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Degenerationen & Stolperfallen - extended version

  • Onda
  • 5. März 2013 um 06:27
  • Zum letzten Beitrag
  • Onyx9
    Gast
    • 9. März 2013 um 13:11
    • #126

    Lieber Onda,

    Ich seh das schon längere Zeit, daß Du Dich bemühst, den Dhamma in Dein Leben zu integrieren,
    einiges was du vorher partout nicht annehmen konntest, hast du erwägt und es ist Dir gelungen einen Zugang dazu zu finden.
    Ich hab das Gefühl, daß Du um Klarheit ringst wie Du "die Sache" für Dich und für Deinen Alltag rund hin bekommst.
    Wenn das Vertrauen wächst, geben wir dann dem Dhamma den Vorrang
    und versuchen irgendwie unseren Alltag und unsere Haltung so weit es uns gelingt den Erfordernissen der Lehre anzugleichen,
    dieser Sinneswandel kommt, wenn wir verstehen, daß die Lehre heilsam ist, Freude mit sich bringt und vorallem eine schützende Wirkung hat.
    Wir machen uns dann auch nicht mehr vorangig Gedanken darüber, welche Aspekte der Lehre wohl sinnig oder unsinnig sein könnten,
    da sie eine wohltuende Wirkung entfaltet und wir uns gestatten können aufzuhören, den inneren Diskurs zu pflegen, der dem Begehren
    nach Richtig und Falsch entspringt, unserem Bedürfnis nach Kontrolle aus Furcht vor Verlust und Wunsch nach Gewinn.

    2 Mal editiert, zuletzt von Anonymous (9. März 2013 um 13:17)

  • Kirschbluete
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    10. Februar 2013
    • 9. März 2013 um 13:13
    • #127

    Das mit den Ferndiagnosen empfinde ich als interessantes Phänomen:
    sie sagen doch m.E. viel mehr über den aus, der sie stellt, als über den, über den sie gestellt werden. 8)

    Herzliche Grüße von der

    Kirschblüte


    Der vielleicht größte Vorteil des Ruhms besteht darin, daß man ungestraft die größten Dummheiten sagen darf.

    André Gide

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 9. März 2013 um 13:41
    • #128
    Onyx9:

    Lieber Onda,

    Ich seh das schon längere Zeit, daß Du Dich bemühst, den Dhamma in Dein Leben zu integrieren,
    einiges was du vorher partout nicht annehmen konntest, hast du erwägt und es ist Dir gelungen einen Zugang dazu zu finden.
    Ich hab das Gefühl, daß Du um Klarheit ringst wie Du "die Sache" für Dich und für Deinen Alltag rund hin bekommst.
    Wenn das Vertrauen wächst, geben wir dann dem Dhamma den Vorrang
    und versuchen irgendwie unseren Alltag und unsere Haltung so weit es uns gelingt den Erfordernissen der Lehre anzugleichen,
    dieser Sinneswandel kommt, wenn wir verstehen, daß die Lehre heilsam ist, Freude mit sich bringt und vorallem eine schützende Wirkung hat.
    Wir machen uns dann auch nicht mehr vorangig Gedanken darüber, welche Aspekte der Lehre wohl sinnig oder unsinnig sein könnten,
    da sie eine wohltuende Wirkung entfaltet und wir uns gestatten können aufzuhören, den inneren Diskurs zu pflegen, der dem Begehren
    nach Richtig und Falsch entspringt, unserem Bedürfnis nach Kontrolle aus Furcht vor Verlust und Wunsch nach Gewinn.

    Alles anzeigen


    hast mal wieder in die kristalkugel geguckt ? :grinsen:
    .

  • Elliot
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    • 9. März 2013 um 14:48
    • #129
    Onda:

    Die Standartenträger der Reinen Lehre mit ihrem Absolutheitsanspruch sollten in diesem Punkt einmal ihre Aversion genau betrachten: ihre bedauernswerte Aversion gegen das Leben. Und sie sollten sich fragen, ob das ein gesundes Fundament für spirituelle Praxis ist ist.


