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  1. Buddhaland Forum
  2. Tarik

Beiträge von Tarik

  • Tötung und Erlösung vom Leid!

    • Tarik
    • 27. November 2013 um 21:19

    Ich bin der Meinung, dass Menschen selbst entscheiden sollten ob sie sterben wollen oder nicht. Es ist eine Entscheidung von vielen im Leben und jede zieht Karma mit sich, in welcher Art auch immer. Tiere können das nicht selbst entscheiden, ich glaube aber nicht, dass ein Tier schlechtes Karma abbaut indem es einige Minuten oder Tage länger Schmerzen erleidet. Ich hatte auch schon verschiedene Haustiere, einige konnten ohne Schmerzen in den Tod gehen und andere sind eingeschläfert worden und ein Hund ist nach längerem Leiden wieder gesund geworden. Die richtige Entscheidung zu treffen ist meiner Meinung nach nicht so einfach.

    Ich bin auch der Meinung, dass schlechtes Karma entstehen kann, wenn man ein Tier tötet, unabhängig davon ob es Schmerzen hat oder nicht oder ob es Überlebenschancen hat oder nicht. Einem leidenden Tier beim Sterben zuzusehen und nichts zu tun kann auch schlechtes Karma erzeugen und ignorieren halte ich erst recht nicht für den richtigen Weg. Wenn man bereit ist, das potentiell schlechte Karma auf sich zu nehmen und das Tier zu töten, zum Wohl des Tieres oder zum Wohl anderer fühlender Wesen, dann ist das meiner Meinung nach die richtige Entscheidung. Wenn man es tut, weil man selbst keine Lust hat das Leiden vom Tier zu ertragen, dann ist es meiner Meinung nach die falsche Entscheidung.

    Kaffee48:

    Wenn man jetzt dem Tier das Leiden verkürzt nimmt man ihm auch die Chance mehr schlechtes Karma abzubauen.

    Müsste man bei dieser Begründung nicht konsequenterweise auch versuchen jedes Leben so lange irgendwie möglich zu verlängern, ohne Rücksicht auf Schmerz, Krankheit, Gebrechlichkeit und wenn möglich auch als Komapatient? Es wäre ja immer noch möglich, dass schlechtes Karma abgebaut werden könnte...

  • Dogmen im Buddhismus

    • Tarik
    • 27. November 2013 um 20:26

    Wikipedia scheint ja auch verschiedene Bedeutungen für Dogma zu erwähnen:

    Zitat

    Insbesondere in der christlichen Theologie wird der Begriff Dogma wertneutral für einen Lehrsatz gebraucht, der, unter Berufung auf göttliche Offenbarung, die Autorität der kirchlichen Gemeinschaft bzw. des kirchlichen Lehramts oder auf besondere Erkenntnisse als wahr und relevant gilt.

    Nicht belegbare Aussage an der festgehalten wird:

    Zitat

    Hingegen wird der Begriff vor allem als Adjektiv (dogmatisch) pejorativ gebraucht von Personen, die die entsprechenden Lehrsätze als nicht hinreichend fundiert ansehen.
    ...
    In der Philosophie heißt Dogmatismus bei Immanuel Kant das Philosophieren ohne eine vorhergehende Kritik der Bedingungen der Erkenntnis.

    Zitat

    Es ist nicht auf den weltanschaulich-religiösen Bereich eingeschränkt, sondern in sämtlichen Wissenschaftszweigen sowie außerwissenschaftlich (z.B. in Religionen und politischen und wirtschaftlichen Systemen) zu finden.

    Das Letzte war mir auch neu. In Kombination mit der ersten Definition (feststehende Definition ... deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich festgestellt wird) würde das bedeuten, dass z.B. 1+1=2 ein Dogma ist? Das habe ich so nicht gekannt...

  • jemand nicht ausreden lassen

    • Tarik
    • 23. November 2013 um 11:17
    Friede:

    Ich geh mir so auf den Kecks mit dieser Macke, ich hasse mich jedes mal wenn es mir wieder passiert ist.


    Tu das nicht ;) Vielleicht hilft es dir, wenn du dir bewusst machst, dass es ja keine so große Sache ist... alles halb so wild. Die meisten Leute habe irgend welche Macken, und sind nach meiner Erfahrung oft eher bereit diese bei anderen zu akzeptieren als bei sich selbst.

