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Was ist der Unterschied zwischen Yoga und Buddhismus?

  • Chris27
  • 2. Februar 2013 um 18:24
  • Zum letzten Beitrag
  • Chris27
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    1. Februar 2013
    • 2. Februar 2013 um 18:24
    • #1

    Ich möchte gern wissen worin sich Yoga und Buddhismus als letztendliches Ziel unterscheiden!?

    Was ich bis jetzt glaube verstanden zu haben Yoga: Man versucht sich als einzelseele mit der Überseele oder Gott zu verbinden eins zu werden mit dem Einen.

    Buddhismus: Man versucht irgendwie immer mehr Teile von seinem Selbst loszulassen bis man nichts mehr vorfindet und dann ist das das Nirvana?

    Habe vom Yoga gelesen das der Zustand dann Bewusstsein, Freude und einheitsgefühl oder so ist..
    Aber Nirwana ist?
    Nirwana = reines Bewusstsein? oder Nirwana = Kein Bewusstsein mehr ?
    Ist der Bewusstseinszustand beim Buddhismus und beim Yoga der selbe?
    Kann mir jemand erläutern was dabei als Endergebnis herauskommen würde? Ist es ein Zustand in dem die Person noch existiert oder hat sie sich dann selbst vernichtet? Ist es etwas voll Wonne oder sozusagen die endgültige Todesursache..?

  • Turmalin 1
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    • 2. Februar 2013 um 19:27
    • #2

    Zum Thema wie sich buddhistische Verwirklichung anfühlt: fotos vom Dalai Lama angucken. :D
    Etwas wird reduziert. Das ist das Gefühl, das biographische Selbst zu sein.
    Stattdessen ist da etwas anderes, was schwer zu beschreiben ist. Da ist Bewusstsein, ja. Freude auch.
    Was nicht ist, ist das Gefühl: Ich als Einzelmensch bin total happy. Wie z. B. wenn man glücklich verliebt ist. man ist total happy, sitzt in der S- Bahn. Die anderen machen so ein Gesicht: :( ... einem selbst ist das egal, weil man ist ja so happy verliebt.
    man fühlt sich durch die Entwicklung nicht getrennt von den anderen Menschen. Also jetzt in der S- Bahn z. B. man ist nicht fixiert darauf, was einem selbst in der eigenen Biografie grade passiert. ob man " Glück" oder "Unglück" hat verändert den eigenen Bewusstseinszustand nicht soviel.
    Yoga ist ein Wort im Tibetischen Buddhismus. Ein Yogi und eine Yogini, sind ein verwirklichtes Paar. Es wird in Abgrenzung benutzt zu verwirklichten Mönchen und Nonnen. oder eben ein Yogi ist ein verwirklichter Meister, der auch alleine sein kann, aber eben keine Gelübde hält, Mönch zu sein.
    über das, was hier im Westen Yoga genannt wir, diese Körperübungen weiß ich nichts.
    Mein Dzogchen- Meister macht manchmal etwas mit dem Körper, es wird auch Yoga genannt. Es dient der spirituellen Entwicklung, also dem gleichen, was ich oben beschrieben habe. Er macht aber nicht diese richtig anstrengenden Dehnübungen. diese mache ich einfach als körperübung, aber da kenn ich mich nicht aus, habe keinen Lehrer dafür.

  • nibbuti
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    • 2. Februar 2013 um 19:31
    • #3
    Frank1:

    für mich sind die Ziele von Yoga und Buddhismus dieselben, sie werden nur von unterschiedlichen Sichten gesehen:
    Ziel ist immer vollständiges Glücksgefühl bzw reines Bewusstsein.


    nicht wirklich Frank

    es gibt einige Überschneidungen, wie bei allen Religionen, aber die Ziele sind grundverschieden

    Ziel der Yoga-Tradition ist wie Chris richtig sagte Vereinigung von Selbst mit Brahman (dem Schöpfer oder Gottprinzip, 'Yoga' heißt wörtlich Vereinigung/Unterjochung)

    Ziel des Buddhismus ist über die göttlichen oder himmlischen Glückszustände hinauszugehen & jede Anhaftung überwinden

    in der Realität sind die Unterschiede aber so subtil, dass die meisten Buddhisten auch Yoga (in Maßen) ausüben können

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

    Einmal editiert, zuletzt von nibbuti (2. Februar 2013 um 19:36)

  • nibbuti
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    • 2. Februar 2013 um 19:48
    • #4
    Frank1:

    Wie gesagt, ich glaube jede Religion will das Vollkommene für das Individuum. Und da kann es für mich nur eines, das Absolute, geben, was alle Religionen anstreben.

