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  1. Buddhaland Forum
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Die fünf Gewissheiten

  • vegetarier
  • 13. Dezember 2013 um 06:56
  • Zum letzten Beitrag
  • accinca
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    • 15. Dezember 2013 um 21:57
    • #26
    mukti:
    accinca:


    Ach so, rechte Erkenntnis habe ich gemeint. Und der Trieb sollte ja auch mit rechter Erkenntnis gehandhabt werden würde ich mal sagen. Ob es heilsame Triebe an sich gibt? Da muss ich erst darüber nachdenken, führt aber auch schon etwas vom Thema weg.


    Ja, das mag sein aber es gibt eben auch Menschen deren rechte Erkenntnisse
    eingeschränkt sind weil sie mehr im Gefühle leben die von den Trieben
    kommen. Aus diesem Grund kann man nicht sagen was besser ist solange
    man die Einzelheiten nicht kennt. Aber bei vollkommener rechter Erkenntnis
    sind wohl auch keine Triebe mehr.

    Einmal editiert, zuletzt von accinca (15. Dezember 2013 um 22:42)

  • accinca
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    • 15. Dezember 2013 um 22:28
    • #27
    hedin:

    Um zu verdeutlichen, was es mit den unermesslich vielfältigen karmischen Abhängigkeiten (Ursachen) und den damit in Zusammenhang stehenden Willen (Wirkung) und der Willensfreiheit auf sich hat, noch einmal folgendes praktisches Beispiel:
    An einer Verkehrsampel kann vieles passieren, es gibt dort eine unermessliche Vielfalt von latenten, inaktiven Ursachen. Aber erst wenn eine Wirkung eintritt, z. B. zwei Autos fahren ineinander, kann die Ursache des Unfalles/Wirkung festgestellt werden.Dasselbe gilt auch bei allen anderen möglichen Vorgängen an der Verkehrsampel. Genauso verhält es sich im Bezug auf den Willen bzw. der Willensfreiheit. hedin


    Würde ich diese Meinung auch vertreten, dann würde ich auch wie du denken.
    Da ist aber nicht der Fall. Ein Autounfall hat mit Willensfreiheit rein gar nichts zu tun.
    Autofahren besteht im wesentlichen aus vorprogrammierten und eingeübte Willensabläufe.
    Das betrifft auch die Entscheidungen die dort u.U. sehr schnell erfolgen können.

    hedin:


    Die karmische Wirkung (z. B. der Wille) hat keine karmische Ursache ---
    die karmische Ursache entsteht (ergibt sich) aus der karmischen Wirkung (z. B. dem Willen)


    Richtig ist, das Willenswirkungen Ursachen für weitere Willensentscheidungen sein können.
    So kann durch Überlegung Wille entstehen. Ein Wille ohne jegliche Ursache ist aber eine Täuschung.
    Jedenfalls entspricht dies nicht der Lehre des Buddha und es wäre auch, wie schon gesagt, bei
    einem von Ursachen freien Willen keine Möglichkeit zur völligen Leidbefreiung möglich. Leiden
    könnte dann jederzeit ohne Ursache entstehen und immer wieder neu aufleben. Eine völlige
    von notwendigen Bedingungen unabhängige Willensbildung schließt Leidbefreiung aus.

  • Jikjisa
    Gast
    • 16. Dezember 2013 um 08:30
    • #28

    werter accinca. nach deiner aussage ist jede anstrengung bzw. entschlossenheit vergebens, da jedes mü karmisch vorherbestimmt.

  • hedin
    Gast
    • 16. Dezember 2013 um 08:47
    • #29
    accinca:


    Würde ich diese Meinung auch vertreten, dann würde ich auch wie du denken.
    Da ist aber nicht der Fall. Ein Autounfall hat mit Willensfreiheit rein gar nichts zu tun.
    Autofahren besteht im wesentlichen aus vorprogrammierten und eingeübte Willensabläufe.
    Das betrifft auch die Entscheidungen die dort u.U. sehr schnell erfolgen können.


    Praktische Beispiele haben es in sich, dass sie einen komplexen Sachverhalt vereinfacht darzustellen vermögen. Letztendlich liegt es aber beim Betrachter selbst, wie er ein solches Beispiel interpretiert.
    Kaum ein Sutra, in dem nicht ein oder sogar mehrere praktische Beispiele für einfache Erklärungen herangezogen werden.

    accinca:


    Richtig ist, das Willenswirkungen Ursachen für weitere Willensentscheidungen sein können.
    So kann durch Überlegung Wille entstehen. Ein Wille ohne jegliche Ursache ist aber eine Täuschung.
    Jedenfalls entspricht dies nicht der Lehre des Buddha und es wäre auch, wie schon gesagt, bei
    einem von Ursachen freien Willen keine Möglichkeit zur völligen Leidbefreiung möglich. Leiden
    könnte dann jederzeit ohne Ursache entstehen und immer wieder neu aufleben. Eine völlige
    von notwendigen Bedingungen unabhängige Willensbildung schließt Leidbefreiung aus.

