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Die fünf Sīla

  • mukti
  • 29. Oktober 2013 um 14:30
  • Zum letzten Beitrag
  • Lirum Larum
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    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 31. Oktober 2013 um 22:14
    • #76
    mukti:

    .... Ich erinnere mich jedenfalls an keine Stelle im Palikanon, wo es für die fünf Silas festgelegte Regeln gibt.


    Lieber mukti, diese Aussage von Dir kann ich gar nicht verstehen.
    Der Vinaya ist doch einer von Drei Körben des Palikanon, oder nicht? Und was ist der Vinaya anderes als ein Regelwerk?
    Du meinst explizit für die fünf Silas gäbe es keine festen Regeln?
    Das wundert mich.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • mukti
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    • 31. Oktober 2013 um 22:22
    • #77
    Losang Lamo:
    mukti:

    .... Ich erinnere mich jedenfalls an keine Stelle im Palikanon, wo es für die fünf Silas festgelegte Regeln gibt.


    Lieber mukti, diese Aussage von Dir kann ich gar nicht verstehen.
    Der Vinaya ist doch einer von Drei Körben des Palikanon, oder nicht? Und was ist der Vinaya anderes als ein Regelwerk?
    Du meinst explizit für die fünf Silas gäbe es keine festen Regeln?
    Das wundert mich.

    Für Laien meinte ich, hab's auch ausgebessert, anscheinend zu langsam. Vinaya ist für Mönche.

    Mit Metta, mukti.


  • Lirum Larum
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    • 31. Oktober 2013 um 22:28
    • #78

    Ach so. :)
    Na, der Unterschied ist, Laien dürfen die 5 Silas als Gelübde nehmen, müssen es aber nicht.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • mukti
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    • 31. Oktober 2013 um 22:34
    • #79

    Ja, für euch. Im Theravada sind es keine Gelübde, sondern Richtlinien oder Empfehlungen. So ist das jedenfalls bis jetzt im Thread von den Teilnehmern dargestellt worden, und in der Theravadaschule die ich besuche gilt das auch so.

    Im Palikanon heißt es öfters: "Der Erhabene möge mich ab heute auf Lebenszeit als Laienanhänger annehmen". Von Laienanhängern wurden Dana und die fünf Silas erwartet, aber ich kenne keine Stelle wo es zum Ausschluss von Laien kommt weil sie die Silas brechen. Vielleicht meldet sich ja noch jemand der eine solche Stelle kennt.

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
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    • 31. Oktober 2013 um 22:44
    • #80

    Übrigens war es sogar verboten, Laien den Patimokkha vorzutragen, der wurde immer zu Uposatha unter Mönchen rezitiert.
    Und ich wüsste auch nicht, dass es zu irgendwelchen Sanktionen gekommen wäre wenn Laien nicht richtig die fünf Silas eingehalten haben.

    EDIT
    Da fällt mir noch ein, möglicherweise wurde der Verkehr mit nachlässigen Laien (zumindest bis sie sich gebessert haben) gemieden, sowas habe ich glaube ich gelesen.

    Mit Metta, mukti.


  • Lirum Larum
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    • 31. Oktober 2013 um 23:39
    • #81

    Na, sorry.
    Ich wollte auch eigentlich nur sagen, wenn man sich die fünf Silas richtig vornimmt, nach dem Motto "auf alles andere hab ich keine Lust mehr" - dann braucht man mit diesen Empfehlungen auch nicht mehr herumlavieren, ob man sie wohl einhält, oder wie oder doch nicht. Dann ist es ganz einfach, weil es ein Schutz ist. Eine Art Zuflucht und damit Ende der inneren Diskussionen.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Jikjisa
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    • 1. November 2013 um 07:30
    • #82

    @ mukti:

    Zitat

    wo es zum Ausschluss von Laien kommt weil sie die Silas brechen. Vielleicht meldet sich ja noch jemand der eine solche Stelle kennt.

    Ausschluss - woraus auch?

  • Lirum Larum
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    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 1. November 2013 um 09:08
    • #83
    Jikjisa:

    @ mukti:

    Zitat

    wo es zum Ausschluss von Laien kommt weil sie die Silas brechen. Vielleicht meldet sich ja noch jemand der eine solche Stelle kennt.