    Frank1:

    für mich sind die Ziele von Yoga und Buddhismus dieselben

    jede Tradition will dem Menschen gutes, aber nicht jede führt zum selben Ziel

    wie man an Christentum & Islam erkennen kann, da wird ein Platz im Himmel (nach dem Tod) als 'gut', der jeweilige Gott als absolut & vollkommen angesehen

    das kommt vor dem Wohl in diesem Leben, sodass allerlei Unsinn in diesem Leben unter dem Banner des nächsten geschehen kann

    bei einem Buddha (vollkommen Erwachten) wird nicht ganz dasselbe als 'gut', als absolut & vollkommen verstanden

    alle Buddhas kennzeichnen sich durch Unschädlichkeit (ahimsa) im Hier & Jetzt, sowie vollständige Befreiung von den Fesseln des Geistes

    Yoga (in Maßen) kann in diesem Leben zu himmlischen Zuständen führen, das ist beachtlich, aber im Buddhismus bestenfalls ein Zwischenstopp

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
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  • Elliot
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    • 2. Februar 2013 um 22:17
    • #5
    Chris27:

    Was ich bis jetzt glaube verstanden zu haben Yoga: Man versucht sich als einzelseele mit der Überseele oder Gott zu verbinden eins zu werden mit dem Einen.

    Buddhismus: Man versucht irgendwie immer mehr Teile von seinem Selbst loszulassen bis man nichts mehr vorfindet und dann ist das das Nirvana?


    Ja, das trifft es ganz gut, finde ich.

    Chris27:

    Habe vom Yoga gelesen das der Zustand dann Bewusstsein, Freude und einheitsgefühl oder so ist..
    Aber Nirwana ist? Nirwana = reines Bewusstsein? oder Nirwana = Kein Bewusstsein mehr ? Ist der Bewusstseinszustand beim Buddhismus und beim Yoga der selbe?


    Der Unterschied wird auch hier verdeutlicht:

    Zitat

    "Der Tathāgata, ihr Bhikkhus, versteht dies so: 'Jener gute Mönch oder Brahmane betrachtet sich mit dem Loslassen von Ansichten über die Vergangenheit und die Zukunft und durch völliges Fehlen von Entschluß zu den Fesseln sinnlichen Erlebens und mit Überschreitung der Verzückung der Abgeschiedenheit, des überirdischen Glücks und weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls folgendermaßen:

    'Ich bin im Frieden, ich habe Nibbāna erlangt, ich bin ohne Anhaften [13].'

    Gewiß macht dieser Ehrwürdige den Weg der auf Nibbāna ausgerichtet ist, geltend. Und dennoch haftet dieser gute Mönch oder Brahmane immer noch an, er haftet entweder an einer Ansicht über die Vergangenheit oder an einer Ansicht über die Zukunft oder an einer Fessel sinnlichen Erlebens oder an der Verzückung der Abgeschiedenheit oder an überirdischem Glück oder an weder-schmerzhaftem-noch-angenehmem Gefühl. Und wenn dieser Ehrwürdige sich folgendermaßen betrachtet: 'Ich bin im Frieden, ich habe Nibbāna erlangt, ich bin ohne Anhaften', dann wird auch das als Anhaften seitens dieses guten Mönches oder Brahmanen verkündet. Jenes ist gestaltet und grob, aber es gibt ein Aufhören der Gestaltungen. Weil der Tathāgata weiß, 'es gibt dies', und weil er sieht, wie man jenem entkommt, hat er jenes überschritten."

