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Die 10 Gebote und die 5 Silas

  • Kaffee48
  • 3. Februar 2013 um 10:58
  • Zum letzten Beitrag
  • Kaffee48
    Gast
    • 3. Februar 2013 um 10:58
    • #1

    Die Zehn Gebote


    DAS ERSTE GEBOT
    Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.
    Was ist das?

    Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen.

    DAS ZWEITE GEBOT
    Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht unnütz gebrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.
    Was ist das?

    Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir bei seinem Namen nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen, sondern ihn in allen Nöten anrufen, beten, loben und danken.

    DAS DRITTE GEBOT
    Du sollst den Feiertag heiligen.
    Was ist das?

    Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, sondem es heilig halten, gerne hören und lernen.

    DAS VIERTE GEBOT
    Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß dir's wohlgehe und du lange lebest auf Erden.
    Was ist das?

    Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsere Eltern und Herren nicht verachten noch erzürnen, sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und wert haben.

    DAS FÜNFTE GEBOT
    Du sollst nicht töten.
    Was ist das?

    Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid tun, sondern ihm helfen und beistehen in allen Nöten.

    DAS SECHSTE GEBOT
    Du sollst nicht ehebrechen.
    Was ist das?

    Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir keusch und zuchtvoll leben in Worten und Werken und in der Ehe einander lieben und ehren.

    DAS SIEBENTE GEBOT
    Du sollst nicht stehlen.
    Was ist das?

    Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsers Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten.

    DAS ACHTE GEBOT
    Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
    Was ist das?

    Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsern Nächsten nicht belügen, verraten, verleumden oder seinen Ruf verderben, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum besten kehren.

    DAS NEUNTE GEBOT
    Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
    Was ist das?

    Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause trachten und mit einem Schein des Rechts an uns bringen, sondern ihm dasselbe zu behalten förderlich und dienlich sein.

    DAS ZEHNTE GEBOT
    Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was sein ist.
    Was ist das?

    Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht seine Frau, Gehilfen oder Vieh ausspannen, abwerben oder abspenstig machen, sondern dieselben anhalten, daß sie bleiben und tun, was sie schuldig sind.

    WAS SAGT NUN GOTT ZU DIESEN GEBOTEN ALLEN?

    Er sagt so: Ich der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott. der an denen, die mich hassen, die Sünde der Väter heimsucht bis zu den Kindern im dritten und vierten Glied; aber denen, die mich lieben und meine Gebote halten, tue ich wohl bis in tausend Glied.
    Was ist das?

    Gott droht zu strafen alle, die diese Gebote übertreten; darum sollen wir uns fürchten vor seinem Zorn und nicht gegen seine Gebote handeln. Er verheißt aber Gnade und alles Gute allen, die diese Gebote halten; darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen und gerne tun nach seinen Geboten.

    Die 5Silas:pāṇâtipātā veramaṇī sikkhāpadaṃ samādiyāmi
    Ich gelobe, mich darin zu üben, kein Lebewesen zu töten.
    adinnādānā veramani sikkhāpadaṃ samādiyāmi
    Ich gelobe, mich darin zu üben, nichts zu nehmen, was mir nicht gegeben wird.
    kāmesu micchācāra veramani sikkhāpadaṃ samādiyāmi
    Ich gelobe, mich darin zu üben, keine ausschweifenden sinnlichen Handlungen auszuüben.
    musāvādā veramani sikkhāpadaṃ samādiyāmi
    Ich gelobe, mich darin zu üben, nicht zu lügen und wohlwollend zu sprechen.
    surā meraya majja pamādatthānā veramani sikkhāpadaṃ samādiyāmi
    Ich gelobe, mich darin zu üben, keine Substanzen zu konsumieren, die den Geist verwirren und das Bewusstsein trüben.


