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Unterschiede

  • Siduchna
  • 7. Januar 2013 um 17:46
  • Zum letzten Beitrag
  • Siduchna
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    7. Januar 2013
    • 7. Januar 2013 um 17:46
    • #1

    Hallo,

    welchen Unterschied gibt es beim "Abblocken" von gedanken und dem Loslassen von Gedanken? ist es nur, dass das Abblocken einen Kraftaufwand darstellt?

    Welchen Unterschied gibt es beim "Sich hineinversinken" in Emotionen und dem Beobachten derselben? ist es nur, das das erste eine Aktion darstellt?

  • dhammacakkhu
    Gast
    • 7. Januar 2013 um 19:58
    • #2

    Loslassen kann man auf zwei Arten:
    Es fängt an bei zwei Seelen, die in deiner Brust wohnen. Das meint du hast eine Weisheit gelesen und verstanden (z.B. wir alle sind eins oder hass erzeugt immer nur hass und daher will ich meine Empathie stärken indem ich mich in meinen Gegenüber hineinversetzte). Allerdings hast Du in den letzten Jahrzehnten diese Weisheit nicht gekannt oder gekannt, aber nicht als geistiges höchstes Leitbild gesehen. Du hast Streit mit deinem Freund und bist wütend. In der Meditation sitzt Du und der Gedanke kommt (automatisch:"So ein egoistisches Verhalten, unmöglich. So ein Blödmann!"). Das kommt automatisch. aber da schaltet sich die Weisheit ein und Du setzt den autoimatisch auftauchenden Programmen neue Einsichten entgegen. Das ist Arbeit, aber effektiv.
    Wenn Du das übst und übst und übst veränderst Du deine Programme und Automatismen, so dass irgendwann genau so automatisch wie sonst "Blödmann" als Gedanke angebrandet kommt, nun vielleicht kommt: "Ja, ich will versuchen seine Sicht zu verstehen und auch mich und wenn mir das gelingt ohne mich aufzuregen so kann ich nun dies mit ihm klären".
    Es geht also eigentlich um die gleichen Inhalte mit dem Unterschied dass am Anfang üben steht und später als Frucht das Erstrebte einfach da ist, weil das Herz/Gemüt genau dorthim geneigt ist. Keine Arbeit mehr nötig.
    Das Beobachten von Emotionen ist einfacher, wenn man sich nicht mit den Dingen identifiziert. Sich reinsteigern heißt Identifikation pur. Sich hineinversenken ist auch gut, um auf einer tieferen Ebene zu verstehen, was alles hinter der Emotion steckt, um also mehr darüber zu erfahren. Besonders bei schönen Emotionen wie z.B. der Freude das Leben einer Freundin durch irgendetwas bereichert zu haben ist das hineinversenken sehr schön und öffnet ungeahnte geistige Räume. Aber aufpassen: Nicht Hineinsteigern und hysterisch oder sentimental werden.

  • Turmalin 1
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    • 7. Januar 2013 um 20:54
    • #3

    bei mir ist es so: In der Meditation konzentriere ich mich auf etwas anderes als meine Gedanken. Auf den Atem oder ein Buddha- Bild.... Dies bedeutet Anstrengung. Ich verkrampfe mich dabei aber nicht, sondern entspanne. Das ist wohl das Loslassen der Gedanken. Ich wüsste gar nicht, wie ich Gedanken abblocken könnte. Da würde ich dann gegen etwas kämpfen, und das geht nicht. Es geht nur, die Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken. Wenn man das Wort " Abblocken" jetzt versucht, positiv zu drehen, dann würde ich es mit diesem Anstrengungs- Aspekt verbinden. man ist schon irgendwie ein Kämpfer und kann nicht mehr so einfach von Problem- Gedanken überfallen und beherrscht werden.

  • Maybe Buddha
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    • 7. Januar 2013 um 21:04
    • #4
    Siduchna:

    Hallo,

    welchen Unterschied gibt es beim "Abblocken" von gedanken und dem Loslassen von Gedanken? ist es nur, dass das Abblocken einen Kraftaufwand darstellt?