    Friede:

    das seien alles Blockaden aus der Kindheit die nicht aufgelöst sind


    Das hört sich für mich mehr nach freudianischer Psychoanalyse an als nach Buddhismus. Diese Ansicht wird auch von vielen Psychologen als überholt angesehen. War vielleicht das Problem, dass er zusammen mit der Psychologin selbst auch "mehr psychologisch" wurde? Ich würde eher sagen, es ist einfach wie dein Geist im Moment tickt. Letztendlich sind wir doch einfach das Resultat aller vorherigen Erlebnisse. Das ist nicht nur die Kindheit.

    Friede:

    Vielmehr geschieht es mir wenn ich sehr interessiert bin an dem Thema, meine Gedanken rasen dann so schnell voran, dass ich in gewisser Weise "keine Zeit" habe um den anderen aussprechen zu lassen oder Angst habe ich könnte meine Faden verlieren in meinem Gedankengang.
    Auch ist es so, dass ich den Gedanken des Gesprächspartners einfach fertig denke.


    Eigentlich ist das ja schon die halbe Antwort. Zusammengefasst: du reagierst so, weil dein Geist einfach überdreht ist und dir "ruhiges Verweilen" schwer fällt?

    Ich habe oft das umgekehrte Problem, dass ich etwas zuerst von jedem Standpunkt durchdenken will und erst dann antworte wenn ich fertig gedacht habe und so als "sehr ruhig" rüberkomme (wie es positiv formuliert wird)...

  • Dogmen im Buddhismus

    • Tarik
    • 23. November 2013 um 10:20

    Ich denke, vieles was von praktizierenden als Dogma gelebt wird, wird selbst zum Dogma gemacht und entwickelt dadurch auch eine Anhaftung an dem was als unumstößlich angesehen wird. Also auch eine Verweigerung gegenüber Veränderung oder anderer Wahrnehmung. Ich denke, das kann im Buddhismus zu einer ganzen Reihe von Widersprüchen führen.

    Bei shunyata bin ich mir nicht sicher, ob Dogma die richtige Bezeichnung wäre. Auch wenn es als absolute Wahrheit angesehen wird, beschreibt sunyata doch eine Art Nicht-Unumstößlichkeit durch das Fehlen einer unabhängigen Existenz?

    stiller_raum:

    ... da der Lehrer einer buddhistischen Gruppe die ich seit ein paar Wochen behauptet, dass Buddhismus der einzige Weg zur Erleuchtung sei.

    Was wird denn in dem Zusammenhang mit Buddhismus und Erleuchtung gemeint? Ist er der Meinung, dass vor der Entstehung vom Buddhismus (also ca. 500 v. Chr) noch nie jemand Erleuchtung erlangt hat? Oder ist das ev. etwas abstrakter gemeint...

  • Frage zu Mantra

    • Tarik
    • 12. November 2013 um 19:55

    In "Essence of the Heart Sutra: The Dalai Lama's Heart of Wisdom Teachings" (http://www.amazon.de/Essence-Heart-…k/dp/B003VYBP2O) wird das Mantra "tadyatha gaté gaté paragaté parasamgaté bodhi svaha!" übersetzt als:
    tadyatha --> it is thus --> es ist demnach
    gaté gaté --> go, go --> geh, geh
    paragaté --> go beyond --> geh darüber hinaus
    parasamgaté --> go totally beyond --> geh total darüber hinaus
    bodhi svaha --> be rooted in the ground of enlightenment --> sei verwurzelt im Boden der Erleuchtung

    da ich nur die englische Ausgabe habe ist die deutsch Übersetzung von mir...
    Das Buch finde ich persöhnlich sehr gut. Ich vermute, dass das die deutsche Übersetzung davon ist: "Der buddhistische Weg zum Glück: Das Herz-Sutra" (http://www.amazon.de/Der-buddhistische-Weg-zum-Glück/dp/3426291304)

    Liebe Grüße,
    Tarik

  • Alkohol

    • Tarik
    • 11. November 2013 um 07:41
    Blauer Lotus:

    "Genuss von Alkohol" bedeutet aber "Geniessen". Und solange wir genießen wollen, wenn auch nur ein wenig, solange werden wir uns nicht aus Samsara befreien können.


    Das ist jetzt vielleicht nicht Thema von dem Thread, aber nur als Verständnisfrage. Verstehe ich dich das richtig, dass du der Meinung bist, man sollte im Leben nichts genießen und sich über nichts freuen?