    Ich vermute, dieser Fixierung auf Aversion liegt vor allem eine mangelnde Meditationspraxis zugrunde.

    Zitat

    ... Als es Morgen war, zog sich da der Erhabene an, nahm seine Schale und äußere Robe und ging um Almosen nach Kapilavatthu hinein. Nachdem er in Kapilavatthu im Almosen umhergegangen war und nach seinem Mahl von seiner Almosenrunde zurückgekehrt war, ging er zum Großen Wald, um den Tag zu verbringen; und als er den Großen Wald betrat, setzte er sich am Fuß eines Bilva-Setzlings nieder, um den Tag zu verbringen.

    Auch Daṇḍapāṇi, der Sakyer, der zum Zwecke körperlicher Ertüchtigung umherging und wanderte, ging zum Großen Wald, und als er den Großen Wald betreten hatte, ging er zu dem Bilva-Setzling, bei dem der Erhabene sich aufhielt, und tauschte Grußformeln mit ihm aus. Nach diesen höflichen und freundlichen Worten, stand er zur Seite, lehnte sich auf seinen Stock und fragte den Erhabenen: "Was für eine Behauptung stellt der Mönch auf, was verkündet er?"

    "Freund, ich behaupte und verkünde solch eine Lehre, nach der man mit niemandem in der Welt streitet, der Welt mit ihren Māras und Brahmās, ihren Mönchen und Brahmanen, ihren Prinzen und dem Volk; solch eine Lehre, nach der Wahrnehmungen jenem Brahmanen nicht mehr zugrunde liegen, der ohne Bindung an Sinnesvergnügen verweilt, ohne Verwirrung, des Kummers entledigt, frei von Begehren nach jeglicher Art von Dasein."

    Nach diesen Worten schüttelte Daṇḍapāṇi, der Sakyer, den Kopf, schnalzte mit der Zunge und hob die Brauen, bis seine Stirn in drei Falten lag. Dann ging er davon, wobei er sich auf seinen Stock stützte.

    Dann, als es Abend war, erhob sich der Erhabene aus der Meditation und ging zu Nigrodhas Park, wo er sich auf einem für ihn vorbereiteten Sitz niedersetzte und den Bhikkhus erzählte, was vorgefallen war. ... (MN 18)

    Alles anzeigen


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Onyx9
    Gast
    • 9. März 2013 um 15:04
    • #130
    Zitat

    Ich vermute, dieser Fixierung auf Aversion liegt vor allem eine mangelnde Meditationspraxis zugrunde.

    Fixierung an Aversionen und zwar jeder Art und Nuance.

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 9. März 2013 um 15:12
    • #131
    Elliot:

    Ich vermute, dieser Fixierung auf Aversion liegt vor allem eine mangelnde Meditationspraxis zugrunde.

    Onyx9:

    Fixierung an Aversionen und zwar jeder Art und Nuance.


    unglaublich..... :D
    kennt ihr die 6 richtigen für die nächste lotto ziehung auch?
    .

  • Onda
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    • 9. März 2013 um 15:36
    • #132
    Kirschbluete:

    Das mit den Ferndiagnosen empfinde ich als interessantes Phänomen:
    sie sagen doch m.E. viel mehr über den aus, der sie stellt, als über den, über den sie gestellt werden. 8)

    In dieser Hinsicht sind sie tatsächlich auch aussagekräftig.

    In Hinsicht auf das be-spekulierte Objekt eher weniger.

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Onda
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    • 9. März 2013 um 15:46
    • #133
    Elliot:


    Ich vermute, dieser Fixierung auf Aversion liegt vor allem eine mangelnde Meditationspraxis zugrunde.

    Willkommen unter den "Spekulanten"

    Buddhaland - die aufrechte Kohorte der emsigen Spekulanten zieht glaskugelbewaffnet weiter gen Nirvana!

