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  1. Buddhaland Forum
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Orakel

  • fotost
  • 23. August 2013 um 23:54
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  • fotost
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    • 23. August 2013 um 23:54
    • #1

    Vor Jahrzehnten habe ich das I-Ging kennengelernt und gelegentlich (spielerisch) befragt. Heute ist mir eine Internet-Variante davon unter die Maus gekommen und hat eine wirklich originelle Antwort auf eine Frage gegeben.

    Da ich parallel dazu Buddhaland als Tab geöffnet hatte, war das eine Ermahnung, einmal nachzusehen, wie Buddha zu Orakel, Horoskop etc. steht. In meiner westlich nüchternen Art hatte ich eher generelle Ablehnung erwartet. Resultat - eigentlich nein.

    Einige Funde irritieren mich. Was haltet ihr etwa von http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1694425/ dem Nechung-Orakel? Das Beispiel ist zufällig und das erste, das mir auf den Schirm kam. Das scheint keine Angelegenheit von tibetischem Buddhismus speziell zu sein, sondern die Suchfunktion im Palikanon liefert insgesamt wenig ablehnendes. Also kein Grund für eine vergleichende Diskussion unterschiedlicher Schulen - bitte.

    Meinungen dazu?

  • mukti
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    • 24. August 2013 um 09:14
    • #2

    Orakel mag es geben, aber verlassen würde ich mich nicht darauf. Man weiß ja doch nie so recht wo diese Offenbarungen herkommen, wie man im Falle des Nechung-Orakels (Link) gesehen hat, wo die angeratene Auseinandersetzung mit der britischen Armee zu einer Niederlage geführt hat.

    Mit Metta, mukti.


  • MonikaMarie1
    Gast
    • 24. August 2013 um 09:24
    • #3

    Meines Wissens nach ist gerade das im Link gezeigte eine Form des Schamanismus, natürlich nicht nur in Tibet, aber bestimmt nicht eine des Buddha. Dass der Buddha dies wahrscheinlich nicht abgelehnt hat, liegt daran, dass er durchaus über alle Ebenen "im Bilde" war :D . Aber auch er konnte sein Karma nicht verhindern und aß (wenn das stimmt) eine vergiftete Speise.

    Wozu sollte ich also solch ein Orakel einsetzen (hab auch dies alles schon ausprobiert, fängt bei Tarot an und hört bei indianischem Schamanismus auf), wenn ich doch ganz genau weiß, dass ich allein durch das Befolgen des 8fachen Pfades mein Karma sowohl abbauen als auch zukünftiges positiv beeinflussen kann? Für mich geht es bei Buddhas Lehre darum, die Wirklichkeit zu erkennen und zu akzeptieren. Allein durch den Fortschritt in dieser Praxis ist es möglich, das für mich und andere Richtige zu tun.

    Ein Schamane - wie der des Dalai Lama - hat üblicherweise einen großen Zugang zu den nicht sichtbaren Ebenen. Und deshalb konnte er z. B. auch dem jungen DL voraussagen, dass er und wie bzw. auf welchem Weg er unbedingt damals aus Tibet fliehen sollte. Aber den Tod vieler Mönche und Nonnen sowie der Bevölkerung Tibets konnte er nicht verhindern - da nützt das beste Orakel nichts.

    _()_ Monika

  • hedin
    Gast
    • 24. August 2013 um 10:23
    • #4

    Faszinierend finde ich so ein Orakel schon, aber….
    Das sogenannte Tibetische Orakel (Nechung), sowie all die anderen Orakel auch, bedeuten für meine Begriffe nichts anderes, als dass der durch eigene Begabung/Schulung und einer speziell zelebrierten Meditationsmethode in Trance getretene Mönch/Schamane in der Lage ist, sein eigenes karmisches Universum zu betreten.
    Sobald der Mönch/Schamane wieder in die sinnliche Welt eintritt, kann er sich an die konfusen überweltlichen Eindrücke nicht mehr erinnern.

    Da ist m.E. nichts mit halb erwachten Lamas/Geistern, die in den Körper eines Mediums schlüpfen.

    hedin

  • Sukha
    Gast
    • 24. August 2013 um 11:40
    • #5

    Wer die Jhanas praktiziert, kann durchaus auch "überweltliche" Kräfte, abhiññā entwickeln. Und da spricht auch nichts dagegen. Ist schön, wenn man es kann,
    Zum Beispiel wurde Mahā Moggallāna ob seiner Kräfte, vor allem dem Gedanken lesen vom Buddha des Öfteren gelobt.