    Alles anzeigen


    Es trifft zu, dass es keine Wirkung, also keinen Willen, ohne Ursache geben kann, aber ohne Wirkung gibt es auch keine Ursache. Das ist wie bei Körper und Geist.
    Die einmal angehäuften karmischen Ursachen schlummern so lange inaktiv im Daseinsstrom, bis sie durch eine entsprechende Wirkung abgerufen werden. Erst dann erhält der Geistfaktor „Wille“ seine volle Funktionsfähigkeit. Wie sollte sich denn eine Ursache etablieren, wenn keine Wirkung vorhanden wäre; karmisch wohlgemerkt.
    Und da es im Daseinsstrom eine unermessliche Anzahl von heilsamen und unheilsamen Ursachen gibt, ist Willensfreiheit gegeben, ebenso unermesslich.
    Wäre dem nicht so und der Wille wäre von einer bestimmten Ursache vorherbestimmt, dann wäre es dem Willen auch nicht möglich, zwischen heilsam und unheilsam zu entscheiden……….furchtbar.

    Ich habe den Verdacht, dass hier das karmische Prinzip von „Ursache und Wirkung“ mit dem „Bedingten Entstehen“ vermengt wird.

    Mit einem kleinen Spruch wäre das Ganze beispielsweise viel einfacher zu erklären:
    Es ist nicht zutreffend, dass nicht sein kann was nicht sein darf….
    Es ist zutreffend, dass nicht sein kann, was nicht schon einmal war und all das, was einmal war, stellt die ganze Bandbreite der Willensfreiheit dar, unermesslich eben.

    hedin

  • accinca
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    • 16. Dezember 2013 um 09:40
    • #30
    Jikjisa:

    werter accinca. nach deiner aussage ist jede anstrengung bzw. entschlossenheit vergebens, da jedes mü karmisch vorherbestimmt.


    Wie als hätte ich nicht schon geschrieben:

    Zitat

    Sie glauben nämlich ohne diese sog. "Willensfreiheit" hilflos und steuerlos
    in der Welt verloren und ausgeliefert zu sein und Anstrengungen dann Sinnlos
    wären. Das sind aber alles nur "nicht durchdachte Ideen" mehr nicht.
    .


    Als wenn "Anstrengung und Entschlossenheit" keine Ursachen brauchten und
    keine Wirkung hätten. Also wenn sie keine Wirkungen hätten, dann wären sie
    in der Tat vergebens. Das hatte ich aber nicht gesagt.

  • accinca
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    • 16. Dezember 2013 um 09:55
    • #31
    hedin:

    Und da es im Daseinsstrom eine unermessliche Anzahl von heilsamen und unheilsamen Ursachen gibt, ist Willensfreiheit gegeben, ebenso unermesslich.


    Also erst mal, wenn es eine eine unermessliche Anzahl von sog. heilsamen und unheilsamen Ursachen im Kammastrom geben würde, dann wäre das Ende des Leidens unmöglich.

    hedin:

    Wäre dem nicht so und der Wille wäre von einer bestimmten
    Ursache vorherbestimmt, dann wäre es dem Willen auch nicht möglich, zwischen
    heilsam und unheilsam zu entscheiden……….furchtbar.hedin


    In der Tat ist der Entscheidungsprozess von bestimmten Ursachen abhängig
    und in der Tat ist es ja das Problem, das nur unter günstigen Bedingungen
    zwischen heilsam und unheilsam richtig entscheiden wird……….furchtbar!!

  • hedin
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    • 16. Dezember 2013 um 11:19
    • #32
    accinca:

    Also erst mal, wenn es eine eine unermessliche Anzahl von sog. heilsamen und unheilsamen Ursachen im Kammastrom geben würde, dann wäre das Ende des Leidens unmöglich.

    Wo sonst findet man die Ergebnisse der Handlungen, als im Karmastrom?
    Es gibt dort drei Speicherebenen, welche allesamt karmische Ursachen beheimaten: die Sinnengrundlagen, die konzeptionellen Aspekte und die karmischen Energien. Lediglich die karmischen Energien überdauern den physischen Tod.