    "Ihr Bhikkhus, dieser höchste Zustand erhabenen Friedens ist vom Tathāgata entdeckt worden, nämlich Befreiung durch Nicht-Anhaften, indem man den Ursprung, das Verschwinden, die Befriedigung, die Gefahr und das Entkommen im Falle der sechs Grundlagen für Kontakt [14] der Wirklichkeit entsprechend weiß. Ihr Bhikkhus, das ist der höchste Zustand erhabenen Friedens, der vom Tathāgata entdeckt worden, nämlich Befreiung durch Nicht-Anhaften, indem man den Ursprung, das Verschwinden, die Befriedigung, die Gefahr und das Entkommen im Falle der sechs Grundlagen für Kontakt der Wirklichkeit entsprechend versteht." (MN 102)


    Viele Grüße
    Elliot

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    Elliot

  • nibbuti
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    • 2. Februar 2013 um 22:36
    • #6
    Frank1:

    Hallo nibbuti,

    ich kann es nur nochmals wiederholen.
    Das was Du beschreibst, sind die Sichtweisen und veröffentlichen Wege der Religionen, nicht das endgültige Ziel, was sich nicht beschreiben lässt, ich versuche es mit dem "Absoluten", was es auch immer ist. Ich denke keine Religion wird am Ende weniger erreichen wollen.
    Um es nochmals mit dem Zwischenziel des Christemtums "in den Himmel" zu kommen, zu erklären, ist für mich das Zwischenziel, sich in seinem Leben anzustrengen, im Gegensatz zum Buddhismus, wo es oft auf das nächste Leben verschoben wird. D.h. das was Du als Endziel hier siehst, ist der Weg, wie bei den Definitionen beim Yoga und Buddhismus auch.
    Es kann auch nur ein sinnvolles, absolutes Endziel geben nicht mehrere und alle Religionen werden sich nicht am Ende nicht mit weniger zufrieden geben.

    Frank


    durch Wiederholen allein wird etwas nicht Realität, lieber Frank

    (1) 'gute' Absichten & (2) 'passende' Absicht (samma sankappa) samt entsprechender Ziele (die wo man tatsächlich ankommt, nicht die man sich vorher wünscht oder vorstellt) sind 2 verschiedene Dinge:

    (1) dass es manchmal besser ist auf gemeinsame Absichten einzugehen als auf Unterschiede ist eine reine 'Äußerlichkeit', die für 'äußeren' Frieden sorgt

    (2) für einen mit samma sankappa ist gerade dieser Unterschied entscheidend: anatta wird nirgends außer von vollkommen Erwachten gelehrt & führt auch zu 'innerem' Frieden

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
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  • Maybe Buddha
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    • 3. Februar 2013 um 09:44
    • #7

    nibbuti & Frank:
    Ihr habt beide im Grunde recht.
    Das Ziel ist das Selbe. Es kann ja im Gunde gar nicht anders sein.

    Die Wege sind verschieden, und ob sie erfolgreich sind muss jeder selbst herausfinden.
    Wenn der Buddhist sagt sein Ziel ist Nibbana und der Yoga-Anhänger sagt sein Ziel ist sich mit Brahma zu vereinen, streben beide das selbe Ziel an. Ob beide oder einer von beiden oder keiner dieses Ziel erreicht ist eine andere Geschichte. Und wie man dieses erreichen dann nennt ist ebensoeine andere Geschichte. Und beide Wege wirklich zum Ziel führen (können) ist auch wieder eine neue Geschichte.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Jinen
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    • 3. Februar 2013 um 14:03
    • #8

    Erstmal sollte man schon, was man da überhaupt vergleichen will, dann Yoga ist vielleicht noch stärker als Buddhismus kein einheitlicher Block.
    Ein Bhakti-Yogi z.B. ein Ksna-Anhänger und ein Jnana-Yogi z.B. ein Advaita-Anhänger könnten sich weder über Weg noch über Ziel einigen.
    Dann macht es das ganze noch schwieriger, das im tantrischen Buddhismus einzelne Wege auch als Yoga bezeichnet werden (z.B. KriyaYoga, MahaYoga, AnuttaraYoga) und es ebenso im Dzogchen einen Weg gibt der sich Yoga nennt (Yantra Yoga).

