1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Advaita Vedanta & Buddhismus

  • Onda
  • 1. Januar 2013 um 15:03
  • Zum letzten Beitrag
  • Onda
    Themenautor
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 1. Januar 2013 um 15:03
    • #1

    Advaita Vedanta & Buddhismus

    Schnittmengen? Wo gibt es Übereinstimmungen?
    Wo liegen die DIfferenzen?

    LG
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • gbg
    Reaktionen
    2
    Punkte
    10.702
    Beiträge
    2.046
    Mitglied seit
    5. Juni 2010
    • 1. Januar 2013 um 15:20
    • #2

    Im Buddhismus sind da die Skandhas. Nur die Skandhas.

    Es ist "Leere" inmitten der Skandhas.

    Im Advaita teilen wir uns diese "Leere" (d.h. sie ist uns gemeinsam wie den Wellen der Ozean) die in Wahrheit unwahrnehmbare "Nondualität" "Kontrastlosigkeit" ist.
    (und auf Grund ihrer "Kontrastlosigkeit" leicht mit "Nichts" verwechselt wird).

    Atman (Buddhanatur) ist somit Atman (Buddhanatur) da wir diese "Leere" sind. Im Geist Körper und Gedanken fallengelassen so sind wir auch Brahman.

    Im Buddhismus könnte man das als Realisierung von Nirvana bezeichenen.

    Liebe Grüße

    gbg

  • Onda
    Themenautor
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 1. Januar 2013 um 15:56
    • #3

    Gemeinsamkeiten bei Nisargadatta:

    - 2 Wahrheiten: Absolute W. vs. Relative W.
    - anatta: Es gibt kein dauerhaftes, autonomes Ich
    - Praxis der De-Identifizierung mit der äußeren Form -> Das bin nicht Ich
    - Achtsamkeit als nicht-involvierte, distanzierte Betrachtung
    - Betonung der Vergänglichkeit
    - Praxis der Eindämmung der Verstandesaktivität

    LG
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Mabuttar
    Reaktionen
    3
    Punkte
    3.823
    Beiträge
    722
    Mitglied seit
    16. September 2008
    • 1. Januar 2013 um 22:57
    • #4

    Allgemein gibts im Buddhismus ja beides.

    Im Mahayana jedenfalls, Siehe
    Leerheit,
    Samsara und Nirvana sind beide in der Ichlosigkeit gleich (leer)
    Alles ist zusammengesetzt, abhängig und verbunden.
    Tantra
    Dzogchen
    Mahamudra
    Reine Sichtweise der All-Reinheit...

    Theravada kennt Advaita höchstens im Jhana der "Auflösung der Wahrnehmung", denn diese Wahrnehmung ist das Unterscheiden in Ich und Welt. Auch Vijnanna und Nanna sind dabei sehr interessant, Bewusstsein bedeutet damit nämlich eigentlich duale (vij-) Erkenntnis (Nanna), wobei Nanna gewonnen werden soll.
    Die Welle fühlt sich getrennt vom Ozean. In manchen Richtungen versucht die Welle soviel Wasser wie möglich zu verlieren um "Sich" zu finden. Das war Buddhas Weg der extremen Kasteiung und Askese die er als falsch erkannte.
    Wie seht ihr denn das Verhältnis Welle-Ozean also Ich-Welt im dualen Buddhismus ?
    Die Welle sagt, diese Grube bin ich nicht, diese Wellenspitze bin ich nicht, nichts (was ich erkenne)
    kann ich sein. Manche behaupten der Grund dafür ist, dass das Selbst, der Erkennende sich selbst nicht erkennen kann. Somit kann nur das Erkannte für ein Selbst gehalten werden und alles Erkannte sind die Skhandas ! Alles was erkannt wird ist duale Wahrnehmung und damit Nicht-Selbst, Dukkha

    Sehr spannendes Thema :)

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)

  • Onda
    Themenautor
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 2. Januar 2013 um 09:59
    • #5

    Was Advaita anbelangt, so habe ich mich bislang lediglich mit Nisargadatta intensiver befasst.
    Ich sehe da große Schnittmengen zwischen dieser Lehre und dem Buddhismus.
    Letztlich ist die anatta-Lehre ein non-duales Konzept (was nicht bedeutet, dass die Aussage "Alles ist Eins" zutreffend wäre).

