1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Säkularer Buddhismus - Was ist das?

  • Kusala
  • 18. Dezember 2013 um 07:52
  • Zum letzten Beitrag
  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 23. Dezember 2013 um 02:19
    • #651
    bel:

    Ja, denn "nicht verärgert", "nicht mißmutig" ist nur Vermeidung.


    Aja, und das ist nicht nett? Aber mißmutig und verärgert ist er widerspenstig
    und will die Widerspenstigkeit nicht aufgeben.

    8. "Vertragt ihr euch aber, Anuruddher, einig, ohne Zwist, mild geworden, und seht euch sanften Auges an?"
    9. "Freilich, ehrwürdiger Herr, vertragen wir uns, einig, ohne Zwist, mild geworden, und sehn uns sanften Auges an."
    10. "Inwiefern aber, Anuruddher, vertragt ihr euch, einig, ohne Zwist, mild geworden, und seht euch sanften Auges an?"
    11. "Da gedenk' ich, ehrwürdiger Herr, also:
    'Erreicht habe ich's, wohl getroffen, fürwahr, der ich mit solchen wahren Asketen vereint lebe.' Und ich Glücklicher, ehrwürdiger Herr, diene diesen Ehrwürdigen mit liebevoller Tat, so offen wie verborgen, mit liebevollem Wort, so offen wie verborgen, mit liebevoller Gesinnung, so offen wie verborgen.
    (Das ist schon ganz schön nett finde ich.)
    Und also verweilend, ehrwürdiger Herr, denke ich: 'Wenn ich nun meinen eigenen Willen aufgäbe und mich nur dem Willen dieser Ehrwürdigen unterwürfe?'
    Und ich habe, ehrwürdiger Herr, meinen eigenen Willen aufgegeben und mich dem Willen dieser Ehrwürdigen unterworfen. Verschieden, ehrwürdiger Herr, sind zwar unsere Körper, aber ich glaube wir haben nur einen Willen."

    Und der ehrwürdige Nandiyo, und der ehrwürdige Kimbilo sprach zum Erhabenen:
    "Auch ich, ehrwürdiger Herr, gedenke also:
    'Erreicht habe ich's, wohl getroffen, fürwahr, der ich mit solchen wahren
    Asketen vereint lebe.'
    Und ich Glücklicher, ehrwürdiger Herr, diene diesen Ehrwürdigen mit
    liebevoller Tat, so offen wie verborgen, mit liebevollem Wort, so offen
    wie verborgen, mit liebevoller Gesinnung, so offen wie verborgen.

    Und also verweilend, ehrwürdiger Herr, denke ich:
    'Wenn ich nun meinen eigenen Willen aufgäbe und mich nur dem Willen dieser Ehrwürdigen unterwürfe?'
    Und ich habe, ehrwürdiger Herr, meinen eigenen Willen aufgegeben
    und mich dem Willen dieser Ehrwürdigen unterworfen.
    Verschieden, ehrwürdiger Herr, sind zwar unsere Körper,
    aber ich glaube, wir haben nur einen Willen.

    "Also, ehrwürdiger Herr, verweilen wir verträglich,
    einig, ohne Zwist, mild geworden, und sehn uns sanften Auges an."

  • nibbuti
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.352
    Beiträge
    3.211
    Mitglied seit
    23. April 2011
    • 23. Dezember 2013 um 02:30
    • #652
    Jikjisa:


    wir halten zusammen !


    Jikjisa:

    die theras müssen noch viel lernen. besonders, daß sie aufhörn müssen zu lernen.


    ...wozu lernen, wenn man noch ein paar Runden in Samsara drehen kann, nicht wahr?

    Zitat

    sie können ja nichts loslassen.


    das Wort loslassen (siehe oben) wird manchmal inflationär gebraucht liebe Haushälterin

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Kusala
    Gast
    • 23. Dezember 2013 um 07:13
    • #653
    fotost:


    Wenigstens für einen Menschen muss es also einen Zugang zur Lehre außerhalb der Lehre gegeben haben.


