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Mettā/Maitrī im Alltag

  • SpringMode5708
  • 27. Juli 2013 um 01:52
  • Zum letzten Beitrag
  • SpringMode5708
    Gast
    • 27. Juli 2013 um 01:52
    • #1

    Dhamma/Dharma zum Gruße!


    als Objekt der formellen Meditation ist Maitrī/Mettā vielen bekannt.

    Was aber bedeutet es, dies im Alltag anzuwenden?


    Herzlich,
    Mirco

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 27. Juli 2013 um 21:25
    • #2

    Es bedeutet, dass es aus dem Kopf raus ganz wirklich ins Herz geht.
    Es ist festzustellen, dass es spontan, ohne Worte, ohne "Ich", am allerbesten fließt.
    An Metta muss man sich nur immer wieder erinnern. Mehr braucht es nicht.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Thubten Gawa
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    • 29. Juli 2013 um 16:00
    • #3
    Losang Lamo:

    An Metta muss man sich nur immer wieder erinnern. Mehr braucht es nicht.


    Ja, so sehe ich das auch. Wenn man lange genug daran übt, geht man viel offener auf die Menschen zu.

    Lauter im Handel und Wandel: vor geringstem Fehl auf der Hut kämpft er beharrlich weiter, Schritt um Schritt.

  • Jikjisa
    Gast
    • 31. Juli 2013 um 23:35
    • #4

    Ich finde der Ton ist wichtig - ja sogar Zärtlichkeit - Hingabe- Vertrauen im Aussprechen .
    Wer das nicht ( mehr ) kann muss erst durch die Schichten der Verbitterung , der Kränkungen, der Schuldgefühle
    und verstehen, daß er/sie diese jeden Tag erneuert durch Gedanken und Vorstellungen .
    Es gibt irgendwo den Begriff vom blinden Herzen im Gegenteil zu Bodhicitta . Es hat sich verdüstert .

  • brigittefoe
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    • 1. August 2013 um 00:31
    • #5
    Losang Lamo:

    Es bedeutet, dass es aus dem Kopf raus ganz wirklich ins Herz geht.
    Es ist festzustellen, dass es spontan, ohne Worte, ohne "Ich", am allerbesten fließt.
    An Metta muss man sich nur immer wieder erinnern. Mehr braucht es nicht.

    Um es mit dem kleinen Prinzen zu sagen:

    "Man sieht nur mit dem Herzen gut"

    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • SpringMode5708
    Gast
    • 1. August 2013 um 04:48
    • #6
    Losang Lamo:

    Es bedeutet, dass es aus dem Kopf raus ganz wirklich ins Herz geht.
    Es ist festzustellen, dass es spontan, ohne Worte, ohne "Ich", am allerbesten fließt.
    An Metta muss man sich nur immer wieder erinnern. Mehr braucht es nicht.


    :)

  • Tashili
    Gast
    • 1. August 2013 um 05:53
    • #7

    ... Im rechten Moment für jemanden Verständnis haben und das richtige Tun ist Mitgefühl, ohne dass es sich überquellend anfühlen muss im eigenen Herzen. Meta kann durchaus nüchtern daher kommen.

  • Jikjisa
    Gast
    • 1. August 2013 um 09:27
    • #8

    Aber Metta geht auch ohne "Verständnis".
    Das ist ja das besondere daran.
    Man entwickelt ja Erbarmen und Güte, nicht den Verstand.
    Der kann sich natürlich jederzeit Metta verweigern und sogar dem "Verständnis", besonders wenn er hochspezialisiert ist.
    Der deklassifiziert gern und auch gern Metta.
    Darum sollen wir auch zuallererst Mitgefühl und Erbarmen gegenüber unseren begehrlichen und abneigenden Gedanken und Vorstellungen
    haben und das bedeutet sie fallenzulassen .