    Welchen Unterschied gibt es beim "Sich hineinversinken" in Emotionen und dem Beobachten derselben? ist es nur, das das erste eine Aktion darstellt?


    Ich sehe das folgendermaßen, aus meiner eigenen Erfahrung:
    Loslassen bzw nicht ergreifen von Gedanken, heisst die Gedanken nur zu beobachten. Man sieht dort sind Gedanken. Mehr nicht. Im normalen Alltag identifiziert man sich schnell mal mit den Gedanken (dann sind es "meine Gedanken"). Wenn man aber nur beobachtet, ohne zu ergreifen, schwinden sie schnell wieder von alleine. Wenn aber immer und immer wieder unheilsame Gedanken auftreten, die von alleine nicht verschwinden, weil sie festgehalten und ergriffen werden, dann hilft manchmal nur das gegensteuern. Der Buddha hat da auch einige Vorgehensweisen genannt wie man dagegen arbeiten kann (zb. in sich heilsame Gedanken aufkommen zu lassen usw.).

    Mit den Emotionen ist es ähnlich. In den Emotionen versinken bedeutet, man ist in dem augenblick extrem verblende und überhaupt nicht klar. Man nimmt die Emotionen als "eigen", als "Selbst" wahr, also ist man in dem Augenblick die Emotion. Wenn man aber klar ist, erkennt man "dort sind Emotionen", man weiss sie sind nicht-selbst, man hat abstand zu ihnen und kann einfach nur beobachten.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Turmalin 1
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    • 7. Januar 2013 um 21:25
    • #5
    Maybe Buddha:
    Siduchna:

    Hallo,

    welchen Unterschied gibt es beim "Abblocken" von gedanken und dem Loslassen von Gedanken? ist es nur, dass das Abblocken einen Kraftaufwand darstellt?

    Welchen Unterschied gibt es beim "Sich hineinversinken" in Emotionen und dem Beobachten derselben? ist es nur, das das erste eine Aktion darstellt?


    Ich sehe das folgendermaßen, aus meiner eigenen Erfahrung:
    Loslassen bzw nicht ergreifen von Gedanken, heisst die Gedanken nur zu beobachten. Man sieht dort sind Gedanken. Mehr nicht. Im normalen Alltag identifiziert man sich schnell mal mit den Gedanken (dann sind es "meine Gedanken"). Wenn man aber nur beobachtet, ohne zu ergreifen, schwinden sie schnell wieder von alleine. Wenn aber immer und immer wieder unheilsame Gedanken auftreten, die von alleine nicht verschwinden, weil sie festgehalten und ergriffen werden, dann hilft manchmal nur das gegensteuern. Der Buddha hat da auch einige Vorgehensweisen genannt wie man dagegen arbeiten kann (zb. in sich heilsame Gedanken aufkommen zu lassen usw.).

    Mit den Emotionen ist es ähnlich. In den Emotionen versinken bedeutet, man ist in dem augenblick extrem verblende und überhaupt nicht klar. Man nimmt die Emotionen als "eigen", als "Selbst" wahr, also ist man in dem Augenblick die Emotion. Wenn man aber klar ist, erkennt man "dort sind Emotionen", man weiss sie sind nicht-selbst, man hat abstand zu ihnen und kann einfach nur beobachten.


    Ganztagspraxis :)

  • SpringMode5708
    Gast
    • 13. Januar 2013 um 15:16
    • #6

    Herzlich Willkommen (:

    Siduchna:

    welchen Unterschied gibt es beim "Abblocken" von gedanken und dem Loslassen von Gedanken? ist es nur, dass das Abblocken einen Kraftaufwand darstellt?


    Zum 'Abblocken' muß ich hart werden. Das Abgeblockte wartet dann, bis ich aufhöre abzublocken, dann ist es wieder da, stärker als beim ersten Mal.