    Frank1:

    Jeder ist für sich selber verantwortlich und wer sich zudröhnen will


    Um das auch nicht so enden zu lassen noch kurz die Klarstellung, dass in dem Thread soweit ich das gelesen habe, niemand "zu dröhnen" in Ordnung gefunden hat. Das weitere bleibt im Ermessen des einzelnen.

  • der innere schweinehund...

    • Tarik
    • 8. November 2013 um 17:43

    Ich denke, es kommt darauf an, wodurch die Trägheit ausgelöst wird und welche Art von Trägheit es ist. Falls die Trägheit eine Folge ist von Burnout, Depression, Mangel, usw. dann wäre es vermutlich sinnvoll sich primär darum zu kümmern. Mit Arten meine ich z.B.:
    Sachen gar nicht erst anfangen, weil ...
    ... man das Gefühlt hat, es sowieso nicht zu schaffen.
    ... man sich zu sehr mit "weltlichen" Dingen herumschlägt
    ... man sich einfach lustlos fühlt (vielleicht lustlos für überhaupt alles?)

  • wie der Atem fließt

    • Tarik
    • 6. November 2013 um 19:00
    sakko:

    es ist leider nicht zu vermeiden, den Atem in Zusammenhang zur Lehre G.Buddhos zu stellen.


    War das "leider" Absicht? Ist doch super, der Atem seht dir jederzeit zur Verfügung, solange du lebst.

  • Alkohol

    • Tarik
    • 4. November 2013 um 20:26
    Losang Lamo:

    Ich persönlich merke die Nachwirkungen von einem Glas Wein noch am nächsten Tag.


    Ich merke z.B. fettiges Essen am nächsten Tag deutlich stärker als z.B. ein Bier. 1 Bier merke ich bereits kurz nach dem Abendessen kaum und am folgenden Tag nicht mehr. Trotzdem scheint kaum jemand zu sagen, dass man NIEMALS schweres Essen zu sich nehmen soll. Jeder Mensch ist unterschiedlich und jeder sollte selbst in der Lage sein das individuell wahrzunehmen.

    Natürlich ist es eine schlechte Idee vor der Meditation Alkohol zu trinken, genauso wie viel anderes auch. Ich vermeide es z.B. auch nach dem Abendessen zu meditieren, weil ich dann üblicherweise müde und weniger konzentriert bin. Wenn das abendliche Bier oder der Wein DRINGEND nötig ist, dann sollte man es tatsächlich besser lassen. Deswegen habe ich versucht zu betonen, dass es mir um hi und da EIN Bier oder Glas Wein geht. Wenn ein Bier euch auch am Folgetag beeinträchtigt, dann ist es wohl gut das wegzulassen, wenn aber einfach kein Alkohol konsumiert wird, weil man das nicht tun soll und nicht aus konkreten und individuellen Gründen, könnte man es wohl schon als Anhaftung an Regeln betrachten.

  • Alkohol

    • Tarik
    • 3. November 2013 um 20:48

    Hallo Mirco,

    Mirco:

    Meine Meinung ist, dass Alkohol sowohl als Rausch- wie auch als Genussmittel keine positive Wirkung hat.


    Meiner Meinung nach hat hi und da mal ein Bier oder ein Glas Wein zum Abendessen keine negativen Auswirkungen. Davon wird man nicht aggressiv oder depressiv und kriegt wohl auch keine Schlafstörungen. In der Psychologie ist außerdem bekannt, dass es generell wichtig ist zu Genießen und dadurch z.B. Burnout oder Depressionen reduziert werden können. Wenn Bier oder Wein maßvoll genossen wird sehe ich das ähnlich wie z.B. das genießen von einem guten Essen, ein Spaziergang im Herbstwald oder Sport. Jedem das seine…

  • Alkohol

    • Tarik
    • 3. November 2013 um 11:56
    Mirco:

    Dann ist da nämlich z.B. kein Bereitschaft, unangenehme Zustände zu erforschen oder keine Bereitschaft geistige Klarheit und Ruhe fördern zu wollen. Weiter begünstigt der Gebrauch von Rauschmittel, sich auf den anderen vier Gebieten daneben zu benehmen, was wiederum zu begünstigen des Entstehens von geistigen Hindernissen führt.