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Mabuttar
    Reaktionen
    3
    Punkte
    3.823
    Beiträge
    722
    Mitglied seit
    16. September 2008
    • 2. Januar 2013 um 10:44
    • #6

    Danke Eskapist, deine Ausführung war für mich ganz hilfreich, es ist vielleicht ne gute Idee, wenn man ein paar Zitate Buddhas pro und contra Nondualität findet.

    Gegen dieses "Alles ist eins" und "ich bin die Welt/Gott" hatte Buddha ja auch was gesagt.

    Allerdings ein Ziel bleibt das gleiche und zwar das ICH/ SELBST aus dem Schussfeld des Leidens/Sterbens/Todes zu ziehen.
    Im Advaita verschwindet das Selbst in der Suppe oder wird zur Suppe/Ozean womit aber wieder eine Art Anhaften verbunden ist alla " Ok ich muss sterben aber da ist ja noch der Ozean aus dem Ich wieder hervorgehe oder der Ich bin und ich wieder hervorgehen kann, also nicht so schlimm..."

    Im Prinzip sind ja die Skhandas auch aus der Welt zusammengesetzt, also "bin" ich aus der Welt, aber was Buddha hervorhebt, ich kontrolliere nicht die Welt, jedenfalls nicht vollständig sondern nur teilweise.

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)

  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 2. Januar 2013 um 13:01
    • #7
    Onda:

    Gemeinsamkeiten bei Nisargadatta:

    - 2 Wahrheiten: Absolute W. vs. Relative W.


    Ja, ein schönes Beispiel dafür, wie sich der Mahayana-Buddhismus im Wechselspiel mit dem Advaita-Vedanta entwickelt hat.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • thigle
    Gast
    • 2. Januar 2013 um 13:07
    • #8
    Mabuttar:


    Allerdings ein Ziel bleibt das gleiche und zwar das ICH/ SELBST aus dem Schussfeld des Leidens/Sterbens/Todes zu ziehen.
    Im Advaita verschwindet das Selbst in der Suppe oder wird zur Suppe/Ozean womit aber wieder eine Art Anhaften verbunden ist alla " Ok ich muss sterben aber da ist ja noch der Ozean aus dem Ich wieder hervorgehe oder der Ich bin und ich wieder hervorgehen kann, also nicht so schlimm..."

    Da diverse Advaita-Praxis viel eher das genaue Gegenteil der buddhistischen Praxis ausmacht, gibt es auch keine Gemeinsamkeiten. Ein gutes Beispiel dafür ist das von gbg in einem anderen Thread ausgeführte Neti-Neti Beispiel.

    gbg:


    Ich bin nicht mein Körper und auch nicht meine Gedanken.

    thigle:

    Dann "fällt der Körper" und "fallen die Gedanken" wovon ab, bzw. was bleibt übrig?

    gbg:


    Lasse ich diese fallen ist da scheinbar ein Nichts eine "Leere".

    thigle:

    Eben. Was bleibt übrig? Ein bestärkter atta-Glaube. Unwissenheit. Diese Unwissenheit wird dann eben 'Leere' genannt und täuscht irgendein 'Erwachen' oder 'Verstehen' vor. Alles, was darauf folgt, ebenso wie diverse Non-Dualitäten gründen sich auf dieser bestärkten Unwissenheit.

    So gilt tatsächlich:

    Eskapist:

    So wie ich den Buddha verstehe, ist der "Gegenpol" des Erkannten nicht "das Selbst" oder "der Erkennende", sondern die sechs Sinne (jeweils paarweise: Auge und Formen, Ohr und Töne usw.) Und diese Sinne bzw. das Individuum als Verbund derselben, kann selbst wiederum erkannt werden. Was also für das Erkannte gilt, gilt auch für diese Sinne.

    Und in Anlehnung zum letzten Zitat als direkter Vergleich zu gbg's Neti-Neti weiter oben

    Zitat


    „So mögest du denn, Bahiya, dich in dieser Betrachtung üben: ‘Siehst du, so kann das nur Sehen sein. Hörst du, so kann das nur Hören sein. Denkst du, so kann das nur Denken sein. Erkennst du, so kann das nur Erkennen sein. In dieser Betrachtung, Bahiya, mußt du dich üben. Und wenn es beim Sehen, Bahiya, für dich nur Sehen gibt, und beim Hören für dich nur Hören gibt, und beim Denken für dich nur Denken gibt, und beim Erkennen für dich nur Erkennen gibt, dann bist du, Bahiya, nicht hier; wenn du nicht hier bist, Bahiya, dann bist du, Bahiya, nicht hienieden, nicht drüben, nicht dazwischen. Das ist des Leidens Ende." (Udana 1,10)

    was in der direkten Übung zeigt, inwiefern sich hier genau das Gegenteil einstellt.