    Aaaaber; der Buddha verbot es den Mönchen sich durch diese Dinge bei den Hausleuten Vorteile zu verschaffen

    Zitat

    FALSCHE ANMASSUNG ÜBERNATÜRLICHER FÄHIGKEITEN (Parajika IV, 1)

    Da überlegten jene Mönche: "Bei den Vajjern sind die Lebensmittel knapp; die Versorgung ist schwierig; es herrscht eine schleichende Hungersnot und die Lebensmittel sind rationiert. Was könnten wir da für einen Ausweg finden, um in Eintracht und Freundschaft miteinan­der eine angenehme Regenzeit zu verbringen und keinen Mangel an Almosenspeise zu leiden?" Die einen schlugen vor: "Wir könnten die Arbeiten der Hausleute beaufsichtigen, dann wer­den sie sich verpflichtet fühlen, uns zu spenden... "Andere spra­chen: "Laßt das sein. Aber wir könnten für sie Besorgungen und Botengänge ausführen, die sie gerade zu vergeben haben..." Andere sprachen: "Ach Freunde, bleibt mir doch weg mit Ar­beiten überwachen und Besorgungen machen. Schaut, Freunde, laßt uns doch einander wegen übermenschlicher Eigenschaften loben und preisen: 'Dieser Mönch hat die erste Entrückung gewonnen, jener Mönch die zweite/dritte/vierte Entrückung; dieser Mönch ist in die Heilsströmung eingetreten, jener ist ein Einmalwiederkehrer / Nichtwiederkehrer / Geheilter; der Mönch da hat die drei Wissen gewonnen; jener hat sechs Weisheits­durchbrüche (abiññā) erreicht.' So werden sie sich aufgerufen fühlen, uns zu spenden, und wir werden eine angenehme Re­genzeit haben. Das ist doch viel besser: bei den Hausleuten diese oder jene überweltliche Errungenschaft zu loben!"
    ........


    .....Der Erhabene hielt ihnen vor: "Das ist ganz widersinnig, ihr törichten Männer, das läuft allem entgegen, das ist unasketisch, das ist nichtsnutzig; das darf man nicht tun. Wie konntet ihr törichten Männer euch eurem Magen zuliebe Hausleuten ge­genüber gegenseitig übermenschliche Eigenschaften anmaßen! Besser wäre es für euch törichte Männer, eure Bäuche würden mit einem scharfen Schlachtmesser aufgeschlitzt, als daß ihr euch eurem Magen zuliebe Hausleuten gegenüber gegenseitig übermenschliche Eigenschaften anmaßt. Und warum? Dabei könntet ihr nur zu Tode kommen oder tödlichen Schmerz er­leiden, aber nicht nach dem Zusammenbruch des Körpers, jen­seits des Todes in niedere Wiedergeburt, zur Tiefe hinab, in eine Hölle geraten. So aber, ihr törichten Männer, könnt ihr nach dem Zusammenbruch des Körpers, jenseits des Todes in niedere Wiedergeburt, zur Tiefe hinab, in eine Hölle geraten. – Das führt nicht zur Befriedung solcher, die noch keinen Frie­den gefunden haben, ihr törichten Männer, nicht zur Vermeh­rung der Zahl derer, die Frieden gefunden haben, sondern das führt zur Verderbnis derer, die noch keinen Frieden gefunden haben und macht manche schon ruhiger Gewordene unsicher."

    Bei Anderen die einem orakeln, kann man es nur glauben oder nicht glauben.
    Glauben ist aber nicht wissen und erst recht keine Weisheit. Was soll man mit so etwas? Karmische Gegebenheiten können sich auch ganz rasch ändern. Zum Beispiel, wenn man sich auf den Edlen Achtfachen Pfad begibt und der Lehre des historischen Buddha folgt. Dieser hat gezeigt, dass es geht aus allem (Samsara) auszusteigen. Was sollen da noch Orakel oder ähnliches?

    MonikaMarie1:

    aber auch er konnte sein Karma nicht verhindern und aß (wenn das stimmt) eine vergiftete Speise.


    Meinst Du?

    Zitat

    D.16.4.3 Letzter Besuch bei Vesālī, die letzte Speise (giftiger Pilze) bei Cundo

    Nachdem nun Cundo der Goldschmied der Zustimmung des Erhabenen gewiß war, stand er vom Sitze auf, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig, ging rechts herum und entfernte sich. Am nächsten Morgen dann ließ Cundo der Goldschmied in seiner Behausung ausgewählte feste und flüssige Speise auftragen und reichlich dazu noch Ebermorcheln. Alsdann sandte er einen Boten an den Erhabenen mit der Meldung: "Es ist Zeit, o Herr, das Mahl ist bereit." So begann denn der Erhabene vor Mittag sich zu rüsten, nahm Mantel und Almosenschale und ging, von der Jüngerschaft begleitet, nach dem Hause, wo Cundo der Goldschmied wohnte. Dort angelangt nahm der Erhabene auf dem angebotenen Sitze Platz. Alsbald nun wandte sich der Erhabene an Cundo den Goldschmied:

    «Was du, Cundo, an Ebermorcheln vorbereitet hast, damit versorge mich: was aber an anderer fester und flüssiger Speise vorhanden ist, damit versorge die Jüngerschaft.»

