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Karma | Liebe richtig Verstanden?

  • kofiX
  • 29. Oktober 2013 um 18:43
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  • kofiX
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    • 29. Oktober 2013 um 18:43
    • #1

    Hallo Community!

    Ok, der Titel ist vielleicht etwas ungeschickt gewählt. Was ich eigentlich damit Aussagen will das ich mich etwas in die Thematik eingelesen habe und die Grundzüge hauptsächlich verstanden habe und bin weiterhin sehr interresiert an dieser Lehre, jedoch ergeben sich bei mir einige Fragen!?

    Buddhismus und Liebe
    Bis jetzt habe ich eigentlich sehr wenig über Liebe im Buddhismus gelesen, jedoch ergibt sich bei mir folgende Frage? Wenn man verliebt ist, kommt es ja von automatisch das man diese Person nicht mehr verlieren will. Ich persönlich habe bei diesem Thema sehr schwer zu kämpfen. Ich liebe eine Frau (sie liebt mich aber nicht :( [falsches Forum, daher keine weiteren erklärungen]), jedoch hafte ich sehr an ihr --> kommt ja bei liebe automatisch. Wie genau geht der Buddhismus damit um?

    Karma
    Kurz zusammengefast: Karma ist die Rechnung die man serviert bekommt für seine Taten (kann sich durch mehrere Wiedergeburten ziehen). Primitv erklärt, aber ich glaube das trifft es. Folgendes: Kann ich zum Beispiel davon ausgehen, das wenn ich heute vom Auto überfahren werde und sterbe, wahrscheinlich im vorherigen Leben Menschen getötet habe? Oder wenn ich heute von Frau/Freundin betrogen werde, das auch ich im vorherigen Leben Menschen betrogen habe? Oder habe ich das Konzept von Karma ganz falsch verstanden?

    lg KofiX

  • Elliot
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    • 29. Oktober 2013 um 20:36
    • #2
    kofiX:

    Buddhismus und Liebe
    Bis jetzt habe ich eigentlich sehr wenig über Liebe im Buddhismus gelesen, jedoch ergibt sich bei mir folgende Frage? Wenn man verliebt ist, kommt es ja von automatisch das man diese Person nicht mehr verlieren will. Ich persönlich habe bei diesem Thema sehr schwer zu kämpfen. Ich liebe eine Frau (sie liebt mich aber nicht :( [falsches Forum, daher keine weiteren erklärungen]), jedoch hafte ich sehr an ihr --> kommt ja bei liebe automatisch. Wie genau geht der Buddhismus damit um?


    Das kommt wohl darauf an, je nach "Buddhismus". Im Palikanon findet sich dazu beispielsweise:

    Zitat

    "Und auf welche Weise ist Streben fruchtbringend, ihr Bhikkhus, auf welche Weise ist Bemühen fruchtbringend? Ihr Bhikkhus, da wird ein Bhikkhu nicht vom Schmerz überwältigt und überwältigt sich nicht selbst mit Schmerz; und er gibt das Angenehme, das sich in Einklang mit dem Dhamma befindet, nicht auf, und doch wird er von diesem Angenehmen nicht betört.

    ‘Das Versiegen dieser speziellen Quelle des Leidens kommt durch das Bekämpfen ihrer Gestaltungsbedingung zustande, wenn ich ihre Gestaltungsbedingung bekämpfe. Das Versiegen jener speziellen Quelle des Leidens kommt zustande, wenn ich einfach nur beobachte und Gleichmut entfalte.’ Bei welcher Quelle des Leidens das Versiegen durch das Bekämpfen ihrer Gestaltungsbedingung zustande kommt, wenn er ihre Gestaltungsbedingung bekämpft, dort bekämpft er die Gestaltungsbedingung. Bei welcher Quelle des Leidens das Versiegen dagegen zustande kommt, wenn er einfach nur beobachtet und Gleichmut entfaltet, dort entfaltet er Gleichmut. Wenn er ihre Gestaltungsbedingung bekämpft, kommt das Versiegen dieser oder jener Quelle des Leidens zustande, aufgrund jenes Bekämpfens der Gestaltungsbedingung – somit hat sich jenes Leiden in ihm erschöpft. Wenn er einfach nur beobachtet, kommt das Versiegen dieser oder jener anderen Quelle des Leidens zustande, während er Gleichmut entfaltet – somit hat sich auch jenes Leiden in ihm erschöpft. [6]