    Ein Weg wäre z.B. sich auf den 8-fachen Weg des Buddha und den 8-fachen Weg des Patanjali sich zu beschränken. Den des Yoga nenne ich mal kurz, weil den des Buddha hoffe ich als bekannt voraus setzen zu können:

    1. Yama - Moral und Ethik
    2. Niyama - Reinheit, Innere und äußere, Genügsamkeit, Selbsterforschung, ebenso Hingabe an Ishvara, den Schöpfergott
    3. Asanas - Körperstellungen (Das waren allerdings nicht so viele wie im heutigen Hatha-Yoga, und dienten dazu, den Körper zu einen guten Gefährt für die Meditation zu machen)
    4. Pranayama - Achtsamkeit auf den Atem und Kontrolle des Atems
    5. Pratyahara - Zurückziehen der Sinneswahrnehmungen
    6. Dharana - Konzentration
    7. Dhyana - Meditation
    8. Samadhi - Versenkung

    Man stellt erst einmal große Parallelen zum Weg des Buddhas fest.
    wo sie differieren ist
    A) bei der Annahme, daß es einen Gott als höchstes ewiges Wesen gibt bzw. mehrere davon, oder eben nichts von allen dem (Das ist auch der Unterschied zwischen Yoga und Samkhya)
    B) wenn die Illusion eines Ichs durchschaut/überwunden ist, bleibt im Yoga noch ein ungeborener Kern übrig (der in manchen Richtungen dann eins ist mit Brahman, dem Kern des ganzen Universums), im Buddhismus dagegen ungeborene Leere.

    Inwieweit Nirvana und Moksha letztlich verschieden sind, ist schwer feststellbar. Über beides ist IMHO keine Aussage möglich.

  • nibbuti
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    • 3. Februar 2013 um 14:44
    • #9
    Maybe Buddha:


    Wenn der Buddhist sagt sein Ziel ist Nibbana und der Yoga-Anhänger sagt sein Ziel ist sich mit Brahma zu vereinen, streben beide das selbe Ziel an.


    nicht wirklich MB

    sie zeigen in dieselbe Richtung, aber nicht auf dasselbe Ziel

    das ist nicht bloß eine sprachliche Feinheit oder Unterscheidung

    zB setzt Vereinigung mit Brahman ein Selbst voraus, das sich mit Brahman vereinigen kann

    in Nibbana ist nicht das geringste das als Selbst bestehen kann, nichteinmal Nibbana

    von Außenstehenden wird Brahman & Nibbana oft synonym verwendet

    Buddhisten sollten da klar unterscheiden können

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
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  • Chris27
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    • 3. Februar 2013 um 22:14
    • #10

    Ok ich habe jetz glaub ich soweit mitgelesen das ich daraus schließe das man dann noch Bewusstsein besitzt!?
    Einfach dann noch zu existieren finde ich gut :)
    Egal ob man dann In Gott aufgegangen ist oder irgendwie verloschen ?!?, wenn der jeweilige Zustand dann angenehmer ist als das normale Leben kann man ja froh sein :) Oder das verloschen sein meint das aufgeben des Ego bzw Individuellen Ich.. Und Nirvana = Gott bzw grenzenloses Bewusstsein Sat Chit Ananda ?!?

    Das mit dem Selbst und nicht-Selbst habe ich noch nicht so ganz verstanden..
    Ist das so gemeint die individuelle Existenz zu besitzen bzw nicht zu besitzen oder was ist damit gemeint?
    Laut Yoga soweit ich gelesen habe, sei das so, dass sich die individualität im ganzen Auflösen würde in der Befreiung.. das wäre doch ein nicht selbst oder?
    Weil das nicht mehr ein individuelles Selbst ein getrenntes Selbst ist. Kein Ich und du sondern nur noch ein Ich fürs ganze sozusagen.

    Vielleicht meint das Nicht selbst das kosmische ganze selbst, daher NICHT SELBST also kein eigenes selbst nur ein ganzes Selbst?Da ja die eigenes existenz eine Illusion sei und man dies in der Erleuchtung erkennt..