  • thigle
    Gast
    • 2. Januar 2013 um 13:15
    • #9
    Mabuttar:


    Dzogchen
    Mahamudra

    Dzogchen und Mahamudra haben natürlich rein gar nichts mit Advaita zu tun, geschweige denn mit sowas wie 'Non-Dualität'. Aber es mag sicherlich einige geben die daran glauben, weil sie z.b. Dzogchen nicht verstehen. Aber das findet sich ja überall, in jeder Tradition.

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 2. Januar 2013 um 13:18
    • #10

    Undana 1,10
    Würdest Du bitte auch Buddha fragen was da denn nun bleibt, was da denn nun noch dahinter ist?
    Was Du da zitierst haben Dir hier viele geschrieben, da wolltest Du nicht verstehen. Nun wirfst Du hier ein Zitat hin an das Du glaubst und dieses Zitat enthält genau das was Du vorher alles verworfen hast.
    Ist Dir das eigentlich klar? Da hast Du authentische Aussagen und erhebst unauthentische zu deinem Thorn.

    Oh ich bin aber auch ein Dummerchen das ist ja garnicht der Thread in dem Du dich so merkwürdig benimmst.
    Entschuldige Bitte!
    _()_ _()_ _()_

  • thigle
    Gast
    • 2. Januar 2013 um 13:19
    • #11
    Onda:

    Gemeinsamkeiten bei Nisargadatta:

    - Praxis der De-Identifizierung mit der äußeren Form -> Das bin nicht Ich

    Was typisch ist für diese Richtung, aber rein gar nichts mit dem zu tun hat, worauf Buddha gestoßen ist.

  • thigle
    Gast
    • 2. Januar 2013 um 13:36
    • #12
    Ellviral:

    Undana 1,10
    Würdest Du bitte auch Buddha fragen was da denn nun bleibt, was da denn nun noch dahinter ist?

    Das überlasse ich deinem Freund Mara.

  • thigle
    Gast
    • 2. Januar 2013 um 14:24
    • #13
    gbg:

    [...] Im Geist Körper und Gedanken fallengelassen so sind wir auch Brahman. Im Buddhismus könnte man das als Realisierung von Nirvana bezeichenen.

    Natürlich hat dieses dabei scheinbar übriggebliebene 'Brahman', diese 'spirituell aufgeblähte' höchst selbstbezogene Unwissenheit, nichts mit der buddhistischen Realisierung von Nibbana am Hut.

  • Onda
    Themenautor
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 2. Januar 2013 um 16:16
    • #14
    thigle:
    Onda:

    Gemeinsamkeiten bei Nisargadatta:

    - Praxis der De-Identifizierung mit der äußeren Form -> Das bin nicht Ich

    Was typisch ist für diese Richtung, aber rein gar nichts mit dem zu tun hat, worauf Buddha gestoßen ist.

    In den Skandhas ist kein Ich zu finden:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Skandha#Leerheit

    Das "Ent-Ichen" ist buddhistische Praxis:

    3. "Rāhula, was meinst du? Ist das Auge unvergänglich oder vergänglich?" - "Vergänglich, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich ist, Leid oder Glück?" - "Leid, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich, leidvoll und der Veränderung unterworfen ist, geeignet, so betrachtet zu werden: 'Dies ist mein, dies bin ich, dies ist mein Selbst'?" - "Nein, ehrwürdiger Herr."
    "Rāhula, was meinst du? Sind Formen unvergänglich oder vergänglich?" - "Vergänglich, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich ist, Leid oder Glück?" - "Leid, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich, leidvoll und der Veränderung unterworfen ist, geeignet, so betrachtet zu werden: 'Dies ist mein, dies bin ich, dies ist mein Selbst'?" - "Nein, ehrwürdiger Herr."
    "Rāhula, was meinst du? Ist Sehbewußtsein unvergänglich oder vergänglich?" - "Vergänglich, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich ist, Leid oder Glück?" - "Leid, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich, leidvoll und der Veränderung unterworfen ist, geeignet, so betrachtet zu werden: 'Dies ist mein, dies bin ich, dies ist mein Selbst'?" - "Nein, ehrwürdiger Herr."
    "Rāhula, was meinst du? Ist Sehkontakt unvergänglich oder vergänglich?" - "Vergänglich, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich ist, Leid oder Glück?" - "Leid, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich, leidvoll und der Veränderung unterworfen ist, geeignet, so betrachtet zu werden: 'Dies ist mein, dies bin ich, dies ist mein Selbst'?" - "Nein, ehrwürdiger Herr."
    "Rāhula, was meinst du? Ist das, was zu Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltungen, Bewußtsein geworden ist, das mit Sehkontakt als Bedingung entsteht, unvergänglich oder vergänglich?" - "Vergänglich, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich ist, Leid oder Glück?" - "Leid, ehrwürdiger Herr." - "Ist das, was vergänglich, leidvoll und der Veränderung unterworfen ist, geeignet, so betrachtet zu werden: 'Dies ist mein, dies bin ich, dies ist mein Selbst'?" - "Nein, ehrwürdiger Herr."

    http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m147z.html

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Onda
    Themenautor
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 2. Januar 2013 um 16:20
    • #15

    Zum Thema: De-Identifizierung:
    Buddhadasa: Kernholz des Bodhibaumes:

    Zitat

    Die Wurzel von dukkha ist die Illusion, das falsche Verständnis, dass es "Ich" und "Mein" gibt. Die Sache mit dem "Ich" und dem "Mein", mit dem Ego und der Selbstsucht ist das eine vorrangige Thema im Buddhismus. (18)
    ----
    Die spirituelle Krankheit ist eine Krankheit, deren Erreger in dem Gefühl von "wir" und "unser", von "Ich" und "Mein" steckt, das regelmässig im Geist auftaucht. Der bereits im Geist vorhandene Krankheitskeim, entwickelt sich zu dem Gefühl von "Ich" und "Mein". Daraus wird dann Gier, Hass und Verblendung, indem aufgrund des Einflusses dieser Selbstzentriertheit gehandelt wird. Dabei werden Schwierigkeiten sowohl für uns selbst als auch für andere verursacht. (22)
    ---
    Nibbana ist absolut leer von "Ich" und-"Mein" auf jede mögliche Art, ohne jeglichen Rückstand. Solcherart ist nibbana das Ende der spirituellen Krankheit. (23)
    ---
    Dies ist also das Herz des Buddhismus, der Kern allen Dhammas. Nichts, was immer es auch sei, sollte festgehalten werden: "Sabbe dhamma- na-lam. abhinivesa-ya". (25)
    ---
    Wir können die Herzenstrübungen (kilesa) in Gier, Hass und Verblendung (lobha, dosa und moha) unterteilen, sie in sechzehn Typen gruppieren oder sie in beliebig viele Kategorien aufteilen. Im Endeffekt sind sie alle in den Bezeichnungen Gier, Hass und Verblendung enthalten. Aber auch diese drei kann man zu einem Begriff zusammenfassen: das "Ich-Mein-Gefühl". Das "Ich-Mein-Gefühl" ist der innerste Kern, der Gier, Hass und Verblendung gebiert. (26)
    ---
    Da viele Menschen die Lehre Buddhas in bezug auf dukkha nicht vollständig untersucht haben und sie deshalb nicht richtig einschätzen können, wird sie häufig missverstanden. Manche glauben Geburt, Alter, Krankheit, Tod und so weiter, wären an sich dukkha. Tatsächlich sind diese nur die charakteristischen Träger von dukkha. Der Buddha fasste seine Erklärung von dukkha zusammen, indem er sagte: "Kurz gesagt, dukkha sind die fünf Zusammenhäufungen (khandha) in denen sich Anhaften (upa-da-na) findet." Auf Pali heisst das: "Sankhittena pañcupa- da- nakkhanda- -dukkha- ". Das bedeutet, dass alles, was anhaftet oder woran als "Ich" oder "Mein" angehaftet wird, dukkha ist. Alles, wobei es kein Anhaften an "Ich" oder "Mein" gibt, ist nicht dukkha. Folglich können auch Geburt, Alter, Krankheit, Tod und so weiter, nicht dukkha sein, wenn an ihnen nicht als "Ich" oder "Mein" angehaftet wird. Nur wenn Geburt, Alter, Krankheit und Tod, als "meine" Geburt, "ich" altere, "meine" Krankheit, "ich" sterbe und so weiter, festgehalten werden, sind sie dukkha. (27)