    «Wohl, o Herr», sagte da gehorsam Cundo der Goldschmied zum Erhabenen; und was an Ebermorcheln vorbereitet war, damit versorgte er den Erhabenen, was aber an anderer fester und flüssiger Speise vorhanden war, damit versorgte er die Jüngerschaft. Da hat denn der Erhabene sich an Cundo den Goldschmied gewandt:

    «Was dir, Cundo, an Ebermorcheln übrig geblieben ist, das verscharr' in der Grube: keinen seh' ich da, Cundo, in der Welt mit ihren Göttern, ihren bösen und heiligen Geistern, mit ihrer Schar von Priestern und Büßern, Göttern und Menschen, von dem das genossen und gänzlich verdaut werden könnte, den Vollendeten ausgenommen.»

    «Gut, o Herr», sagte da gehorsam Cundo der Goldschmied zum Erhabenen; und was an Ebermorcheln noch übrig war, das verscharrte er in der Grube. Dann kehrte er zum Erhabenen zurück, verbeugte sich ehrerbietig vor dem Erhabenen und setzte sich beiseite nieder. Da hat denn noch der Erhabene Cundo den Goldschmied, der an der Seite saß, in lehrreichem Gespräche ermuntert, ermutigt, erregt und erheitert, ist sodann aufgestanden und von dannen geschritten.

    Da hat nun den Erhabenen nach dem bei Cundo dem Goldschmied eingenommenen Mahle eine heftige Krankheit befallen, blutiges Erbrechen mit starken Schmerzen stellte sich ein, lebensgefährlich. Auch diese hat denn der Erhabene klar und wohlbewußt erduldet, ohne sich verstören zu lassen.

    Alles anzeigen

    Jātakam, Die Erzählung von der Konstellation
    „Wer nach dem Stand der Sterne schaut,
    den Toren lässt das Glück im Stich.
    Das Glück ist selbst des Glückes Stern;
    was können die Gestirne tun?“

    Liebe Grüße
    Sukha

  • mukti
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    • 24. August 2013 um 12:21
    • #6
    MonikaMarie1:


    Ein Schamane - wie der des Dalai Lama - hat üblicherweise einen großen Zugang zu den nicht sichtbaren Ebenen. Und deshalb konnte er z. B. auch dem jungen DL voraussagen, dass er und wie bzw. auf welchem Weg er unbedingt damals aus Tibet fliehen sollte.

    _()_ Monika

    hedin:


    Das sogenannte Tibetische Orakel (Nechung), sowie all die anderen Orakel auch, bedeuten für meine Begriffe nichts anderes, als dass der durch eigene Begabung/Schulung und einer speziell zelebrierten Meditationsmethode in Trance getretene Mönch/Schamane in der Lage ist, sein eigenes karmisches Universum zu betreten.
    Sobald der Mönch/Schamane wieder in die sinnliche Welt eintritt, kann er sich an die konfusen überweltlichen Eindrücke nicht mehr erinnern.

    Da ist m.E. nichts mit halb erwachten Lamas/Geistern, die in den Körper eines Mediums schlüpfen.

    hedin

    Habe allerdings eine Filmdokumentation über Tibet, da ist das Nechung - Orakel meistens ein einfacher Bauer.

    Schöne Grüße

    Mit Metta, mukti.


  • nibbuti
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    • 24. August 2013 um 12:22
    • #7
    fotost:

    Meinungen dazu?


    Hi fotost

    Meine Meinung deckt sich weitgehend mit der des Buddha.

    Einige Traditionen und ihre Anhänger sind scharf auf übersinnliche Kräfte und benutzen Orakel, wie du selbst festgestellt hast.

    Der Buddha ermahnte seine Mönche nicht damit anzugeben, da es im unerleuchteten Geist nur Verwirrung stiftet, wie im Fall Jesus die Leute anschließend eher verwirrt waren.

    Für die das direkt erfahren, ist es auch nichts besonderes mehr. Die größte Kraft ist die Kraft des Dhamma!

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • fotost
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    • 24. August 2013 um 12:30
    • #8

    Kann man Orakelsprüche, die eben regelmäßig orakelhaft (mehrdeutig, auslegungsbedürftig) sind entfernt mit Kōans vergleichen?

    Das wäre eine Deutung, die mit meinem ziemlich naturwissenschaftlich geprägten Weltbild zu vereinen wäre. Also ein Orakelspruch nicht als feste Aussage, sondern als Angebot an latent im Orakelbesucher vorhandene Erkenntnisse, die im Alltag mit allen Ablenkungen nicht zugänglich sind.