    Ausschluss - woraus auch?


    Ja. Das hört sich nach Missverständnis an. Ein Laie wird nicht ausgeschlossen.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Peeter
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    • 1. November 2013 um 09:20
    • #84

    die silas sind wofür da .......... ?

  • MonikaMarie1
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    • 1. November 2013 um 09:35
    • #85
    Losang Lamo:

    Na, sorry.
    Ich wollte auch eigentlich nur sagen, wenn man sich die fünf Silas richtig vornimmt, nach dem Motto "auf alles andere hab ich keine Lust mehr" - dann braucht man mit diesen Empfehlungen auch nicht mehr herumlavieren, ob man sie wohl einhält, oder wie oder doch nicht. Dann ist es ganz einfach, weil es ein Schutz ist. Eine Art Zuflucht und damit Ende der inneren Diskussionen.

    Ja, das ist für mich das wichtigste Argument!
    Schutz und Zuflucht bieten die Silas.
    _()_ Monika

  • mukti
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    • 1. November 2013 um 09:56
    • #86
    Losang Lamo:


    Ja. Das hört sich nach Missverständnis an. Ein Laie wird nicht ausgeschlossen.

    Ja natürlich liebe Losang Lamo, Schutz und Zuflucht wie du sagst. Du hast aber auch geschrieben dass man die Gelübde kein zweites Mal mehr auf sich nehmen kann wenn man sie einmal ganz stark gebrochen hat, also quasi wie ein Ausschluss. Da dürfte schon ein Unterschied sein in den verschiedenen Richtungen. Für mich hört sich das so an, dass man als Laie sozusagen zum Orden gehört, also fast wie eine Einrichtung eines Laienordens. Ich fände das gar nicht schlecht.
    Im Theravada scheint das ganz locker zu sein, als Laie ist man nicht an Gelübde gebunden und nimmt nur Empfehlungen an (fünf Silas). Oder sehe ich das jetzt ganz falsch?

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
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    • 1. November 2013 um 10:06
    • #87
    Peeter:

    die silas sind wofür da .......... ?

    Um in Sittlichkeit oder Tugend voranzukommen.

    Zitat

    Zu einer Zeit weilte der Erhabene im Lande der Sakyer bei Kapilavatthu im Feigenbaumkloster. Da nun begab sich der Sakyerfürst Mahānāmo zum Erhabenen, begrüßte ihn und setzte sich seitwärts nieder. Zur Seite sitzend, wandte sich der Sakyerfürst Mahānāmo an den Erhabenen: "Wann, o Herr, ist man ein Anhänger?"

    "Wenn man zum Erwachten, zur Lehre, zur Jüngerschaft Zuflucht genommen hat, ist man ein Anhänger".

    "Wann aber, o Herr, ist ein Anhänger in Tugend bewährt?"

    "Wenn dem Anhänger, Mahānāmo, das Töten fern liegt, das Nehmen von Nichtgegebenem fern liegt, die Ausschweifung fern liegt, das Lügen fern liegt, das Trinken von berauschenden Getränken wie Wein und Schnaps fern liegt, dann ist, Mahānāmo, ein Anhänger in Tugend bewährt".

    http://www.palikanon.com/samyutta/sam55.html#s55_34t35

    Mit Metta, mukti.


  • Peeter
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    • 1. November 2013 um 10:51
    • #88

    und soweit ich "weiss", ist das einhalten derer ja nicht wirklich pflicht :)
    allerdings wenn die silas oder die kaias oder die zuflucht genommen wird, wird
    es ja wohl mit bedacht gemacht werden .. ansonsten ..........
    weniger als ein fallendes blatt im herbst ...

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 1. November 2013 um 16:43
    • #89

    Wenn ich zu jemandem, der Diabetes hat und den Wunsch, wieder gesund zu werden, sage, er solle sich darin üben, auf Süßes zu verzichten und sich mehr bewegen, so kann er sich daran halten oder nicht.
    Ob er noch gesund wird, hängt auch davon ab, wie weit sein Körper bereits geschädigt ist. Aber hält er sich nicht an ärztliche Empfehlungen, so wird er sicher zukünftig noch mehr leiden.