  • Jikjisa
    Gast
    • 2. August 2013 um 09:42
    • #9

    Im Beitrag "Vorstellungen" von Siduchna findet sich in einer Antwort, daß Metta oftmals "aufgesetzt" sein kann.
    Das stimmt, vorausgesetzt man kennt schon den Unterschied zwischen aufgesetzt und echt,dann allerdings besteht die Chance das relativ echte Metta zu rekapitulieren.
    Wenn man es von aufgesetzt zu echt hin vertiefen kann, zb. während einer Sitzung, dann besteht auch für eine weitere Vertiefung eine Chance.
    Man muss wissen welche Bedingungen dazu beigetragen haben,daß man zu einem relativ echten Metta imstande war, also eines von Herzen. Mir "genügt" an das Sterben
    und das Lebensleiden von Verwandten zu erinnern und an mein "eigenes" Dukkha, um Metta zu üben und natürlich muss man auch immer Zazen üben, damit Herz und Geist frei sind von den Bonno, den geisttrübenden Elementen. Das gehört zusammen. Natürlich gehört auch Vertrauen zur Lehre dazu,nein Hingabe und auch Ehrbezeugungen,Niederwerfungen und der ganze formelle Ritus. Das kommt in manchen, besonders neuzeitlichen Organsiationen ( Orden?) zu kurz. Nicht nur wird da der Leidensbegriff bzw. das Erinnern oder Anschaulichkeit des Leidens weggelassen und einseitig auf "Glückwünsche" gesetzt,sondern die Demutsübung und Andacht wird einfach weggelassen. Das geschieht um die Übung den "westlichen Bedürfnissen" anzupassen und leider ist eines dieser Bedürnisse das Verdrängen des Leidens, Genussbejahung und eine vereinfachte Übung die in die Mittagspause passt.
    In meinem Dojo ist es z.B. üblich der Toten zu gedenken und es ist so, daß man dann auch an den eigenen Tod denkt. Und das ist nur ein Element welches die Demut und das Gedenken an die vier edlen Wahrheiten vertieft.


    Buddha sagte, daß ein Moment tiefen Mitgefühls ewig viel Wert ist. Aber was der Wert ist ... wie und warum Metta unbedingt auf den Weg gehört, das hoffe ich, daß das jeder erfahren kann und kultivieren kann.

  • Thubten Gawa
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    • 2. August 2013 um 10:07
    • #10

    Der Beitrag gefällt mir sehr gut @Jikjisa

    Lauter im Handel und Wandel: vor geringstem Fehl auf der Hut kämpft er beharrlich weiter, Schritt um Schritt.

  • Doris
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    • 2. August 2013 um 10:34
    • #11
    Zitat

    Was aber bedeutet es, dies im Alltag anzuwenden?

    Z.B. aus einer Mücke keinen Elefanten zu machen, der einen totrampeln will.
    Ameisen beobachten. Mit Frau und Herrn Nacktschnecke reden. Sich vor Augen zu halten, dass der schimpfende Nachbar gerade nicht glücklich ist, genausowenig der mobbende Kollege, der fremdgehende Partner, die pubertierenden Kinder usw. Mir vorzustellen, dass diese Begegnung die Letzte sein kann.
    Mit diesen Bewusstsein als Basis, lassen sich auch Konflikte schneller lösen oder gar umgehen.

    Kurz: Für mich bedeutet es Verzicht auf trennende Emotionen und mich in den Hintergrund zu stellen.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Thubten Gawa
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    • 2. August 2013 um 10:44
    • #12
    Doris Rasevic-Benz:

    Z.B. aus einer Mücke keinen Elefanten zu machen, der einen totrampeln will.
    Ameisen beobachten. Mit Frau und Herrn Nacktschnecke reden. Sich vor Augen zu halten, dass der schimpfende Nachbar gerade nicht glücklich ist, genausowenig der mobbende Kollege, der fremdgehende Partner, die pubertierenden Kinder usw. Mir vorzustellen, dass diese Begegnung die Letzte sein kann.
    Mit diesen Bewusstsein als Basis, lassen sich auch Konflikte schneller lösen oder gar umgehen.


