1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Anfängerbereich

bedingtes dasein

  • hanujo
  • 20. Juni 2013 um 09:02
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • hanujo
    Themenautor
    Punkte
    1.270
    Beiträge
    242
    Mitglied seit
    20. Juni 2013
    • 20. Juni 2013 um 09:02
    • #1

    was ist die urerste ursache des bedingten daseins
    wieso ist nicht nur nirvana
    wieso erleb ich mich als bedingtes lebewesen das versucht sich selbst mit hilfe des pfades aufzuheben

    und zu nirvana
    was soll nirvana sein wenn es niemanden gibt der es erlebt

    hab die definition gelesen

    das es höchstes glück ist
    vollständiges aufhören von begehren übelwollens und verblendung
    das restlose erlöschen von körper und geist

    aber wenn es höchstes glück ist - wird das ja auch erlebt nur von wem
    auch wenn es nichts ist die grosse leere - wird diese auch erlebt nur von wem

    freu mich auf eure antworten

    alles liebe
    johannes

  • Mirco
    Reaktionen
    44
    Punkte
    19.357
    Beiträge
    3.799
    Mitglied seit
    5. September 2011
    • 20. Juni 2013 um 10:39
    • #2

    Herzlich Willkommen :) !

  • Joram
    Punkte
    4.560
    Beiträge
    899
    Mitglied seit
    26. April 2012
    • 20. Juni 2013 um 10:52
    • #3
    hanujo:

    wieso ist nicht nur nirvana


    ist nur nirvana - wieso erkennen wir es nicht? ;)

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

    Einmal editiert, zuletzt von Joram (20. Juni 2013 um 11:24)

  • Mirco
    Reaktionen
    44
    Punkte
    19.357
    Beiträge
    3.799
    Mitglied seit
    5. September 2011
    • 20. Juni 2013 um 11:21
    • #4

    Hallo johannes,

    hanujo:

    das es höchstes glück ist
    vollständiges aufhören von begehren übelwollens und verblendung
    das restlose erlöschen von körper und geist

    aber wenn es höchstes glück ist - wird das ja auch erlebt nur von wem
    auch wenn es nichts ist die grosse leere - wird diese auch erlebt nur von wem

    was soll nirvana sein wenn es niemanden gibt der es erlebt


    Es kommt bloß ein Verstehen, dass es kein beständiges Ich gibt.
    Der Ich-Glaube geht unter. Dieser 'jemand' wird zum 'niemand'.
    Unter anderem. Ansonsten bleibt alles beim alten ;)

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.647
    Punkte
    61.604
    Beiträge
    10.672
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 20. Juni 2013 um 11:30
    • Offizieller Beitrag
    • #5
    hanujo:

    was ist die urerste ursache des bedingten daseins
    wieso ist nicht nur nirvana
    wieso erleb ich mich als bedingtes lebewesen das versucht sich selbst mit hilfe des pfades aufzuheben

    Warum ist nicht nichts? Der Buddhismus gibt dazu keine Anwort und erklärt diese Frage sogar zu den "müssigen Fragen", denen nachzuhängen nichts bringt. Es ist eben so und da kann man viel herumspekulieren. Da könnte man sich beispielsweise fragen, obe es vielleicht ja insgesamt wirklich nichts gibt und ein Universum ist die Ausnahme von der Regel ist? Ein statistisches Rauschen, aus dem sich zufällig eine Form ergeben hat, die stabil genug ist um sich selbst zu erhalten? Und daraus sind dann andere Formen enstanden, die dazu tendieren sich zu erhalten.