    OK, ich war mir nur zuerst nicht sicher ob es dir um die "dogmatische Befolgung" von Regeln geht. Ich verstehe dich entsprechend so, dass du es auch OK findest, solange es mit Maß und nicht wegen der berauschenden Wirkung sondern als "Genussmittel" konsumiert wird. So kann ich mich deiner Meinung anschließen.

  • Alkohol

    • Tarik
    • 3. November 2013 um 10:36
    Mirco:

    Hallo Matthias,

    Matthias65:


    1. Warum kann "man" keinen "spirituellen Fortschritt" erwarten wenn man ab und zu mal ein Glas Alkohol genießt?


    1. Naja, keinen ist vielleicht übertrieben. Vielleicht bleibt man im ersten Gang während noch 428 weitere warten.


    Wie würdest du begründen, dass kein oder kaum spiritueller Fortschritt möglich ist? Wo ziehst du die Grenze? Sollten z.B. auch keine Spaghetti mit Tomatensauce gegessen werden, wenn in der Sauce Rotwein verwendet worden ist? Wie siehst du das bei reifen Bananen (bis zu 1% Alk-Gehalt) oder anderen Lebensmitteln?

  • Karma | Liebe richtig Verstanden?

    • Tarik
    • 30. Oktober 2013 um 22:43

    Trotz bereits abgeschlossener Entknotung :D

    Jazzica:

    wenn ich den herbst in seiner bunten vergänglichkeit genieße, dann fällt mir der weg zur akzeptanz des "bedingten entstehens" wesentlich leichter, als ohne genuss und freude an den dingen wie sie sind oder vllt noch nicht sind.


    Ich verstehe die zitierten Abschnitte nicht so, dass keine Freude empfunden werden soll am Moment in dem man lebt, nur halt ohne Anhaftung und "Gier". Bei Dingen welche noch nicht Sind (danach trachten) ist die Gefahr, dass bei Ent-Täuschung und Leiden entsteht, wenn das nicht Eintritt.

  • christliche feiertage,wie geht ihr damit um?

    • Tarik
    • 30. Oktober 2013 um 21:55

    So wie ich das sehe, werden die Feiertage nur durch die hinein-interpretierte Bedeutung christlich. Ein großer Teil hat schon zuvor existiert, zum Teil mit leichten Abweichungen vom Tag und bei manchen merkt man das auch deutlich (Ostern mit Eiern, Weihnachten mit geschmücktem Baum etc.). Mit der Bedeutung der heidnischen Feste als Sonnwendfeier, Erntedankfest etc. kann ich auch oft mehr anfangen.

    In kirchlichen Messen gehe ich persönlich nie. Hauptsächlich weil ich bisher nie eine interessante Predigt gehört habe. Zugegebenermaßen war ich auch nur sehr selten in der Kirche und noch nie an einem Feiertag. Ansonsten kann es meiner Meinung nach sehr interessant sein Betrachtungsweisen anderer Religionen zu sehen, solange nicht versucht wird Christentum und Buddhismus auf Biegen und Brechen in eine gemeinsame Form zu pressen.

    nibbuti:

    z.B. Halloween wurde durch Hollywood ausgebreitet


    Wobei Halloween ja eigentlich auch keltischen Ursprungs ist und somit eher nach Deutschland zurückgekehrt ist. Manche kennen vielleicht auch noch Rummelbooze oder in der Schweiz Räbeliechtli, bei denen meines Wissens auch davon ausgegangen wird, dass es auf den gleichen Ursprung zurückgeht...

  • Rechte Darlegungsweise der Lehre

    • Tarik
    • 29. Oktober 2013 um 12:00
    mukti:

    Meine Wenigkeit versteht sich jedenfalls nicht als Lehrer, der die Lehre darlegt, aus Mitgefühl mit den Forumsmitgliedern.


    Ich betrachte dich und alle anderen im Forum insofern als Lehrer, dass ich aus den Antworten lerne, auch wenn das letztendlich in Form eines gemeinsamen Ergründens ist. Manchmal bringt beim Ergründen helfen mehr, als einfach zu liefern was "die Erkenntnis" sein soll. Etwas nur zu wissen bedeutet nicht, es zu verstehen und das Ergründen hilft dabei. Rechte Rede ist aber auf jeden Fall auch wichtig.

  • Rechte Darlegungsweise der Lehre

    • Tarik
    • 29. Oktober 2013 um 09:53
    Geronimo:

    So ein Forenleben ist manchmal komplizierter als man denkt.


