bin.
    Ich habe das so interpretiert, dass der Geist auf ein Problem gestoßen ist, wo er keinen Weg und Lösung gesehen hat und damit vermieden hat den Weg weiterzugehen. Ich will das garnicht bewerten, aber ich glaube man sollte sich und andere nicht zu Meditation zwingen. Andererseits könnte man auch sagen, man muss einfach mutig sein und es wagen, auch wenn es gefährlich ist, die alte Situation aufzuarbeiten. Ich bin mir da nicht sicher.
    Wenn Dich eine gewisse geistige Richtung anzieht, wie anthroposophische Lebensweise kann es sein, dass Du etwas aus einem früheren Leben wiederholst oder Dich dazu geistige Einstellungen und Werte, die du gerade durchlebst, wie Aggression zu negieren, Dich dazu bringen. Es kann aber sich die geistige Einstellung Deiner Freunde durch deren Aura sich bei Dir festmachen. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus allem.

    Das Gefühl habe ich auch... wie gesagt.. irgendwas hemmt mich und ich bin mir ziemlich sicher, dass es was tiefgehendes ist.

    Frank1:


    Teil 2:
    Es ist nicht nur ein beobachten, es sollte auch eine willentliche Konzentration sein. Konzentration ist für mich vorhandenes Bewusstsein auf Unbewusstes anwenden. Das Unbewusste wird dann wie wenn der Wind den Staub aufwirbelt, als Gedanken bewusst gemacht und aufgewirbelt. Dabei kommt es durch die Konzentration bzw das vorhandene Bewusstsein zu neuen Ideen und Inspirationen, die unsere normalen sich drehenden Schleifen und Gedankenkreise durchbrechen und für Neues öffnen. Wenn man den Gedanken nur unterbewusst verfolgt, wie wir es am Tag oft schlafend mit offenen Augen unbewusst tun, wiederholen wir oft nur alte Gedankenkreise und machen und finden nichts Neues. D.h. durch Konzentration wirbelt man den Staub der Gedanken während der Meditation neu auf und dann bearbeitet man am Tag dann unterbewusst die neuen gewonnenen Ideen, die man dann meist unterbewusst verarbeitet und verfolgt und neue Lösungen sucht. So sollte es meines Erachtens sein.
    Welcher Gedanke sich dann lohnt, ihn auch bewusst am Tag nicht währende der Meditation noch zu verfolgen, musst du selber abwägen, da kann dir niemand helfen, bzw nur Anregungen geben. Aber grundsätzlich ist Meditation das oberste, wichtigste, dann kommt erst das Gedanken Verfolgen.

    Großartige Beschreibung! Das versteh ich und kann es nachvollziehen! Danke, danke!

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    • 25. August 2014 um 23:10
    • #13
    nibbuti:

    Hallo & willkommen Weltkarte

    Nach dem Geschriebenen scheinst du sehr beschäftigt zu sein mit Kind, Freunden, deinem Beruf.

    Machte das den Eindruck? Eigentlich nicht. Mein Kind ist sehr pflegeleicht und mein Beruf ist momentan zurückgestellt, dank der Elternzeit. Mit meinen Freunden bin ich beschäftigt, ja.. ich fühl mich das erste mal von einer Peergroup völlig akzeptiert. Ein schönes Gefühl :) Ansonsten bin ich eher jemand, die sich bspw auf einer Party mit einer anderen Person aus dem geschehen zurück zieht, um sich zu unterhalten. Gruppen sind mir eigentlich ein graus - ausser in meinem Beruf!

    nibbuti:


    Für Meditation braucht es Geduld & einen gewissen Sinn für Dringlichkeit (samvega).


    Böse Disziplin.. davon habe ich nicht viel abbekommen.. ich übe mich aber dadran.

    nibbuti:


    Viele Menschen werden sofort mit Meditationstechniken oder mit Philosophie konfrontiert, statt ihren Weg schrittweise zu gehen, & sind leicht überfordert.

    Ich will am liebsten alles sofort. Wenn ich das so gerade aufschreibe, merke ich, dass ich ziemlich ergebnisorientiert bin... Geduld oder Ausdauer ist/sind nicht so meine Stärke.


    nibbuti:


    Versuch doch mal den gesamten Edlen Achtfachen Pfad anzuwenden, wovon formelle Meditation nur 1/8 ausmacht.

    Versuch mal das hier: one moment meditation

    Grüße

    n.

    Versuche ich.. rechte Rede übe ich seit einiger Zeit sehr bewusst.. und merke.. dass man sich damit ausgrenzt... wieder dieser Gesellschaftliche Zwang... ein Dilemma... nur auf mich Wende ich die rechte Rede relativ wenig an.