    Du beschreibst genau den richtigen Weg :) Aber es ist eben nichts, was mit einem Fingerschnippen funktioniert, sondern bedarf immerwährender Übung und Achtsamkeit.

    Lauter im Handel und Wandel: vor geringstem Fehl auf der Hut kämpft er beharrlich weiter, Schritt um Schritt.

  • SpringMode5708
    Gast
    • 2. August 2013 um 12:29
    • #13

    Ich freue mich, dass so viele hier damit Antworten, dass es ein Gefühl ist,
    dass der nicht schadenden Handlung (Denken, Sprechen, körperlich Handeln) voraus gehen muss/soll.

    Herzlich,
    Mirco

  • SpringMode5708
    Gast
    • 2. August 2013 um 12:46
    • #14

    Hallo Doris,

    Doris Rasevic-Benz:

    Sich vor Augen zu halten, dass der schimpfende Nachbar gerade nicht glücklich ist,
    genausowenig der mobbende Kollege, der fremdgehende Partner, die pubertierenden Kinder usw.
    ...
    Kurz: Für mich bedeutet es Verzicht auf trennende Emotionen und mich in den Hintergrund zu stellen.


    vielleicht verstehe ich Dich ja falsch.

    Beispiel Nachbar:

    Wenn Du Dich also bereits über den schimpfenden Nachbar ärgerst,
    erzeugst Du relativierende Gedanken und Vorstellungen, die den Nachbarn in Schutz nehmen,
    damit es zu keinem offenen Konflikt kommt.
    Ein Werkzeug also, um Dich und den Nachbarn vorm weiteren Ausagieren des Ärgers zu bewahren.

    Ich frage mich dabei, ob das Ärger-Gefühl dabei trotzdem erlaubt ist oder ob es auf Ablehnung stößt.

    Mir ist diese Methode, es zu Gunsten der Anderen schön denken, aus eigener Erfahrung bekannt ist.
    Ich habe aber damit aufgehört habe, da es einen schnelleren, unpersönlicheren Weg gefunden,
    mit den Gefühlen umzugehen, wenn sie denn schon mal da sind.

    Vielleicht habe ich es aber auch ganz falsch verstanden, Du meinst was ganz anders und ich hab hier nur wieder meins darauf übertragen.


    Lieben Gruß,
    Mirco

  • Jikjisa
    Gast
    • 2. August 2013 um 12:57
    • #15

    Es gab in Buddhismus-Aktuell Ausgabe 1/2013 ein Interview mit S. E. Garchen Rinpoche »Seine Botschaft: Liebe, Mitgefühl, Bodhicitta«.
    Kann ich nur empfehlen . Der Mann saß 20 Jahre in einem chinesischem Straflager . Man sieht an diesem Interview wie wichtig die formelle Meditation, also Shamata
    für das Kultivieren von Metta ist .

    Dieses Heft kann ich eh nur empfehlen, es enthält sehr aufschlußreiche Interviews von A. Brahm,J. Litsch und D.D.Waskönig.

    Aus meiner Erfahrung halte ich es für notwendig die richtigen "Formeln" zu finden , also Sätze, die das Herz öffnen & die Haltung verändern und dabei ruhig über Schulgrenzen
    hinwegzugehen. Z.B. habe ich mir einige Sätze aus dem Tonglen eingeprägt . Tonglen arbeitet auch mit der Annahme und dem Verzeihen und Loslassen der Emotionen innerhalb der Atembetrachtung. Es ist nicht notwendig "sich" hintenanzustellen, sich was zu verbieten oder was zu erzwingen. Natürlichkeit ist auch im Metta Trumpf.


    Metta ist natürlich Empfinden: erbarmendes Gemüt, freudvolles Gemüt ... aber Empfinden kann man sich nicht abringen oder erzwingen. Das hat was mit Sensibilität zutun und die wieder mit Transparenz.

  • Thubten Gawa
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    • 2. August 2013 um 13:10
    • #16
    Mirco:

    Ich habe aber damit aufgehört habe, da es einen schnelleren, unpersönlicheren Weg gefunden, mit den Gefühlen umzugehen, wenn sie denn schon mal da sind.