    Wenn man jetzt Vergleiche heranzieht sind die 10 Gebote bei nicht einhalten mit Strafe verbunden.Eben mit Gottes Zorn.
    Im Buddhismus spricht man von Übungsregeln.Man soll sich darin üben.
    Soweit ich das interpretiere,daß wenn man die Silas nicht einhält,man eine schlechte Wiedergeburt bekommt.
    Das nenne ich dann auch eine strafe,zwar nicht Gottgegeben aber auch eine Konsequenz unseren Handelns.
    Ehtik ist halt mutikulturell.
    Grüße kaffee48

  • Tendzin
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    • 3. Februar 2013 um 11:29
    • #2

    Ich stimme Dir zu, wobei ich dieses direkte Gegenüberstellen verschiedener Religionen nicht so gut finde, da es Differenzen statt Einheit schafft.

    Fuß spürt Fuß, wenn er Boden spürt.

  • Maybe Buddha
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    • 3. Februar 2013 um 11:36
    • #3

    Ich denke die Christen dachten sich einfach, das es leichter ist die Menschen vom Guten zu überzeugen, wenn die Menschen mit Strafe (Gottes) rechnen müssen. Ausserdem ist das ganze auf diese Weise viel einfacher, weil es auch der "dümmste" Bauer versteht. Tust du böses gibts Strafe von Gott.

    Im Buddhismus wird einfach eher auf den Verstand verwiesen. Zumindest heutzutage und im Westen. Damals war auch im Buddhismus die Drohkulisse für die "dummen" Bauern die einfachste. Da wurde dann nicht mit Gott, sondern mit schlechter Wiedergeburt gedroht.
    Aber grundsätzlich wird heutzutage erklärt wie Leiden entsteht und es wird erklärt wie Leiden nicht mehr entstehen kann. Dies ist logisch aber auch aufgrund von eigenen Erfahrungen nachvollziehbar. Da brauch es keine wirkliche Drohkulisse. Denn wer versteht wie Leiden entsteht und versteht wie die Leidensentstehung vermieden werden kann, wird sich wohl eher für "kein Leiden" entscheiden und danach handeln.

    Damals war der Gottglaube die effektivere Methode. Heute sind die Menschen gebildeter, verstehen mehr und glauben eher nicht mehr an einen Gott. Daher werden die Kirchenbänke immer leerer und der Buddhismus erfreut sich großer Beliebtheit.

    FürKirche und Christentum wäre es mMn sehr gut sich von dem strafenden Gott zu distanzieren und sich auf die "gottgebende" Einsicht zu verlassen, das Leiden durch selbstlosigkeit überwunden werden kann und nicht durch Furcht.
    Im Buddhismus hat es ja auch fast geklappt. Es gibt zwar noch viele die an Wiedergeburt glauben, aber die wenigsten nehmen es noch als Drohkulisse war. Zumindest im Westen. Wie das in Asien aussieht weiss ich nicht genau. Da ist es warscheinlich ähnlich wie bei uns mit dem Christentum.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Kaffee48
    Gast
    • 3. Februar 2013 um 11:37
    • #4

    Zwischen den Religionen gibt es nun mal Differenzen,sonst wäre es ja nur ein einheitsbrei.Toleranz gegenüber andersdenkenden
    halte ich für eine gute Sache.Man kann ja seine Meinung behaltenund trotzdem im Gespräch bleiben.
    Liebe deine Feind wie dich selbst,hat jesus gesagt.Darin sehe ich auch das nichtunterscheidene Mitgefühl,was es gilt im Buddhismus zu verwirklichen.

  • Kaffee48
    Gast
    • 3. Februar 2013 um 11:48
    • #5
    Maybe Buddha:

    Ich denke die Christen dachten sich einfach, das es leichter ist die Menschen vom Guten zu überzeugen, wenn die Menschen mit Strafe (Gottes) rechnen müssen. Ausserdem ist das ganze auf diese Weise viel einfacher, weil es auch der "dümmste" Bauer versteht. Tust du böses gibts Strafe von Gott.