    Achtung, Achtung! Ab 5:45 Uhr wird zurückspekuliert!

    Onda

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    Einmal editiert, zuletzt von Onda (9. März 2013 um 16:01)

  • Sukha
    Gast
    • 9. März 2013 um 15:47
    • #134

    Soooo viel zu spekulieren gibt es ja da nicht, wenn man sich schon Jahre lang gegenseitig voller Achtsamkeit liest oder?

    Zitat

    Ab 5 Uhr wird zurückspekuliert!

    5:45

    :)

  • Elliot
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    • 9. März 2013 um 17:27
    • #135
    Onda:

    Willkommen unter den "Spekulanten"


    Das ist doch offensichtlich. Viele Deiner Missverständnisse basieren einfach auf mangelnder Meditationspraxis. Das, was Du als "Aversion" missverstehst, ist einfach der Gleichmut, der sich aus richtiger Meditationspraxis ergibt.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Onyx9
    Gast
    • 9. März 2013 um 17:36
    • #136

    Gleichmut diskutiert aber auch nicht bis auf die Knochen
    und will auch nicht ewig die Ansichten anderer Leute zurechtrücken.
    Gleichmut weiß ja auch, daß alles seinen Platz und seine Zeit hat. ;)

  • Sukha
    Gast
    • 9. März 2013 um 18:01
    • #137
    Onyx9:

    Gleichmut weiß ja auch, daß alles seinen Platz und seine Zeit hat.

    Man diskutiert ja auch nicht unbedingt mit demjenigen der die Aussage gemacht hat, sondern versucht für die restlichen Leser manche (Falsch-) Aussage Dhammagemäß gerade zu rücken.
    Würde ich z.B. außerhalb des Forums mit einigen hier zu tun haben, sprich face to face, würde ich manches mit Sicherheit einfach so stehen lassen, mit dem Wissen, dass manches erst karmisch passen muss bevor es greift. Hier lesen aber viele, auch Neulinge mit. Da wäre es doch schade, wenn nicht wenigstens das Angebot der Lehre des historischen Buddha gemacht würde. So finde ich es immer angenehm, wenn z.B. Elliot oft direkt die passenden Lehrreden postet, wenn accinca, Ji'un Ken und nibbuti es kurz und knapp zusammengefasst auf den Punkt bringen, wenn bel dann ab und an event. noch einmal korrektiv nachsetzt usw., usf..

    Was dann jeder mit welcher Aussage macht ist dann wiederum seine Sache.

    So spricht es aber auch für Gleichmut, dass manche hier seit Jahren nicht aufgegeben haben, trotz manchmal übelster Beschimpfungen den Dhamma trotz allem richtig weiter zu geben, für alle diejenigen die wenig Staub auf den Augen haben.

    ()

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (9. März 2013 um 18:18)

  • Onyx9
    Gast
    • 9. März 2013 um 18:10
    • #138

    Yo.Große Worte.
    Trotzdem wird der Bogen auch von manchem Fundi überspannt.
    Menschlich sicherlich, andersrum aber auch.
    Viel Staub, wenig Staub, wer kanns messen ? :)

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 9. März 2013 um 18:13
    • #139
    Sukha:
    Onyx9:

    Gleichmut weiß ja auch, daß alles seinen Platz und seine Zeit hat.

    Man diskutiert ja auch nicht unbedingt mit demjenigen der die Aussage gemacht hat, sondern versucht für die restlichen Leser manche (Falsch-) Aussage Dhammagemäß gerade zu rücken.
    Würde ich z.B. außerhalb des Forums mit einigen hier zu tun haben, sprich face to face, würde ich manches mit Sicherheit einfach so stehen lassen, mit dem Wissen, dass manches erst karmisch passen muss bevor es greift. Hier lesen aber viele, auch Neulinge mit. Da wäre es doch schade, wenn nicht wenigstens das Angebot der Lehre des historischen Buddha gemacht würde. So finde ich es immer angenehm, wenn z.B. Elliot oft direkt die passenden Lehrreden postet, wenn accinca, Ji'un Ken und nibbuti es kurz und knapp zusammengefasst auf den Punkt bringen, wenn bel dann ab und an event. noch einmal korrektiv nachsetzt.