    Das jemand alleine erkennt was dukkha ist und dann auf sila-samadhi-panna kommt ist durchaus möglich.
    Es gibt nicht lehrende Buddhas.
    Der Dhamma, bzw. die Dhammas ist/sind dann immer der Selbe/die Selben.
    Nichts anderes als der historische Buddha würden sie, wenn sie denn lehren würden als Erkenntnis weiter geben.

    ()

  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 23. Dezember 2013 um 09:23
    • #654
    Zitat

    "Meditiert, Ānanda ( Jhāyathānanda ), seid nicht nachlässig, ihr sollt es später nicht bereuen müssen."

    (MN 106)

    Zitat

    "Sollte ein Bhikkhu wünschen: 'Möge ich durch eigene Verwirklichung mit höherer Geisteskraft, hier und jetzt in die Herzensbefreiung, die Befreiung durch Weisheit, die mit der Vernichtung der Triebe triebfrei ist, eintreten und darin verweilen', dann soll er die Sittlichkeit erfüllen, sich der inneren Herzensruhe widmen, die Meditation nicht vernachlässigen ( anirākatajjhāno ), Einsicht pflegen und in leeren Hütten wohnen."

    (MN 6)

    Zitat

    "Und welche Art der Meditation pries der Erhabene ( jhānaṃ vaṇṇesi )?

    Brahmane, da tritt ein Bhikkhu, ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) tritt er in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Herzens enthält, ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind. Mit dem Verblassen der Verzückung, in Gleichmut verweilend, achtsam und wissensklar, voll körperlich erlebter Glückseligkeit, tritt er in die dritte Vertiefung ein, von der die Edlen sagen: 'Glückselig verweilt derjenige, der voll Gleichmut und Achtsamkeit ist', und verweilt darin. Mit dem Überwinden von Glück und Schmerz und dem schon früheren Verschwinden von Freude und Trauer, tritt er in die vierte Vertiefung ein, die aufgrund von Gleichmut Weder-Schmerzhaftes-noch-Angenehmes und Reinheit der Achtsamkeit in sich hat, und verweilt darin.

    Der Erhabene pries jene Art der Meditation."

    (MN 108)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 23. Dezember 2013 um 09:46
    • #655
    Elliot:
    Zitat

    "Meditiert, Ānanda ( Jhāyathānanda ), seid nicht nachlässig, ihr sollt es später nicht bereuen müssen."


    Allerdings scheint mir "Meditation" eine sehr oberflächliche Übersetzung für die Jahnas.

  • Jikjisa
    Gast
    • 23. Dezember 2013 um 10:16
    • #656

    nibbuti:

    Zitat

    das Wort loslassen (siehe oben) wird manchmal inflationär gebraucht liebe Haushälterin

    stimmt, in der eso und wellnessszene. abkürzungshalber; man kann es sich ja mal ausborgen. :) kürzt ja einiges ab.
    sie können sich auch nicht s weiter darunter vorstellen als die wohlfühlige annahme ihrer schwächen und leidenschaften,
    wozu sie alles störende so loslassen. zum beispiel trauer und angst oder gewissensbedenken. darum lächeln die immer so künstlich.
    da gibt es jedenfalls auch viele "nette". grusel.
    schade, ist es doch günstig dukkha konkret körperlich und geistig zu erfahren um zum richtigen pfad zu gelangen.
    darum auch die "härte" im zen - dann weiß man gleich bescheid wo der hase im pfeffer liegt und liegen wird in samsaro.

    im zen sprech heißt es aber das fallenlassen von bevorzugung ( begehren ) und ablehnung ( hass ),alle lobhas und dhosa s .
    in thera sprech: die sati-haltung zu den skandha:
    dies ist nicht mein, das gehört mir nicht, das bin ich nicht. und zwar ohne jegliche nachdenkerei. einfach aus achtung
    vor der lehre. sanzen heißt deswegen: entschlossene übung, die den "großen tod" ( nirodha/daishin) des eigenbewusstseins und der dualistischen wahrnehmung von anfang an "anstrebt" und zu jedem zeitpunkt mit rechnet , indem es selbst die ego-absicht bezüglich des sitzens, auch ego-absicht bezüglich "weiser-werden" überhaupt bezüglich des pfades aufgibt, was sich
    dann "Nur-Sitzen" nennt, was allerdings ein Idealbegriff der richtigen Haltung impliziert, d.h.mushotoku. dhyana, 4. versenkungsstufe,
    reine achtsamkeit. bewusstseinssphäre: einheit-leerheit-nichtsheit. nur hier entfaltet sich das panna paramita auf das es ankommt.
    vorher ist alles noch von der gefahr der bauchpinseley behaftet. deswegen verweilt der geist und das gemüt so gerne in der beschäftigung mit den makyos, also allen dhamma die der vergänglichkeit unterworfen sind. selbst sukha und pitti wird als makyo ( dämonisch, Mara zugehörend ) angesehen. überhaupt auch siddies, bis auf die höchste erkenntnis und überhaupt alle erfahrbaren, vergänglichen zustände.