  • Sukha
    Gast
    • 24. August 2013 um 12:41
    • #9
    fotost:

    vorhandene Erkenntnisse, die im Alltag mit allen Ablenkungen nicht zugänglich sind.

    Dazu lehrte der Buddha Sati bzw. Satipaṭṭhāna.
    Was auch im Alltag möglich ist.
    Lernen zu sehen, wie die Dinge wirklich sind.
    Da braucht es keine Rätsel in welcher Form auch immer.

    Wozu benötigst Du Orakel?
    Welche Lücke in Deinem Leben sollen sie füllen?
    Was befürchtest Du in der Zukunft?
    Die Fragen gehen nicht nur an fotost

    Die Zukunft ist immer nur Spekulation.
    Wenn man die silas beachtet, dann schützt der Dhamma und man braucht die Zukunft nicht zu fürchten.

    ()

  • fotost
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    • 24. August 2013 um 13:04
    • #10
    Sukha:


    Wozu benötigst Du Orakel?
    Welche Lücke in Deinem Leben sollen sie füllen?
    Was befürchtest Du in der Zukunft?
    ()


    • Ich benötige keine Orakel. Ich bin Westler und eher naturwissenschaftlich nüchtern, deshalb hat mich die Existenz von Orakeln etc. innerhalb des buddhistischen Umfelds verwirrt und ich versuche, es mit meinen Bordmitteln zu integrieren 8)
    • Lücken in meinem Leben gibt es sicher, aber nichts, das ein Orakel füllen könnte.
    • Befürchtung für die Zukunft :?: Das Übliche wie Umweltkatastrophe, die normale Verdummung der Menschheit etc. aber für mich selbst immer weniger. Buddhist sein macht immer freier vom Leiden und Furcht ist eine Form von Leiden

    Danke Sukha für Deine Erklärungen und Deine Fragen.
    Es hilft

    _()_

  • Doris
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    • 24. August 2013 um 14:12
    • #11

    Für mich gibt es zweierlei Orakel:
    Das eine ist die Glaskugel und ähnliches.
    Da andere ist Spiegeln und Autosuggestion.

    Ich lege mir manchmal ein IGing, ganz schlampig und unheilig, eher wie Glückskeks knacken. Nicht weil ich denke, dass mir die Zukunft vorausgesagt wird, sondern weil ich die jeweilige Interpretation meinerseits als Indikator für meine Stimmung nehmen kann. Mehr nicht. Dann komme ich auf den Boden zurück, weil ich mir der Vergänglichkeit meines momentanen Zustandes bewusst werde, und schon ist es wieder gut. Es ist, als ob ich in einen Spiegel gucken würde um zu sehen, ob ich Augenringe und Pickel habe und mir dann zulächle. Ich klopf mir damit auf die Schulter.
    Es ist eher ein Spiel, das ich nicht ernst nehme; ich biege mir meine Realität, die dann ja meist unangenehm ist, einfach wieder so zurecht, dass ich weitermachen kann.
    Näher beschäftige ich mich nicht damit, mache kein Studium und keine Wissenschaft daraus, es ist wichtiger in meinen Augen, dass ich mich mit mir beschäftige. Da ist schon alles vorhanden.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • MonikaMarie1
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    • 24. August 2013 um 15:37
    • #12
    fotost:

    Kann man Orakelsprüche, die eben regelmäßig orakelhaft (mehrdeutig, auslegungsbedürftig) sind entfernt mit Kōans vergleichen?

    Das wäre eine Deutung, die mit meinem ziemlich naturwissenschaftlich geprägten Weltbild zu vereinen wäre. Also ein Orakelspruch nicht als feste Aussage, sondern als Angebot an latent im Orakelbesucher vorhandene Erkenntnisse, die im Alltag mit allen Ablenkungen nicht zugänglich sind.

    Ein Koan ist m.E. eine Methode, um das Anhangen am ach so klugen Verstand loszulassen. Denn desto mehr jemand darüber nachgrübelt, was das Koan wohl bedeuten mag, desto verwirrter wird der Geist, bis er denn endlich aufgibt. In diesem Moment ist es durchaus möglich, die richtige Antwort zu geben, die jedoch bei jedem spontan anders ausfällt.
    Ein Orakelspruch mag insofern dienlich sein, aber wer keine Kräfte hat, kann 100tausendmal "Hokuspokus" sagen und nichts passiert. Ebenso wenig wie etwas passiert, nur weil ich weise Koans lese. Es sei denn, etwas in mir ist ohne mein Wissen dazu herangereift. Sowas gibt es natürlich.
    _()_ Monika

  • MonikaMarie1
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    • 24. August 2013 um 15:41
    • #13
    Doris Rasevic-Benz:

    Für mich gibt es zweierlei Orakel:
    Das eine ist die Glaskugel und ähnliches.
    Da andere ist Spiegeln und Autosuggestion.