    Was dann jeder mit welcher Aussage macht ist dann wiederum seine Sache.

    So spricht es aber auch für Gleichmut, dass manche hier seit Jahren nicht aufgegeben haben, trotz manchmal übelster Beschimpfungen den Dhamma trotz allem richtig weiter zu geben, für alle diejenigen die wenig Staub auf den Augen haben.

    ()


    die letzte ausgabe des Wach-Dhamma :D
    .

  • Sukha
    Gast
    • 9. März 2013 um 18:16
    • #140
    Onyx9:

    Viel Staub, wenig Staub, wer kanns messen ?

    Hast Du so was nicht????

    Da wundert es mich natürlich nicht mehr :lol:;)

    Zorița Câmpeanu:


    die letzte ausgabe des Wach-Dhamma :D

    Besser aufgewachtes Dhamma als Wach-Koma :)

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 9. März 2013 um 18:28
    • #141
    Sukha:

    Besser aufgewachtes Dhamma als Wach-Koma :)

  • Syia
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    • 9. März 2013 um 18:36
    • #142
    Sukha:

    So spricht es aber auch für Gleichmut, dass manche hier seit Jahren nicht aufgegeben haben, trotz manchmal übelster Beschimpfungen den Dhamma trotz allem richtig weiter zu geben, für alle diejenigen die wenig Staub auf den Augen haben.

    Sukha, trotz allem Respekt, den ich für die Schriftgelehrten hier aufbringe ( geholfen habt ihr mir wirklich schon oft genug mit eurem Wissen), kommt so eine Aussage immer sehr komisch rüber.

    Kannst du dir vorstellen, dass dein Gegenüber ganz einfach "dicht macht" , wenn er sowas liest oder gleich mal aus aufgezwungener Verteidigungshaltung ( ihm wird ja gerade schriftlich gegeben, dass er keine Ahnung vom Dharma hat ) die verbale Keule rausholt ?

    Einmal editiert, zuletzt von Syia (9. März 2013 um 19:04)

  • Onyx9
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    • 9. März 2013 um 18:59
    • #143

    Die PK-Zitatate sind völlig in Ordnung,
    aber das "Zurechtrücken" außerhalb der Zitate
    kommt schon manchmal einem Zurechtweisen
    oder einer Kopfwäsche gleich. Und das spricht halt
    nicht für Rückbesinnung auf Gleichmut.
    Aber: Nobody is perfect. :)

  • Elliot
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    • 10. März 2013 um 05:49
    • #144

    Naja.

    Onda:

    Ist schon abartig, was manche Buddhisten sich so aus den Finger saugen und was alles Eingang in den heiligen PK gefunden hat...Kinder der Aversion. Am Leben Gescheiterte.


    Bei solch verqueren Ansichten hilft Gleichmut allein anscheinend auch nicht weiter.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Onda
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    • 10. März 2013 um 07:21
    • #145
    Onda:
    accinca:

    "Gleichwie, ihr Mönche, selbst schon ein wenig Kot, Urin (muttam), Schleim, Eiter oder Blut übel riecht so auch preise ich nicht einmal ein bisschen Dasein (Leben), auch nicht für einen Augenblick." A 1. 32.

    Ist schon abartig, was manche Buddhisten sich so aus den Finger saugen und was alles Eingang in den heiligen PK gefunden hat...
    Kinder der Aversion. Am Leben Gescheiterte.