    Ich dachte immer, das Ende des Leidens hängt in erster Linie mit der Tilgung der Befleckungen zusammen.

    Eine festgefahrene, determinierte "Ursache – Wirkung Beziehung" würde in der Tat die Willensfreiheit außer Kraft setzen, das würde aber z. B. bedeuten, dass hier im Samsara nur lauter vorprogrammierte Roboter herumlaufen.
    Furchtbar…. :D

    hedin

  • accinca
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    • 16. Dezember 2013 um 12:13
    • #33
    hedin:

    Eine festgefahrene, determinierte "Ursache – Wirkung Beziehung" würde in der Tat die Willensfreiheit außer Kraft setzen, das würde aber z. B. bedeuten, dass hier im Samsara nur lauter vorprogrammierte Roboter herumlaufen. Furchtbar…. :D hedin


    Und nur manche merken es und machen Schluß damit und manche nicht,
    je nach den jeweiligen Bedingungen.

  • accinca
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    • 16. Dezember 2013 um 12:30
    • #34
    hedin:

    Ich dachte immer, das Ende des Leidens hängt in erster Linie mit der Tilgung der Befleckungen zusammen. hedin


    Ja, aber nur weil es die Befleckungen sind, welche die Bedingungen schaffen und
    daran festhalten. Ein "freier" Wille ist ja eine Illusion. In Wahrheit gibt es Willensdruck
    und Willenszwang. Der über alle maßen und mehr als geglaubt und erhoffte Mensch
    ist nicht souverän in seinen Entscheidungen: Er kann gar nicht anderes. Er hat keine
    Willensfreiheit er unterliegt dem Willen und er kann gar nicht aufhören zu wollen.
    Erst wer mal versucht aufzuhören mit dem Wollen, merkt wie wenig frei sein ach so geliebter
    angeblich so freier Wille ist. Es wird ihm nämlich gar nicht gelingen.
    Jeder einzelne kleine Gedanken ist mit einem Willensimpuls verbunden ihn zu denken.
    zur Überwindung des Willens hat der Buddha die Lehre gelehrt.

    Zitat

    "Zu welchem Zwecke wird denn wohl, Herr Ānando, beim Asketen Gotamo der Heils-Wandel geführt?"
    "Zur Überwindung des Willens, Brahmane, wird beim Erhabenen der Heils-Wandel geführt".

    "Gibt es aber auch, Herr Ānando, einen Pfad, gibt es ein Vorgehen, um diesen Willen zu überwinden?"
    "Es gibt wohl, Brahmane, einen Pfad, es gibt ein Vorgehen, um diesen Willen zu überwinden".

    "Was ist das aber, Herr Ānando, für ein Pfad, was ist das für ein Vorgehen, um diesen Willen überwinden zu können?"

    "Da entfaltet der Mönch, Brahmane, die mit den Kampfesgestaltungen der Einigung des Willens, der Tatkraft, des Geistes, des Prüfens erworbene Machtfährte.

    Das eben ist, Brahmane, der Pfad, das ist das Vorgehen, um diesen Willen überwinden zu können" S 51.15

  • mukti
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    • 16. Dezember 2013 um 14:15
    • #35

    Hi accinca,

    ich wollte noch hierzu was sagen:

    accinca:
    mukti:


    Ja, das mag sein aber es gibt eben auch Menschen deren rechte Erkenntnisse
    eingeschränkt sind weil sie mehr im Gefühle leben die von den Trieben
    kommen. Aus diesem Grund kann man nicht sagen was besser ist solange
    man die Einzelheiten nicht kennt. Aber bei vollkommener rechter Erkenntnis
    sind wohl auch keine Triebe mehr.

    Folgendes habe ich in A.VI.63 gefunden:

    Zitat

    Was aber ist das Ergebnis der Triebe? Diese oder jene Daseinsform, die man als ein Unwissender zum Entstehen bringt, sei es eine verdienstvolle, sei es eine schuldvolle. Das, ihr Mönche, nennt man das Ergebnis der Triebe.

    Ein Trieb kann demnach nur im weltlichen Sinn heilsam sein, kann aber niemals Befreiung erwirken. Trieb basiert grundsätzlich auf Unwissenheit:

    Zitat

    Was aber ist die Aufhebung der Triebe? In der Aufhebung der Unwissenheit, ihr Mönche, besteht die Aufhebung der Triebe.

    Schöne Grüße,
    mukti

    Mit Metta, mukti.