    Ständig davon bedroht ins Rauschen zurückzufallen bleiben dann die Formen erhalten, deren innere Dynamik besonders auf das Festhalten der eignen Form gepolt ist. Stabile Naturgesetzte, stabiler Raum, stabile Atome, stabile Moleküle, bis hin zu uns Lebewesen, die sich unter wechselnden Bedingungen selbst zu erhalten suchen, und diese Situation als eine Situation von Spannung und Unsicherheit erleben - als Leiden eben. Ob beim Kücheputzen oder beim Kinderzimmeraufräumen: Das menschliche Schicksal ist ein ausichtloses Ringen mit der Entropie. Geborgte Oasen der Ordnung inmitten von Chaos und dreckigen Suppenschüsseln. Soweit meine müssige Spekulation.

    hanujo:


    was soll nirvana sein wenn es niemanden gibt der es erlebt

    Naja, Buddha ist ja nach seiner Befreiung nicht einfach verschwunden sondern lebte noch ein halbes Jahrhundert. Er lehrte, antwortete auf Fragen und meisterte auch sonst seinen Alltag. Was da "restlose erlöschen von körper und geist" bezeichnet wird ist das Erlöschen derjenigen Funktionen, die zum verblendeten Ich-Glaube beitragen. Also zu der Haltung, die davon ausgeht, etwas vom Rest Unabhängiges zu sein.

  • Max Schenzle
    Reaktionen
    61
    Punkte
    7.281
    Beiträge
    1.427
    Mitglied seit
    4. Dezember 2020
    • 23. Juni 2013 um 19:00
    • #6

    Hi,
    da gibt es schon eine buddh. Genesis, die erklärte warum wir auf dieser Erde sind und auf ihr leiden.Im Wesentlichen ist es so, dass durch kosmische
    Katastrophen Lichtwesen auf die Erde gelangt sind und durch Nahrung materiell wurden und deshalb haben wir diese Sache mit dem Leiden am Hals. Gotamo Buddho zeigt den Weg, wie man sich aus dem Kreislauf der Wiedergeburten entfernen kann und zwar mit dem Achtfachen Pfad.
    Dabei ist nibbanam oder nirvana nur eine Treppe auf den acht Stufen der Freiungen (Jhanas).
    Das Endziel heisst: Auflösung der inneren und äußeren Wahrnehmbarkeit.
    Was ich so gut finde ist die Beschreibung von Nbbanam in drei Worten:" Nichts ist da".
    sakko

  • Jazzica
    Gast
    • 30. Juni 2013 um 22:18
    • #7
    void:

    Was da "restlose erlöschen von körper und geist" bezeichnet wird ist das Erlöschen derjenigen Funktionen, die zum verblendeten Ich-Glaube beitragen. Also zu der Haltung, die davon ausgeht, etwas vom Rest Unabhängiges zu sein.


    salut hanujo

    du denkst dich, als eine art kontinuum (ansammlung) des erfahrenen, in dem bewusstsein, dass es nicht statisch ist. irgendwie musst du dich ja auch erinnern können, iwas muss mitfühlen können und eine gewisse urteilsfähigkeit brauchst du auch,usw. sonst wäre der buddha nicht weise gewesen. aber du versuchst dich nicht mehr mit konkreten dingen zu identifizieren und sie festzuhalten/abzustoßen und siehst dich eher als dynamisches kontinuum im moment, mit dem wissen, dass alles was du wahrnimmst, durch deine wahrnehmung geschieht, aber dadurch, dass du weder abgeneigt noch zugeneigt bist, ist deine wahrnehmung weniger selektiv wie davor und du "siehst" klarer/mehr. und dieses denken, dass du nichts bist, hilft dir quasi dabei. aber in der realität existierst du sehr wohl und formst dein umfeld mit. ein niemand könnte durch den tisch gehen. versuchs mal.
    durch die gedankenhilfen der drei tore (unzulänglichkeit, vergänglichkeit und nichtidentifikation) fällt es leichter, die frustration (dukkha) zu mindern.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Selektive_Wahrnehmung

    die defintionen sind allgemein und nicht buddhistisch. hilft mir aber beim entwirren.
    ich teil's in zwei kategorien ein. denken im leben und denken außerhalb dessen:

    realität: das was im "normalen" leben ist. du existierst, hast erfahrungen und das hat auch auswirkungen und formt dein umfeld mit. innerhalb dessen, gibt es psychologische konzepte, die einen bestimmten zweck erfüllen.
    wirklichkeit: weiß keiner genau. vllt ist alles traum/matrix/... da kannst du dir alles vorstellen zb niemand zu sein. aber die absolute wahrheit orientiert sich nicht am menschen und wird dadurch widersprüchlich, weil das leben nicht der maßstab ist. dieses denken ist nutzlos für die realität, weil wir im leben sind. spiel all die konzepte kurz durch und dann schau, was es dir gebracht hat für dein persönliches leben.

    versuch es grob einzuteilen (philosophie oder lebenspraxis), damit du nicht unnötig verwirrt bist.