    Im Buddhismus wird einfach eher auf den Verstand verwiesen. Zumindest heutzutage und im Westen. Damals war auch im Buddhismus die Drohkulisse für die "dummen" Bauern die einfachste. Da wurde dann nicht mit Gott, sondern mit schlechter Wiedergeburt gedroht.
    Aber grundsätzlich wird heutzutage erklärt wie Leiden entsteht und es wird erklärt wie Leiden nicht mehr entstehen kann. Dies ist logisch aber auch aufgrund von eigenen Erfahrungen nachvollziehbar. Da brauch es keine wirkliche Drohkulisse. Denn wer versteht wie Leiden entsteht und versteht wie die Leidensentstehung vermieden werden kann, wird sich wohl eher für "kein Leiden" entscheiden und danach handeln.

    Damals war der Gottglaube die effektivere Methode. Heute sind die Menschen gebildeter, verstehen mehr und glauben eher nicht mehr an einen Gott. Daher werden die Kirchenbänke immer leerer und der Buddhismus erfreut sich großer Beliebtheit.

    FürKirche und Christentum wäre es mMn sehr gut sich von dem strafenden Gott zu distanzieren und sich auf die "gottgebende" Einsicht zu verlassen, das Leiden durch selbstlosigkeit überwunden werden kann und nicht durch Furcht.
    Im Buddhismus hat es ja auch fast geklappt. Es gibt zwar noch viele die an Wiedergeburt glauben, aber die wenigsten nehmen es noch als Drohkulisse war. Zumindest im Westen. Wie das in Asien aussieht weiss ich nicht genau. Da ist es warscheinlich ähnlich wie bei uns mit dem Christentum.


    Gott ist wie wir Menschen ,wir wurden nach seinem Ebenbild geschaffen.Er hat also auch alle negativen Charaktereigenschaften,manchmal läßt er uns es spüren.
    Das Christen ungebideter sind als Buddhisten halte ich für eine Mär.Buddhismus ist im Moment eine Zeitgeistbewegung.
    Die christliche Religion zu verändern halte ich für nicht gut.Die Traditionen sollten bleiben.
    Der Buddhismus verändert sich ja auch nicht.Die vier edlen Wahrheiten und der achtfache Pfad sind seit Jahrhunderten gleich geblieben.
    Grüße kaffee48

  • Aiko
    Gast
    • 3. Februar 2013 um 12:01
    • #6

    Das ist aus Luthers Katechismus -

    http://www.ekd.de/glauben/bekenn…echismus_1.html

    Eine recht gute Deutung dieser jüdischen Gebote, die ja durch Jesus auf zwei zusammen gefasst wurden - hat Rene Girard gegeben - in dem er das mimetische Begehren, auf das ja das 10. Gebot ausführlich hinweist, als den Ausgangspunkt nimmt, aus dem dann die anderen Taten - Gebote 4 bis 9 folgen.
    Das entspricht dem im Buddhismus insofern, als Ausgangspunkt aller unheilsamen Taten eben das Begehren ist - Gier, Hass, Verblendung.

    Die drei ersten Gebote zeigen im Judentum dann das Heilsame auf - die heilsamen Taten.

    Was die Strafen anbetrifft - so liegen sie einfach in den Tatfolgen begründet. Ob ich diese nun als Strafe eines Gottes ansehe oder als Folge eines Gesetzes - das ist im Prinzip das gleiche - denn Gesetz und Gott sind ja im Monotheismus identisch.

  • Maybe Buddha
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    6. August 2011
    • 3. Februar 2013 um 12:09
    • #7
    Kaffee48:
    Maybe Buddha:

    Ich denke die Christen dachten sich einfach, das es leichter ist die Menschen vom Guten zu überzeugen, wenn die Menschen mit Strafe (Gottes) rechnen müssen. Ausserdem ist das ganze auf diese Weise viel einfacher, weil es auch der "dümmste" Bauer versteht. Tust du böses gibts Strafe von Gott.