    Oder ist mit dem Nicht-Selbst sowas gemeint das das Bewusstsein sich versucht hinter allen masken zu finden und am Ende erhällt es irgendwie zugang sich also das Bewusstsein selbst zu erblicken und erkennt das das Bewusstsein garnicht existiert und löst sich in sich selbst auf.. so wie eine Figur die sich selbst auffrisst bis nichts bleibt (wenn das Sinn ergeben würde^^)..?
    Verstehe ich nicht.. :)

  • Elliot
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    • 3. Februar 2013 um 23:06
    • #11
    Zitat

    "Und was, Ānanda, ist der Pfad, der Weg zur Überwindung der fünf niedrigeren Fesseln? In Abgeschiedenheit von jeglicher Vereinnahmung [4], mit der Überwindung unheilsamer Geisteszustände, mit der völligen Stillung körperlicher Trägheit tritt da ein Bhikkhu ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind."

    "Was auch immer darin an

    Form, Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltungen und Bewußtsein existiert,

    er sieht diese Zustände als vergänglich, als Dukkha, als eine Krankheit, als ein Geschwür, als einen Stachel, als ein Unglück, als Leid, als fremd, als etwas, das sich auflöst, als leer, als Nicht-Selbst [5].

    Er wendet seinen Geist von diesen Zuständen ab und lenkt ihn so zum todlosen Element: 'Dies ist das friedvolle, dies ist das höchste, nämlich die Stillung aller Gestaltungen, das Loslassen aller Vereinnahmung, die Vernichtung allen Begehrens, die Lossagung, das Aufhören, Nibbāna.' Auf dieser Grundlage erlangt er die Vernichtung der Triebe.

    Aber wenn er die Vernichtung der Triebe nicht erlangt, dann wird er aufgrund jener Begierde nach dem Dhamma, jenes Entzückens über das Dhamma, mit der Vernichtung der fünf niedrigeren Fesseln, einer, der dazu bestimmt ist, spontan (in den Reinen Bereichen) wiederzuerscheinen und dort Nibbāna zu erlangen, ohne je von jener Welt zurückzukehren. Dies ist der Pfad, der Weg zur Überwindung der fünf niedrigeren Fesseln."

    "Wiederum, mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) tritt ein Bhikkhu in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Herzens enthält, ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind. ..." (MN 64)


    Viele Grüße
    Elliot

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    Elliot

  • Turmalin 1
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    • 3. Februar 2013 um 23:10
    • #12

    also ich kann die Antwort hier nicht schreiben. Du fragst hier DIE zentrale Frage. Ich kenne die Anwort aus einem Mahamuda- Text. Es bekommen ihn nur Schüler des Meisters, der uns den Text erklärt hat und Schüler anderer Meister die befugt sind, diese Belehrungen zu geben. Ich denke, das gleiche gilt für Dzogchen- Texte, die z. B. ich nicht habe.
    Niemand, der Dzogchen studiert hat, darf mir Textstellen aus dem Dzogchen zitieren, welche nicht veröffentlicht sind.
    Also im tibetischen Buddhismus must du Schüler eines Lehrers werden. Sonst wird diese Frage nicht beantwortet. Wann sie beantwortet wird, entscheidet der Lehrer.

  • Sigitta
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    • 11. Februar 2013 um 12:11
    • #13

    jetzt müssen hier schon die Tibeter was aus dem Palikanon raussuchen. naja ich freu mich ja irgendwie drüber ^^

    Zitat


    samyojana

    'Fesseln'. Es gibt 10 die Wesen ans Dasein kettende Fesseln, nämlich:


    Persönlichkeitsglaube (sakkāya-ditthi, siehe ditthi),
    Zweifelsucht (siehe vicikicchā),
    Hängen an Regeln und Riten (sīlabbata-parāmāsa; upādāna, 3),
    Sinnliches Begehren (siehe kāma-rāga),
    Groll (vyāpāda),
    Begehren nach Feinkörperlichkeit (rūpa-rāga),
    Begehren nach dem Unkörperlichen (arūpa-rāga),

    Dünkel (siehe māna),
    Aufgeregtheit (siehe uddhacca),
    Unwissenheit (siehe avijjā).

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    Soviel zu der ständigen Frage, ob man dann noch existieren darf.

    Wenn sich die ganze Welt ändert müssen wir auch die Veränderung der Menschen anerkennen. Behandle einen Menschen seinem Wesen und nicht deiner Erinnerung entsprechend. Jetzt

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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