    mit freundlichen grüßen

  • nibbuti
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.352
    Beiträge
    3.211
    Mitglied seit
    23. April 2011
    • 23. Dezember 2013 um 10:45
    • #657
    Jikjisa:

    selbst sukha und pitti wird als makyo ( dämonisch, Mara zugehörend ) angesehen.


    ...im Zen.

    Der Buddha hingegen lehrte an vielen Stellen aus seiner Weisheit heraus, dass auch wenn das noch nicht das Ende ist (& noch Verlangen danach bestehen kann), Zustände ab 1. jhana aufwärts frei von niederen Neigungen oder Maras Einfluss sind.

    Für piti, sukha & darüber hinaus braucht es einiges an Gleichmut. Wäre der Gleichmut nicht vorhanden, würde man gar nicht erst soweit kommen.

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

    Einmal editiert, zuletzt von nibbuti (23. Dezember 2013 um 10:52)

  • Jikjisa
    Gast
    • 23. Dezember 2013 um 10:51
    • #658

    ja, zen kürzt das alles in der theorie ab, damit alle fühlenden und leidenden menschen zur wesentlichen übung finden können-
    und erwachen können. natürlich ist sukha und pitti auch ein schlüsselfaktor. und jhana der läuterungsprozess. aber man muss da nicht so ein samadhi-wind drum machen. das schafft nur unruhe und begehren-und aversion gegen "weltliches" - und bekanntlich sind das bonno- ego-
    leidenschaften, nivarana.

    Zitat

    Zustände ab 1. jhana aufwärts frei von Maras Einfluss sind.

    lies mal die pk-bibel...hast ja jetzt ein paar tage zeit

    gleichmut kann man nicht künstlich erzeugen, tugendhaftigkeit übrigens auch nicht

    ersteres entfaltet sich durch ein ganz stoisches, flexibles sati. sati selber ist gleichmütig von "sich aus". das heißt im verhältnis zu sämtlichen dhamma. darum heißt es: macht sich keine vorstellung von diesem und jenem. mit den vorstellungen kommt wieder begehren und abneigung auf. zum beispiel bezüglich mutterrolle und so - oder feinstoffliche verweilorte - oder wissen und unwissenheit---oder oder

    und wie wollen wir die wurzel ausreissen wenn wir die äste und blätter düngen und sprießen lassen ?

    liebe grüße
    jikjisa

  • Jikjisa
    Gast
    • 23. Dezember 2013 um 11:09
    • #659

    es ist aber müßig mit leuten über den zen-weg zu sprechen,die zen weder verstehen, noch zazen anwenden.
    und die übersetzung in thera ist mit anspannender konzentration verbunden, einem unheilsamen faktor.
    insfofern: bel macht das lässiger.

    frohe weihnachten !

  • nibbuti
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.352
    Beiträge
    3.211
    Mitglied seit
    23. April 2011
    • 23. Dezember 2013 um 11:10
    • #660
    Jikjisa:

    ja, zen kürzt das alles in der theorie ab, damit alle fühlenden und leidenden menschen zur wesentlichen übung finden können-


    Das würde voraussetzen, dass der Buddha kein Mitgefühl oder ausreichendes Verständnis von Leid hätte, als er seine Lehre darlegte.

    In der Realität sieht das aber meist so aus, dass wenn etwas um jeden Preis narrensicher gemacht wird, es auch nur Narren anwenden werden.