    Alles anzeigen

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

    Einmal editiert, zuletzt von Onda (2. Januar 2013 um 16:29)

  • Aiko
    Gast
    • 2. Januar 2013 um 16:26
    • #16
    Onda:

    Nur wenn Geburt, Alter, Krankheit und Tod, als "meine" Geburt, "ich" altere, "meine" Krankheit, "ich" sterbe und so weiter, festgehalten werden, sind sie dukkha. (27)

    :)

    Und das ist konkret zu erfahren. Hast du das erfahren? Das ist jetzt deine Geburt? Das ist jetzt altern, krank, sterben und tot? Kannst du das erkennen?

    Vielleicht eine Hilfe:
    In Bhikkhuni Samyutta 10 finden sich diese Verse:

    Mara, der Böse:

    (1) Durch wen ist dieses Wesen geformt? Wer ist der Erschaffer dieses Wesens?
    (2) Wer ist dieses entstandene Wesen? Wer ist dieses Wesen, das aufhört zu sein?

    Bhikkhuni Vajira:

    (3) Warum beziehst du dich auf das Wesen, Mara, bist du in (falsche) Ansicht verstrickt?
    (4) Dies ist ein Haufen reiner Gestaltungen; hier ist kein Wesen zu finden.
    (5) So wie es für eine Verbindung von Teilen den Begriff Kutsche gibt,
    (6) Ebenso, wenn die Daseinsgruppen vorhanden sind, sagt die Konvention ein Wesen.
    (7) Es ist nur Dukkha (das Nicht-Zufriedenstellende, Leidhafte), das ins Dasein tritt, Dukkha, das besteht und verschwindet.
    (8) Nichts außer Dukkha tritt ins Dasein, nichts anderes als Dukkha hört auf.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (2. Januar 2013 um 16:32)

  • Onda
    Themenautor
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 2. Januar 2013 um 16:29
    • #17
    Aiko:
    Onda:

    Nur wenn Geburt, Alter, Krankheit und Tod, als "meine" Geburt, "ich" altere, "meine" Krankheit, "ich" sterbe und so weiter, festgehalten werden, sind sie dukkha. (27)

    :)

    Und das ist konkret zu erfahren. Hast du das erfahren? Das ist jetzt deine Geburt? Das ist jetzt altern, krank, sterben und tot? Kannst du das erkennen?

    Was soll diese Frage?
    Onda

    P.S: Das Zitat stammt übrigens nicht von mir, sondern von Buddhadasa

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Aiko
    Gast
    • 2. Januar 2013 um 16:35
    • #18
    Onda:
    Aiko:

    :)

    Und das ist konkret zu erfahren. Hast du das erfahren? Das ist jetzt deine Geburt? Das ist jetzt altern, krank, sterben und tot? Kannst du das erkennen?

    Was soll diese Frage?
    Onda

    P.S: Das Zitat stammt übrigens nicht von mir, sondern von Buddhadasa

    Und - weshalb hast du das zitiert? Wohl weil du dem zustimmst? Oder?

    Ich hab' meinen Beitrag noch ergänzt - und die Erläuterung zu den Versen ist hier:
    http://www.dhamma-dana.de/buecher/nanavi…te_wahrheit.htm

    Der Punkt, auf den ich da hin will, solange du nicht erfahren hast, wie diese Verbindung Geburt, Alter, Krankheit, Sterben, zu dukkha ist, kann sie sich nicht lösen. Was da steht von Buddhadasa ist nicht weniger abstrakt wie die vier edlen Wahrheiten. Erst wenn du das selbst erkennst - die Identität von Ich und dukkha - in einem konkreten Erlebnis - löst sich diese Verbindung auf - es macht puff, piff, paff - :D - und es fällt was ab.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (2. Januar 2013 um 16:40)

  • Onda
    Themenautor
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 2. Januar 2013 um 16:38
    • #19
    Aiko:


    Und - weshalb hast du das zitiert?