    Im Buddhismus wird einfach eher auf den Verstand verwiesen. Zumindest heutzutage und im Westen. Damals war auch im Buddhismus die Drohkulisse für die "dummen" Bauern die einfachste. Da wurde dann nicht mit Gott, sondern mit schlechter Wiedergeburt gedroht.
    Aber grundsätzlich wird heutzutage erklärt wie Leiden entsteht und es wird erklärt wie Leiden nicht mehr entstehen kann. Dies ist logisch aber auch aufgrund von eigenen Erfahrungen nachvollziehbar. Da brauch es keine wirkliche Drohkulisse. Denn wer versteht wie Leiden entsteht und versteht wie die Leidensentstehung vermieden werden kann, wird sich wohl eher für "kein Leiden" entscheiden und danach handeln.

    Damals war der Gottglaube die effektivere Methode. Heute sind die Menschen gebildeter, verstehen mehr und glauben eher nicht mehr an einen Gott. Daher werden die Kirchenbänke immer leerer und der Buddhismus erfreut sich großer Beliebtheit.

    FürKirche und Christentum wäre es mMn sehr gut sich von dem strafenden Gott zu distanzieren und sich auf die "gottgebende" Einsicht zu verlassen, das Leiden durch selbstlosigkeit überwunden werden kann und nicht durch Furcht.
    Im Buddhismus hat es ja auch fast geklappt. Es gibt zwar noch viele die an Wiedergeburt glauben, aber die wenigsten nehmen es noch als Drohkulisse war. Zumindest im Westen. Wie das in Asien aussieht weiss ich nicht genau. Da ist es warscheinlich ähnlich wie bei uns mit dem Christentum.


    Gott ist wie wir Menschen ,wir wurden nach seinem Ebenbild geschaffen.Er hat also auch alle negativen Charaktereigenschaften,manchmal läßt er uns es spüren.
    Das Christen ungebideter sind als Buddhisten halte ich für eine Mär.Buddhismus ist im Moment eine Zeitgeistbewegung.
    Die christliche Religion zu verändern halte ich für nicht gut.Die Traditionen sollten bleiben.
    Der Buddhismus verändert sich ja auch nicht.Die vier edlen Wahrheiten und der achtfache Pfad sind seit Jahrhunderten gleich geblieben.
    Grüße kaffee48

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    Ich sage nicht das Christen ungebildeter sind als Buddhisten. Das wäre unsinn.
    Ich sage nur das in der damaligen Zeit versucht wurde auch die ungebildeten zu erreichen, damit sie sich an die Regeln halten die zum guten führen. Im Christentum wurde dort mit Gottes Strafe gedroht, und im Buddhismus mit schlechter Wiedergeburt.

    Der Buddhismus hat sich denke ich schon verändert. Nicht in Bezug auf die Lehre, aber in Bezug darauf was wichtig ist im Buddhismus. Zumindest hier im Westen scheint man sich mehr auf das wesentliche zu konzentrieren. In Asien ist warscheinlich (? ich weiß das nicht genau) der Buddhismus genauso zerfahren wie das Christentum bei uns.
    Die nötige Veränderung die ich meinte, die dem Christentum gut tun würde, wäre ein Rückbesinnen auf die Dinge die wichtig sind.Also nicht Furcht vor irgendeinem Mann mit weißem Bart, der dich bestraft wenn du Scheisse baust. Sondern das selbstlose handeln kultivieren, das sowohl einem selbst, als auch anderen zu Gute kommt, so wie Jesus es lehrte.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Doris
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    • 3. Februar 2013 um 12:13
    • #8

    Ich habe im Religionsunterricht gelernt, dass es nicht so sehr "Du sollst nicht …" heiß, sondern "Du wirst nicht …".
    Das finde ich bedenkenswert. Also, wenn ich Gott erkannt habe, ihn liebe (und das ist etwas anderes als blind Regeln zu gehorchen), dann werde ich automatisch von bestimmten Dingen ablassen.
    Daher ist für mich das erste Gebot das wichtigste.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Kaffee48
    Gast
    • 3. Februar 2013 um 12:19
    • #9
    Doris Rasevic-Benz:

    Ich habe im Religionsunterricht gelernt, dass es nicht so sehr "Du sollst nicht …" heiß, sondern "Du wirst nicht …".
    Das finde ich bedenkenswert. Also, wenn ich Gott erkannt habe, ihn liebe (und das ist etwas anderes als blind Regeln zu gehorchen), dann werde ich automatisch von bestimmten Dingen ablassen.
    Daher ist für mich das erste Gebot das wichtigste.


    Wird Buddha nicht auch so verehrt wie Gott oder Jesus?Kann man Buddhismus und christsein miteinander vereinbaren?
    Grüße kaffee48

  • nibbuti
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    • 3. Februar 2013 um 12:21
    • #10
    Aiko:

    Was die Strafen anbetrifft - so liegen sie einfach in den Tatfolgen begründet. Ob ich diese nun als Strafe eines Gottes ansehe oder als Folge eines Gesetzes - das ist im Prinzip das gleiche - denn Gesetz und Gott sind ja im Monotheismus identisch.


    nicht ganz Aiko

    es zeigt zwar auf etwas ähnliches: Moral, üble Taten haben üble Wirkung usw

    aber dieses Prinzip/Gesetz & 'Gott'/Brahman, auch wenn man es parallel sehen kann, sind nicht das gleiche

    ein Gesetz lädt zum überprüfen ein, bevor man es vertrauensvoll anwendet

    Gott hingegen wird als unfehlbar angesehen & erfordert in der Regel einen 'Glaubenssprung'

    ein Gesetz wird praktisch angewandt um Lösungswege für Probleme zu finden

    Gott hingegen besteht wenn er sich einen Anspruch auf Alleinherrschaft, auf Schöpferkult, auf Gnade durch bloßes Annehmen oder ähnliches sichert

    dabei waren die Anhänger der monotheistischen Religionen sich seit den Anfängen sich nicht einig, ob der Gott der Israeliten, der Christen & der Moslems derselbe oder ein anderer ist

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Doris
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    • 3. Februar 2013 um 12:29
    • #11
    Kaffee48:
    Doris Rasevic-Benz:

    Ich habe im Religionsunterricht gelernt, dass es nicht so sehr "Du sollst nicht …" heiß, sondern "Du wirst nicht …".
    Das finde ich bedenkenswert. Also, wenn ich Gott erkannt habe, ihn liebe (und das ist etwas anderes als blind Regeln zu gehorchen), dann werde ich automatisch von bestimmten Dingen ablassen.
    Daher ist für mich das erste Gebot das wichtigste.


    Wird Buddha nicht auch so verehrt wie Gott oder Jesus?Kann man Buddhismus und christsein miteinander vereinbaren?
    Grüße kaffee48

    Das hat nichts mit Verehrung zu tun.
    Ismen sind schwer miteinander vereinbar.

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  • nibbuti
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    • 3. Februar 2013 um 12:32
    • #12
    Kaffee48:

    Wird Buddha nicht auch so verehrt wie Gott oder Jesus?


    Hi Kaffee.

    dem historischen Buddha wird von Buddhisten Dankbarkeit für das Aufzeigen des Wegs gezeigt

    das ist nicht dasselbe wie etwas unerreichbares anzubeten & dadurch zu vererehren

    Kaffee48:

    Kann man Buddhismus und christsein miteinander vereinbaren?