    Jikjisa:

    alle fühlenden und leidenden menschen zur wesentlichen übung finden können-und erwachen können.


    Klingt nach mayahanistischer Missioniersarbeit. Viel Glück damit.

    Zitat

    »Dadurch aber, dass der Herr Gotama seinen Schülern die von ihm durchschaute Lehre weist, die die Wesen zur Läuterung führt, zur Überwindung von Sorge und Kummer, zum Aufhören von Schmerz und Trübsal, zur Gewinnung des rechten Weges, zur Verwirklichung Nibbānas, wird wohl dadurch die ganze Welt oder die Hälfte oder ein Drittel der Welt Erlösung finden?«

    Auf diese Worte schwieg der Erhabene. ~ Uttiya Sutta

    Jikjisa:

    natürlich ist sukha und pitti auch ein schlüsselfaktor. und jhana der läuterungsprozess.


    Pass auf auf deine eigenen Worte auf Jikjisa, eben sagtest du noch es wäre mayko oder Mara zugehörend.

    Nun ist es ein Schlüsselfaktor für den Läuterungsprozess.

    Was du vorher sagtest, passt nicht zu dem was du hier sagst & umgekehrt.

    Jikjisa:

    aber man muss da nicht so ein samadhi-wind drum machen.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 23. Dezember 2013 um 11:14
    • #661
    Jikjisa:

    selbst sukha und pitti wird als makyo ( dämonisch, Mara zugehörend ) angesehen.

    Zitat

    Freund Visākha, die Neigung zur Begierde ist nicht in Hinsicht auf jegliches angenehme Gefühl zu überwinden. Die Neigung zur Abneigung ist nicht in Hinsicht auf jegliches schmerzhafte Gefühl zu überwinden. Die Neigung zur Unwissenheit ist nicht in Hinsicht auf jegliches weder-schmerzhafte-noch-angenehme Gefühl zu überwinden."

    "Freund Visākha, völlig abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, tritt da ein Bhikkhu in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Ausrichtung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Damit verläßt er die Begierde, und dem liegt keine Neigung zur Begierde zugrunde."

    (MN 44)

    Zitat

    "Anuruddha, was sollte von einem Mann aus guter Familie, der auf solche Weise fort in die Hauslosigkeit gezogen ist, getan werden?

    Solange er die Verzückung und Glückseligkeit, die von Sinnesvergnügen abgeschieden sind und abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen [2], noch nicht erlangt hat, oder etwas noch friedvolleres als das, dringt Habgier in seinen Geist ein und bleibt dort, dringt Übelwollen in seinen Geist ein und bleibt dort, dringen Trägheit und Mattheit in seinen Geist ein und bleiben dort, dringen Rastlosigkeit und Gewissensunruhe in seinen Geist ein und bleiben dort, dringt Zweifel in seinen Geist ein und bleibt dort, dringt Unzufriedenheit in seinen Geist ein und bleibt dort, dringt Verdrossenheit in seinen Geist ein und bleibt dort. Das ist so, solange er die Verzückung und Glückseligkeit, die von Sinnesvergnügen abgeschieden sind und abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, noch nicht erlangt hat, oder etwas noch friedvolleres als das.

    Wenn er die Verzückung und Glückseligkeit, die von Sinnesvergnügen abgeschieden sind und abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, erlangt hat, oder etwas noch friedvolleres als das, dringt Habgier nicht in seinen Geist ein und bleibt nicht dort, dringt Übelwollen nicht in seinen Geist ein und bleibt nicht dort, dringen Trägheit und Mattheit nicht in seinen Geist ein und bleiben nicht dort, dringen Rastlosigkeit und Gewissensunruhe nicht in seinen Geist ein und bleiben nicht dort, dringt Zweifel nicht in seinen Geist ein und bleibt nicht dort, dringt Unzufriedenheit nicht in seinen Geist ein und bleibt nicht dort, dringt Verdrossenheit nicht in seinen Geist ein und bleibt nicht dort. Das ist so, wenn er die Verzückung und Glückseligkeit, die von Sinnesvergnügen abgeschieden sind und abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, erlangt hat, oder etwas noch friedvolleres als das."