  • accinca
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    • 16. Dezember 2013 um 15:45
    • #36
    mukti:

    Folgendes habe ich in A.VI.63 gefunden:

    Zitat

    Was aber ist das Ergebnis der Triebe? Diese oder jene Daseinsform, die man als ein Unwissender zum Entstehen bringt, sei es eine verdienstvolle, sei es eine schuldvolle. Das, ihr Mönche, nennt man das Ergebnis der Triebe.

    Ein Trieb kann demnach nur im weltlichen Sinn heilsam sein, kann aber niemals Befreiung erwirken. Trieb basiert grundsätzlich auf Unwissenheit:

    Zitat

    Was aber ist die Aufhebung der Triebe? In der Aufhebung der Unwissenheit, ihr Mönche, besteht die Aufhebung der Triebe.

    Schöne Grüße, mukti

    Alles basiert auf Unwissenheit - außer der Befreiung.
    Die Unwissenheit ist ja die letzte der 10 aufzuhebenden Fesseln (samyojana).
    Man soll ja sogar letztendlich die Lehre lassen und nur als Floß betrachten heißt es in M 22.
    So betrachtet sind in diesem sinne auch alle heilsamen Dinge weltlich.
    Trotzdem ist ja das Heilsame für den Pfad zur Aufhebung aller Triebe unerläßlich.
    So können edlere Triebe schützen und hochziehend sein und vor dem Abgrund schützen.
    "Instinktiv" weist daher der ein guter Mensch schlechte Dinge von sich. Er weiß
    vielleicht noch nicht warum, aber sie sind ihm ungeheuer während andere ohne
    die geringsten bedenken sind. So gibt es eben heilsame und unheilsame Triebe.

  • crazy-dragon
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    • 16. Dezember 2013 um 19:10
    • #37
    void:


    Sich die Vergänglichkeit des Körpers zu vergegewärtigen ist nichts was darauf zielt Angst und Sorge heraufzubeschwören, sondern im Gegenteil damit vertraut zu werden und gelassen damit umzugehen.

    Das ist klar und trotzdem bleibt die Frage: Wenn Du oder ich z.B. Krebs diagnostiziert bekämen, wie " gelassen " werden wir dann noch sein? Werden wir dann wirklich das gelassen bewältigen? Denn bewältigen werden wir es müssen, so oder so.
    _()_c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • vegetarier
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    • 16. Dezember 2013 um 21:17
    • #38
    mukti:

    Es ist der natürliche Verlauf, dass ich erkranken werde.
    Es gibt keinen Weg, dem Krank werden zu entgehen.

    Ich würde gerne nochmal zu meiner Ausgangsfrage zurückkommen.

    Ist das nicht ein unheilsamer Gedanke, der negatives Karma erzeugt? Wenn ich denke, daß ich krank werde und es keinen Ausweg gibt. Außerdem sollte doch Gesundheit der Normalzustand sein und was spricht dagegen, sein Leben "relativ gesund" zu leben. Oder ist damit auch ein simpler Schnupfen gemeint?
    Dann wäre es in der Tat sinnlos, nach einem Leben zu streben, daß völlig frei auch von den leichtesten Krankheiten ist.

  • mukti
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    • 17. Dezember 2013 um 09:36
    • #39
    vegetarier:
    mukti:

    Es ist der natürliche Verlauf, dass ich erkranken werde.
    Es gibt keinen Weg, dem Krank werden zu entgehen.

    Ich würde gerne nochmal zu meiner Ausgangsfrage zurückkommen.

    Ist das nicht ein unheilsamer Gedanke, der negatives Karma erzeugt? Wenn ich denke, daß ich krank werde und es keinen Ausweg gibt. Außerdem sollte doch Gesundheit der Normalzustand sein und was spricht dagegen, sein Leben "relativ gesund" zu leben. Oder ist damit auch ein simpler Schnupfen gemeint?
    Dann wäre es in der Tat sinnlos, nach einem Leben zu streben, daß völlig frei auch von den leichtesten Krankheiten ist.

    Übrigens stammt der Gedanke nicht von mir, sondern von Thich Nhat Hanh. Der hats vom Buddha, aus der ersten edlen Wahrheit: Geburt Alter Krankheit und Tod sind Leiden.
    Es ist nun mal eine Tatsache, ich werde diesen Leiden nicht entgehen können. Das bedeutet ja nicht dass man den Körper nicht möglichst gesund halten solte, es bedeutet nur dass Dasein untrennbar mit Leid verbunden ist.

    Mit Metta, mukti.


  • hedin
    Gast
    • 17. Dezember 2013 um 10:45
    • #40

    Geburt ist Leiden, Krankhei ist Leiden und Sterben ist Leiden ---- da Beginnt ja schon die Problematik.