    das Dhamma ist offen für verschiedene persönliche Aspirationen (spirituelle Ziele wie 'Himmelreich' oder nibbana)

    aber aus eigener Erfahrung: wenn ein Christ etwas ihm Unbekanntes wie Meditation sieht, wird damit idR schlechtes assoziiert ohne es zu verstehen, weil der Pfarrer es nicht gutgeheißen hat

    oder wenn ein Christ vom edlen achtfachen Weg hört, dann findet er das gut, aber viel zu anstrengend, dass man ihn selbst geht, da er in seinen Augen nur etwas 'Äußeres' (Jesus) anzunehmen braucht

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

    Einmal editiert, zuletzt von nibbuti (3. Februar 2013 um 12:35)

  • Doris
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    • 3. Februar 2013 um 12:35
    • #13
    Zitat

    oder wenn ein Christ vom edlen achtfachen Weg hört, dann findet er das gut, aber zu anstrengend für einen selbst, da er in seinen Augen nur etwas 'Äußeres' (Jesus) annehmen braucht

    So so …
    Wenn es so wäre, wäre das schon schwer genug.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • nibbuti
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    • 3. Februar 2013 um 12:40
    • #14
    Doris Rasevic-Benz:

    So so …
    Wenn es so wäre, wäre das schon schwer genug.


    ist das so Doris?

    ein mir lang bekannter & überzeugter Christ, der von Beruf Lehrer & Musiker ist, hat mir persönlich über den edlen achtfachen Weg gesagt:

    "klingt gut, aber zu anstregend, man braucht doch nur Jesus annehmen für Erlösung vom Leid"

    der Buddha lehrte jeden nach seinen Fähigkeiten

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
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    Einmal editiert, zuletzt von nibbuti (3. Februar 2013 um 12:41)

  • Kaffee48
    Gast
    • 3. Februar 2013 um 12:40
    • #15

    Ich kann ja auch jesus verinnerlichen ,in dem ich auf ihn meditiere.Vielleicht habe ich dadurch auch eine bessere Verbindung zu Gott.Die Techniken des meditierens werden mittlerweile auch in christlichen Einrichtungen angeboten.

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 3. Februar 2013 um 12:46
    • #16
    nibbuti:

    oder wenn ein Christ vom edlen achtfachen Weg hört, dann findet er das gut, aber viel zu anstrengend, dass man ihn selbst geht, da er in seinen Augen nur etwas 'Äußeres' (Jesus) anzunehmen braucht


    schon mal von "nicht ich sondern Christus in mir" gehört ?
    wie auch im buddhismus gibt es was für`s Folk, sonnst hätte Buddha auch weniger reden müssen :) würdest du behaupten dass das representativ ist für das verstädnis aller buddhisten?
    _()_
    .

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 3. Februar 2013 um 12:49
    • #17
    nibbuti:
    Doris Rasevic-Benz:

    So so …
    Wenn es so wäre, wäre das schon schwer genug.


    ist das so Doris?

    ein mir lang bekannter & überzeugter Christ, der von Beruf Lehrer & Musiker ist, hat mir persönlich über den edlen achtfachen Weg gesagt:

    "klingt gut, aber zu anstregend, man braucht doch nur Jesus annehmen für Erlösung vom Leid"

    der Buddha lehrte jeden nach seinen Fähigkeiten

    Grüße

    Alles anzeigen


    lieber nibbuti,

    das ist doch nicht dein ernst.....deine argumente basieren ausschlieslich auf äusserlichkeiten:
    überzeugter Christ, was ist das?
    was hat sein Beruf damit zutun....?
    _()_
    .

  • Aiko
    Gast
    • 3. Februar 2013 um 12:59
    • #18
    nibbuti:
    Aiko:

    Was die Strafen anbetrifft - so liegen sie einfach in den Tatfolgen begründet. Ob ich diese nun als Strafe eines Gottes ansehe oder als Folge eines Gesetzes - das ist im Prinzip das gleiche - denn Gesetz und Gott sind ja im Monotheismus identisch.


    nicht ganz Aiko

    es zeigt zwar auf etwas ähnliches: Moral, üble Taten haben üble Wirkung usw


    Ja - alles hat Wirkung - aber ob deine üble Tat bei mir eine üble Wirkung erzeugt, das kannst du nicht be-wirken. Sondern das be-wirke auch ich - das ist also eine gemeinsame Sache.