    So sehe ich das auch mit den Silas. Der Buddha hat aufgrund seines Durchblicks Empfehlungen ausgesprochen, die den Weg freimachen. Ob wir uns dran halten oder nicht, ist unsere Sache. Der Buddha ist da sicher keinem Laien hinterhergerannt und hat ihn bekniet, doch auf ihn zu hören. Da war der Buddha - so glaube ich - ziemlich klar und "nüchtern". Insofern besteht ein Unterschied zwischen Laien und Hauslosen.
    _()_ Monika

  • SpringMode5708
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    • 1. November 2013 um 23:02
    • #90

    Hallo mukti,

    mukti:

    Unter Stagnation verstehe ich, dass die Motivation richtig zu handeln durch Vergebung verloren geht. Also dass man sich alles durchgehen lässt - mach was du willst es wird dir vergeben.

    Schöne Grüße


    ahhh... Verstehe. Nein. das meine ich nicht. Das ist ja eher schwarz-weiß Denken. Es gibt auch etwas zwischen Härte und alles-Durchgehen lassen.

    Ich meine einen einmaligen Akt des Vergebens bei Verfehlung und den darauf folgenden aufrichtigen Wunsch/Erklärung, es fortan richtig zu tun.

    Wenn sich aber einer, wie Du es beschreibst, daraus einen Freifahrtschein bastelt um weiterhin tun und lassen zu können, was er will, nun, es sei ihm gewährt. Es ist seine (Nicht-)Praxis und er wird ernten was er sät.


    Liebe Grüße,
    Mirco

  • Doris
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    • 2. November 2013 um 07:38
    • #91
    Losang Lamo:

    Wenn man die Gelübde nimmt, dann ist die Sache eigentlich klar.

    "Sila" bedeutet eigentlich "Schutzschild" (nicht Hundeleine :P )
    Wenn man gegen die Pratimoksa-Gelübde krass verstößt (also, willentlich einen Menschen tötet, etwas von gewissem Wert stiehlt, bewusst lügt, sich in schädigender Weise sexuell ausagiert oder sich betrinkt) dann lässt sich das Gelübde nicht wieder herstellen. Man kann es nicht nochmal nehmen.
    Man hat es vor dem Buddha und sich selbst abgelegt und es ist etwas Kostbares. Man möchte es nicht verlieren. Insofern ist die Hürde, diese Übertretungen zu begehen, größer. Deshalb ist das Gelübde ein Sila, ein Schutz.

    Die ganzen kleineren Vergehen, die man versucht zu unterlassen, aber nicht immer schaffen kann - wie z.b. Blattläuse töten und sowas - das ist ÜBUNG. Wer sich darin übt, keine Spinne zu erschlagen, wird sich im "Abstand nehmen vom Töten" verbessern.


    Was? Man kann die Gelübde nicht nochmal nehmen?
    Ich guck mal bei meinen Aufzeichnungen nach, wie das bei uns Drikungs gehandhabt wird.

    Ich erlaube mir zu unterscheiden. Gelübde nimmt man ja vor sich selbst. Eine andere Instanz gibt es nicht. Wenn ich dagegen verstosse, dann ist das meine Sache.
    Eine andere Sache ist es, wie das offiziell gehandhabt wird. Ob man also aus der Klostergemeinschaft ausgestossen wird und nicht wieder aufgenommen werden kann.

    Für mich würde es ein eklatanter Widerspruch sein, wenn ich nach einem groben Verstoss und tiefer Reue meine Gelübde nicht mehr erneuern dürfte – auch offiziell nicht.
    Was ich so spontan sagen kann, ist, dass wir die Gelübde täglich nehmen können – das ist eine eigene Praxis. Wir können sie bei Bedarf minütlich erneuern, nach Bedarf eben. Und es gibt die Möglichkeit vor dem Lehrer und er Sangha sie zu erneuern, also quasi offiziell. Ob es eine Grenze gibt, weiß ich nicht.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • mukti
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    • 2. November 2013 um 13:45
    • #92
    Mirco:

    Hallo mukti,

    mukti:


    ahhh... Verstehe. Nein. das meine ich nicht. Das ist ja eher schwarz-weiß Denken. Es gibt auch etwas zwischen Härte und alles-Durchgehen lassen.

