accinca: Jikjisa:Einen unsterblichen Geist haben die also.....
ja, haben die - den nicht-selbst-geist ( mushin ), den todlosen. nibbana und so.
accinca: Jikjisa:Einen unsterblichen Geist haben die also.....
ja, haben die - den nicht-selbst-geist ( mushin ), den todlosen. nibbana und so.
diese komischen "verdienste" sind aber pflichten und noch dazu hat man keinen lohn zu erwarten, höchstens "gnade" :
ZitatAlles anzeigen10. Kapitel: 5. Loṇakapalla Vagga - (Pali)
A.III.93 Das Gleichnis vom Reifen der Saat - 1. Accāyika SuttaDrei dringende Pflichten gibt es für den Landmann, ihr Mönche. Welche drei? Da läßt der Landmann geschwinde sein Feld gut pflügen und gut ebnen. Wenn nun sein Feld gut gepflügt und geebnet ist, so sät er geschwinde das Korn. Wenn nun das Korn gesät ist, läßt er geschwinde das Wasser zu oder ab. Dies sind die drei dringenden Pflichten des Landmanns.
Es steht jedoch nicht im Vermögen und in der Macht des Landmanns, daß ihm heute etwa sein Korn aufgehe, morgen Frucht trage und übermorgen reife; sondern es wird eben die Zeit kommen, wenn im Verlauf der Jahreszeiten das Korn des Landmanns aufgeht, Früchte trägt und reift.
Ebenso auch, ihr Mönche, gibt es drei dringende Pflichten für den Mönch. Welche drei? Das Befolgen der hohen Sittlichkeitsübung, das Befolgen der hohen Geistesübung und das Befolgen der hohen Weisheitsübung. Dies sind die drei dringenden Pflichten des Mönches.
Es steht jedoch nicht im Vermögen und in der Macht des Mönches, daß ihm etwa heute oder morgen oder übermorgen sein Geist haftlos von den Trieben befreit werde, sondern es wird eben die Zeit kommen, wo dem Mönche, der sich in hoher Sittlichkeit, hoher Geistigkeit und hoher Weisheit übt, sein Geist haftlos von den Trieben befreit wird.
Darum, ihr Mönche, sei euer Streben: 'Äußersten Eifer wollen wir bekunden beim Befolgen der hohen Sittlichkeitsübung, der hohen Geistesübung und der hohen Weisheitsübung!' Das, ihr Mönche, sei euer Streben!
ZitatAlles anzeigen»Zen ist einfach nur der Schlüssel, der das Tor zu unserer
umfassenden Fähigkeit zur Güte öffnet. Oftmals ist das eine
bittere Wahrheit. Sie verlangt, sich auf die Person
einzulassen, die wir sind, darauf, was wir denken, was wir
sagen und was wir mit unseren Körpern tun. Wir müssen
gründlich sein; jeden Tag müssen wir in jedem Moment
gründlich wir selbst sein, ohne dafür etwas zu erwarten. Wir
müssen das tun, um diesen dünnen Schleier der Illusion zu
durchdringen, der uns von unserer unbegrenzten, spontan
verfügbaren Güte trennt.«
Tenshin Reb Anderson
man hat der recht.
Jikjisa:
ja, haben die - den nicht-selbst-geist ( mushin ), den todlosen. nibbana und so.
Was nicht alles gibt.
Jikjisa:außerdem könnte mir mal jemand, es wäre wohl eventuelle ein verdienst ? -eben jenen begriff pali/sanskritmäßig ausklamüsern...
bittä.
Ich dachte du hast was gegen gelehrte Darlegungen?
Ansonsten ist es doch klar: Verdienst schafft ein gutes Dasein und läutert den Geist und das Herz. Dadurch kann man ein schönes Leben haben oder eben mit besseren Voraussetzungen nach endgültiger Befreiung streben. Was ist daran unverständlich?
Falls das jetzt nichts mit dem Thread zu tun hat, sorry, aber mir schwant da was:
(Warnung: "Küchenpsychologie")
Es gibt so einen Teufelkreis, der mir persönlich nur allzu gut bekannt ist, da türmt man "Pflichten" auf, bis der Berg schier unüberwindlich wirkt. Die einfachsten Angelegenheiten werden zu großartigen Sachen, die man unbedingt mit beflissentlich gestresstem Gesichtsausdruck zu bewältigen hat. Als ob das nicht genug wäre, baut man zusätzlich noch ein Bewertungssystem ein, wo nichts, was man erledigt, genügt. Man ist stets unzulänglich, kommt nicht hinterher, hat es nicht gut genug gemacht. Es ist nie ausreichend, was man tut.
Dies ist eine Ausformung mangelnder Wertschätzung dem gegenüber, was man geschafft hat.
Mit diesem Mechanismus bremst man sich selber perfekt aus. Man "kann nicht", weil man es nicht von vorn bis zu Ende perfekt hinbekommt. Also, gar nicht erst anfangen und lieber sagen: "Es geht nicht." Oder: "Diese Sache ist sinnlos."
Ich habe dann aufgehört "to do"-Listen zu erstellen, sondern stattdessen "Done"-Listen gemacht. Dieser Blickwinkel ist ermutigender.
Losang Lamo:
Es gibt so einen Teufelkreis, der mir persönlich nur allzu gut bekannt ist, da türmt man "Pflichten" auf, bis der Berg schier unüberwindlich wirkt.