    Zitat

    Was ist ein eigenständiges, individuelles Selbst?

    Es ist ein Selbst, das vollkommen aus sich heraus existiert, unabhängig von allen anderen Elementen.

    Ein Mensch mit rechter Ansicht versteht den Prozess von Geburt und Tod in allen Dharmas. Deswegen ist er durch Gedanken von Sein oder Nicht -Sein nicht verstört. Wenn Leiden entsteht, weiss der Mensch mit rechter Ansicht, dass Leiden entsteht. Wenn Leiden vergeht, weiss dieser Mensch, das Leiden vergeht. Das Entstehen und Vergehen aller Dharmas verstört diesen Menschen nicht. Beständigkeit auf der einen, Illusion auf der anderen Seite - sind zu extrem. Das Entstehen in Abhängigkeit transzendiert beide Exteme und verweilt in der Mitte.

    Der Keim stirbt nicht! Zu sterben bedeutet, vom Sein zum Nicht-Sein überzugehen. Keines Der Gegenstände, Dharmas kann jedoch von Sein zum Nicht-Sein übergehen Alle diese Dharmas wandeln sich in andere um, das ist alles.


    menschliches denken tendiert zum dualismus (vereinfacht: anhaftung/abstoßung oder sein/nicht-sein, usw), dort gibt es keinen dualismus, nur prozesse und umwandlungen. wenn du das konzept "geist" verstehst, dann wird es klarer. der geist ist eine art überlebenstrieb (quaaasi), daher kommt sozusagen der dualismus (gute beeren, schlechte beeren), aber nach dem geist kommt bewusstsein und das verständnis für die prozesse und den geist (die beeren sind für mich gut oder schlecht, in wirklichkeit sind es einfach nur früchte eines strauchs und dienen seiner vermehrung), sowie die zügelung des geistes (5kilo beeren sind ungesund, sowie jede andere form der exzessiven egosucht).

    also:
    was ist die urerste ursache des bedingten daseins?
    der urknall vllt? ich glaube das weiß niemand so genau
    es is n kreislauf (stark runtergebrochen und nicht ganz korrekt):
    körper, reiz und labiler geist, wahrnehmung (unbewusst), subjekt-objekt-beziehung, aktivierung der 6sinne, glaube der 1. berührung, empfindung, verlangen (werdensdurst durch den geist), "prägung",usw. daraus entsteht wieder etwas.
    weil du aufgrund deiner prägungen ja denkst und handelst und dein umfeld dementsprechend beeinflusst oder "formst". beim erleuchteten sieht der kreislauf anders aus.

    wieso ist nicht nur nirvana?
    siehe bedingtes entstehen. da gibt es anhaftung und abneigung, gut und böse
    und psychologische mechanismen dazu zb hemmungen, zweifel, angst, usw.

    wieso erleb ich mich als bedingtes lebewesen das versucht sich selbst mit hilfe des pfades aufzuheben ?
    du hebst dich nicht auf, sondern deine frustration/leid.

    was soll nirvana sein wenn es niemanden gibt der es erlebt?
    nirvana ist ein innerer zustand... und "niemand" siehe oben.

    auch wenn es nichts ist die grosse leere - wird diese auch erlebt nur von wem ?
    leere = http://de.wikipedia.org/wiki/Shunyata#Leerheitsbegriff

    ich hoffe das hilft etwas weiter. cheerio, jazz

  • Mirco
    Reaktionen
    44
    Punkte
    19.357
    Beiträge
    3.799
    Mitglied seit
    5. September 2011
    • 1. Juli 2013 um 15:09
    • #8

    Hallo,

    Jazzica:

    auch wenn es nichts ist die große leere - wird diese auch erlebt nur von wem ?
    leere = http://de.wikipedia.org/wiki/Shunyata#Leerheitsbegriff


    wird Zeit, das der Wiki-Artikel berichtigt wird. So ein Blech.