    Zitat


    aber dieses Prinzip/Gesetz & 'Gott'/Brahman, auch wenn man es parallel sehen kann, sind nicht das gleiche

    ein Gesetz lädt zum überprüfen ein, bevor man es vertrauensvoll anwendet

    Gott hingegen wird als unfehlbar angesehen & erfordert in der Regel einen 'Glaubenssprung'

    ein Gesetz wird praktisch angewandt um Lösungswege für Probleme zu finden


    Man überprüft das Gesetz in dem man es anwendet - so fängt es jedenfalls an. Buddha hat das Gesetz des Bedingten Entstehens erprobt und es dann erkannt - er hatte Vertrauen in sich selbst. Und er hat auch erkannt, dass der Gesetzgeber nicht nötig ist, um das Gesetz zu erkennen.

    Zitat


    Gott hingegen besteht wenn er sich einen Anspruch auf Alleinherrschaft, auf Schöpferkult, auf Gnade durch bloßes Annehmen oder ähnliches sichert

    dabei waren die Anhänger der monotheistischen Religionen sich seit den Anfängen sich nicht einig, ob der Gott der Israeliten, der Christen & der Moslems derselbe oder ein anderer ist


    Ja - das lässt sich dann daraus machen - man leitet einen Anspruch ab, aus seinem Glauben - das machen alle Religionen - hat aber nichts mit dem Anfang zu tun - Luther hat sehr schön gezeigt, dass es immer der Gott ist, den einer selbst hat. Also "der Gott" der Buddhisten ist das Gesetz des Bedingten Entstehens - wenn man daran glaubt, vertrauensvoll, und dem achtfachen Pfad folgt, dann kommt es zum Erlöschen der Triebe - MN 02 - und man müsste zum gleichen Ergebnis kommen: Friede.


    Was fixierst du dich auf den Gesetzgeber - der Gott genannt wird? Buddha hat dies abgelehnt, weil es nutzlos ist, die Gesetze zu diskutieren - die Fallgesetze kannst du nicht ändern - auch wenn du Aufzüge baust. Und "Bedingtes Entstehen" ist ebenso "unfehlbar".
    Und wenn du das nicht so siehst - dann musst du es eben umformulieren und Buddhismus 2.0 erschaffen. Es sind nur Gedankengebäude und Konzepte. Die Wirklichkeit ist ohne Konzept. Aber um die Wirklichkeit nutzen zu können fürs Überleben - musst du ihre Gesetze kennen lernen. Daher ist der Buddhismus als Religion auch nur eine Überlebenspraxis. Und solange diese Praxis mit den anderen konkurriert und sich als was Überlegenes darstellt - wird sie eben nicht von ihrer Verblendung frei.

  • nibbuti
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    23. April 2011
    • 3. Februar 2013 um 13:01
    • #19
    Zorița Câmpeanu:


    überzeugter Christ, was ist das?


    einer der sich in seiner Tradition auskennt & nicht nur auf dem Papier 'Christ' ist

    Zitat

    was hat sein Beruf damit zutun....?


    nicht viel, das habe ich nur erwähnt, um zu zeigen, dass er kein 'dummer Bauer' ist (nichts gegen Bauer), sondern sich mit den Dingen tatsächlich auseinandergesetzt hat

    es ist also nicht bloß ein weiteres Vorurteil seitens des Christen, sondern eine wohl überlegte Meinung basierend auf seinem christlichen Glauben

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Aiko
    Gast
    • 3. Februar 2013 um 13:30
    • #20
    nibbuti:
    Zorița Câmpeanu:


    überzeugter Christ, was ist das?


    einer der sich in seiner Tradition auskennt & nicht nur auf dem Papier 'Christ' ist


    In welcher Tradition? Katholisch, Evangelisch - Evangelikal, Born Again - (klingt jedenfalls danach) - oder orthodox - koptisch?