    Das stimmt, ich dachte nicht, dass das so kopliziert werden würde :)

    Für mich ist das OK, wenn manche es für bedeutungslos empfinden, ob Posts begründet, aus Mitgefühl etc. geschrieben sind (also eine schlechte oder eine bedeutungslose Anleitung). Mir ist auch klar, dass das hohe Ziele sind - aber meiner Meinung nach sind es auch gute Ziele. Ich für meinen Teil werde mich auf jeden Fall bemühen mich danach zu richten soweit es mir möglich ist und möchte mich entschuldigen für die Posts in denen mir das nicht gelungen ist. Aber entspannen ist auf jeden Fall eine gute Idee. Das tu ich jetzt auch gleich mal...

  • Rechte Darlegungsweise der Lehre

    • Tarik
    • 28. Oktober 2013 um 20:10
    Sumedhâ:
    Tarik:

    Tarik hat geschrieben:dass es auch ein gute Anleitung ist, wie im Forum hilfreiche Posts geschrieben werden können


    was willst du damit sagen? ....sprich es klar aus....
    _()_
    .


    Was wollt ihr denn damit sagen? Ich wollte genau das sagen, was ich geschrieben habe. Das war alles. Ganz einfach. Es gibt keine weiteren Hintergedanken. Es würde mir helfen eure Frage zu beantworten, wenn ihr mir sagt was unklar war, oder was eure Gedankengänge waren. Ich sehe den Nutzen nicht ganz die Frage einfach mehrmals zu wiederholen. Möglicherweise fehlt ja etwas, was für euch offensichtlich ist. Für mich ist es das aber nicht.

  • Rechte Darlegungsweise der Lehre

    • Tarik
    • 28. Oktober 2013 um 19:07
    Aiko:
    Aiko:

    Und? Was willst du damit sagen?


    ...
    Du sollstest einfach mal versuchen meine Frage zu beantworten - sie ist ja sehr einfach. Was willst du damit sagen?


    Die Wiederholung der Frage hat sie mir leider nicht klarer gemacht. Steht das nicht im ersten Post? Ich wollte damit sagen,

    Tarik:

    dass es auch ein gute Anleitung ist, wie im Forum hilfreiche Posts geschrieben werden können

  • Rechte Darlegungsweise der Lehre

    • Tarik
    • 28. Oktober 2013 um 13:51
    Aiko:

    Und? Was willst du damit sagen?


    Ich verstehe die Frage nicht ganz. War ich an einer Stelle unklar? Ist das die Frage ob ich es auf ein bestimmtes Post beziehe? Falls das die Frage ist: Nein... Ansonsten bitte ich dich, deine Frage zu präzisieren.

  • Rechte Darlegungsweise der Lehre

    • Tarik
    • 28. Oktober 2013 um 12:23

    Ich bin gestern mal wieder auf AN 5.159 "Rechte Darlegungsweise der Lehre" gestoßen und dachte, dass es auch ein gute Anleitung ist, wie im Forum hilfreiche Posts geschrieben werden können:

    A.V.159 Rechte Darlegungsweise der Lehre - 9. Udāyī Sutta:


    »Nicht leicht ist es, Ānanda, anderen die Lehre darzulegen. Wer anderen die Lehre darlegt, sollte sich dabei fünf Dinge im Geiste gewärtig halten. Welche fünf?

    • 'Eine stufenweise Darlegung [1] will ich geben', so denkend, soll man anderen die Lehre darlegen.
    • 'Eine begründete Darlegung will ich geben', so soll man anderen die Lehre darlegen.
    • 'Aus Mitleid [2] will ich sprechen', so denkend, soll man anderen die Lehre darlegen.
    • 'Nicht um eines weltlichen Vorteils willen will ich sprechen', so soll man anderen die Lehre darlegen.
    • 'Weder auf mich selber, noch auf andere anspielend [3], will ich sprechen', so denkend, soll man anderen die Lehre darlegen.


