1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Anfängerbereich

Vier Fragen zum Buddhismus

  • tobske
  • 12. Dezember 2013 um 02:57
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • tobske
    Themenautor
    Punkte
    10
    Beiträge
    1
    Mitglied seit
    12. Dezember 2013
    • 12. Dezember 2013 um 02:57
    • #1

    Hallo zusammen! :)

    Bin gerade dabei, mich fuer die Pruefung im Buddhismus-Kurs naechste Woche vorzubereiten... Nett wie er ist, hat uns der Prof schon ein paar Uebungsfragen gegeben, die ich mittels Wikipedia mal angegangen bin... Zum Teil bin ich aber nach wie vor ratlos... :shock: Vielleicht moechte sich hier mal jemand damit auseinandersetzen..? :oops:

    1. Was sind, in Bezug auf Metaphysik und Ontologie, die grundlegensten Unterschiede zwischen Buddhismus und Brahmanismus?
    2. Was sind die fuenf Skandhas? Worin besteht der Sinn des Konzeptes? Welches Problem soll es loesen?
    3. Was ist der grundlegende Unterschied zwischen den zwei Modellen (psychologisches und ursprungskosmologisch) welche zum Verstaendnis der 'Zwoelf Nidanas' dienen? Welche anderen Konsequenzen impliziert dieser Unterschied?
    4. Worin besteht die ethische Norm (sila) in den drei Klassifizierungsebenen des Achtfachen Pfades?

    Wenn mir damit jemand weiterhelfen koennte, waere ich euch sehr DANKBAR!! ;)

  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 12. Dezember 2013 um 10:04
    • #2

    Damit wir nicht einfach nur Deine Hausaufgaben hier machen, könntest Du ja erst mal eintragen, was Du bisher als Antworten oder Ideen zu den Fragen hast.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.644
    Punkte
    61.596
    Beiträge
    10.671
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 12. Dezember 2013 um 10:15
    • Offizieller Beitrag
    • #3
    tobske:

    Hallo zusammen! :)

    Bin gerade dabei, mich fuer die Pruefung im Buddhismus-Kurs naechste Woche vorzubereiten... Nett wie er ist, hat uns der Prof schon ein paar Uebungsfragen gegeben, die ich mittels Wikipedia mal angegangen bin... Zum Teil bin ich aber nach wie vor ratlos... :shock: Vielleicht moechte sich hier mal jemand damit auseinandersetzen..? :oops:

    Ja, aber hast du denn das im Kurs nicht irgndwie gelernt, wenn es dann in der Prüfung vorkommt? Oder ist das so abstrakt formuliert, dass du den grünen Faden nicht findest?

    tobske:


    1. Was sind, in Bezug auf Metaphysik und Ontologie, die grundlegensten Unterschiede zwischen Buddhismus und Brahmanismus?

    Der grundlegenste Unterschied der mir einfällt, dass der Brachmanismus von Brachman (Weltseele) Atman (Individualseele) ausgeht. Ontologisch ist Brachman die Grundlage des Seins. Dagegen setzt der Buddhismus seine Anatman/Anatta-Lehre, derzufolge es kein inhärent "existierendes Ich" gibt, es also "leer von Eigenexistenz" ist.

    Daraus folgt dann, dass die buddhitische Metaphysik eher negativ fomuliert, welche Ansichten nicht zutreffen usw. Ein wenig wie bei dem Bilderverbot bei den Moslems, verzichtet man darauf Befreiung vom Leid/Buddhaschaft in Konzepten festzunageln. Während die brachmanische Metaphysik da keine solche Bedenken hat und das Absolute in Brachman personfiziert und in Hymnen besingt.

    Im Buddhismus wird die Welt als einen leidhaften Daseinskreislauf (Samsara/ Dukkha) gesehehn, aus dem man Befreiung sucht. Auch wenn diese Idee auch im Hinduismus bedeutsam wird, ist zumindest der Brachmanismus noch viel "bejahender". Zudem Status Quo der da bejahrt wird gehört aber eben auch das Kastensystem.

    tobske:


    2. Was sind die fuenf Skandhas? Worin besteht der Sinn des Konzeptes? Welches Problem soll es loesen?


    Wenn es kein einheitliches Ich gibt, dann fragt man sich, wie es dennoch zu dem Erleben eines "kontinuierlichen Ichs" kommt. Das Konzept der 5 Skandhas versucht dies zu erklären. Dazu werden phänomenologisch unterschiedlche Ebenen der Wahrnehmung (z..B Gefühle, Empfindungen) betrachtet und erklärt, wie sich auf diesen Ebene/Skandhas im Bezug auf ein Objekt sowas wie "ich fühle x ", "ich empfinde x" ergibt.

    tobske:


    3. Was ist der grundlegende Unterschied zwischen den zwei Modellen (psychologisches und ursprungskosmologisch) welche zum Verstaendnis der 'Zwoelf Nidanas' dienen? Welche anderen Konsequenzen impliziert dieser Unterschied?

    Ich weiss nicht genau. Was ist mit urpsrungskosmologisch genau gemeint?

    Ich nehme mal an, der grosse Unterschied ist, dass sich das psychlogische Modell rein auf ein Individuum und dessen Lebensspanne bezieht. Ist das "ursprungskosmologisches Modell" dann eines, dass das ganze im Unterschied dazu im Kontext potenetieller Wiedergeburten sieht?

    Vieles an dem traditionellen, buddhitischen Formen läuft ja auf der Schiene: Ein Schurke sorgt sich darum, im nächsten Leben nicht als Tier geboren zu werden. Desegen versucht er gutes karma zu scahffen, indem er netter ist, Klöstern Geld spendet und seinen Verwandten aufträgt, bei seinem Tod für ihn Rituale durchführen zu lassen. Fasse ich dagegen die Kette in der Anhaftung zu Leid führt, rein psychlogisch auf, dann macht es Sinn, sich auf sich selbst und die eigene Wahrnehmung zu konzentrieren.

    tobske:


    4. Worin besteht die ethische Norm (sila) in den drei Klassifizierungsebenen des Achtfachen Pfades?

    Das steht doch in der wikipedia::


      "Die Sittlichkeits-Gruppe enthält Tugendregeln (sīla). Sie benennen Verhaltensweisen, die nach dem Karma-Prinzip heilsam (kusala) sind.

      • Rechte Rede
        Rechte Rede meidet Lüge, Verleugnung, Beleidigung und Geschwätz (D 22, A 10,176). Wie die Gedanken ist die Rede heilsam oder unheilsam, nützlich oder unnützlich, wahr oder falsch. Ein Wort des guten Wandels ist, „wenn es zur rechten Zeit gesprochen wird, wenn es wahr, höflich, zweckmäßig ist und aus liebevoller Gesinnung kommt.“
      • Rechtes Handeln
        Rechtes Handeln vermeidet Töten, Stehlen und sinnliche Ausschweifungen (D 22; A 10,176). Im weiteren Sinne bedeutet es ein Leben gemäß den Fünf Silas, den Tugendregeln des Buddhismus.


      • Rechter Lebenswandel
        Rechter (Lebens)wandel bedeutet auf unrechten Lebenswandel zu verzichten (D 22). Namentlich werden fünf Arten von Tätigkeiten genannt, die ein buddhistischer Laienanhänger nicht ausüben sollte und zu denen er Andere nicht veranlassen sollte (A 5,177): Handel mit Waffen, Handel mit Lebewesen, Tierzucht und Handel mit Fleisch, Handel mit Rauschmitteln, Handel mit Giften.

        Im weiteren Sinn bedeutet rechter Lebenserwerb, einen Beruf auszuüben, der anderen Lebewesen nicht schadet und der mit dem Edlen Achtfachen Pfad vereinbar ist.

  • mukti
    Reaktionen
    6.806
    Punkte
    72.646
    Beiträge
    12.960
    Blog-Artikel
    36
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 12. Dezember 2013 um 11:30
    • #4

    Hallo tobske,

    Schau mal nach auf http://www.palikanon.com, z.B.

    anatta: http://www.palikanon.com/wtb/anatta.html
    khandha: http://www.palikanon.com/wtb/khandha.html
    magga: http://www.palikanon.com/wtb/magga.html

    Schöne Grüße,
    mukti

    Mit Metta, mukti.