    @Mirco --> Kannst Du das bitte näher erläutern - welchen schnelleren Weg hast Du gefunden?

    Jikjisa:

    Z.B. habe ich mir einige Sätze aus dem Tonglen eingeprägt .


    @Jikjisa --> Kannst Du einige Beispiel nennen?

    Lauter im Handel und Wandel: vor geringstem Fehl auf der Hut kämpft er beharrlich weiter, Schritt um Schritt.

  • SpringMode5708
    Gast
    • 2. August 2013 um 13:36
    • #17
    Thubten Gawa:
    Mirco:

    Ich habe aber damit aufgehört habe, da es einen schnelleren, unpersönlicheren Weg gefunden, mit den Gefühlen umzugehen, wenn sie denn schon mal da sind.


    Kannst Du das bitte näher erläutern - welchen schnelleren Weg hast Du gefunden?


    Ich belasse es beim Gefühl, akzeptiere wie es da ist und lasse mein ich-will/ich-will-nicht los.
    Ohne erklärende Gedanken.

    Erklärende Gedanken sind Aufmerksamkeit für die Ablenkung,
    während meine Aufmerksamkeit für Metta immer noch weg ist.

    Das Gefühl ohne Erklärung zu akzeptieren und loszulassen bedeutet, Bedingte Entstehung schon bei Begehren und nicht erst bei Anhaften zu beenden.

    Soweit die Idee. In der Anwendung läuft es natürlich noch nicht wie am Schnürchen. ;)


    Gruß,
    Mirco

  • Doris
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    • 2. August 2013 um 13:56
    • #18
    Zitat

    Beispiel Nachbar:

    Wenn Du Dich also bereits über den schimpfenden Nachbar ärgerst,
    erzeugst Du relativierende Gedanken und Vorstellungen, die den Nachbarn in Schutz nehmen,
    damit es zu keinem offenen Konflikt kommt.
    Ein Werkzeug also, um Dich und den Nachbarn vorm weiteren Ausagieren des Ärgers zu bewahren.

    Ich frage mich dabei, ob das Ärger-Gefühl dabei trotzdem erlaubt ist oder ob es auf Ablehnung stößt.

    Mir ist diese Methode, es zu Gunsten der Anderen schön denken, aus eigener Erfahrung bekannt ist.
    Ich habe aber damit aufgehört habe, da es einen schnelleren, unpersönlicheren Weg gefunden,
    mit den Gefühlen umzugehen, wenn sie denn schon mal da sind.

    Vielleicht habe ich es aber auch ganz falsch verstanden, Du meinst was ganz anders und ich hab hier nur wieder meins darauf übertragen.

    Es geht beides. Für mich ist alles in Ordnung, was hilft.
    Natürlich ärgere ich mich noch häufig. Mir dann zu vergegenwärtigen, was mein Gegenüber ist, bewirkt dann, dass ich schnell davon Abstand nehmen kann, mich an meinem Ärger zu ergötzen und mich in ihn hineinzusteigern. Ich kann dann also schneller auf den Ärger verzichten – statt dessen breitet sich Mitgefühl aus.
    Die zweite Möglichkeit ist, mir zu vergegenwärtigen, dass dies nur Emotionen sind und diese schnell wieder vergehen.
    Damit muss sich jedoch nicht unbedingt gleichzeitig Mitgefühl mit dem Gegenüber entwickeln. Das ist eher die neutrale Variante.
    Ich habe mir während des Schreibens überlegt, welche Methode ich bevorzuge, welche besser wirkt usw. Aber ich kann da keine Entscheidung treffen, denn ich mache das ganz intuitiv und jedesmal anders. Vielleicht ist das Charaktersache? Ich bin eher kommunikativ, vielleicht ist meine bevorzugte Methode deshalb die erste?