    Zum Loslassen muß ich das Loszulassende akzeptieren, weich werden und es dann loslassen. Das Losgelassene löst sich auf und ist weg und kommet nicht wieder. Natürlich kommt etwas neues, das es wieder gild loszulassen. Das ist aber neu entstanden. Weich werden bedeutet nicht, in der Sammlung mit der Aufmerksamkeit nachzulasssen.

    Siduchna:

    Welchen Unterschied gibt es beim "sich hineinversinken" in Emotionen und dem Beobachten derselben?
    Ist es nur, das das erste eine Aktion darstellt?


    Ich ahne nur, was Du mit "sich in Emotionen hineinversinken" meinst.

    Meinst Du, sich der Emotion hingeben und den Geist von ihr durchtränkt und beeinflusst lassen? Gedanken und Handlungen folgen der Emotion?

    Wenn es so gemeint ist, dann ist der Unterschied ja klar. Beobachten bedeutet, das Entstehen oder BEstehen einer Emotion wahrzunehmen. Ohne darauf zu re-agieren. Nur wahrnehmen und keine weiteren Gedanken, Worte oder körperliche Handlung darauf aufbauend ausführen. Oder die bereits entstandenen Re-aktion (geistig, verbal, körperlich) beenden, zu entspannen und zum Beobachten zurückkehren.
    Gruß (:

  • Onyx9
    Gast
    • 14. Januar 2013 um 08:35
    • #7

    Abblocken ist garnicht gut, weil das nur Niederdrücken heißt.
    Oder Unterdrücken. Wenn man z.B. sehr ärgerlich ist und das dauernd unterdrückt,
    kann man gesundheitliche Probleme kriegen. Das vorläufige Ziel ist nicht ein leerer Kopf,
    sondern präsentes, stilles Gewahrsein. Kommen und Gehen lassen.

  • Siduchna
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    • 14. Januar 2013 um 09:04
    • #8
    Onyx9:

    Abblocken ist garnicht gut, weil das nur Niederdrücken heißt.
    Oder Unterdrücken. Wenn man z.B. sehr ärgerlich ist und das dauernd unterdrückt,
    kann man gesundheitliche Probleme kriegen. Das vorläufige Ziel ist nicht ein leerer Kopf,
    sondern präsentes, stilles Gewahrsein. Kommen und Gehen lassen.


    Dann gleich zu der nächsten Frage - was ist der Unterschied zwischen einem leeren Kopf und der Stille.
    und wie unterscheide ich das "Gehen lasssen" der Gedanken mit dem Zurückkehren zum Meditationsobkjekt? ist das dann nicht auch ein Unterdrücken? Obwohl ich den gedanken, die emotion erfasst habe, ohne die Hintergründe zu erfragen?

  • Onda
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    • 14. Januar 2013 um 12:29
    • #9
    Siduchna:


    und wie unterscheide ich das "Gehen lasssen" der Gedanken mit dem Zurückkehren zum Meditationsobkjekt? ist das dann nicht auch ein Unterdrücken?

    Nein, das ist einfach Konzentration. Du hast dir vorgenommen, beim Objekt der Meditation zu bleiben. Du schweifst ab und kehrst sanft wieder zum Objekt zurück ohne dich fürs Abschweifen zu verurteilen.
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Onyx9
    Gast
    • 18. Januar 2013 um 22:11
    • #10
    Siduchna:
    Onyx9:

    Abblocken ist garnicht gut, weil das nur Niederdrücken heißt.
    Oder Unterdrücken. Wenn man z.B. sehr ärgerlich ist und das dauernd unterdrückt,
    kann man gesundheitliche Probleme kriegen. Das vorläufige Ziel ist nicht ein leerer Kopf,
    sondern präsentes, stilles Gewahrsein. Kommen und Gehen lassen.


    Dann gleich zu der nächsten Frage - was ist der Unterschied zwischen einem leeren Kopf und der Stille.
    und wie unterscheide ich das "Gehen lasssen" der Gedanken mit dem Zurückkehren zum Meditationsobkjekt? ist das dann nicht auch ein Unterdrücken? Obwohl ich den gedanken, die emotion erfasst habe, ohne die Hintergründe zu erfragen?