    Wer intellektuell etwas über Leerheit erfahren möchte,
    dem seien die kleine und die große Lehrrede über die Leerheit ans Herz gelegt.

    Herzlich,
    Ocrim

  • Jazzica
    Gast
    • 1. Juli 2013 um 15:36
    • #9

    ich weißt nicht, ob der palikanon, bei der frage nach grundbegriffen des palikanons, ne gute antwort ist.
    erklär es jemanden der fragt "wer nimmt nirvana wahr?" so, dass er mit dem begriff "leerheit" erstmal arbeiten kann, wenn wiki totaler müll ist. der wikilink kam nach meiner erklärung. ich denke, dass es so erstmal greifbar ist.

    liebe grüße, jazz

  • Mirco
    Reaktionen
    44
    Punkte
    19.357
    Beiträge
    3.799
    Mitglied seit
    5. September 2011
    • 1. Juli 2013 um 16:27
    • #10
    Jazzica:

    ich weißt nicht, ob der palikanon, bei der frage nach grundbegriffen des palikanons, ne gute antwort ist. erklär es jemanden der fragt "wer nimmt nirvana wahr?" so, dass er mit dem begriff "leerheit" erstmal arbeiten kann


    Gerade M121 ist so einleuchtend.

    Zitat

    Da achtet einer auf die geistige Einheit,
    die von der Wahrnehmung von (C) abhängt,
    indem er nicht auf (A) und nicht auf (B) achtet.

    Sein Geist dringt in jene Wahrnehmung von (C) ein
    und erlangt Zuversicht, Beständigkeit und Entschlossenheit.

    Er versteht so:
    Was immer es an Störungen geben mag,
    die von der Wahrnehmung von (A) oder (B) abhängen,
    jene sind hier nicht gegenwärtig.

    Es ist nur ein Ausmaß an Störung gegenwärtig,
    nämlich die geistige Einheit, die von der Wahrnehmung von (C) abhängt.

    Er versteht:
    Dieses Feld der Wahrnehmung ist leer von der Wahrnehmung (A) oder (B);

    Es ist nur eine Nicht-Leerheit gegenwärtig,
    nämlich die geistige Einheit, die von der Wahrnehmung von (C) abhängt.

    Somit betrachtet er es als leer von dem, was nicht vorhanden ist,

    was aber das Restliche anbelangt,

    so versteht er das, was gegenwärtig ist als

    'Dies ist gegenwärtig.'

    Somit, Ānanda, ist auch dies sein echtes, unverzerrtes, reines Hinabsteigen in die Leerheit."

    Alles anzeigen


    Herzlich,
    Mirco

  • Jazzica
    Gast
    • 1. Juli 2013 um 16:42
    • #11

    is doch was ich sage "frei" von selektiver wahrnehmung, siehe bedingtes entstehen/prägung, usw. duuu... ;)

  • demian
    Punkte
    165
    Beiträge
    33
    Mitglied seit
    27. Juni 2013
    • 2. Juli 2013 um 00:15
    • #12

    "was ist die urerste ursache des bedingten daseins
    wieso ist nicht nur nirvana?"

    Der Buddha hat soweit ich weiß keine klare Aussage gemacht, ob und warum der Kreislauf begonnen hat. Der allgemeine Konsens ist daher, dass es seit unendlicher Zeit läuft. Im Theravada gibt es aber teilweise die Ansicht, dass es irgendwann einen Anfang gab, und auch ein Ende geben wird, nämlich wenn alle Wesen befreit sind. Den Grund für den Ursprung kann aber auch keiner sagen.

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 2. Juli 2013 um 09:02
    • #13
    demian:

    "was ist die urerste ursache des bedingten daseins
    wieso ist nicht nur nirvana?"
    Der Buddha hat soweit ich weiß keine klare Aussage gemacht, ob und warum der Kreislauf begonnen hat. Der allgemeine Konsens ist daher, dass es seit unendlicher Zeit läuft. Im Theravada gibt es aber teilweise die Ansicht, dass es irgendwann einen Anfang gab, und auch ein Ende geben wird, nämlich wenn alle Wesen befreit sind. Den Grund für den Ursprung kann aber auch keiner sagen.

