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  1. Buddhaland Forum
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Buddhismus im Alltag. Buddhismus in stürmischen Zeiten.

  • Patrick
  • 18. Dezember 2012 um 19:48
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  • Patrick
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    18. Dezember 2012
    • 18. Dezember 2012 um 19:48
    • #1

    Hallo allerseits,

    ich bin neu hier, beschäftige mich aber schon seit einigen Jahren mit dem Buddhismus. Ich habe einige Bücher gelesen und schon wenige Male in verschiedenen Gruppen meditiert. Den richtigen Zugang habe ich leider noch nicht gefunden (wahrscheinlich habe ich bislang nur an der Oberfläche gekratzt :)) Jedoch stoße ich immer wieder auf den Buddhismus (er lässt mich nicht los), und ich bin der Ansicht, dass er einen guten Weg für mein Leben und das Leben an sich darstellen könnte. Vieles habe ich wahrscheinlich unbewusst verinnerlicht und aufgrund einiger persönlicher Erfahrungen, habe ich vor längerer Zeit begonnen, mein Leben, mein Fühlen und Denken, genauer zu beobachten. Immer wieder, wenn ich auf Widerstände stoße, indem ich versuche, auf sanftem Wege und das aus meiner Sichtweise richtige zu tun, wird es schwierig, und ich habe das Gefühl, dass sich mein persönliches Leid dadurch vergrößert. Ich schwanke zwischen Aufopferung für andere und persönlicher Resignation. Ich glaube, dass es nicht nur mir allein so geht.

    Nun ist die Zeit reif, zu handeln: Es genügt mir nicht mehr, einfach nur zu lesen oder mit meiner beschränkten Kraft, zu meditieren. Ich bin zur Einsicht gelangt, dass ich es allein nicht schaffen werde, dass es kein Mensch allein schaffen wird. Ich würde mich gerne einer Gemeinschaft anschließen. Doch schon bei dem Versuch, den ersten Schritt zu vollziehen, gibt es Schwierigkeiten und ich stoße auf neue Widerstände: Es gibt unzählige Schulen, und ich weiß nicht, welche die richtige für mich ist. Wie überall im Leben gibt es unheimlich viele Strömungen und Meinungen. Das weckt Misstrauen in mir. Außerdem wäre die einzig richtige Konsequenz, mein ganzes bisheriges Leben zu "verlassen", um neu zu beginnen. Wenn ich zu dieser Überzeugung gelangt bin (vielleicht bin ich nicht mehr weit davon entfernt), würde ich es tun.

    Ich, ein bescheidener Anfänger :), würde mich über eure Ratschläge sehr freuen.

    Herzlicher Gruß

    Patrick

  • nibbuti
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    • 18. Dezember 2012 um 20:22
    • #2

    Hi & willkommen Patrick

    Es ist ratsam bezüglich dem bisherigen Leben keine voreiligen Schlüsse zu treffen. Das wäre wie ein Pendel, wenn es zu stark ausgeschlagen wurde & in die entgegengesetzte Richtung zurückstößt.

    Was die unzähligen Schulen angeht. Die wurden nicht gegründet, weil jemand eine neue Idee hatte, sondern weil man mit den vorhandenen nicht einverstanden war. Da ist wohl das beste, zum Kern, zum Dharma/Dhamma vorzudringen & danach zu gehen.

    Was die Gruppen angeht. Hier am besten die Leute vor Ort angucken, weil zwischen den Gruppen einer einzelnen Tradition bekanntlich oft mehr Unterschiede vorherrschen als zwischen den Traditionen selbst.

    Viel Glück.

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Patrick
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    18. Dezember 2012
    • 18. Dezember 2012 um 20:29
    • #3

    Hallo nibbuti,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Ich will keine voreiligen Schlüsse treffen, muss aber auch Acht geben, dass ich mich nicht wieder zu sehr distanziere. Ich glaube, dass ich mich dennoch irgendwie verändern muss, weil es in der Region, in der ich lebe, nicht viele Möglichkeiten gibt.