    Huch, bischen spät...

    Achtsamkeitsmeditation dient dazu zu einem ruhigen, entspannten, konzentrierten, wachen Verweilen zu finden.
    Dies stellt sich von allein ein, es wird nicht erzwungen, z.B. durch Niederdrücken von Gedanken und Empfindungen.
    Das Meditationsobjekt ist wie ein Stock auf den der Geist sich stützen kann, wenn er abschweift oder ermüdet.
    Während wir mit der Aufmerksamkeit auf dem Atem weilen, nehmen wir alle Regungen, Geräusche usw. wahr,
    folgen diesen aber nicht, wir denken und sinnen nicht darüber nach und erzeugen so keine Folge-Gedanken oder Interpratationen usw.
    Das heißt "loslassen" oder "fallen lassen"- nicht ergreifen. Und so finden wir zu Sammlung und Ruhe und Konzentration.
    Sollte es ein beunruhigendes Gefühl geben oder Bilder die immer wieder auftauchen und Ruhe stellt sich nicht ein,
    lohnt es sich, dieses Gefühl, Bild, Gedankengang näher zu betrachten-ohne darüber nachzudenken; die Ursache wird dann
    oft von allein klar, einfach so, und das Hemmniss löst sich. Samadhi ist nicht leer von Eindrücken usw., sondern der wache, ruhige Geist
    ist gleichmütig gegenüber den wahrgenommenen Eindrücken.

    Angenommen, du fühlst dich wohl und entspannt, z.b.liegst du am Strand und alles ist ok. Was auch immer du hörst, es wird dich nicht stören.
    Angenommen, du fühlst dich unwohl und angespannt, dann wird jede Fliege dich nerven.

    Es liegt also in der Natur eines ruhigen, entspannten, wachen Geistes, das er friedvoll und gütig ist, die Dinge annimmt wie sie sind
    und sie ziehen lassen kann. Das üben wir in der Meditation-diesen klaren und gleichmütigen und friedvollen Geistzustand zu erlangen und zu erhalten
    indem wir keine Bewegung aufgreifen und uns darin verwickeln. Wir hören also im besten Fall auf zu gestalten, dadurch glättet sich die Oberfläche.

  • mukti
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    • 19. Januar 2013 um 21:18
    • #11
    Siduchna:

    Hallo,

    welchen Unterschied gibt es beim "Abblocken" von gedanken und dem Loslassen von Gedanken? ist es nur, dass das Abblocken einen Kraftaufwand darstellt?

    Welchen Unterschied gibt es beim "Sich hineinversinken" in Emotionen und dem Beobachten derselben? ist es nur, das das erste eine Aktion darstellt?

    Wenn ich einen Gedanken abblocken muss dann bin ich eventuell nicht losgelöst, da würde er mich ja nicht stören. Das Abblocken ist ein Willensaufwand, der umso leichter fällt, je mehr Bewusstheit oder Erkenntnis besteht. Der Sinn ist, etwas Unheilsames nicht entstehen zu lassen, indem man schon den ersten Impuls oder Gedanken daran abweist.

    Hineinversenken in Emotionen lässt das Ego anwachsen - ich genieße oder ich leide. Beobachten lässt das Ego schwinden - Gefühle kommen und gehen, im Grunde gehören sie mir nicht an.

    Mit Metta, mukti.


  • Turmalin 1
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    • 20. Januar 2013 um 22:20
    • #12

    zurückkehren zum Meditationsobjekt ist gut.
    Um die Gedanken, die dann nicht gedacht werden, muss man sich wirklich keine Sorgen machen. Davon haben wir viel zu viele den ganzen Tag. Man denkt ja soviel unnötiges Zeug. Zurückkehren zum Meditationsobjekt ist entspannend. Daran merkt man, dass da kein unguter Prozess stattfindet.