    [1] anupubbim katbam . . .; meist ānupubbi-kathā, wie in M. 56, D. 3 u. D.14. Die 'stufenweise Darlegung' beginnt mit Almosengeben (Freigebigkeit) und wird fortgesetzt mit Sittlichkeit; ihrer Frucht, der himmlischen Wiedergeburt; den Nachteilen des Begehrens und den Vorteilen der Entsagung; erst darauf folgt die den Buddhas eigentümliche Lehre« von den vier Wahrheiten und insbesondere dem Achtfachen Pfade. Mit den letzteren Themen zu beginnen, würde meist zu rein theoretischem Wissen führen, dem die sittliche Grundlage fehlt.
    [2] K: Im Wunsche: 'Die in große Bedrängnis geratenen Wesen will ich aus ihrer Bedrängnis befreien.'
    [3] K: ohne sich selber zu loben und andere herabzusetzen.

    http://www.palikanon.com/angutt/a05_151-160.html#a_v159

    Edit:
    Wobei ich Mitleid eher durch Mitgefühl ersetzt hätte. In der englischen Übersetzung die ich gesehen habe wurde "compassion" verwendet.

  • Der Umgang mit Ärger

    • Tarik
    • 28. Oktober 2013 um 12:05
    Matthias65:

    Geduld wird, nach Shantideva, als Gegenmittel gegen Ärger angesehen. Das klingt für mich allerdings auch sehr theoretisch, denn ich kann noch so viel Geduld entwickeln, der Ärger kommt aus irgendwelchen Verstecken plötzlich und unerwartet wieder. Was nützt es da, Geduld zu entwickeln ?

    Ich finde Geduld mindestens auf zwei Arten sehr wichtig. Zum einen sich selbst gegenüber. Wenn man sich geärgert hat, dann ist das halt so passiert, es bringt nichts sich zusätzlich gleich noch darüber zu ärgern, dass man sich geärgert oder im Ärger gehandelt hat. Einfach das Beste daraus machen und versuchen es das nächste Mal besser hinzukriegen. Dann noch die Geduld mit anderen. Wer selbst die Erfahrung gemacht hat wie schwer es sein kann mit negativen Emotionen umzugehen, sollte auch verstehen dass es anderen genauso schwer fällt. Vielleicht haben andere zudem auch noch weniger Wege um mit den Emotionen umzugehen als im Buddhismus vermittelt werden. Einfühlungsvermögen und Geduld helfen auch einmal (oder mehrmals) über eine unüberlegte Handlung hinwegzusehen und die Situation zu deeskalieren statt sich vom Ärger anderer mit reißen zu lassen oder sich über andere Personen zu ärgern.

    Meine Erfahrung ist auch, dass (Vorsicht Binsenwahrheit) Menschen unterschiedlich sind. Das heißt manche kennen aus eigener Erfahrung vielleicht Ärger, Trauer oder Ängste, aber vielleicht weniger Schuldgefühle, Selbstüberschätzung oder Trägheit (nur als Beispiel). Geduld kann helfen zu akzeptieren, dass der Umgang mit etwas was man selbst als einfach empfindet für andere schwer sein kann und es vielleicht länger dauert bis es im Griff ist (falls das denjenigen überhaupt gelingt).

  • Der Umgang mit Ärger

    • Tarik
    • 27. Oktober 2013 um 22:50

    @Aiko Das stimmt. Leider weiß man immer erst im Nachhinein ob man darüber hinwegkommt. Das in die Realität zurückholen habe ich auch nicht auf deine Aussage bezogen.
    Ich habe mich nur noch etwas über die Aussage (welche nicht von dir war) "geärgert", dass wenn man "sich offen ausspricht, dann taucht Ärger gar nicht erst auf" und dass Ärger entsteht weil man "zuvor zu feige oder unaufrichtig" war. Das hat auf mich auf der einen Seite sehr naiv und auf der anderen Seite auch arrogant gewirkt. Vermutlich war das nicht wirklich so gemeint, aber es ist für mich so rübergekommen.

    Übungsobjekt in dem Sinn, dass es eine Gelegenheit bietet zu lernen. Ruhig und gelassen bleiben ist einfach, solange alles (oder das Meiste) glatt läuft im Leben.