    Ich lege mir manchmal ein IGing, ganz schlampig und unheilig, eher wie Glückskeks knacken. Nicht weil ich denke, dass mir die Zukunft vorausgesagt wird, sondern weil ich die jeweilige Interpretation meinerseits als Indikator für meine Stimmung nehmen kann. Mehr nicht. Dann komme ich auf den Boden zurück, weil ich mir der Vergänglichkeit meines momentanen Zustandes bewusst werde, und schon ist es wieder gut. Es ist, als ob ich in einen Spiegel gucken würde um zu sehen, ob ich Augenringe und Pickel habe und mir dann zulächle. Ich klopf mir damit auf die Schulter.
    Es ist eher ein Spiel, das ich nicht ernst nehme; ich biege mir meine Realität, die dann ja meist unangenehm ist, einfach wieder so zurecht, dass ich weitermachen kann.
    Näher beschäftige ich mich nicht damit, mache kein Studium und keine Wissenschaft daraus, es ist wichtiger in meinen Augen, dass ich mich mit mir beschäftige. Da ist schon alles vorhanden.

    Liebe Grüße
    Doris

    Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Ich habe früher gerne Tarotkarten gelegt als Konzentrationshilfe bzw. um "zu mir zu kommen". Eine Art Justierung für den Alltag, eben auch, um auf spielerische Art gegenwärtig zu sein.
    _()_ Monika

  • Doris
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    • 24. August 2013 um 17:10
    • #14
    Zitat

    zu mir zu kommen". Eine Art Justierung für den Alltag, eben auch, um auf spielerische Art gegenwärtig zu sein.

    Bei mir ist es nicht einmal das :D
    Ist wie Horoskop in der Zeitung lesen und auf was Gutes warten. Und so betreib ich es auch …

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 25. August 2013 um 18:59
    • #15
    Sukha:


    ...

    MonikaMarie1:

    aber auch er konnte sein Karma nicht verhindern und aß (wenn das stimmt) eine vergiftete Speise.


    Meinst Du?

    Zitat

    D.16.4.3 Letzter Besuch bei Vesālī, die letzte Speise (giftiger Pilze) bei Cundo

    Nachdem nun Cundo der Goldschmied der Zustimmung des Erhabenen gewiß war, stand er vom Sitze auf, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig, ging rechts herum und entfernte sich. Am nächsten Morgen dann ließ Cundo der Goldschmied in seiner Behausung ausgewählte feste und flüssige Speise auftragen und reichlich dazu noch Ebermorcheln. Alsdann sandte er einen Boten an den Erhabenen mit der Meldung: "Es ist Zeit, o Herr, das Mahl ist bereit." So begann denn der Erhabene vor Mittag sich zu rüsten, nahm Mantel und Almosenschale und ging, von der Jüngerschaft begleitet, nach dem Hause, wo Cundo der Goldschmied wohnte. Dort angelangt nahm der Erhabene auf dem angebotenen Sitze Platz. Alsbald nun wandte sich der Erhabene an Cundo den Goldschmied:

    «Was du, Cundo, an Ebermorcheln vorbereitet hast, damit versorge mich: was aber an anderer fester und flüssiger Speise vorhanden ist, damit versorge die Jüngerschaft.»

    «Wohl, o Herr», sagte da gehorsam Cundo der Goldschmied zum Erhabenen; und was an Ebermorcheln vorbereitet war, damit versorgte er den Erhabenen, was aber an anderer fester und flüssiger Speise vorhanden war, damit versorgte er die Jüngerschaft. Da hat denn der Erhabene sich an Cundo den Goldschmied gewandt:

    «Was dir, Cundo, an Ebermorcheln übrig geblieben ist, das verscharr' in der Grube: keinen seh' ich da, Cundo, in der Welt mit ihren Göttern, ihren bösen und heiligen Geistern, mit ihrer Schar von Priestern und Büßern, Göttern und Menschen, von dem das genossen und gänzlich verdaut werden könnte, den Vollendeten ausgenommen.»

    «Gut, o Herr», sagte da gehorsam Cundo der Goldschmied zum Erhabenen; und was an Ebermorcheln noch übrig war, das verscharrte er in der Grube. Dann kehrte er zum Erhabenen zurück, verbeugte sich ehrerbietig vor dem Erhabenen und setzte sich beiseite nieder. Da hat denn noch der Erhabene Cundo den Goldschmied, der an der Seite saß, in lehrreichem Gespräche ermuntert, ermutigt, erregt und erheitert, ist sodann aufgestanden und von dannen geschritten.