    Herzlicher Gruß

    Patrick

  • nibbuti
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    • 18. Dezember 2012 um 20:41
    • #4
    Patrick:

    Ich will keine voreiligen Schlüsse treffen, muss aber auch Acht geben, dass ich mich nicht wieder zu sehr distanziere. Ich glaube, dass ich mich dennoch irgendwie verändern muss, weil es in der Region, in der ich lebe, nicht viele Möglichkeiten gibt.


    Hi Pat. Wenn du das einige Zeit so siehst & durchdacht hast, spricht wohl nichts gegen eine Veränderung. Ich bin aus ähnlichen Gründen etwas weiter weg gezogen als die meisten, wenn sie flügge werden. Letztlich blieb ich nicht, aber es war dennoch eine wertvolle Erfahrung. Manche Dinge muss man ausprobieren.

    Grüße

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

    Einmal editiert, zuletzt von nibbuti (18. Dezember 2012 um 20:52)

  • Arnold
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    • 18. Dezember 2012 um 20:52
    • #5

    Ich wünsche dir Gutes auf deinem Wege! :arrow:

  • Onyx9
    Gast
    • 18. Dezember 2012 um 22:07
    • #6

    Du sprichst zweimal von Widerständen.
    Gibt es eine große Kluft zwischen Wünschen und Realität ?

  • Patrick
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    18. Dezember 2012
    • 18. Dezember 2012 um 22:56
    • #7
    Onyx9:

    Du sprichst zweimal von Widerständen.
    Gibt es eine große Kluft zwischen Wünschen und Realität ?

    Ich wünsche mir ein Leben in Ruhe und Bescheidenheit, will mich gerne von vielem Überflüssigen (Materiellem) treffen. Das auf der einen Seite. Das andere sind die gesellschaftlichen "Verpflichtungen" (die Eile, der Trott, der Anschluss an die Masse), denen ich von Tag zu Tag gerecht werde und aus denen ich mich ohne Hilfe nicht befreien kann.

  • Axel Benz
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    • 19. Dezember 2012 um 11:50
    • #8

    Hm, lieber Patrick, ich will mich keinesfalls über dein Anliegen lustig machen oder dich davon abhalten, dich einer Gruppe anzuschließen. Aber steht deine Einsicht

    Zitat

    Ich bin zur Einsicht gelangt, dass ich es allein nicht schaffen werde, dass es kein Mensch allein schaffen wird. Ich würde mich gerne einer Gemeinschaft anschließen.


    nicht etwas im Gegensatz zu

    Patrick:

    Das andere sind die gesellschaftlichen "Verpflichtungen" (die Eile, der Trott, der Anschluss an die Masse), denen ich von Tag zu Tag gerecht werde und aus denen ich mich ohne Hilfe nicht befreien kann.


    Man sollte auch buddhistische Gruppen nicht idealisieren, denn auch da geht es - ganz weltlich - oft um das Abgeben der persönlichen Verantwortung und des 'Selber-Denkens' an ein Kollektiv, das diese Dinge dann für mich erledigt.
    Auch hier steckt im 'Leben des Brian' eine tiefe Wahrheit... :D

  • Patrick
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    18. Dezember 2012
    • 19. Dezember 2012 um 17:44
    • #9

    Hallo Axel,

    was soll ich sagen? Danke für deine offenen Worte. Mir ist das zwar klar, aber es gibt Momente da träumt man :).

    Herzlicher Gruß

    Patrick

  • Buddhy
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    • 27. Dezember 2012 um 16:16
    • #10