    (MN 68)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 23. Dezember 2013 um 11:18
    • #662
    Jikjisa:

    die übersetzung in thera ist mit anspannender konzentration verbunden, einem unheilsamen faktor

    Zitat

    "Anuruddha, während ich umsichtig, eifrig und entschlossen weilte, nahm ich sowohl Licht, als auch eine Schauung von Formen wahr. Kurz danach verschwanden das Licht und die Schauung der Formen. Ich dachte: 'Was ist der Grund und die Bedingung dafür, daß das Licht und die Schauung der Formen verschwunden sind?'

    Dann erwog ich folgendes: 'Ein Übermaß an Energie erschien in mir, und wegen des Übermaßes an Energie sank meine Konzentration dahin; als meine Konzentration dahinsank, verschwanden das Licht und die Schauung der Formen.' Angenommen, ein Mann würde eine Wachtel fest mit beiden Händen packen; sie würde auf der Stelle sterben. Genauso erschien ein Übermaß an Energie mir, und wegen des Übermaßes an Energie sank meine Konzentration dahin; als meine Konzentration dahinsank, verschwanden das Licht und die Schauung der Formen.

    Ich erwog: 'Ich werde mich so verhalten, daß weder Zweifel, noch Unaufmerksamkeit, noch Trägheit und Mattheit, noch Furcht, noch freudige Erregung, noch Tadelnswertes, noch ein Übermaß an Energie in mir wieder erscheinen werden.'"

    "Anuruddha, während ich umsichtig, eifrig und entschlossen weilte, nahm ich sowohl Licht, als auch eine Schauung von Formen wahr. Kurz danach verschwanden das Licht und die Schauung der Formen. Ich dachte: 'Was ist der Grund und die Bedingung dafür, daß das Licht und die Schauung der Formen verschwunden sind?'

    Dann erwog ich folgendes: 'Ein Mangel an Energie erschien in mir, und wegen des Mangels an Energie sank meine Konzentration dahin; als meine Konzentration dahinsank, verschwanden das Licht und die Schauung der Formen.' Angenommen, ein Mann würde eine Wachtel zu locker festhalten; sie würde ihm aus den Händen davonfliegen. Genauso erschien ein Mangel an Energie mir, und wegen des Mangels an Energie sank meine Konzentration dahin; als meine Konzentration dahinsank, verschwanden das Licht und die Schauung der Formen.

    Ich erwog: 'Ich werde mich so verhalten, daß weder Zweifel, noch Unaufmerksamkeit, noch Trägheit und Mattheit, noch Furcht, noch freudige Erregung, noch Tadelnswertes, noch ein Übermaß an Energie, noch ein Mangel an Energie in mir wieder erscheinen werden.'"
    (MN 128)

    Alles anzeigen


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • nibbuti
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.352
    Beiträge
    3.211
    Mitglied seit
    23. April 2011
    • 23. Dezember 2013 um 11:22
    • #663
    Jikjisa:

    es ist aber müßig mit leuten über den zen-weg zu sprechen,die zen weder verstehen, noch zazen anwenden.
    und die übersetzung in thera ist mit anspannender konzentration verbunden, einem unheilsamen faktor.


    Mag sein, aber es ist niedlich, wenn Zennis versuchen Buddhas Lehre zu verbessern (& sich dabei in ihre eigenen Worte verwickeln wie z.B. etwas sei Teufel oder makyo zugehörend & auch Schlüsselfaktor für den Läuterungsprozess.)

    Spätfolgen der 'nondualen Dualität'.

    Zitat

    insfofern: bel macht das lässiger.


    Lässig kommt von nachlässig.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Jikjisa
    Gast
    • 23. Dezember 2013 um 11:31
    • #664

    @ elli♥ brahma hab ihn seelig :)

    stichwort hier: falsche konzentration.
    bitte achtsam und geduldig beim spontanen ausgraben von zitaten

    @ nibbuti: geh und belehr die deutsche bäckersfrau oder die hasen im hinterwald :D

    wir wollen übrigens garnicht die lehre verbessern
    nur selbsternannte lehrer. nein, eigentlich nicht mal das.

    du kannst ganz beruhigt sein :)

  • mukti
    Reaktionen
    6.806
    Punkte
    72.646
    Beiträge
    12.960
    Blog-Artikel
    36
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 23. Dezember 2013 um 11:36
    • #665
    Jikjisa:

    stichwort hier: falsche konzentration.