    Da hat nun den Erhabenen nach dem bei Cundo dem Goldschmied eingenommenen Mahle eine heftige Krankheit befallen, blutiges Erbrechen mit starken Schmerzen stellte sich ein, lebensgefährlich. Auch diese hat denn der Erhabene klar und wohlbewußt erduldet, ohne sich verstören zu lassen.

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    Jātakam, Die Erzählung von der Konstellation

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    Liebe Sukha,
    ist denn der Buddha nicht daran gestorben? Und, wenn er doch wusste, dass die Ebermorcheln nicht gesund waren, warum hat er sie gegessen?
    Wozu dient dem Buddha dieses Beispiel? Und was sollen wir daraus schließen?
    _()_ Monika

  • Rasmuss
    Gast
    • 25. August 2013 um 22:10
    • #16

    Ich bekenne mich zum Tarot- und bilde mir ein, dass es mir immer die Wahrheit sagt.. ;)

  • Sukha
    Gast
    • 25. August 2013 um 23:25
    • #17
    MonikaMarie1:

    Liebe Sukha,
    ist denn der Buddha nicht daran gestorben?

    Ja, ist er.

    Und, wenn er doch wusste, dass die Ebermorcheln nicht gesund waren, warum hat er sie gegessen?
    Wozu dient dem Buddha dieses Beispiel? Und was sollen wir daraus schließen?
    _()_ Monika

    Dies war kein Beispiel vom Buddha. Für ihn war zu diesem Zeitpunkt das "Ende" angesagt und er hat die Pilze ganz bewusst gegessen
    Aber lies selber.

    Vielleicht magst Du folgende Lehrrede auch ganz lesen um ein besseres Verständnis zu bekommen.

    Zitat


    D. 16.3.6 Anandos Versäumnis

    "Sei du unbesorgt, Böser, binnen kurzem wird es mit dem Vollendeten zur Erlöschung kommen: heute über drei Monate wird der Vollendete zur Erlöschung eingehn." Jetzt eben hat, Anando, heute am Pāvāler Baumfrieden, der Vollendete klar und wohlbewußt den Dauergedanken entlassen.»

    Übrigens sollte man allgemein die Digha Nikāya 16, das Mahāparinibbāna Sutta mal komplett gelesen haben.
    Ist eine gute Zusammenfassung der Lehre und beantwortet auch einige weltliche Fragen.
    Nicht zu verwechseln mit dem Mahāparinibbāna Sutta des Mahayana.

    Liebe Grüße
    Sukha

  • Jikjisa
    Gast
    • 26. August 2013 um 00:39
    • #18

    Den Dauergedanken entlassen ? Cool. Buddha hatte also einen Überdauergedanken, den er entlassen konnte ? Wie erleichternd ! :)

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 26. August 2013 um 08:43
    • #19

    Danke, liebe Sukha. Ich werde das gerne ganz lesen.

    Jikjisa:

    Den Dauergedanken entlassen ? Cool. Buddha hatte also einen Überdauergedanken, den er entlassen konnte ? Wie erleichternd ! :)

    Liebe Jikjisa, da war sicher ein Rest vorhanden, um in seinem Leben noch sinnvoll agieren zu können. Und so konnte er sich bewusst entscheiden, das durch seine Fähigkeiten gewusste Ende auch anzunehmen.

    Für mich ist das durchaus plausibel. Das ist ja auch im Tibetischen bekannt, dass ein großer Lama sein Ende selbst bestimmen kann. Wobei ich glaube, dass dieses Bestimmen eben nicht ein egoistischer Selbstmord oder Aufschub ist, sondern AKZEPTANZ.
    _()_ Monika

  • accinca
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    • 26. August 2013 um 09:03
    • #20
    Jikjisa:

    Den Dauergedanken entlassen ? Cool. Buddha hatte also einen Überdauergedanken, den er entlassen konnte ? Wie erleichternd ! :)


    So ein "Dauergedanke" den hat ja wohl jeder - nur wer kann ihn schon entlassen?

  • Noreply
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    • 26. August 2013 um 09:04
    • #21