    Da mein Kommentar zu dieser Textstelle aus dem PK hier bereits mehrfach zitiert wurde, möchte ich ihn nochmal im Zusammenhang posten. Aus dem Zusammenhang gerissen könnte er für Missverständnisse sorgen. In dieser Textstelle wird ein übelriechender Mix aus Kot, Urin, Schleim, Eiter oder Blut mit dem Dasein auf eine Stufe gestellt. So wenig wie es Grund gibt, Kot, Urin, Schleim, Eiter oder Blut zu preisen, so sei auch das Dasein nicht zu preisen.

    Allerdings gibt es viele Gründe, Kot und Urin zu preisen, da sie wichtige "Stationen" des Ernährungsprozesses sind. Auch Eiter und Blut haben lebenswichtige Funktionen! Da gibt es keinen Anlass für abwegige Aversions-Rhetorik. "Das Leben ist Scheiße" - jeder mag individuell entscheiden, ob solch ein Statement als Fundament einer spirituellen Lehre taugt.

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
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  • sarvamitra
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    • 10. März 2013 um 08:05
    • #146
    Onda:

    In dieser Textstelle wird ein übelriechender Mix aus Kot, Urin, Schleim, Eiter oder Blut mit dem Dasein auf eine Stufe gestellt. So wenig wie es Grund gibt, Kot, Urin, Schleim, Eiter oder Blut zu preisen, so sei auch das Dasein nicht zu preisen.

    Allerdings gibt es viele Gründe, Kot und Urin zu preisen, da sie wichtige "Stationen" des Ernährungsprozesses sind. Auch Eiter und Blut haben lebenswichtige Funktionen! Da gibt es keinen Anlass für abwegige Aversions-Rhetorik. "Das Leben ist Scheiße" - jeder mag individuell entscheiden, ob solch ein Statement als Fundament einer spirituellen Lehre taugt.

    Onda


    Dem kann ich nur zustimmen. Zudem zeigt sich wieder wie lebensverneinend der "ursprüngliche" Buddhismus eigentlich ist.
    Grüße
    Sarvamitra

    "Warum muß eine Sache oder ein Gedanke, um richtig zu sein, unbedingt sein?"
    Mircea Eliade

  • Elliot
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    • 10. März 2013 um 09:05
    • #147
    Zitat

    "Rāhula, entwickle Meditation, die gelassen wie Wasser ist; denn wenn du Meditation entwickelst, die gelassen wie Wasser ist, werden erschienene angenehme und unangenehme Kontakte nicht in deinen Geist eindringen und dort bleiben.

    Gerade so wie die Leute saubere Dinge und schmutzige Dinge, Kot, Urin, Speichel, Eiter und Blut im Wasser waschen, und das Wasser deswegen nicht entsetzt, gedemütigt und angewidert ist, genauso, Rāhula, entwickle Meditation, die gelassen wie Wasser ist; denn wenn du Meditation entwickelst, die gelassen wie Wasser ist, werden erschienene angenehme und unangenehme Kontakte nicht in deinen Geist eindringen und dort bleiben." (MN 62)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Geronimo
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    • 10. März 2013 um 09:08
    • #148
    Onda:

    Da mein Kommentar zu dieser Textstelle aus dem PK hier bereits mehrfach zitiert wurde, möchte ich ihn nochmal im Zusammenhang posten. Aus dem Zusammenhang gerissen könnte er für Missverständnisse sorgen. In dieser Textstelle wird ein übelriechender Mix aus Kot, Urin, Schleim, Eiter oder Blut mit dem Dasein auf eine Stufe gestellt. So wenig wie es Grund gibt, Kot, Urin, Schleim, Eiter oder Blut zu preisen, so sei auch das Dasein nicht zu preisen.

    Allerdings gibt es viele Gründe, Kot und Urin zu preisen, da sie wichtige "Stationen" des Ernährungsprozesses sind. Auch Eiter und Blut haben lebenswichtige Funktionen! Da gibt es keinen Anlass für abwegige Aversions-Rhetorik. "Das Leben ist Scheiße" - jeder mag individuell entscheiden, ob solch ein Statement als Fundament einer spirituellen Lehre taugt.

