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Mönch werden

  • Monk
  • 29. Dezember 2012 um 23:30
  • Zum letzten Beitrag
  • Monk
    Themenautor
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    29. Dezember 2012
    • 29. Dezember 2012 um 23:30
    • #1

    Hallo zusammen

    Ich spiele öfters mit dem gedanken Mönch zu werden und habe dazu ein paar fragen.
    Kann jeder einfach zu mönch werden und wie macht man das am besten fragt man einfach in einem Kloster ob man aufgenohmen wird?

  • Sukha
    Gast
    • 30. Dezember 2012 um 10:53
    • #2

    Hier gibt es schon einige Threads zu diesem Thema. Vielleicht schaust Du Dich mal um.

    Die erste Frage wäre in welcher Tradition Du Mönch werden möchtest und die 2. Frage: warum?

    ()

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 30. Dezember 2012 um 11:29
    • #3

    In einem Kloster nachfragen ist schon mal nicht schlecht.
    Dann hat Sukha die berechtigte Frage nach der Tradition gestellt. Im Theravada wird nach dem Vinaya ordiniert, den Regeln, die im Palikanons festgelegt sind. Das ist in Mahayanarichtungen nicht immer der Fall. Dort können die Regeln unterschiedlich sein. Ich unterscheide deshalb gern zwischen Bikkhu (Vinaya) und Mönch. Ich bin z.B. nicht nach dem Vinaya ordiniert.
    Du kannst auch in Gemeinschaften nachfragen, in denen Mönche üben. Das muss kein Kloster sein.

    LG
    Ji'un Ken

  • Monk
    Themenautor
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    29. Dezember 2012
    • 30. Dezember 2012 um 14:56
    • #4

    Mit den einzelnen Traditionen hab ich mich noch nicht viel mit beschäftigt.Mönch will ich werden um mich voll auf die lehre konzentrieren zu können und einfach alles hinter mir zu lassen.

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 30. Dezember 2012 um 14:59
    • #5

    Mönch als Flucht. Warum nicht. Auch eine Motivation.
    Ich wünsche dir viel Glück.

    LG
    Ji'un Ken

  • bel
    Gast
    • 30. Dezember 2012 um 15:10
    • #6
    Ji'un Ken:

    Dort können die Regeln unterschiedlich sein. Ich unterscheide deshalb gern zwischen Bikkhu (Vinaya) und Mönch.


    "Mönch" kann auch mißverständlich sein, selbst unter christlichen "Mönchen".
    Im Mahajana gibt es die sog. "Bodhisattva-Ordination", und in ich kenne zumindest eine Tradition, in der man die erst ablegen darf, wenn man sich einige Zeit im Vinaya "bewährt" hat. In Japan legt man sie aus historischen Gründen allein ab, es kann aber sein, daß man erstmal ne Weile im Kloster am normalen Leben als Kandidat teilnehmen muß. Da hat man auch die Change festzustellen, daß man im Kloster die selben menschlichen Verhaltensweise und Probleme findet, wie außerhalb, vielleicht sogar verschärft, weil man so eng aufeinanderhockt und nicht ausweichen kann.

  • nibbuti
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    • 30. Dezember 2012 um 16:14
    • #7
    Monk:

    Kann jeder einfach zu mönch werden und wie macht man das am besten fragt man einfach in einem Kloster ob man aufgenohmen wird?


    Hi & willkommen Monk

    wenn der Leidensdruck groß genug ist, wird sich schon ein Kloster finden

    dabei heißt 'Mönch' nicht in jeder Tradition dasselbe, wie hier bereits angedeutet wurde

    der historische Buddha definierte Mönch (Bhikkhu) als jemand, der das kontemplative Leben lebt, abstinent ist & hauptsächlich der Meditation nachgeht

    Priester (Brahmane) ist hingegen jemand, der das kontemplative Leben lebt, noch nicht abstinent ist & zB in eine Ehe eingebunden

    beides ist (in der Buddhalehre) vom Verhalten & von der Einstellung abhängig

    Grüße

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Maybe Buddha
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    • 30. Dezember 2012 um 17:48
    • #8