    Du meinst im Theravada wird jhana falsch übersetzt? Oder geht's um was anderes?

    Mit Metta, mukti.


  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 23. Dezember 2013 um 11:47
    • #666
    Zitat

    "Anuruddha,

    • als ich wußte, daß Zweifel eine Geistestrübung ist, und ich die Geistestrübung des Zweifels überwunden hatte;
    • als ich wußte, daß Unaufmerksamkeit eine Geistestrübung ist, und ich die Geistestrübung der Unaufmerksamkeit überwunden hatte;
    • als ich wußte, daß Trägheit und Mattheit eine Geistestrübung ist, und ich die Geistestrübung der Trägheit und Mattheit überwunden hatte;
    • als ich wußte, daß Furcht eine Geistestrübung ist, und ich die Geistestrübung der Furcht überwunden hatte;
    • als ich wußte, daß freudige Erregung eine Geistestrübung ist, und ich die Geistestrübung der freudigen Erregung überwunden hatte;
    • als ich wußte, daß Tadelnswertes eine Geistestrübung ist, und ich die Geistestrübung des Tadelnswerten überwunden hatte;
    • als ich wußte, daß ein Übermaß an Energie eine Geistestrübung ist, und ich die Geistestrübung des Übermaßes an Energie überwunden hatte;
    • als ich wußte, daß Mangel an Energie eine Geistestrübung ist, und ich die Geistestrübung des Mangels an Energie überwunden hatte;
    • als ich wußte, daß Sehnsucht eine Geistestrübung ist, und ich die Geistestrübung der Sehnsucht überwunden hatte;
    • als ich wußte, daß Vielfaltswahrnehmung eine Geistestrübung ist, und ich die Geistestrübung der Vielfaltswahrnehmung überwunden hatte;
    • als ich wußte, daß ein Übermaß an Meditation über Formen eine Geistestrübung ist, und ich die Geistestrübung des Übermaßes an Meditation über Formen überwunden hatte;


    da dachte ich: 'Ich habe jene Geistestrübungen überwunden. Nun will ich Konzentration auf drei Arten entfalten.'"

    "Anuruddha,

    • als ich Konzentration mit anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes entfaltet hatte (1. Jhana);
    • als ich Konzentration ohne anfängliche Hinwendung des Geistes, nur mit anhaltender Hinwendung des Geistes entfaltet hatte;
    • als ich Konzentration ohne anfängliche Hinwendung des Geistes und ohne anhaltende Hinwendung des Geistes entfaltet hatte (2. Jhana);
    • als ich Konzentration mit Verzückung entfaltet hatte;
    • als ich Konzentration ohne Verzückung entfaltet hatte (3.Jhana);
    • als ich Konzentration, die von Vergnügen begleitet ist, entfaltet hatte;
    • als ich Konzentration, die von Gleichmut begleitet ist, entfaltet hatte (4.Jhana),


    entstanden in mir das Wissen und die Schauung: 'Meine Befreiung ist unerschütterlich; dies ist meine letzte Geburt; jetzt gibt es kein erneutes Wiederwerden mehr.'"

    (MN 128)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Jikjisa
    Gast
    • 23. Dezember 2013 um 17:06
    • #667

    ach nein, es bedingt nur falsche achtsamkeit verbunden mit begehren bezüglich äußerer objekte. :)

    und das ist die rechte Achtsamkeit:


    Zitat

    Zu einer Zeit, ihr Mönche, wo der Mönch,

    tief einatmend, weiß 'Ich atme tief ein',
    tief ausatmend, weiß 'Ich atme tief aus';
    kurz einatmend, weiß 'Ich atme kurz ein',
    kurz ausatmend, weiß 'Ich atme kurz aus';
    'Den ganzen Körper empfindend will ich einatmen',
    'Den ganzen Körper empfindend will ich ausatmen', so sich übt;
    'Diese Körperfunktion besänftigend will ich einatmen ',
    'Diese Körperfunktion besänftigend will ich ausatmen ', so sich übt:

    zu einer solchen Zeit wacht, ihr Mönche, der Mönch beim Körper über den Körper, unermüdlich, klaren Sinnes, achtsam, nach Verwindung weltlichen Begehrens und Bekümmerns. Bei den Körpern nenne ich es, ihr Mönche, den Körper verändern, nämlich das Einatmen und das Ausatmen: darum aber, ihr Mönche, wacht der Mönch zu einer solchen Zeit beim Körper über den Körper, unermüdlich, klaren Sinnes, achtsam, nach Verwindung weltlichen Begehrens und Bekümmerns. -