    Ich meine einen einmaligen Akt des Vergebens bei Verfehlung und den darauf folgenden aufrichtigen Wunsch/Erklärung, es fortan richtig zu tun.

    Ja gut, und wie siehst du das bei einer laufenden Verfehlung, bei lange eingewurzelter Gewohnheit? Der Wunsch es richtig zu tun kann sich da schwer durchsetzen, Vergebung greift auch nicht so recht, es besteht ein schlechtes Gewissen, wegen der Diskrepanz des Soll - und des Ist - Zustandes. Die gewohnte unheilsame Regung oder Handlung geschieht mit dem Wissen dass sie unheilsam ist.

    Ich habe einmal einen Raucher getroffen bei dem war das Rauchen bereits lebensgefährlich, er hatte schon ernste Krankenhausaufenthalte hinter sich. Er hat zu mir gesagt, während er sich eine angeraucht hat: Jede Zigarette ist ein Sargnagel, aber ich kann einfach nicht aufhören.
    Solche Beispiele gibt es viele, sogar vom Apostel Paulus sind die Worte überliefert: "Ich unglückseliger Mensch, was ich tun will das tue ich nicht, was ich nicht tun will, das tue ich".

    Ich glaube Mitgefühl mit sich selber würde dann Härte gegen sich selbst bedeuten, also eine radikale Ausrottung des Unheilsamen. Ein krasses Beispiel wäre ein Heroinsüchtiger, der die Leiden des Entzugs auf sich nimmt.

    Es ist ja fast jeder an irgendwas angehaftet, und man schiebt es immer hinaus oder will den Weg der kleinen Schritte gehen, kommt aber kaum oder nur sehr langsam voran. Die Schüler des Buddha sind damals wirklich in die Hauslosigkeit gezogen, haben meistens in freier Natur gelebt, nur ein paar Tücher und ein weniges mehr gehabt, sind mit einer Schale herumgegangen damit ihnen jemand was zu essen gibt und haben schließlich alles losgelassen. Daher sind sie für mich verehrungswürdig.

    Zitat

    Für einen vertrauensvollen Schüler, der darauf bedacht ist, die Lehre des Lehrers auszuloten, ist es angemessen, daß er sich so benimmt: 'Von mir aus soll nur meine Haut, meine Sehnen und Knochen übrig bleiben und das Fleisch und Blut in meinem Körper austrocknen, aber meine energie soll nicht nachlassen, solange ich noch nicht das erlangt habe, was mit mannhafter Stärke, mannhafter Energie und mannhafter Beharrlichkeit erlangt werden kann.
    http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m070z.html

    Da fällt es mir schwer mir zu vergeben, dass ich nicht mal fünf Sila perfekt einhalten kann.

    Mit Metta, mukti.


  • Lirum Larum
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    • 2. November 2013 um 15:40
    • #93
    mukti:

    ...
    Da fällt es mir schwer mir zu vergeben, dass ich nicht mal fünf Sila perfekt einhalten kann.


    Also, eine schöne Übung auch hier wieder, vom Ichdenken abzulassen. :)

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • SpringMode5708
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    • 2. November 2013 um 16:44
    • #94

    Hallo mukti,

    mukti:
    Peeter:

    die silas sind wofür da .......... ?


    Um in Sittlichkeit oder Tugend voranzukommen.


    Die Silas sind da, um den Geist zu beruhigen, damit ordentlich meditiert werden kann.

    Herzlich,
    Mirco

  • SpringMode5708
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    • 2. November 2013 um 16:59
    • #95

    Hallo mukti,

    mukti:

    Ja gut, und wie siehst du das bei einer laufenden Verfehlung, bei lange eingewurzelter Gewohnheit?
    Der Wunsch es richtig zu tun kann sich da schwer durchsetzen, Vergebung greift auch nicht so recht, es besteht ein schlechtes Gewissen, wegen der Diskrepanz des Soll - und des Ist - Zustandes. Die gewohnte unheilsame Regung oder Handlung geschieht mit dem Wissen dass sie unheilsam ist.