    Was nicht alles für Vorstellungen gibt. :)
    Ich habe allerdings noch nie gehört das es im Theravada teilweise die Ansicht
    geben würde es würde einen Anfang und ein Ende geben. Nach der Lehre des
    Buddha gibt es keinen Anfang und ein Ende nur wenn Nibbana erlangt würde.
    Einen wirklichen Ursprung gibt es nicht und kann es auch prinzipiell nicht geben.
    In dem Beispiel vom verwirrten Kranken der von einem Giftpfeil getroffen
    wurde sind diese Dinge vom Buddha lang und breit dargelegt worden und es
    ist nicht anzunehmen, das diese große Lehrdarlegung im Theravada unbekannt sein sollte.

  • Jazzica
    Gast
    • 2. Juli 2013 um 12:14
    • #14

    stimmt. der kreislauf ist interpretation und nicht korrekt. excusez moi und danke fürs korrigieren.

  • Sukha
    Gast
    • 2. Juli 2013 um 12:52
    • #15
    demian:

    Im Theravada gibt es aber teilweise die Ansicht, dass es irgendwann einen Anfang gab, und auch ein Ende geben wird, nämlich wenn alle Wesen befreit sind.

    Du verwechselst das mit dem Mahayana.
    Mit der "Befreiung aller Wesen" hat man im Theravada wenig zu tun.

    Samsara ohne Anfang und Ende.
    Was zuerst war, spielt im Theravada keine Rolle und sich Gedanken darüber zu machen fällt unter Weitschweifigkeit (papañca)

    Vergangenes ist vergangen und können wir nicht mehr ändern und die Zukunft ist reine Spekulation (papañca)

    Wir können nur mit dem arbeiten, was wir im Moment bei uns "selber" vorfinden.

    ()

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 2. Juli 2013 um 13:00
    • #16
    Sukha:
    demian:

    Im Theravada gibt es aber teilweise die Ansicht, dass es irgendwann einen Anfang gab, und auch ein Ende geben wird, nämlich wenn alle Wesen befreit sind.

    Du verwechselst das mit dem Mahayana.
    Mit der "Befreiung aller Wesen" hat man im Theravada wenig zu tun.

    Samsara ohne Anfang und Ende.
    Was zuerst war, spielt im Theravada keine Rolle und sich Gedanken darüber zu machen fällt unter Weitschweifigkeit (papañca)

    Vergangenes ist vergangen und können wir nicht mehr ändern und die Zukunft ist reine Spekulation (papañca)

    Wir können nur mit dem arbeiten, was wir im Moment bei uns "selber" vorfinden.

    ()

    Alles anzeigen


    Wenn das die Grundaussagen des Therevada sind ist mir gerade klar geworden was mich stört am Mahayana.
    Kann das zwar noch nicht genau darlegen aber das wird wohl noch. :)

  • Joram
    Punkte
    4.560
    Beiträge
    899
    Mitglied seit
    26. April 2012
    • 2. Juli 2013 um 13:23
    • #17
    Ellviral:

    Wenn das die Grundaussagen des Therevada sind ist mir gerade klar geworden was mich stört am Mahayana.
    Kann das zwar noch nicht genau darlegen aber das wird wohl noch. :)


    Vergiss nicht dass Buddah 45 Jahre gelehrt hat....
    Also doch "Befreiung aller Wesen", wobei "aller" wird etwas kleiner geschieben...

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 2. Juli 2013 um 14:03
    • #18
    Joram:
    Ellviral:

    Wenn das die Grundaussagen des Therevada sind ist mir gerade klar geworden was mich stört am Mahayana.
    Kann das zwar noch nicht genau darlegen aber das wird wohl noch. :)


    Vergiss nicht dass Buddah 45 Jahre gelehrt hat....
    Also doch "Befreiung aller Wesen", wobei "aller" wird etwas kleiner geschieben...