  • SpringMode5708
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    • 20. Januar 2013 um 23:08
    • #13
    Turmalin:

    zurückkehren zum Meditationsobjekt ist gut.
    Um die Gedanken, die dann nicht gedacht werden, muss man sich wirklich keine Sorgen machen. Davon haben wir viel zu viele den ganzen Tag. Man denkt ja soviel unnötiges Zeug. Zurückkehren zum Meditationsobjekt ist entspannend. Daran merkt man, dass da kein unguter Prozess stattfindet.


    Wenn es entspannend ist.

  • Bambus
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    • 21. Januar 2013 um 10:59
    • #14
    Mirco:

    Wenn es entspannend ist.

    Das finde ich interessant. Kenne das immer wieder von mir selber, habe aber erst selten davon gelesen das es jemand angesprochen hat.

    Was sollte man denn tun wenn es nicht entspannend ist?

    Entspannen? ;)

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • Siduchna
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    • 21. Januar 2013 um 15:51
    • #15

    habe festgestellt, dass da manchmal gar nichts in meinem Geist ist. kein Verlangen, kein gedanke, keine Emotion...

    also entspannend finde ich das nicht gerade, es macht mich eher stuzig. ist das die STILLE? Mal für einen Moment in Ruhe sein ist ja ok, aber geht das als " dauerzustand" nicht am Leben vorbei, wenn man keine eigenen Impulse mehr hat?

  • nibbuti
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    • 21. Januar 2013 um 16:20
    • #16
    Siduchna:

    habe festgestellt, dass da manchmal gar nichts in meinem Geist ist. kein Verlangen, kein gedanke, keine Emotion...

    also entspannend finde ich das nicht gerade, es macht mich eher stuzig. ist das die STILLE? Mal für einen Moment in Ruhe sein ist ja ok, aber geht das als " dauerzustand" nicht am Leben vorbei, wenn man keine eigenen Impulse mehr hat?


    Hi Siduchna. Nein, das ist nicht die Stille des Buddha, das ist Perplexitaet oder Stutzigkeit. Ich würde mir an deiner Stelle keine Gedanken drüber machen.

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • SpringMode5708
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    • 21. Januar 2013 um 16:59
    • #17
    Turmalin:

    Zurückkehren zum Meditationsobjekt ist entspannend.

    Mirco:

    Wenn es entspannend ist.

    Bambus:

    Das finde ich interessant.
    Kenne das immer wieder von mir selber, habe aber erst selten davon gelesen das es jemand angesprochen hat.
    Was sollte man denn tun wenn es nicht entspannend ist?


    Was man tun sollte, weiß ich nicht so genau. (-;

    Bambus:

    Entspannen?


    Das jedenfalls ist es, was mir geholfen hat. Und dann erst zum Objekt zurück.
    Wenn ich nämlich diese durch die Ablenkung entstandene Spannung mit in's "beim Objekt sein" genommen habe, dann war da irgentwann Sackgasse inkl. Kopfschmerzen.

    (: Gruß

  • Turmalin 1
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    • 29. Januar 2013 um 20:18
    • #18

    wenn es nicht entspannend ist...naja, das ist ein Problem. Also wenn das jetzt länger so ginge.. dann bräuchte ich die Nähe zu einem Tibetischen Meister. Ich hoffe, es fallen jetzt nicht wieder Leute über mich her, dass ich ja gar keine richtige Buddhistin bin, weil ich Mahayana- Buddhistin bin undsoweiter. Also ich bräuchte dann eine Übertragung von Energien. Weil nicht entspannend heißt bei mir, dass ich das Stirn- Chakra anspanne beim Versuch, mich auf das Meditationsobjekt zu konzentrieren und die anderen Chakren dann nicht mitgehen. Ich müsste also zusehen, wie ich so meditere, dass der ganze Energiekörper meditiert, und das ist mal nicht grade leicht. In letzter Zeit ging es aber auch ohne Kontakt zu Meistern..
    was jedenfalls nicht geht, ist die Erfahrung, noch mehr zu arbeiten, als ich eh schon arbeiten muss. Wenn sich also die Meditation nach Arbeit anfühlt, geht gar nicht.