    "Angenommen, ihr Bhikkhus, ein Mann liebte eine Frau, durch intensive Gier und Leidenschaft geistig an sie gefesselt. Er könnte jene Frau bei einem anderen Mann stehen sehen, im Gespräch, scherzend und lachend. Was meint ihr, ihr Bhikkhus? Würden nicht Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung in jenem Manne aufsteigen, wenn er jene Frau bei einem anderen Mann stehen sieht, im Gespräch, scherzend und lachend?"

    "Ja, ehrwürdiger Herr. Warum ist das so? Weil jener Mann jene Frau liebt, durch intensive Gier und Leidenschaft geistig an sie gefesselt; deshalb würden Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung in ihm aufsteigen, wenn er sie bei einem anderen Mann stehen sieht, im Gespräch, scherzend und lachend."

    "Dann, ihr Bhikkhus, könnte der Mann denken: 'Ich liebe jene Frau, durch intensive Gier und Leidenschaft geistig an sie gefesselt; deshalb steigen Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung in mir auf, wenn ich sie bei einem anderen Mann stehen sehe, im Gespräch, scherzend und lachend. Wie wäre es, wenn ich Gier und Begierde bezüglich dieser Frau aufgeben würde?' Er würde dann Gier und Begierde bezüglich dieser Frau aufgeben. Bei späterer Gelegenheit könnte er jene Frau bei einem anderen Mann stehen sehen, im Gespräch, scherzend und lachend. Was meint ihr, ihr Bhikkhus? Würden Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung in jenem Manne aufsteigen, wenn er jene Frau bei einem anderen Mann stehen sieht, im Gespräch, scherzend und lachend?"

    "Nein, ehrwürdiger Herr. Warum ist das so? Weil jener Mann jene Frau nicht mehr begehrt; deshalb würden Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung nicht in ihm aufsteigen, wenn er sie bei einem anderen Mann stehen sieht, im Gespräch, scherzend und lachend."

    "Ebenso, ihr Bhikkhus, wird ein Bhikkhu nicht vom Schmerz überwältigt und überwältigt sich nicht selbst mit Schmerz; und er gibt das Angenehme, das sich in Einklang mit dem Dhamma befindet, nicht auf, und doch wird er von diesem Angenehmen nicht betört."

    (MN 101)

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    Viele Grüße
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  • Elliot
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    • 29. Oktober 2013 um 20:40
    • #3
    kofiX:

    Karma
    Kurz zusammengefast: Karma ist die Rechnung die man serviert bekommt für seine Taten (kann sich durch mehrere Wiedergeburten ziehen). Primitv erklärt, aber ich glaube das trifft es. Folgendes: Kann ich zum Beispiel davon ausgehen, das wenn ich heute vom Auto überfahren werde und sterbe, wahrscheinlich im vorherigen Leben Menschen getötet habe? Oder wenn ich heute von Frau/Freundin betrogen werde, das auch ich im vorherigen Leben Menschen betrogen habe? Oder habe ich das Konzept von Karma ganz falsch verstanden?


    Laut Palikanon ist das "Konzept":

    Zitat

    'Freund Potaliputta, wenn man eine willentliche Handlung mit Körper, Sprache oder Geist begangen hat, deren Ergebnis als angenehm gefühlt werden muß, fühlt man Angenehmes. Wenn man eine willentliche Handlung mit Körper, Sprache oder Geist begangen hat, deren Ergebnis als schmerzhaft gefühlt werden muß, fühlt man Schmerz. Wenn man eine willentliche Handlung mit Körper, Sprache oder Geist begangen hat, deren Ergebnis als weder-schmerzhaft-noch-angenehm gefühlt werden muß, fühlt man Weder-Schmerz-noch-Angenehmes.'