  • raterZ
    Gast
    • 12. Dezember 2013 um 18:30
    • #5

    1. Was sind, in Bezug auf Metaphysik und Ontologie, die grundlegensten Unterschiede zwischen Buddhismus und Brahmanismus?
    ->anatta lehre
    2. Was sind die fuenf Skandhas? Worin besteht der Sinn des Konzeptes? Welches Problem soll es loesen?
    -> geht auch richtung anatta lehre
    3. Was ist der grundlegende Unterschied zwischen den zwei Modellen (psychologisches und ursprungskosmologisch) welche zum Verstaendnis der 'Zwoelf Nidanas' dienen? Welche anderen Konsequenzen impliziert dieser Unterschied?
    -> das eine bezieht sich auf die geburt des geistes im moment zu moment, das andere auf das leben mit geburt, alter und tod. daraus entsteht die konsequenz, dass manche leute die wiedergeburt (in anderen leben) anzweifeln.
    4. Worin besteht die ethische Norm (sila) in den drei Klassifizierungsebenen des Achtfachen Pfades?
    -> versteh die frag nicht ^^

    hast du noch mehr fragen? :D

  • Max Schenzle
    Reaktionen
    61
    Punkte
    7.281
    Beiträge
    1.427
    Mitglied seit
    4. Dezember 2020
    • 25. Dezember 2013 um 15:30
    • #6

    Hallo,
    deine Frage hat mich veranlasst, mich im Dighanikayo umzuschauen. Im metaphysischen Bereich gibt es den Unterschied, dass die Zahl der
    Götter auf 4 Weltengötter und den Rat der 33 Götter beschränkt ist. Brahma ist bei beiden Religionen vorhanden. Aber Brahma hat im
    Buddhismus andere Qualitäten. Brahma und Menschen sind sich ähnlich, wobei Brahma die höheren Qualitäten besitzt.
    Im Karmabereich bleibt man auf der Stufe stehen, falls man in diesem Leben kein positives Karma angesammelt hat. Der Erwerb positiven
    Karmas kann auch in nur einem Leben erworben werden.Nach dem Tod, im brahmaischen Bereich sind noch Karrieren möglich.
    Wer in den letzten Sekunden seines Lebens seine Untaten reell bereut, kann trotzdem nach seinem Tod in den brahmaischen Bereich eintreten.
    Durch die Meditatation des Achtfachen Pfades und/oder der vier Pfeiler der Einsicht läßt sich noch zu Lebzeiten den Eintritt in den brahmaischen
    Bereich bewierkstelligen.
    Den Rest mach ich mal schnell und ganz pauschal. Im ganzen Dighanikayo fanden sich nichts von 5 oder 12fachen Ketten. Woher das wohl stammt ist mir ein Rätsel geblieben.Was ich fand war: " Geburt, Anhangen, Durst, Gefühl, Berührung, Sechsfacher Bereich, Bild+Begriff, Bewusstsein,Durch Bild und Begriff bedingt ist Bewußtsein. Sind insgesamt 10.
    Die ethischen Normen des Achtfachen Pfades sind: Rechte... Rede, Handeln, Wandeln. Diese drei Begriff sind Oberbegriffe für etliche untergeordnete Ziele. Ich erspare mir die Operationalisierung dieser Ziele.
    Für weitere Erläuterungen stehen ich Ihnen unmittelbar zur Verfügung.

    sakko

  • nyalaana
    Reaktionen
    26
    Punkte
    3.161
    Beiträge
    613
    Mitglied seit
    27. Mai 2010
    • 28. Dezember 2013 um 12:03
    • #7

    Hallo Tobske,

    da es viele viele verschiedene Buddhuismen git, wäre vielleicht auch zu klären, aus der Sicht welcher Schule das beantwortet werden soll. Ich könnte mir vorstellen, dass die Antworten je nach Schule anders ausfallen. Ein säkulärer Buddhismus 2. nach Batchelor beantwortet die Fragen anders als zB ein Theravadabuddhismus der Waldtradition.

  • nibbuti
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.352
    Beiträge
    3.211
    Mitglied seit
    23. April 2011
    • 28. Dezember 2013 um 12:08
    • #8
    nyalaana:

    Ein säkulärer Buddhismus 2. nach Batchelor beantwortet die Fragen anders als zB ein Theravadabuddhismus der Waldtradition.


    Mit Sicherheit, da sich Buddhismus in der Waldtradition (es gibt mehrere) in der Regel an die ursprünglichen Lehren Buddhas in den Suttas hält.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download