  • Wu°
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    • 31. Januar 2013 um 18:35
    • #19

    Kurzes Nebenintermezzo:
    Aus meiner Sicht ist aber Weder Ursache Wirkungsprinzip daoistisch (sondern von selbst so entstehen) noch Gedanken beobachten oder sie abblocken. (Aber Daoismus ist auch ein komplett anderer Seinsentwurf als Buddhismus - aber auch was Frank so schreibt hat meiner Meinung nach kaum etwas mit Daoismus zu tun ;) ).

    Wir können ja mal nachlauschen, was dort (in diesem Fall bei Zhuangzi) so geschrieben steht:

    Zitat

    "Lass Deinen Herz-Geist im Ungeteilten wandern
    und den Lebensatem eins werden mit dem Unendlichen.
    Folge der Natur der Dinge,
    lass das Ich nicht erscheinen
    und die Welt wird geordnet sein."

    Zitat

    "Die Handwerker schuften sich,
    die Wissenden sorgen sich.

    Einer der nichts kann,
    der sucht nach nichts.
    Er schlägt sich den Bauch voll
    und lässt sich treiben.

    Wie ein nicht vertautes Boot -
    leer und treibend."

    Zitat

    "Höre nicht mehr mit den Ohren,
    sondern mit dem HerzGeist!
    Höre nicht mehr mit dem HerzGeist,
    sondern mit dem Lebensatem, der Lebensenergie (qi).

    Denn die hörende Wahrnehmung hat in den Ohren ihre Beschränkung;
    der HerzGeist (= das Bewusstsein) ist beschränkt
    durch seine Anpassungen.

    Das Qi hingegen nimmt durch Leere die Wesen auf
    und das Dao stellt sich in dieser Leere ein.
    Diese Leere wird durch das fasten des Herz-Geistes erreicht."

    Alles anzeigen

    So mal zum interreligiösen Vergleich.

    "Von der Waschschüssel der Geburt

    bis zur Waschschüssel des Bestatters -

    nur Geschwafel"

    Ikkyû Sôjun

  • Max Schenzle
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    • 3. Juni 2013 um 22:04
    • #20

    Hi,
    leider waren mir nach der ersten Richtigstellung die Lust vergangen, die restlichen Beiträge zu lesen.
    Es gibt zwei Arten mit Gedanken und Gefühlenin der Meditation des 8fachen Pfades umzugehen.
    Diese Sachen werden bei der Einsicht, mit dem zweiten Pfeiler der Einsicht geregelt.
    Die erste Metholde ist, Gedanken und Gefühle, vor der geistigen Bühne zu beobachten, wie sie kommen und gehen.
    Die zweite Methode ist, die Gedanken und Gefühle wahrzunehmen, zu sammeln und dann aufzulösen.
    Die zweite ethode eignet sich für unerwünschte Gedankenam Besten. Sie sind dann einfach weg, ein Gedanke ist entlassen worden, es gibt ihn nicht mehr. Falls er sich doch noch einmal wieder vorsichtig melden sollte, kann man ihn wiede schleuhigst wegjagen.

    sakko

  • SpringMode5708
    Gast
    • 3. Juni 2013 um 23:14
    • #21
    sakko:


    Die zweite Methode ist, die Gedanken und Gefühle wahrzunehmen,
    zu sammeln und dann aufzulösen.


    Was meinst Du mit 'sammeln'?

    Gruß,
    Mirco

  • raterZ
    Gast
    • 4. Juni 2013 um 15:46
    • #22

    noch ein tip: man kann auch mal gucken, was der inhalt dieser gedanken ist, und wie er zu dem eigenen verhalten/ethik steht. die silas gibt es nicht umsonst :!:

  • Peeter
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    14. Juni 2010
    • 5. Juni 2013 um 23:50
    • #23
    raterZ:

    noch ein tip: man kann auch mal gucken, was der inhalt dieser gedanken ist, und wie er zu dem eigenen verhalten/ethik steht. die silas gibt es nicht umsonst :!:

    was dann analytische Meditation oder einfach Kontemplation wäre :|

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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