    Und? Der Weg vom Kopf zum Herzen ist ein sehr langer. Nur weil etwas gewusst wird, heißt das noch garnichts.


    Zitat

    Ich glaube Mitgefühl mit sich selber würde dann Härte gegen sich selbst bedeuten, also eine radikale Ausrottung des Unheilsamen. Ein krasses Beispiel wäre ein Heroinsüchtiger, der die Leiden des Entzugs auf sich nimmt.


    Habe ich schon getan. Mit einer anderen Droge. Ich tat es aber erst, als ich spürte: jetzt aufhören oder sterben. Und ich kenne viele, denen es ähnlich ging. Erst, wenn das Leiden durch den Genuss größer wird, als das Leiden durch den Entzug, kommt die Bereitschaft.

    Zitat

    Es ist ja fast jeder an irgendwas angehaftet, und man schiebt es immer hinaus oder will den Weg der kleinen Schritte gehen, kommt aber kaum oder nur sehr langsam voran.

    Die Schüler des Buddha sind damals wirklich in die Hauslosigkeit gezogen, haben meistens in freier Natur gelebt, nur ein paar Tücher und ein weniges mehr gehabt, sind mit einer Schale herum gegangen damit ihnen jemand was zu essen gibt und haben schließlich alles losgelassen. Daher sind sie für mich verehrungswürdig.

    Da fällt es mir schwer mir zu vergeben, dass ich nicht mal fünf Sila perfekt einhalten kann.


    Ja, darfst Du. Ist Deine Sache. Du darfst Dich mit den Bhikkhus vergleichen, Dich dann minderwertig fühlen und darunter leiden bis zum Erbrechen. Bis Du irgendwann keine Lust mehr darauf hast.


    Herzlich,
    Mirco

  • mukti
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    • 2. November 2013 um 17:52
    • #96

    Hi Mirco,

    Mirco:


    Der Weg vom Kopf zum Herzen ist ein sehr langer. Nur weil etwas gewusst wird, heißt das noch garnichts.

    Sehr lang, vielleicht Äonenlang.

    Zitat


    S. XV, 1
    Was glaubt ihr, ihr Mönche, was ist wohl mehr: Der Tränenstrom, den ihr auf dieser langen Daseinsrunde, mit Unerwünschtem vereint und von Erwünschtem getrennt, klagend und weinend vergossen habt, oder das Wasser der vier Weltmeere? . . . Lange Zeiten hindurch, ihr Mönche, habt ihr den Tod von Mutter und Vater, Sohn und Tochter erfahren, den Verlust von Verwandten und Schätzen erfahren, das Unglück der Krankheit erfahren. Und dabei habt ihr mehr Tränen vergossen, als sich Wasser in den vier Weltmeeren befindet. So habt ihr denn, ihr Mönche, lange Zeiten hindurch Leiden erfahren, Qualen erfahren, Unglück erfahren und das Leichenfeld vergrößert, wahrlich genug, um sich von allen Daseinsgebilden abzuwenden, loszulösen und zu befreien.

    Mirco:


    Erst, wenn das Leiden durch den Genuss größer wird, als das Leiden durch den Entzug, kommt die Bereitschaft.

    Wahrscheinlich gilt das generell: Durch die Erfahrung von Leid wird man bereit zur Entsagung. Wenn man dann von einer Anhaftung befreit ist, erfährt man Glück und will nicht mehr zurück zu dem niedrigeren Glück, das durch den Genuss entstanden ist.

    Mirco:


    Du darfst Dich mit den Bhikkhus vergleichen, Dich dann minderwertig fühlen und darunter leiden bis zum Erbrechen. Bis Du irgendwann keine Lust mehr darauf hast.

    Im Vergleich zu den Bikkhus bin ich schon minderwertig, die haben nun mal mehr Werte in sich. Das einzige Mittel darunter nicht zu leiden wäre, so wie sie zu werden. Aber dazu leide ich zuwenig unter meiner Minderwertigkeit, schließlich lebe ich ja mit milliarden Gleichgesinnten im selben Narrenschiff.