    Hi Patrick,

    ich kann Dich verstehen und ich bin überzeugt, dass man für sich den eigenen Weg gehen muss. Es geht nicht darum, irgendeiner Glaubensrichtung beizutreten und dann mit den Vor- und Nachteilen leben zu müssen. Ich z.B. gehe immer ins EIAB von Thich Nhat Hanh in Waldbröl. Dort trifft sich Donnerstags immer die Sangha. Man meditiert gemeinsam und erfährt vieles von den anderen Mitgliedern. Mich hat noch niemand dort versucht zu "missionieren" :) Ansonsten halte ich es wie Du. Ich lese viel aber ich nehme nur das an, was mit meiner Überzeugung im Einklang steht. So und nicht anders hat es Buddha selbst gewollt. Wenn Du vielleicht merkst, dass manche Deine Überzeugungen eher Leid als Frieden hervorbringen, dann prüfe erneut, denn dann bist Du sicher auf dem falschen Pfad. Der Weg der Erleuchtung ist lang und Du wirst selbst merken, wann Du in die richtige Richtung gehst. Für mich ist die tägliche Meditation ein wichtiger Punkt. Sobald ich diese vernachlässige, falle ich in den alten Trott zurück. Das hat schon zur monatelanger Abstinenz geführt und einer reumütigen Rückkehr. Ich bin überzeugt, dass wenn Dein Geist nicht klar ist, Du die Lehren nicht praktizieren kannst.

    LG
    Buddhy

    ----------------
    Mein Weg - von Anfang an - zum Buddhismus: http://alles-in-buddha.blogspot.com
    Völlig unvoreingenommen mal drauflos geschrieben ...

  • Patrick
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    • 9. Januar 2013 um 06:49
    • #11

    Vielen Dank lieber Buddhy für deine Worte.

  • Turmalin 1
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    • 9. Januar 2013 um 10:10
    • #12
    Patrick:
    Onyx9:

    Du sprichst zweimal von Widerständen.
    Gibt es eine große Kluft zwischen Wünschen und Realität ?

    Ich wünsche mir ein Leben in Ruhe und Bescheidenheit, will mich gerne von vielem Überflüssigen (Materiellem) treffen. Das auf der einen Seite. Das andere sind die gesellschaftlichen "Verpflichtungen" (die Eile, der Trott, der Anschluss an die Masse), denen ich von Tag zu Tag gerecht werde und aus denen ich mich ohne Hilfe nicht befreien kann.

    Lieber Patrik! Ich meine, man sollte arbeiten, wenn man die Möglichkeit hat. In Berufszusammenhang muss man sich dann anschließen an das, was eben abläuft. So empfielt z. B. ein tibetischer Lehrer, auch dann einen Schlips zu tragen, wenn man findet, dies sei das lächerlichste Kleidungsstück, was es gibt. Wenn der Boss dadurch glücklicher wird... :lol:
    Aber privat muss man doch gar nichts, oder? Es gibt in Deutschland auch glücklicherweise gar nicht das, was alle machen. Wir Buddhis sind ja auch Teil der Masse. Ein Prozent der europäischen Bevölkerung glaube ich. :D Konsumverzicht kann man auch immer mit Umweltschutz begründen. Und stimmt, man braucht schon buddhistische Freunde, sonst ist es schwieriger. Erst in eine Sangha gehen, dann sich Leuten anfreunden. man ist ja nicht mit jedem in der Sangha gleich befreundet. Vielleicht einen buddhistischen Partner suchen, warum denn nicht?
    Also meine Sangha- Leute sind schon viel freundlicher, als das, was ich sonst kenne. Besonders aus meiner Kindheit, als ich noch gar nicht aussuchen konnte, weiß ich, dass Menschen sich anschreien und sowas. Ich meine unter Buddhis redet man doch permanet drüber, nicht immer die Fehler des anderen zu suchen, sondern die eigenen zu bekämpfen. Es wär schon lächerlich, wenn sich der Lehrer der Mund fransig reden würde zu dem Thema, und dann würden die Leute so bleiben, wie sie waren. Ich hab aber auch Leute in der Sangha, die mir die Gelegenheit geben, buddhistsche Gelassenheit zu trainieren. Wär ja nicht gut, wenn man nun gar nichts mehr zum üben hätte, oder? :)

  • Patrick
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    • 9. Januar 2013 um 20:03
    • #13

    Vielen Dank Turmalin für deine Worte.

  • Turmalin 1
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    • 10. Januar 2013 um 10:01
    • #14

    mhm, und was denkst du jetzt? Glaubst du, das Leben, was du dir wünschst, ist erreichbar?

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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