    (MN 136)


    Du scheinst aber eher das umgekehrte "Konzept" zu meinen:

    Zitat

    'Freund Potaliputta, wenn man Angenehmes fühlt, dann nur, weil man eine willentliche Handlung mit Körper, Sprache oder Geist begangen hat, deren Ergebnis als angenehm gefühlt werden muß. Wenn man Schmerz fühlt, dann nur, weil man eine willentliche Handlung mit Körper, Sprache oder Geist begangen hat, deren Ergebnis als schmerzhaft gefühlt werden muß. Wenn man Weder-Schmerz-noch-Angenehmes fühlt, dann nur, weil man eine willentliche Handlung mit Körper, Sprache oder Geist begangen hat, deren Ergebnis als weder-schmerzhaft-noch-angenehm gefühlt werden muß.'


    Viele Grüße
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    Einmal editiert, zuletzt von Elliot (29. Oktober 2013 um 21:11)

  • kofiX
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    • 29. Oktober 2013 um 20:52
    • #4

    Danke für eure schnellen Antworten!

    Haben mir sehr geholfen, mich selbst einzuschätzen!

    lg und schönen Abend noch!

  • kofiX
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    • 29. Oktober 2013 um 20:54
    • #5

    Eigentlich mein ich dich Elliot! Habe leider nicht genau gelesen von wem es kam ;)

    lg

  • Jazzica
    Gast
    • 29. Oktober 2013 um 20:56
    • #6

    hallo kofiX,

    liebe: Ein Schüler trat vor Tao-hsin "Bitte erklär mir das Wesen der Liebe." Tao-hsin antwortet "Keine Lust."
    Buddhismus - Metta, die Kraft der liebenden Güte ist nicht gleich "verliebtsein".

    karma: https://de.wikipedia.org/wiki/Karma#Buddhismus

    _()_

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (29. Oktober 2013 um 21:12)

  • gbg
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    • 29. Oktober 2013 um 21:11
    • #7
    Jazzica:

    hallo kofiX,

    liebe: Ein Schüler trat vor Tao-hsin "Bitte erklär mir das Wesen der Liebe." Tao-hsin antwortet "Keine Lust."
    karma: https://de.wikipedia.org/wiki/Karma#Buddhismus

    _()_

    Lust steht ja für das Wollen. Wenn man etwas mögen mag, etwas genießen, darf man es aber nicht mehr wollen wollen. Wenn man Ruhe haben mag, muss man auch noch das Mögen, das Genießen hinter sich lassen...

    Für so manchen liegt das Glück der Liebe, wenn alles in einem milden Licht erscheint ja vollendet erst in der Ruhe.

  • kofiX
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    • 30. Oktober 2013 um 00:01
    • #8

    Danke für alle eure Antworten!
    Haben meine Fragen voll und ganz beantwortet!

    herzlichen Dank!

    lg

  • Jazzica
    Gast
    • 30. Oktober 2013 um 07:20
    • #9

    den genuss hinter sich lassen?

  • Elliot
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    • 30. Oktober 2013 um 07:31
    • #10
    Jazzica:

    den genuss hinter sich lassen?

    Zitat

    "Ānanda, es gibt diese fünf Stränge sinnlichen Vergnügens. Was sind die fünf? Formen, die mit dem Auge erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Klänge, die mit dem Ohr erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Gerüche, die mit der Nase erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Geschmäcker, die mit der Zunge erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Berührungsobjekte, die mit dem Körper erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Dies sind die fünf Stränge sinnlichen Vergnügens. Das Glück und die Freude, die in Abhängigkeit von diesen fünf Strängen sinnlichen Vergnügens entsteht, nennt man das Glück der Sinnesvergnügen."

    "Sollte jemand sagen: 'Das ist das äußerste an Glück und Freude, das Lebewesen erleben', so würde ich ihm das nicht zugestehen. Warum ist das so? Weil es noch eine andere Art von Glück gibt, höher und erhabener als jenes Glück. Und was ist jene andere Art von Glück? Ānanda, da tritt ein Bhikkhu ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Dies ist jene andere Art von Glück, höher und erhabener als das vorhergehende Glück."