    Naja, vielleicht ein wenig verbittert. Ich habe schon mal als Novize in einem hinduistischen Ashram gelebt und hab mich dann allmählich wieder vom weltlichen Strudel einsaugen lassen. Was man nicht so alles öffentlich diskutiert, aber mag jeder sich denken was er will.

    Schöne Grüsse

    Mit Metta, mukti.


  • Simo
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    • 2. November 2013 um 22:23
    • #97
    Mirco:

    Hallo mukti,

    mukti:


    Um in Sittlichkeit oder Tugend voranzukommen.


    Die Silas sind da, um den Geist zu beruhigen, damit ordentlich meditiert werden kann.

    Herzlich,
    Mirco

    Hallo Mirco,
    glaubst du, dass das ihr einziger Zweck ist? :doubt:

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Doris
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    • 3. November 2013 um 11:07
    • #98
    Zitat

    Im Vergleich zu den Bikkhus bin ich schon minderwertig, die haben nun mal mehr Werte in sich. Das einzige Mittel darunter nicht zu leiden wäre, so wie sie zu werden. Aber dazu leide ich zuwenig unter meiner Minderwertigkeit, schließlich lebe ich ja mit milliarden Gleichgesinnten im selben Narrenschiff.

    Ach, mukti!
    Allein schon in solchen Kategorien zu denken :(:(:(

    Bikkhus tragen komische Kleidung, machen komische Dinge, haben andere Essgewohnheiten, leben oft in WGs zusammen …
    Na und? Das machen auch andere Leute.

    Zitat

    die haben nun mal mehr Werte in sich


    Die haben eine andere Lebensform. Nichts weiter.

    Du leidest zu wenig unter Deiner Minderwertigkeit …
    Lass Dir den Satz mal auf der Zunge zergehen.

    Ich erlebe Dich hier als eine ganz Lieben und Bedächtigen. Ich sehe nirgendwo Minderwertigkeit.
    Aber vielleicht liegt das daran, dass ich nicht trinke? :grinsen:

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • mukti
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    • 3. November 2013 um 12:33
    • #99

    Danke für deine freundlichen und tröstenden Worte Doris.

    Hab eben den ersten Teil im Visuddhi - Magga gelesen (Sittlichkeit), das ich von deinem geschätzten Gemahl erhalten habe. Es wird ja im Forum viel philosophisches über die Sutten diskutiert, aber der Vinaya gehört zum Kern der Praxis, da geht es so richtig an die Lebensweise.

    Wenn ich mich in den Spiegel des Vinaya schaue, kommt da ein ziemlich wilder struppiger Kerl dabei heraus. Eine derartig hohe Kultiviertheit und Selbstbeherrschung erweckt Staunen und fast Ehrfurcht in mir, vielleicht auch ein wenig unheilsamen Neid. Wie kann man nur jemand dasselbe Ziel, das ich im Leben sehe, so konsequent anstreben? Aber Ehre wem Ehre gebührt, immerhin gibt es Dana als Verdienstfeld, und das zaghafte Beschreiten des Dhamma.
    Und die fünf Silas...Trinken tu ich übrigens auch nicht, hab mir aber ein verflixtes Tabakproblem angefangen.

    Ziele und Werte - es hat halt jeder so seine Sicht auf die Welt.

    Schöne Grüsse

    Mit Metta, mukti.


  • Doris
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    Mitglied seit
    25. März 2012
    • 3. November 2013 um 12:41
    • #100

    Lieber Mukti,

    die üben doch auch nur. So wie Du.
    Diese Vergleicherei bringt nichts. Du bist Du und musst es so machen, wie es Dir entspricht. Meine ich.

    Die Nonnen und Mönche in meiner Sangha sind auch ganz wunderbar. Ich nehme sie so wahr :D
    Aber ich vermute, sie kämpfen genauso wie ich. Hundert Kleinigkeiten am Tag. Ich erlebe, dass sie ihre Ernsthaftigkeit mit sehr viel Humor würzen.
    Die Tibeter staunen immer, wie wenig die Menschen im Westen sich selber lieben.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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