    Alles anzeigen

    danke trotzdem für das ausführliche posten der hindernisse. hatte ich mir schon mal eingerahmt :)

    `seltsam`, daß sukha immer gerne die version:

    Zitat

    er denkt, er versteht

    postet ;)

  • Merkur-Uranus
    Punkte
    1.170
    Beiträge
    219
    Mitglied seit
    27. April 2010
    • 23. Dezember 2013 um 22:36
    • #668
    Geronimo:
    Zitat

    Dem recht Erkennenden entsteht rechte Gesinnung,
    dem recht Gesinnten rechte Rede,
    dem recht Redenden rechte Handlungsweise,
    dem recht Handelnden rechter Lebensunterhalt,
    dem rechten Lebensunterhalt Erwerbenden rechtes Streben,
    dem recht Strebenden rechte Achtsamkeit,
    dem in rechter Weise Achtsamen rechte Sammlung,
    dem recht Gesammelten rechtes Wissen,
    dem recht Wissenden entsteht rechte Befreiung.

    Alles anzeigen

    http://www.palikanon.com/angutt/a10_100_112.html

    Das ist letztlich alles worauf es im Buddhismus ankommt. Man muss dazu nicht an Engel, an die Hölle, an den Berg Meru, an fliegende Buddhas,
    oder irgendwelche anderen übersinnlichen Dinge glaube. Dieser Weg funktioniert wunderbar sogar ohne das man an irgendetwas glaubt.
    Nur Vertrauen muss man in ihn haben.

    Alles anzeigen

    Das ist die Grundidee des Säkularen Buddhismus.

  • Geronimo
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.617
    Beiträge
    3.140
    Mitglied seit
    2. April 2011
    • 23. Dezember 2013 um 23:02
    • #669
    Merkur-Uranus:


    Das ist die Grundidee des Säkularen Buddhismus.

    Aber die gibt´s doch schon?

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • mukti
    Reaktionen
    6.806
    Punkte
    72.646
    Beiträge
    12.960
    Blog-Artikel
    36
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 23. Dezember 2013 um 23:13
    • #670

    Wie steht der "säkulare Buddhismus" eigentlich zum Vinaya, dem Regelwerk der Mönche?

    Mit Metta, mukti.


  • Kusala
    Gast
    • 24. Dezember 2013 um 06:33
    • #671
    Jikjisa:


    `seltsam`, daß sukha immer gerne die version:

    er denkt, er versteht

    Wo habe ich das geschrieben und in welchem Zusammenhang?
    Wenn ich das Satipaṭṭhāna Sutta zitiere, nehme ich meist folgende Version
    http://palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m010z.html

    In welche Ecke möchtest Du mich denn heute wieder stellen?

    Es grüßt
    Kusala

  • Jikjisa
    Gast
    • 24. Dezember 2013 um 09:19
    • #672

    ach... ;)
    ich meine doch nur, daß es allgemein ein kreuz ist mit:


    zu einer solchen Zeit wacht, ihr Mönche, der Mönch beim Körper über den Körper, unermüdlich, klaren Sinnes, achtsam, nach Verwindung weltlichen Begehrens und Bekümmerns. DN22http://www.palikanon.de/diverses/satip…atipatt_10.html