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    • 25. August 2014 um 23:12
    • #14
    nibbuti:

    Versuch mal das hier: one moment meditation

    Grüße

    n.

    Danke für den Link, der scheint vielversprechend zu sein! Das Video muss ich mir mal in Ruhe anschauen. :)

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    • 25. August 2014 um 23:21
    • #15
    boehnchen:

    Liebe Weltkarte,
    finde heraus was du möchtest, deine Ziele (das muss kein Karriereziel sein, es kann auch was feinstofflicheres sein :->)
    und genau wie du es sagst: schau auch die Motivation dahinter an; oder ob da vielleicht noch ein Ziel dahinter liegt. Lass dich in deine Gefühle fallen - und lass kommen.

    Sei nicht so verzweifelt darüber dass du zweifelst und suchst. Sucher sind selten und Zweifeln ist ein Muss - um überhaupt loszugehen. Was du ja schon getan hast :->)

    Mit deiner genauen Herangehensweise (du nennst es vielleicht verzweifelt Unentschlossen-sein) bist du der Sache schon recht auf der Spur. Nur geht es natürlich nicht darum, die Gedanken zu verfolgen (das tust du ja jetzt schon, und das geht ewig), sondern sich TIEFER in sein Inneres FALLEN zu Lassen - und du merkst, dass du in der richtigen Richtung unterwegs bist (innen -> Unten: wenn die Gedanken weniger werden, und vielleicht Körperempfindungen in den Vordergrund treten, oder (wenn du noch tiefer kommst) kommen Gefühle… . .

    (Anmerkung zu Teil 3: der Atem ist ein Körpergefühl (also unterhalb der Gedanken, aber noch nicht so tief wie Gefühle).
    -> weder den Gedanken folgen, noch den Atem folgen, sondern tiefer gehen (wenn du das möchtest) und die Gefühle (vielleicht das erste Mal seit langer Zeit) zuLassen
    und ganz durchfühhlen. so kommt man tiefer (in Richtung innerer Abgrund - und Erwachen. Frieden.)
    wenn dich da mehr interessiert


    Gefühle.. was sind schon richtige Gefühle.. ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Letztens habe ich an einem Ort in der Natur sowas wie ein Glücksgefühl gespürt.. als ich drauf geachtet habe - ich hab es direkt über die Achtsamkeit versucht.. Gleichzeitig habe ich aber auch etwas gespürt, was sich anfühlte.. als würde das gefühlte Gefühl zugeschnürt werden. So als würde ich mir das Glücksgefühl nicht erlauben? Das war furchtbar... zu dem Grund für diese Blockade bin ich bei weiterem Nachdenken aber noch nicht gekommen. Ich habe zwar ne Ahnung.. aber diese ist noch nicht wirklich der Grund. Ich warte auf weitere Assoziationsketten innerhalb meines Geistes.

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    • 25. August 2014 um 23:25
    • #16

    Lieber Moderator,

    ich habe wahrscheinlich die Forumsregeln missachtet, da ich nicht weiss wie man vernünftig zitiert. Es tut mir leid.. gibt es die Möglichkeit, dass Sie meine Antworten zusammenfügen?

    Weiterhin habe ich die Anreden vergessen...

    Vielen Dank, dass ihr mir alle geantwortet habt! Eure Antworten bringen mich schon weiter :) Ich freue mich auf einen weiteren Austausch!

    Viele Grüße,
    Weltkarte!

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  • nibbuti
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    • 26. August 2014 um 01:50
    • #17
    Weltkarte:

    rechte Rede übe ich seit einiger Zeit sehr bewusst.. und merke.. dass man sich damit ausgrenzt... wieder dieser Gesellschaftliche Zwang... ein Dilemma...


    Hi Weltkarte

    In der Tat ist es nie einfach gegen den Strom zu schwimmen.

    Aber 'richtige' Rede ist imho nicht bloß politisch korrekt & übervorsichtig mit Sprache umgehen.

    Noch wichtiger ist z.B. nicht vorsätzlich lügen. Oder zur passenden Zeit (achtsam) sprechen.

    Noch wichtiger als 'richtige' Rede üben ist 'richtige' Ansicht (samma ditthi).

    Ein guter Anfang sich mit der tiefen Weisheit des Buddha zu befassen.

    Buddha sagt:

    Zitat


    na pupphagandho paṭivātameti, na candanaṃ tagaramallikā.
    satañca gandho paṭivātameti, sabbā disā sappuriso pavāyati.


    Jasmin- und Sandelduft geht nicht dem Wind entgegen;
    Doch guter Menschen Ruf verbreit' sich allerwegen.

    Dhammapada Vers 54

    Weltkarte:


    Danke für den Link


    Bitte.

    Grüße
    n.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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