    Kannst mal hier gucken:
    http://www.dhammapala.ch/Startseite.htm

    Dort kann man erstmal als Anagarika, ein Jahr auf "probe" Mönch werden und sich dann nach dem Jahr entscheiden ob es wirklich was für einen ist.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Geronimo
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    • 30. Dezember 2012 um 20:21
    • #9

    Schönes Thema :)

    30 Zeichen. Und Jetzt :D

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • SpringMode5708
    Gast
    • 30. Dezember 2012 um 20:28
    • #10
    Maybe Buddha:

    Kannst mal hier gucken:http://www.dhammapala.ch/Startseite.htm
    Dort kann man erstmal als Anagarika, ein Jahr auf "probe" Mönch werden und sich dann nach dem Jahr entscheiden ob es wirklich was für einen ist.


    Ich weiß nicht, wie es inzwischen ist, aber damals, vor ca. 20 Jahren kamen ins Dhammapala eher die Mönche, die mit ihrem Mönchsdasein haderten. Es war meist sehr wenig los, selbst der Abt war nur selten da. Wie es heute ist, kann ich aber nicht sagen.

    Diese Tradition 'unterhält' Klöster weltweit. Wer es etwas größer mit mehr selbstverständlicher Klosterroutine mag, kann z.B. in eines der Klöster in England gehen. http://forestsangha.org/monasteries/

    Herrliche Grütze :)

  • Onda
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    • 30. Dezember 2012 um 20:31
    • #11
    Ji'un Ken:

    Mönch als Flucht. Warum nicht. Auch eine Motivation.
    Ich wünsche dir viel Glück.

    Die Praxis sollte dazu führen, vorschnelle Bewertungen und Spekulationen zu unterlassen.
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • malsehen
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    • 30. Dezember 2012 um 20:44
    • #12
    Onda:

    Die Praxis sollte dazu führen, vorschnelle Bewertungen und Spekulationen zu unterlassen.


    Vielleicht kann sie dazu füren, von Sätzen, in denen irgendjemand etwas sollte, Abstand zu nehmen. ;)


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

  • Maybe Buddha
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    • 31. Dezember 2012 um 07:13
    • #13
    Mirco:
    Maybe Buddha:

    Kannst mal hier gucken:http://www.dhammapala.ch/Startseite.htm
    Dort kann man erstmal als Anagarika, ein Jahr auf "probe" Mönch werden und sich dann nach dem Jahr entscheiden ob es wirklich was für einen ist.


    Ich weiß nicht, wie es inzwischen ist, aber damals, vor ca. 20 Jahren kamen ins Dhammapala eher die Mönche, die mit ihrem Mönchsdasein haderten. Es war meist sehr wenig los, selbst der Abt war nur selten da. Wie es heute ist, kann ich aber nicht sagen.

    Diese Tradition 'unterhält' Klöster weltweit. Wer es etwas größer mit mehr selbstverständlicher Klosterroutine mag, kann z.B. in eines der Klöster in England gehen. http://forestsangha.org/monasteries/

    Herrliche Grütze :)


    So viel ich weiss ist der Abt (jetzt Ajahn Khemasiri) sehr oft dort, außer wenn er Retreats ausserhalb gibt oder andere Kloster (wie zb das, bzw die, in England) besucht.

    Ruhig ist es immer noch. Die Zahl der Mönche ist (bzw war) recht gering als ich letzten Sommer dort war.
    Aber das ist denk ich auch eine Frage des Charakters, ob man lieber extrem strukturiertes Kloster-Leben, mit vielen "Leidens"-Genossen bzw. Dhamma-Freunden führen möchte, oder ob man es lieber etwas ruhiger, beschaulicher mag.

    Da ich nächstes Jahr sowieso in London bin, hatte ich vor mir Chithurst und das andere (mir fällt der Name grad nicht ein) zu besuchen und mir anzuschauen. Wurde mir von Ajahn Khemasiri und anderen Mönchen im Dhammapala (deren "Stamm"-Kloster in England ist) empfohlen. Soll sehr schön sein, aber auch sehr viel trubel.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • TPX
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    17. März 2013
    • 17. März 2013 um 18:49
    • #14

    hi,

    um Mönch zu werden brauchst du
    a. Einen Meister der dich ordiniert
    b. Ein Platz zum leben

    Im westen als Mönch kann es ein überlebenskampf sein.
    Hier in Asien brauchst du Stahl harte Disziplin.