    Vielleicht sollte man den Begriff „Dukkha“ hier mit einbeziehen, dann würde das Ganze so lauten:
    Geburt, Krankheit und Tod sind (körperliches) Leiden und die Folgen des körperlichen Leidens sind (Karma vipaka) eben „Dukkha“…………. auf deutsch, Frustiertheit, Unzufriedenheit.

    hedin

  • mukti
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    • 17. Dezember 2013 um 11:06
    • #41

    Dann sind es eben körperliche und geistige Leiden.

    Mit Metta, mukti.


  • hedin
    Gast
    • 17. Dezember 2013 um 11:19
    • #42

    Ich denke, dass man beide, körperliche und geistige Zustände strikt trennen sollte, mit "Dukkha" ist nur die geistige Wirkung gemeint und die wird mit Karma vipaka bezeichnet

    Wenn man sich bei der Benennung von Bewusstseinsvorgängen nicht auf eine einheitliche Nomenklatur verständigt, dann sind Missverständnisse vorprogrammiert.

    hedin

  • mukti
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    • 17. Dezember 2013 um 11:25
    • #43
    hedin:

    Ich denke, dass man beide, körperliche und geistige Zustände strikt trennen sollte, mit "Dukkha" ist nur die geistige Wirkung gemeint und die wird mit Karma vipaka bezeichnet

    Wenn man sich bei der Benennung von Bewusstseinsvorgängen nicht auf eine einheitliche Nomenklatur verständigt, dann sind Missverständnisse vorprogrammiert.

    hedin

    Verstehe ich nicht, Leiden ist ein Bewusstseinsvorgang, auch wenn es vom Körper ausgeht. Ist mir auch nie klar geworden, wieso dukkha nicht mit Leiden übersetzt werden sollte. Es ist ein Überbegriff der alles beinhaltet, körperliche Zustände sowie Frustration aller Art.

    Mit Metta, mukti.


  • Geronimo
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    • 17. Dezember 2013 um 11:46
    • #44

    Also wenn ich Zahnschmerzen habe, dann ist das Dukkha. Egal wie ich geistig dazu stehe.

    Es gibt zwar einen geistigen Zustand der frei von allem weltlichen und überweltlichen Schmerz ist,
    aber auch der ist vergänglich. Und "danach" ist man immer wieder mitten drin in seinem Leben.

    Man sollte nicht versuchen das Leiden an sich irgendwie auszuklammern, denn dann
    verliert man womöglich auch den Sinn und Zweck des Pfades aus den Augen.

    Na klar kann ich mich hier, in diesem Leben, so gemütlich es geht einrichten,
    aber das ändert nichts daran das meine Verwandten und Freunde irgendwann sterben,
    das ich Zahn- und Rückenschmerzen bekommen werde, das alle meine sinnliche
    Befriedigung immer nur so und so lange hält, und das auch ich letztlich irgendwann
    sterben werde.

    Besser ist es, sich jetzt so weit wie möglich von allem zu lösen um der wahren
    Freiheit einen Schritt näher zu kommen.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • tomkra83
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    • 17. Dezember 2013 um 13:06
    • #45

    Hallo Vegetarier

    Bin neu in dieser Runde und befasse mich noch nicht lange mit der Buddhistischen Philosophie des Lebens.... versuche es aber trotzdem dir zu einer Antwort zu verhelfen.=) ... Buddhas Lehren sind nicht immer Wortwörtlich zu nehmen, die Sinngebung des Satzes ist nicht immer in eines der Wörter zufinden...Da der Mensch oftmals erst dann etwas erkennt, wenn er das erlebte selbst wirklich gefühlt hat,
    denke ich gehts hiert darum die verinnerlichung dieser Erkenntis, sie zu festigen und zu deiner inneren Wahrheit werden zu lassen. Das lösen der Anhaftungen in dir, welche zu wiedergeburt führen.

    Hoffe konnte dir helfen

    mfg tomkra

  • vegetarier
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    • 18. Dezember 2013 um 22:24
    • #46

    Danke für die Beiträge.
    Ich habe heute in einem Buch von Matthias Ennenbach eine sehr gute Erklärung gefunden, vielleicht interessiert es ja auch andere.
    Er erklärt es anhand der Ersten Edlen Wahrheit und nennt es unvermeidbares Leiden, was wir mit allen anderen Menschen teilen.
    Er sagt: Wir alle leiden hin und wieder an einer Erkrankung, altern, werden alt und sterben.
    Damit erklärt er wie ich finde sehr gut, was wahrscheinlich auch mit den Fünf Gewissheiten gemeint ist.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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