    Ich finde nicht, dass ich jemanden damit "schön denke". Ich finde, ich lasse einfach von dem Drang ab, einen Menschen auf eine bestimmte Handlung und Erscheinung zu reduzieren. Mein Herz öffnet sich für die vielen anderen Dimensionen eines Menschen. Konkret: Wenn mir jemand was antut, dann reduziere ich ihn nicht auf diese eine Handlung. So wie ich nicht nur die Doris bin, die sich mal daneben benimmt. Ich leugne nichts, ich verdränge nichts. Aber unter "nicht verdrängen" verstehe ich auch, dass ich nicht verdrängen darf, dass ein Mensch aus unendlich vielen Facetten besteht. Schon ist der Fokus weg vom Ärger.

    Vor Gefühlen scheue ich mich nicht. Sie dürfen alle sein, egal wie sie sind, wie heftig, wie unheilsam oder wie heilsam. Sie sind Teil meiner/unserer angeborenen Gutheit. Sie gehören zu dem Wunder Mensch. Ich muss mich nur nicht von ihnen zum Narren machen lassen, ich muss sie nicht über alle meine Entscheidungen bestimmen lassen. Auch Ärger ist Teil dieser Gutheit. Mitgefühl hilft jedoch, zu erkennen, dass dem Ausagieren von Ärger eine Reihe von viel effektiveren Mitteln gegenübersteht. Abgesehen davon lösen sich die meisten kleinen Ärgernisse dadurch ohnehin in Luft auf. Das sind auf die Schnelle meine Erfahrungen mit dem Thema.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Thubten Gawa
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    • 2. August 2013 um 14:29
    • #19
    Mirco:

    Ich belasse es beim Gefühl, akzeptiere wie es da ist und lasse mein ich-will/ich-will-nicht los.


    Fein - das habe ich verstanden und es leuchtet mir ein. Es ist bestimmt der optimale Weg, mit negativen Emotionen aufzuräumen (mit der entsprechenden Übung natürlich). ABER - vielleicht verstehe ich es auch falsch - damit beschäftigst Du Dich ja vor allem mit Dir. Mit Metta wäre es ja eher der Weg, den Doris beschreibt - das Mitgefühl auf den Anderen auszudehnen. Oder? :oops:

    Lauter im Handel und Wandel: vor geringstem Fehl auf der Hut kämpft er beharrlich weiter, Schritt um Schritt.

  • SpringMode5708
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    • 2. August 2013 um 14:44
    • #20
    Thubten Gawa:
    Mirco:

    Ich belasse es beim Gefühl, akzeptiere wie es da ist und lasse mein ich-will/ich-will-nicht los.

    Es ist bestimmt der optimale Weg, mit negativen Emotionen aufzuräumen (mit der entsprechenden Übung natürlich).


    Nicht nur Negative. Das betrifft doch alle Empfindungen.


    Thubten Gawa:

    ABER - vielleicht verstehe ich es auch falsch - damit beschäftigst Du Dich ja vor allem mit Dir.
    Mit Metta wäre es ja eher der Weg, den Doris beschreibt - das Mitgefühl auf den Anderen auszudehnen. Oder? :oops:


    Was ich für mich selber nicht umgesetzt habe, kann ich auch nicht weitergeben.

    Und: Metta ist nicht Karuna. Es entsteht daraus.


    Gruß,
    Mirco

  • Doris
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    • 2. August 2013 um 15:20
    • #21
    Zitat

    Was ich für mich selber nicht umgesetzt habe, kann ich auch nicht weitergeben.