    Es ist eben kein Selbst-Mord sondern eine Selbst-Tötung.
    Das bewusste beenden des eigenen Lebens mit Mitteln die ich wähle.
    Das ist der Fehler den ich bei Buddha gefunden habe! Ich kenne das. Das bewusste beenden wollen des eigenen Lebens.
    Mir ist es ein Rettungsanker geworden dieses mein Leben mit allen Mittel zu verteidigen. Ich will leben um JEDEN Preis!
    Den Giftgeber als Mittel zu benutzen damit keine Anderen betroffen sind und ihm das Karma zu nehmen das er eben nicht viele, sondern nur einen, vergiftet hat ist schon eine kühne Tat.
    Kann natürlich sein das das Sutra nicht zum Kanon gehört und somit nur Spekulation, doch wenn es zum Kanon gehört MUSS ich es Wahr-Nehmen.
    Ein geschicktes Mittel wäre dann eben zu glauben das Buddha eine Eingebung gehabt hat das sein Leben in drei Monaten sowieso beendet ist.
    Das von einem der erkannt hat das es Zukünftiges noch nicht gibt?
    Orakel zeigen nie einen Weg sondern immer Wege die sich auch bestimmten, Selbstbestimmtem Verhalten ergeben.
    Orakel zeigen wie ich handeln KANN wenn ich etwas Bestimmtes bewirken möchte.
    Führt zu Anhaftung an den Glauben das ich die Zukunft sicher bestimmen kann.
    Nostradamus lässt grüßen.

  • Sukha
    Gast
    • 26. August 2013 um 10:01
    • #22
    MonikaMarie1:

    Wobei ich glaube, dass dieses Bestimmen eben nicht ein egoistischer Selbstmord oder Aufschub ist, sondern AKZEPTANZ.

    Ellviral:

    Es ist eben kein Selbst-Mord sondern eine Selbst-Tötung.
    Das bewusste beenden des eigenen Lebens mit Mitteln die ich wähle.

    Es ist einfach nur "sein lassen".
    Im Stadium der vollständigen Erleuchtung ist das Weltliche für den Erleuchteten erloschen, bzw. der Erleuchtete ist für die bestehende Welt erloschen und hat das Nibbāna "erreicht". Nur die noch vorhandene Körperlichkeit trennt ihn noch vom körperlosen völligen Nibbāna bei seinem Tod.

    Und was den "Dauergedanke " angeht, so hat der Erhabene nur aus Mitgefühl bewogen noch ein paar Jahre gelehrt (überdauert).

    Zitat

    D. 16.3.6 Anandos Versäumnis

    ... hat dann Māro der Böse zu mir also gesprochen:

    "Erlöschen möge jetzt, o Herr, der Erhabene, erlöschen möge der Willkommene! Zur Erlöschung ist es jetzt Zeit, o Herr, für den Erhabenen."

    Also angegangen, Anando, hab' ich zu Māro dem Bösen da gesagt: "Nicht eher werde ich, Böser zur Erlöschung eingehen, solange Mönche bei mir nicht Jünger geworden sind, augenfällige, auserprobte, mit freiem Antlitz, in Sicherheit geborgen, viel erfahren, Hüter der Lehre, der Lehre lehrgemäß nachfolgend auf dem geraden Pfade vorschreiten werden und der Lehre gemäß wandelnd die eigene Meisterschaft erworben haben und anzuzeigen, aufzuweisen, darzulegen, darzustellen, zu enthüllen, zu entwickeln, offenbar zu machen vermögen, einen von anderen vorgebrachten Einwand mit Fug und Recht wohl abgewehrt abwehren können, gut erfaßbar die Lehre aufweisen werden.

    Nicht eher werde ich, Böser, zur Erlöschung eingehen, solange Nonnen bei mir nicht Jüngerinnen geworden sind; solange Anhänger und Anhängerinnen bei mir keine Jünger geworden sind: augenfällige, auserprobte, mit freiem Antlitz, in Sicherheit geborgen, viel erfahren, Hüter der Lehre, der Lehre lehrgemäß nachfolgend auf dem geraden Pfade vorschreiten werden und der Lehre gemäß wandelnd die eigene Meisterschaft erworben haben und anzuzeigen, aufzuweisen, darzulegen, darzustellen, zu enthüllen, zu entwickeln, offenbar zu machen vermögen, einen von anderen vorgebrachten Einwand mit Fug und Recht wohl abgewehrt abwehren können, gut erfaßbar die Lehre aufweisen werden.

    Nicht eher werde ich, Böser, zur Erlöschung eingehen, solange da bei mir das Asketentum nicht mächtig wird aufgediehen sein, nach allen Seiten hin, unter vielem Volke verbreitet, jedem zugänglich, bis es eben den Menschen wohlbekannt geworden ist."

    Alles anzeigen

    Wenn man, wie gesagt die ganze Lehrrede, das ganze Mahāparinibbāna Sutta liest, erübrigen sich so manche Spekulationen.

    Ellviral:

    Ein geschicktes Mittel wäre dann eben zu glauben das Buddha eine Eingebung gehabt hat das sein Leben in drei Monaten sowieso beendet ist.