    Als Beleg dafür, dass die buddhistische Praxis - ebenso wie die einiger Advaita-Lehrer - auf De-identifizierung ("Ent-Ichen") ausgerichtet ist.
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Aiko
    Gast
    • 2. Januar 2013 um 16:43
    • #20
    Onda:
    Aiko:


    Und - weshalb hast du das zitiert?

    Als Beleg dafür, dass die buddhistische Praxis - ebenso wie die einiger Advaita-Lehrer - auf De-identifizierung ("Ent-Ichen") ausgerichtet ist.
    Onda

    Leider ist das kein Beleg - weil Advaita keine De-Identifizierung vollziehen. Sie behaupten das, aber ihre Erläuterungen sind nur Belege für erneute Identifizierungen. Ihre Identifikation besteht jetzt mit der Kehrseite - dem nicht-Ich. :D

  • Raphy
    Reaktionen
    438
    Punkte
    7.668
    Beiträge
    1.430
    Mitglied seit
    1. April 2010
    • 2. Januar 2013 um 18:23
    • #21
    Mabuttar:


    Allerdings ein Ziel bleibt das gleiche und zwar das ICH/ SELBST aus dem Schussfeld des Leidens/Sterbens/Todes zu ziehen.
    Im Advaita verschwindet das Selbst in der Suppe oder wird zur Suppe/Ozean womit aber wieder eine Art Anhaften verbunden ist alla " Ok ich muss sterben aber da ist ja noch der Ozean aus dem Ich wieder hervorgehe oder der Ich bin und ich wieder hervorgehen kann, also nicht so schlimm..."

    Hallo,

    wenn alles eins ist, dann gibt es nur das Eine. Dann gibt es keine Unterscheidung in "Ich" und "Du" oder in "Ozean" und einem "Ich das daraus hervorgeht" oder in "jemanden der etwas kontrolliert" und in "etwas zu Kontrollierendes". Denn das wäre ja auch Trennung und somit keine Einheit, wenn man an diese Unterscheidungen glaubt und sich damit als "Ich" und "Mein" und "Nicht-Ich" und "Nicht-Mein" identifiziert.
    Wenn es ein Objekt gibt woran man anhaften kann, muß es auch ein Subjekt geben das anhaftet. Also Trennung. Keine Einheit.
    Also für mich nicht das worauf der Satz: "Alles ist eins" hinweist.
    Ich schätze mal, auch im Advaita wird die Praxis und eigene Erfahrung am wichtigsten sein und darüber entscheiden wie man mit solchen Sätzen wie: "Alles ist eins umgeht." Und ob es vielleicht Punkte gibt wo man auch solche Sätze loslassen kann.
    Wenn alles eins ist, bleibt nichts mehr von mir übrig. Dann gibt es nur "das". Dann ist alles so wie es ist. Dann ist "Ich" und "Mein" Illusion.
    Dann kann "Ich" nicht aus einem "Ozean" hervorgehen, weil es keine Trennung zwichen "Ich" und dem "Ozean" gibt. Es sind nur Worte. Dann kann kein Wort das wirklich beschreiben, weil Worte auf Trennung aufgebaut sind.
    Für Worte muß es scheinbar voneinander getrennte Objekte geben. Worte sind nur Hinweise, weil wir hier in der Welt der getrennten Objekte zu leben glauben.
    Man wird mit Worten also immer nur einen Teilaspekt dieser Erfahrung, die man "Alles ist eins" oder "Einheit" nennt, ausdrücken können.
    Ein anderer Aspekt ist genauso, dass "Mir" diese "Einheit" nicht gehört. Es ist nicht "Ich" und "Mein".

    Aber nur meine Worte und Meinung. :)

    Liebe Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von Raphy (2. Januar 2013 um 18:51)

  • Peeter
    Punkte
    7.930
    Beiträge
    1.537
    Mitglied seit
    14. Juni 2010
    • 2. Januar 2013 um 18:50
    • #22

    YEPP Ralphy

    Worte benötigen Gedankengänge, sonst ist da nichts, was in Worte zu fassen ist .
    Worte und Sätze beinhalten Meinungen und wenn es nur um das Wetter dabei geht .
    Und du siehst besonders hier, wie wichtig doch Worte immer wieder sind, obwohl doch ....
    alles leer ist etc .. was denn wollen wir denn da noch begreifen .. ?
    Worte sind Krücken, die können ab und an und öfters entzücken :)
    Klar..wir benutzen sie zur Verständigung und um Aussagen zu machen etc .... aber .. ...
    irgendwann gehen uns die Worte aus ... dann suchen wir verkrampft nach Umschreibungen etc ...