    Ich denke nicht, dass das so eindimensional ist.
    Zum einen bin ich sicher, dass so gut wie jeder über ein bestimmtes Maß an Mitgefühl von Haus aus verfügt. Jeder von uns hat schon mal von irgendeiner Seite so was mitbekommen, also ist das "Mitgefühls-Allel" auch aktiviert. Und dann hat es die Eigenschaft sich automatisch zu vermehren und zu wachsen, sobald es "geschenkt" wird. Also, jedes Gran Mitgefühl, das erübrigt und weitergegeben werden kann, wird wachsen, das liegt in seiner Natur. Hast Du das also (ich denke Du unterschätzt Dich maßlos :grinsen: ) noch "zu" wenig, dann wird es nur dann mehr, wenn Du das bisschen zu schenken bereit bist.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • SpringMode5708
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    • 2. August 2013 um 15:35
    • #22
    Thubten Gawa:

    ABER - vielleicht verstehe ich es auch falsch - damit beschäftigst Du Dich ja vor allem mit Dir.
    Mit Metta wäre es ja eher der Weg, den Doris beschreibt - das Mitgefühl auf den Anderen auszudehnen. Oder? :oops:


    Wenn ich mich freundlich verhalte und meine negativen Impulse nur lange genug nicht nicht auslebe wird der Geist ruhiger.
    Dann erst entsteht Mitgefühl. Das kann ich nicht machen, es entsteht als Ergebnis von Metta machen/tun.


    Gruß,
    Mirco

  • Thubten Gawa
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    • 2. August 2013 um 15:45
    • #23
    Mirco:
    Thubten Gawa:

    ABER - vielleicht verstehe ich es auch falsch - damit beschäftigst Du Dich ja vor allem mit Dir.
    Mit Metta wäre es ja eher der Weg, den Doris beschreibt - das Mitgefühl auf den Anderen auszudehnen. Oder? :oops:


    Wenn ich mich freundlich verhalte und meine negativen Impulse nur lange genug nicht nicht auslebe wird der Geist ruhiger.
    Dann erst entsteht Mitgefühl. Das kann ich nicht machen, es entsteht als Ergebnis von Metta machen/tun.

    Danke für die Erläuterungen :)

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  • Doris
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    • 2. August 2013 um 15:51
    • #24

    Ich kenne das schon so, dass ich manchmal sehr ärgerlich sein kann. Wenn ich mir dann die Situation desjenigen vorstelle, auf den ich ärgerlich bin, entsteht Mitgefühl und der Ärger tritt in den Hintergrund. Der kann dann schon noch da sein, ist aber nicht mehr wichtig. Wichtiger ist dann das Wohl des Anderen. Der Ärger ist ja etwas, das primär mich selbst betrifft, er ist abstrakt, der kann deshalb auch irgendwie für sich alleine stehen, Mitgefühl hingegen betrifft ein Gegenüber, es kann nicht für sich alleine stehen.

    Bezieht sich mein Ärger nicht auf eine andere Person sondern auf z.B. ein Ereignis, dann hilft mir Mitgefühl mit der "armen Doris" zu haben, um vom Ärger loszulassen.
    Mich nur von der Emotion zu distanzieren wirkt auch, wärmt aber nicht. Mitgefühl zu haben wärmt und hat die Eigenschaft sofort nach draussen in die Welt abzustrahlen. Das ist so ein Selbstläufer.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Tashili
    Gast
    • 2. August 2013 um 16:20
    • #25
    Jikjisa:

    Aber Metta geht auch ohne "Verständnis".
    Das ist ja das besondere daran.
    Man entwickelt ja Erbarmen und Güte, nicht den Verstand.
    Der kann sich natürlich jederzeit Metta verweigern und sogar dem "Verständnis", besonders wenn er hochspezialisiert ist.
    Der deklassifiziert gern und auch gern Metta.
    Darum sollen wir auch zuallererst Mitgefühl und Erbarmen gegenüber unseren begehrlichen und abneigenden Gedanken und Vorstellungen
    haben und das bedeutet sie fallenzulassen .

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    Du hast mich wohl nicht verstanden. Verständnis jemandem geben, der das gerade braucht. Das war gemeint. Mir fiel auf, dass die Tat ( hier gleichsam Verständnis haben, zuhören etc) Metta bedeutet, auch ohne warmes Herzgefühl oder so. Nüchtern halt.

    Und es wäre sehr mitfühlend von dir, wenn du mich zu verstehen versuchst, bevor du mir ein Aber entgegenbringst ...

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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