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 3. Februar 2013 um 13:31
    • #21
    nibbuti:

    was hat sein Beruf damit zutun....?
    nicht viel, das habe ich nur erwähnt, um zu zeigen, dass er kein 'dummer Bauer' ist (nichts gegen Bauer)


    es wundert mich das solch art identifizierung für dich ein kriterium ist, wurst ob, lehrer, bauer, nutte......
    ich könnte dir beispiele geben von menschen die das "christ" sein ganz anders sehen und leben.

    nibbuti:

    es ist also nicht bloß ein weiteres Vorurteil seitens des Christen, sondern eine wohl überlegte Meinung basierend auf seinem christlichen Glauben


    das ist (d)eine schlussfolgerung die auf sehr dünnem eis füsst.

    es wäre hilfreicher sich selbst mit den "dingen" zu beschäftigen wenn "man" sich dazu äusser "muss", also den drang verspürt mitzumischen :)
    _()_
    .

  • wanderer
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    • 3. Februar 2013 um 14:07
    • #22

    Dazu möchte ich einen sehr schönen Beitrag von Geoge Carlin beitragen:

    http://www.youtube.com/watch?v=p-RGN21TSGk

  • nibbuti
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    • 3. Februar 2013 um 15:10
    • #23
    Zorița Câmpeanu:

    es wäre hilfreicher sich selbst mit den "dingen" zu beschäftigen wenn "man" sich dazu äusser "muss", also den drang verspürt mitzumischen :)


    in der Tat, liebe Zorita, es wäre hilfreich wenn man weiß, dass etwas den Tatsachen entspricht, bevor der Drang aufsteigt mitzumischen

    ich habe mich mit diesen Dingen beschäftigt als ich noch auf der Suche war, darüber hinaus ist es nicht hilfreich, sondern eher Zeitverschwendung

    aber es war nicht meine Äußerung, sondern die Äußerung eines befreundeten Christen über den edlen 8-fachen Weg basierend auf seinem christlichen Glauben an Jesus den Erlöser

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Aiko
    Gast
    • 3. Februar 2013 um 15:51
    • #24
    nibbuti:

    aber es war nicht meine Äußerung, sondern die Äußerung eines befreundeten Christen über den edlen 8-fachen Weg basierend auf seinem christlichen Glauben an Jesus den Erlöser

    Könnte es nicht auch sein, dass du deinem Freund den achtfachen Weg nicht korrekt gezeigt hast?

  • Onyx9
    Gast
    • 3. Februar 2013 um 16:05
    • #25

    Wenns interessiert:


    Ein Beispiel für einen religiösen Zen-Buddhisten:

    http://international-zen-temple.de/en/press/FAZ.htm

    Ein Beispiel für einen echten Christen:

    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/fluecht…246965925417366

    Solche Leute sind für mich Vorbilder unabhängig vom Background.

    Jesus seh ich nicht ( mehr ) als irgendeine Figur oder historische Persönlichkeit an,
    nachdem ich mich mit Mystik und Orthodoxie mal beschäftigt habe. Er gilt eigentlich als "Verkörperung der Barmherzigkeit und Liebe Gottes".
    Wer "Jesus nachfolgt" soll also buddh.gesprochen Metta in den Mittelpunkt seines Handelns stellen.
    Darum heißt es: "Gott ist die Liebe und wer IN der Liebe bleibet, der bleibet IN Gott."
    IN Gott heißt, buddhistisch gesprochen, auf "glücklicher Fährte". Das ist Ausrichtung auf Sittlichkeit, egal
    ob nun über die Sila oder über die Gebote, wobei ich da eher, wenn ich Christin wäre, mich am neuen Testament ausrichten würde,
    anstatt an den Geboten patriarchaler, kriegerischer Wüstenpatrone. :D

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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