  • raterZ
    Gast
    • 2. Januar 2013 um 19:15
    • #23
    thigle:


    Da diverse Advaita-Praxis viel eher das genaue Gegenteil der buddhistischen Praxis ausmacht, gibt es auch keine Gemeinsamkeiten. Ein gutes Beispiel dafür ist das von gbg in einem anderen Thread ausgeführte Neti-Neti Beispiel.

    du beurteilst advaita anhand eines users hier? wirklich? :roll:

    Zitat

    S.22.15. Was vergänglich ist... - 4. Yadanicca Sutta
    1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

    2. Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" - "Ja, o Herr", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

    3.-7. "Die Körperlichkeit - das Gefühl -die Wahrnehmung - die Gestaltungen - das Bewußtsein sind vergänglich. Was vergänglich ist, das ist leidvoll. Was leidvoll ist, das ist Nicht-Ich. Was Nich-Ich ist, davon gilt: 'Dies ist nicht mein, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst!' So hat man dies der Wirklichkeit gemäß mit rechter Weisheit zu verstehen.

    vs.

    Zitat

    Yajnalkya beschreibt das höhere Selbst auch an anderer Stelle im Brihadaranyaka Upanishad (3.5.1.) ex negativo: „Nicht kannst du den, der das Sehen ausführt, sehen; nicht den, der das Hören ausführt, hören; nicht den, der das Denken ausführt, denken; nicht den, der das Erkennen ausführt, erkennen.“

    Alle Erscheinungen als Atta zu verneinen ist in meinen Augen schon sehr ähnlich, wie alle Erscheinungen als Anatta zu bejahen.

  • thigle
    Gast
    • 2. Januar 2013 um 20:52
    • #24
    raterZ:
    thigle:


    Da diverse Advaita-Praxis viel eher das genaue Gegenteil der buddhistischen Praxis ausmacht, gibt es auch keine Gemeinsamkeiten. Ein gutes Beispiel dafür ist das von gbg in einem anderen Thread ausgeführte Neti-Neti Beispiel.

    du beurteilst advaita anhand eines users hier? wirklich? :roll:

    Du musst du nichts 'rollen', denn da steht ja: Neti-Neti. Und das ist Grundlage aller mir bekannten Advaita-Praktiken, offensichtlich ebenso wie über eine Hintertür. Wäre auch nur eine Advaita-Schule der buddhistischen Praxis ähnlich und eben nicht gegensätzlich in der Methodik, würde diese eine Advaita-Schule unweigerlich auf die selben Erkenntnisse stoßen, wie sie im Buddhismus zu finden sind. Wenn du sowas gefunden hast, teil' es mir mit. Aber bitte nichts betreffend eines "höheren Selbst", denn sowas gibt es im Buddhismus nicht:

    Zitat

    Yajnalkya beschreibt das höhere Selbst auch an anderer Stelle im Brihadaranyaka Upanishad (3.5.1.) ex negativo: „Nicht kannst du den, der das Sehen ausführt, sehen; nicht den, der das Hören ausführt, hören; nicht den, der das Denken ausführt, denken; nicht den, der das Erkennen ausführt, erkennen.“

    Eben. Was unterscheidet sich das jetzt von dem da? Wer/was ist denn der, worauf dieser Text immer referiert? Wer/was ist denn der, welcher nicht gesehen, gehört, gefühlt, gedacht usw. werden kann? Wovon wird hierbei ausgegangen und wohin führt es? Diesem "höheren Selbst". In deinem Text wird also darauf hingewiesen, daß ein "Dahinter" leer ist. Und das (bzw. 'dort') ist dann "das höhere Selbst". Doch im Buddhismus gibt es kein 'Dahinter'. Und auch kein 'höheres Selbst'. Da sind nur Sehen, Hören, Denken, Fühlen usw.. .

  • raterZ
    Gast
    • 2. Januar 2013 um 22:57
    • #25

    vielleicht ist das ja das höhere selbst das nicht-selbst ;) ich hänge mich da nicht an irgendwelchen begriffen auf, versteh aber was du meinst und stimme dem ja auch zu.. von der praxis her ist es aber schon halt ähnlich.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download