  • Der Umgang mit Ärger

    • Tarik
    • 27. Oktober 2013 um 19:34
    MonikaMarie1:

    Bin ich von vornherein klar und wahrheitsgemäß und spreche mich offen aus, dann taucht Ärger gar nicht erst auf. Zumindest seitdem ich weiß, woher er kommt, womit er verknüpft ist und woran ich anhafte, und sei es "nur" meine Art, die Dinge zu sehen. Das meiste in meinem Leben, das mir Verdruss bereitete, war unwichtig und Ärger völlig unnötig. Aber aufgrund von Verblendung war es unmöglich, das zu erkennen.
    _()_ Monika

    Darf ich fragen ob du schon mal in einer großen Firma (z.B. ein paar tausend Angestellte) gearbeitet hast und dort "Ärger" hattest? Wenn du nicht grad im Verwaltungsrat bist dürfte es schwer sein jeden Ärger zu vermeiden indem du einfach ehrlich bist... In der Theorie hört sich das gut an, aber nach meiner Erfahrung entsteht das Gefühl jede Art von Ärger überwunden zu haben und sich von Leid befreit zu haben eher daraus, dass zurzeit das Leben grad etwas einfacher ist. Falls das bei dir nicht der Fall ist verbeuge ich mich ehrfürchtig vor dir ;)

    Aiko:

    die Hindernisse sind der Weg.


    Auf jeden Fall weiß man ohne Hindernisse nicht ob man in der Lage ist sie zu überwinden. Sie sind dadurch nicht nur Übungsobjekt, sondern können auch helfen einen von Zeit zu Zeit in die Realität zurück zu holen.

  • Der Umgang mit Ärger

    • Tarik
    • 26. Oktober 2013 um 22:34
    Jikjisa:

    Nicht ins Bewusstsein eindringen lassen. Alles ok.


    Ich gehe davon aus, dass du das im Sinn von "ohne Widerstand durchgleiten lassen" meinst und nicht als Versuch es zu ignorieren, verdrängen oder abblocken. Nach meiner Erfahrung geht das nur solange man noch nicht im Ärger "drin Steckt" und je schwieriger die Situation (für einen selbst) ist, desto schwieriger ist es auch das zu vermeiden.

    Um auf die Dauer derartige Situationen einfacher zu machen, scheint es mir das beste die Emotionen heraus zu nehmen, indem ein Verständnis für sich selbst und für andere entwickelt und der geistige Wiederstand dagegen entfernt wird. Das geht vermutlich nicht ohne sich auf die Situation einzulassen.

  • Der Umgang mit Ärger

    • Tarik
    • 26. Oktober 2013 um 11:31

    Das kommt bei mir darauf an, zu welchem Zeitpunkt ich den Ärger bewusst bemerke:

    1. Wenn der Ärger droht aufzusteigen aber noch nicht da ist (z.B. wenn der Chef einen ins Büro ruft oder in einer kritischen Situation ein Report geliefert werden muss).
    -> Zu dem Zeitpunkt versuche ich meine Achtsamkeit zu stärken und überlegt und ruhig zu diskutieren, so dass die Situation eben nicht eskaliert. Außerdem merke ich dann leichter, wenn Ärger aufsteigt (oder andere negative Emotionen).

    2. Wenn der Ärger schon da ist aber noch nicht die Kontrolle übernommen hat und "noch nichts passiert ist". Das ist wohl der Zeitpunkt den du erwischt hast.
    -> Da versuche ich mich auch oft kurz zurückzuziehen wenn das möglich ist. Manchmal reicht da ja auch schon ein kurzer Zeitraum (ein paar Atemzüge) um sich nicht vom Ärger erfassen zu lassen. z.B. in Gruppen versuche ich manchmal die Zeit in der jemand anderes Spricht zu nutzen um nochmals runter zu kommen. Wenn auch das nicht geht bleibt wohl nur der Versuch soweit es geht ruhig zu bleiben und die Situation nicht eskalieren zu lassen.

    3. Wenn der Ärger da ist und ich mich schon vom Ärger habe erfassen lassen.
    -> Nochmals aus dem Ärger raus zu kommen ist da üblicherweise schwer. Für mich funktioniert dann am besten das Gespräch etwas in eine andere Richtung zu lenken oder das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt vorzusetzen.

    4. Wenn die Konfliktsituation schon durch ist.
    -> Da gehe ich die Situation Gedanklich nochmals durch. Dabei versuche ich die Situation aus Sicht eines Beobachters (also ohne zu Werten und indem ich beide Seiten gleichermaßen sehe) in der Position des "Ärger-Verursachers" und aus eigener Position durchzugehen. Immer ohne die Gefühle zu werten und ohne mich oder andere dafür "niederzumachen" (sozusagen in Nächstenliebe und Mitgefühl zu mir selbst und zu anderen) und die Entwicklung der Gefühle und das Verhalten beider Seiten nachzuvollziehen und zu verstehen.

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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