    Onda

    Aber es geht doch bei diesem Gleichnis wirklich nur darum, verständlich zu machen das Dasein immer mit Bedürfnissen verbunden ist. Und das Bedürfnisse ganz grundsätzlich Ungleichgewicht bedeuten. Der Frieden den der Buddha entdeckt hat kennt kein Ungleichgewicht mehr, er ist unbedingt und frei von Bedürfnissen jeglicher Art. Er ist vollkommen.

    Das ist etwas das jeder in der Praxis schon im Ansatz nachprüfen kann. Wie befreiend ist das Glück das für einen Moment nichts braucht, das man auf seiner Meditationsmatte erfahren kann? Wie beschränkt dagegen das Glück sinnlicher Befriedigung. Das ist ja kein Hirngespinst, sondern ganz direkt von jedem erfahrbar. Das Glück das von keinem Objekt abhängig ist, ist doch um so vieles schöner.

    Und der Buddha hat dieses Glück nun bis auf's Äußerste erforscht und erfahren. Von nichts anderem handelt dieser Vergleich. Es gibt ein Glück das frei von Bedürfnissen ist...

    Ist denn das Meer traurig, wenn sich ein Strudel auflöst?

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Doris
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    • 10. März 2013 um 09:57
    • #149
    Zitat


    Das ist etwas das jeder in der Praxis schon im Ansatz nachprüfen kann. Wie befreiend ist das Glück das für einen Moment nichts braucht, das man auf seiner Meditationsmatte erfahren kann? Wie beschränkt dagegen das Glück sinnlicher Befriedigung. Das ist ja kein Hirngespinst, sondern ganz direkt von jedem erfahrbar. Das Glück das von keinem Objekt abhängig ist, ist doch um so vieles schöner.

    Das mag auf der Matte zutreffen, dass es im Moment des samadhi keine Bedürfnisse gibt. So kann man aber nicht dauerhaft verweilen ohne zu sterben. Man muss wieder ins Leben zurück. Allerdings bleibt das Bedürfnis nach Luft auch auf der Matte bestehen. Der Zustand mag schön sein, darin jedoch zu verweilen, würde ich als sehr starke Anhaftung bezeichnen.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • sarvamitra
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    • 10. März 2013 um 10:01
    • #150
    Geronimo:

    Aber es geht doch bei diesem Gleichnis wirklich nur darum, verständlich zu machen das Dasein immer mit Bedürfnissen verbunden ist. Und das Bedürfnisse ganz grundsätzlich Ungleichgewicht bedeuten. Der Frieden den der Buddha entdeckt hat kennt kein Ungleichgewicht mehr, er ist unbedingt und frei von Bedürfnissen jeglicher Art. Er ist vollkommen.

    Das ist etwas das jeder in der Praxis schon im Ansatz nachprüfen kann. Wie befreiend ist das Glück das für einen Moment nichts braucht, das man auf seiner Meditationsmatte erfahren kann? Wie beschränkt dagegen das Glück sinnlicher Befriedigung. Das ist ja kein Hirngespinst, sondern ganz direkt von jedem erfahrbar. Das Glück das von keinem Objekt abhängig ist, ist doch um so vieles schöner.

    Und der Buddha hat dieses Glück nun bis auf's Äußerste erforscht und erfahren. Von nichts anderem handelt dieser Vergleich. Es gibt ein Glück das frei von Bedürfnissen ist...

    Ist denn das Meer traurig, wenn sich ein Strudel auflöst?


    Geht es wirklich nur darum? Wenn ich an die Ekel- und Leichenbetrachtungen denke, und welchen Textumfang sie im Vissudhimagga haben, beschleicht mich schon der Gedanke, daß hier die Nichtigkeit des Daseins und die Abscheulichkeit des Lebens und Körpers mit seinen Produkten im Vordergrund stehen.

    Sarvamangalam

    "Warum muß eine Sache oder ein Gedanke, um richtig zu sein, unbedingt sein?"
    Mircea Eliade

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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