    Lebe erst einmal eine Zeit in einem Center und sehe ob das Mönchleben etwas für dich ist. Es ist anders als wir es uns Vorstellen...

    http://www.gaelblanchemain.com/4-things-you-s…-buddhist-monk/

    Grüss
    Tpx

  • raterZ
    Gast
    • 20. März 2013 um 14:56
    • #15

    hat noch nie jemand überlegt Harz IV - mönch zu werden? :roll:
    ich weiß, ist heute nicht mehr so leicht möglich. dennoch lassen sich geschäftsmodelle finden, in denen man mit sehr wenig arbeit sehr viel freie zeit zum praktizieren findet. wenn ich so lese, wie wenig mönche teilweise in klöstern zeit haben zu praktizieren, dann halte ich das schon für eine degeneration des mönchseins.

    ich arbeite aufjedenfall dahin hin..

  • Sukha
    Gast
    • 20. März 2013 um 17:00
    • #16

    Lieber raterZ,
    beschäftige Dich doch mal ein wenig mit den Ordensregeln/Vinaya und dem edlen achtfachen Pfad.
    Dann wirst Du erkennen warum dies (Hartz IV Mönch) nicht geht.

    raterZ:

    wie wenig mönche teilweise in klöstern zeit haben zu praktizieren,


    Entweder machen sie da was falsch oder sie wollen es nicht.

    Es gibt immer solche und solche.

    In Deutschland ist es so gut wie unmöglich Vinayagemäß zu leben.

    ()

  • raterZ
    Gast
    • 20. März 2013 um 21:36
    • #17

    ja damit meine ich ja keine "echten mönche", sondern eben laien, die extrem viel praktizieren, weil sie ihr leben so eingerichtet haben, dass dies möglich ist.. sowas könnte ich mir für einen westlichen buddhismus auch besser vorstellen, als größere mönchs-orden.

    mein plan sieht grob so aus: 1 monat praktzieren, 1 monat arbeiten - in abwechslung. aber erstmal studium zuende machen :)

  • SpringMode5708
    Gast
    • 21. März 2013 um 11:34
    • #18
    raterZ:

    mein plan sieht grob so aus: 1 monat praktzieren, 1 monat arbeiten - in abwechslung. aber erstmal studium zuende machen :)


    Ein guter Plan :) Wunderbar. Möge er aufgehen.
    Inwiefern spielen andere Übende dabei eine Rolle?

    :) Gruß

  • mukti
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    16. September 2010
    • 24. März 2013 um 22:00
    • #19
    TPX:

    hi,

    um Mönch zu werden brauchst du
    a. Einen Meister der dich ordiniert
    b. Ein Platz zum leben

    Im westen als Mönch kann es ein überlebenskampf sein.
    Hier in Asien brauchst du Stahl harte Disziplin.

    Lebe erst einmal eine Zeit in einem Center und sehe ob das Mönchleben etwas für dich ist. Es ist anders als wir es uns Vorstellen...

    http://www.gaelblanchemain.com/4-things-you-s…-buddhist-monk/

    Grüss
    Tpx

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    Das klingt sehr vernünftig für mich. Übrigens herzlich willkommen im Forum, in dem ordinierte Mönche eine Seltenheit sind. Mich freut es sehr, obwohl ich dem Theravada nahestehe. Doch kann ich von einem Mönch der noch dazu in Indien lebt nur lernen.

    Gruß

    mukti

    Mit Metta, mukti.


  • Max Schenzle
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    • 28. März 2013 um 22:09
    • #20

    Hi Monk,
    du solltest dir die Frage stellen was du dir der Aufenthalt in einem Kloster bringen kann und ob das auch deinen Erwartungen enspricht.
    Probiere es halt mal kurz aus, dann kannst du dich sicher entscheiden.
    anando

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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