    _()_


    Befreiung aller Wesen, wovon?
    Von Dukkha.

  • Mirco
    Reaktionen
    44
    Punkte
    19.357
    Beiträge
    3.799
    Mitglied seit
    5. September 2011
    • 2. Juli 2013 um 14:22
    • #19
    Jazzica:

    aber du versuchst dich nicht mehr mit konkreten dingen zu identifizieren und sie festzuhalten/abzustoßen

    und siehst dich eher als dynamisches kontinuum im moment, mit dem wissen,
    dass alles was du wahrnimmst, durch deine wahrnehmung geschieht, aber dadurch,

    dass du weder abgeneigt noch zugeneigt bist,

    ist deine wahrnehmung weniger selektiv wie davor und du "siehst" klarer/mehr.

    und dieses denken, dass du nichts bist, hilft dir quasi dabei.

    aber in der realität existierst du sehr wohl und formst dein umfeld mit. ein niemand könnte durch den tisch gehen.

    versuchs mal.

    Alles anzeigen


    Jeht dit einfach so oda jibts da ne beschtümmte Technik :?:

  • Sukha
    Gast
    • 2. Juli 2013 um 14:52
    • #20
    Joram:


    Vergiss nicht dass Buddah 45 Jahre gelehrt hat....
    Also doch "Befreiung aller Wesen", wobei "aller" wird etwas kleiner geschieben...

    Was hat die Lehrzeit des Buddha mit "Befreiung aller Wesen" zu tun?
    Er hat z.B. nur in einem Gebiet von ca 600 km Durchmesser gelehrt.

    Er lehrte in den 45 Jahren einzig und allein wie man es selber machen kann.
    Nämlich Dukkha zu beenden und Nibbana zu realisieren.
    Und das alles mittels des Edlen Achtfachen Pfades.

    ()

  • Joram
    Punkte
    4.560
    Beiträge
    899
    Mitglied seit
    26. April 2012
    • 2. Juli 2013 um 18:47
    • #21
    Sukha:
    Joram:


    Vergiss nicht dass Buddah 45 Jahre gelehrt hat....
    Also doch "Befreiung aller Wesen", wobei "aller" wird etwas kleiner geschieben...

    Was hat die Lehrzeit des Buddha mit "Befreiung aller Wesen" zu tun?


    Na, ich dachte es ist klar: Wenn Theravada "ach so egoistisch" WÄRE, hätte Buddha nach seiner Erleuchtung wohl nicht 45 Jahre gelehrt, oder? ;)

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • nibbuti
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.352
    Beiträge
    3.211
    Mitglied seit
    23. April 2011
    • 2. Juli 2013 um 19:02
    • #22
    Joram:
    Sukha:

    Was hat die Lehrzeit des Buddha mit "Befreiung aller Wesen" zu tun?


    Na, ich dachte es ist klar: Wenn Theravada "ach so egoistisch" WÄRE, hätte Buddha nach seiner Erleuchtung wohl nicht 45 Jahre gelehrt, oder? ;)

    _()_


    Hi Joram

    Der Buddha beschäftigte sich nicht damit, dass alle Wesen befreit werden würden. Meines Wissens ist das eine spätere Vorstellung, die zur Entspannung dient, damit man sich nicht zu sehr auf die eigene Praxis verkrampft, wie das zB bei Leuten der Fall ist, die Gurus oder Jhanas hinterherjagen.

    Als der Buddha nach Befreiung aller Wesen gefragt wurde, schwieg er sich aus, siehe http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=53&t=10595.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Sukha
    Gast
    • 2. Juli 2013 um 19:26
    • #23
    Zitat

    Mil. 3.1.6. Werden alle erlöst? - 2.4.9. Nibbānalabhanapañho

    Der König sprach: "Erlangen wohl alle die Erlösung, ehrwürdiger Nāgasena?"

    "Nicht alle, o König. Nur, wer recht wandelt, die zu erkennenden Dinge klar erkennt, die zu durchdringenden Dinge völlig durchdringt, die zu überwindenden Dinge überwindet, die zu erweckenden Dinge erweckt und die zu verwirklichenden Dinge verwirklicht: nur der erlangt die Erlösung."