    Zitat

    D. 16.3.6 Anandos Versäumnis

    ... Ob dir gleich also, Anando, vom Vollendeten ein wichtiger Wink, ein wichtiger Hinweis gegeben war, hast du es nicht zu merken vermocht, hast nicht den Vollendeten gebeten: 'Bestehen möge der Erhabene das Weltalter durch, bestehen möge der Willkommene das Weltalter durch, vielen zum Wohle, vielen zum Heile, aus Erbarmen zur Welt, zum Nutzen, Wohle und Heile für Götter und Menschen.' Hättest du, Anando, den Vollendeten gebeten, so hätte wohl zweimal deine Worte der Vollendete abgewiesen, aber das dritte Mal ihnen entsprochen. Darum aber, Anando, hast du eben hier es versehn, hast du eben hier es versäumt.

    «Hab ich denn das, Anando, nicht vorher schon verkündet, daß eben alles, was einem lieb und angenehm ist, verschieden werden, aus werden, anders werden muß? Woher könnte das hier, Anando, erlangt werden, daß was geboren, geworden, zusammengesetzt, dem Verfall unterworfen ist, da doch nicht verfallen sollte: das gibt es nicht. Weil nun aber, Anando, der Vollendete sich davon losgemacht, entledigt, befreit, abgewandt, entäußert, den Dauergedanken entlassen hat, hat der Vollendete schlechthin gültig gesprochen: "Binnen kurzem wird es mit dem Vollendeten zur Erlöschung kommen: heute über drei Monate wird der Vollendete zur Erlöschung eingehen." Daß aber der Vollendete dieses Wort, um am Leben zu bleiben, wieder zurücknehmen sollte: das gibt es nicht. ..

    Liebe Grüße
    Sukha

  • Sumedhâ
    Gast
    • 26. August 2013 um 10:06
    • #23
    Sukha:

    Im Stadium der vollständigen Erleuchtung ist das Weltliche für den Erleuchteten erloschen, bzw. der Erleuchtete ist für die bestehende Welt erloschen und hat das Nibbāna "erreicht". Nur die noch vorhandene Körperlichkeit trennt ihn noch vom körperlosen völligen Nibbāna bei seinem Tod.


    das klingt auch wie aus einem orakel oder .... liebe Kusi?
    _()_
    .

  • Sukha
    Gast
    • 26. August 2013 um 10:42
    • #24
    Sumedhâ:

    das klingt auch wie aus einem orakel oder .... liebe Kusi?

    Ne, eigentlich nicht.
    Es ist halt schwer auszudrücken, dass jemand todlos (Nibbana) schon zu Lebzeiten erloschen ist und
    nur der noch lebende Körper ihn vom endgültigen Todlosen (Paranibbana) trennt: :D
    Wer das versteht, versteht auch was mit "Dauergedanke" gemeint ist.

    Den Dingen geht der Geist voran.
    Der Geist entscheidet ....
    (Dhammapada)
    Und so auch die Entscheidung über Körper weiter am Leben lassen oder sein lassen.

    ()

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 26. August 2013 um 10:49
    • #25
    Ellviral:

    Es ist eben kein Selbst-Mord sondern eine Selbst-Tötung.
    Das bewusste beenden des eigenen Lebens mit Mitteln die ich wähle.
    Das ist der Fehler den ich bei Buddha gefunden habe! Ich kenne das. Das bewusste beenden wollen des eigenen Lebens.

    Naja, Helmut, es kann auch ein endlich Loslassenkönnen bedeuten. Wer will denn schon ewig leben. Und der Buddha hatte genug gequasselt. Seine Aufgabe war beendet, wozu noch weiter diesen Körper aufrecht erhalten. 8)

    Zitat

    Mir ist es ein Rettungsanker geworden dieses mein Leben mit allen Mittel zu verteidigen. Ich will leben um JEDEN Preis!

    Ja, für Dich ist das sicher gut so. Allerdings was mich anbelangt, ich will nicht leben um JEDEN Preis. Bedeutet das für Dich, dass Du auch andere dafür umbringst?

    Zitat

    Den Giftgeber als Mittel zu benutzen damit keine Anderen betroffen sind und ihm das Karma zu nehmen das er eben nicht viele, sondern nur einen, vergiftet hat ist schon eine kühne Tat.

    Falsch verstanden, lieber Helmut, Thema verfehlt :lol:

    Zitat

    Kann natürlich sein das das Sutra nicht zum Kanon gehört und somit nur Spekulation, doch wenn es zum Kanon gehört MUSS ich es Wahr-Nehmen.
    Ein geschicktes Mittel wäre dann eben zu glauben das Buddha eine Eingebung gehabt hat das sein Leben in drei Monaten sowieso beendet ist.
    Das von einem der erkannt hat das es Zukünftiges noch nicht gibt?

    Hier hilft Unterscheidungsvermögen. Was das eigene Leben anbelangt, wird ein Buddha diesen Einblick gehabt haben. Was die Zukunft betrifft, hat er darüber nicht gesprochen, weil dies nur zu unheilsamen Spekulationen und Handlungen führt.

    _()_ Monika

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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