Warst es nicht du, die früher mal den Vergleich mit dem Beppo Straßenkehrer in "Momo" gebracht hat? Daran denke ich immer wieder. Gar nicht in die Zukunft schauen was alles vor einem liegt, sondern das achtsam tun, was gerade zu tun ist. Eins, zwei, Besenstrich, und auf einmal ist die ganze Straße gekehrt. Auf das Hier und Jetzt konzentrieren, auch wenn der Geist ständig in die Zukunft schweifen und sich allerhand ausmalen möchte, eine Übung die ich selber nur allzuoft vergesse, die aber sehr heilsam ist.
Und Verdienst, naja da schafft man sich eben hier und jetzt was Gutes.
Schöne Grüße,
mukti
Ah, heute las ich noch etwas in einer Tantra-Erklärung, wozu "Verdienste" auch nötig sind:
Sie schaffen die Vorraussetzung für den Pfad, falls diese noch fehlen.
Woran liegt es, dass der eine den Dharma einfach und flüssig verstehen kann, es ihm möglich ist zu folgen, und der andere nicht? Hier sagt die Erklärung, der eine hätte Verdienste, der andere nicht. Günstiges Karma.
Der es nicht hat, kann durch das Ansammeln von Verdienst aus dieser auswegslos erscheinenden Lage auf sehr einfache Weise herauskommen. Das ist ein geschicktes Mittel.
Aber bitte bedenken: durch das Widmen gibt man die Verdienste ja "weg". Sonst gehen sie verloren! Es geht also weder um ein Ego-Aufblähen noch um Haben. Es geht um Entwicklung. Also nicht so profan verstehen.
vielen dank. lese ich mir später nochmal genauer durch.
für mich ist das bildhaft gesprochen - für laien.
"ansammeln" ist bhavana für mich, ebenso "abtragen". heilsam / unheilsam.
vom spontanen wortsinn her würden mich diese begriffe durcheinander bringen.
ZitatWoran liegt es, dass der eine den Dharma einfach und flüssig verstehen kann, es ihm möglich ist zu folgen, und der andere nicht? Hier sagt die Erklärung, der eine hätte Verdienste, der andere nicht.
genau das wird z.b. im PK auf bhavana zurückgeführt.
Losang Lamo:
...
Aber bitte bedenken: durch das Widmen gibt man die Verdienste ja "weg". Sonst gehen sie verloren!Es geht also weder um ein Ego-Aufblähen noch um Haben. Es geht um Entwicklung. Also nicht so profan verstehen.
Hallo ,
gerade das Weggeben ist ja der Verdienst.
Für mich ist der Boddhisattvaweg ein einziges Weg- und Hingeben.
Allerdings weiß ich nicht ob man das im Tantra und tibetischen Buddhismus auch so sieht.
Deswegen nur meine Meinung.
Aber schöner Post, Losang Lamo.
Liebe Grüße
Raphy:...
Für mich ist der Boddhisattvaweg ein einziges Weg- und Hingeben.
Allerdings weiß ich nicht ob man das im Tantra und tibetischen Buddhismus auch so sieht.
Doch, schon.
Aber das nicht einfach so blind, weil's so'n Spaß macht, sondern weil ein Bodhisattva die Zusammenhänge begreift. Das klare Verständnis, warum Mitgefühl mit allen angebracht und Eigennutz nicht nützlich ist.
Losang Lamo:Raphy:...
Für mich ist der Boddhisattvaweg ein einziges Weg- und Hingeben.
Allerdings weiß ich nicht ob man das im Tantra und tibetischen Buddhismus auch so sieht.
Doch, schon.
Aber das nicht einfach so blind, weil's so'n Spaß macht, sondern weil ein Bodhisattva die Zusammenhänge begreift. Das klare Verständnis, warum Mitgefühl mit allen angebracht und Eigennutz nicht nützlich ist.
Das ist schön, Losang Lamo. Mir macht der Weg aber trotzdem oft ganz viel Spaß.
Liebe Grüße
Jikjisa:
Auf was bezieht sich eigentlich die Überzeugung ( Idee ? Konzept ? ) sich religiöse Verdienste zu erwerben ?
Worin besteht religiöser Verdienst ?
Da haben wir die rechte weltliche Ansicht, allerdings ist Opfer, Gabe , Spende wohin und wofür ursprünglich wohl Auslegungssache ?
Wohl nicht unerheblich ist dabei das Totengedenken, Gabe für die Toten. Oder auch Bitt`gebete` für Kranke.
Und worauf bezieht es sich noch, auf welche Texte, Sutren, Ansicht.... ?
"Darin, ihr Bhikkhus, kritisieren jene Mönche und Brahmanen, die die Vernichtung, Zerstörung und Auslöschung eines existierenden Wesens beschreiben, jene guten Mönche und Brahmanen, die das Selbst als wahrnehmend und nach dem Tode unbeeinträchtigt weiterbestehend ... als nicht-wahrnehmend und nach dem Tode unbeeinträchtigt weiterbestehend ... als weder-wahrnehmend- noch-nicht-wahrnehmend und nach dem Tode unbeeinträchtigt weiterbestehend beschreiben. Warum ist das so? All diese guten Mönche und Brahmanen eilen immer weiter und machen ihre Hingabe so geltend: 'Wir werden nach dem Tode so und so sein, wir werden nach dem Tode so und so sein.' So wie ein Händler, der zum Markt geht, denkt: 'Durch dieses wird jenes mein Eigentum werden; mittels diesem werde ich jenes bekommen'; ebenso erscheinen jene guten Mönche und Brahmanen wie Händler, wenn sie verkünden: 'Wir werden nach dem Tode so und so sein, wir werden nach dem Tode so und so sein.'"
Pañcattaya Sutta