    Da weilt, o Mönche, der Mönch beim Körper in Betrachtung des Körpers, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt; er weilt bei den Gefühlen in Betrachtung der Gefühle, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt; MN 118 http://www.palikanon.com/majjhima/m118n.htm

    verweilt der Mönch beim Körper in der Betrachtung des Körpers, (kāyānupassanā) eifrig, klarbewußt, achtsam, nach Verwerfung alles weltlichen Wünschens und Sichgrämens. MN 10 http://www.palikanon.de/majjhima/m010n.htm

    also mit bevorzugung und ablehnung hinsichtlich `der welt`

    und auch ein kreuz ist es mit diesem MN 10 in struktur und übersetzung ( nach zumwinkel (?) ), die du meist verwendest
    elliot hat mal was schlaues dazu gesagt
    irgendwann sagts er s auch noch mal

    frohe weihnachten !
    jikjisa

    guck mal:ist überarbeitet worden: http://de.wikipedia.org/wiki/Bojjhanga

    schlau, seehr schlau :)

  • Kusala
    Gast
    • 24. Dezember 2013 um 09:55
    • #673
    Jikjisa:

    guck mal:ist überarbeitet worden: http://de.wikipedia.org/wiki/Bojjhanga

    Hier kannst Du es ausführlicher nachlesen.
    Auch erschienen im Buddhistischen Studienverlag "Form ist Leere - Leere Form" (Band 4)

    ()

  • Merkur-Uranus
    Punkte
    1.170
    Beiträge
    219
    Mitglied seit
    27. April 2010
    • 24. Dezember 2013 um 10:00
    • #674
    mukti:

    Wie steht der "säkulare Buddhismus" eigentlich zum Vinaya, dem Regelwerk der Mönche?

    Den Säkularen Buddhismus kann man sich als ein gerade stattfindendes Konzil vorstellen. In vielen Teilen der Welt diskutieren gerade buddhistisch Praktizierende darüber, wie ein westlicher Buddhismus aussehen könnte - was es bedeutet, ihn zu säkularisieren und ob bei diesen Prozess die Essenz des Buddhismus heraus geschält werden kann - oder ob er vielleicht verloren gehen könnte.

    Wie könnte man in diesem Prozess zum Vinaya stehen?

    Nun, die Antwort gibst du ja schon zum Teil selbst. Es handelt sich um ein Regelwerk für Mönche.

    Für Laienpraktizierende sind beispielsweise die 5 Achtsamkeitsübungen nach Thich Nhat Hanh ausreichend. Schließlich schaffen es die allermeisten Menschen nicht, selbst diese wenigen Punkte einzuhalten:

    1. Achtung vor dem Leben, Gewaltfreiheit
    2. Großzügigkeit: Nicht-Stehlen, Genügsamkeit, Solidarität und Sozialbewusstsein
    3. Sexuelle Verantwortung: Respekt und Liebe, Schutz vor Missbrauch, Kultivieren von Verantwortungsgefühl zum Schutz der Integrität von Individuen, Paaren, Familien und Gesellschaft
    4. Aufmerksames Zuhören und mitfühlendes Sprechen: Empfohlen werden u.a. Marshall B. Rosenbergs Methoden der „gewaltfreien Kommunikation“
    5. Achtsamer Konsum: Achten auf geistige und körperliche Gesundheit, Meiden von „Giften“, Entschlossenheit zur „bewussten Lebensweise“

  • mukti
    Reaktionen
    6.806
    Punkte
    72.646
    Beiträge
    12.960
    Blog-Artikel
    36
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 24. Dezember 2013 um 10:02
    • #675
    Jikjisa:

    ach... ;)
    ich meine doch nur, daß es allgemein ein kreuz ist mit:

    Zitat

    zu einer solchen Zeit wacht, ihr Mönche, der Mönch beim Körper über den Körper, unermüdlich, klaren Sinnes, achtsam, nach Verwindung weltlichen Begehrens und Bekümmerns. DN22

    Zitat

    Da weilt, o Mönche, der Mönch beim Körper in Betrachtung des Körpers, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt; er weilt bei den Gefühlen in Betrachtung der Gefühle, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt; MN 118

    also mit bevorzugung und ablehnung hinsichtlich `der welt`

    "Verwindung" bedeutet heutzutage "Verdrehung", richtig wäre "Überwindung". Wenn Gier und Hass bzw. Annehmen und Ablehnen überwunden ist, besteht Achtsamkeit und Wissensklarheit bei der Betrachtung des Körpers und der Gefühle.

    Gruß,
    mukti

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download