    (MN 59)


    Viele Grüße
    Elliot

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    Elliot

  • Jazzica
    Gast
    • 30. Oktober 2013 um 08:10
    • #11

    aus der sicht eines nichterleuchteten (also mir), ist der mittlere weg auch erstmal ganz schön.
    gutes fördern, schlechtes vermeiden und so.

    wenn ich den herbst in seiner bunten vergänglichkeit genieße, dann fällt mir der weg zur akzeptanz des "bedingten entstehens" wesentlich leichter, als ohne genuss und freude an den dingen wie sie sind oder vllt noch nicht sind.

    _()_

  • Elliot
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    • 30. Oktober 2013 um 08:44
    • #12
    Jazzica:

    aus der sicht eines nichterleuchteten (also mir), ist der mittlere weg auch erstmal ganz schön.


    Der Mittlere Weg ist ja extra für "Nichterleuchtete":

    Zitat

    "Man sollte nicht nach dem Glück der Sinnesvergnügen trachten, welches niedrig, gewöhnlich, grob, unedel und unheilsbringend ist; und man sollte nicht nach Selbstkasteiung trachten, welche schmerzhaft, unedel und unheilsbringend ist. Der Mittlere Weg, der vom Tathāgata entdeckt wurde, vermeidet beide Extreme; er gibt Schauung, gibt Wissen, er führt zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Erleuchtung, zu Nibbāna. Man sollte wissen, was Lobpreisung bedeutet, und was Herabwürdigung bedeutet, und wenn man beides weiß, sollte man weder Lobpreisung noch Herabwürdigung üben, sondern sollte nur das Dhamma lehren. Man sollte wissen, wie man Glück definiert, und wenn man das weiß, sollte man nach dem Glück in sich selbst trachten. ...

    ... "Das Trachten nach der Freude desjenigen, dessen Glück mit Sinnesgier verbunden ist - niedrig, gewöhnlich, grob, unedel und unheilsbringend - ist ein Zustand, der von Leid, Ärger, Verzweiflung und Fieber umringt ist, und es ist der falsche Weg. Loslösung vom Trachten nach der Freude desjenigen, dessen Glück mit Sinnesgier verbunden ist - niedrig, gewöhnlich, grob, unedel und unheilsbringend - ist ein Zustand, frei von Leid, Ärger, Verzweiflung und Fieber, und es ist der richtige Weg."

    "Das Trachten nach Selbstkasteiung - schmerzhaft, unedel und unheilsbringend - ist ein Zustand, der von Leid, Ärger, Verzweiflung und Fieber umringt ist, und es ist der falsche Weg. Loslösung vom Trachten nach Selbstkasteiung - schmerzhaft, unedel und unheilsbringend - ist ein Zustand, frei von Leid, Ärger, Verzweiflung und Fieber, und es ist der richtige Weg."

    "Also geschah es in Abhängigkeit von diesem, daß gesagt wurde: ' Man sollte nicht nach dem Glück der Sinnesvergnügen trachten, welches niedrig, gewöhnlich, grob, unedel und unheilsbringend ist; und man sollte nicht nach Selbstkasteiung trachten, welche schmerzhaft, unedel und unheilsbringend ist."

    "'Der Mittlere Weg, der vom Tathāgata entdeckt wurde, vermeidet beide Extreme; er gibt Schauung, gibt Wissen, er führt zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Erleuchtung, zu Nibbāna.' So wurde gesagt. Und wovon abhängig wurde dies gesagt? Es ist eben dieser Edle Achtfache Pfad; nämlich Richtige Ansicht, Richtige Absicht, Richtige Rede, Richtiges Handeln, Richtige Lebensweise, Richtige Anstrengung, Richtige Achtsamkeit, Richtige Konzentration. Also geschah es in Abhängigkeit von diesem, daß gesagt wurde: 'Der Mittlere Weg, der vom Tathāgata entdeckt wurde, vermeidet beide Extreme; er gibt Schauung, gibt Wissen, er führt zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Erleuchtung, zu Nibbāna.'" ...