    "Klug bist du, ehrwürdiger Nāgasena!"

    Zitat

    Mil. 4.8.9. Können alle bei rechtem Wandel das Nibbāna erreichen?


    «Erreichen wohl, ehrwürdiger Nāgasena, alle, die einen rechten Wandel führen, die Durchdringung der Lehre oder erreichen sie einige nicht?»

    «Die einen, o König, erreichen die Durchdringung, die anderen nicht.»

    «Wer aber erreicht sie, o Ehrwürdiger, und wer nicht?»

    «Ein Tier, o König, selbst wenn es recht lebt, erreicht keine Durchdringung der Lehre, ebenso wenig der im Gespensterreiche Wiedererschienene, der von falscher Erkenntnis Erfüllte, der Betrüger, der Muttermörder, der Vatermörder, der Heiligenmörder, der Ordensspalter, wer (eines Buddha) Blut vergossen hat, wer sich in diebischer Weise (ohne Weihe) dem Orden anschließt, der zu den Andersgläubigen übergetretene, der Nonnenschänder, wer eines der dreizehn schweren (Sanghādisesa-)Vergehen (der Ordensdisziplin) begangen und sich nicht wieder frei davon gemacht hat (durch Bekenntnis, Buße usw.), der Entmannte, der Zwitter und ein Kind unter sieben Jahren. Diese sechzehn Wesen erreichen keine Durchdringung der Lehre, selbst wenn sie einen rechten Wandel führen.»

    «Daß, o Ehrwürdiger, die (zuerst genannten) fünfzehn gehemmten Wesen keine Durchdringung der Lehre erreichen, das mag sein oder mag nicht sein. Doch aus welchem Grunde ein Kind unter sieben Jahren trotz seines rechten Wandels keine Durchdringung der Lehre erreichen soll, das ist wohl noch eine Frage. Ist denn wohl das Kind nicht frei von Gier, Haß und Verblendung, frei von Dünkel und falschen Ansichten, von Mißmut und sinnlichen Gedanken? Von den Leidenschaften unbefleckt, dürfte doch das Kind geeignet, fähig und imstande sein, gleich auf einmal die vier Wahrheiten zu durchdringen.»

    «Das, o König, ist ja gerade der Grund für meine Behauptung, daß ein Kind unter sieben Jahren trotz seines rechten Wandels die Lehre nicht durchdringt. Könnte ihm nämlich bei giererregenden Dingen Gier kommen, bei haßerregenden Haß, bei betörenden Betörung, bei berauschenden Wahn, und könnte es Ansichten, sowie Lust und Unlust begreifen, Heilsames von Unheilsamem unterscheiden, dann könnte es wohl für das Kind eine Durchdringung der Lehre geben. Doch beim Kinde unter sieben Jahren ist der Geist unfähig und schwach, beschränkt, gering, klein, langsam und unklar; das unerschaffene Element des Nibbāna aber ist gewichtig, schwerwiegend, weit und mächtig. Und das Kind unter sieben Jahren mit seinem schwachen, beschränkten, langsamen und unklaren Geiste ist nicht imstande, das gewichtige, schwerwiegende, große und mächtige, gewaltige, unerschaffene Element des Nibbāna zu durchdringen. Könnte zum Beispiel ein Mann mit seiner natürlichen Kraft, Stärke und Anstrengung den Sineru, den König der Berge, ausreißen, diesen so schweren, lastenden, großen und mächtigen Berg?»

    «Das wohl nicht, o Ehrwürdiger.»

    «Und aus welchem Grunde nicht, o König?»

    «Weil dazu, o Ehrwürdiger, der Mann zu schwach, der Sineru, der König der Berge, aber gar zu gewaltig ist.»

    «Oder könnte man wohl, o König, diese so lange, breite, umfangreiche, weite, ausgebreitete, ausgedehnte, große und mächtige Erde dadurch, daß man sie mit einem winzigen Tropfen Wasser anfeuchtet, in Schlamm verwandeln?»

    «Das wohl nicht, o Ehrwürdiger.»

    «Und warum nicht, o König?»

    «Weil der Wassertropfen, o Ehrwürdiger, gar winzig, die große Erde aber zu gewaltig ist.»

    «Oder nimm an, o König, es brenne da ein schwaches, mattes, kleines, winziges, unbedeutendes Feuerchen. Könnte man wohl damit in der Welt mitsamt ihren Göttern die Finsternis vertreiben und Licht erzeugen?»

    «Das wohl nicht, o Ehrwürdiger.»

    «Und warum nicht, o König?»

    «Weil, o Ehrwürdiger, das Feuer gar winzig, die Welt aber gar zu groß ist.»

    «Ebenso auch, o König, ist beim Kinde unter sieben Jahren der Geist unfähig und schwach, beschränkt, gering, klein, langsam, unklar, durch das große Dunkel der Verblendung verhüllt. Darum kann man schwerlich in ihm das Licht der Erkenntnis erwecken. Das eben ist der Grund, daß das Kind unter sieben Jahren trotz seines rechten Wandels die Lehre nicht durchdringt. Nimm an, ein kranker, dürrer, winziger Schakal erblicke einen mächtigen Elefanten von neun Fuß Länge, drei Fuß Breite, zehn Fuß Umfang und acht Fuß Höhe. Und er wolle den Elefanten mit sich fortschleifen, um ihn aufzufressen. Brächte das wohl jener Schakal fertig?»

    «Nein, o Ehrwürdiger.»

    «Und warum nicht?»

    «Weil der Schakal, o Ehrwürdiger, so winzig und der Elefant so gewaltig ist.»

    «Ebenso auch, o König, ist beim Kinde unter sieben Jahren der Geist unfähig und schwach, beschränkt, gering, klein, langsam und unklar; gewaltig aber das unerschaffene Element des Nibbāna. Und mit seinem schwachen, beschränkten, langsamen und unklaren Geiste ist das Kind nicht imstande, das gewaltige, unerschaffene Element des Nibbāna zu durchdringen. Das eben ist der Grund, daß das Kind unter sieben Jahren trotz seines rechten Wandels die Lehre nicht durchdringt.»

    «Vortrefflich, ehrwürdiger Nāgasena! So ist es, und so nehme ich es an.»

    Alles anzeigen
  • Jazzica
    Gast
    • 2. Juli 2013 um 20:14
    • #24

    du siehst hanujo, wir sind uns alle einig und die sache is im grunde ganz einfach.

  • Peeter
    Punkte
    7.930
    Beiträge
    1.537
    Mitglied seit
    14. Juni 2010
    • 2. Juli 2013 um 20:34
    • #25
    Jazzica:

    aber du versuchst dich nicht mehr mit konkreten dingen zu identifizieren und sie festzuhalten/abzustoßen
    und siehst dich eher als dynamisches kontinuum im moment, mit dem wissen,
    dass alles was du wahrnimmst, durch deine wahrnehmung geschieht, aber dadurch,
    dass du weder abgeneigt noch zugeneigt bist,
    ist deine wahrnehmung weniger selektiv wie davor und du "siehst" klarer/mehr.
    und dieses denken, dass du nichts bist, hilft dir quasi dabei.
    aber in der realität existierst du sehr wohl und formst dein umfeld mit. ein niemand könnte durch den tisch gehen.
    versuchs mal.

    Alles anzeigen

    schön auf den punkt gebracht .. :) total klar.

    "dieses" denken .. ja . ein nicht wirklich "erfassbares" denken. eine klarheit, die spürbar sein wird, aber kaum erklärbar.
    mag es das denken aus dem nicht-denken heraus sein oder das intuitive gespür bezüglich geschehnissen und situationen
    oder der geist im wissen oder das wissen selber.

    was "interessiert" dann noch die alltäglichkeit?
    sie ist um "dich" herum. aber berührt nicht mehr.

    mit übung wird vllt. ein dauernder zustand von sinnenfreiem glück erreicht und "das" kann
    auf dein umfeld abfärben

    betta

    2 Mal editiert, zuletzt von Peeter (2. Juli 2013 um 21:06)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download