    ... "'Man sollte wissen, wie man Glück definiert, und wenn man das weiß, sollte man nach dem Glück in sich selbst trachten.' So wurde gesagt. Und wovon abhängig wurde dies gesagt?

    "Ihr Bhikkhus, es gibt diese fünf Stränge sinnlichen Vergnügens. Was sind die fünf? Formen, die mit dem Auge erfahrbar sind, die erwünscht, angenehm, erfreulich und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Klänge, die mit dem Ohr erfahrbar sind, die erwünscht, angenehm, erfreulich und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Gerüche, die mit der Nase erfahrbar sind, die erwünscht, angenehm, erfreulich und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Geschmäcker, die mit der Zunge erfahrbar sind, die erwünscht, angenehm, erfreulich und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Berührungsobjekte, die mit dem Körper erfahrbar sind, die erwünscht, angenehm, erfreulich und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Dies sind die fünf Stränge sinnlichen Glücks. Das Glück und die Freude, die in Abhängigkeit von diesen fünf Strängen sinnlichen Vergnügens entstehen, werden Glück der Sinnesvergnügen genannt - ein schmutziges Glück, ein gewöhnliches Glück, ein unedles Glück. Ich sage von dieser Art des Glücks, daß es nicht gepflegt werden sollte, daß es nicht entfaltet werden sollte, daß es nicht geübt werden sollte, und daß es gefürchtet werden sollte."

    "Ihr Bhikkhus, da tritt ein Bhikkhu, ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) tritt er in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Herzens enthält, ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind. Mit dem Verblassen der Verzückung, in Gleichmut verweilend, achtsam und wissensklar, voll körperlich erlebter Glückseligkeit, tritt er in die dritte Vertiefung ein, von der die Edlen sagen: 'Glückselig verweilt derjenige, der voll Gleichmut und Achtsamkeit ist', und verweilt darin. Mit dem Überwinden von Glück und Schmerz und dem schon früheren Verschwinden von Freude und Trauer, tritt er in die vierte Vertiefung ein, die aufgrund von Gleichmut Weder-Schmerzhaftes-noch-Angenehmes und Reinheit der Achtsamkeit in sich hat, und verweilt darin. Dies wird Glückseligkeit der Entsagung genannt, Glückseligkeit der Abgeschiedenheit, Glückseligkeit des Friedens, Glückseligkeit der Erleuchtung. Ich sage von dieser Art des Glücks, daß es gepflegt werden sollte, daß es entfaltet werden sollte, daß es geübt werden sollte, und daß es nicht gefürchtet werden sollte."

    "Also geschah es in Abhängigkeit von diesem, daß gesagt wurde: ' Man sollte wissen, wie man Glück definiert, und wenn man das weiß, sollte man nach dem Glück in sich selbst trachten."

    (MN 139)

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    Viele Grüße
    Elliot

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    Elliot

  • Jazzica
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    • 30. Oktober 2013 um 10:10
    • #13
    kofiX:

    Danke für alle eure Antworten!
    Haben meine Fragen voll und ganz beantwortet!

    herzlichen Dank!

    lg


    ich glaube, es gab eine post-verzögerung... er ist schon längst entknotet. :D

  • Tarik
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    • 30. Oktober 2013 um 22:43
    • #14

    Trotz bereits abgeschlossener Entknotung :D

    Jazzica:

    wenn ich den herbst in seiner bunten vergänglichkeit genieße, dann fällt mir der weg zur akzeptanz des "bedingten entstehens" wesentlich leichter, als ohne genuss und freude an den dingen wie sie sind oder vllt noch nicht sind.


    Ich verstehe die zitierten Abschnitte nicht so, dass keine Freude empfunden werden soll am Moment in dem man lebt, nur halt ohne Anhaftung und "Gier". Bei Dingen welche noch nicht Sind (danach trachten) ist die Gefahr, dass bei Ent-Täuschung und Leiden entsteht, wenn das nicht Eintritt.

  • kofiX
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    • 2. November 2013 um 23:04
    • #15

    Danke nochmal an euch alle! Habt mir wirklich sehr weitergeholfen!

    Schönes Wochenende noch
    lg

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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